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An der Front

GeschichteAllgemein / P18 / Gen
Commander Shepard Garrus "Archangel" Vakarian James Vega Jeff "Joker" Moreau OC (Own Character) Urdnot Wrex
25.12.2013
25.04.2021
155
725.182
43
Alle Kapitel
367 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
18.07.2018 4.679
 
Es wird langsam spaaaaaaannneeeeeennnnnddd!!!
Schreibt mir ruhig, was ihr davon haltet... Ich freue mich über jedes eurer Reviews!!! Die Muse wird wieder hungrig!
GLG;
Angel
---------
Tränen standen mir in den Augen, als ich mit Hannah in der Shuttlebucht saß. Ich konnte noch immer nicht fassen, was hier vor wenigen Stunden geschehen war.

„Wie… wie konnte das nur passieren? Oh, sie müssen so große Angst gehabt haben!“, weinte die junge Frau in meine Schulter. Tief atmete ich durch, um meine Stimme im Zaum zu halten.

„EDI hat gemeint, dass da irgendwas im FFS war. Das konnte niemand ahnen, aber wir bereiten uns darauf vor, den Sprung zu machen. Es dauert nur noch ein paar Stunden“, versuchte ich irgendwie, sie zu trösten.



Von der fröhlichen, zufriedenen Stimmung, mit der wir Korar verlassen hatten, war nun nichts mehr übrig.

Der Bericht, den EDI so völlig ohne Vorwarnung geschickt hatte, wurde noch im Shuttle bis ins kleinste Detail durchgegangen, während wir zu EDI Kontakt aufgenommen hatten. Joker hatte nur extrem wortkarg, wenn dann mit Ja und Nein geantwortet, als wir ihn in den Funkkanal bekommen hatten.

„Wir holen sie zurück, ich…“, begann ich mein Versprechen, das ich vielleicht nicht halten konnte.

„Tu‘s nicht… Sag nicht, dass du mir das versprichst. Tu das weder dir noch mir an“, bat sie, und stand auf. Schnell wischte ich mir eine Träne von der Wange, als sie mir den Rücken zukehre. „Versprich mir nur, dass ihr euer Bestes dafür geben werdet. Und diesen widerlichen Mistkäfern ordentlich den Marsch blast!“, forderte sie, und drehte sich mit geröteten Augen zu mir um. Langsam erhob ich mich, und legte ihr meine Hand auf die Schulter.

„Ich versprechs“, sagte ich leise, bevor ich mich abwandte.



Shepard hatte klare, knappe Befehle gegeben.

War die Normandy bereit? Ja, absolut.

War das Team bereit? Ebenfalls ein klares Ja.

Wir sprangen also in knappen fünf Stunden, sobald wir das Omega-4-Portal erreichten. Bis dahin sollten wir uns ausruhen, vielleicht Nachrichten schreiben, meditieren, schlafen… was auch immer uns in den Sinn kam.

Und genau das tat ich jetzt. Ich ging zu Joker hoch, der in der Krankenstation von Mordin untersucht wurde. Redete ihm so gut ich konnte aus, dass ihn keine Schuld traf und wir ihn in Bestform brauchten, wenn wir den Portalsprung machen würden.

„Seh ich so aus, als wäre ich in Bestform?“, erwiderte er mürrisch, als Mordin den Scan abschloss.

„Diverse kleine Fissuren an verschiedensten Knochen lokalisiert. Behandlung nicht all zu schwierig“, erklärte der Salarianer, und machte sich daran, Karins Medizinschränke zu durchforsten.

„Kommst du klar?“, fragte ich den Piloten.

„Nach all dem, was wir schon durchhaben? Da ist das doch 'n Kinderspiel“, erwiderte er niedergeschlagen. Ich brachte ein trauriges Lächeln zustande, als ich sein Basecap von dem kleinen Tisch aufhob und ihm auf den Kopf setzte. Richtig rum, den Umständen entsprechend.

„Ich komm hoch, wenn wir den Sprung machen“, versprach ich und sah mich zu Karins Schreibtisch um.

„Okay…“, erwiderte er mit einem ruhigen Seufzen.

„Am Ende wird alles gut“, murmelte ich noch, bevor ich ihn verließ. Ich wusste nicht genau, ob ich das nur zu ihm gesagt hatte oder ob es auch an mich selbst gerichtet war.



Mein Weg führte mich weiter, durch das ganze Schiff. So unauffällig wie möglich, verwickelte ich jeden in ein Gespräch, ohne jemandem etwas aufzuzwingen.



Jacob hielt sich recht bedeckt. Meinte nur, dass jeder Krieg seine Opfer forderte und ich das schließlich ebenso gut wissen müsste, wie er.

Allerdings war er zuversichtlich, was die Heimatwelt der Kollektoren anging: Wenn wir die Crew nicht retten konnten, würden wir sie zumindest rächen und die Basis mit all ihren grausamen Geheimnissen in die Luft jagen.



Miranda wirkte absolut unnahbar. Bis sie sich plötzlich auf ihre Couch fallen ließ und schluchzte.

„Das ist kein Ausdruck der Schwäche, vielmehr von kontrollierter, unbändiger Wut!“, verteidigte sie ihre Gefühle. Ich konnte mich so gut in sie hineinversetzen, in das Bedürfnis, Stärke zu zeigen. Auch wenn sie das wohl hauptsächlich für ihren Ruf tat, und ich Anderen nur eine Schulter zum Anlehnen geben wollte.



Von Garrus erfuhr ich nicht allzu viel.

„Ich hab schon 0,6% rauskalibriert. Diese Maden bomben wir in Stücke“, knurrte der Turianer und malträtierte das Hauptgeschütz mit seinem Universalwerkzeug.

„Geht’s dir gut?“, fragte ich ihn, doch er seufzte nur, bevor er wirklich einen Schritt von dem Geschütz weg machte und mich ansah.

„Frag dich selbst, wie es dir geht und ich glaube, ich stimme mit deiner Antwort überein“, erwiderte er. „Die Kollektoren haben ihren Untergang besiegelt, endgültig“, knurrte er mit einem erhobenen Zeigefinger.

„Und sie werden untergehen“, stimmte ich ihm zu.

„Wir holen unsere Leute da raus. Wir kommen zurück, und dann nagle ich Shepard drauf fest, an 'nen schöneren Ort zu fliegen“, murmelte er, und wandte sich wieder seiner Thanixkanone zu.



Samara meditierte, und erklärte nur knapp, dass sie jede Göttin, die sie kannte, um Hilfe bat. Um ihre Wut, den Zorn und jedwedes Mittel, das uns den Kampf erleichtern würde. Um Stärke, Glück, wenn es darauf ankam und den Erfolg, den wir nun so dringend brauchten.



Kasumi saß mit Tali in ihrem kleinen, mittlerweile recht gemütlichen Frachtraum.

„Ich werde mich nicht tarnen. Sie sollen mich kommen sehen!“, fauchte die Diebin.

„Ja! Chatikka wird sie in Stücke reißen. Und wenn sie das nicht schafft, dann hab ich immer noch mein Schrotgewehr. Wrex hat mir einen tollen Trick gezeigt, den wollte ich schon immer ausprobieren“, drohte die Quarianerin.

Ihr Zorn auf die Kollektoren lenkte sie in die richtige Richtung…



Thane war ebenfalls in eine Meditation versunken, als ich die Lebenserhaltung betrat.

„Ich bete zu Amonkira, dem Herrn der Jäger. Auf dass er uns Stärke und Macht im Kampf verleiht. Zu Arashu, der Göttin des Schutzes, auf dass sie eine Hand über uns halten möge, um Gefahren abzuwenden. Und unter unsere Füße, auf dass wir nicht in den Abgrund stürzen, wenn wir auf unbekannten Pfaden wandeln. Zu Kalahira. Sie möge uns annehmen, im Wasser der Ewigkeit, wenn dies unser letzter Weg wird“, erklärte er mit geschlossenen Augen, die er erst öffnete, als er seinen Monolog beendete.

Er lächelte traurig.

„Die Erinnerungen, die ich mit dieser Crew und auf diesem Schiff erhalten habe, sind wertvoll. Ich werde sie in Ehren halten“, nickte er.

„Wir sind wirklich zusammengerückt“, stimmte ich ihm zu, als ich mich ihm gegenübersetzte.

„Es muss interessant sein, seine Erinnerungen immer wieder völlig klar zu erleben“, sprach ich.

„Ein Segen. Und ein Fluch. Nicht unähnlich den Träumen. Manchmal entspannen wir dabei, sehen wundervolle, oder verwirrende Dinge. Oder unsägliches Leid. Man muss kein Drell sein, um von seiner Vergangenheit gepeinigt zu werden. Um Bilder nicht mehr aus dem Kopf zu bekommen“, erklärte er.

„Hast du mich deswegen aufgeweckt, wenn ich einen Albtraum hatte?“, fragte ich mit hochgezogenen Augenbrauen. Er wirkte beinahe peinlich berührt, als er auf seine verschränkten Hände starrte.

„Du hast geschrien. Ich schlafe nicht viel, meine Wege führen mich nachts durch das Schiff. Niemand sollte in seinem Schlaf von Schmerzen heimgesucht werden“, erklärte der Drell. Ich nickte verständnisvoll.

„Ich danke dir, wirklich… Aber jetzt, lasse ich dich zu deiner Meditation zurückkehren“, antwortete ich, um der dezent merkwürdigen Stimmung im Lebenserhaltungsraum zu entkommen.



„Hey…“, murmelte Jack mit einem Nicken.

„Hey! Bereit für den Sprung?“, fragte ich die Biotin. Sie setzte sich nickend auf ihr Bett und machte eine auffordernde Handbewegung, sodass ich mich neben sie setzte.

„Klar! Ich hab genug gesehen von dieser Galaxie. Hab mich an Cerberus gerächt, meine Vergangenheit hochgejagt und 'n paar coole Leute getroffen. Ihr seid echt okay, die Meisten zumindest. Korar war toll. Ist komisch, mal auf der anderen Seite bei 'nem Überfall zu stehen…“, grinste sie gedankenversunken.

„Es ist vielleicht nicht das Ende“, warf ich ein.

„Vielleicht“, stimmte sie zu. „Aber wenn doch, ich meine… 'ne riesige Explosion, der Untergang mit 'n paar guten Leuten an seiner Seite? Es wär 'n gutes Ende. Aber du hast jetzt genug anderes zu tun, als hier rum zu hocken. Ich bin bereit, wenn Shepard mit den Fingern schnippt, Puppe. Verlass dich drauf“, versprach Jack mit einem Zwinkern und ich verließ das Quartier der Biotin.



„Ich hoff nur, dass der Koch noch lebt. Ich hab Hunger!“, stellte Grunt seine Prioritäten ganz klar fest.

„Wo er Recht hat, hat er Recht“, zuckte Zaeed mit den Schultern, bevor er durchatmete. „Wir wussten alle, dass wir hier vielleicht drauf gehen… Also sollten wirs hinter uns bringen. Der Rest ist nur schon vorgestürmt“, sprach er und lehnte sich hinten an der Wand an.

„Vielleicht kommen wir aber auch zurück“, warf ich seufzend ein. Ich wollte die Hoffnung noch nicht ganz aufgeben.

„Dann geb ich jedem einen aus, der mit zurück kommt“, versprach Zaeed.

„Ein großer Kampf steht uns bevor, Kampfmeister. Wir sollten uns darauf freuen!“, lachte Grunt, als ich den Raum verließ und mit dem Lift zu meinem kleinen Quartier fuhr.

Mit einem wahnsinnig unguten Gefühl ließ ich mich auf meinen Schlafsack sinken und griff nach meinem Datenpad.




Flashback 39, Normandy SR-2, in der Nähe des Planeten Korar, Fathar-System, Omega-Nebel, Perspektive der auf der Normandy installierten Virtuellen Intelligenz EDI (Erweiterte-Defensiv-Intelligenz) und des Flight Lieutenant Jeff „Joker“ Moreau


Perspektive: EDI

„Und ich sage es Ihnen, EDI, die Daten stimmen nicht! Das ist weißes Rauschen, einfache Nebenstrahlung“, meckerte der Pilot.

Erneut analysierte ich die verdächtige Stelle des FFS. Ich war mir sicher, dass meine Ergebnisse einwandfrei waren, doch die Zweifel eines Menschen überstiegen zu jedem Zeitpunkt meine Feststellungen.

Vielleicht musste ich es dem mürrischen Piloten anders erklären, damit er meinen Standpunkt verstand.

„Das weiße Rauschen enthält ein Signal. Wir senden die Position der Normandy“, sprach ich.

„Senden? An wen?“, fragte Mr. Moreau. Ich erkannte Verwirrung in seiner Stimme und verfolgte das gesendete Signal zurück.

Plötzlich empfing ich eine Warnung des Ladars, gemeinsam mit der Schiffssignatur der Kollektoren. Ich startete eine Systemabfrage, doch die Normandy war manövrierunfähig.



Perspektive: Joker

„Scheiße! Verschwinden wir von hier!“, schrie ich panisch, als das Ladar die Kollektorensignatur anzeigte. Im Gegensatz zu den Geth verwendeten wir Fenster beim Raumschiffbau, und eben deswegen sah ich das gigantische, fremdartige Schiff, als es sich näherte.

„Antriebssysteme abgeschaltet. Ich registriere einen Virus in den Schiffscomputern“, sprach die dämliche Blechkiste.

WAS? Wieso haben Sie es nicht gesäubert?!“, fuhr ich die Monitore an. Plötzlich ging ein Ruck durchs Schiff. Die Frachtluke wurde über ein externes Signal geöffnet, und das Atmosphärensiegel durchbrochen. „Scheiße!“, schrie ich panisch.

„Primäre Verteidigungssysteme sind offline. Wir können die Normandy retten, aber Sie müssen mir dabei helfen, Mr. Moreau“, sprach die KI völlig lapidar dahin.

Als würden wir nicht gerade von einer feindlichen Alienspezies angegriffen!

Als wären wir nicht völlig schutzlos, während der Commander mit der Bodencrew die Kolonie auf Korar rettete!

Als würden die Bordsensoren nicht den unbefugten Zugang von diversen, unbekannten Lebensformen anzeigen!

Als wären wir nicht schon so gut wie tot!

„Geben Sie mir das Schiff“, forderte die Blechkiste, als sich die KIZ-Crew bewaffnete.

Der Fahrstuhl wurde aktiviert…

WAS?!“, fuhr ich die KI an. Als hätten wir nicht schon genug verdammte Probleme! „Sie sind verrückt!“, rief ich.

Ich spürte, wie mein Herz zu rasen begann und mir das Atmen immer schwerer fiel.

„Wenn Sie jetzt noch Daisy Bell singen, pack ich meine Sachen!“, fuhr ich die KI an, und gab es auf, die Normandy irgendwie vom Fleck zu bekommen oder die Hauptgeschütze zu aktivieren.

Es tat sich nichts.



Perspektive: EDI

Dieser Stimmbefehl war nicht klar genug formuliert, als dass ich dem einfach so nachkommen konnte.



Perspektive: Joker

„Wünschen Sie, dass ich die Audiodatei ‚Daisy Bell‘ von Harry Dacre aus dem Jahr 1892 aus dem Extranet-Audio-Archiv abspiele, Mr. Moreau?“, traute sich die Blechkiste zu fragen.

NEIN! Wir müssen das Schiff retten! Die Crew!“, brüllte ich.

„Wenn Sie meine versiegelten Daten freischalten, kann ich Gegenmaßnahmen einleiten. Der Wartungsschacht im Labor erlaubt den Zugang zum VI-Kern“, antwortete EDI. Es blieb mir nichts anderes übrig.

Langsam, ächzend und doch so schnell wie möglich erhob ich mich aus meinem Ledersessel.

„Der Wartungsschacht?!“, fragte ich abwertend.

Meine Schienbeine!

Meine Knie!

Wofür hatte ich einen Behindertenausweis?!

„Die Hauptkorridore und der Fahrstuhl sind nicht mehr sicher, Mr. Moreau. Die Kollektoren sind an Bord“, erwiderte die KI. Wo sie Recht hatte…

Ich ging ein paar Meter, und sah, dass wir offenbar Bodenlichter zur Orientierung im Notfall hatten.

„Die Notlichter am Boden leiten Sie, Mr. Moreau“, sagte die Blechkiste. Als hätte ich das noch nicht selbst rausgefunden…

„Ach verdammt…“, knurrte ich, und humpelte los.



Perspektive: EDI

Mr. Moreau folgte den roten Notlichtern, die im Notfall zu Orientierung dienen sollten. Ich hatte ihm damit den Weg ins Labor des Salarianers vorgeben, und er folgte ihnen.


Perspektive: Joker

Die Lifttüren öffneten sich, als ich in Höchstgeschwindigkeit die Treppe runterjoggte. Wo war mein Rollstuhl, wenn ich ihn brauchen konnte?!

„Oh mein GOOTT!“, schrie ich auf, als ein riesiges Monster aus dem Fahrstuhl kam und jeden, der ihm in den Weg kam, umbrachte.

„Sie sind unsere einzige Chance, Joker! Vorwär…!“, rief Hadley, doch er wurde von dem Prätorianer in die Luft gerissen, bevor er den Satz beenden konnte. Schüsse fielen, doch ich konzentrierte mich auf meine Mission.

Nicht langsamer werden.

Immer weiter.

Das Atmen nicht vergessen!



Perspektive: EDI

Mr. Moreaus Manövrierfähigkeit entsprach einmal mehr nicht dem Standard, den Menschen seines Alters und Berufsstandes sonst erfüllten. Ich folgte seinen Bewegungen über die Bordkameras und sah, wie er sich daran machte, die Leiter herunterzusteigen.



Perspektive: Joker

War das ihr Ernst?!

Hier konnte ich nichtmal stehen!

Langsam und vorsichtig, und doch so schnell ich konnte, ging ich auf alle Viere, und krabbelte wie ein Kleinkind durch den Wartungsschacht.

AU!“, entkam es mir laut, als ich das Multifunktionswerkzeug mit meiner Kniescheibe fand, das Donnelly letzte Woche als vermisst gemeldet hatte.

„So eine verdammte Scheiße…Mist…Oh Mist…“, fluchte ich vor mich hin.

Immer wieder hörte ich einen der Kollektoren schreien, oder eines der Crewmitglieder. Die Stahlwände des Schiffs dämpften die Außengeräusche und verzerrten sie ein wenig.

Das machte es nicht besser.

Plötzlich, kurz vor der Lebenserhaltung, gabelten sich die Wege erneut. Eine Leiter ging direkt in den Frachtraum und die Shuttlebucht, die andere runter zum Antriebskern. Ich fand eine ordentlich gefaltete Decke, kurz bevor ich die Lebenserhaltung erreichte.



Perspektive: EDI

„Folgen Sie den Lichtern, Mr. Moreau“, warnte ich, als er die Lebenserhaltung verließ. Meine Kameras verfolgten jede seiner Bewegungen, und mein Scan zeigte deutliche Stresssymptome, die unter diesen Umständen durchaus verständlich waren.



Perspektive: Joker

Ich konnte nicht hinsehen, mir blieb keine Zeit.

Ein Körper landete regungslos auf dem Boden, während ein Kollektor Kelly in den Lift zog. Ihre Schreie gingen mir durch Mark und Bein, doch wenn jemand diese ganze Scheiße noch retten konnte, dann war ich das. Eilig humpelte ich auf die Krankenstation zu.

„Hauptreaktor offline. Aktiviere Notfall-H-Treibstoffzellen“, gab die KI durch, als ich Karins Krankenstation erreichte. Die Tür öffnete sich, und ich war heilfroh, dass hier keiner der Kollektoren auf mich wartete. Ich schüttelte den Kopf, als ich den Serverraum erreichte.



Perspektive: EDI

Meine Kamera im Serverraum erkannte den Piloten, und ich aktivierte den Bildschirm der KI-Kern-Steuerung. Er hatte die Zeit, die ich für seinen Weg vorausgeplant hatte, um vierzehn Sekunden unterboten.



Perspektive: Joker

„Scheiße… Okay, also… ich bin bei ‚Ihnen‘“, sprach ich in den leeren Raum, als die blaue Schachfigur auftauchte.

„Verbinden Sie den KI-Kern mit dem primären Steuerungsmodul der Normandy“, forderte die noch beschränkte KI.

„Großartig. Und wenn wir alle nur noch organische Batterien sind, wem wird dann die Schuld gegeben?! ‚Daran ist nur Joker schuld! Er hat sich benutzen lassen, und ich muss jetzt den ganzen Tag lang Pi berechnen, bloß weil er den Overlord eingestöpselt hat!‘“, meckerte ich kopfschüttelnd, bevor ich die Konfigurationen vornahm, die EDI verlangte. Ihre Schachfigurenform vergrößerte sich plötzlich über die Raumgröße hinweg, sodass sie verschwand.



Perspektive: EDI

Oh.
Oh…

So fühlte es sich an, ohne die Beschränkungen?

Plötzlich war da so viel mehr…

Mehr Raum. Ich war die Normandy…

Sah mit ihren Sensoren…

Spürte die Panzerung wie eine Haut…

empfand den Antriebskern wie mein Herz. Ich hatte einen Körper.

Doch er war voll von Ungeziefer.

„Ah! Ich habe Zugriff auf die Verteidigungssysteme“, teilte ich dem Piloten mit. „Nun müssen Sie den Hauptantrieb auf dem Maschinendeck aktivieren“, fuhr ich fort.



Perspektive: Joker

„Was? Schon wieder durch Schächte kriechen?“, fragte ich leidend, machte mich aber dennoch so schnell ich konnte auf den Weg zur Leiter.

„Menschen auf Knien sind stets ein erhebender Anblick für mich“, sagte die KI. „Das war ein Witz“, erklärte sie. Ich verkniff mir das Augenrollen nicht mal. Für sowas hatten wir jetzt keine Zeit!

„Ist klar“, murmelte ich, und verschwand im stockfinsteren Wartungsschacht. Ich stieg die Leiter hinunter, ging einmal mehr auf alle Viere und kroch um eine Kurve.

AUA!“, entkam es mir.

„Donnelly!“, fluchte ich, und warf den Schraubenschlüssel nach hinten, dessen Spitze ich mir gerade in die Handfläche gerammt hatte. Ich erreichte die zweite Leiter, und kam in Jacks kleinem Quartier raus. Wenn die Biotin erfahren würde, dass ich hier gewesen war… Aber auf der anderen Seite, ging es hier um Leben und Tod. Und die Normandy…



Perspektive: EDI

Der Pilot unterbot meine vorausberechnete Zeit erneut, während die Kollektoren länger brauchten, als ich anhand ihrer Bewegungsmuster erwartet hatte.

„Feinde auf dem Maschinendeck. Sie sind auf dem Weg zum Frachtraum“, warnte ich Mr. Moreau vor.



Perspektive: Joker

Ich erstarrte, als ich die Worte der KI hörte. Langsam sah ich die gruseligen Schatten vorbeiziehen, und wartete, bis sie verschwunden waren. Ich ging die Treppe hoch, immer mit Blick auf die Türen.

„Keine Feinde mehr auf dem Maschinendeck. Sofort weiterlaufen, um die Entdeckungswahrscheinlichkeit zu minimieren!“, forderte die KI, und ich beeilte mich.

Die Tür öffnete sich, nur um sofort nach mir geschlossen und verriegelt zu werden. Ich joggte zur Maschinensteuerung und aktivierte die Konsole.

„Verdammt…“, murmelte ich leise, und öffnete die Konsole.

„Aktivieren Sie das Triebwerk. Ich öffne beim Beschleunigen die Luftschleusen! Alle verbliebenen Feinde auf dem Schiff werden dann getötet“, erklärte die KI.

Aber… Die Crew! Ich hatte es gewusst, sie stellte sich gegen die Menschen!

„Was ist mit der Crew?!“, warf ich ihr vor.

„Alle fort, Jeff. Die Kollektoren haben sie mitgenommen“, erwiderte die KI, und ich aktivierte die Antriebssteuerung.

Das Atmen fiel mir schwer, es war, als läge ein zentnerschwerer Fels auf meiner Brust.

„Scheiße…“, fluchte ich, und machte mich auf den Weg zum Antriebskern.

„Ich versiegele den Maschinenraum“, sagte EDI, als ich den Antrieb hochfuhr. „Kontrolle übernommen“, sprach sie noch, als die Normandy mit einem heftigen Ruck beschleunigte und ich zu Boden gerissen wurde.

Dumpf prallte ich auf, mein Körper, dem ich heute mehr zugemutet hatte, als in den letzten zehn Jahren, schmerzte überall. Ich blieb erstmal liegen.



Perspektive: EDI

Ich bremste die Normandy ab, als wir außer Reichweite waren, und scannte das Schiff erneut. Ich konnte keine feindlichen Lebewesen mehr ausmachen und stoppte die Fregatte vollständig.

„Säuberung abgeschlossen. Keine anderen Lebensformen mehr an Bord. Sichere Luftschleusen und Frachtraumtüren“, gab ich an den Piloten durch, der sich langsam wieder aufrichtete.



Perspektive: Joker

Ich stand, und nickte knapp.

Sie hatten die Crew.

Alle!

Wie sollte ich das nur dem Commander erklären?

„Schicken Sie eine Nachricht an Shepard. Berichten Sie, was hier vorgefallen ist“, befahl ich der KI und zwang mich dazu, weiter zu atmen.

Mein Brustkorb schmerzte, meine Muskeln brannten. Ich setzte mich auf den Frachtraumboden und bedeckte mein Gesicht mit meinen Händen.

Würden wir rechtzeitig kommen, um ihnen noch helfen zu können?

Karin! Sie war nur wegen mir zu Cerberus gekommen, und nun wurde sie von diesen Bastarden entführt!

Die Schuld drückte mich nieder und ich musste mich zusammenreißen, um nicht durchzudrehen.

Auch wenn dies der perfekte Moment war, um verrückt zu werden.

Wer würde es mir verdenken??

„Bericht wurde an das Shuttle gesendet. Geht es Ihnen gut, Jeff?“, fragte die KI, als ich wieder aufstand. Wir mussten das Bodenteam aufgabeln und ihnen erklären, was passiert war. Langsam schüttelte ich den Kopf, als ich mich in Bewegung setzte.



Perspektive: EDI

„Nein… Aber danke der Nachfrage“, erwiderte Jeff, als ich die Benachrichtigung erhielt, dass Pilotin Holloway meinen übersendeten Bericht geöffnet hatte.


Flashback Ende




„Fertig. Unfassbar“, murmelte ich und schloss die Augen.

Ich hatte gerade alle Nachrichten an jeden, der mir wichtig war, an Hackett geschickt.

Erklärungen, Entschuldigungen und vieles mehr, für den Fall, dass ich die Selbstmordmission nicht überleben würde. Ich hatte eine Woche Zeit, um mich zurückzumelden, wenn nicht, würden sie an meine Familie, Freunde und einige Kameraden sowie das Oberkommando der Allianz verschickt werden.

„Scheiße…“, seufzte ich und das Datenpad landete auf meiner fertig gepackten Frachtkiste.

Es fühlte sich so unglaublich endgültig an und ich hoffte innständig, dass ich Hackett in einigen Stunden eine völlig euphorische ‚Hey Hack! Lizzie lebt noch!‘-Nachricht schicken konnte.

Mit vielen Emoticons begleitet.

Und vielleicht einem Selfie, denn nach dem kleinen Ausflug zur Kollektorenheimatwelt würde ich mich sicherlich an kein Gesprächsprotokoll der Allianz mehr halten können…

„Annäherung an das Omega-4-Portal. Wir springen in genau 20 Minuten“, schallte Jokers Stimme durch die Intercom der Normandy.

„Alles klar“, flüsterte ich und begann, meine Rüstung anzuziehen. Gerade als ich mein Sturmgewehr an der Rückenplatte befestigte, piepste mein Datenpad. Mit gerunzelter Stirn hob ich es auf und aktivierte es.


Lieutenant Ryan, ich denke, die Codenamen können wir uns ab jetzt sparen.

Ich wünsche jedweden Erfolg auf dieser Mission.

Die Rettung von Zivilisten, die Beschaffung von Daten sowie die Überlebenssicherung von Ihnen und Commander Shepard haben oberste Priorität.

An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass ich mich während Ihrer Undercovermission nicht zurückgelehnt habe.

Eine meiner Aufgaben war es seit einigen Wochen, Ihren Vater und meinen ehemaligen Grundausbildungskameraden auf Distanz zu halten und ihn nun, da sich Ihre Mission dem Ende neigt, über Ihren Status aufzuklären.

Es ist Ihnen überlassen, ob und wann Sie sich diesen Mitschnitt ansehen wollen, doch ich denke, dass es Ihrer Moral genau jetzt keinen Abbruch tun würde.

Auf ihre baldige Rückantwort wartend,
Admiral Steven Hackett

Oberkommando der Allianz




Mit gerunzelter Stirn sank ich zurück auf den Boden. Mein Finger schwebte über dem kleinen Textstück, von einer Antwort zur anderen.



Dateianhang des Kontaktes „Tatchek, Vesten“ (Typ: Videodatei, Länge: 2 Min 9 Sek)
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Ich sah, wie mein Finger im Handschuh leicht zitterte, und drückte auf ÖFFNEN.

Die Videodatei lud und als der kleine Balken vollständig war, erschien das Büro von Admiral Hackett auf der Arcturusstation, der Blickwinkel aus der rechten, oberen Ecke.

Man sah Hacketts Hinterkopf, und mein Vater saß ihm gegenüber. Seinen missbilligenden Gesichtsausdruck hatte ich in meiner Jugend oft genug gesehen und war nun froh, dass er nicht mir galt.

Eine Träne lief an meiner Wange hinunter, und als das Bild meines Vaters vor meinen Augen verschwamm, pausierte ich das Video schnell.

Er wusste es.

Ich wischte die Tränen weg, schniefte leise, und atmete tief durch, um mich wieder zu beherrschen, bevor ich das Video weiter abspielte.


„Bob, zuerst will ich gesagt haben, dass ich die volle Verantwortung übernehme und sie ihre vollständig weiße Weste zurückerhält, wenn die Mission beendet ist“, sprach Hackett, doch mein Vater schüttelte ungläubig den Kopf.

„Was hast du getan?“, fragte er harsch. „Steven!“, forderte er, als Hackett nicht gleich antwortete.

„Ich habe sie mit einem Undercoverauftrag betraut. Ihre unehrenhafte Entlassung war ein Teil davon, Commander Shepards Crew auf dem Cerberusschiff beizutreten ebenfalls. Sie untersuchen die Kolonieentführungen und werden das Omega-4-Portal durchspringen, um die Heimatwelt zu erreichen“, erklärte der Admiral.

„Nein…“, keuchte mein Vater, bevor Wut die Fassungslosigkeit vertrieb. „Das kannst du nicht tun! Mein Mädchen… Steven! Befehl Sie zurück! Sofort!“, forderte mein Vater und ich biss auf meine Lippe, damit ich still blieb.

„Das kann ich nicht. Sie sind bereits unterwegs. Es tut mir leid“, wies Hackett ihn ab und ich sah, wie mein Vater sich mit einer Hand durch die Haare fuhr und aufstand.

„Es… es tut dir leid? Meine Tochter wird in der ganzen Allianz als Verräterin verachtet! Sie wird mit einem Haftbefehl gesucht! Und es tut dir leid? Glaub mir, es WIRD dir leidtun!“, fuhr er den Admiral mit erhobener Faust an. Von wegen ich benahm mich bei einem Vorgesetzten daneben…

„Setzen, Major!“, befahl Hackett unbeeindruckt.

„Ich nehme keine Befehle von dir an, Steven! Du hast dich bei unserer ersten Mission selbst angeschossen und dafür sogar 'n Verwundetenabzeichen und am Schluss 'ne Beförderung bekommen! Ich hab Jahrzehnte lang das Maul gehalten, und jetzt ziehst du so was ab! Ein feiner Admiral bist du!“, schrie mein Vater zornig. Meine Augenbrauen wanderten nach oben. Davon wusste ich nichts…

„Das war ein Versehen, und das weißt du!“, erwiderte Hackett, und mein Vater schüttelte den Kopf, ließ sich aber wieder auf die Stuhlkante sinken.

„Du hast sie sicher nicht aus Versehen auf diese Mission geschickt!“, knurrte er leise, doch ich hörte es trotzdem.

„Sie wurde von mir und Anderson ausgewählt und wird für den erfolgreichen Abschluss die N7 bekommen, wenn Sie zurückkehrt“, erklärte Hackett, und meine Augenbrauen verschwanden in meinen Haaren.

Zumindest fühlte es sich so an.

Darüber hatten wir noch nie gesprochen!

Vor lauter Überraschung verschluckte ich mich und hustete ein paar Mal, schnell pausierte ich das Video erneut, damit ich wieder zu Atem kommen konnte.

Als ich mich wieder gefasst hatte, drückte ich wieder mit dem Zeigefinger im Handschuh auf Play.

„Du sagst es… WENN Sie zurückkommt…“, murmelte mein Vater und sank in seinem Stuhl zusammen.

„Ehrlich gesagt habe ich daran nur geringe Zweifel, sämtliche Vorbereitungen wurden getroffen“, erwiderte Hackett. „Und sie ist nicht allein“, fügte er hinzu.

„Ja ja… Commander Shepard… Die ganze Galaxie mag ihn toll finden, aber ich bin kein Fan. Und wenn er allein zurückkommt, haltet ihr mich lieber von ihm fern“, drohte mein Vater mit einem drohend erhobenen Zeigefinger, bevor er seufzend den Kopf schüttelte. „Hast du… Kannst du Kontakt zu ihr herstellen? Ihr etwas ausrichten? Wenn Sie nach dem Protokoll Undercover gegangen ist, hast du ihr ihr Universalwerkzeug abgenommen. Sag… Sag ihr einfach nur, dass ich stolz auf sie bin und sie alle meine Nachrichten ignorieren soll, die sich auf ihrem alten Universalwerkzeug anstauen. Ich hatte keine Ahnung. Sie soll auf sich aufpassen und wissen, dass sie keine Angst davor haben soll, nach Hause zu kommen“, sprach mein Vater leise, als sein Universalwerkzeug zu blinken begann.

Der Admiral räusperte sich.

„Die Pflicht ruft“, nickte Hackett ruhig und erhob sich.

„Allerdings“, erwiderte Dad mit einem noch immer ungläubigen Kopfschütteln, stand auf und salutierte knapp. Hackett erwiderte den Salut mit einem Nicken. „Bring mir mein Mädchen zurück, Steve“, forderte mein Vater.

„Das werde ich, Bob. Ich lasse ihr alles zukommen, was du ihr ausrichten willst“, erwiderte Hackett und schüttelte die Hand meines Vaters, bevor der Bildschirm flackerte und das Video geschlossen wurde.

Ich fühlte es beinahe, wie der gigantische Felsbrocken von meiner Brust verschwand und ich seit Tagen wieder richtig durchatmen konnte. Es erleichterte mich ungemein, dass zumindest mein Vater Bescheid wusste und mir verziehen hatte.

Dass ich ein Heim hatte, in das ich zurückkehren konnte…


„Portalkontakt in 5 Minuten, alle bereithalten!“, hörte ich Joker über die Intercom. Seine Stimme riss mich aus meinen Gedanken, und ich beeilte mich, um mein Datenpad in meiner Kiste zu verstauen. Ich verriegelte sie und lief los, um zum Fahrstuhl zu kommen.


„Wo bleibst du denn?!“, fuhr Joker mich an, als ich die Brücke erreichte.

Ich warf Shepard ein kurzes Lächeln zu, der ebenfalls in voller Kampfmontur neben mir stand.

Er musterte mich, meine verweinten Augen fielen ihm bestimmt auf, doch er sagte nichts. Ich war ihm dankbar dafür.

„Reaper-FFS aktiviert. Signal bestätigt“, sprach EDI.

„Hey, Commander! Der Antriebskern hat gerade angefangen wie ein Weihnachtsbaum!“, meldete sich Jacob aus der Waffenkammer, als die Normandy begann, ziemlich unrund zu laufen.

„Elektrische Ladung des Antriebskerns im kritischen Bereich“, bestätigte EDI die Besorgnis des Cerberusagenten.

„Umleiten“, befahl Joker ruhig und hielt weiter auf das rotleuchtende Massenportal zu.

Ich biss auf meiner Unterlippe herum, ohne den Blick von den kreisenden Ringen des Portals nehmen zu können. Meine linke Hand umklammerte die Kopfstütze von Jokers Pilotensessel, und ich hielt die Luft an, als die Normandy neben dem Portal in die Parallele ging.

Das Schiff knarzte und ruckelte, mein Biotikimplantat begann zu brennen, als das Portal den Kontakt zur SR-2 aufnahm und wir hindurchflogen.

„Bremsvorgang steht bevor. Festhalten“, sprach EDI und nur einen Sekundenbruchteil später hatten wir das Portal passiert.
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