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An der Front

GeschichteAllgemein / P18 / Gen
Commander Shepard Garrus "Archangel" Vakarian James Vega Jeff "Joker" Moreau OC (Own Character) Urdnot Wrex
25.12.2013
25.04.2021
155
725.182
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03.11.2020 7.198
 
„Mrs. Leonardo?“, fragte ich, als die kleine Italienerin vor mir auftauchte.

„Oh, Schätzchen! Ich wurde für die Verpflegung der Schauspieler engagiert! Penne, Lasagne, Spaghetti… Alles, was das Herz begehrt, cuoro mio!“, rief sie und balancierte gigantisch große Töpfe und Auflaufformen.

„Schauspieler?“, murmelte ich leise, als sie hinter einem Vorhang verschwand. Langsam und zögerlich folgte ich ihr. Für einen Moment sah ich an mir herab und erkannte meine durchlöcherte Panzerung, die irgendwer ziemlich stümperhaft mit Panzertape und noch nicht ganz ausgehärtetem Universalgel geflickt hatte.

Vorsichtig zog ich den schwarzen, schweren Vorhang zur Seite und betrat die Bühne. Ich erkannte den Eingang des Afterlife. Eine ganze Personenhorde hatte sich hier versammelt, als ich meinen Blick ein wenig schweifen ließ, erkannte ich das ein oder andere Gesicht.

„Sie sind ein männlicher Turianer“, stellte Brooks fest und stemmte sich unzufrieden die Hände in die Hüften, als sie Garrus abschätzig betrachtete. „Wir brauchen einen weiblichen Turianer!“, beschwerte sie sich und hob kopfschüttelnd ihr Megafon.

„Das hab ich Shepard auch gesagt“, grummelte Garrus und verschränkte die Arme vor der Brust, als er auf dem Regiestuhl saß. „Aber mir hört ja keiner zu…“, beschwerte er sich.

„Ich brauch hier das Maskenteam und jemanden mit ‘nem Bolzenschneider! Der Bursche muss seine Hörner loswerden!“, befahl die Soldatin, was Garrus erstaunlich komische, große Augen bescherte.

„Sie können mir meine Hörner nicht abschneiden!“, schrie er, stand aber nicht auf. Er machte merkwürdige Schwimmbewegungen und kreischte wie am Spieß. „Ein Turianer ohne Hörner ist ein Mädchen!“, rief er panisch. Brooks drehte sich unbeeindruckt herum, und musterte ihn abschätzig.

„Ja, eben. Das ist das Ziel der Aktion, Blitzmerker“, verdeutlichte sie ihm mit angehobenen Augenbrauen.

Ich überließ ihn seinem Schicksal, das er schreiend und fassungslos annahm, als Shepard mich heranwinkte.

„Da bist du ja endlich! Wir müssen den Sprung nachstellen! Blasto rettet dich und Gayreen vor den Adjutanten. Wir konnten Cerberus ein paar abkaufen, im Austausch für Javik“, erklärte Shepard zufrieden, und stieß einen grellen Pfiff aus.

„Sie haben unseren einzigen, lebendigen Protheaner an Cerberus verkauft? Für einen Filmdreh?!“, fragte ich fassungslos, als er zwei große Haken in die Einschusslöcher meiner Rüstung schob. Es tat nicht weh, auch dann nicht, als er zwei Seile daran befestigte, an denen ich in die Luft gehoben wurde. Die Löcher an meiner Oberschenkelplatte und der Bauchrüstung knirschten leise, als sie der unvorhergesehenen Belastung standhielten.

Ich hielt mich an den schwarzen Seilen fest, als Luan die Kamera auf den schreienden Garrus richtete. Sie legten ein blaues Tuch über ihn, drei Vorcha krochen mit großen Haarföhns darunter, um das durchsichtige Tuch nach oben zu blasen. Es flatterte merkwürdig, und Garrus war zu so bitterbösen Flüchen übergegangen, die mein Translator nicht mal zu Hälfte übersetzen konnte.

„Lasst die Adjutanten frei! Lieutenant Lola ist auf Position!“, rief James in sein Megafon, und Liara rannte eilig mit einer Regieklappe herbei, die sie vor Luans Kamera hielt.

„Uunnnnd…Action!“, rief die Asari laut, als Wrex und Grunt einen gigantischen Felsbrocken zur Seite schoben. Ein tiefes Grollen erklang in der Studiohalle, von einem leisen Flüstern begleitet. Ich sah nach oben und erkannte Stephen und Tobias, die auf schmalen Stahlgitterplatten standen und mich an den Seilen hielten.

„Drei…“, flüsterte eine leise Stimme, und mein Blick huschte an die andere Seite der Halle. „Zwei…“, fuhr Joker fort, als Garrus panisch schrie. Ich sah nach unten und erkannte, dass die Adjutanten ihm immer näher kamen. Die Vorcha rannten los, mit ihrem blauen Tuch und den Haarföhns. Sie verschwanden im Afterlife.

„Garrus!“, schrie ich. „Du musst schießen! Los, schieß doch!“, bettelte ich, als Joker weiterzählte.

„Los!“, rief er plötzlich, und die beiden Commander über mir rannten los. Die Seile wurden länger, je näher ich an den schreienden, geschminkten Turianer herangeschleudert wurde. Ich riss meine Arme hoch und versuchte, nach ihm zu greifen. Er hatte sein Gewehr nicht dabei, und die Adjutanten kamen immer näher. Ich musste ihn irgendwie von dort wegholen!

Ha…“, rief eine bekannte Stimme, als ich nur mit einem einzigen Finger den turianischen Rüstungskragen streifte. „HA!“, schrie Blasto, und sprang hinter einem Kulissenteil aus Pappe hervor. Ich war für einen kurzen Moment abgelenkt und schaffte es nicht mehr, mich abzufangen.

„Ahh!“, schrie ich, als ich mit voller Wucht gegen die Hallenwand donnerte. „Whoa…“, murmelte ich ein wenig benommen. Ich wurde zurückgezogen, und knallte mit dem Rücken gegen etwas…Großes. Der Geruch von Eiter und Desinfektionsmittel stieg mir in die Nase, als ich weiter nach hinten gerissen wurde und dabei rechts und links gegen die Körper der Cerberusreaper knallte.

JA! Alle Neune!“, schrie Brooks begeistert, als ich die neun Adjutanten sah, die regungslos am Boden lagen.

„Und schon wieder hat Blasto die Galaxie gerettet! Ein Hoch auf mich!“, schrie der Spectrehanar und sprang auf eine Adjutantenleiche, als mein Blick auf Reporterin Allers fiel, die gehetzt versuchte, neben mir Schritt zu halten.

„Lieu…Lieut...Lieutenant! Jimmy sagte, dass sie hier sind!“, keuchte sie und stöckelte in einem halsbrecherischen Tempo neben mir her. Ich hatte mir ordentlich den Kopf gestoßen, und ihre Umrisse waren ein wenig verschwommen. „Ich hätte gerne ein Inter…“, schrie sie, als sie über ihre eigenen Füße stolperte und ungebremst auf den Boden knallte. Sie unternahm keinen Versuch, sich abzufangen und allein das Geräusch ihres Schädels, der die Stahlplatten traf, jagte mir einen kalten Schauer den Rücken runter. Sie blieb regungslos liegen, genau da, wo sie gestürzt war.

Niemand schien sich daran zu stören, und auch mir blieb kein Moment, um darauf zu achten. Mit voller Wucht traf ich auf die andere Hallenwand, und wurde sofort wieder nach vorne gerissen.

Meine Augen wurden groß, als ich Blasto sah.

Er kreischte.

Schrie.

Sein rosafarbener Körper wurde immer dunkler, und er wuchs zu einem Adjutanten heran. Seine Waffenweste verschmolz mit seiner Hand und verwandelte sie zu einem gigantischen Waffenarm, als ich auf dem Boden aufkam. Ich lag direkt vor dem Adjutanten-Blasto, als er sein grausames Maul aufriss.

Am Filmset brach helle Panik aus, und ich konnte mich nicht rühren.

„Liz! Mach mich los!“, schrie Gayreen, und ich sah kurz in seine Richtung.

„Steh einfach auf! Da ist nichts, renn weg!“, erwiderte ich lautstark, als sich plötzlich eine schwere, verunstaltete Pranke auf meinen Brustkorb senkte.

Ich hörte panische, viel zu hohe Schreie und sah Liara, die eilig in einem engen Kreis rannte. Luan kreischte in die Kamera, als die demolierte Rüstung nachgab.

„Niemand kann mich aufhalten…Ich…bin…BLASTO!“, schrie der Adjutant, und ich sprang panisch auf.

„Whoa!“, entkam mir, und ich warf meinen Plüschblasto gegen die Kiste. Mit zittrigen Fingern öffnete ich meinen Schlafsack und sprang heraus.

Ein Traum.

Mehr nicht.

Ich lehnte mich an einer Frachtkiste an, und schloss für einen Moment meine Augen, als ich auf meine Universalwerkzeuguhr sah. Mein Wecker klingelte in einer Stunde, aber ich würde keinen Schlaf mehr finden. Ich griff nach meiner Kleidung, zog mich an, und schlich zum Fahrstuhl.



„Hmpff“, murrte Wrex vor sich hin, als er in die Küche kam. In einigen Minuten würde mein Wecker klingeln, und ich war mittlerweile bei meiner vierten Tasse Kaffee.

„Hmm?“, erwiderte ich und griff nach meiner Tasse. Die B-Kapseln mit Koffein einzunehmen wurde nicht empfohlen, aber das war mir gerade herzlich egal. Ich musste hier bleiben, bis Garrus wach wurde und ich ihn in der Geschützkontrolle gackern hören konnte. Mittlerweile tat er mir fast ein bisschen leid, doch ich wusste ja, dass der Traum nicht real gewesen war und er von seinem tragischen Schicksal nichts mitbekommen hatte.

„Hrrmpf…“, murrte der Kroganer, und ließ sich neben mir auf den Stuhl fallen. Etwas knirschte, aber das übergingen wir gekonnt. Ich zog mir die schwarze N7-Jacke ein wenig enger um die Schultern und legte die Füße auf den Stuhl neben mir. Ich war froh, sie mitgenommen zu haben, der Traum hing mir immer noch in den Knochen und irgendwie war mir kalt…

„Hmm?“, wiederholte ich auffordernd und nippte an meinem Kaffee. Er schmeckte ehrlich gesagt absolut scheußlich, aber bei der Allianz konnte man im Kriegsfall nicht allzu wählerisch sein. Ich musste zugeben, dass der Kaffee zu Cerberuszeiten wirklich deutlich besser geschmeckt hatte, vor allem nach Ruperts Shoppingtour.

„Wir brauchen mehr Platz“, erwiderte Wrex und öffnete sein Universalwerkzeug.

„Petrovsky wird sicherlich bald auf ein anderes Schiff übergeben, dann kriegst du vielleicht sein Quartier, wenn dir dein Fleckchen im Kommraum nicht reicht?“, überlegte ich mit einem kleinen Schulterzucken und sah für einen Moment durch die Glasfenster in die Krankenstation. Shepard und Karin sprachen leise, doch ich konnte mich mit Wrex nicht gut genug konzentrieren, um von ihren Lippen lesen zu können.

„Ach was…ich meine uns! Die Kroganer! Ein paar mehr Planeten, das wärs…“, erklärte der Klanführer laut und zeigte eine Holodarstellung von Tuchanka. Ich stützte mein Kinn auf meiner Handfläche ab, und betrachtete die kroganische Heimatwelt.

„Für die Zeit nach der Heilung, versteh schon… Vielleicht gewinnen wir erstmal den Krieg, dann können wir immer noch weiterschauen, wo Platz ist“, überlegte ich gähnend, als ein greller Schrei mich urplötzlich hochschrecken ließ. Etwas rumpelte laut im Hauptgefechtsstand und das unwillkürliche Grinsen konnte ich mir nicht verkneifen.

„War’n das?“, fragte Wrex und stand auf. Eilig runzelte ich meine Stirn und erhob mich ebenfalls, als der Kroganer ein paar Schritte die Treppe hinauf machte. Wir hörten einen Pistolenschuss, und ich legte einen Zahn zu. Ups

„Garrus? Ist alles okay?“, rief ich, als wir den halben Weg zu seinem Quartier hinter uns gebracht hatten. Wrex legte mir eine Hand auf die Schulter und ging langsam neben mir her. Die Tür öffnete sich, und ein halbnackter Turianer kam aus dem Hauptgefechtsstand, das Unterkleidungsoberteil in der Hand. Mit voller Wucht flog der ermordete Plüschkäfer an uns vorbei. Ich sah ihm nach, bis er gegen die Wand des Fahrstuhlschachts flog und am Boden landete. Er hinterließ eine kleine, feine Füllwattespur auf seinem Weg dorthin.

„Har…har…har…“, lachte Wrex, als ich ein angespanntes Mandibelklacken hörte. Und es war näher, als es mir lieb war. Langsam drehte ich mich herum und sah nach oben in die grellblauen, stechenden und forschenden Turianeraugen.

Mrs. Davenport wäre so stolz auf mich. Im Kindergarten hatte sie damals die Theater-AG geleitet, und mein unschuldiger, fragender Blick überzeugte sogar mich.

„Hast du dein…Kuscheltier erschossen?“, fragte ich vorsichtig, als er in meinem Gesicht offenbar nicht das stumme Schuldeingeständnis finden konnte, nachdem er wohl suchte.

„Ich habe kein Kuscheltier!“, beschwerte er sich eilig, als Wrex nur noch breiter grinste. Ich brachte einen verwirrten Blick zustande und deutete über meine Schulter in Richtung des Käfers, als mir tatsächlich ein kleines Grinsen entkam. „Ich wusste es!“, rief der Turianer plötzlich und hob einen beschuldigenden Zeigefinger in meine Richtung.

„Was?“, fragte ich mit gespielter Verwirrung, als Wrex umso lauter lachte und dem empörten Turianer auf die Schulter klopfte.

Du warst das! Das bedeutet Rache, Liz, das weißt du!“, knurrte der Turianer, der sich von Wrex nicht sonderlich ablenken ließ. Jahrelange Abhärtung. Ich verschränkte die Arme vor der Brust, ließ zu, dass sich das fiese und gleichzeitig wahnsinnig befriedigte Grinsen auf mein Gesicht schlich und machte einen kleinen Schritt auf ihn zu, um mich ein wenig auf die Zehen zu stellen. Ich sah ihm genau in die Augen.

„Das war meine Rache. Erschreck mich nicht nochmal so… wer weiß schon, wo der nächste Käfer sitzt?“, säuselte ich, als sich eine Stimme am Ende der Treppe räusperte.

„Ah! Shepard!“, erkannte Wrex, als ich mich zufrieden abwendete und ein paar Schritte auf den Commander zumachte. Er hielt den erschossenen Plüschkäfer in der Hand und seine linke Augenbraue war nicht mehr weit von seinem Haaransatz entfernt.

„Auf dem Schiff wird nicht geschossen“, sprach er mit einem etwas resignierten Unterton, als auch Karin aus der Krankenstation kam. Sie schüttelte nur knapp den Kopf, als sie sich auf den Weg zum Kaffee machte. Offenbar hatte sie gelernt, keine Fragen mehr zu stellen. Kluge Entscheidung, sparte einem bestimmt jede Menge Stress.

„Liz hat mir einen Käfer ins Quartier gelegt!“, rief Garrus aufgebracht

„Du hast mir ‘nen Riesenschreck eingejagt!“, erwiderte ich, nicht minder lautstark.

„Wer schläft denn auch im Stehen wie ein Elcor?!“, wollte er wissen und klackte herausfordernd mit den Mandibeln.

„Ich hab nicht geschlafen, mein Kreislauf war im Eimer!“, verteidigte ich mich.

„Wie werde ich euch vermissen!“, lachte Wrex hinter uns und schlug uns so fest und unerwartet auf die Schultern, dass wir beinahe mit den Köpfen zusammenstießen. Er marschierte an uns vorbei zur Küche, nickte Karin zu und öffnete den Vorratsschrank.

„Ihr beide könnt das auf der Forschungsstation klären. Liz, ich hab mit Karin gesprochen, wir erwarten dort keine Feindpräsenz, das wird dein Testlauf. Garrus, du hattest eine Pause und wirst uns begleiten. Bereitmachen, wir docken in einer Stunde an“, befahl Shepard, machte auf der Ferse kehrt und marschierte los.

„Was hat‘s nochmal genau mit der Forschungsstation auf sich?“, fragte ich und lehnte mich ein wenig in Garrus‘ Richtung, als er sich gerade sein Oberteil anzog.

„Ein salarianischer Wissenschaftler hat mit einem anderen Arzt auf der Citadel gesprochen, Shepard hat es gehört und naja… Ich glaube, dass er ihm nicht mal gesagt hat, dass er die Dinger holen will“, zuckte Garrus mit den Schultern.

„Prototypen für biotische Verstärker?“, wollte ich etwas genauer wissen und ging neben dem Turianer zur Küche zurück.

„Irgendwas in die Richtung. Ist wohl eine kleine Forschungsstation im Aquilasystem, dürfte nicht viel los sein“, erklärte er und ich leerte meine Kaffeetasse. Drei B-Kapseln folgten, die ich mit einem der Energieshakes runterspülte.

„Ich erwarte dich danach in der Krankenstation für eine kleine Untersuchung“, teilte Karin mir mit, was mir beinahe ein Augenrollen entlockt hätte.

„Zu Befehl, Dr. Chakwas, Ma’am“, salutierte ich mit einem kleinen Grinsen und nickte zu dem kleinen Tablett vor ihr. „Petrovsky?“, fragte ich mit einer dezent gerunzelten Stirn, als Garrus sich seinen dextrobasierten, kaffeeähnlichen Getränkeersatz zusammenrührte. Das Gebräu war dunkelblau, roch süßlich-scharf und hatte den Spitznamen ‚Turianerblut‘, so viel hatte ich mittlerweile herausgefunden.

„Ja, er genießt noch für seine letzten Stunden die Vorzüge der Normandy. Shepard hat sich um seinen Abtransport zu Hackett gekümmert, er wird uns noch vor Tuchanka verlassen“, erklärte die Ärztin.

„Lass stehen, ich bring es ihm auf dem Weg zum Fahrstuhl“, bot ich an. Karin und Adams waren kurzerhand für die Verpflegung des Generals zuständig gemacht geworden.

Die Regelungen für den Umgang mit unserem Gefangenen waren klar: Die ‚Zelle‘ wurde nur zu zweit betreten und nur von gewissen Besatzungsmitgliedern. Shepard, Karin, Greg Adams, James, Garrus und mir. Wrex hatte sein Bedauern ausgedrückt, nicht mit ihm ‚reden‘ zu dürfen, aber Shepard hatte seinen Antrag auf Besuchsrecht dennoch abgelehnt.

„Ich begleite dich“, seufzte Garrus und trank seine Tasse auf Ex aus. Mir war klar, dass er sich rächen würde, doch nun hatten wir eine bevorstehende Mission. Vielleicht war ihm auch klar, dass wir nun quitt waren, aber das war unwahrscheinlich. Als ich das Tablett nahm und neben Garrus den Fahrstuhlschacht umrundete, wurde mir klar, dass diese freundschaftliche Fehde wohl eine lebenslange Angelegenheit war…



„Hrr-hhmm“, räusperte ich mich laut, als wir vor der abgeriegelten Tür standen. Garrus hatte seine M-77 Palladin an seinem Gürtel befestigt und verschränkte die Arme neben mir. „Petrovsky, wir kommen rein, Sie sind besser angezogen um diese Uhrzeit“, rief ich durch die Tür, als Garrus sein Universalwerkzeug an den Türsensor hielt.

„Zugangsberechtigung erteilt, Mr. Vakarian“, sprach EDI und öffnete die Tür.

„Ah, Lieutenant! Was für eine Ehre, was kommt als Nächstes? Bringt Shepard mir mein Mittagessen persönlich ans Bett?“, grinste der Cerberusgeneral. Man sah die deutlichen Würgemale an seinem Hals, die unter seinem Kragen hervorlugten. Er gab sich Mühe mit seinem überlegenen Auftreten, aber ich war nicht mehr sonderlich beeindruckt.

„Da würde ich nicht drauf warten. Genießen Sie’s noch solange Sie können, Petrovsky. Ich hab gehört, wo es für Sie hingeht, da bin ich so überhaupt nicht neidisch drauf“, erwiderte ich ruhig und verkniff mir das angewiderte Schnauben nicht.

Vor allem nun, da er Garrus‘ Anwesenheit ignorierte.

Er wusste, wer er war. Cerberus hatte eine ganze Datenbank über uns angelegt, es wunderte niemanden mehr, dass sie uns bei jedem Einsatz binnen weniger Minuten erkannten und unsere Präsenz über Funk an ihre weiteren Kameraden. Vielleicht fürchteten sie sich vor uns, oder welchen Grund hätten sie sonst, den Rest dieser vermaledeiten Terrororganisation zu warnen?

Petrovsky runzelte die Stirn ein wenig, als ich sein Tablett auf dem kleinen Tisch neben seinem Feldbett abstellte.

„Ja? Wohin denn?“, fragte er herausfordernd.

„Sie müssten wissen, dass Ich solche Geheiminformationen nicht an jedermann ausgeben darf, Petrovsky“, sprach ich mit gespieltem Bedauern, bevor ich ihn angrinste. „Es ist ein nettes Dreckloch…vielleicht dürfen Sie sogar Ihre Kleidung anlassen und müssen nur halbtags in der Mine arbeiten, um sich Ihr Essen zu verdienen?“, zuckte ich mit den Schultern, als ich Garrus‘ belustigtes Mandibelklacken hörte.

„Sie bluffen, Lieutenant“, bezichtigte der General, doch es klang beinahe wie eine Frage.

„Das finden Sie früh genug heraus“, versicherte ich ihm, als unsere beiden Universalwerkzeuge vibrierten.

Bzzzz. Bzzz. BZZZZZZZZZZZ.

„Die Arbeit ruft. Ich wünsche Ihnen einen unterhaltsamen Tag, General“, sprach ich und ließ meinen Blick durch den leeren Raum gleiten. Hier gab es nichts, außer einem Schlafsack und einem Feldbett, das ich nach der Übergabe sorgfältig desinfizieren und dann in mein Quartier verfrachten würde. Das hatte ich mir verdient.

Bzzzz. Bzzz. BZZZZZZZZZZZ.

Ich nickte Garrus zu, und wir verließen die kleine Notzelle, ohne ein weiteres Wort zu wechseln.

„Ryan und Vakarian auf die Brücke“, befahl Shepard über die Intercom. Hmm. Ich sah auf mein Universalwerkzeug, als wir ein paar schnellere Schritte in Richtung des Fahrstuhls machten. Wir hatten noch fast 50 Minuten, bis wir andockten. An eine geräumte Forschungsstation. Was würde es noch großartig zu besprechen geben?



Wir erreichten das KIZ, ich lächelte Samantha im Laufschritt entgegen, als wir die Treppen hinaufsprangen. Die Tür zum Cockpit war noch immer offen, und ich sah Shepard, der neben James durch die Glasfenster nach draußen sah. Keiner von beiden wirkte sonderlich begeistert.

„Was sagen die neuen Scans?“, fragte Shepard, und Joker öffnete einen Holobildschirm, den EDI ihm herüberschob. Garrus und ich fanden unseren Platz zwischen den beiden Männern und ich verengte meine Augen ein wenig. Metaponto war bereits zu erkennen, und die Forschungsstation befand sich in seinem Orbit.

„Keine Signatur, die man irgendeiner Organisation zuordnen könnte. Muss ein privates Schiff sein“, erklärte Joker schulterzuckend.

„Die Station ist doch nicht so verlassen, wie wir dachten?“, fragte ich mit einem Nicken in Richtung des Planeten vor uns.

„Laut den Scans sind die Antriebe des Schiffs kalt, kann auch sein, dass sie es zurückgelassen haben“, mutmaßte Shepard.

„Wir sollten uns nicht drauf verlassen, Loco“, erwiderte James, als EDI sich vom Copilotensessel meldete.

„Die Langstreckenscanner können keine eindeutigen Lebenszeichen feststellen“, erklärte sie. „Wärmesignaturen wurden festgestellt, ob der Ursprung organisch oder synthetisch ist, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Wir sind noch zu weit entfernt, um eine genaue Aussage treffen zu können“, fuhr sie fort und tippte auf der Holotastatur herum.

„Hat der Salarianer etwas gesagt? Ob sie ein Schiff oder Personal zurückgelassen haben?“, fragte ich den Commander.

„Nein, nichts…Wir werden uns das ansehen, bereit machen“, befahl er mit einem unzufriedenen Blick. Ich hatte ein schlechtes Bauchgefühl bei der Sache, und das fremde Schiff, das dort an der Station andockte, machte das nicht viel besser…



„Javik und EDI bleiben an Bord, wir gehen zu viert rein. Liz, du bleibst bei Garrus, James, wir gehen zusammen“, befahl Shepard, als wir den Lift betraten.

„Zu Befehl“, nickten Garrus und ich gleichzeitig. James war schlau genug, mir nur einen skeptischen Blick zuzuwerfen, bevor er einen kleinen Salut an den Commander richtete. Wir erreichten die Shuttlebucht, und Steve kam uns entgegen.

„Commander, ich kann mit dem Shuttle rausgehen und die Umgebung im Blick behalten? Für den Fall der Fälle?“, fragte er und deutete in Richtung des Kodiak. Shepard überlegte einen Moment, bevor er nickte.

„Halte dich für den Notfall bereit. Joker soll uns absetzen und wieder abdocken, falls er ein Ablenkungsmanöver fliegen muss, sammelst du uns ein. Es sind noch keine Reaper in dieses System vorgedrungen, aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie hier ankommen“, entschied er.

Müssen Sie das so sagen?“, fragte ich mit gerunzelter Stirn und zog die N7-Jacke aus, bevor ich sie zusammenlegte und im Helmfach platzierte. Ich zog meine Rüstung aus dem Spind und schlüpfte hinein, während meine Kameraden sich neben mir ebenfalls beeilten. Es tat ein wenig weh, die Schlösser zu verriegeln, aber da musste ich durch. Vielleicht tat die Kompression ja auch ganz gut, wer konnte das schon wissen?

„Wird schon schief gehen. Halte dich bereit, Cortez“, erwiderte Shepard und rief etwas lauter, damit Steve ihn ebenfalls hörte.

„Zu Befehl, Commander!“, antwortete er aus dem Shuttle, als ich an Garrus vorbei zum Waffenschrank ging, um meine Gewehre an meiner Rückenplatte zu befestigen. Shepard lehnte sich neben mir ein wenig herunter.

„Letzte Chance, die Mission auszulassen“, raunte er leise.

„Ich bin bereit, Commander“, versicherte ich ihm mit einem Nicken, und folgte James zum Fahrstuhl.



„Die Signaturen sind…ungewöhnlich“, erklärte EDI auf Shepards Frage hin.

„Inwiefern ungewöhnlich?“, wollte ich wissen und band meine Haare zusammen, damit ich sie später besser in meinen Helm stopfen konnte.

„Die Wärmesignaturen scheinen sich nicht zu bewegen. Jedoch vermehren sie sich, und werden dann wieder weniger“, erklärte EDI. „So scheint es zumindest auf den Sensoren“, fügte sie hinzu.

„‘N Fehler an den Sensoren?“, überlegte James, als sich eilige Schritte näherten.

„Habe von aktueller Mission erfahren. Salarianische Forschungsstation? Könnte nützliches Equipment bergen!“, erklärte Mordin, der sich zwischen Garrus und mir hindurchschob. Interessiert starrte er auf die Station, der wir uns langsam näherten.

„Sie kommen mit?“, fragte James skeptisch, während der Turianer ihm sachte auf die Schulter klopfte.

„Wie in alten…“, fing er an, als ich ihm meinen Ellbogen mit Schmackes gegen die Brustplatte rammte. „…Zeiten“, keuchte er ein wenig, und warf mir einen pikierten Blick zu.

„Bist du sicher, Mordin? Wir wissen nicht, was uns da drinnen erwartet. Nur du kannst das Heilmittel herstellen, wenn dir etwas zustößt, ist der Krieg verloren“, sprach Shepard ernst, und ich drehte mich ein weiteres Mal in Richtung des KIZ, als ich dumpfe, schwere Schritte näherkommen hörte.

„Ich kümmere mich um den Pyjak, Commander. Bin ja schon oft als Leibwächter angeheuert worden“, sprach Wrex, der seine schwere Schrotflinte in der einen, und einen Helm in der anderen Hand trug. Shepard musterte die beiden ein wenig skeptisch, doch dann schüttelte er resignierend den Kopf.

„Ihr bleibt dicht bei James und mir, ist das klar? Joker, du dockst die Normandy an, wir steigen aus und du gehst auf Abstand. Uns bleibt bei der aktuellen Prognose nicht viel Zeit, bis die Reaper einfallen, wir sind verdammt nah am Massenportal. Beim kleinsten Anzeichen lässt du Cortez mit dem Shuttle raus und lenkst sie ab“, befahl der Commander, und Joker salutierte.

„Wird gemacht, Shepard“, nickte er gehorsam. Mittlerweile waren wir kurz vor der Station und die Normandy verharrte direkt vor einer der Andockröhren.

„Helme auf, wir gehen rein“, befahl Shepard mit einer auffordernden Handbewegung. Ich folgte ihm in die Luftschleuse der Normandy und zog mir den Atemgerätehelm auf den Kopf. Leise zischte die Versiegelung, als wir den leichten Ruck spürten. Wir hatten angedockt.



„Ihr beide geht nach rechts, wir sehen uns links um“, forderte Shepards leise Stimme in der Teamintercom. Ich nickte gehorsam und hob meine Phaeston an meine Schulter. Garrus hatte sein Sturmgewehr ebenfalls gezogen und ging langsam neben mir her. Der Gang endete an einer verriegelten Glastür, die offenbar in ein Labor führte.

„Kriegst du die auf?“, fragte ich, ohne meine Aufmerksamkeit von unserer Umgebung schweifen zu lassen. Ich lehnte mich an die Stahlwand neben der Tür, um besser hindurch sehen zu können. Das Glas war stark getönt, man erkannte nicht viel. Mein helminterner Umgebungsscan zeigte keine Lebenszeichen oder Feindsignaturen

„Muss ich dir das wirklich beantworten?“, erwiderte Garrus, als das Schloss sich nach ein paar Universalwerkzeugbefehlen auf Grün schaltete. Ich rollte die Augen, bevor ich auf den Sensor drückte und das Labor betrat.

„Wir sind im Forschungsbereich angekommen“, meldete ich an Shepards Team. „Kein Feindkontakt bisher, aber…woran genau haben die hier geforscht?“, fragte ich in die Intercom.

Vor uns befanden sich runde Glastanks, die gesamte rechte Wand entlang. Sie waren mit trüber Flüssigkeit gefüllt, und erst als ich ein paar vorsichtige Schritte darauf zuging, erkannte ich, was darin schwamm.

„Biotikimplantate, soweit ich weiß“, erwiderte Shepard. „Wieso, habt ihr was gefunden?“, wollte er wissen, als auch Garrus neben mir die Mandibeln ein wenig vom Kiefer abstanden.

„Föten verschiedener Rassen und Entwicklungsstadien“, sagte ich nüchtern und zog meine Taschenlampe, um in die grünlich-graue Flüssigkeit zu leuchten. „Ich weiß nicht sicher, ob sie konserviert wurden, oder ob sie sie darin…ausbrüten wollten“, gab ich langsam durch. Der Anblick war grotesk, und ich hielt mein Universalwerkzeug nur an das Datenpad, das auf einem Labortisch lag. So genau wollte ich gar nicht herausfinden, was hier vor sich gegangen war. Ohne die Datei zu lesen, schickte ich sie an Joker.

„Leben sie noch?“, fragte Garrus, der mit seiner Taschenlampe in die zylindrischen Behälter leuchtete.

„Keine Lebenszeichen“, erwiderte ich knapp, als unser Intercomkanal geöffnet wurde.

„Wir sind auch im Labor…Fassen wir lieber nichts an, Mordin“, antwortete Shepard. „Mordin?“, fragte er nur einen Moment später.

„Hab ihn nur nen Moment aus’n Augen gelassen! Flinker Pyjak!“, rief Wrex empört, als sich plötzlich eine Tür an der anderen Seite des Labors öffnete. Es geschah unabgesprochen, und doch völlig synchron. Garrus und ich hoben unsere Sturmgewehre und zielten genau auf…

„Wir haben ihn“, gab ich dem anderen Team mit einem kleinen Seufzen durch, und senkte meine Phaeston. „Wir hätten dich fast erschossen“, mahnte ich den salarianischen Wissenschaftler, der eilig nach ein paar Forschungsberichten griff.

„Ah…biotische Veranlagung wurde untersucht. Auswirkungen von Element Zero und anderen Stoffen im künstlichen Mutterleib. Interessant!“, erklärte Mordin, als ein grummelnder Wrex durch die Tür gestapft kam, gefolgt von John und James.

„Hab dich, du lausiger Pyjak!“, knurrte der Kroganer, und legte eine Pranke auf die nur schwach geschützte salarianische Schulter. Manche hätten das als ziemlich grob beschrieben, aber für einen Kroganer…war das beinahe sanft. Mordin hatte dennoch keine Zeit dafür, und wuselte eilig davon.

„Bleib in Sichtweite!“, rief Shepard ihm hinterher, doch er winkte nur kurz über seine Schulter, bevor er durch eine Tür verschwand. „Mordin!“, donnerte Shepards Stimme durch die Helmintercom, und er machte eine auffordernde Handbewegung in Wrex‘ Richtung. „Wir folgen ihm, ihr drei sucht die Verstärker“, befahl er, und joggte davon. Wrex folgte etwas langsamer, und nur wenige Augenblicke später waren wir allein.

Ich atmete einmal tief durch, bevor ich in Richtung der zahlreichen Tische nickte.

„Wisst ihr, wie ein biotischer Verstärker aussieht?“, fragte ich ein wenig hoffnungsvoll, doch ein kurzes Mandibelklacken und ein ‚Ähm…‘ zerschlugen meine Hoffnung. „Wenn sie hier die Entwicklung von biotischer Veranlagung studiert haben, sind die Dinger wahrscheinlich so oder so in einem anderen Labor. Lasst uns mal ‘ne Tür weiter gehen“, schlug ich vor und marschierte voran.

Es kam mir so gar nicht ungelegen, den Raum zu verlassen, der Anblick der zurückgelassenen…Testobjekte…war ziemlich makaber.



„Joker, wie sieht es aus im Weltraum?“, fragte ich, als wir das nächste Labor absuchten.

„Noch keine Reaperpräsenz, alles in Ordnung“, erwiderte er, und zuckte ganz sicher mit den Schultern. Ich nickte, und setzte meine Suche am nächsten Labortisch fort.

„Ich hab was!“, rief Garrus, und hob etwas Winziges hoch. „Ist es das?“, fragte er, als ich näherkam.

„Muss schon beschissen sein, wenn ich mich mit Tech mal besser auskenne, als du“, murmelte ich leise. „Vielleicht sollten wir es mitnehmen, lieber haben als brauchen“, zuckte ich mit den Schultern, als ich ihm in die unbeeindruckten, blauen Augen sah. Man erkannte sie nur undeutlich durch das schwarze Helmglas, aber es reichte, um mich zum Grinsen zu bringen. Ich wollte gerade etwas sagen, als ein leiser, aggressiv piepender Alarm ertönte.

„Ich hab nichts gemacht!“, schwor James, und hob abwehrend die Hände, als der Alarm wieder verstummte. Mein Augenrollen war auf die Distanz sicherlich nicht zu erkennen, dem Helm sei Dank, aber mich befriedigte es ungemein.

„Sie würden sicherlich nichts Unwichtiges mit einem Alarm sichern“, überlegte Garrus, und aktivierte sein Universalwerkzeug, um das Schloss zu öffnen. Ich hob meine Pistole ein wenig an, um die Umgebung zu sichern. Hier lag jede Menge Zeug herum, ein wahres Paradies für einen Wissenschaftler. Es wunderte mich überhaupt nicht, dass Mordin so begeistert durch die Forschungsstation rannte.

Der Turianer öffnete die gehackte Tür und zog einige Probenpäckchen, Petrischalen und andere Tests heraus. Ich spürte den hoffnungsvollen Blick, ohne durch sein Visier blicken zu können, und schüttelte den Kopf.

„Sorry!“, zuckte ich mit den Schultern.



„Das alles hier erinnert mich an die Rachnistation. Weißt du noch, Liz? Depot-Sigma-23?“, rief Garrus, doch das machte das alles nicht viel besser.

„Hoffen wir mal, dass wir dieses Mal nicht die Selbstzerstörung aktivieren und zum Schiff flüchten müssen“, antwortete ich, ohne meine Aufmerksamkeit zu lange von dem Datenpadstapel schweifen zu lassen.

„Ist das euer Ernst?“, fragte James, der gerade eine Frachtkiste öffnete. Auch wenn ich Garrus‘ Gesicht durch den Helm nicht erkennen konnte, sahen wir uns trotzdem für einen Moment an.

„Ja…war keine coole Mission!“, zuckte ich mit den Schultern und seufzte leise. „Ich geh schonmal ein Labor weiter“, murmelte ich in die Intercom und ging auf die nächste Tür zu. Sie war nicht verschlossen, was mich ein wenig skeptisch machte. Allein schon deshalb umschloss ich meine Pistole ein wenig fester.

„Wir kommen mit“, hörte ich hinter mir, just in dem Moment, als ich den ersten Schritt durch die Tür machte. Etwas klirrte, irgendwo auf der anderen Raumseite, und ich riss meine Carnifex hoch.

„Mordin? Bist du das?“, fragte ich angespannt, und machte einen vorsichtigen Schritt nach vorne. Meine beiden Kameraden schienen den Wink zu verstehen, und während Garrus an der Tür verharrte und seine Krysae zog, tauschte James seine Pistole gegen das gigantische Maschinengewehr. Beides fand ich mehr als übertrieben, doch ein Gutes hatte der Helm: Man konnte die Augen rollen, so oft man wollte. Keiner bekam es mit.

„Mordin ist bei uns. Habt ihr jemanden gefunden?“, fragte Shepard in der Intercom. „Wrex, warte noch!“, forderte er nur einen Moment später.

„Ich muss mir das erst genauer ansehen“, erwiderte ich knapp und schnitt James den Weg ab. Wenn wir hier einem salarianischen Wissenschaftler einen Herzinfarkt verpassten, nachdem wir schon in die Station eingebrochen waren…Nun, das wäre ziemlich unglücklich.

Langsam näherte ich mich dem großen Regal, an dem ich das leise Klirren lokalisierte.

„Halt mir nicht immer das Ding ins Gesicht“, murrte ich James an, und schob den Lauf seiner Revenant zur Seite, als ich den letzten Labortisch umrundete. Wieder klirrte etwas, und mein Blick fiel auf einen…

Ein Pyjak!“, lachte Wrex, der durch die gegenüberliegende Tür kam.

„Garrus, nimm das Präzisionsgewehr runter, es ist nur ein Pyjak!“, rief ich über meine Schulter und steckte meine Pistole weg. „Na, du? Haben die dich hier ganz allein gelassen?“, fragte ich und ging in die Hocke. Mein Blick fiel auf das zerbrochene Konservierungsglas. „Du frisst da gerade…ein turianisches Kleinhirn…“, erklärte ich ihm, als mein Blick auf den beschrifteten Deckel fiel, den er mit seinen langen, dürren Fingern umklammerte.

„Haltet das Ding von mir fern!“, forderte Garrus, der offenbar einen gewissen Sicherheitsabstand einhalten wollte. Ich konnte ihn gut verstehen…

„Lästige kleine Biester!“, schüttelte Wrex den Kopf, und wollte den Pyjak am Nackenfell packen, als sich plötzlich die Härchen an meinem Nacken aufstellten.

Wr…“, bekam ich noch heraus, als wir allesamt umgestoßen wurden und auf dem Rücken landeten. Ein leises Stöhnen entkam mir, als ich mich wieder aufrappelte.

„Verrückte Idioten!“, beschwerte sich Wrex, der ebenfalls auf seinem Arsch gelandet war. Eilig stand er auf, und sah sich hektisch um. Ich wusste ja, wie ungemein peinlich es ihm war, umgeworfen zu werden…und dann auch noch von einem offenbar biotischen Pyjak.

„Danke“, sagte ich leise, als Garrus mir seine Hand reichte und mich auf die Füße zog. Just in dem Moment kamen Shepard und Mordin in das Labor, und das war dem Weltraumäffchen offenbar zu viel. Er machte einen gigantischen, biotisch verstärkten Sprung ans andere Raumende, und versteckte sich dort eilig hinter einem Kistenstapel.

„Können wir ihn mitnehmen, Shepard?“, fragte ich begeistert, und grinste dem kleinen Kerlchen hinterher. Plötzlich wusste ich, wie es Giovanni damals mit dem gigantischen Grashüpfer auf Nodacrux gegangen war. So ein putziges, biotisches Kerlchen… Dass er Wrex auf seinen gepanzerten Arsch gesetzt hatte, machte ihn noch sympathischer!

„Nichts da! Was, wenn er Spa…meinen Hamster frisst?“, erwiderte Shepard mit einer abweisenden Handbewegung.

„Die Viecher fressen alles!“, lachte Wrex. „Kaum erschlägst du ‘nen Varren, schon sind sie da! Lästige Biester…“, warf der Kroganer ein, als Garrus plötzlich eine Kiste hoch hob.

„Prototypen für biotische Verstärker, B-Port-785.900390000…und so weiter“, rief er uns entgegen.

Garrus, und das ganz ohne deinen Visor!“, lobte ich mit einem Grinsen und nahm ihm die Kiste aus der Hand, um hineinzusehen.

„Ich trage meinen Visor auch im Helm, das weißt du genau“, erwiderte er grummelnd und verschränkte die Arme, als der biotische Pyjak einen erneuten Satz machte, um Mordins Scannern zu entgehen.

„Commander, Forschungssubjekt von höchster Priorität für weitere Tests! Sicherstellung zwingend erforderlich!“, rief der Wissenschaftler und rannte ihm hinterher.



„Dieses Ding kommt mir nicht an Bord!“, forderte Shepard.

„Wir stecken ihn zu Petrovsky in die Zelle, der darf ruhig ‘n bisschen gepiesackt werden“, erwiderte ich und fuhr meine Biotik hoch. Vielleicht konnte ich ihn ja aus der Luft pflücken, wie die Hopper auf Ilos?



Wir waren mittlerweile tiefer in die Forschungsstation vorgerückt, auf den Fersen des Pyjaks. James trug die Kiste mit den Prototypen, Garrus hielt die dazugehörigen Forschungsberichte, die auf Datenpads gespeichert waren, und Wrex lachte kehlig, als der Pyjak den eifrigen Mordin zurückwarf.

„Minimaler Neuralschock…“, murmelte der Salarianer, und öffnete sein Universalwerkzeug, als wir plötzlich von Joker angefunkt wurden.

„Bodenteam! Reaperpräsenz geortet! Wir müssen sofort hier weg, Cortez ist schon unterwegs zu euch!“, schrie er, und ich war kurz versucht, mir mit den Händen die Ohren zuzuhalten.

„Fangt den Pyjak!“, rief Mordin eilig.

„Zurück zum Ausgang!“, befahl Shepard.

„Lola, komm jetzt!“, forderte James, und griff nach meinem Arm.

„Die haben uns auf den Sensoren, ich fliege ein Ausweichmanöver!“, schrie Joker, als ich Mordin einen Arm um die Hüfte schlang.

„Wir müssen weg!“, fuhr Garrus uns an und ich ließ meine Biotik ein letztes Mal nach vorne schnellen. Für einen Moment hatte ich den verdammten Pyjak in einem stabilen Feld, bis er sich mit einem heftigen Schock daraus befreite. Ich schüttelte den Kopf und sah zur Tür. Ich plante schon eine möglichst schnelle Fluchtroute, als die Station heftig erschüttert wurde.

„Scheiße!“, fluchte ich, als ein roter Energiestrahl eine große Ecke des Labors abschnitt, in dem wir uns befanden. Mein Blick ging zu dem springenden Pyjak und binnen einer halben Sekunde wurde er in den freien Raum gesogen, wie ein Großteil der Laborausrüstung.

Für einen Moment waren wir wie versteinert und sahen dem Pyjak nach, der leblos im All schwebte.

„Ihr habt mitbekommen, dass die Reaper hier sind? Und mit hier, meine ich HIER!“, fragte Steve aufgebracht und schaffte es mit seiner lautstarken Stimme, dass wir uns aus der Starre lösten.

„Zu den Andockröhren!“, befahl Shepard, und schob Mordin durch die Labortür. Die Magnetstiefel hatten uns vor einem ähnlichen Schicksal bewahrt und hielten uns stabil am Boden und in der Station. Im Laufschritt hetzten wir dem Commander hinterher und verfielen immer mehr in einen eiligen Dauerlauf.

„Ich bin kein Marathonläufer!“, beschwerte sich ein keuchender Wrex, als wir das letzte Labor hinter uns ließen.

„Das ist ein Sprint! Du bist ein Sprinter! Also sprinte!“, schrie ich ihm entgegen, als der Boden unter uns erneut wackelte.

„Ich kann den Schüssen nicht mehr ewig ausweichen!“, meckerte Joker über Funk.

„Wir sind fast draußen!“, erwiderte Shepard knurrend und schlug auf den Türsensor, der uns vom Andockbereich trennte.

„Ich bin vor der vierten Andockröhre! Nummer VIER!“, meldete sich Cortez und unser Blick ging durch den Glasstreifen, der zwischen den Luftschleusen einen geringen Ausblick nach draußen zuließ.

„¡Mierda!“, schrie James, als draußen ein hellrotes Licht erschien.

„Korrigiere! Die Andockröhren sind…weg!“, meldete sich Steve, und wir sahen das Kodiak, das er im letzten Moment weit genug von der Station entfernen konnte.

„Dann muss es ohne die Andockröhre gehen!“, befahl Shepard, warf einen Blick über die Schulter nach hinten und schlug auf den Türsensor. „Du zuerst!“, schrie er, als Cortez das Shuttle näher heranflog.

„Wieso?!“, fragte ich panisch, als er mich an den Schultern packte und ins Weltall warf.

Ich schrie auf dem gesamten Weg, vor allem dann, als ich die Normandy über uns hinwegrauschen sah. Drei Reaperzerstörer folgten ihr, und einige weitere tauchten in der Ferne auf.

Ich schlug mir den Helm an der Panzertür und wurde von einem schwungvollen Garrus vollends ins Kodiak gestoßen. James trudelte auf uns zu, und hielt sich mit seiner freien Hand am Shuttledach fest, bevor er sich hereinhangelte. Tapfer drückte er sich die Kiste mit den wertvollen Prototypen gegen die Brustplatte.

„Los jetzt!“, befahl Shepard, und mir blieb nur ein winziger Moment, um große Augen zu bekommen. „Was tust…?!“, hörte ich die Stimme des Commanders, als Wrex ihn und Mordin mit einem beeindruckenden Kampfschrei um die Kniekehlen griff und mit einem biotischen Sturmangriff ins Shuttle sprang.

Eine dreifingrige Hand am Helm stieß mich weit genug nach hinten, sodass ich nicht als Lieutenantmus an der Stahlwand endete.

„Festhalten!“, warnte Steve, als sich die Tür schloss und die Schwerkraft im Shuttle hergestellt wurde. Er trieb das Kodiak zu einer sicherlich unerreichten Höchstleistung an, als er die Flucht antrat.

Hi“, sagte ich ein wenig atemlos, als ich Mordin so völlig ungehindert ins Helmvisier schauen konnte. Der salarianische Wissenschaftler blinzelte hektisch, als das Shuttle plötzlich eine Rolle flog und wir zu Boden gestoßen wurden. Ich krallte mich an der Sitzbank ein, und sah Shepard, der sich verbissen in Richtung des Cockpits kämpfte.

„Normandy! Joker, ihr müsst die Frachtluke öffnen! Ein Treffer, und wir sind hinüber!“, machte Cortez uns Hoffnung. Juhu.

„Wie soll ich bei der Geschwindigkeit die Luke öffnen?!“, antwortete Joker angespannt. Mein Blick ging zu den Bildschirmen, die die Außenkamerafeeds übertrugen. Rote Laserstrahlen huschten durch das All, hin und wieder tauchte die Normandy auf, mal weit entfernt und mal ganz nah.

Ich wollte schreien.

Meine innere Stimme nach außen dringen lassen.

Doch ich schluckte jeden panischen Laut herunter, als ich mich durch die vielen Erschütterungen hindurch zu Shepard kämpfte. Mit einem Griff zog ich mir den Helm vom Kopf und konnte endlich etwas tiefer Luft holen, zumindest bildete ich mir das ein.

JETZT!“, schrie Joker, und ich bekam große Augen.

„Oh bei Göttinnen und Geistern“, wimmerte ich und machte einen Schritt nach hinten. Ich konnte nicht hinsehen. Mit fest zusammengekniffenen Augen, einer Hand, die sich unnachgiebig in die Trennwand zum Cockpit krallte und einem rasenden Herzschlag wappnete ich mich für den Aufprall.

„Was ist los?“, wollte James wissen, als ich die Spannung nicht mehr aushielt und um die Trennwand herumlugte.

„Verdammt!“, schrie Cortez, als einer der Reaper erneut auf uns schoss und uns damit den beinahe sicheren Rückzug in die Normandy versaute.

„Das wollen wir nicht wissen, Jimmy“, sprach Garrus, der ebenfalls seinen Helm abgenommen hatte. Seine Mandibeln standen von seinem Kiefer ab, als er neben mir durch die Cockpitfenster sah. Die Normandy entfernte sich etliche Kilometer und Cortez flog eine langgezogene Kurve, um dem Reaperbeschuss auszuweichen.

„Der Pilot hat mehr Eier, als ich dachte“, lobte Wrex, der irgendwie nicht halb so panisch war, wie der Rest des Bodenteams.

„Kodiakshuttle für Kollision mit Allianzfregatte bei dieser Geschwindigkeit nicht ausgelegt“, sprach Mordin.

„Ach was, Pyjak, da machen wir uns Gedanken drum, wenns so weit ist“, erwiderte Wrex, doch das machte die Sache nicht besser.

„Da müssen wir uns keine Gedanken mehr drum machen, wenns passiert“; murmelte Shepard, als das Shuttle einem weiteren Reaperstrahl auswich.

Steve war höchstkonzentriert, mit einer leicht gerunzelten Stirn und flinken Fingern, die eilig über die Steuerungseinheiten des Kodiak flitzten.

Shepard krallte ich in seine Kopfstütze ein und starrte auf die Frontbildschirme, ohne großartig die Miene zu verziehen.

James hielt sich an einem der Griffe fest und beobachtete mit Argusaugen die Außenbordkamerabildschirme.

Mordin wuselte durch das Shuttle, bis Wrex ihn neben sich zu Boden zog und ihn festhielt.

Garrus‘ Mandibeln klickten schnell, als er neben mir ins Cockpit sah.

„Bloß nicht kotzen“, mahnte er tonlos.

„Würde mir nie einfallen“, erwiderte ich leise und hielt die Luft an, als wir auf die Normandy zuflogen.

JETZT! SCHNELL!“, schrie Joker in den Lautsprechern, und Cortez zog das Shuttle steil nach oben.

„Ohhhh…“, wimmerte ich panisch, und krallte mich in Garrus‘ Armschiene, als wir genau auf die Frachtluke zusteuerten. Die Normandy war viel zu schnell, bei unserem Glück würde das Kodiak ein gigantisches Loch in die Hülle reißen und einfach auf der anderen Seite wieder aus der Fregatte fliegen…

„Bremsen! Esteban, brems!“, rief James über meinen Kopf hinweg.

„Noch nicht!“, erwiderte Steve knurrend und schob eilig eine Warnmeldung zur Seite.

Ich hielt die Luft an.

Nahm die beiden Hände fest in meine. Drei Finger oder Fünf, das war gerade nicht wichtig.

Mir wurde ein wenig schwindlig, und ich atmete ein panisch ein, als Cortez einen letzten, kleinen Schlenker flog.


BAMM!

„Hiiiiihhhh!“

BAMM!

„Aaaaahh!“

BUFF!

„Uff!“

KRRRRRRRRRRRRRRCCCCHHHHZZZZZZZ!

Wann hatte ich die Augen geschlossen?

Langsam, ganz langsam stemmte ich sie wieder auf und ließ beide Hände los, die ich mit Sicherheit gebrochen hatte.

„Haben wir…überlebt?“, fragte ich vorsichtig ins Cockpit.

„Ja, dank deiner Soundeffekte“, seufzte Shepard erleichtert. Er tätschelte dem völlig erstarrten Steve die Schulter, bevor er langsam das Cockpit verließ.

„Steve?“, fragte ich, als die Normandy einen ÜLG-Sprung hinlegte. „Wir sind sicher, du kannst aufstehen“, sagte ich leise und machte einen kleinen Schritt auf ihn zu.

„Das war knapp“, kommentierte er unsere Flucht. Plötzlich schüttelte er den Kopf, bevor er mich ansah. „Das war verdammt knapp!“, schwor er, und stand ein wenig zittrig auf.

„‘N netter Ausflug, Leute“, hörte ich Wrex, der offenbar gerade das Shuttle verließ. Mir war ein wenig schlecht, als ich mich zur Panzertür umdrehte. Vor Garrus würde ich mir nicht die Blöße einer Magenentleerung geben, aber vielleicht später, in einem ruhigen Moment.

„Ich hätte nicht gedacht, dass wir das schaffen“, kommentierte der Turianer, und tätschelte meine Schulterplatte, bevor er ebenfalls ausstieg.

„So viel zu ‚leichte Mission, keine Feindpräsenz‘, hmm?“, murmelte James, der mich mit einer Hand an der Rückenplatte aus dem Shuttle schob.



Shepard war längst oben bei Joker, als wir den Portalsprung in ein sichereres Gebiet machten. Noch immer ein wenig sprachlos entledigten wir uns unserer Ausrüstung. Die einzigen Worte, die verloren wurden, kamen von James und Steve, als sie überlegten, wie und wann sie den eingedellten Stützpfeiler reparieren sollten, und im Idealfall auch die dezent verbeulte Panzerungsplatte des Kodiaks.

„Vielleicht hätten wir das Cerberusshuttle doch nicht abgeben sollen“, überlegte ich, und verstaute meine Beinschienen, bevor ich die Spindtüren schloss.

„Wir haben ja noch das zweite Shuttle, ich glaube, der Pfeiler hat definitiv Vorrang“, entschied Steve, bevor er sich mit James aufmachte, um den Schaden aus der Nähe zu begutachten. Garrus hob die Kiste an, und stellte sie auf die drei anderen.

Sie hatten in meiner Zeit auf Omega einige Dinge besorgt und sichergestellt, ein Gerücht ging um, dass Shepard das ganze Zeug noch vor Tuchanka auf der Citadel absetzen wollte. Andere Stimmen behaupteten, dass er es einem anderen Allianzschiff übergeben wollte, gemeinsam mit Petrovsky.

Ich war mir noch nicht sicher, ob ich Garrus oder Steve glauben sollte, hoffte jedoch, dass wir noch einen kleinen Abstecher auf die Citadel machen würden. Mehr Zeit vor Tuchanka konnte nicht schaden, und vielleicht hatte ich Glück und konnte Kaidan, Grunt und Thane noch einen Besuch abstatten?
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