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Happy very merry Christmas (One-shot)

OneshotFamilie, Freundschaft / P6 / Gen
Ritsu Tainaka Tsumugi Kotobuki Yui Hirasawa
18.12.2013
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"Flug von Tokio nach Sydney wegen ungünstiger Wetterlage gestrichen.”, las Tsumugi Kotobuki tonlos und seufzte. Wieso musste das gerade heute passieren? Gerade am Heiligabend? Eigentlich hatte das blonde Mädchen mit ihren Eltern die Woche nach Weihnachten und auch Silvester in Australien verbringen wollen, doch daraus wurde jetzt wohl nichts. Heute, am vierundzwanzigsten Dezember, hätten sie los fliegen wollen, um am fünften Januar wieder zu kommen. “Mugi-chan?”, wendete Frau Kotobuki sich nun an ihre Tochter. “Wir fahren wieder nach Hause. Komm.” Tsumugi nickte. Etwas traurig war sie nun schon, denn sie hatte sich schon auf Weihnachten in Australien gefreut, aber sie konnte ja nichts tun. Tsumugis Vater rief bei einem Butler der Familie Kotobuki an, der versicherte eine Limousine zum Flughafen zu schicken. Draußen begann es zu schneien. Etwas niedergeschlagen schaute die Blonde zu, wie der Schnee leise und lautlos hinab fiel.

“Yui-chan, es schneit!" Schnell winkte Ui Hirasawa ihre Schwester Yui ans Fenster im Wohnzimmer. Die Ältere kam schnell herbei gelaufen, um ebenfalls den frischen Schnee zu bestaunen. “Weiße Weihnachten.”, sagte Yui. “Im letzten Jahr gab es erst im Januar Schnee.”, erinnerte Ui sich. “Stimmt.” Ihre Schwester nickte kaum merklich. Nun gingen beide vom Fenster weg und Yui wollte wissen: “Ui, brauchst du noch was? Tee oder so?” - “Nein. Alles in Ordnung.”, kam es von der Jüngeren. Yui begab sich wieder in die Küche, wo bereits die Plätzchen im Ofen warteten. Es war ungewöhnlich, das Yui etwas in der Küche erledigte, aber sie hatte ja keine Wahl. Ui, die ja sich sonst immer um alles kümmerte, hatte sich am gestrigen Tag den Fuß verstaucht und konnte deshalb nicht kochen oder backen. Deswegen blieb in diesem Jahr alles an der älteren Schwester hängen. Ui blieb nur übrig, vom Wohnzimmer aus Yui Tipps und Ratschläge zuzurufen und zu hoffen, dass ihre Schwester es nicht vermasselte. Beide Mädchen hätten es sicher hilfreich gefunden, wenn ihre Eltern da gewesen wären, aber die wollten Weihnachten ja wie fast jedes Jahr zu zweit verbringen.

Eilig suchte Ritsu Tainaka in ihrer Jackentasche nach dem Schlüssel zum Haus ihrer Familie. “Wo hab ich den nur hin?”, fragte sie sich. Sie kam gerade aus der Stadt wieder, in der sie noch Geschenke hatte besorgen wollen. Morgen, am ersten Weihnachtsfeiertag, sollte nämlich die Weihnachtsfeier des Popmusikklubs stattfinden, und ihr war vor einer guten Stunde eingefallen, dass sie noch nichts für die anderen gekauft hatte. Glücklicherweise hatten die Läden am Heiligabend ja noch auf, weshalb sie gemütlich durch die Straßen laufen konnte und für Yui, Mio und Azusa Geschenke kaufen konnte. Das Geschenk für Tsumugi würde Ritsu erst nach Weihnachten kaufen, da sie es ihr eh erst geben konnte, wenn die Keyboarderin aus Australien zurück war. Und das hatte ja noch Zeit. Nun suchte Ritsu schon panisch nach dem Schlüssel, den sie aber nirgends finden konnte. Bei sich selbst zu Hause zu klingeln, war sinnlos, da ihre Eltern und ihr Bruder heute zu Verwandten eingeladen waren. Ritsu hätte auch mitkommen können, aber sie hatte abgesagt, da sie ja die Geschenke kaufen musste. “Mist!”, dachte die Braunhaarige. Entweder hatte sie den Schlüssel verloren oder er lag im Haus, in das sie ja nicht rein kam. Ihre Familie würde erst so um 17.00 Uhr zurückkommen, so dass sie zu Hause noch Zeit für das Weihnachtsessen und die Bescherung hatten. Ritsu warf einen Blick auf ihre Armbanduhr. Noch zwei Stunden. Ihr blieb nichts anderes übrig, als diese zwei Stunden vor der Tür zu warten. Sie seufzte. Ritsus Weihnachten war gelaufen.

“Aua! Heiß!”, drang es aus der Küche ins Wohnzimmer der Hirasawas. “Yui?”, fragte Ui besorgt. “Geht’s dir gut?” Keine Antwort. Als Ui nun auch noch bemerkte, das es verbrannt roch, war sie sicher dass die Weihnachtsgans ihrer Schwester angebrannt war. “Ähm… Also ich glaub, die Gans kann man nicht mehr essen.”, kam es von Yui. Es war hoffnungslos, Yui irgendwas backen oder kochen zu lassen. Mit so was kam die Gitarristin einfach nicht klar. Die Plätzchen von vorhin waren ja auch ungenießbar, weil Yui Zucker und Salz verwechselt hatte. “Ach manno.”, klagte die Braunhaarige in der Küche. “Ich würde die ja helfen, Schwesterlein.”, meinte Ui mitleidig. “Aber ich kann doch nicht gut laufen.” - “Ich weiß. Deshalb schreibe ich jetzt auch Mugi-chan und Ri-chan.” Die Jüngere wunderte sich nun. “Wieso?”, fragte sie irritiert. “Na ja, Ri-chan kann ja kochen. Als wir mal zu Hause bei ihr waren, hat sie Abendessen gemacht und das war ober-lecker. Ich dachte mir, sie kann mir vielleicht mit Kochen helfen.”, erklärte Yui ihrer Schwester und schrieb dabei schon eine SMS an beide. “Und warum Tsumugi-san?”, wollte Ui wissen. “Sie kann mir ja beim Backen helfen.” - “Aber Yui. Tsumugi-san ist doch im Urlaub und Ritsu-san möchte Weihnachten sicher mit ihrer Familie verbringen.” Doch da hatte die Gitarristin die Nachricht schon gesendet.

Eine fröhliche Melodie, die Tsumugis Klingelton war, drang durch die Limousine der Kotobukis, in der Tsumugi mit ihren Eltern und dem Fahrer saß. Die Blonde nahm ihr Handy aus der Tasche ihres Wintermantels und sah, dass sie eine Nachricht von Yui hatte. Schnell überflog sie die Nachricht und bat den Fahrer: “Könnten Sie mich zu Hause bei den Hirasawas absetzen?” - “Ja, natürlich, Fräulein Tsumugi.”, war die Antwort. Tsumugi sagte dem Fahrer die Adresse von Yui und er versprach, sie dorthin zu bringen.

Es war ziemlich kalt und mittlerweile war aus dem sanften Schnee von vorhin eiskalter Regen geworden. Ritsu saß auf den Treppenstufen des Hauses und verfluchte in den Gedanken diesen doofen Schlüssel, der Schuld an ihrer Situation war. Da vibrierte Ritsus Handy. Sie las schnell eine SMS von Yui und musste dabei grinsen. Sie konnte sich richtig vorstellen, wie Yui in der Küche nichts auf die Reihe bekam. Weil Ritsu ja eh nichts Besseres zu tun hatte, lief sie eilig zu dem Haus von Yui. Als sie dort ankam, stand eine Person vor der Haustür und klingelte gerade. Als Ritsu näher auf sie zukam, sah sie, dass es Tsumugi war. “Hallo Ri-chan! Was machst du denn hier?” - “Das Gleiche könnte ich dich fragen.”, sagte Ritsu grinsend. Tsumugi wollte gerade antworten, als die Tür von Yui geöffnet wurde. “Oh, hallo.”, meinte die Gitarristin. “Irgendwie riecht’s hier verbrannt.”, bemerkte Ritsu. Yui erklärte: “Mittlerweile riecht es im ganzen Haus so.” Die drei gingen in das Wohnzimmer. Als Tsumugi fragte, wie sie Yui denn helfen könnte, erklärte sie: “Na ja, könntet ihr vielleicht kochen und backen für mich? Ich krieg das nicht hin und Ui hat sich den Fuß verstaucht.” Yui wurde etwas rot, weil es ihr peinlich war, dass ihre zwei Freundinnen deshalb extra vorbei kommen mussten. Die Blonde lächelte sanft und ging sofort in die Küche, um sich an die Arbeit zu machen. Ritsu sagte zu Yui: “Du bist einfach so wie immer, Yui. Sei froh, dass ich heute eh nur zu Hause warten konnte, sonst hätte ich nämlich nicht kommen können.” - “Häh? Zu Hause warten? Wieso musstest du das denn?”, fragte Yui verwundert. Ritsu erklärte, dass sie ja ihren Schlüssel nicht gefunden hatte und Yui musste etwas lachen. “Die Aktion könnte ja glatt von mir sein!”, kicherte die Gitarristin. Als Ritsu und Tsumugi Yui nun in der Küche halfen, kam Yui eine Idee. “Wie wär’s wenn wir unsere Weihnachtsfeier morgen vorverlegen und ich Azu-miau und Mio-chan auch Bescheid sage? Dann wären wir alle hier.” Tsumugi grinste etwas. “Das wäre toll”, sagte sie. Schnell schrieb Yui Azusa und Mio eine SMS und kurz darauf standen die beiden schwarzhaarigen Mädchen auch schon vor der Tür. Yui bittete Azusa und Mio gerade herein, als Mugi und Ritsu auch schon das Essen servieren konnten. “Lasst mich mitfeiern!”, drang da plötzlich eine Stimme hinter den Mädchen. “Ach, hey Sawa-chan!”, begrüßte Ritsu lässig die Lehrerin, die mal wieder aus dem Nichts aufgetaucht war.
So wurde es, obwohl es für Yui, Tsumugi und Ritsu so schien, als wäre dieses Jahr Weihnachten gelaufen, eine schöne Weihnachtsfeier. “Meri Kurisumasu!”, sagte Yui feierlich, als sie ihr Glas Saft hob, um mit den anderen anzustoßen. “Auf Weihnachten!”
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