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Anything You Like

OneshotLiebesgeschichte / P12 Slash
Jackson "Sonny" Kiriakis William "Will" Horton
17.12.2013
17.12.2013
1
3.048
 
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Dieses Kapitel
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17.12.2013 3.048
 
Ein weiterer übersetzter WilSon-OS, den ich sehr süß finde. Ich würde mich über Reviews sehr freuen. <3

Autor: wilsonstories

Link zur Original-FF: https://www.fanfiction.net/s/9584894/1/Anything-you-like

Disclaimer: Die Figuren der Serie "Days of our Lives" gehören den verantwortlichen Produzenten, Ted Corday und Betty Corday, bzw. dem US-Fernsehsender NBC. Weder ich noch der Originalautor dieser FF, wilsonstories, verdienen Geld mit dieser Geschichte.
Der Originalautor, wilsonstories, hat sich mit einer Übersetzung meinerseits, Mozambique, einverstanden erklärt.

Gelaber der Übersetzerin: Auch hier gilt wieder: Dies ist keine komplett autorisierte Übersetzung, jedoch größtenteils. Ich habe mich bemüht, dass es nicht zu "deutsch" klingt. ;-)

Wer die Storyline der zwei Schnuckels sehen möchte, kann sie auf Youtube finden:
Auf http://www.youtube.com/user/willandsonny (Hier gibt es die Story bis Anfang 2012) und auf http://www.youtube.com/user/477mrfixit/videos (Hier läuft die Story von Anfang 2012 bis heute)

Freddie Smith (Sonny) und Chandler Massey (Will bis Ende 2013) bzw. Guy Wilson (Will ab 2014) haben eine wunderbare Chemie miteinander, und ihre Storyline ist meiner Meinung nach nie langweilig gewesen.


So... jetzt aber viel Spaß mit "Anything You Like"!

* * *



Anything You Like
von wilsonstories

Übersetzung von Mozambique



- - - - -



Will’s POV

Ich höre, wie sich die Tür zu unserer Wohnung öffnet, und das vertraute Geräusch der Schlüssel, die auf den Tisch geworfen werden. Mein Herz macht einen Hüpfer und ich lächle plötzlich. Ich höre auf, die Spaghetti-Sauce umzurühren und fliege förmlich in die Arme meines Freundes.

„Hey. Willkommen zuhause.“

Ein sanfter, süßer Kuss und eine enge Umarmung.

„Hey. Rieche ich da Spaghetti?“

„Ja, tust du. Und ich habe sie selbst gemacht, also genieße es gefälligst.“

Er lächelt und ich weiß bereits, was jetzt kommt.

„Tut mir leid, aber ich habe immer noch nicht das Paella vergessen, das du letzte Woche gemacht hast. Ich begegne deinen Kochkünsten deswegen noch mit gesunder Skepsis, Baby.“

Vielleicht sollte ich mich angegriffen fühlen, aber ich kann ihm nicht mal Vorwürfe machen. Das Paella war eine Katastrophe und wir hatten stattdessen letztendlich Cornflakes gegessen. Und davon mal abgesehen – so lange er so lächelt, darf er alles sagen, was er will. Dieses Lächeln ist mein persönlicher Sonnenschein, mein Grund, morgens aufzustehen und das Einzige, was mich jederzeit aufheitern kann.

Er hebt den Deckel des Saucentopfes hoch und schnuppert an der Sauce.

„Das riecht sogar gut. Ich werde es versuchen.“

Ich gebe ihm zu verstehen, dass er am Küchentisch Platz nehmen soll, sodass ich das Abendessen servieren kann. Er lässt sich auf den nächsten Stuhl fallen und beginnt, mit der Tischdecke zu spielen. Ich stelle einen vollen Teller vor ihn und meinen direkt daneben, sodass wir nahe beieinander sitzen können.

„Also, wie war dein Tag im Coffee House?“

„Hektisch. Karen hat sich krank gemeldet und ich habe niemanden gefunden, der kurzfristig arbeiten konnte. Also habe ich, anstelle Inventur zu machen und Papierkram zu erledigen, Inventur gemacht, Papierkram erledigt und gleichzeitig bedient. Aber das ist schon in Ordnung, das Geschäft läuft, also beschwere ich mich nicht.“

Er lächelt mich wieder an und legt seine Hand auf meinen Oberschenkel.

„Was ist mit dir?“

„Oh, nichts Besonderes. Ich hab gelernt ... oh, und ich hab das Badezimmer geputzt!”

Ich sehe ihn erwartungsvoll an, auf ein süßes Kompliment wartend, aber stattdessen sehe ich ihn leicht zusammenzucken und seine Hand umschließt seine rechte Wange.

„Hey, was ist los?“

Er atmet tief durch und hebt eine Schulter, während er sagt: „Oh, alles okay. Was hast du gesagt?“

„Es ist alles okay, genau. Das sehe ich. Du bist zusammengezuckt, und das heißt, es ist nicht alles okay.“

Ich warte darauf, dass er mir antwortet, und er weiß, dass ich dies nicht auf sich beruhen lassen werde. Trotzdem versucht er abzulenken, indem er meine Spaghetti lobt, aber ich werde nicht lockerlassen. Als unsere Blicke sich treffen, wissen wir beide, dass ich gewonnen habe, und wir lächeln beide.

„Okay, mein Zahn tut ein bisschen weh, und wenn ich etwas heißes ... oder kaltes esse, wird es schlimmer. Aber ich bin sicher, das geht vorbei. Ich muss nur ein paar Tage vorsichtig sein.“

„Komm schon, Sonny, das klingt, als müsstest du zum Zahnarzt ...“

„Nein Will, das passt schon. Ich werde einfach für ein paar Tage mit meiner linken Seite essen. Es ist okay, mir geht’s gut. Lass uns nicht mehr darüber reden.“

„Das ist doch bescheuert, Sonny. Mach morgen einfach einen Termin.“

„Nein Will, ich brauch keinen Termin.“

„Warum weigerst du dich ...“

Ich stoppe mitten im Satz, schaue meinen Freund an und kann das Lächeln, das sich in mein Gesicht schleicht, nicht verstecken. Ich kann’s nicht glauben. Seit wir uns das erste Mal getroffen haben, dachte ich, Sonny wäre perfekt, nichts könne ihn aus der Ruhe bringen, nichts könne sein Selbstvertrauen zerstören; er hat nicht den Anschein gemacht, zu wissen, was Angst ist. Er war immer stark, hatte sich immer unter Kontrolle und war immer derjenige, an den ich mich anlehnen konnte, wenn ich es gebraucht habe. Aber jetzt sieht es so aus:

„Du hast Angst vorm Zahnarzt!“

Meine Hand ergreift seinen Unterarm und drückt ihn, während ich mich selbst wiederhole. Er zuckt mit den Schultern und versucht seinen Arm aus meinem Griff zu befreien.

„Das ist es nicht, Will. Ich finde es einfach zu voreilig, zum Zahnarzt zu gehen.“

Er schaut mir in die Augen und obwohl er versucht, es zu leugnen, weiß ich, dass ich recht habe, und ich bin sicher, dass er weiß, dass ich weiß, dass ich recht habe. Ich kann nicht anders, als ihn anzulächeln, und ich umschließe sein Gesicht mit meinen Händen. Ich lehne mich vor und küsse ihn sanft auf die Lippen. Er seufzt und schaut mir wieder in die Augen.

„Du denkst nicht, dass ich bescheuert bin? Oder kindisch? Oder einfach armselig?“

Das denke ich keinesfalls, und obwohl er das weiß, sieht er so aus, als müsste er das von mir hören. Ich entscheide, dass ein Kuss mehr sagen kann als tausend Worte, also lehne ich mich wieder nach vorne. Dieses Mal küsse ich ihn richtig und lecke sanft über seine Unterlippe. Er heißt mich willkommen und seine Arme gleiten in meinen Nacken, um mich näher heranzuziehen. Als wir etwas auf Abstand gehen, sind wir beide leicht außer Atem. Meine Hände befinden sich immer noch in seinem Haar und seine Arme liegen immer noch in meinem Nacken, als ich ihn necke.

„Du hast Angst vorm Zahnarzt!“

„Halt die Klappe.“

Ich stehe auf und gehe zum Tisch, wo er sein Handy hingelegt hat. Ich scrolle durch seine Kontakte und finde die Nummer seines Zahnarztes, die ich in mein Wirtschafts-Notizbuch schreibe, das offen auf dem Tisch liegt.

„Was machst du da?“

„Ich werde einen Termin für dich machen, Schatz. Zahnschmerzen sind scheußlich und ein Zahnarzt wird das wieder hinkriegen. Aber offensichtlich wirst du dort nicht anrufen, also mache ich das. Ich werde einen Termin für dich machen, ich werde dich begleiten, im Wartezimmer deine Hand halten, ich werde sogar mit dir ins Behandlungszimmer gehen und dort die ganze Zeit deine Hand halten. Und danach bekommst du ein Geschenk von mir. Alles, was du willst ...“

Er lächelt und wir beide wissen, an was er denkt.

„Alles, was ich will?“

„Alles ...“

Er kommt rüber zu mir und küsst mich auf die Wange.

„Danke, obwohl ich immer noch nicht hingehen will ... aber danke.“


* * *



Am nächsten Tag rufe ich beim Zahnarzt an und mache einen Termin für den folgenden Tag um 16 Uhr. Es ist Sonnys freier Tag, also kann er die Arbeit nicht als Ausrede, nicht hingehen zu müssen, nutzen. Ich lächle in mich hinein, als ich an unser Abendessen gestern denke. Ich bin immer noch überrascht, dass der Zahnarzt eine von Sonnys Schwächen ist, aber ich kann nicht anders, als es süß zu finden. Und da es erst drei Uhr nachmittags ist, werde ich Sonny die guten Nachrichten persönlich überbringen. Ich schnappe mir Schlüssel und Handy und fahre zum Coffee House.

Als ich reingehe, sehe ich Sonny hinter der Theke ein Paar mittleren Alters bedienen. Ich mag es, ihn anzuschauen, wenn er arbeitet. Er lächelt stets, jeder wird von seinem wunderschönen Lächeln und einem ‚Was kann ich Ihnen bringen?‘ begrüßt. Aber obwohl er heute lächelt, sieht es anders aus, ich kann ihm seine Schmerzen ansehen. Ich gehe rüber zur Theke und warte, bis das Paar mit seinem Kaffee weggeht. Seine Augen leuchten auf, als er mich sieht.

„Hey Baby, da bist du ja.“

„Ja. Alles okay?“

„Ja, mir geht’s gut.“

„Wie sind die Zahnschmerzen?“

„Das musstest du ja fragen.“

Ich lächle mitfühlend und ziehe ihn über die Theke zu mir, damit ich ihn küssen kann. Dann sage ich ihm, dass er am nächsten Tag den Termin hat, und er nickt: „Okay.“

Eine Weile ist er still, dann sieht er mich an.

„Du kommst mit, oder?“

„Natürlich, das habe ich doch gesagt, erinnerst du dich? Ich werde dich dort hinbringen und nicht von deiner Seite weichen, bis wir zuhause sind.“

Er nickt erneut und dreht sich um, um mir meinen üblichen schwarzen Kaffee zu machen. Ich setze mich an den Tisch neben der Theke und warte, bis er mit meinem Kaffee zu mir rüber kommt. Er stellt ihn vor mich und drückt meinen Nacken, während er mich auf die Wange küsst.

„Ich wünschte, ich könnte mich ein bisschen zu dir setzen, aber es ist viel los.“

„Das ist schon okay. So sehr ich es auch liebe, dich nah bei mir zu haben – so sehr genieße ich es, dich ab und zu aus der Ferne zu betrachten.“

Er lächelt und drückt noch einmal meinen Nacken, bevor er sich abwendet und zurück an die Arbeit geht.


* * *



Es ist eine Stunde vor Sonnys Termin und seine Ruhelosigkeit bringt mich dazu, ihn umarmen zu wollen. Er räumt die Küche auf, das Wohnzimmer, unser Schlafzimmer und wieder die Küche. Seine Augen wandern alle zehn Sekunden zur Uhr und er beißt schon so lange in seine Unterlippe, dass ich mir etwas Sorgen um diese mache.

„Sonny ...“

Er scheint mich nicht zu hören und fährt damit fort, den Tisch zum unzähligen Male sauber zu machen. Ich hätte nie gedacht, dass er so niedlich sein kann. Aber obwohl es so niedlich ist, will ich, dass er sich besser fühlt, also versuche ich es noch einmal.

„Sonny, Schatz ...“

„Ja?“

„Ich bin sicher, dass alles gut wird ... Du wirst nichts spüren ... und du kannst meine Hand drücken.“

Er lächelt ein bisschen, beißt aber sofort wieder in seine Unterlippe. Ich gehe zu ihm rüber, nehme ihm den Lappen aus der Hand und werfe ihn in die Spüle.

„Du bist mein Held, weißt du das?“

„Toller Held bin ich ...“

Ich umarme ihn fest und genieße das Gefühl, seinen Körper so nah an meinem zu spüren.

„Das bist du. Vergiss das niemals.“

Und dann beschließe ich, ihn an sein Geschenk zu erinnern und sehe ihn endlich richtig lächeln.

„Oh richtig, das hätte ich fast vergessen ... alles, was ich will, richtig?“

„Hmmm, alles.“

Ich schaue auf die Uhr und sehe, dass wir los müssen. Ich nehme meine Autoschlüssel und Hand in Hand gehen wir zu meinem Auto. Die Fahrt dauert 20 Minuten und ich versuche ihn abzulenken, indem ich Smalltalk betreibe. Aber seine Antworten sind kurz und er ist definitiv nicht in der Stimmung, also gehen mir irgendwann die Themen aus. Während ich nach etwas Neuem suche, dreht er sich plötzlich zu mir.

„Will, ich glaube, die Zahnschmerzen sind weg. Ich hab seit Stunden nichts gespürt. Ich denke, es ist alles okay.“

Die Hoffnung in seinen Augen ist liebenswert, und so gern ich auch mit ihm nach Hause fahren und den Zahnarztbesuch vergessen würde – ich muss mein Versprechen halten und ihm helfen. Also lächle ich ihn an und versuche, das Positive an der Sache zu sehen.

„Ich bin froh, dass du länger keine Zahnschmerzen hattest, Schatz.“

„Ich weiß, ich hab dir gesagt, dass es nicht schlimm ist. Können wir den Termin nicht einfach absagen?“

„Nein Baby, ich will, dass sich das ein Zahnarzt ansieht, nur um sicher zu gehen. Und wenn alles okay ist, dann brauchst du dir auch keine Sorgen zu machen.“

Ich schaue in sein Gesicht und sehe die Enttäuschung darin geschrieben. Er ist jetzt still, als ich mein Auto vor der Praxis parke. Wir sitzen einfach eine Weile dort und ich höre, dass er tief durchatmet. Ich drehe meinen Kopf und warte, bis er mich ansieht. Und als er es schließlich tut, erinnere ich ihn:

„Alles, was du willst ...“

Das Wartezimmer ist ziemlich voll und wir erfahren bald, dass der Zahnarzt spät dran ist. Es riecht, wie Zahnarztpraxen es nun mal tun, und die Zeitschriften auf dem Tisch sind nicht mehr aktuell. Die Stühle sind unbequem und sehr schwach hören wir das Geräusch eines tiefen Bohrers, der bei demjenigen verwendet wird, der gerade auf dem Zahnarztstuhl sitzt. Sonny ist ein bisschen blass und seine Hände spielen mit den Bändern an seiner Jacke. Ich nehme eine Hand in meine und er atmet tief durch. Wir sitzen einfach da und warten darauf, dass die Zahnarzthelferin rüberkommt und Sonnys Namen aufruft.

Eine goldig aussehende alte Dame, die gegenüber von uns sitzt, schaut auf unsere verbundenen Hände. Dann wandert ihr Blick höher und sie sieht uns an und lächelt. Sie wendet sich an mich:

„Passen Sie besser gut auf ihn auf.“

Ich lächle zurück und nicke zustimmend. Sie sieht Sonny an:

„Machen Sie sich keine Sorgen. Es wird schneller vorbei sein, als Sie denken.“

Sonny nickt, scheint aber nicht überzeugt zu sein. Ich drücke seine Hand und rutsche mit dem Stuhl zu ihm, sodass kein Platz mehr zwischen uns ist. Sonny scheint sich an mich lehnen zu wollen, doch dann dreht er sich zu mir.

„Du gehst mit mir da rein, oder?“

„Wenn du das willst ... ?“

„Ja.“

„Okay.“

„Jackson Kiriakis.“

Wir stehen gemeinsam auf, die Hand des anderen nicht loslassend. Die Zahnarzthelferin lächelt beruhigend und deutet uns an, ihr in einen Raum zu folgen, wo der Zahnarzt bereits auf uns wartet.

„Nehmen Sie bitte Platz, Jackson.“

Ich lasse seine Hand los, sodass er sich auf den Zahnarztstuhl setzen kann. Der Zahnarzt, ein netter Mann, der in den Fünfzigern sein muss, fragt, weshalb wir da sind, und Sonny erklärt seine Beschwerden, während er auf seine rechte Wange deutet. Der Stuhl wird in Bewegung gesetzt und das Licht zeigt direkt in Sonnys Mund. Ich stehe einfach da und sehe meinen wunderschönen und süßen Freund an, der nervös ist und Angst hat, während ein alter Mann in seinen Mund starrt. Und plötzlich denke ich daran, wie sehr ich diesen Mund liebe ... Wie sehr ich es liebe, ihn zu küssen, von flüchtigen zu tiefen, echten Küssen. Seine Lippen sind immer sanft und süß, sie geben mir das Gefühl, irgendwohin zu gehören, das Gefühl, geliebt und gewollt zu sein. Sonny zu küssen, ist etwas, das ich für den Rest meines Lebens tun möchte.

Es ist die Stimme des Zahnarztes, die mich aus meinem Tragtraum holt.

„Es stimmt, ich muss diesen Zahn behandeln, weil er an den Wurzeln entzündet ist. Ich werde Ihnen ein Narkotika geben, Sie werden es also nicht spüren.“

Sonny versucht mich anzuschauen, aber ich bin gerade nicht in seinem Blickfeld. Glücklicherweise sieht die Arzthelferin Sonnys fragende Augen und macht mir deutlich, mich neben den Stuhl zu stellen. Ich nehme Sonnys Hand und er umfasst sie fest. Die Arzthelferin lächelt und der Zahnarzt macht einfach weiter mit seiner Arbeit. Ich mag die Geräusche der Bohr- und Absauginstrumente nicht, aber für Sonny würde ich alles tun. Die ganze Behandlung dauert 20 Minuten, und endlich wird der Stuhl wieder in seine normale Position gebracht.

Wir danken dem Zahnarzt und seiner Arzthelferin und verlassen die Praxis in Richtung Auto. Sein Gesicht ist schief. Das Narkosemittel wirkt immer noch und betäubt die Hälfte seines Gesichts. Ich kann nicht anders, als zu lächeln, als er versucht mit mir zu reden und die Worte leicht undeutlich herauskommen. Er gibt auf und starrt einfach aus dem Autofenster, aber seine Hand drückt meine fest.

„Danke.“

„Keine Ursache, Schatz.“

Als wir nach Hause kommen, beschließt Sonny, ein Nickerchen zu machen, und ich fange an, mich um das Abendessen zu kümmern. Nach den Komplimenten für meine Spaghetti bin ich zuversichtlich, eine tolle Hühnersuppe machen zu können. Als Kind hat meine Mom mir immer Hühnersuppe gemacht, wenn ich krank war, und danach habe ich mich immer besser gefühlt. Hoffentlich wird Sonny das auch. Ich beginne das frische Gemüse zu schneiden und überzeuge mich davon, dass genug Huhn da ist, sodass wir uns nicht darum streiten müssen.

Als die Suppe fertig ist, gehe ich in unser Schlafzimmer und setze mich neben Sonny, der auf seiner linken Seite eingeschlafen ist. Sein Gesicht scheint wieder normal zu sein; das Narkosemittel muss nachgelassen haben. Ich könnte ihn einfach stundenlang ansehen, aber ich habe auch Hunger, also entschließe ich mich dazu, ihn trotzdem zu wecken.

Ich küsse ihn sanft auf die Wange und streichle seinen Arm.

„Sonny, das Abendessen ist fertig.“

Er bewegt sich, scheint aber nicht aufzuwachen. Also versuche ich es nochmals, mit einem Kuss auf die Lippen.

„Sonny ...“

Und ehe ich’s mich versehe, zieht er mich auf sich drauf, dann rollt er uns herum, sodass er auf mir liegt.

„Sonny, ich hab Abendessen gemacht.“

„Es riecht nach Suppe.“

„Stimmt, ich hab dir Hühnersuppe gemacht.“

„Weißt du, warum ich Suppe mag?“

„Warum?“

„Weil man sie auch sehr gut aufwärmen kann.“

Er drückt schwer auf meine Brust, aber es fühlt sich gut an, es fühlt sich an, wie Zuhause zu sein. Er lächelt mich an; sein wunderschönes Lächeln, dasjenige, was mich alles andere vergessen lässt. Ich lächle zurück und hebe meinen Kopf, um ihn zu küssen. Er erwidert es sofort und ich spüre, wie seine Zunge in meinen Mund gleitet. Seine Hand ist in meinem Haar und meine Arme befinden sich an seiner Taille. Als er den Kuss unterbricht, schaut er mir tief in die Augen.

„Alles, was ich will, richtig?“

„Aber Sonny, die Suppe ist fertig.“

„Das ist mir egal.“

Seine Lippen sind zurück auf meinen und das Denken fällt mir schwer. Ich lasse ihn mich küssen, mich berühren und mir süße Dinge ins Ohr flüstern. Er setzt sich auf und zieht sein Shirt über den Kopf. Ich schaue zu ihm auf und spüre, wie mein Zögern verschwindet. Meine Hände streicheln seine Brust und seine Arme und bleiben schließlich auf seinen Hüften liegen. Ich lächle.

„Alles, was du willst!“

THE END
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