Stadt der Verlorenen

von Spreusel
KurzgeschichteSchmerz/Trost, Tragödie / P12
26.12.2013
26.12.2013
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Eine OS darüber wie wohl ein Bewohner Hongkongs die Stadt unter Einfluss der Alten erlebt hat. Disclaimer ist klar, gehört bis auf die zwei OCs alles Anthony Horowitz. Viel Spaß und Kritik ist gern gesehen^^

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Die Torhüter existierten nicht. Das war eine Tatsache, die für Chang schon lange feststand. Er hatte von ihnen gehört, darum kam man als Mitglied des Nexus kaum herum, auch wenn er nur einer der niedrigeren war, aber glauben tat er nicht daran. Weder war er einem dieser 5, Kinder man denke es sich! , über den Weg gelaufen, noch hatte er je eine Eingebung gehabt das sie irgendwo auf dieser waren und daran arbeiteten die Alten zu besiegen. An die glaubte er, waren sie doch hier, in dieser von Abgasen verseuchten Großstadt wesentlich fassbarer als die ominösen Torhüter. Jetzt war es vermutlich auch schon zu spät um irgendwem hier zu helfen, den soweit er das mitbekommen hatte verschwanden, starben, jeden Tag mehr Menschen. Am Anfang war es noch kaum aufgefallen, wie auch in einer eigenständigen Stadt mit über 7 Millionen Einwohnern, aber mit der Zeit fiel es auf das ganze Bürokomplexe und Wohnblöcke leer standen. Tote verschwanden von den Straßen kaum das man den Blick abwand und es wurde gemunkelt ihre leblosen Körper dienen den Heerscharen schwarzer Fliegen, dem Inbegriff des Bösen, als Brutstätte für ihre Larven. Leute die erkrankten, sei es an den Pocken, dem tödlichen Husten der jeden befiel der zulange die gelblich grauen Nebelschwaden ungefiltert einatmete oder an den schwärenden Wunden, siechte dahin, führte das Leben so wie sie es kannten weiter bis auch sie schließlich starben. Chang interessierte das kaum, er führte genauso sein Leben einfach weiter, erledigte die spärlich eintrudelnden Aufträge des Nexus. Alles was ihm geblieben war bestand in dem Leben seiner Tochter Yuyun, die er hütete und von den tödlichen Gefahren fernhielt so gut er konnte. Doch seine Macht war beschränkt, die Übel der Alten ließen sich nicht von der Liebe eines alleinerziehenden Vaters stoppen. Sie bekam den hinterhältigen Husten, der schleichend tötete und nicht mit Medikamenten aufzuhalten war. Luft, frische reine Luft würde ihr helfen, dass ahnte er, jedoch aus diesem verfluchten Hongkong kam niemand mehr fort. Anfangs glaubte er noch das ein Wunder passieren würde, das die Torhüter doch noch kommen und sie alle retten würden, aber die Hoffnung schwand zusehends und auch vom Nexus hörte man nicht mehr als ein „Harrt weiter aus“. Letztendlich brauch auch der Kontakt zu dieser, nun nicht mehr so mächtigen, Organisation ab und Chang widmete sich mehr dem Erhalt des Lebens seiner dahinschwindenden Tochter, seinem Schatz, seinem Engel, seiner Jadewolke. Doch an dem Tag, wo er sich schon überlegte ob es nicht besser wäre sie und sich gleich mit von dem Leiden zu erlösen brach ein Sturm, wie man ihn lange nicht mehr erlebt hatte, mit aller Macht über die Stadt hinein. Angekündigt hatte er sich schon vorher ohne dass es irgendwer beachtet hätte, aber nun war er mit Wind und Wolken und Wellen da, blies die giftige Dunstglocke über der Stadt hinweg ehe er mit seinem unaufhaltsamen Zerstörungswerk begann. Chang flüchtete, seine Tochter auf dem Arm, in den bis auf sie beide leeren Luftschutzkeller und wartete dort bis es vorbei war. Nun glaubte er an die Torhüter, denn nur sie konnten für diesen Sturm, den Yuyun und er wie durch ein Wunder überlebt hatten und der offenbar alles Böse aus der Stadt gefegt hatte, verantwortlich sein selbst wenn er ihre Anwesenheit nicht mitbekommen hatte. Dennoch floh er in ein kleines Dorf auf dem Land, wo auch sein Engel von dem Husten genas,  als er über den Nexus erfuhr, dass die Torhüter als verschollen galten. Wenn die Stadt unter Einfluss der Alten trotz existierender Torhüter schon so wurde wie er es erlebt hatte, dann wollte er nicht wissen wie sie und erst der Rest der Welt ohne Torhüter werden würden.
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