Jedem, was er verdient…

von - Leela -
GeschichteAbenteuer / P12
Apparitia Brat-A-Rat GB Mysteria Prime Evil Tracy
25.12.2013
25.12.2013
3
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Diese Geschichte basiert auf dem Drabble Nr. 15 aus »A Drabbleful Christmastime«.


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Tasha saß am Fenster vom Ghostkommando auf dem Fensterbrett und sah von dort aus nachdenklich in’s Büro. „Sagt mal, kriegt der Weihnachtsmann eigentlich auch etwas?“
      „Bitte?“ fragte Jake konsterniert nach.
      „Na, Weihnachtsgeschenke!“ spezifizierte sie.
      „Wie kommst du da gerade drauf?“ fragte Jake.
      „Na, er verteilt ja immer Geschenke, aber wünscht er sich eigentlich auch selbst etwas zu Weihnachten?“ meinte sie mit einer hilflosen Geste.
      „Vielleicht, daß er schnell mit der Arbeit fertig ist!“ lachte Eddy.
      „Sehr witzig! Nein, mal ernsthaft, hat der Weihnachtsmann je selbst etwas zu Weihnachten bekommen?“ An ihrer Tonlage konnten die Jungs ablesen, daß ihr das Thema sehr ernst war.
      Die Jungs sahen erst sie, dann sich gegenseitig ratlos an.
      „Keine Ahnung.“ meinte Tracy.
      Tasha sprang von der Fensterbank. „Ich finde, wir sollten das ändern!“ erklärte sie entschieden. „Wir nehmen die ganzen Geschenke wie selbstverständlich, aber keiner verliert auch nur einen Gedanken darüber, mit wieviel Arbeit und Einsatz der Weihnachtsmann all die Geschenke verteilt, ohne eine Gegenleitung einzufordern. Es wird Zeit, daß er auch mal etwas zurückbekommt, was ihm zeigt, daß jemand auch an ihn denkt, und daß es seine Mühe wert ist!“
      „Tasha hat Recht!“ stimmte Eddy zu.
      „Die Idee hat was!“ warf nun auch Jake ein.
      Gerade als sie darüber sprachen, materialisierte Futura im Büro. Das lenkte erst einmal den allgemeinen Fokus wieder von der Idee ab, und sie wurde innig von Jake begrüßt, ebenso von Eddy und Tracy.
      Tasha hielt sich etwas im Hintergrund und wartete ab. Sie begrüßte Futura ebenfalls herzlich, aber auch gleich mit einer anschließenden Erwartung an die Jungs, die sich auf das vorangegangene Thema bezog.
      Zwar reagierten Jake, Eddy und Tracy nicht gleich darauf, sondern frönten noch ihrer Freude über die Anwesenheit ihrer Freundin aus der Zukunft, aber dafür brachte Futura das Thema wieder in die richtige Richtung, als sie fragte: „Na, worüber unterhaltet ihr euch gerade?“
      „Tasha hatte gerade eine interessante Idee!“ erzählte Eddy, und erntete einen dankbaren Blick von seiner Freundin. Das waren die Momente, in denen sie ihn küssen konnte – einmal extra zu dem normalen Pensum dazu.
      „Okay, und worum geht es dabei?“ fragte Futura neugierig.
      „Ich habe mir überlegt, daß wir dem Weihnachtsmann doch etwas zu Weihnachten schenken könnten!“ erklärte Tasha.
      „Oh, ich finde, das ist eine großartige Idee!“ stimmte Futura sofort zu.
      „Aber was macht man da am besten…?“ überlegte Eddy.
      „Tja, wenn der Weihnachtsmann einen Wunschzettel hätte…“ frotzelte Jake.
      „Wie macht der Weihnachtsmann das überhaupt?“ fragte Eddy.
      „Na, der sammelt die Briefe mit den Listen und arbeitet sie ab!“ meinte Jake.
      „Etwas persönliches!“ warf Tracy ein.
      „Tracy hat Recht! Es gibt nichts passenderes, was wir machen könnten, als ihm etwas richtig persönliches zu schenken!“ stimmte Futura zu.
      „Gut, das klärt aber immer noch nicht die Frage, was?“ warf Eddy hilflos ein.
      Nachdenkliche Stille setzte im Büro des Ghostkommandos ein.
      „Brainstorming!“ schlug Tracy vor und organisierte eine Flipchart und einen Stift, stellte sich davor und wartete auf Vorschläge.
      „Hm, einen Dematerialisator brauchen wir ihm wohl nicht zu schenken!“ meinte Jake.
      Futura grinste. „Ich hätte da eine Idee! Tracy, das wäre eine schöne Aufgabe für dich! Wie wäre es mit einem rentiergezogenen Modell vom Ghostbuggy?“
      Eddy lachte. „Na, super! Wenn GB das sieht, fühlt er sich gleich um Jahre älter, weil es ihm das Gefühl gibt, er kann sich nicht mehr aus eigener Kraft fortbewegen!“
      „War ja auch erst mal nur eine Idee!“ verteidigte sich Futura.
      Tracy nahm die Idee auch gleich auf und begann, eine Zeichnung darüber anzufertigen.
      Tasha war ebenfalls schon völlig begeistert bei der Sache und kam zu ihnen herüber. „Wie wäre es, wenn wir den Rentieren tatsächlich kleine Dematerialisatoren umhängen?“
      „Hm, kann man daraus nicht so kleine gefüllte Süßigkeitenbehälter machen, und jedesmal, wenn man den Dematerialisator abfeuert, bekommt man einen Sahnebonbon, oder so etwas?“ fragte Eddy.
      Während Tracy alle Ideen aufnahm und in Zeichnungen verarbeitete, sah Jake fassungslos zu den anderen herüber. „Kann es sein, daß gerade etwas eure Phantasie mit euch durchgeht?“
      „Hast du denn eine Idee?“ fragte Tasha.
      „Ja, habe ich!“ triumphierte er.
      „Na, dann raus damit!“ forderte Futura.
      „Du kannst heutzutage schon Christbaumkugeln mit eigenen Motiven herstellen lassen.“ erklärte Jake. „Der Weihnachtsmann wird sicher einen großen Baum bei sich da irgendwo stehen haben. Wie wäre es, wenn wir einen Satz Kugeln mit Bildern von uns für ihn machen lassen? Mit den Ghostbuggies, und vielleicht dem Skelevision und der ShockClock undsoweiter!“
      „Hey, zähle zu dem »undsoweiter« auch ich?“ fragte Ansabone.
      „Ja, sicher!“ antwortete Jake, was das Skelefon beruhigte. „Alles, was den Kugeln eine persönliche Note von uns gibt!“
      „Hey, das ist auch eine nette Idee!“ stimmte Eddy zu.
      Tracy klappte bereits eine neue Seite auf der Flipchart auf, um die neue Idee aufzumalen.
      „Okay, was noch? Hast du auch eine Idee, Tracy?“ fragte Tasha.
      Tracy hob den Daumen und begann von neuem zu zeichnen.
      Die vier anderen verfolgten seine Malerei gespannt.
      „Habt ihr eine Ahnung, was das werden soll?“ fragte Futura.
      „Sieht aus, wie das Skelevision!“ riet Eddy in’s Blaue.
      Tracy hob erneut den Daumen.
      „Du willst unser Skelevision an den Weihnachtsmann verschenken?“ fragte Jake verblüfft.
      Hinter sich vernahmen sie einen erstickten Laut, der darauf hindeutete, daß gerade ein Schock durch die Schaltkreise des Skelevisions gefahren war.
      Tracy bedeutete ihnen mit einer Geste, abzuwarten und führte die Zeichnung weiter.
      „Ah!“ meinte Tasha plötzlich. „Ich glaube, ich weiß es! Er möchte ein Modell vom Skelevision nachbauen und daraus einen Bilderrahmen mit wechselnden Bildern machen!“
      Tracy hob erneut den Daumen.
      „Einen digitalen Bilderrahmen?“ fragte Futura.
      „Oki Doki!“ Tracy grinste gewinnend.
      „Mit Bildern von uns und aus dem Ghostkommando!“ ergänzte Jake. „Auch nicht schlecht!“
      „Vielleicht können wir dann sogar einen Film drehen und den Weihnachtsmann persönlich grüßen!“ fuhr Eddy den Gedanken euphorisch fort.
      Tracy nahm auch diese Idee auf und malte sie auf die Seite mit seiner Bilderrahmenidee.
      „Ich hätte da noch eine Idee!“ verkündete Futura und drehte sich zu Jake um. „Das wäre dann aber schon sehr persönlich!“
      Zuerst schaltete Jake nicht, und sah sie verständnislos an.
      „Eine Ghostbuster-Boxershorts vielleicht?“ riet Eddy in’s Blaue.
      Während Tracy sich berufen fühle, auch den Vorschlag auf die Flipchart zu malen, erklärte Futura: „Ich meinte eigentlich etwas poetisches!“
      In dem Moment verstand Jake und errötete verlegen.
      „Ja, meinst du, du kannst einen Gedichtband mit Versen über Weihnachten für den Weihnachtsmann schreiben?“ fragte Tasha, als sie verstand, worauf Futura hinauswollte.
      „Ähem…“ Jake räusperte sich leicht. „Da habe ich jetzt gar nicht mehr genug Zeit für, und unter Druck wird das nichts!“
      „Schade…“ meinte Tasha, und Tracy unterbrach betrübt seine aktuelle Zeichnung auf der Flipchart. „Das wäre etwas wirklich schönes gewesen!“ bemerkte Tasha.
      Jake sah gedankenvoll vor sich in den Raum. „Aber vielleicht kann ich ja trotzdem etwas damit machen. Es muß ja nicht gleich ein ganzer Gedichtband werden!“ meinte er.
      Eddy schaute sich Tracys Malereien an und sinnierte nachdenklich: „Jetzt haben wir so viele Ideen, und trotzdem noch nichts konkretes, was man daraus machen kann.“
      „Ja, es sind so viele kleine Bausteine!“ stimmte Futura zu.
      Ein wenig ratlose Stille senkte sich im Büro herab, in der jeder sich Gedanken machte, was man aus den einzelnen Ideen machen konnte.
      „Ich hab’s!“ sagte Tasha plötzlich. „Wie wäre es, wenn wir einfach eine Kiste zusammenstellen, und da schlicht ein paar persönliche Dinge reinlegen?“ meinte sie. Sie fing Jakes Blick auf. „Ein paar Verse von dir, vielleicht ein Gemälde von Eddy, eine Ghostbuster-Boxershorts, ein Modell vom Ghostbuggy… All solche Kleinigkeiten, nett verpackt!“
      „Du meinst, so eine Art »Ghostbuster-Überlebenspaket«?“ grinste Eddy.
      „Wenn du es so nennen willst, ja!“ bestätigte sie. „Dann brauchen wir nicht großartig um ein Geschenk zu überlegen, sondern lassen uns einfach viele verschiedene kleine einfallen, die wir einfach zu einem Geschenk zusammenpacken!“
      „Das ist es!“ stimmten die anderen zu.
      Jake sah Tracy an. „Besorgst du eine Kiste?“
      „Oki Doki!“ sagte der Gorilla sofort zu.
      In dem Moment brach die pure Hektik aus. Die Idee war besiegelt, und alle machten sich sofort an die Arbeit.

Prime Evil betrachtete die Szene derweil an seinem Bonetroller. „So! Diese Ghostpfuscher wollen also dem Weihnachtsmann ein persönliches Geschenk machen! Dem Knallkopf, der nicht einmal in der Lage ist, mir eine kleine Tüte Kartoffelchips mitzubringen!“
      „Aber Boss, du hast doch den Zeitkollabator, die Energiepeitsche und den Weltenzerstörer bekommen, die du dir gewünscht hast!“ wandte Bratarat ein.
      „Ach!“ Prime Evil machte eine wegwischende Handbewegung. „Spielereien! Nicht mehr! Auf die Tüte Kartoffelchips habe ich mich wirklich gefreut!“
      Bratarat sah seinem Meister ein wenig verunsichert hinterher, als der sich ruppig umdrehte und in die Halle schwebte. „Und was hast du jetzt vor?“ fragte er, als er Prime Evil folgte.
      „Ich werde es zu verhindern wissen, daß der Weihnachtsmann ein Geschenk von den Ghostheinis bekommt!“ grollte Prime Evil. „Koste es, was es wolle!“
      „Aber, was willst du denn dagegen tun, Boss?“ fragte Bratarat mit einer hilflosen Geste.
      Prime Evil blieb stehen und legte den Zeigefinder an den Mund. Seine Augen verengten sich. „Genau das ist die Frage! Welches wäre die beste Methode, damit der Plan, den Plan der Ghostheinis zu vereiteln auch mit absoluter Sicherheit gelingt? Laß uns mal überlegen, wie der Ablauf sein wird! Also, die Ghostbuster legen all diese kleinen widerwärtigen Nettigkeiten in die Box. Dann wird die Box wiederum gut verschlossen und in dieses ekelhaft fröhliche Geschenkpapier verpackt. Anschließend muß das Geschenk am Nordpol, in der Domäne des Weihnachtsmannes ausgeliefert werden. Dies wird mit Sicherheit GB übernehmen, entweder mit Tracy, oder mit dem ganzen Team!“
      „Eventuell wird es aber auch von 8y ausgeliefert!“ wandte Bratarat ein.
      Prime Evil drehte sich unwirsch um, so daß die Ratte zurückschreckte. „Es ist doch ganz egal, welches dieser vermaledeiten Autos das Paket ausliefert!“
      „Ich wollt’s ja auch nur angemerkt haben…“ bemerkte Bratarat kleinlaut.
      Prime Evil ignorierte ihn aber bereits wieder, in seine eigenen wütenden Gedanken versunken. „Ich muß verhindern, daß GB - oder 8y - sein Ziel erreicht!“ In Gedanken ging er durch, welche Geister ihm zur Verfügung standen. „Ich werde auf mehrere Strategien zurückgreifen!“ überlegte er leise vor sich hin. „Ich verlasse mich nicht auf eine! Nicht diesmal, nicht hier, nicht bei diesem Auftrag!“
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