Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

An der Front

GeschichteAllgemein / P18 / Gen
Commander Shepard Garrus "Archangel" Vakarian James Vega Jeff "Joker" Moreau OC (Own Character) Urdnot Wrex
25.12.2013
25.04.2021
155
725.182
43
Alle Kapitel
367 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
25.12.2013 1.576
 
Hallo :-)
Na, immerhin, ein paar haben schon drauf geklickt!
Vielleicht spricht euch das zweite Kapitel mehr an, ist auch um ein gutes Stück länger. :-)
Nebenbei, nur zur Erklärung: Ja, ich habe jede Menge recherchiert und mir einige Hintergrundinfos, größtenteils Jahreszahlen und Ortsangaben angeignet. Ein paar werde ich bewusst abändern oder ignorieren. Zum Beispiel werde ich den Skyllianischen Angriff auf Elysium auf 2179 verschieben.
Liebe Grüße,
Angel°°
---------------

Ich brauchte wenige Minuten, bis ich meine Gedanken geordnet hatte. Ein Grinsen schlich sich auf meine Lippen, erreichte meine Augen.
„Ich habs geschafft…“, murmelte ich leise. Tief atmete ich durch und schloss die Tür. Das Alarmsystem piepte kurz auf und war wieder aktiviert, denn das war Pflicht auf dem Stützpunkt. Noch immer lächelnd ging ich in mein Schlafzimmer, griff im Schrank nach meiner schwarzen Packtasche und packte die wenigen Kleidungsstücke hinein, größtenteils Allianzshirts und schwarze Rüstungshosen, zwei Paar Funktionsunterkleidung und Socken. Ansonsten hatte ich nicht viel, das Datenpad mit ein paar Familienfotos landete noch in der Tasche, meine Papiere, das Universalwerkzeug  und meine Kulturtasche folgten.  Meinen Wecker ließ ich noch auf der Kommode, schließlich wollte ich morgen eher ungern zu spät kommen.



Eine knappe Viertelstunde später sah ich mich noch einmal um. Im Schrank lag noch Kleidung für den nächsten Tag, der Wecker lag auf der Kommode und die schweren Stiefel standen neben der Eingangstür. Eine vertrocknete Pflanze stand auf dem einzigen Fensterbrett, doch der war nicht mehr zu helfen. Die ganzen Möbel gehörten der Allianz und waren bereits einigen vor mir bereitgestellt worden. Zufrieden tippte ich die Zahlenkombination ein und ging zum Abendessen in die Mensa.

„Hey Liz! Hab schon davon gehört!“, rief Michael und winkte mich zu sich herüber. Ich zog noch schnell meine Karte unter dem Scanner durch, um den Teller Suppe zu buchen und ging dann auf mein ehemaliges Teammitglied zu. Vorsichtig stellte ich den Teller ab und ließ mich auf den Stuhl nieder. Wie der Rest des Raums war auch dieser weiß und steril.

„Ja, gottseidank! Ich weiß nicht wie lange ich es hier noch ausgehalten hätte“, lachte ich.

„Hör nur damit auf. Ich darf erst in zwei Wochen wieder an Deck“, meckerte Mike. Er hatte mir bereits vor einer Woche erzählt, dass er vom Oberkommando auf einen Kreuzer versetzt wurde.



Fast zwei Stunden später ließ ich mich auf mein Bett fallen.

„Wecker: Einstellen, Weckzeit!“, rief ich leise. Die kleine Maschine piepste. „Null. Fünf. Null. Null“, befahl ich, und ein zweites Piepsen beendete die Einstellung. Trotz der  freudigen Erwartung auf den nächsten Tag fiel ich schnell in einen ruhigen Schlaf.



Hektisch riss ich meine Augen auf, als ich am nächsten Morgen aufwachte. Mein Wecker klingelte hektisch, die digitale Anzeige blinkte an der Wand.

„Wecker! Aus!“, rief ich laut und schlug die Decke zurück. Das Piepen verstummte und auch die Anzeige färbte sich von dem grellen Rot zu ruhigem Blau. Einmal atmete ich noch tief durch, bevor ich aufstand und mir schnell den schwarzen, hautengen Anzug anzog, den ich später unter der Rüstung tragen würde. Ich zog eines der Allianz-T-Shirts anzog. Dann schlüpfte ich in eine dunkelgraue Hose und in die schwarzen Stiefel, griff nach meinem Wecker und verstaute ihn in der Tasche. An der Tür ließ ich meinen Blick noch einmal kurz durch die Wohnung schweifen. Hier hatte ich so oder so nur wenig Zeit verbracht und freute mich, im Gegensatz zu einigen meiner Kameraden, auf die Enge und das stetige Surren irgendwelcher Gerätschaften, die der Einsatz auf einem Raumschiff mit sich brachte. Natürlich war auch der Reiz, mit Anderson und vor allem auf einem so fortschrittlichen Schiff zu dienen, nicht zu verachten.




Kurz darauf schulterte ich meine Tasche und verließ den großen Apartmentkomplex, auf dem die Marines untergebracht waren.  Eilig lief ich über den großen Trainingsplatz und erklomm zwei Stufen auf einmal, um in das große Stützpunktgebäude zu kommen. Ich zog meine ID-Karte durch den Scanner um die Tür zu öffnen, die zu den Spinden meiner Nummernreihe führte. Den Weg dorthin fand ich mittlerweile ohne auf die Schilder zu gucken. Bei Spind 70-2 B hielt ich inne und schob die Karte in den Schlitz. Hier waren ausschließlich die Ausrüstungen der Marines untergebracht, so auch die Dunkelblaue, die mich bereits durch einige Kämpfe begleitet und vor größeren Verletzungen bewahrt hatte. Eilig zog ich mir das Shirt über den Kopf und kickte die Stiefel von meinen Füßen, um meine Hose auszuziehen.  Meine Hundemarken trug ich bereits, sie waren meine Glücksbringer, auch außerhalb des Diensts. Ich hob die Beinschienen aus dem Spind und zog sie mir mit geübten Handgriffen an. Die Servogelenke klickten laut, als ich kurz in die Knie ging, um sie zu aktivieren. Auch der Brustpanzer und die Armschienen folgten. Schnell schob ich die Verbindungsschlösser zusammen und aktivierte die Servogelenke in Schultern und Ellbogen. Ich schlug die Spindtür zu und verstaute die ID-Karte in einer Seitentasche. Ein kurzer Blick auf mein Universalwerkzeug zeigte mir, dass es bereits kurz nach sechs war, und damit höchste Zeit, in den Aufzug zur Abflughalle zu steigen.




Die Aufzugtüren öffneten sich lautlos und ich trat heraus. Schnelle Schritte brachten mich pünktlich um halb sieben zur dritten Bucht. Meine Augen wurden groß, als ich das große und befremdliche Schiff vor mir sah. `Normandy` stand in großen, grauen Lettern auf dem schwarzen Lack. Ich riss meinen Blick fort und ging auf die Luftschleuse zu.

„Ah, noch ein Frischling!“, hört ich hinter mir.

„Corporal Richard Jenkins!“, rief ein junger Mann und streckte mir die Hand hin. Auch er trug einen Kampfanzug, war jedoch genauso unbewaffnet, wie ich.

„Chief Ryan, freut mich“, erwiderte ich und schüttelte ihm die Hand. Wenigstens müsste ich nicht ganz allein ins Unbekannte gehen, dachte ich und ging voran. Ich war schon nervös genug…



„Identifizieren sie sich“, sprach die VI des Schiffs.

„Was?“, gab Jenkins  zurück.

„Operations Chief Elizabeth Ryan, Dienstnummer OC21EAR591130, Allianz“, antwortete ich auswendig und war froh, etwas Routine zurück zu bekommen. Dem Corporal schien ein Licht aufzugehen, denn auch er rasselte seine Erkennungsdaten herunter.

„Daten erkannt und verarbeitet. Daten Bestätigt. Dekontamination aktiv“, sagte die VI und prompt wurden wir von weißen Strahlen von sämtlichen potenziellem Gefahrgut befreit, wie es auf Missionen mit fremder Vegetation üblich war. „Dekontamination aktiv“, wiederholte sie, bevor sich die Tür öffnete und uns ins Schiffsinnere ließ.

„Da sind sie ja“, hörten wir Captain Anderson, der aus dem Cockpit kam. Ich warf einen kurzen Blick hinein, erkannte den Pilot jedoch nicht. „Kommen sie. Das Team versammelt sich um sieben Uhr im Kommunikationsraum“, meinte er noch und forderte uns mit einer Handbewegung auf, ihm zu folgen. Der Corporal nickte mir kurz zu, bevor wir Anderson folgten. Wir kamen an einigen Systemmonitoren  und an einer gigantischen, futuristisch anmutenden Galaxiekarte vorbei, bevor wir den Kommunikationsraum erreichten. In zwei Halbkreisen, jeweils durch den Eingangsweg und das Komm-Terminal durchbrochen, waren Sessel angeordnet, die die moderne Ausstattung  des Schiffs perfekt ergänzten. „Setzen sie sich“, sagte Anderson.

„Jawohl, Sir“, erwiderte ich pflichtbewusst und ließ mich auf einem der schwarzen Sessel nieder, meine Tasche stellte ich daneben ab.  Scheinbar waren wir die Ersten, doch wir blieben nicht lange allein. Eine Frau und zwei Männer kamen herein, einer davon war mir bereits in der Biotikerausbildung begegnet, doch ich erinnerte mich nicht mehr genau an seinen Namen. Irgendwas mit K oder G, keine Ahnung. Die anderen kannte ich nicht. Sie stellten sich bei Anderson vor und salutierten knapp, bevor auch sie sich setzten. Ich kam mir ein wenig unbehaglich vor und schlug die Beine übereinander. Wenige Minuten später öffnete sich die Tür erneut und ließ zwei weitere Männer eintreten.

„Gut, ich denke das wird reichen“, sagte der Captain und deutete auf die verbliebenen zwei Sessel. Die Männer setzten sich. „Ich heiße sie alle im Namen der Allianz Willkommen auf der Normandy. Sie sind wegen besonderer Verdienste und Fähigkeiten hier, um diesen menschlich-turianischen Prototyp auf dem ersten Testflug zu begleiten. Unser Ziel ist Eden Prime, doch zuerst werden wir Kurs auf die Citadel nehmen. Nach erfolgreichem Bestehen wird die Normandy an Admiral Mikhailovich unterstellt“, erklärte er und zeigte unseren Weg auf einem großen Simulationsbildschirm auf, den er mit seinem Universalwerkzeug steuerte. „Wie ich bereits sagte, hat es sich jeder Einzelne verdient, hier zu sein“, fuhr er fort und deutete auf den Sessel, der mir gegenüberstand. „Dr. Chakwas wird mit ihrem Team die Krankenstation übernehmen, in der Hoffnung, dass wir sie nicht benötigen. Mr. Adams wird das technische Wartungsteam anleiten und als Chefingenieur agieren. Offizier Pressly ist unser Navigator“, stellte Anderson vor. Der Name, und das Gesicht, kamen mir irgendwie bekannt vor. Ich merkte mir, ihn später zu fragen ob er während des Skyllianischen Angriffs ebenfalls auf Elysium war. „Flight Lieutenant Moreau befindet sich im Moment im Cockpit. Womit wir auch schon bei den Marines angekommen wären“, sagte Anderson und deutete auf den dunkelhaarigen Biotiker. „Lieutenant Alenko, Commander Shepard, OC Ryan und Corporal Jenkins. Shepard wird als Executive Officer in meiner Abwesenheit das Kommando übernehmen“, erklärte der Captain. Ich warf einen kurzen Blick auf die Digitalanzeige des Bildschirms. 07:59 zeigte sie in klaren, orangenen Lettern an. Gleich würden wir starten…



„Captain. Können wir?“, rauschte die Stimme des Piloten durch die Lautsprecher.
„Wir können, Joker“, antwortete Anderson. Ein Ruck ging durch das Schiff, als die Halteschienen sich lösten. „Sie werden sich sicherlich während des Flugs besser kennenlernen. Wegtreten“, endete Anderson seine Ansprache und wir erhoben uns. Ich griff nach meiner Tasche, folgte dem Rest des Teams und hoffte, dass einer von ihnen  zufällig in die Crewunterkünfte gehen würde…
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast