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Lifeline

von Andoblade
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Azusa Nakano Mio Akiyama Ritsu Tainaka Tsumugi Kotobuki
17.12.2013
19.11.2014
13
19.291
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Dieses Kapitel
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17.12.2013 1.566
 
„Ich weiß ja noch ob das ganze so gut funktionieren wird…“, murmelte Kazu nach etwa einer halben Stunde als nur er und Ryo in einem Raum waren. „Warte es erst mal ab. Bis jetzt gehen sie sich gut aus dem Weg und ich glaube, dass sie das auch den Rest der Zeit hinbekommen“, sagte Ryo und glaube auch das was er sagte. Die beiden standen in der Küche und hatten einen Guten Blick in das Wohnzimmer in dem sich die drei Mädchen befanden. Auf dem Sofa saßen Mio und Ritsu, die sich über irgendwas zu unterhalten schienen. Auf dem Sessel auf der rechten Seite des Sofa’s saß Rika. Sie blickte aus dem Fenster und sah leicht genervt aus. „Weiß sie nicht, dass wir auch gut ohne sie auskamen?“, hörte Ryo nun Kazu sagen. Ryo musste grinsen. Kazu hatte ja recht, aber irgendwie war er auch auf eine komische Art glücklich darüber. Er mochte sie und hatte sie auch irgendwie sehr vermisst. Das konnte er nicht unterdrücken nur hinter seinem Sunnyboy grinsen verstecken, wie er es immer tat. Er blickte nun langsam zu Kazu und sah nachdenklich aus. „Hast du was?“, wollte dieser direkt wissen. „Nein. Ich überlege nur was wir heute Abend machen sollen“, erklärte der ältere seine Gedanken. „Ah verstehe. Wir hatten zwar gesagt, dass wir übers Wochenende bei dir bleiben, aber genaueres war nicht geplant. Jetzt stellst du genau diese Frage. Was machen wir mit diesem Abend. Wir könnten raus gehen…“, meinte Kazu dann langsam und überlegte wo genau man gehen könnte. „Ja vielleicht hast du ja recht. Mal sehen was wir so erleben, wenn wir einfach so raus gehen….“, sagte Ryo langsam und ging nun langsam ins Wohnzimmer. „Ah da bist du ja. Hab mich schon gefragt ob du mich hier die ganze Zeit allein lassen willst. Ich mein du weißt, dass ich dein Gast bin. Da wäre es unhöflich mich die ganze Zeit allein zu lassen“, sagte Rika nun schnell und war schon aufgestanden und auf dem Weg zu ihm. „Ihr beide habt mir gefehlt….aber du mir mehr Ryo“, fügte sie hinzu. Ryo wirkte verwirrt. Das kannte er nicht von ihr und verstand nicht ganz. „Ich will mich ja nicht einmischen, aber erinnerst du dich was du bei der ersten Begegnung mit Ryo? Falls nicht kann ich es dir gerne noch einmal ins Gedächtnis rufen. ‚So ein dämlicher Lackaffe. Sieht ja jetzt schon geliftet aus. Ist doch einfach widerlich. Diese ekelhafte Grinsefresse macht ein auf Strahlemann, auf Hyperfreundlich und Zuckersüß. Das reinste Brechmittel.‘ “, sagte Kazu schnell und zitierte ihren ersten Satz, den sie über Ryo sagte. Dabei verschränkte er die Arme vor der Brust um dies zu verdeutlichen.

Die Worte zu hören, die sie selbst gesagt hatte ließ Rika in der Bewegung erfrieren. Dies hielt einige Sekunden lang an, aber als dann Ryo das Wort ergriff blieb sie auf der Stelle stehen und blickte zu Boden. „Kazu hat schon reicht. Du warst nie so nett zu mir. Fang also auch nicht an so zu tun als hätte sich was geändert. Zwischen uns ist es genauso wie bevor du gegangen bist. Nur damit das klar ist. Du kannst deine Schauspielkünste wieder einpacken. Ich hab dich nicht hier aufgenommen, damit du mir was vorspielst. Sei einfach du selbst….“, sagte er ganz ruhig, aber sein Blick war ernst. Rika bemerkte dies nicht, doch sie verstand was er meinte und nickte. „Gut Sunnyboy. Genug geschauspielert….wie du meinst.“, sagte sie und grinste nun etwas fies. „Und jetzt raus mit der Sprache. Was willst du hier?“, fragte Kazu nun wieder dazwischen. Rika würdigte Kazu nicht eines Blickes und schien auch nicht wirklich antworten zu wollen. Sie ging nun weiter auf Ryo zu und blieb genau vor ihm stehen. „Vergiss nicht was du mir so oft schon klar machen wolltest“, sagte Rika kalt und schritt nun an dem Braunhaarigen vorbei. Dabei rempelte sie Kazu leicht an der Schulter an. Es war nicht geplant, aber es war ihr auch egal. „Rika….wie immer….“, meinte Kazu locker, der das von ihr kannte. „Soll sie ruhig wieder gehen“, mischte sich Ritsu nun wieder ein. „Nein“, sagte Ryo ernst und blieb so stehen. „Wir werden gleich gehen. Macht ihr euch bitte schon mal fertig?“, fügte er noch hinzu. „Verstanden…“, sagte Mio schnell, stand auf und lief zu ihrer Jacke. Ritsu hingegen blieb sitzen und war leicht genervt von der ganzen Situation. „Was soll das ganze eigentlich? Ich dachte wir wollten ein Wochenende zu viert machen, doch nun ist diese Furie da. Sie wird das ganze hier total ruinieren. Das sag ich dir in der Hoffnung, dass du sie wegschickst“, sprach Ritsu ihre Gedanken ehrlich aus. „Du solltest wegen so etwas nicht mit mir diskutieren…“, merkte Ryo an und drehte sich langsam weg. Kazu blickte zu seinem besten Freund und konnte diesen nicht ganz verstehen, aber im Endeffekt war es ja auch Ryo’s Entscheidung.

Einige Minuten später waren alle fünf aus dem Haus und sie schwiegen. Sie hatten alle Jacken an, da es langsam kälter wurde und sie sich nicht erkälten wollten. Die Sonne stand schon tief und würde bald untergehen. „Wohin?“, brach Kazu mit seiner Frage die Stille. „Mir nach“, sagte Ryo, der irgendwie komisch wirkte. Die vier schienen das zu bemerken, doch sprachen sie es nicht an. Ryo ging vor und die sie folgten ihm. Sein Tempo war ziemlich hoch. Er wollte irgendwo hin und das in ganz kurzer Zeit. Mio und Ritsu mussten fast rennen um mit Ryo, Kazu und Rika mithalten zu können. Es wurde immer schwerer für sie, da der weg nun langsam auch bergauf ging. „Nicht so schnell….“, keuchte Ritsu und blieb kurz stehen. „Wenn du es verpassen willst….“, meinte Ryo nur trocken und wurde nicht langsamer. Ritsu atmete erschöpft und blickte den anderen vieren hinterher. Sie seufze und rannte los um die anderen nicht zu verlieren. „Nicht so langsam“, sagte Rika kühl als Ritsu endlich zu den anderen aufgeschlossen hatte. Ryo schüttelte nur den Kopf, aber sagte nichts. Kazu merkte ihm an, dass es ihm gar nicht gefiel, wenn die beiden Mädchen stritten. Als sie angeblich oben angekommen waren brauchte Ritsu erst mal eine Pause. Sie wirkte erleichtert darüber es geschafft zu haben, doch dann sah sie, dass es noch weiter ging auf einen weiteren Berg auf dem Berg. Sie sank auf die Knie und seufzte. „Warum?“, sagte die Braunhaarige und blickte zu Ryo, der mit dem Rücken zu ihr stand. Nachdem sie gefragt hatte ging er weiter. Mio hielt ihrer besten Freundin eine Hand hin um ihr aufzuhelfen. „Komm. Es ist nicht mehr weit“, sagte die Schwarzhaarige schnell um Ritsu zu ermutigen. Missmutig griff sie nach der Hand und ließ sich aufhelfen. Gemeinsam gingen sie den Weg um den Berg, der nach oben führte. Oben angekommen war die Sonne fast schon untergegangen. „Gerade rechtzeitig…“, merkte Ryo an, während er sich auf die Wiese setzte und in die Richtung des Sonnenuntergangs guckte.

Erschöpft ließ Ritsu sich nun einfach neben Ryo fallen und blickte zuerst einmal nur in den Himmel. Kazu setzte sich etwas abseits der anderen und blickte genau so in die Richtung in die auch Ryo blickte. Nach einigen Sekunden bemerkte der Braunhaarige wie Mio sich vorsichtig neben ihn setzte. Da er so abseits saß hatte sie Angst, dass sie nicht erwünscht wäre, doch das war nicht der Fall. Zu zweit blickten sie auf den Sonnenuntergang. Rika, die nur mit dem Kopf schüttelte musste nun lachen. „So viel Romantik hätte ich dir gar nicht zugetraut“, sagte sie und setzte sich neben ihn. „Tja du traust mir vieles nicht zu….erinnerst du dich?“, fragte Ryo grinsen und sein Blick blieb auf die Sonne auf dem Horizont gebannt. „Vielleicht hab ich dich ja doch unterschätzt…“, sagte Rika und sie wirkte ihre Schale für einige Sekunden abgelegt zu haben. „Tja…“, sagte Ryo nur grinsend. „Und wie du das hast“, mischte Ritsu sich nun ein und wirkte wieder ziemlich angefressen. „Du kennst unseren Sunnyboy noch nicht so lang wie ich. Wenn ich du wäre würde ich mich da raus halten“, kam es nun extrem kalt von dem Mädchen mit den hochgesteckten, orangenen Haaren. „Ach… ist das so?“, fragte Ritsu nun schnell. „Ja“, antwortete Rika schnell. Die Sonne ging langsam unter und Ryo seufzte, stand auf und ging einige Schritte weg. „Was ist denn?“, wollte Ritsu schnell wissen, doch sein Blick ließ sie leicht zurückschrecken. Ihm gefiel es so gar nicht, dass sie sich ankeiften und das nur wegen ihm. „Am besten hört ihr mal auf zu Streiten….“, sagte Mio nun, die das Ganze auch nicht mehr mit anhören konnte. Sie hatte sich in der Zwischenzeit leicht an Kazu gelehnt und blickte nun zu den beiden Mädchen, die es nicht unterlassen konnten sich zu streiten. „Es macht einfach keinen Spaß so….“, murmelte Ryo ernst. „Dann musst du sie rauswerfen und alles wird gut!“, sagte Ritsu nun kleinlaut. „Ach muss er das?“, fragte Rika nun und blickte zu Ryo, der sichtlich mit sich am Kämpfen war. „Ritsu…ich glaube wir sollte das Ganze hier beenden. Das Ganze Wochenende. Es tut mir unglaublich Leid, aber ich kann das nicht…“, sagte Ryo und ging nun langsam den Weg wieder nach unten. „Alles deine Schuld“, meckerte Ritsu, die aufsprang. „Ich würd sagen es liegt an euch Beiden“, sagte Kazu nun ernst und nahm Mio mit. Gemeinsam folgten sie Ryo. Rika, die nicht allein mit Ritsu sein wollte stand auch auf und ging schweigend fort, während Ritsu dort stehen blieb.
 
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