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An der Front

GeschichteAllgemein / P18 / Gen
Commander Shepard Garrus "Archangel" Vakarian James Vega Jeff "Joker" Moreau OC (Own Character) Urdnot Wrex
25.12.2013
25.04.2021
155
725.182
43
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Dieses Kapitel
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20.09.2020 7.388
 
Es geht weiter, ihr Lieben :-)
Danke für eure Reviews!
Viele liebe Grüße,
Angel
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Ich spürte, dass ich hyperventilierte.

Fühlte mein rasendes Herz, das gegen meine Rippen pochte.

Hörte, wie mein Blut in meinen Ohren rauschte.

Alles war schwarz.

Doch wann ich meine Augen so fest geschlossen hatte, wusste ich nicht mehr.

Erst als ich Blut schmeckte und eine grobe Hand an meinem Knöchel spürte, riss ich sie auf.

WWRAAAARRGHH!“, brüllte der Adjutant, der mich am Bein gepackt hatte und von der regungslosen Turianerin wegzog. Er ließ meinen Fuß erst los, als ich direkt vor ihm lag und er zwischen meinen Beinen stand.

Ich konnte ihn nur anstarren, mit schwarzen Flecken, die vor meinen Augen aufleuchteten.

Der Adjutant griff nach meiner Schulter, die unter dem harschen Griff laut knirschte und hob mich einen knappen halben Meter an, bevor ich ungebremst zurück auf den Boden knallte.

Ich nutzte den Sekundenbruchteil, in dem er sich über die endgültig zerbrochene Keramikplatte meiner Schulterpanzerung wunderte, die er in seiner Pranke hielt.

Eilig riss ich mich zusammen und fuhr meine Biotik hoch, als ich der panischen Stimme in meinem Kopf zuhören konnte, die mich anschrie.

Das zittrige Feld warf ihn um einen guten Meter nach hinten, als ich ein schmatzendes Stöhnen hörte und mich eilig danach umdrehte.

„Nyreen?“, fragte ich, als die Turianerin sich mühevoll aus der Seitenlage auf den Rücken drehte.

Der Adjutant war längst vergessen.

Panisch krallte ich mich in den verbogenen Stahlboden und zog mich in ihre Richtung.

Ich versuchte erst gar nicht aufzustehen.

Schwarze Punkte tanzten vor meinen Augen, als ich ihr Universalwerkzeug öffnete um die manuelle Medigelverteilung zu aktivieren. Ich schaffte es gerade noch, mit einem Finger den Holoknopf zu drücken, als ich erneut am Bein gepackt wurde. Der Adjutant riss mich in die Luft, bis ich mit dem Gesicht direkt vor seinem verunstalteten Kopf hing.

Nein!“, schrie Aria hinter mir, und für einen Moment hoffte und bangte ich, dass ich ihr vielleicht doch etwas wert war und sie mir zur Hilfe kommen würde. „Baby, nein! Bitte!“, hörte ich und damit war meine Hoffnung verschwunden, als ich dem Reaper in die kleinen, grellblauen Augen sah.

‚Tu was! Na LOS!‘, schrie meine innere Stimme, die mich endlich wieder an die Ernsthaftigkeit der Situation zurückerinnerte.

Der Geruch des Adjutanten war eine widerliche Mischung aus Desinfektionsmittel, Eiter und Moder, als wäre der Körper eine einzige entzündete Wunde, die mit Antiseptika am vollständigen Verfall gehindert werden sollte.

Lidlos sah er mir direkt in die Augen, ohne jegliche Emotion, als die Auswüchse seines kaum vorhandenen Mundes jede Menge Schleim absonderten. Es wurde mehr, je näher er mich an sein Maul herab hob.

Nur an einen halben Satz erinnerte ich mich.

‚…Freunde, die in Monster verwandelt wurden...‘

„So leicht kriegst du mich nicht“, flüsterte ich leise, aber fest entschlossen.

Mit einer ausschweifenden Armbewegung holte ich Schwung und aktivierte automatisch die Universalklinge, die ich dem Reaper tief in den Hals rammte.

Er schrie mit einem widerlichen, nassen Schmerzlaut, und ging zu Boden.

Mit mir.

Kopfvoran.

Au…“, brachte ich hervor. Meine Haltungsnoten würden ziemlich mickrig ausfallen, aber immerhin hatte ich mich von einem senkrechen Sturz auf den ungeschützten Kopf geschützt und mich gut abgerollt. Mühsam kämpfte ich mich auf die Beine und blinzelte gegen die schwarzen Punkte an, die mir die Sicht nehmen wollten.

„Das reicht…Er ist tot! Hört ihr?! Er ist TOT!“, schrie Aria, nur wenige Meter hinter mir, als der Adjutant ein letztes Mal schmerzhaft ausatmete. Ich fuhr herum, und blickte plötzlich direkt in Nyreens gelbe Augen, als sie in einer großen, blauen Blutlache vor mir auf dem Boden lag.

„Aria, warte!“, rief ich und machte zwei schwankende Schritte, bevor ich neben der Turianerin zu Boden ging. Meine Knie klatschten im Blut, als ich mich nicht mehr aufrecht halten konnte und Aria sich wegdrehte, wutentbrannt und verdammt gefährlich. Die Asari rammte ein großes Trümmerteil aus dem Weg, bevor sie mit biotischer Verstärkung in Richtung des Afterlife rannte.

Ich sah ihr nicht hinterher.

„Nyreen?“, flüsterte ich, zog meinen Handschuh aus und legte eine Hand an ihre rechte Gesichtsseite, bevor ich nach ihrem linken Handgelenk griff. Mit einem zittrigen Finger öffnete ich ihr Universalwerkzeug und wischte die Medigelverteilung weg, um zu ihren Vitaldaten zu kommen. Mir war ein wenig schwummrig, als ich die Zahlen begutachtete.

Der Blutdruck war viel zu niedrig und sank langsam, aber stetig.

Der Herzschlag wurde langsamer

Die Sauerstoffsättigung reichte fast nicht mehr für eine erwachsene Durchschnittsturianerin.

Der geschätzte Blutverlust war zu hoch, trotz dem Medigel.

Mit Tränen in den Augen, die nicht nur der Erschöpfung und daraus resultierenden Emotionalität geschuldet waren, fasste ich einen Entschluss.

„Es haben schon andere versucht, mir so einfach wegzusterben, hörst du?“, fragte ich die regungslose Turianerin heiser. Ihr Brustkorb bewegte sich unter starker Anstrengung und ich spürte deutlich, wie sie um jedes noch so kleine Bisschen Luft kämpfte.

Ein kleiner Tropfen fiel auf die blutverschmierte Rüstung und hinterließ einen winzigen, sauberen Streifen, als ich die Stimkontrolle fand. Eine erste Ladung war bereits abgegeben worden. Ich wusste aus eigener Erfahrung, wie schmerzhaft die Stims sein konnten, wenn der tödliche Dämmerschlaf im Vergleich so angenehm und sanft war. Aber für Mitleid blieb mir nun keine Zeit.

Ich drückte eine weitere Stimladung in ihren Körper, direkt gefolgt von einer dritten. Eine weitere Medigelportion folgte, die Mitteilung, dass der Anzug bereits mit Medigel geflutet war, schob ich weg.

Mir waren schon viele weggestorben.

Ich war bei vielen zu langsam gewesen.

Aber ich mochte verdammt sein, wenn ich nicht jedes Mal mein Bestes gab, um ein Leben zu retten.

Eine schnelle Bewegung in meinem Augenwinkel ließ mich herumfahren, und ich hätte dem Turianer beinahe meine Universalklinge in den Hals gerammt, als er sich so eilig neben mir auf den Boden warf.

„Boss?“, fragte er hechelnd, als auch sein Kamerad bei uns ankam.

„Hmmm…“, antwortete Nyreen und fing an, in Zeitlupe zu blinzeln.

„Mit ‚Boss‘ muss man dich also ansprechen, damit du wieder wach wirst, hmm?“, murmelte ich grinsend, als mich ein lauter Knall ablenkte.

Wenn ich Arias Wutschreie richtig deutete, rammte sie sich gerade einen Weg durch die Panzertür, um ins Afterlife zu gelangen.


Sie war allein.

Hier waren zwei von Nyreens Kameraden, die bestimmt besseren Zugang zu einer Krankenstation hatten, als ich.


Stöhnend kämpfte ich mich auf die Beine und leckte über meine Lippen.

Offenbar hatte ich mir ziemlich auf die Unterlippe gebissen, als wir auf dem Boden aufgeprallt waren, doch das war besser, als eine innere Blutung oder dergleichen. So leid es mir tat, aber Nyreens Körper hatte mich wohl vor dem größten Schaden bewahrt.

Ein erneuter Schrei folgte.

„Kümmern Sie sich um sie. Das ist ein Befehl“, forderte ich die beiden Turianer auf, als ein weiterer Schrei durch den Eingangsbereich des Afterlife nach draußen hallte.

Ich würde nicht zulassen, dass Aria nun blind vor Wut ihrem Ende entgegenlief.



Ich tat das hier für den Commander.

Für die Galaxie.

Eine Enttäuschung war keine Option.




Entschlossen biss ich die Zähne zusammen und lief los. Mit jedem Meter wurden meine Schritte länger und sicherer. Mit einem Griff über meine rüstungslose Schulter zog ich meine Phaeston und folgte dem Pfad der Zerstörung, bis ich Aria an der letzten Tür einholte, die uns noch von Petrovsky trennte.



Perspektivenwechsel: Dr. Liara ‚Shadow Broker‘ T’Soni, Informationsmaklerin und promovierte Archäologin


Unruhig ging ich hin und her.

Ich wusste, dass John mit Liz telefoniert hatte und dass Joker einigermaßen zuverlässigen Kontakt aufbauen konnte. Die Inhalte der Statusupdates waren schneller durch das Schiff gerauscht, als manches Gerücht es je geschafft hatte.


Ein immer schlechter werdendes Gefühl suchte mich heim.

Egal was ich tat, ich konnte es nicht abschütteln, nicht mal meine Arbeit lenkte mich ab.


„Ich bin gleich wieder hier, Glyph“, versicherte ich meiner Drohne, als ich einen Entschluss fasste und meine Kabine verließ. Eilige Schritte brachten mich immer näher zum Fahrstuhl, der bequemerweise gerade auf der Mannschaftsebene verweilte. „Danke, EDI“, lächelte ich knapp, als die KI mich ungefragt zum KIZ brachte. Ich knetete meine Hände und ging zögerlich in Richtung des Cockpits, als sich die Türen öffneten.



Perspektivenwechsel: Elizabeth Adrienne Ryan, Staff Lieutenant der Allianz


„Nyreen Kandros war eine gute Soldatin. Eine Schande, dass sie für Ihren Ehrgeiz sterben wird, Aria“, waren die ersten Worte, die der leibhaftige Petrovsky an die Asari richtete. Wir hatten den Raum noch nicht mal so richtig betreten.

Ich versuchte nicht einmal, sie zurückzuhalten.

„Sie sind ein toter Mann!“, schrie sie wütend und rannte auf ihn zu, von Biotik umhüllt und sprang in die Luft, um den erhobenen Balkon zu erreichen.

Die Energiefeldgeneratoren fielen mir zu spät auf, als dass meine geschriene Warnung noch rechtzeitig gekommen wäre.

Scheiße…“, fluchte ich, als die Asari schmerzerfüllt schrie und an Händen und Füßen von den Stasestrahlen gefesselt in der Luft hing. Um auf Nummer sicher zu gehen, sah ich mich kurz um, bevor ich ein paar Schritte nach vorne machte. „Ist das alles, Petrovsky? Kommen Sie, ich dachte, Sie hätten mehr drauf“, forderte ich ihn heraus.

„Ich teile und herrsche, Lieutenant“, fing er an, als hätte er immer noch die Übermacht. Ich sah keine einzige Waffe an seiner Uniform. „Kandros konnte die Adjutanten aus dem Weg räumen, deren Experimente noch nicht abgeschlossen waren“, fuhr er fort, als sich plötzlich zwei Türen öffneten, rechts und links von uns. „Diese hier stehen bereits vollkommen unter unserer Kontrolle. Der Grundstein unserer zukünftigen Armee“, erklärte er mir ruhig, als die ersten Adjutanten auftauchten und er sich mit einem Universalwerkzeugbefehl hinter einem roten Energieschild verbarrikadierte.

„Okay…“, murmelte ich leise. „Der war gut, das muss ich Ihnen lassen“, gestand ich und hob meine Phaeston langsam an meine Schulter. Erst jetzt fiel mir auf, dass mein linker Handschuh immer noch auf dem Boden vor dem Afterlife lag.


Miep…Miep!


Leise seufzte ich.

Das konnte nicht sein Ernst sein…

Acht Adjutanten marschierten in das Afterlife, als ich mein Universalwerkzeug öffnete und den Anruf annahm.

„Commander, ich…es ist nett, dass Sie sich ausgerechnet jetzt melden“, sprach ich, als die Verbindung standhielt. „Ist vielleicht das einzige Mal, dass Sie das von mir hören, aber… ich glaube wirklich, Sie hätten das hier um einiges besser hinbekommen…“, gab ich zu.

Die Adjutanten näherten sich langsam, und ich machte einen erneuten Schritt nach hinten, als ich mich unauffällig nach einer guten Deckungsposition auf der anderen Seite umsah. Ich hörte das Wirren der Armkanonen, und ihre dumpfen, langsamen Schritte.

„Hol mich hier RAUS!“, schrie Aria plötzlich, doch die Energie der Stasegeneratoren, die vom General hochgefahren wurde, brachte sie zum Schweigen, als ihre Worte schmerzvoll abbrachen.

„Liz, ich…ich bins…“, antwortete mir eine leise Frauenstimme über den Kommlink.

„Liara?“, fragte ich nach, als ich sie nicht vollkommen einordnen konnte.

„Nein! ARIA! BEEIL DICH ENDLICH!“, kreischte die festgehaltene Asari, die von meinem Anruf nichts mitbekommen hatte.

Mein Blick fiel auf die Energieversorgungsknoten, die im Raum positioniert waren.

„Ja… ich wollte mit dir sprechen. Es tut mir leid, Liz, ich weiß nicht, was über mich gekommen ist! Es war…“, sprach die junge Asari und wirkte ehrlich bestürzt, als einer der Adjutanten in die Hocke ging. „…so komisch, und niemand wollte etwas sagen, so unwahrscheinlich es auch sein mochte, es…“, fuhr sie fort, als der Reaper einen gewaltigen Satz in meine Richtung machte.

Ein kleines Grinsen schlich sich auf meine Lippen.

„So leicht kriegt ihr mich nicht“, schwor ich und entließ die Biotik, die bereits seit einigen Sekunden unsichtbar auf ihren Einsatz wartete. Mein Arm schnellte nach vorne, und mit einem angestrengten Keuchen schaffte ich es, den Reaper mitten im Sprung auszubremsen, bis er nur noch wenige Meter vor mir schwebte. „Viel Glück beim nächsten Mal“, wünschte ich, bevor ich das Gesicht zu einer Grimasse verzog und ihn mit jedem Bisschen meiner Biotik ans andere Raumende donnerte.

„Liz?“, fragte Joker, wer denn auch sonst, als ich meinen Wurfarm zurückzog und mit einer weitschweifenden Bewegung Schwung holte.


Hoch.

Nach vorne ziehen, nicht nur schieben.

Die Biotik auf den ganzen Körper verteilen.

Vor der Landung die Beine anwinkeln, um einen Aufprall auf gerade Knie zu vermeiden.

Landen.

Atmen.

Ein und Aus.

In Deckung gehen.


„Hey, wenn das nicht mein liebster Flight Lieutenant auf der Normandy ist!“, rief ich über die wütenden Schreie der Adjutanten hinweg, als sich das Afterlife mit jeder Menge Feindbewegung füllte. „Könnt ihr mir was versprechen? Für den Fall, dass das hier nicht gut ausgeht?“, fragte ich außer Atem und schlug auf die Energieversorgungskonsole, mit der man den Stasegenerator freilegen konnte. Nur so würde ich ihm mit meinem Sturmgewehr etwas anhaben können.

„Sag sowas nicht, du…“, fing die Asari an, als jemand deutlich hörbar schluckte.

„Was immer du willst“, sprach Joker entschlossen. Er riss sich für mich zusammen. So wie er es schon oft getan hatte. Ich hob meine Phaeston und gab eine kurze Salve auf den Generator ab, als ein Bollwerkmech mir in den Weg kam und ich den Beschuss umlenken musste.

„Wrex hat mir versprochen, dass er seine erste Tochter nach mir benennt, wenn ich glorreich im Kampf sterbe. Aber das war vor drei Jahren und unter heftigem Alkoholeinfluss, ihr müsst ihn da dringend dran erinnern!“, forderte ich sie auf, und zog eine Granate, die ich auf die Bollwerkmechs warf, die sich zu viert näherten. Bei zweien fielen die Schilde aus, und ein paar Panzerungsplatten wurden beschädigt, einer ging zu Boden, und der vierte setzte zu einem Todessprint an.

„Ziel anvisiert. Eliminierung steht bevor“, sprach er, als ich die Phaeston im Dauerfeuer auf ihn hielt. Er riss seine Universalklinge in die Luft, als er mir nah genug kam und ich nicht wegkonnte, und rammte sie mir gegen den Körper. Geistesgegenwärtig wich ich aus, sodass er meine ungeschützte Schulter verfehlte, und die Klinge über meine Brustplatte schrammte.

Pling

NEIN!“, schrie ich heiser, packte ihn wütend mit meiner Biotik, und stieß ihn gegen seine beiden Freunde, die er zu Boden warf. Der Sturmschütze, der sich mir in den Weg stellte, machte einen knappen Schritt zurück, bevor ich die Energie zurückschnalzen ließ und ihn damit von den Füßen riss.

„Was ist passiert?! Meldung! Liz!“, rief eine aufgeregte Stimme, die ich als Garrus identifizieren konnte. Mein Blick fiel auf das kleine angekokelte Keramikabzeichen, das da vor mir auf dem Boden lag.

„Diese Mistratte hat mir mein N7-Abzeichen von der Rüstung gekratzt!“, schrie ich erbost, was mir mehr Kraft gab, als ich zugeben wollte.

Mit einem Wutschrei packte ich einen Adjutanten mit meiner Biotik und brachte einen richtigen, echten Warpangriff zustande, der ihn in Stücke riss.

„Hast du eine Ahnung, was ich dafür durchgemacht habe?!“, schrie ich die Mechleiche an, die mittlerweile nur noch leblos auf seinen beiden Gleichartigen lag.

Die Hindernisbahn!“, brüllte ich und warf den Zenturio, samt seines Sturmschützenteams, das er anführte, halsbrecherisch gegen eine Wand. Ich gab eine kurze Salve auf den Stasegenerator ab, der mit einem lauten Knall explodierte und dadurch Arias rechten Fuß freigab.

„Was ist los?“, hörte ich die Stimme des Commanders, als ich einen knappen Moment nutzte, um mir den Schweiß von der Stirn zu wischen. Aus der Bewegung heraus knallte ich einem Sturmschützen einen Novaimpuls vor den Latz, der ihn heftig zurückwarf. Meine nackte Hand legte sich an meine Phaeston, als ich ihm eine Salve durch die weiße Rüstung jagte.

„CC und seine gottverdammten Jetpacks!“, kreischte ich wütend und gab jede Vorsicht auf, als der Adjutant auf mich zusprang.

Das konnte er haben.

Mit einem Schrei forderte ich meine Biotik auf, eine weitere Hochleistung zu vollbringen, und kollidierte in der Luft mit dem Reaper. Es zerriss ihm den Körper, als er zwischen meinem gepanzerten Selbst und dem Betonpfeiler zerquetscht wurde.

„Ist das Lola? Ist alles okay?“, fragte James. Ein Zenturio nahm mir mit einer Rauchgranate die Sicht, als ich mich wieder auf die Beine kämpfte, und gab damit einem Bollwerkmech die ideale Möglichkeit, meine Schilde zu ruinieren.

„Schilde ausgefallen! Schilde ausgefallen!“, beschwerte sich die Anzug-VI, als ich eilig lossprintete, um die nächste Konsole zu erreichen. Der Schuss eines Adjutanten verfehlte mich knapp, als ich an ihm vorbeirannte und eine Kiste übersprang, um ihn loszuwerden.

„Ich bin verhaftet worden!“, schrie ich, als eine Nemesis einen Schuss auf mich abgab. Ein schmerzhaftes Keuchen entkam mir, als die Kugel an meiner ungeschützten Bauchplatte entlangschrammte und sich dann in den Kopf eines Sturmschützen bohrte, der sich unbemerkt genähert hatte.



Perspektivenwechsel: John Sullivan Shepard, Staff Commander der Allianz


Bumm!

Blaff!

„Mein Rang wurde mir genommen!“, schrie Liz wütend, als wir eine lautstarke Explosion im Hintergrund hörten. Der heftige Gefechtslärm bedeutete nichts Gutes, doch nun, wo sie Petrovsky offenbar gestellt hatte, traf ich eine Entscheidung.

„Joker?“, fragte ich in das prall gefüllte Cockpit. Auf der Normandy gab es keine Geheimnisse. Jede Neuigkeit verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Selbst Javik stand im Gang zum KIZ und hörte zu.

„Ein Grashüpfer hat mir das Shuttledach abgebissen!“, kreischte die erboste Stimme der Soldatin, als sich ihre Schilde offenbar bei elf Prozent wieder fingen und von dort aus wieder aufbauten, wenn man der VI-Ansage trauen konnte.

Meine Augenbraue stieg in Richtung meiner Haarlinie, als sich Verwirrung auf die besorgten Gesichter schlich.

„Ja, Commander?“, erwiderte Joker, nachdem er sich leise geräuspert hatte. Es war totenstill im Cockpit, und das war bei der Personenanzahl eine wahre Meisterleistung. Einzig der laute Gefechtslärm unterbrach die Ruhe, von ihren wütenden Ausrufen begleitet.

Liz war sauer.

So richtig sauer.

Und massiv in der Unterzahl, wenn man ihre Worte richtig deuten konnte.

„Wir kehren um. Nimm Kurs auf den Omeganebel“, befahl ich, woraufhin ein leises, zufriedenes Raunen seine Runde machte.

„Wird erledigt, Commander, wir sind so gut wie da!“, versprach der Pilot, der eilig die Koordinateneinstellung änderte.

„Danke“, flüsterte Liara, die neben mir stand und gebannt der Anrufübertragung zuhörte. Vorsichtig lehnte sie sich an mir an, und ich legte einen Arm um ihren Körper.

„Wir kommen dich holen, Mädchen! Hörst du? Versteck dich und lass mir ‘n paar übrig!“, forderte Wrex begeistert, als wir einen lauten Knall hörten.

„Oh verdammt…“, keuchte Liz, und das breite Grinsen auf dem kroganischen Gesicht verschwand in einem Sekundenbruchteil.

„Beeil dich! Hol mich hier raus, verdammt!“, schrie Aria in der Ferne.

„Status?“, fragte ich nüchtern, als ein markerschütternder Schrei aus den Lautsprechern drang.



Perspektivenwechsel: Elizabeth Adrienne Ryan, Staff Lieutenant der Allianz


„Und du wagst es, mich auch noch um mein letztes Medigel zu bringen?!“, brüllte ich wütend, als die Nemesis mir eine Kugel verpasste. Die Ablativplatte hatte ihr Möglichstes getan, um das Projektil aufzuhalten, und ich spürte, dass sie nur die oberen Hautschichten erwischt hatte. Dennoch nahm meine Panzerung das als den ultimativen Grund, die automatische Medigelverteilung zu aktivieren.

Mit einem waghalsigen Sprint erreichte ich den Stasegenerator und griff nach einer Granate. Es war der vorletzte, und so drückte ich die Mitte des Sprengkörpers ein, bis sie arretierte, und klebte sie an den Generator.

Eilig nahm ich meine Beine in die Hand, als ein Adjutant nach mir greifen wollte. Seine Pranke erwischte nur Luft, als ich einen letzten Sprung wagte, der mich zufälligerweise direkt in die Deckung der Nemesis brachte.

Ein Urteil darüber zu fällen, wer von uns beiden nun überraschter aussah, war mir wegen ihres verhüllten Gesichts leider nicht möglich. Hektisch versuchte sie, ihre Raptor an die Schulter zu heben und auf die geringe Distanz einen tödlichen Schuss abzugeben.

„Das würde dir so passen!“, knurrte ich und aktivierte meine Universalklinge, mit der ich ihr durch das Präzisionsgewehr schnitt und ihr damit ihre einzige Waffe nahm. Mit einem zweiten Schlag riss ich ihr den Kopf von den schwach gepanzerten Schultern. Das dunkle Blut spritzte auf meine malträtierte Rüstung und hinterließ einige Sprenkel, als ich mich schnell umdrehte.

Mit erhobenem Sturmgewehr schoss ich auf den Adjutanten, der einen todesmutigen Sprung auf mich wagte. Fest entschlossen hielt ich das Dauerfeuer auf seinen Kopf, sodass er nur noch leblos auf dem Boden aufklatschte und liegen blieb. Aria stöhnte vor Schmerzen, als ich endlich die letzte Konsole erreichte.

„Bringt sie um! Na los! Sie darf T’Loak nicht befreien!“, befahl der General lautstark, als ich gerade noch die Einstellung ändern konnte, um den Stasegenerator freizulegen. Plötzlich wurde mir der physische Schild einer leblosen Wache gegen den Kopf geworfen, sodass ich der Konsole eine unfreiwillige Kopfnuss gab.

Langsam.

Ganz langsam drehte ich mich um.

„Das war nicht schlau“, stellte ich mit einem nackten, erhobenen Zeigefinger fest, als der Sturmschütze vor mir stand.

Er trug keine Thermomagazine mehr bei sich, und offenbar war das in seiner Maschinenpistole bereits überhitzt.

„Aber das ist dir sicherlich klar“, knurrte ich wütend.

Meine Biotik sammelte sich in meiner rechten Hand, als ich einen kleinen Schritt auf ihn zumachte. Ich hörte, wie einer der Adjutanten am Treppenende hinter ihm landete und seine Armkanone aktivierte.

„Keine Sorge…den Fehler machst du nicht nochmal“, tröstete ich den Sturmschützen, bevor ich meinen Arm hob.

Die Biotik umschloss seinen Körper und ich ließ ihn für einen Moment über dem Boden schweben, bevor ich ein wenig Schwung holte und ihn kopfvoran in den massigen Körper des Adjutanten rammte. Der Reaper würgte, und das schwarze Blut, das aus seiner Brust drang, befriedigte mich ungemein.

„Ziel entdeckt. Eliminierung steht bevor“, sprachen drei Bollwerkmechs gleichzeitig, als ich mir mit meiner handschuhlosen Hand über die verschwitzte Stirn wischte. Ich duckte mich hinter eine halbhohe Wand, als sich Bewegung aus mehreren Richtungen näherte.

„Mach dich bereit, Aria!“, schrie ich laut, was für wütenden Protest und einige zornige Befehle über mir sorgte.

„Hol mich endlich hier raus!“, kreischte die Asari, als ich fest entschlossen meine Phaeston wegpackte und meine Carnifex zog.

„Zu Befehl“, murmelte ich, als mich plötzlich eine süße Müdigkeit umfing.

Wie töricht.

Und dumm.

Zu glauben, dass ich ein solches Tempo und diese Intensität an Biotikanwendung nach einem solchen Tag nur noch eine Minute länger aufrecht erhalten konnte.

„Normandy…passt mir gut auf euch auf, ich hab euch lieb“, sprach ich heiser.

Ich brauchte keine Minute.

„Liz?“, fragte eine Stimme, als ich mit geschlossenen Augen grinste.

Ein paar Sekunden waren völlig ausreichend.

„Wird schon schiefgehen“, nickte ich, riss die Augen auf und griff einhändig auf die Mauer, um mich mit einem letzten Aufbäumen meiner Biotik darüber zu hieven und mit einem Sprung den letzten Stasegenerator zu erreichen.



Perspektivenwechsel: Jeff ‚Joker‘ Moreau, Flight Lieutenant der Allianz


„Komm schon…“, knurrte ich, als wir einen weiteren lauten Knall hörten, der von einem markerschütternden Schrei gefolgt wurde. Die Normandy war schnell, aber gerade fühlte es sich an, als wäre sie ein langsamer Erholungsdampfer. Wir schlichen uns an das Massenportal heran und ich war kurz davor, Wrex nach draußen zu schicken, damit er anschob.

„Haltet sie auf!“, hörten wir den General, der immer mehr zu verzweifeln schien.

Omega gehört MIR!“, schrie Aria, und mit einer Explosion stoppte ein Großteil des Gefechtslärms.

„Liz, Status?“, forderte Shepard mit verschränkten Armen, als wir einen Schrei hörten, von einem grausamen Knirschen und Quietschen gefolgt.



Perspektivenwechsel: Elizabeth Adrienne Ryan, Staff Lieutenant der Allianz


Ist das dein Ernst?!“, schrie ich, als der Bollwerkmech seine Universalklinge erhob und in meinem Universalwerkzeug versenkte. Meine Pistole machte ihm ein schnelles Ende, sodass er mit einer Todesvorhersage zu Boden ging.

„Achtung, an alle Cerberustruppen auf der Station: Kapitulation! Feuer einstellen, keine Kämpfe mehr! Es ist vorbei!“, befahl Petrovsky, doch ich war mit dem Mech noch nicht fertig. Wütend saugte ich mir meine letzte biotische Energie aus dem linken kleinen Zeh, hob den synthetischen Körper an und katapultierte ihn mit einem zornigen Aufschrei zu Petrovsky auf den Balkon. Tief im Inneren hatte ich die Hoffnung, dass der Mech ihn irgendwo traf und ihm ‘ne Beule einbrachte, aber da kein schmerzerfüllter Schrei folgte, wurde mir die Freude versagt.

„Holen wir ihn uns!“, forderte Aria mit einem blutrünstigen Grinsen, als mein Blick auf dem demolierten Universalwerkzeug landete. Da war sie dahin, meine Chance auf Abholung…

„Hey, Normandy? Ich weiß nicht, ob ihr mich hört, aber ich bin noch in einem Stück und unterwegs zum General!“, gab ich durch, aber meine Hoffnung war gering.

Das Adrenalin schien meinen Körper rasend schnell zu verlassen, ebenso wie meine restliche Energie. Ein kalter Schauer fuhr mir den Rücken herunter und ich spürte deutlich, dass ich in meiner Rüstung fror und ein wenig zitterte.

Dennoch folgte ich der zornigen Asari, die zielstrebig die Treppen erklomm und den Balkon betrat, auf dem Petrovsky geduldig wartete.

„Lieutenant, ich begebe mich hiermit offiziell in Ihr Gewahrsam. Und das der Allianz“, sprach er, als Aria abfällig schnaubte.

„Das würde dir so passen, du Schwein!“, knurrte sie, und nur einen Sekundenbruchteil später verpasste sie ihm eine biotische Ohrfeige, die mit Sicherheit ziemlich wehgetan hatte. Ich konnte mich nicht wirklich dazu bringen, mich übermäßig um das Wohlergehen des Generals zu sorgen, und so ließ ich sie gewähren.

„Ich…bin unbewaffnet! Und ich habe Informationen über den Unbekannten, die ich der Allianz mitteilen will!“, verteidigte er sich und hob beschwichtigend die Hände, als er sich langsam wieder auf die Beine kämpfte.

‚Dein Einsatz, Lizzie!‘, fuhr mich meine innere Stimme an.

„Sie würden alles sagen, um Ihre Haut zu retten!“, schrie Aria, packte ihn beidhändig an der Kehle und drückte zu. Er sank nach hinten und kam mit dem Rücken auf seinem Kommportal zum Liegen.

Ich sah den beiden eine peinlich lange Ewigkeit dabei zu, bevor ich mich endlich wieder ein wenig besser im Griff hatte.

„Aber…ich ließ Sie…von Omega fliehen…Ich habe Gnade verdient!“, keuchte der General atemlos und riss mich damit endgültig aus meinem fröstelnden Dämmerzustand.

„Lass ihn mal los, wird schon ganz blau“, brachte ich heraus, und machte eine knappe, undeutliche Handbewegung in Richtung des Generals. Aria seufzte wütend, bevor sie ihn wegschubste und losließ. „Hat er euch wirklich gehen lassen?“, wollte ich wissen, als sie ihre Arme verschränkte und unzufrieden auf den Mann herabsah.

„Cerberus hat die Station eingenommen, und er hat mich gehen lassen“, gab sie zu, als Petrovsky sich langsam auf die Beine hievte.

Ein fieses Schnauben kam von der Asari, als sie einen zornigen Schritt nach vorne machte, und ihn nocheinmal am Hals packte und ihm mit beiden Händen die Luft abdrückte.

„Spürst du es, Oleg?“, höhnte sie säuselnd. „Das ist der Tod…und er ist so nah…vergiss das nie, du…“, knurrte sie, als ich die Augen rollte und sie an der Schulter von ihm wegzog. „Dieses Mal lasse ich dich leben, du Schwein… Für die Prinzessin und den Krieg…Aber wenn ich auch nur ein negatives Wort höre… finde ich dich überall“, drohte sie und stieß ihn erneut zu Boden, als Bray die Treppe hinaufkam.

„Ah. Sie haben ihn festgesetzt“, kommentierte er, als er den Balkon erreichte und öffnete sein Universalwerkzeug.

„Ich nehme ihn mit“, nickte ich, als der Batarianer den General auf die Füße zog und ihm die Techhandschellen anlegte.

„Verstanden. Ich warte darauf, Sie auszufliegen“, erklärte Bray, und machte ein paar Schritte zur Seite, um wieder in den Hintergrund zu treten. Ein heiseres Auflachen ließ mich herumfahren, und das schneller, als es meinem Kopf guttat.

„Sie müssen mir auf dem Flug dringend erzählen, wie es Ihnen gelungen ist, die berüchtigte Aria T’Loak zu zähmen. Ich habe es versucht und bin gescheitert“, sprach Petrovsky und wirkte tatsächlich amüsiert.

„Finden Sie das lustig?“, fragte ich harsch, als er es wagte, mir ein knappes Lächeln zuzuwerfen.

„Mir steht ein entspanntes Leben bevor. Hochrangige Kriegsgefangene werden von der Allianz gut behandelt, Ihr Commander müsste das wissen. Und wer weiß, vielleicht werden wir Freunde? Oder sogar…mehr?“, grinste er, und ich schüttelte mich ein wenig.

„Was ist denn los mit euch?!“, fuhr ich ihn an. „Liegt das an der Luft hier, oder was? Petrovsky! Sie werden bestimmt nicht in ‘ner Luxuszelle in Vancouver untergebracht, außer, Sie wollen von Reapern angeknabbert werden. Keine Ahnung, wo Sie hinkommen, aber wenns nach mir gehen würde, wärs ein richtig ekliges, stinkendes Loch“, fauchte ich mit verschränkten Armen. „Seien Sie froh, dass ich Sie nicht einfach gleich erschossen habe“, murrte ich noch, bevor ich instinktiv meinen linken Arm hob, um mein Universalwerkzeug zu aktivieren. Ein leiser Fluch entkam mir, als ich bei dem Versuch nur einen kleinen Stromschlag bekam.

„Bring ihn auf dein Schiff, Bray“, befahl Aria herablassend, als der Batarianer nickte und ihn mit einer groben Hand am Oberarm abführte.

„Ich komm gleich nach“, nickte ich und brachte tatsächlich noch ein kleines Lächeln in Richtung des Batarianers zustande, bevor ich Aria ansah und… erstarrte.

Ich hatte keine Ahnung, was sie mir mit diesem Blick sagen wollte, aber… ich bekam ein kleines bisschen Angst.

„Du hast dich so gut unter Kontrolle… es ist schwer, diesem Drang nicht nachzugeben…“, säuselte sie, und ich blinzelte ein paar Mal, als der intensive Blickkontakt meinem müden Selbst zu viel wurde.

„Okay…“, antwortete ich zögerlich, als sie sich abwendete.

„Ich wollte ihn schon seit Monaten töten…und dann kommst DU!“, fuhr sie mich an, und die Bewegung, die meine Biotik für einen Moment triggerte, war völlig unbewusst. „Wie eine Krankheit! Kaum laufen wir hier ein paar Stunden miteinander rum, werde ich weich und…“, erklärte sie frustriert und hob die Hände.

„Ihn gehen zu lassen war einfach die richtige Entscheidung. Wenn er kooperiert, haben wir bessere Chancen im Kampf gegen Cerberus, und wenn nicht, bringe ich ihn einfach wieder zu Ihnen zurück. Dann können Sie mit ihm machen, was Sie wollen“, zuckte ich mit den Schultern, als sich ein großer Teil ihres Syndikats im Afterlife versammelte.

Ich lehnte mich mit der Hüfte an dem Handlauf an, als Aria sich darauf abstützte und nach unten sah.

„Das hier war kein einfacher Sieg. Für Niemanden. Nicht für Ihre Söldner, und auch nicht für die Bevölkerung von Omega“, erinnerte ich sie ein wenig leiser.

„Du lässt nicht locker, was? Man könnte fast meinen, du willst was verkaufen“, lachte sie auf, und verschränkte nachdenklich die Arme vor der Brust. „Ich werde Omega wieder aufbauen. Mit diesem…Kontrollzentrum werde ich anfangen. Dauert bestimmt eine Weile, den Gestank des Generals aus meinem Thron rauszukriegen“, schüttelte sie angewidert den Kopf. „Ob ich das Pole-Dancing hier wohl je wieder genießen kann?“, fragte sie mich, und grinste ein wenig anzüglich, aber auch ihr sah ich eine gewisse Müdigkeit an.

„Ich glaube, es wäre Nyreens Wunsch, dass Sie sich um die Bürger der Station kümmern. Helfen Sie ihr indem Sie das Leid der Zivilisten nicht vergessen“, bat ich ruhig, und hielt ihrem Blick stand, mit dem sie mich offenbar löchern wollte.

„Wie könnte ich? Wo ich doch an jeder Ecke daran erinnert werde?“, fragte sie harsch. Meine rechte Augenbraue wanderte nach oben, als ich sie musterte. Man merkte ihren deutlichen Unmut, obwohl es nicht unbedingt meine Absicht war, ihr Vorschriften zu machen. Aber ein kleiner Denkanstoß konnte nicht schaden. Es dauerte einen Moment, bis ihr ein Licht aufging. „Sie…sie lebt?“, fragte sie und wirkte beinahe…verletzlich.

„Mit viel Glück wurde sie frühzeitig medizinisch versorgt. Ihre Männer kümmern sich um sie“, erklärte ich knapp. Ich wollte ihr keine Hoffnung auf eine quicklebendige Turianerin machen…ich war mir selbst nicht sicher, ob sie es geschafft hatte…

Ich musste ein Gähnen unterdrücken, und verschränkte die Arme vor der Brustplatte, als das letzte Bisschen Adrenalin meinen Körper verließ. Für einen Moment wirkte sie unentschlossen, bevor sie wieder ihre eisige Maske aufsetzte und völlig gefasst war.

„Ich nehme an, das mit Shepards Vereinbarung steht noch?“, räusperte ich mich. Ich konnte es kaum mehr erwarten, endlich wieder an Bord der Normandy zu sein und in meinem Schlafsack ein kurzes 24-Stunden-Schläfchen zu halten. Auch wenn ein Besuch bei Nyreen mich reizte, aber… ich konnte nicht mehr.

„Natürlich. Schiffe, Söldner, ein Berg E-Zero…“, nickte Aria, und zog ein Datenpad. „Das hast du dir redlich verdient, Prinzessin“, nickte sie, und ich meinte, tatsächlich einen Funken Anerkennung in ihren Augen zu sehen.

„Dankeschön“, lächelte ich ein wenig schief und nahm ihr das Datenpad mit der genauen Auflistung ab. „Dann mache ich mich auf den Weg zu den Docks“, nickte ich, bevor ich nach einem kurzen Blick auf das Datenpad wieder zu ihr sah.

„Nimm das Ding mit. Als kleines…Präsent für Shepard. Als Dank dafür, dass er dich…ausgeliehen hat“, sprach sie, und drückte mir das Schachbrett des Generals in die Hände.

„Oh, danke, das…“, kommentierte ich, als mein Kopf plötzlich von zwei blauen Händen ergriffen wurde und ich mit einem gebrochenen Genick rechnete.


Meine Augen wurden groß.

Dunkelblaue Lippen pressten sich auf meine.

Eine Zunge quetschte sich in meinen Mund und wickelte sich für einen Moment um meine eigene, bevor die Asari wieder ein wenig Abstand zwischen uns brachte.


„Richte ihm das aus, ja? Beim nächsten Mal erwarte ich ihn…persönlich“, sprach sie lasziv und nahm ihre Hände von meinem Gesicht. Sie wirkte mehr als zufrieden mit sich, während ich sie nur ein wenig versteinert anstarren konnte.

„Zu Befehl“, salutierte ich, bevor ich darüber nachdenken konnte, und warf meiner Hand einen verwirrten Blick zu, als ich sie wieder senkte.

Moment mal.

„Ich freue mich auf ein erneutes Wiedersehen, Prinzessin…“, grinste sie. „Hätte ja nie gedacht, dass Wrex‘ kleines Spielzeug es so weit bringt“, säuselte sie, als ich mich kopfschüttelnd umdrehte und mich auf die Suche nach einem öffentlichen Extranetterminal machte. Ich würde mich erst später an die leisen Worte erinnern können und dann würde der altehrwürdige Kroganer für eine Erklärung herhalten müssen.



Natürlich… kaum spricht Liara wieder mit mir, werde ich Shepard mit ‘nem Zungenkuss begrüßen“, murmelte ich, als ich mein Ziel direkt vor mir hatte. „Wovon träumst du nachts?!“, rief ich, und erschreckte damit einen Vorcha. Langsam und kopfschüttelnd humpelte ich auf den Extranetzugang zu und stemmte mir das Datenpad und das Schachbrett gegen die Hüfte, um einhändig auf dem Terminal tippen zu können.

Es wäre jetzt hilfreich, die genauen Kontaktdaten der zweiten Normandy im Kopf zu haben.

Die der ersten wusste ich im Schlaf, von dem Moment an, indem ich sie betreten hatte.

„Toll, Liz. Wunderbar“, meckerte ich und rieb mir über die Stirn. Ich brachte es nicht mehr fertig, das herzhafte Gähnen zu unterdrücken, als ich mich mit meinen Erkennungsdaten im Allianznetzwerk anmeldete. Müde suchte ich im Verzeichnis nach der SSV Normandy SR-2, und ratterte den Kontaktcode herunter, bis ich den Videoanrufkanal auf der veralteten Konsole gefunden hatte. Schnell tippte ich ihn ein und hoffte, bangte, flehte…

„Ähm…SSV Normandy, Flight Lieutenant Moreau? Sie kontaktieren gerade ein Kriegsschiff, ist Ihnen das…“, fing er an, als plötzlich die Videoübertragung ansprang.

„Das ist mir bewusst, Joker, aber danke“, grinste ich müde.

„Liz! Der Anruf war plötzlich weg, wir dachten schon…“, fing er an, und öffnete offenbar die Schiffsintercom, bevor er kurz verharrte. „Willst du mit ihnen reden? Oder soll ichs weitergeben?“, fragte er nach, und ich war ihm einmal mehr wirklich dankbar.

„Mach keinen Stress, reicht völlig, wenn du es nachher mal nebenbei fallen lässt. Ich werde ausgeflogen, wo seid ihr gerade?“, wollte ich wissen und war dankbar um die freie Hand, mit der ich mich an der Konsole festhalten konnte.

„Auf dem Weg zu dir! Wenn ihr in Richtung des Portals fliegt, reicht das völlig, wir sind nur noch zwei Portalsprünge weg! N‘ paar Stunden, wenn überhaupt!“, versicherte er mir.

„Gut. Ich bringe Petrovsky mit an Bord, kümmere dich bitte drum, dass wir ihn an die Allianz übergeben können“, bat ich noch, und musste für einen Moment die Augen schließen.

„Wird erledigt…geht’s dir…gut?“, fragte er zögerlich, als sich ein paar Stiefel im Hintergrund aus Richtung des KIZ näherten.

„Ja, natürlich. Kann mir irgendwer ‘nen Energieshake an die Luftschleuse stellen? Das wäre super“, lachte ich heiser, als die Stiefel verharrten.

„Ist das Liz?“, fragte Steve, und plötzlich tauchte ein zweites Gesicht neben dem von Joker auf.

„Wer denn sonst?“, grinste ich. „Kann irgendwer Allers davon abhalten, das ganze heiße Wasser zu verbrauchen? Das wär super“, fiel mir noch ein, als Joker verwirrt die Augenbrauen hob.

„Die Normandy hat ‘nen Durchlauferhitzer, da geht das heiße Wasser nicht aus“, versicherte er mir, aber das glaubte ich ihm nicht so recht.

„Wenn du meinst“, gab ich auf, und gähnte nochmal. Ein paar Müdigkeitstränen standen mir in den Augen, als ich mich zu einem letzten Lächeln zwang. „Wir sehen uns bald. Passt auf euch auf“, bat ich und wartete nicht auf eine Antwort, bevor ich den Anruf beendete.


Jetzt musste ich nur noch Brays Schiff finden.

Nichts leichter als das.



Perspektivenwechsel: Jeff ‚Joker‘ Moreau, Flight Lieutenant der Allianz


Piep.

Und der Anruf war einmal mehr beendet.

„Die rechte Schulterplatte fehlt. Ist dir das aufgefallen?“, schüttelte Steve den Kopf.

„Ich war abgelenkt, das Schiff sprintet nicht von allein“, erwiderte ich. „Aber solange sie noch anrufen kann, ist alles gut. Wir kommen rechtzeitig, und das ist die Hauptsache“, kommentierte ich die Situation. Mein Optimismus überraschte mich selbst.

„Informierst du Shepard? Oder soll ich zu ihm hochschauen?“, wollte der Mann wissen, und erhob sich aus der Hocke.

„Ich geb ‘ne Durchsage über die Intercom, dann weiß jeder Bescheid“, entschied ich und öffnete das Programm. „Wird Wrex nicht gefallen, wenn wir nicht an Omega andocken“, lachte ich, als sich ein wenig Erleichterung breit machte.

„Er wird’s überstehen“, war Steve überzeugt und wandte sich ab, um sich auf den Weg zum Fahrstuhl zu machen.

„Wird er wohl“, murmelte ich zufrieden, und öffnete die schiffsweite Intercom. „Joker hier. Liz hat sich gemeldet und wartet auf Abholung“, sagte ich durch und wappnete mich innerlich auf den Ansturm.



Perspektivenwechsel: Elizabeth Adrienne Ryan, Staff Lieutenant der Allianz


„Halten Sie jetzt vielleicht endlich mal die Klappe?“, fragte ich müde, und ließ meinen Kopf gegen die Stahlwand hinter mir sinken. Mein Implantat fand das nicht so super, aber da konnte ich ihm auch nicht helfen.

„Es ist doch im Interesse der Allianz, wenn ich Ihnen alles mitteile, was ich weiß?“, erwiderte der General amüsiert.

„Sparen Sie sich das für Ihre Anhörung“, erwiderte ich knapp und schloss die Augen. Petrovsky war an den Stuhl gefesselt, und drei von Brays Männern waren mit uns im Raum, um ihn im Blick zu halten.

Ich musste mir keine Sorgen um einen Fluchtversuch machen.

„Lieutenant, benötigen Sie medizinische Versorgung?“, fragte Bray, als er das Quartierzimmer betrat.

„Nicht nötig, reicht völlig auf der Normandy“, lehnte ich ab, und stemmte meine Augen auf. „Aber danke. Auch fürs Ausfliegen“, nickte ich aufrichtig, bevor ich mich wieder gegen die Wand sinken ließ.

Arias flammende Ansprache hallte durch meinen Kopf.

Sie hatte keinen Moment gezögert, um das Wort zu ergreifen.

Der Söldner, der den Sturmschützen am Bein an mir vorbeigezogen hatte, marschierte wieder umher.

Der Commander tauchte auf.

„So kann ich dich doch nicht mit aufs Schiff nehmen! Die reißen mir den Kopf ab!“, hörte ich seine Stimme.

„Ich sehe immer so aus! Tun Sie nicht so!“, erwiderte ich beleidigt und sah zu Blasto, um seine Zustimmung zu finden.

„Allerdings, Commander! Sie als Spectre-Kamerad sollten das wissen!“, nickte die Qualle.

„Lieutenant, wir docken in wenigen Minuten an der Normandy an“, sprach Shepard, und ich sah ihn verwirrt an, als ich plötzlich geschüttelt wurde.



„Lieutenant?“, fragte Bray, der mich mit seinen vier Augen musterte. Ich erschrak, und stand schneller auf, als mir das gut tat.

„Glotzen Sie nicht so! Ich bin nicht den ganzen Kampf lang nur auf meinem weißen Uniformarsch gehockt!“, fuhr ich den grinsenden Petrovsky an. „Danke, Bray. Wir machen uns bereit“, nickte ich und streckte mich vorsichtig. Ein grausam klingendes Knacken verzog mein Gesicht zu einer Grimasse, und ich beeilte mich, mir nichts anmerken zu lassen. Etwas grob zog ich Petrovsky auf die Beine.

Wie lange hatte ich geschlafen, zum Teufel?!



Perspektivenwechsel: John Sullivan Shepard, Staff Commander der Allianz


Niemand betritt das Schiff! Ich gehe doch auch nur in die Luftschleuse!“, stellte ich klar, als mein halbes Bodenteam in voller Ausrüstung vor mir stand.

„Woher wollen wir wissen, dass sie Liz wirklich dabei haben? Wer solls denn aus denen rausprügeln, wo sie sie verstecken?!“, fuhr Wrex mich mit gezogener Schrotflinte an.

„Natürlich haben sie sich an Bord, wo sollte sie sonst sein?“, wollte ich von dem Kroganer wissen, doch ich wusste, dass er nicht das größte Problem war. Ein gewisser Turianer und ein verschossener Lieutenant würden sich noch viel weniger davon abhalten lassen, das Schiff zu verlassen.

„Commander, ich habe gerade Meldung von dem Schiff bekommen, wir können andocken“, meldete sich Joker, und Garrus räusperte sich mandibelzuckend, bevor er sich vor der Luftschleuse breit machte.

„Zurück auf deinen Platz, Vakarian!“, befahl ich und warf James einen drohenden Blick zu, als er ebenfalls einen Schritt machen wollte. „Reißt euch zusammen“, fauchte ich, als ein kleiner Ruck durch die Normandy ging und ich den Türsensor drückte.



Perspektivenwechsel: Elizabeth Adrienne Ryan, Staff Lieutenant der Allianz


„Sie gehen voran!“, fuhr ich Petrovsky an, als wir die ausgefahrene Luftschleuse betraten, die die Verbindung zur Normandy herstellte. Langsam humpelte ich hinter dem General her, als sich auf der anderen Seite ebenfalls die Tür öffnete. „Commander, Oleg Petrovsky“, stellte ich ihn knapp vor, und deutete auf den Cerberusoffizier, ohne mich zu zeigen. „Petrovsky, das ist Commander Shepard“, fuhr ich fort und knurrte leise, als er sich nicht weiterbewegte.

„General“, nickte Shepard, als ich einen ausgestreckten Finger in den weiß-uniformierten Rücken rammte.

„Bewegen Sie Ihren Arsch, oder ich werde echt sauer“, drohte ich mickrig, als er endlich ein paar Schritte vorwärts machte. Ich erhaschte einen Blick auf den Commander, und er wirkte ein wenig skeptisch. Gut, ich nutzte den General als menschlichen Schutzschild, und konnte mich unter dem Vorwand, ihn voranzuschieben, an seiner Schulter fest halten, aber…

„Commander. Eine Ehre, Sie persönlich kennenzulernen. Der Lieutenant wollte mir meine ehrliche Anerkennung nicht so recht glauben, aber seien Sie sich versichert, dass ich Talent erkenne und wertschätze“, sprach Petrovsky. Das kurze Zucken seines rechten Arms signalisierte mir, dass er ihm wohl gern die Hand geschüttelt hätte, aber dank der Tech-Handschellen wurde ihm der Versuch zunichte gemacht.

„Das glaube ich Ihnen sofort. Wir haben ein Quartierzimmer für Sie, bis wir einen Transport auf die Beine stellen können“, sprach John ruhig, und schloss eine Hand um den Arm des Generals, um ihn nach vorne zu ziehen. Nur ein eiliger, geistesgegenwärtiger Schritt und ein schneller Griff mit seiner zweiten Hand hielten mich davon ab, den Boden zu küssen.

„Sie können mir doch nicht meine Stütze nehmen“, murmelte ich erschöpft, als er mich unzufrieden musterte.

„Dir ist klar, dass ich dich so nicht mit auf die Normandy nehmen kann? Die reißen mir den Kopf ab…“, kommentierte er mein Äußeres. Für einen Moment erkannte ich Sorge in seinem Blick, die jedoch wieder verschwand, als Petrovsky ihn musterte.

„Ach was, ich leg mich für ein paar Stunden hin und schlaf' das weg, bis Tuchanka bin ich wieder voll auf der Höhe“, versprach ich und richtete mich wieder auf. „Hier! Ich hab Ihnen ein Schachbrett mitgebracht“, lenkte ich ab, und drückte ihm das Holzbrett in die Hand, damit er mich losließ. Mir war klar, dass ich alles andere als backfrisch aussah. Aber da konnte ich nach einer solchen Mission auch nichts mehr dafür.

„Und die Unterstützung?“, wollte er wissen, ohne viel Interesse an dem Schachbrett zu zeigen.

„Steht hier alles drauf, gehen wir es in Ihrer Kabine durch?“, fragte ich und hoffte, dass er zusagte. Neben dem Fahrstuhl vor seiner Kabine gab es einen Wartungsschacht, über den ich zu meinem Quartier kam, um die Krankenstation zu umgehen. So konnte ich in aller Ruhe meine Rüstung ablegen und den Schaden begutachten, den die Mission auf mir hinterlassen hatte.

„Wohl eher auf der Krankenstation“, erwiderte Shepard kopfschüttelnd.

„Ich steh auf beiden Beinen. Stellen Sie sich nicht so an“, forderte ich ihn auf und holte zu einem freundschaftlichen Schulterklaps aus, den ich gleich darauf mit einem schwankenden Schritt ausgleichen musste. Shepard rollte die Augen, bevor er mir einen Arm um den Rücken legte.

„Ich spüre die grauen Barthaare wachsen“, murmelte er, schob Petrovsky auf die Tür zu und aktivierte den Türsensor mit seiner Stiefelspitze.


Stille.

Absolute Ruhe, die Shepard sofort ausnutzte.

„James, bring Petrovsky in sein Quartier. Die Handschellen bleiben dran. Garrus, aus dem Weg. Wrex, weg mit der Schrotflinte. Ich bespreche mich mit Liz in Ruhe“, befahl er eindringlich, und drückte dem Kalifornier den General gegen die Brust.

„Loco, das kann…“, fing er an und griff nach meinem Arm, als Shepard mich unnachgiebig weiterzog.

„Doch, das kann!“, fuhr er ihn an, und ich fühlte mich fast schlecht. Aber nur fast.

Alles hier war vertraut.

Der Geruch.

Die Gesichter, die mir entgegen sahen.

Hier war ich sicher.

„Commander, vielleicht ist 'n Besuch bei Karin doch keine schlechte Idee…“, murmelte ich leise, bevor mir die Kraft ausging und ich mich an seinen gepanzerten Oberarm klammern musste, als meine Beine ihren Dienst versagten.

„Du und deine vermaledeiten Ohnmachtsanfälle! Einmal will ich dich durch die Tür kommen sehen, ohne dass du mir zusammenklappst!“, fuhr er mich an, und warf mich schneller über seine Schulter, als ich ihm widersprechen konnte.

Ich gab auf.

Ignorierte die Blicke.

Schloss die Augen.

Gab den Kampf auf.

Ich hatte es geschafft.

War wieder zu Hause.

Jetzt konnte mir nichts mehr passieren…
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