Torbr II - Die Rückkehr der Askuldarn (Alt/Abgebrochen)

von Torbr
GeschichteAbenteuer, Fantasy / P12
25.12.2013
15.02.2018
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Sooooooo, ja ihr seht richtig. Ich habe es endlich geschafft und bin aus der Versenkung zurück. ^^
Warum es allerdings so lange gedauert hat, ist so kompliziert und ausführlich das ich nicht näher darauf eingehen mag, nur so viel: Es hatte mit Festplattenverlust, gebrochenen Knochen und noch vielem mehr zu tun.

Aber um meine Leidensgechichte zu hören seit ihr ja nicht hier ;)
Also hier ist mein Weihnachtsgeschenk an euch: Solange mein Urlaub läuft (Mitte Januar) gibt es jeden Tag ein Kapitel, begonnen heute mit diesem hier.
Deswegen spann ich euch auch nicht lange auf die Folter.

Viel vergnügen =)


„Stirb Dämon! Du wirst niemals an uns vorbei –“, schrie der Soldat Dolleth entgegen, die ihm jedoch mitten im Satz den Kopf abschlug und sich zu den restlichen Männern umdrehte. „Sonst noch jemand, der seinen Mut unter Beweis stellen will?“ Die Soldaten schluckten und wichen hastig vor der Kämpferin zurück, die gerade durch die Festungsmauer gebrochen war. Hinter ihr kamen Saphira, Eragon und Arya über die Reste der Mauer geklettert und führten die Hauptstreitmacht der Varden mit sich. „Mir nach, für die Varden!“, brüllte Eragon und stürmte mit hoch erhobenem Schwert auf die zurückweichenden Soldaten zu. „Für die Varden!“, brüllten die Freiheitskämpfer und klopften wie wild mit den Waffen auf ihre Schilde, was ein furchteinflößendes Getöse ergab.

Dolleth breitete ihre Arme wie zu einer Umarmung aus und kreischte dann so laut, das Eragon es sich verkneifen musste die Ohren zuzuhalten. Die Rüstung und beide Schwerter verschwanden in ihrem Körper und innerhalb eines kleinen Augenblicks hatte Nidhogg Dolleths Körper verwandelt. Einige der imperialen Soldaten schrien vor Angst laut auf und einer der Hauptmänner brüllte: „Bo-Bogenschützen! Tötet es, tötet diesen Dämon!“ Ein wahrer Pfeilregen ging über der Kriegerin nieder, wobei Eragon und Arya schnell aus der Reichweite der Salve herausspringen mussten, um nicht aufgespießt zu werden. Ein grausames Lächeln legte sich auf das Gesicht der Askuldarn als die Pfeile sie erreichten und einige nicht an ihrem harten Schuppenpanzer abprallten, sondern sich tief in ihr Fleisch bohrten. Jubel drang von den Zinnen der Burg, als Dolleth sich vornüber neigte und sich nicht mehr regte.

Ein Zischen in der Luft ließ die Bogenschützen allerdings sofort verstummen. Einer der Männer gab ein Gurgeln von sich, als ein vier Fuß langer Pfeil aus seinem Brustkorb ragte. Verwirrt versuchten die Übrigen den Schützen ausfindig zu machen, doch da fiel auch schon ein weiterer Mann getroffen von den Zinnen in den Burghof hinunter. Eragon lächelte grimmig. Er wusste, dass Londir mit seinem Bogen auf der äußersten Stadtmauer stand und seine Pfeile mit Magie ins Ziel lenkte. ‘Für euch ist es zu spät, ihr hättet euch ergeben sollen, als wir es euch angeboten hatten‘, dachte er und stürzte zusammen mit Arya Dolleth hinterher, die mittlerweile die Farce ihres Todes abgelegt hatte und nun die Reihen der imperialen Soldaten niedermähte. Saphira hingegen hatte auf der anderen Seite des Burghofes einen kleinen Trupp Soldaten alleine gestellt und badete sie in ihrem blauen Feuer. Zu Eragons Überraschung teilten sich die Flammen jedoch kurz vor den Männern auf und brannten harmlos an ihnen vorbei. Irgendwo im Turm vor ihnen befand sich also ein feindlicher Magier. Saphira ließ ihre Kiefer zusammenschnappen, wodurch die Flammen erloschen. Stattdessen hieb sie nun mit ihrer Pranke tiefe Schneisen in den Trupp und zerfetzte die chancenlosen Soldaten mit ihrem Schwanz, Klauen und Zähnen.

Dicht hinter Eragon befanden sich Bloedhgarm und die restlichen elf Elfen, deren Aufgabe es war, den Reiter und seinen Drachen zu beschützen. Sie warfen einige aufmerksame Blicke hinüber zu Saphira, aber die Drachendame hatte keinerlei Probleme die Soldaten zu erledigen. Ein schmerzerfülltes Geschrei auf der Mauer über ihnen lies alle Männer im Umkreis aufhorchen und sie blickten nach oben. Auch Eragon und Arya, die gerade damit beschäftigt gewesen waren, eine Gruppe Lanzenträger zu bekämpfen, hielten inne und blickten nach oben. Offenbar hatte Londir einen seiner Pfeile mit einem Eiszauber versehen, der beim Aufprall lauter kleine Eissplitter entstehen ließ, welche sich in umstehende Soldaten gebohrt hatten. Dies wäre an sich keine so große Verletzung gewesen, im Gegensatz zu einem normalen Pfeil allerdings hatten die Eissplitter einen unangenehmen Nebeneffekt. Überall dort, wo die Männer getroffen worden waren, bildeten sich große Eiskristalle und Eragon lief es kalt den Rücken herunter, als er einige Soldaten bemerkte, die sich blutende Arm- oder Beinstümpfe hielten.

„Die Körperteile gefrieren und zerbrechen, sobald man sie berührt“ stellte Arya fest. „Eine grausame Art zu töten“, erwiderte der Reiter und wandte sich wieder den Lanzenträgern zu, die immer noch fassungslos ihre verstümmelten Kameraden anstarrten. Brisingr pfiff durch die Luft und durchtrennte Rüstungen und Knochen ohne Probleme. Innerhalb weniger Sekunden lagen sämtliche Soldaten vor ihm auf dem Boden und regten sich nicht mehr.

Er warf Arya einen auffordernden Blick zu. Sie lächelte und wandte sich einer Gruppe fliehender Soldaten zu. Eragon warf einen Blick über die ganze Szenerie. Vor ihm kümmerte sich Arya gerade um ein paar Soldaten, etwas weiter dahinter pflügte sich Dolleth mit ihren Klauen durch die Reihen des Imperiums. Am Mauerdruchbruch konnte er Roran und Tarhald erkennen, die wild mit den Armen umher fuchtelten und Befehle brüllten, und ganz am anderen Ende des Platzes stand Saphira auf den Leichen der von ihr getöteten Soldaten und knurrte die vor ihr zurückweichende Gruppe Soldaten auffordernd an. Er bemerkte auch immer wieder einen Pfeil, der einen der Bogenschützen auf der Mauer traf und konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, da die Männer vergeblich versuchten, sich hinter einigen herumstehenden Kisten und anderen Gegenständen in Sicherheit zu bringen, doch Londir ließ seine Pfeile allerlei mögliche Kunststückchen in der Luft vollbringen, um sie doch zu treffen. Eragon beobachtete, wie ein Pfeil zunächst weit über die Köpfe der Bogenschützen ging, einmal um den Turm herum flog und dann zielgenau einen der Schützen traf, der so kühn gewesen war, einen Schuss auf Saphira abzufeuern. Er nahm sich vor den Askuldarn nach der Schlacht danach zu befragen, es könnte sich noch als nützlich erweisen auf dem langen Weg der Varden nach Urubaen.

Ein lautes Poltern und Rasseln holte ihn aus seinen Gedanken zurück und er schaute angespannt auf das große mit Eisenstreben verstärkte Tor des Turms, welches sich langsam öffnete. Weißer Rauch qualmte aus dem klaffenden Eingang hervor und alle Köpfe auf dem Platz wandten sich dem Spektakel zu. Einige der Männer, die sich in unmittelbarer Nähe des Tores befanden, wandten sich stark hustend und nach Luft schnappend ab, doch Eragon widmete seine Aufmerksamkeit etwas anderem. Ein zunächst leises, dann immer lauter werdendes Geräusch. Wie Metall das auf Stein geschlagen wird. Immer lauter, immer schneller.

Plötzlich brach ein Pferd mit Reiter im Sattel aus dem Rauch hervor und hielt in vollem Galopp auf Saphira zu. In der Hand des Mannes befand sich eine große Lanze, die grünlich schimmerte und mit Widerhaken besetzt war. Sie schien nicht aus gewöhnlichem Material zu bestehen und etwas Unheimliches umgab die Waffe. ‘Ich kann Saphira nicht rechtzeitig erreichen‘, schoss es Eragon durch den Kopf und versuchte hastig nach dem Geist des Mannes zu tasten. Zu seinem Entsetzen befand sich eine makellose Barrikade rund um dessen Gedanken. Der Magier im Turm musste den Mann schützen, doch leider hatte Eragon nicht die Zeit sich zuerst um den Magier und danach noch um den Reiter zu kümmern, also versuchte er es mit einem Zauber. Er ging mehrere Worte in der alten Sprache durch, die das Pferd zum Stehen bringen würden, holte tief Luft und wollte gerade damit beginnen die Magie zu wirken, als die Elfen hinter ihm bereits ihren eigenen Zauber durchführten. Er verstand nicht genau, was sie sangen, allerdings war die Auswirkung kaum zu übersehen. Der gepflasterte Boden zerfloss, als wäre er aus Wasser, schlang sich um den Rumpf und den Hals des Pferdes und brachte das Pferd zum Fall. Der Reiter, im Klaren drüber, dass er gestoppt worden war, holte weit mit seinem Arm aus und warf, während das Pferd sich nach vorne überschlug, die Lanze auf Saphira zu.

Die Drachendame hatte sich in der Zwischenzeit halb aufgerichtet und die Pranke erhoben, um den Reiter selbst zu stoppen. Ihr blieb nicht genug Zeit, um aus der Flugbahn der Lanze zu springen, also versuchte sie die Waffe mit einem Schlag abzuwehren. Wie zu Eis erstarrt war Eragon verdammt dazu, mit anzusehen, wie Saphira die Lanze nur leicht traf und damit ihre Flugbahn geringfügig änderte. Jedoch nicht weit genug, um sie zu verfehlen, sodass sie sie etwas unterhalb der rechten Schulter traf und sich tief ins Fleisch bohrte.

Brennender Schmerz schoss Eragon durch die Brust und brennender Zorn durchflutete seinen Geist. Er nahm all seine Energie zusammen, die er besaß, selbst den Vorrat in Aren und schickte sich an, den Reiter mit dieser geballten Macht ins Jenseits zu befördern, doch Londir kam ihm zuvor. Der Askuldarn kam vom Himmel herunter gefallen, vor Wut laut brüllend, und zerteilte den Reiter mitsamt Pferd in zwei Hälften, indem er seinen gewaltigen Zweihänder über den Kopf schwang. Fast gleichzeitig drang ein lautes „NEIN!“ aus einem der Turmfenster, gefolgt von einer großen Explosion, die riesige Stücke Mauerwerk umherfliegen ließ. Die Brocken zermalmten einige Varden und imperiale Soldaten auf dem Hof, doch Eragon dachte nur noch an eine Sache. Wie ging es Saphira? Er eilte, gefolgt von den Elfen, hinüber zu seiner Gefährtin, die wimmernd auf der Seite lag. Sein Herz raste, als er endlich bei ihr ankam und sich auf die Knie warf, um näher bei ihrem Kopf zu sein. Sein Blick viel auf die grün schimmernde Waffe und die Wunde, die sie gerissen hatte. Sein Atem setzte aus, als er eine schwarze Flüssigkeit bemerkte, die aus der Wunde tropfte.

„Die Waffe, sie muss vergiftet gewesen sein“, rief er den Elfen zu, die sich alle bis auf Arya, die neben ihm kniete, an der Wunde versammelt hatten. „Nicht vergiftet - verzaubert“, knurrte Bloedhgarm, während er die Flüssigkeit prüfend zwischen seinen Fingern zerrieb. „Verzaubert? Aber die Waffe, was-“, meinte Eragon verwirrt, doch Arya fiel ihm ins Wort. „Das ist ein Dauthdaert, eine Waffe, geschmiedet um nur einen Zweck zu erfüllen: Drachen zu töten.“ „Ein Dauthdaert? Mir ist es momentan egal, was für eine Waffe das ist, wichtig ist nur: Könnt ihr Saphira helfen?“, erwiderte Eragon, dem mittlerweile jegliche Farbe aus dem Gesicht gewichen war, da Saphira nichts mehr tat, außer keuchend aus- und einzuatmen. Er konnte ihren Geist nicht erreichen und durch das Band zwischen ihm und ihr konnte er nur die unvorstellbaren Schmerzen spüren, die Saphira hatte. „Es – es tut mir Leid, Drachentöter, aber wir können nichts gegen diese uralte Magie ausrichten. Es gibt keinerlei Aufzeichnungen mehr darüber, mit was diese Waffen verzaubert wurden und herausziehen können wir den Dauthdaert auch nicht, da er gegen jegliche uns bekannte Magie immun ist. Wir – ich –“, antwortete Wyrden, einer der ältesten Elfen der Garde. Seine Stimme klang den Tränen nahe.

Londir und Dolleth, mittlerweile wieder sie selbst, traten zu Eragon hinüber und Londir legte ihm die Hand auf die Schulter. „Es tut mir so unendlich leid, Eragon. Ich erinnere mich zwar an den Dauthdaert, aber leider nicht an mehr als den Namen. Wenn ich versuche mich zu erinnern, ist es so, als würde ich es schaffen, doch bevor es gelingt, vergeht alles und ich starte wieder nur mit dem Namen. Nar‘sho! Ich verfluche den Tag, an dem mein Gedächtnis verzaubert wurde! Es gibt nur einen einzigen Mann, den ich kenne, der Saphira noch retten kann.“
‘Torbr!‘, schoss es Eragon durch den Kopf und er wischte sich die Tränen aus den Augen.

Er zog den Ring vom Finger, den ihm der Askuldarn vor ihrem Abschied gegeben hatte, und hielt ihn sich zitternd vor dem Mund und sagte gleichzeitig laut und im Geiste: „Torbr, wir brauchen deine Hilfe.“ Zunächst geschah nichts, dann, als Eragon die Prozedur gerade aus Verzweiflung wiederholen wollte, begann der Ring blau zu leuchten und auch der Saphir, der auf Saphiras Brust angebracht war, leuchtetet in azurblau. Dann gab es einen gewaltigen Knall, gefolgt von einer starken Druckwelle, die über sie hinwegfegte und einige Varden davon stieß.

Eragon spürte es zuerst, bevor er es sah. Eine wohltuende Wärme breitete sich in ihm aus, beruhigte ihn und umgab ihn mit einem starken Gefühl von Hoffnung, welches die Wut und Verzweiflung hinwegfegte wie ein Sturm. Ein Lächeln erfasste Eragon und Freudentränen rannen ihm über die Wangen, als er keine fünfzig Fuß von ihm entfernt den Mann erblickte, der Saphira retten konnte.

Torbr war gekommen.

Er war groß, größer noch als er es beim Abschied gewesen war. Die Rüstung schimmerte wie poliertes Silber und besaß keine bedrohlichen Dornen mehr. Der Helm umfasste den gesamten Kopf und war entfernt als Krone zu erkennen, allerdings konnte Eragon Torbrs verbliebenes Auge nicht hinter den Sehschlitzen ausmachen. An der Hüfte trug er in einer reichverzierten Scheide sein Schwert und das gigantische Schild hatte er sich über den schweren, schwarzen Umhang auf den Rücken geschnallt. Er sah schlicht und ergreifend respekteinflößend aus und vor allem das Wappen, welches auf seinem Brustpanzer prangte, stach ins Auge. Zwei weiß gekreuzte Schwerter vor einem schwarzen Schild, um die sich ein weißer Blütenstängel rankte, der in einer weißen Lilie endete, die zwischen den beiden Schwertgriffen ruhte.

Torbr drehte den Kopf von links nach rechts, bis er Eragon, Saphira und die anderen erblickte und schritt dann langsam auf sie zu. Bei jedem seiner Schritte bebte der Boden ein wenig. Dann blieb er vor der Gruppe stehen, senkte ein Knie und sagte mit einer tiefen, ruhigen Bassstimme: „Du hast gerufen, ich habe gehört. Ar’nun le Eragon, Saphira und ihr alle. Es ist schön und gleichzeitig nicht, euch wiederzusehen. Um ehrlich zu sein hatte ich gehofft, dass ihr meine Hilfe nicht benötigt, denn es ist nie gut, auf etwas zu hoffen, das anderen Leid zufügt.“ „Torbr“, brachte Eragon nur keuchend hervor und der Askuldarn nickte. Dann wandte er sich Saphira zu und berührte sanft die Wunde, aus der mittlerweile die schwarze Substanz regelrecht wie ein Bach hervorquoll.

„Ich verstehe. Eigentlich hatte ich vor, dies unter festlicheren Umständen zu tun, allerdings bleibt mir keine Wahl. Dolleth, Londir. Macht euch bereit, wieder diejenigen zu werden, die ihr einst ward. Es ist keine... angenehme Erfahrung.“ Er langte in einen Beutel, der an seiner Hüfte befestigt war, und zog einen menschenkopfgroßen Kristall heraus, der ein orangenes Leuchten ausstrahlte. Als Londir und Dolleth nickten, zermalmte er den Kristall in seiner Hand und die beiden gingen laut keuchend, stöhnend und sich windend zu Boden. Das Ganze hielt etliche Sekunden an, bis schließlich zunächst Dolleth und danach Londir wieder zur Ruhe kamen. „Willkommen zurück, meine alten Freunde, doch wir haben keine Zeit für ausladende Diskussionen. Du musst dich um Saphira kümmern, Londir, nachdem ich und Dolleth den Dauthdaert herausgezogen haben“, erklärte Torbr und wieder nickten die beiden nur, doch jetzt strahlten sie etwas aus, das Eragon nicht bestimmen konnte. Der Magier kniete sich zur Wunde hinunter und die beiden anderen umfassten den Schaft der Waffe mit festem Griff.

„Tretet etwas zurück, sie wird vermutlich um sich schlagen, wenn wir den Dauthdaert herausziehen“, sagte Londir, der nun wesentlich ruhiger, dafür aber umso leiser sprach als zuvor. Die Elfen und Eragon traten einige Schritte zurück und beobachteten das Ganze mit starker Anspannung.  „Auf drei. Eins. Zwei. Drei!“, meinte Torbr und ein ekelerregendes, schmatzendes Geräusch ertönte, als sie die Lanze mit roher Kraft herauszogen. Gleichzeitig erwachte die bis dahin ruhig da liegende Drachendame zu neuem Leben und schlug lauthals brüllend, fauchend und kratzend um sich. Ihr Schwanz erwischte Torbr am Kopf, der jedoch zuckte nicht einmal. Sobald die Waffe entfernt worden war, presste Londir beide Hände auf die Wunde und begann Worte in einer Sprache zu murmeln, die Eragon nicht verstand. Doch die Wirkung war kaum zu übersehen. Die schwarze Flüssigkeit verebbte, Saphiras Atem wurde wieder ruhiger und gleichmäßiger und sie schaffte es sogar, wieder ihren Hals zu den drei Askuldarn umzudrehen und ihnen zuzublinzeln.

Torbr, der sich den Dauthdaert kurz angesehen hatte und noch immer in der Hand hielt, drehte sich, nach einem Nicken zu Saphira, um und hielt den Elfen den Speer mit der noch bluttriefenden Spitze voran entgegen und meinte mit unverkennbarer Wut in der Stimme: „Nun zu euch, Spitzohren. Was hat das hier zu bedeuten?“



So das wars auch schon für heute. Ich hoffe es hat euch gefallen, bitte hinterlasst doch ein kurzes Review. Ich bin immer für konstruktive Kritik zu haben =)

lg Torbr/Tobi
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