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An der Front

GeschichteAllgemein / P18 / Gen
Commander Shepard Garrus "Archangel" Vakarian James Vega Jeff "Joker" Moreau OC (Own Character) Urdnot Wrex
25.12.2013
25.04.2021
155
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„Also tun wir es?“, fragte ich in die Runde, ohne meinen Blick von dem Massenportal schweifen zu lassen. Mit einem kleinen Lächeln verschränkte ich die Arme vor der Brust, als Garrus neben mir mit den Mandibeln klackte.

„Sieht ganz so aus. Die Berichte von Tuchanka sind nicht sonderlich erheiternd, aber wieso auch? Die ganze Galaxie geht den Bach runter“, kommentierte Joker schulterzuckend über seine Rückenlehne, bevor er einen Blick zum Copilotensessel warf. „EDI, die Transitmasse?“, fragte er und schob einen Holobildschirm zu der KI herüber. „Und behalt die Hitzeentwicklung in den Triebwerken im Blick“, bat er noch, als die Portalringe langsam sichtbar wurden.

„Wird erledigt, Jeff“, antwortete EDI mit einem Nicken und öffnete einen weiteren Bildschirm.

„Mordin ist zuversichtlich, dass alles glatt läuft…“, murmelte Garrus, der ein wenig abgelenkt nach hinten ins KIZ zum Fahrstuhl spähte. Ich sah durch die Fenster nach draußen, als wir den Sprung in die kroganische DMZ machten. Die Normandy wurde von den blauen Strahlen erfasst, und mit einem sanften Ruck durchflogen wir das Massenportal.

„Ist es Shepard?“, fragte ich den Turianer, als der Fahrstuhl im KIZ ankam. Für einen Moment waren wir angespannt, Joker suchte blind nach den altmodischen Kopfhörern, um die Bildschirme weiterhin im Blick zu behalten, und ich hielt meinen Blick starr gerade aus, als Garrus seufzte.

„Nein. Es ist nur Jimmy“, bekam ich zur Antwort, als James aus dem Lift kam und Traynor grüßte. Sie arbeitete sich durch unsere eingehenden Nachrichten, und brachte dennoch einen sauberen Salut zustande. James sah sich ein paar Mal um, bevor er eilig zu uns ins Cockpit joggte.

„Loco ist immer noch unten in der Krankenstation und spricht mit dem Doc und Blue“, informierte er uns, als Joker den kroganischen Heimatplaneten anflog.

„Vielleicht wird sie für Tuchanka entsperrt“, überlegte ich mit einem knappen, beiläufigen Schulterzucken. Karin hatte mich vor ein paar Stunden ebenfalls von der Bank genommen, kurz nachdem wir den werten General, einige ausgesammelte Artefakte und die Prototypen an einen Allianzkreuzer übergeben hatten.

„Glaubst du das wirklich? Da unten wimmelt es nur so von Reapern, Shepard lässt sie da nicht mit runter“, warf Garrus ein, als der Fahrstuhl sich ein weiteres Mal in Bewegung setzte. Ich sah auf die Uhr meines Universalwerkzeugs, genauer gesagt auf die Sekundenanzeige.

„Die Messe“, stellte ich fest, als der Fahrstuhl nach 11 Sekunden stoppte und nur wenig später wieder nach oben fuhr.

„Das muss er sein“, nickte Garrus mandibelklackend, als Joker plötzlich fluchte.

„Das kann nicht euer Ernst sein…“, knurrte der Pilot mit zusammengezogenen Augenbrauen, als Shepard aus dem Lift kam. „EDI, wir brechen den Anflug ab!“, rief er der KI entgegen, was den Commander zu einem eiligen Laufschritt in Richtung des Cockpits veranlasste.

„Was ist los? Joker, Meldung!“, befahl er, als ich das Problem auf der Planetenscandarstellung erkannte, die Joker gnädigerweise ein wenig vergrößert hatte.

„Wir haben einen Reaper, direkt bei der Mantelanlage, Commander! Ihr könnt da auf keinem Fall mit dem Shuttle runtergehen!“, rief der Pilot über seine Schulter. Leise hörte ich Johns Zähne knirschen, bevor er sich kopfschüttelnd abwendete.

„Ich brauche den Primarchen, Wrex und Mordin in der Einsatzzentrale. Behalte den Mantel im Blick!“, befahl Shepard, bevor er in Richtung des KIZ losjoggte.

„Die warten schon auf Sie, Commander!“, versicherte Joker eilig, bevor er einen weiteren Scan startete, um mehr über den Reaper herauszufinden. Garrus sah über seine Schulter, als Shepard den Sicherheitsscan erreichte.

„Und…er…ist…weg!“, rief der Turianer, als sich die Tür hinter Shepard schloss, und landete mit einem eiligen Sprung auf den Knien, bevor er mich ebenfalls zu Boden zog. „Joker, schneller!“, forderte er den Piloten auf, und nahm ihm hektisch den angebotenen Kopfhörer ab. Ich hörte ein leises Lachen des Kaliforniers auf der anderen Seite, als er sich bereitmachte, um sich mit Joker einen Kopfhörer zu teilen.

Der Lauschangriff konnte beginnen.



„…er Typ Reaper, Shepard. Nutzt Mantelanlage, um die Atmosphäre von Tuchanka zu vergiften. Nicht gut!“, hörten wir Mordins Stimme.

„Sie wollen einen Kampf? Jetzt haben sie einen!“, knurrte Wrex aufgebracht, als Garrus mir einen Ellbogen gegen die Rippen stieß, was er mit einer geflüsterten Entschuldigung kommentierte.



„An dem Ding kommt ihr nicht einfach so vorbei“, hörte ich Joker, und nickte zustimmend, als ich den Reaper betrachtete. Ich konnte gut darauf verzichten, nochmal so direkt vor einem zu stehen, aber… Es ging hier um die Galaxie. Wir mussten es schaffen, aber dafür brauchten wir eine gute Strategie.



„Primarch, wir brauchen die Hilfe der Turianer“, stellte Shepard fest, und wir hörten ein zögerliches Mandibelklacken.

„Das könnte schwierig werden. Die Verluste auf Palaven waren katastrophal“, erwiderte Victus, und ich spürte, wie ich ein wenig resignierte. Ich sah uns schon, wie wir den roten Laserstrahlen auswichen und zwischen den Beinen des Reaper herumhuschten, um den Mantel zu erreichen. Wrex schnaubte unzufrieden.

„Wir tun das hier für Palaven. Keiner hat gesagt, dass es leicht wäre“, schoss Shepard unnachgiebig zurück. Für einen Moment herrschte Stille, und Garrus warf mir einen dezent skeptischen Blick zu.

„Was haben Sie vor?“, fragte der Primarch endlich, nach einem kaum hörbaren Seufzen.

„Ein kombinierter Angriff. Ihre Leute fliegen einen Luftangriff auf den Reaper, während Wrex’ Männer vom Boden aus angreifen“, erklärte Shepard.



„Besser als andersrum“, zuckte Joker knapp mit den Schultern. Ein kleines Grinsen schlich sich auf meine Lippen, und ich merkte dem Pilot die Unzufriedenheit deutlich an, als niemand auf seinen Spruch reagierte, doch wir mussten uns konzentrieren…



„Gemeinsam könnten wir ihn so von dem Turm vertreiben, damit Mordin das Heilmittel freisetzen kann“, fuhr Shepard fort.

„Ja! Ablenkung! Kleines Team erreicht Mantelanlage. Eva muss uns begleiten“, sprach der Wissenschaftler zufrieden.

„Wir waren einem Reaper noch nie so nah. Sind alle bereit?“, fragte Shepard.



Garrus schnaubte ein wenig abfällig.



„Gibt’s daran Zweifel? Gehen wir, Pyjak, es wird Zeit, die Genophage zu heilen!“, forderte Wrex und marschierte hörbar los.



„Hat er euch schon jemals gefragt, ob ihr bereit für solche Aktionen seid?“, fragte Joker in die Runde.

„Ja, schon, aber das war eher so rhetorisch. Keine Ahnung, was er gemacht hätte, wenn wir uns vor Ilos plötzlich gesträubt hätten, oder vor dem Omega-4-Portal. So wie ich ihn kenne, hätte er es wohl allein durchgezogen“, überlegte ich.

„Allein wäre er gar nicht erst in die Basis gekommen, wenn du dich erinnerst“, warf Garrus ein.

„Wie könnte ich das vergessen…“, schüttelte ich seufzend den Kopf. „Auf der anderen Seite, auch wenn etwas nicht machbar ist, heißt es ja nicht, dass Shepard es nicht doch schafft“, zuckte ich mit den Schultern, als James sich plötzlich räusperte.

„Commander? Ich habe eine dringende Meldung, ich lege sie in den Kommunikationsraum“, sprach Samantha in die Intercom.

„Natürlich, Traynor“, antwortete Shepard, und Joker wurde ein wenig hektisch, als er die Mikrofone im Kommraum anzapfte.



„…latrasse?“, fragte Johns Stimme nur einen Moment später.

„Commander Shepard, wir wissen, dass Sie in Tuchanka sind“, sprach die Salarianerin.



„Ehrlich gesagt sind wir über Tuchanka“, murmelte Joker leise.

„Psst!“, fauchte ich und lehnte mich noch ein wenig näher an den Schädel des Turianers, um die Unterhaltung besser hören zu können.



„Und Mordin Solus hat bestimmt vorgeschlagen, die Mantelanlage zu benutzen“, sprach sie weiter.



Keinem von uns kam ein Wort über die Lippen. Wir waren viel zu angespannt, als wir mit einem unguten Bauchgefühl der Unterhaltung beiwohnten.



„Spionieren Sie uns nach?“, fragte Shepard skeptisch. Wenigstens ging es ihm ähnlich…

„Das ist wohl kaum nötig. Der Mantel ist die einzig vernünftige Möglichkeit, die Sie haben“, erwiderte die Dalatrasse. „Fehlgeleitete Sympathie mit den Kroganern darf nicht Ihre Urteilsfähigkeit trüben, Commander“, tadelte sie, und ich schüttelte ungläubig den Kopf. Wenn sie mir noch einmal vor die Augen kam, würde ich… „Glauben Sie ernsthaft, dass die Heilung der Genophage zu dauerhaftem Frieden führt?“, fragte Linron. Ich spürte deutlich, wie meine Biotik ein wenig hochkochte und an meinem Implantat kitzelte.

„Wir müssen ihnen diese Chance geben. Sie können nicht einfach eine ganze Spezies ausrotten“, hielt Shepard dagegen. Nie war ich stolzer auf ihn gewesen…

„Die Fortpflanzung der Kroganer wird außer Kontrolle geraten! Wir haben sie wegen ihrer Gewalttätigkeit unterstützt, nicht wegen ihrer Diplomatie. Ein weiterer Krieg ist unausweichlich“, prophezeite die Salarianerin.

„Was wollen Sie, Dalatrasse?“, fragte Shepard ruhig.

„Vor Jahren haben unsere Agenten die Mantelanlage sabotiert, damit das, was Sie vorhaben, nicht mehr möglich ist. Mordin wird die Fehlfunktion sicherlich entdecken und reparieren. Aber wenn Sie das verhindern, wird das Heilmittel beeinflusst und wirkt nicht mehr. Niemand würde die Veränderung bemerken“, erklärte die Dalatrasse ihren Plan, ohne den Stolz in ihrer Stimme zu verbergen.



„Das kann nicht ihr Ernst sein!“, knurrte ich leise und sah nach rechts, in drei Paar verschiedene Augen. Grellblau, Hellgrün und Grünbraun. „Wir müssen Mordin warnen!“, sprach ich entschlossen, als Garrus mich am Arm festhielt.

„Wir wissen offiziell nichts davon, erinnerst du dich?“, fragte der Turianer tadelnd. Mit einem unzufriedenen Grummeln verschränkte ich die Arme, und lauschte weiter.

„Wir kriegen das hin, Lola“, hörte ich James noch leise, aber zuversichtlich.



„Ein Betrug an den Kroganern?“, fragte Shepard ruhig. Wie konnte er nur so entspannt bleiben? Wir mussten ein Techmeeting abhalten! Die verantwortlichen salarianischen Agenten kidnappen und herausfinden, wie wir die Sabotage rückgängig machen konnten!

„Sie können sich dumm stellen und Urdnot Wrex glauben lassen, Sie hätten Ihren Teil der Abmachung erfüllt“, schlug Linron vor.

„Mordin würde niemals mitspielen“, erwiderte Shepard. Zog er es etwa tatsächlich in Erwägung?

„Was Sie mit ihm machen, überlasse ich Ihnen, Commander“, sprach die Dalatrasse unbeeindruckt. „Wir bieten Ihnen dafür unsere besten Wissenschaftler für den Tiegel, und die Unterstützung unserer Flotte“, versprach Linron, und ich spürte, wie ich ein wenig zusammensank.

Falls ich das Heilmittel sabotiere“, erwiderte der Commander.

„Es ist Ihre Entscheidung, Shepard. Denken Sie darüber nach“, antwortete die Dalatrasse, und man hörte, wie der QVK deaktiviert wurde.



Wir brauchten jede Unterstützung.

Jede Hilfe, jeden schlauen Kopf und jedes Schiff!

Aber um jeden Preis?

Eine wirklich tief sitzende Verzweiflung machte sich in mir breit.

Das konnten wir nicht tun. Auf keinen Fall…



„Er kommt!“, hörte ich plötzlich James, der mich aus meinen Gedanken riss, und spürte, wie Joker die Kopfhörer aus meinen Fingern zog. Eilig griff ich nach der dreifingrigen Hand, die der Turianer mir anbot, und ließ mich auf die Beine ziehen.

„Verhaltet euch naturell“, sprach Garrus leise, und ich fuhr mir mit der Hand durch die Haare, als ich mich ein wenig nach hinten umdrehte.

„Commander, wie siehts aus? Lassen wir Garrus dem Reaper ein Bein stellen, wenn wir drunter durchlaufen?“, fragte ich und gab mir jede Menge Mühe, damit er mir nichts anmerkte. Es fiel mir nicht leicht und das sah er mir wohl an.

„Wir schaffen das schon. Victus‘ Männer starten einen Luftangriff, und Wrex schickt seine Leute mit den Panzern vom Boden aus rein“, erklärte Shepard und tätschelte mir die Schulter. Offenbar interpretierte er meine Unruhe als Angst vor der Mission, und auch wenn er mich besser kennen müsste, war ich froh um die Fehleinschätzung, die mir nun ein so vorzügliches Alibi verschaffte.

„Besser als andersrum“, wiederholte sich Joker mit einem Grinsen an der Rückenlehne vorbei. Shepard lachte für einen kurzen Moment, bevor er nickte.

„Es wird schon gut gehen. Wir hatten schon Schlimmeres vor uns“, sprach John mit einer müden Zuversicht in der Stimme. „Ich will euch drei im Bodenteam haben. Ein kleines Team ist mir da unten lieber“, entschied er, bevor er sich abwendete. „Wir treffen uns in einer Stunde am Shuttle“, rief er noch über seine Schulter und joggte erneut die Treppen hinunter.

Ein Seufzen ging durch das Cockpit.

„Was wird er tun?“, fragte Joker, als die Stille zu drückend wurde.

„Das Richtige“, erwiderte ich und musste fest darauf vertrauen.



Ich hatte dem grausamen Bedürfnis, Mordin über die Mantelsabotage zu informieren, erfolgreich widerstanden.

Leicht gefallen war es mir nicht, doch dank Wrex hatte ich einige Ablenkung. Der Kroganer war mehr als euphorisch und wuchtete seit einer geschlagenen halben Stunde seine gigantische Claymore durch die Shuttlebucht.

„Wie lange noch? Ich will diesen Reaper von meinem Planeten schießen!“, rief er begeistert und hob das Schrotgewehr, bevor er zu einem gefährlichen Trockenübungsmanöver ansetzte, mit dem er im Ernstfall bestimmt zwischen drei und fünf Varren gleichzeitig umlegen konnte. Ich duckte mich ein wenig, um der weit ausschweifenden Flinte auszuweichen, und schluckte erneut die Worte herunter, die mir seit dem Lauschangriff auf den Lippen brannten.

„Nicht mehr lange, wir gehen in 15 Minuten runter“, erwiderte ich viel ruhiger, als ich mich fühlte. Shepard würde sich richtig entscheiden, da war ich mir sicher. Also gab ich mir Mühe, die Unterhaltung mit der Dalatrasse auszublenden, so gut es eben ging.

„Prächtig! Jeder Kroganer wird Lobeshymnen singen, wenn wir das geschafft haben. Die Heilung der Genophage, Liz, stell dir das vor!“, freute sich der kroganische Kampfmeister, ehrlich und mehr als zuversichtlich.

Ich schaffte es nur für einen Moment, seine Freude wirklich zu teilen, bevor mein Lächeln ein wenig verblasste. Was, wenn Mordin das Problem nicht beheben konnte? Wenn der Reaper uns einen Strich durch die Rechnung machen würde? Wenn wir es nicht schaffen würden, die Genophage zu heilen und dadurch keine Unterstützung der Turianer erhalten würden?

Nein.

Ich konnte es mir nicht erlauben, daran zu denken. Es stand viel zu viel auf dem Spiel! Und die Mission zu gefährden, nur weil ich abgelenkt war? Das würde ich mir nicht verzeihen…

Leise seufzte ich, als die Lautsprecher knackten.

„Bodenteam bereitmachen, Shuttleabflug in einer Viertelstunde“, sprach Joker durch die Intercom, und ich erhob mich von meiner Frachtkiste. Das flaue Bauchgefühl konnte ich immer noch nicht ganz abschütteln, als ich meinen Spind öffnete und meine Oberkörperrüstung herauszog. Erst jetzt schien Wrex aufzufallen, dass ich nicht so ganz bei der Sache war. Er fixierte mich mit seinen glutroten Augen, als ich seinem forschenden Blick auswich, und fing plötzlich an, breit zu grinsen.

„Was ist mit dir, Mädchen? Du wirst dir doch wegen dem Reaper nicht einscheißen? Auf der Citadel, gegen Saren, waren wir mindestens genauso nah dran!“, rief der Kroganer laut, und schlug mir auf meine Schulter. Beinahe wäre mir die Brustplatte aus der Hand gefallen, aber ich schaffte es noch, sie aufzufangen und hineinzuschlüpfen, als der Lift unten ankam.

Shepard stieg aus, mit Mordin, Eva und Garrus. James, der mit Steve noch am Stützbalken gearbeitet hatte, kam ebenfalls zum Ausrüstungslager, um sich vorzubereiten. Mein Blick ging zu dem Turianer, der ein wenig unbehaglich mit den Mandibeln klackte. Kurz sah ich zu James, der die Augenbrauen ein wenig zusammenzog, bevor er mich ansah. Er nickte nur knapp in Richtung des Commanders und dann auffordernd in Richtung meiner Rüstung.

„Wir gehen gemeinsam runter, und trennen uns dann, sobald wir in die Panzer steigen“, sprach Shepard, der gerade seine Beinschienen verriegelte.

„Wie verteilen wir uns?“, fragte ich nach einem kurzen Räuspern, und befestigte mein Sturmgewehr an der Rückenplatte. Die Phaeston faltete sich sofort zusammen und wurde nur eine Sekunde später auf meinem Rüstungscomputer angezeigt.

„Wrex?“, forderte Shepard auf, und der Kroganer nickte eifrig.

„Wreav hat jeden Panzer fit machen lassen, den wir haben. Ich bleibe bei dem Pyjak und der Frau“, entschied er und verschränkte seine Arme.

„Die Frau hat einen Namen“, kommentierte ich mit einer leisen Sing-Sang-Stimme, was Eva ein etwas heiseres Lachen entlockte.

„Sehr gut. Ihr fahrt bei Wreav mit. Macht mir keine Schande, ich will keine Beschwerden hören!“, befahl Shepard und deutete auf James, Garrus und mich. Wir nickten beunruhigend synchron, was die linke Augenbraue des Commanders ein wenig in die Höhe trieb.

„Zu Befehl, Shepard. Das gibt Ihnen die Möglichkeit, die aktuellen Missionsparameter durchzusprechen. Melden Sie sich, wenn es Neuigkeiten gibt“, nickte ich und öffnete mein Universalwerkzeug, um die Brandmunition auf meinen Gewehre zu aktivieren.

„Völlig richtig“, nickte Shepard, bevor er mich ein wenig musterte. Steve fuhr bereits die Antriebe des Shuttles hoch, und so verkniff John sich offenbar einen weiteren Kommentar, bevor er in Richtung des Kodiak nickte. „Bring uns runter, Cortez“, befahl er, und so machten wir uns auf den Weg, um die Genophage zu heilen und der gesamten Spezies der Kroganer eine neue Zukunft zu schaffen.

Jedenfalls hoffte ich das.



Mordin wuselte eilig durch das Shuttle, und das, obwohl es dafür nicht sonderlich viel Platz gab. Immer wieder öffnete er sein Datenpad, kontrollierte die Vollständigkeit der Reagenzgläser, die das Heilmittel beinhalteten und überprüfte die Verbindung seines Universalwerkzeugs.

Offenbar machte er Wrex damit ein wenig nervös, sodass er sich mit einem leisen Ächzen von der Sitzbank erhob.

„Ich habe alle Klans zu den Hollows bestellt, unserem heiligen Versammlungsplatz. Wir landen dort und greifen den Reaper mit einem gepanzerten Konvoi an. Ein großer Moment in der Geschichte der Kroganer “, erklärte er zufrieden.

„Große Augenblicke in kroganischer Geschichte meist blutig. Diesmal hoffentlich nicht“, warf Mordin ein, der sich mittlerweile tatsächlich neben Eva auf der Bank niedergelassen hatte. Ich spürte meine innere Unruhe deutlich, doch ich war nicht die Einzige.

Garrus‘ Mandibeln standen ein paar Millimeter von seinem Kiefer ab, ein deutliches Zeichen von turianischer Anspannung.

James wischte ein unsichtbares Staubkorn nach dem anderen von seiner linken Beinschiene, eine Angewohnheit, die ich bisher nur vor der Abschlusszeremonie der N1 bei ihm beobachtet hatte.

„Sie wirken besorgt, Commander“, sprach Eva plötzlich, und so riss ich meinen Blick zu Shepard. Er dachte nach, das sah man deutlich an der senkrechten Falte zwischen seinen Augenbrauen.

Sagen Sie was, bitte! Geben Sie den Kroganerbabys eine Chance‘, hörte ich meine innere Stimme.

„Ich hatte noch eine Unterhaltung mit…“, begann er mit fester Stimme, als das Shuttle plötzlich heftig erschüttert wurde. Eilig griff ich nach der Halteschiene, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren, während Steve ein Ausweichmanöver flog.

„Wrex, hier Wreav! Die Reaper sind schon bei den Hollows! Feuert aus allen Rohren!“, funkte Wrex‘ Brutsbruder das Shuttle an.

„Festhalten, wir gehen runter!“, rief Steve aus dem Cockpit, und ging in einen steilen Sinkflug. Es dauerte einen Moment, und bevor ich Wrex‘ unerschütterliche Standfestigkeit kommentieren konnte, befand sich das Kodiak auch schon wieder in der Landeposition.

„Bereitmachen!“, forderte Shepard eilig, doch als er über seine Schulter nach hinten sah, fiel sein Blick auf drei Sturmgewehre und eine gigantische Schrotflinte, allesamt geladen, entsichert, mit einer speziellen Munitionsart ausgerüstet und auf Gefechtsposition erhoben. Er nickte knapp, aber zufrieden, und öffnete die Panzertür.



Wrrraaaaaauuuccchhh!“, schrie ein Husk, der direkt vor dem Shuttle stand. Er sprang auf die Tür zu, doch Wrex schoss ihn über den Haufen. Die gestreuten Schrotprojektile rissen ihn auf die kurze Entfernung in sämtliche Einzelteile, die allesamt außerhalb des Shuttles auf den Boden klatschten.

„Haltet sie von der Frau fern! Ich kläre den Rest mit den anderen Klans!“, befahl Wrex und sprang aus dem schwebenden Shuttle. Die Stabilitätsdämpfer glichen den Gewichtsverlust schnell aus, und so wackelte der Boden nur für einen Moment.

„Wird gemacht!“, rief Shepard dem Klanführer hinterher und sprang aus dem Shuttle.



„Ziele anvisieren und auf Sechs Uhr achten! Niemand bricht zu der Frau durch!“, befahl der Commander nur wenige Augenblicke später. „Vorrücken!“, rief er, als ich bereits die Treppen hinunterlief.

„Es ist hier ziemlich übel!“, gab Wrex über Funk durch, als ich mit einem gut gezielten Biotikschub zwei Husks erfasste. Ich spürte, wie ihre Körper an der festen, glatten Steinmauer zerquetscht wurden, als das bläuliche Energiefeld sie unnachgiebig dagegen presste. Eilig hob ich meine Hand zurück an meine Phaeston, um das Sturmgewehr wieder an der Schulterplatte anzulegen.

„Verdammt, das ist fast so schlimm wie auf Palaven“, knurrte Garrus in die Teamintercom. Ich hörte das Einzoomgeräusch der Krysae sogar über meine Phaeston hinweg, und ein Marodeur auf der anderen Hallenseite fiel leblos um.

„Netter Schuss, Scars!“, hörte ich James, der ein weiteres Thermomagazin in seine Revenant schlug.

„Das liegt nur an den ganzen Upgrades“, versicherte ich ihm, bevor der Krach des Maschinengewehrs jede Unterhaltung unmöglich machen würde. Ich spürte sein Grinsen beinahe, als ich mich eilig wieder auf das Feld vor uns konzentrierte. „Ich beziehe weiter vorne Stellung!“, rief ich meinen Kameraden entgegen, packte die Mauer mit der Hand und sprang darüber. Im Laufschritt erreichte ich ein großes Trümmerteil, das wohl von der Hallendecke heruntergebrochen war, und hatte so deutlich mehr Spielraum, um angreifende Feinde frühzeitig auszuschalten.

„Da hinten kommen noch mehr!“, warnte Garrus, der sich mittlerweile mit seiner eigenen Phaeston mir schräg gegenüber verschanzt hatte.

„Lasst sie doch kommen! Hab ja genug Munition dabei!“, knurrte James, als Shepard neben mir in Deckung ging.

„Ich hab langsam genug von diesen Dingern“, murmelte er und lehnte sich ein wenig über die Mauer, um mit seiner Maschinenpistole auf die ankommenden Husks zu schießen.

„Fragen Sie mal… Ich kann die schon nicht mehr ausstehen, seitdem wir den ersten auf Eden Prime begegnet sind“, stimme ich ihm zu und rammte eine Huskhorde über den Haufen, um in Ruhe ein neues Thermomagazin in meine Phaeston schlagen zu können. Nur einen Augenblick später erhob ich mich über die Deckung, den Marodeur auf der anderen Seite im Blick, und beschoss die Husks.

„Hab ich dich“, hörte ich Garrus‘ triumphale Stimme, und der Beschuss des Turianer-Reapers verstummte nach einem deutlichen Krysaeschuss. Gerade als ich mich ein weiteres Mal nach links lehnte, wurde die Tür hinter uns geöffnet.

„Schei…“, brachte ich hervor, und befürchtete das Schlimmste. Hatte einer der Husks die Kroganerfrau erreicht? Schaffte ich aus diesem Winkel einen Sprung, um Eva zu schützen?

„Es ist sind die Kroganer“, stellte Shepard fest, gerade als James den letzten Reaper niederstreckte. Erleichtert atmete ich aus, und erhob mich aus der Deckung.

„Gottseidank“, lächelte ich und machte ein paar schnelle Schritte in Richtung des Klanführers.



„Man wird Kriegslieder über diesen Tag singen!“, versicherte Wrex lautstark, der mit Mordin auf uns zukam. Er wurde von ein paar Kroganern begleitet, doch ich erkannte keinen von ihnen. „Endlich durchtränkt Reaperblut unseren Boden!“, rief er feierlich und hob die Hände zu einer heroischen Geste, woraufhin die anderen Kroganer jubelten. Das klang bei Kroganern eher wie ein geknurrtes Grunzen, aber sie waren ja auch keine quarianischen Cheerleader bei einer Biotiball Meisterschaft. Ich verbat mir, diesen Gedanken weiterzuspinnen, als Shepard neben mir stehen blieb. Der ganze Raum füllte sich mit Kroganern, und als sie Mordin entdeckten, wandelte sich die Begeisterung ziemlich schnell.

„Wir müssen zum Mantel! Der Luftangriff erfolgt in Kürze!“, rief Shepard, dem die plötzliche Anspannung wohl entgangen war.

„Frau ist sicher, Shepard, Vitaldaten stark“, teilte Mordin uns zufrieden mit. Er hielt sich hinter Wrex, doch das hielt Wreav nicht davon ab, ihn zu entdecken.

„Was will der Salarianer hier?!“, brüllte er mir ins Ohr, da ich ihm offenbar im Weg stand. „Von dem war nie die Rede!“, beschwerte er sich, und bevor ich mich abhalten konnte, umhüllte meine Biotik meine linke Hand. Den biotisch-kroganischen Rückhaltegriff hatte ich mittlerweile im Schlaf drauf, er geschah völlig instinktiv. Ich konnte mich gerade noch davon abhalten, Wrex‘ Brutsbruder an die Rüstung zu greifen. Die turianische Hand an meinem Unterarm war dabei recht hilfreich.

„Mehrere Kroganer! Problematisch!“, rief Mordin quiekend, und verbarg sich eilig hinter Shepard. Wreav machte einen aggressiven Schritt auf ihn zu, was Wrex zu einem dunklen Knurren veranlasste.

„Wer sind Sie?“, fragte Shepard unbeeindruckt und verschränkte die Arme vor der Brust. Wrex war nur Sekunden davon entfernt, Wreav mit einer Kopfnuss zu Boden zu schicken. Eine Provokation, und wir würden ihn nicht aufhalten können. Oder wollen.

„Urdnot Wreav! Brutsbruder unseres… erlauchten Anführers“, stellte der Kroganer sich vor und machte sich keine Mühe, den herablassenden Ton seiner Stimme zu verstecken.

„Wir haben dieselbe Mutter. Sonst nichts“, erwiderte Wrex, als ein dunkles Raunen und Knurren durch die Kroganerreihen ging. Ich richtete mich ein wenig auf und sah mich unauffällig nach einem Fluchtweg für Mordin um. Das hier konnte ganz schnell schief gehen, da würde mir auch mein dreifacher Ehrenkroganertitel nicht helfen…

„Und ich bin dankbar dafür! Ich weiß noch, was es bedeutet, ein echter Kroganer zu sein“, beteuerte Wreav herablassend und zuckte mit den Schultern, was sein Krantt zu einem zustimmenden Knurren veranlasste. Ich sah einige Bloodpack-Rüstungen, und hielt eine Hand an meiner Pistole, während die andere meine Biotik auf Stand-By hielt. Unsichtbar, aber konzentriert und jederzeit bereit. „Wir häuten unsere Feinde lebend und ertränken sie in ihrem eigenen Blut. Zu uns nach Hause laden wir sie nicht ein“, fuhr Wreav fort, als Garrus einen unauffälligen Schritt nach hinten machte.

„Er ist kein Feind. Mordin ist hier, um die Genophage zu heilen“, sprach Shepard mit fester Stimme. Damit hatte er bereits den ein oder anderen überzeugt, aber ob ihm das auch mit einem ganzen Haufen übellauniger Kroganer gelingen würde?

„Wieso sollten wir ihm trauen?!“, fuhr Wreav ihn an, und machte ein paar Schritte in unsere Richtung, doch das schien Wrex offenbar zu reichen. Bevor ich reagieren konnte, holte er schon mit seinem gewaltigen Buckel aus und ließ seinen wuchtigen Schädel mit dem seines Bruders kollidieren. Das widerliche Geräusch verschaffte mit eine dezente Gänsehaut, doch Wrex das schien nicht sonderlich viel auszumachen. Wreav hingegen griff sich eilig ins Gesicht und grunzte vor Schmerzen.

„Weil ich ihm traue“, stellte Wrex klar, und positionierte sich direkt vor mir und Mordin. Mittlerweile hatte ich mich dem Salarianer angenähert, bereit, ihn jederzeit hier wegzubringen und zu schützen. Wrex richtete sich ein wenig zu seiner vollen Größe auf, und sah seinem Brutsbruder genau in die Augen „Und das wirst du auch, Wreav“, forderte er eindringlich, doch die versammelten Kroganer schienen nicht sonderlich überzeugt zu sein, wenn man das wütende Knurren so in Betracht zog…

„Oh oh…“, murmelte ich leise und machte einen kleinen Schritt nach vorne. Niemand würde Mordin das verbliebene Horn geradeziehen, und wenn ich dafür draufgehen würde.

„Loco…“, hörte ich James neben mir mit einem mahnenden Unterton, von Garrus‘ nervösen Mandibelklacken begleitet. Plötzlich griff Wreav wütend nach hinten, und zog seine Schrotflinte. Bevor ich groß darüber nachdenken konnte, zog ich eine Barriere vor Mordin hoch, die nur eine Sekunde später zerplatzte, als eine Stimme durch die Hollows donnerte.

„Schluss jetzt!“, brüllte Eva mit erstaunlichem Stimmvolumen, und kam hinter uns die Treppen hinunter. Ich hielt Wreav und seine Waffe im Blick, damit er in der allgemeinen Ablenkung nichts dummes tat, doch das war offenbar unnötig. Eva hatte die Männer völlig im Griff. „Ihr könnt hier rumstehen und in alten Wunden stochern, wie es die Kroganer immer getan haben…“, sprach sie aufgebracht und leise, doch mittlerweile war es still genug, um eine Stecknadel fallen zu hören. „…oder ihr bekämpft den Feind, für dessen Vernichtung ihr geboren wurdet und schafft unseren Kindern eine neue Zukunft. Ich werde kämpfen!“, sprach sie entschlossen, als sie völlig unbeeindruckt durch die Kroganerreihen marschierte. „Wer kommt mit mir?“, fragte sie herausfordernd, und Shepard sah kurz in unsere Richtung.

„Wir sind dabei“, versprach er nach einem kurzen, wirklich beunruhigend synchronen Nicken. Ich verbrachte viel zu viel Zeit mit James und Garrus, das war sicher…

„Und ich auch!“, rief Wrex, der mittlerweile ebenfalls seine Schrotflinte gezogen hatte. „Und jetzt benehmt euch wie echte Kroganer! Wir haben einen Reaper zu erledigen!“, befahl er, und das schien die Situation endgültig in die richtige Richtung zu lenken.



„Pass mir auf die Pyjaks auf! Die sind empfindlich!“, knurrte Wrex seinen Brutsbruder an, bevor er Eva eine Hand reichte, damit sie in das Tomkah einsteigen konnte. Die Kroganerin schaffte es ohne jedwede Hilfe, was mir ein Lächeln auf die Lippen zauberte.

„Wir halten mehr aus, als er meint“, versicherte ich Wreav, bevor ich mich in den Panzer hangelte. „Hallo“, grüßte ich mit einem knappen Nicken, als mich ein paar behelmte Kroganer musterten. Ohne die Mimik sehen zu können, war es verdammt schwer, ihre Reaktion einschätzen zu können, da war Freundlichkeit vielleicht nicht fehl am Platz. Ich ließ mich auf eine Bank nieder, und wurde nur ein paar Sekunden später von Garrus und James flankiert.

„Los geht’s“, sprach Wreav, der das Steuer übernommen hatte, und der Panzer setzte sich in Bewegung. Wrex‘ Bruder nahm nicht sonderlich viel Rücksicht auf die Pyjaks an Bord, als er offenbar jeden Felsbrocken und jedes noch so tiefe Schlagloch mitnahm, das er nur auf der Strecke finden konnte. Offenbar war das hier die kroganische Stoßdämpfer-Teststrecke, wenn man mal überlegte, wie oft der Panzer den Bodenkontakt verlor und erst nach beunruhigend vielen Sekunden wiederfand.

„Kroganischer Bodenkonvoi, hier turianisches Geschwader Artimec. Flugvektor zum Mantel steht. Wir werden in zehn Minuten da sein“, wurde der Panzer angefunkt. Garrus ließ ein anerkennendes Mandibelschnappen hören und ich sah, wie er sich gleich noch ein wenig mehr aufrichtete.

„Verstanden, Artimec. Wir sind unterwegs und versuchen Zeit aufzuholen. Shepard Ende“, antwortete der Commander durch die Funkverbindung. Das schien Wreav dazu zu veranlassen, besonders Gas zu geben. Er ließ das Tomkah mit Höchstgeschwindigkeit über die Felsstraße donnern, ohne Rücksicht auf Verluste.



„Das ist schlimmer als mit Shepard“, sprach Garrus leise neben mir, als wir gerade mit den Köpfen zusammengestoßen waren. Grummelnd zog ich eine Haarsträhne von seiner vernarbten Plattenhaut, die sich bei der unsanften Kollision dort verfangen hatte.

„Stell dich nicht so an“, tadelte ich leise, als Wreav scheinbar die Sprungfähigkeit des Tomkah überprüfte und eine Rampe überfuhr.

Bammpfff.

Klonk!

„Anstellen, ja?“, fragte Garrus schnippisch, und ich hielt mir den Schädel.

„Alles gut, Lola?“, wollte James wissen, der sich ebenfalls die linke Kopfseite rieb.

„Natürlich, was denn sonst?“, knurrte ich und schloss für einen Moment die Augen, bis ich ein dunkles, langsames Lachen hörte.

„Ihr Aliens seid zu weich für Tuchanka“, stellte einer der Kroganer fest, der uns gegenüber saß.

„Und dennoch sind wir hier, um Ihren Planten und Ihre Spezies zu retten. Ein bisschen Anerkennung, bitte?“, erwiderte ich, ohne zu viel darüber nachzudenken. „Außerdem haben wir einen Initiationsritus bestanden, das muss doch was wert sein“, murmelte ich mit einer knappen Bewegung zu Garrus, als der Panzer einmal mehr durch ein heftiges Schlagloch fuhr.

„Ah! Jetzt weiß ich, wer die sind!“, rief ein weiterer Kroganer, der neben Wreav saß. Plötzlich erhob er sich, und kam zu uns nach hinten. Er war groß, und trug ebenfalls keinen Helm. „Sie haben diesen…Grunt hier hergebracht und mit ihm den Dreschschlund besiegt“, sprach er langsam, und schien nicht sonderlich glücklich darüber.

Seine Kopfplatte war vollständig zusammengewachsen und mit ein paar Hornauswüchsen versehen, die Haut an der Kehle war einheitlich gelb gefärbt und er war recht groß, für einen Kroganer. Ich schätzte ihn auf mindestens 300 Jahre, wenn nicht sogar noch älter. Eine Narbe zog sich von seinem linken Auge über die Kehle, bis sie im Rüstungskragen verschwand.

„Das haben wir“, nickte ich und verbarg den Stolz in meiner Stimme nicht. Das war immerhin eine Leistung, die bis dato noch kein Alien erbracht hatte, das war mir von Wrex versichert worden. Außerdem ging es hier um Grunt, und für ihn tat ich eine ganze Menge.

„Er hat deswegen das Kommando über Aralakh bekommen“, stellte der Kroganer fest, und ich sah Garrus‘ abstehende Mandibeln im Augenwinkel.

„Dafür, und für einige andere Taten, wenn ich mich recht entsinne. Ein wohlverdienter Posten“, erwiderte ich unbeeindruckt. Mit einem Kroganer wurde ich fertig, und auf so beengtem Raum brachte er nicht genug Schwung für einen Sturmangriff zusammen. Wie man einen wütenden Kroganer in einer Stase zu Boden brachte, hatte Grunt mir zur Genüge beigebracht.

Ich war für das Kompaniekommando vorgesehen… Bevor er herkam, war das mein versprochener Posten“, knurrte der Kroganer, und machte einen weiteren Schritt auf uns zu, den Finger auf seine Brustpanzerung gerichtet.

„Und doch hat ein tankgezüchteter Kroganerfrischling die Auswahl für sich entschieden, mit deutlich weniger Lebens- und Kampferfahrung, möchte ich meinen“, erwiderte ich unbeeindruckt. „Das wäre mir wohl ziemlich peinlich“, gab ich mit einem gespielt mitfühlenden Ton zu. Der Kroganer knurrte wütend, und Wreav rief ihn offenbar zurück. „Schwächling“, flüsterte ich kaum hörbar, als er sich abwendete.

Das war ein Fehler.

Ich hörte Wreavs frustriertes Seufzen am Lenkrad, und das fiese Lachen der Kroganer gegenüber.

„Lola!“, fuhr James mich warnend an, zeitgleich mit einem gezischten „Liz“ von meiner linken Seite.

Grunt hatte sich seinen Posten als Kompanieführer ehrlich verdient, dass der Bursche vor mir da nicht mithalten konnte, war nicht mein Problem.

„Wir werden sehen, wer der Schwächling in diesem Tomkah ist!“, brüllte der Kroganer mit jeder Menge Mundgeruch, als er sich eilig in meine Richtung umdrehte und ein paar wutgeladene Schritte machte.

Ich erhob mich schnell von der Sitzbank und entriss James meinen rechten Arm, an dem er mich wohl zurückhalten wollte. Ich brauchte meinen rechten Arm, für die Stase, falls es dazu kommen sollte. Händchen halten konnten wir später. Moment… was?!

„Hurl, setz dich wieder hin!“, befahl Wreav, als ich dem Kroganer in die dunklen Augen sah. Er musterte mich mit einem tiefen Knurren auf den Lippen, aber ich war bereit. Mein Implantat kribbelte vor lauter unterdrückter Biotik, als ich aus dem Augenwinkel sah, wie Garrus James auf der Bank hielt. Der Turianer hatte mich deutlich öfter mit Kroganern erlebt, ich konnte mir helfen, und das wusste er.

„Jetzt stehen wir beide in einem Tomkah rum“, sagte ich eindringlich. „Auf dem Weg zur Heilung der Genophage. Und Sie wollen das doch noch miterleben, oder nicht?“, fragte ich und hüllte ihn für einen kurzen Moment in eine Stase. Er kämpfe dagegen an, aber vor lauter Adrenalin auf dieser Mission, hatte ich so gar keine Schwierigkeiten, das biotische Feld stabil zu halten. Ich zog es ein wenig enger um seinen Körper, hob ihn sachte ein paar Zentimeter vom wackelnden Panzerboden und ließ ihn wieder hinunter.

„Hurl!“, schrie Wreav über seine Schulter, und ich entließ den Kroganer aus der Stase.

„Komme“, murmelte er, und wandte sich widerwillig ab. Zufrieden machte ich einen Schritt zurück und setzte mich zwischen meine beiden Kameraden auf die Bank zurück.

„Musste das sein?“, tadelte Garrus nach wenigen Sekunden und mit verschränkten Armen.

„Was? Das war nur n bisschen kroganische heiße Luft… von einem Urdnot zum anderen“, erwiderte ich grinsend und stieß den Turianer an der Schulter an, bevor ich meine Beine überschlug. Gerade als ich mich dem sicherlich tadelnden Blick des Kaliforniers stellen wollte, ging ein plötzlicher Ruck durch das Tomkah.

„Was ist da vorne los?!“, fragte Wreav ungehalten, und ich runzelte die Stirn.

„Wir können unmöglich schon da sein, wieso halten wir an?“, murmelte ich verwirrt, als Wreav einen kroganischen Fluch hören ließ, den mein Translator nicht übersetzen konnte. War vielleicht auch besser so.

„Da stimmt was mit der Straße nicht“, rief er nach hinten. Ich stand auf, dicht gefolgt von meinen Kameraden.

„Wir sehen uns das an“, entschied ich und öffnete die Panzertür. Das Licht blendete mich für einen Moment, als ich direkt in die Sonne sah, und ich hob meine Hand vor die Augen. „Commander?“, fragte ich auf das große Felsplateau hinaus. Eine Staubwolke zog vor die Sonne, und so erkannte ich Shepard der mit gerunzelter Stirn in Richtung des Reapers sah, der vor dem Mantel stand.

„Wrex, du bleibst bei Mordin und Eva. Sieht übel aus hier draußen“, befahl er, als mein Blick auf das tiefe Loch direkt vor uns fiel.

„Deswegen halten wir an? Wir sind doch bestimmt schon zwanzig Mal über so ne Lücke gefahren?“, fragte ich nach.

„Artimec wird bald eintreffen, Shepard“, meldete sich Garrus. „Seht euch nur diesen gigantischen Reaper an…“, schüttelte er den Kopf.

„Und wir müssen wirklich an dem vorbei? Gibt’s keine Alternativroute?“, fragte James mit verschränkten Armen.

„Was ist denn jetzt, Commander? Wir können hier nicht einfach so rumsitzen!“, meckerte Wrex, ich hörte ihn leise über Shepards Funk.

„Ich klär das“, versprach John mit erhobener Hand, und marschierte auf den Kundschafter zu, der vor der zertrümmerten Straße stand. „Was ist das Problem?“, fuhr er ihn an.

„Die Straße ist kaputt, der Konvoi kommt nicht durch“, erwiderte er trotzig.

„Und jetzt wollen Sie ne neue Straße bauen, oder was?!“, rief er erbost und aktivierte den Funkkanal zu den Turianern. „Geschwader Artimec, hier Shepard, wir wurden aufgehalten! Brechen Sie den Angriff ab!“, befahl er laut, als ich bereits ein bekanntes Jägergeräusch hörte, das sich schnell näherte.

„Negativ, Commander! Der Reaper weiß bereits, dass wir da sind! Abbruch nicht möglich!“, rief der Pilot, als die ersten turianischen Jäger auch schon über uns hinwegfegten.

„Ein reiner Luftangriff ist nicht genug, Shepard! Wir müssen sie unterstützen!“, sprach Garrus kopfschüttelnd.

„Verdammt…“, fluchte James leise, als John wütend auf den Kundschafter zu ging. Die Jäger griffen an, doch allein hatten sie keine Chance gegen das Landungschiff der Reaper.

„Wir müssen jetzt weiter! Sofort!“, befahl er, als Garrus neben mir plötzlich mit seinem nervösen Mandibelklicken anfing.

„Was…?“, fragte ich knapp, als ich mich in Richtung der angreifenden Jäger umdrehte.

„Kontrolle verloren! Kann ihn nicht hochziehen!“, rief eine Stimme aus Shepards Funk, und ich bekam große Augen. Einer der Jäger flog direkt auf uns zu. Brennend. Unkontrolliert. Und verdammt schnell.

Runter!“, schrie Shepard, und ich wurde nur einen Moment später zur Seite gerissen. Ich spürte nur noch, wie ich auf dem Boden aufschlug, bevor uns die Explosion des aufprallenden Jägers zurückwarf. James knallte neben mir auf dem Boden, als zwei der Panzer in die Luft katapultiert wurden. Shepard schaffte es im letzten Moment, aus dem Weg zu kommen. „Wrex, hau ab! Bring Mordin und Eva in Sicherheit!“, brüllte er in den Funk, als Garrus sich neben mir stöhnend auf die Beine hievte. Wrex und Wreav fuhren los, so schnell sie konnten und polterten über die zerstörte Straße. Der restliche Konvoi wurde von den zerstörten Panzern aufgehalten und konnte nicht weiter. Aber wir mussten weiter!

„Komm hoch“, bot ich James meine Hand an, nachdem ich mich hochgekämpft hatte. Er schlug ein und ließ sich helfen, während Shepard das Geschwader anfunkte.

„Wir müssen abbrechen, Commander, der Reaper reißt uns in Stücke!“, gab der kommandierende Pilot an uns durch.

„Verstanden! Retten Sie sich, wir finden einen anderen Weg!“, befahl Shepard, und sah sich um. „Da lang, wir müssen da rüber!“, forderte er uns auf und marschierte voran.

Rauf, rauf, rauf, immer schön die Treppen rauf und dann kommen wir…zum Tunnel“, murmelte ich, als ich neben Shepard die Stufen hinaufjoggte. Vor uns war es stockfinster, und so aktivierte ich die Lampe an meiner Phaeston.

„Wrex…empfangt ihr uns? Seid ihr in Ordnung?“, fragte Shepard leise in den Funk und sprang in die Dunkelheit nach unten. Vier Lichtkegel erhellten die Ruinen vor und um uns, huschten über die verstaubten Mauern und den rissigen Boden.

„Nur Kratzer, nichts, was der Salarianer nicht flicken kann“, antwortete Wrex, als Garrus ein wenig stolperte. Wir hatten unsere Kampfformation eingenommen, Shepard voraus, Garrus zwei Schritte hinter ihm auf seiner Linken, ich auf Höhe des Turianers rechts von ihm, und James direkt hinter dem Commander, mit knappen vier Schrittlängen Abstand.

„Die Turianer mussten den Luftangriff abbrechen. Wir brauchen einen neuen Plan für den Reaper“, teilte Shepard ihm mit, als wir eine lange, dunkle Treppe erreichten. Im vorsichtigen Laufschritt rückten wir vor und ich ignorierte einfach mal, dass irgendein Wesen für die gigantischen Spinnennetze hier verantwortlich sein musste. Eine gigantische Weltraumspinne brauchte ich heute nicht auch noch…

„Jetzt müssen wir euch erstmal finden. Wo seid ihr gelandet?“, wollte Wrex wissen, als ein ganzer Schwarm von merkwürdigen, grellgelben Fledermäusen über uns hinwegflog. Garrus erschrak, doch ich tat ihm unbewusst den Gefallen, sein Gegacker mit einem heiseren Schrei zu übertönen.

„Keine Ahnung, Wrex, aber hier wohnen jede Menge unbekannte Viecher“, antwortete Shepard, dem eine der Fledermäuse gegen die Brustplatte geknallt war. Etwas belämmert folgte sie ihrem Schwarm.

„Unter der Erde, hmm? Nett“, kommentierte Wrex, als Eva sich einschaltete.

„Commander! Das ist die Stadt der Ahnen!“, erklärte sie. „Ein stummer Zeuge der alten Zeit, als die Kroganer mehr waren, als Söldner…“, schwärmte die Kroganerin leise.

„Okay. Und wie kommen wir hier wieder raus?“, wollte der Commander wissen, als James über eine dicke Wurzel stolperte. „Was habt ihr denn, schaut doch, wo ihr hinlauft“, mahnte Shepard leise, als der Kalifornier sich wieder fing und an meiner Schulter abstützte.

„Es gibt keine Karten! Dieser Ort ist seit Jahrtausenden verlassen“, erklärte Eva.

„Ja, so siehts hier auch aus. Fehlen nur noch die Käfer“, warf ich ein, was mir einen bitterbösen Blick des Turianers einbrachte. Ich musste ihn nicht mal sehen, ich konnte ihn spüren, eine fiese Klinge, genau in die Schläfe.

„Konzentration da hinten“, wurden wir ermahnt, als Wrex sich in den Funk einklinkte.

„Ihr habt doch bis jetzt noch überall rausgefunden. Kämpft euch zu uns durch, und wir sammeln euch ein!“, versprach der Klanführer mit einem beiläufigen Unterton. Gerade als er noch etwas sagen wollte, wurden die Katakomben heftig erschüttert. Kleine Gesteinsbröckchen fielen von der Decke, ein Riss verbreiterte sich um ein paar Zentimeter, und wir wurden von einer großen Staubwolke umgeben.

„Was…war das?“, traute ich mich zu fragen, als wir für einen Moment erstarrten.

„Die Tunnel stürzen ein, wir müssen sofort hier raus!“, warnte James, dessen Taschenlampe eilig durch den dichten Staub leuchtete.

„Oh nicht schon wieder!“, beschwerte sich Garrus, doch dann war die Erschütterung plötzlich wieder vorbei. „Da steht jemand!“, entdeckte der Turianer, und ich hob meine eigene Lampe, bevor ich mich darauf zubewegte. Ein Kroganer, ein…nackter Kroganer.

Bleiben Sie steh…es ist eine Statue“, erkannte ich. Vor uns stand eine intakte Steinfigur, ein lebensgroßer Kroganer. Plötzlich wurden die Tunnel erneut erschüttert, und dieses Mal hielt das Beben deutlich länger an, als wir uns langsam weiter nach vorne arbeiteten.



„Da vorne, Wandmalereien“, erkannte Shepard, und tatsächlich: Ein gut erhaltenes Gemälde, das offenbar einen Anführer mit seinen Untergebenen darstellte.

„Und da hat Zaeed mich verarscht, weil Grunt wusste, was Stricken ist“, schüttelte ich ein wenig ungläubig den Kopf, bevor ich Shepard folgte.

„Ich frag nicht“, murmelte James leise.

„Ist vielleicht besser so“, stimmte Garrus ihm zu, als ein erneutes, aber diesmal noch heftigeres Beben die Tunnel erzittern ließ.

„Wrex, spürt ihr das da oben auch? Diese Erdbeben?“, fragte Shepard angespannt, als wir weiterliefen. Der aufgewirbelte Staub machte das nicht einfach, aber wir kamen voran.

„Nein, nichts!“, erwiderte der Kroganer.

„Es ist vielleicht kein Erdbeben, Commander… Es könnte Kalros sein“, fing Eva an. „Sie ist die Mutter aller Dreschschlunde, sie soll in diesem Gebiet leben“, erklärte die Kroganerin, und nun war es an Shepard, ins Straucheln zu kommen.

„Die was?! Verdammt, wieso hat da niemand was davon gesagt, bevor wir hier runtergegangen sind?!“, schrie Shepard aufgebracht in den Funk.

„Bewegt einfach euren Arsch da raus, na los!“, forderte Wrex uns auf, und Shepard ließ sich das nicht zweimal sagen. Er war kein Fan von Dreschschlunden, aber wer war das schon? Hier der ‚Mutter aller Dreschschlunde‘ zu begegnen, darauf konnten wir wohl alle recht gut verzichten.

„Wenn Kroganer einem Feind einen Namen geben, bedeutet das Ärger. Sie glauben nicht, dass den jemals jemand töten wird“, warf Garrus ein, als wir auf eine weitere Wandmalerei stießen.

„Das muss diese Kalros sein“, kommentierte James.

„Hoffen wir, dass das alles ist, was wir von ihr zu Gesicht bekommen“, sagte ich schlicht. Ich wollte John nicht zu sehr in das Thema stürzen, nicht mehr, als es sein musste. Wir umrundeten eine Mauer, und erstarrten.

„Ist das eine der…“, fragte Garrus, als wir uns annäherten.

„Eine modifizierte Rachni, wie auf Utukku“, erkannte Shepard nickend, der den toten Körper vor uns scannte.

„Oh verdammt… auf die hätte ich echt verzichten können“, murmelte James und beleuchtete den Verwüster.

„Garrus, wie läufts mit der Vorbereitung auf die Casting-Show?“, fragte ich den Turianer und stieß ihn sachte mit dem Ellbogen an, als er nicht antwortete.

„Ich dachte, du kümmerst dich darum“, erwiderte er mit einem Mandibelklacken.

„Als XO hab ich andere Sachen, um die ich mich kümmern muss“, zuckte ich mit den Schultern.

„Wie zum Beispiel diese Mission? Die gerade den Bach runter geht, wie ihr euch vielleicht erinnert?“, fragte Shepard eindringlich, bevor er den Funk zu Wrex öffnete. „Wir haben hier modifizierte Rachni. Vorsichtig bleiben“, warnte er den Kroganer vor.

„Hier oben auch, ein paar haben uns gerade angegriffen“, gab er durch. „Aber der Mantel ist jetzt wichtiger. Sucht euch endlich nen Weg an die Oberfläche!“, forderte der Klanführer ungeduldig. Shepard rollte die Augen, bevor er im Laufschritt um die Ecke bog und anfing, die Stufen hinaufzujoggen.

„Licht. Wir haben es wohl geschafft“, sprach er leise und deaktivierte seine Taschenlampe.
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Hallo ihr Lieben!
Wir haben es nach Tuchanka geschafft. Hat ja auch lange genug gedauert XD
Und hab ich mich beim Schreiben wirklich mit der Stoppuhr bewaffnet und überlegt, wie lang der Fahrstuhl der SR-2 wohl für die Distanz zwischen den Decks braucht? Vielleicht. War das von langsamen Handbewegungen für die Türen, das Beschleunigen und Abbremsen und so weiter begleitet? Ja, kann sein. Was ich nicht alles für den Kampf An der Front tue XD
Eure Angel
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