~Advent-Special: Oh, die liebe Eifersucht lässt grüßen~

von AyuSofiii
KurzgeschichteRomanze, Familie / P16
Asahina Azusa Asahina Futo Asahina Kaname Asahina Natsume Asahina Tsubaki Asahina Yusuke
15.12.2013
15.12.2013
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Hallöchen ihr Lieben! :D
Hier wäre das dritte Special zum dritten Advent! ;D
Ich hoffe es wird euch gefallen und ich freue mich natürlich über Reviews mit ehrlicher Kritik. :D Egal, ob kurz oder lang. ;D
Falls ihr neue Leser/innen von mir seid, dann schaut doch mal bei meinen anderen Advent-Specials vorbei. :D
Vielleicht ist etwas dabei, was euch ebenfalls gefällt. ;)
Falls die Chara's unbewusst zu OOC geworden sind, entschuldige ich mich dafür schon jetzt. >.<  Es ist nämlich schwierig über dreizehn Brüder zu schreiben und diese wenigstens so gut es geht rein zur bringen. ._.
Aber ich will euch nicht damit verjagen, deswegen macht euch selber ein Bild von meinen OS und viel Spaß dabei. *Kekse verteil*
Liebste Grüßchen
Ayu-chan :3

P.S.: Auf meiner Facebookseite findet ihr immer aktuelle News zu meinen Storys -> https://www.facebook.com/AyusKreativesWeltchen?ref=hl  
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Oh, die liebe Eifersucht lässt grüßen

Es war ein verschneiter aber schöner  Wintertag, als ich endlich wieder in Japan mit dem Flieger ankam.  Ich hatte den Sommer über in meinem Heimatland Deutschland verbracht gehabt, um auch meine Familie und Freunde wieder zu sehen und mit ihnen Zeit zu verbringen.  Es war ein wunderschöner Sommer gewesen, dennoch vermisste ich Japan sehr.
Vor einem halben Jahr hatte ich einem Auslandsaustausch teilgenommen und ich wurde auch herzlich in meiner Gastfamilie empfangen. Es war zwar keine normale japanische Familie, dennoch war sie für mich wie eine zweite Familie und Heimat geworden. Umso mehr freute ich mich darauf alle wieder zu sehen.

„Nee-chan!“, hörte ich eine jungenhafte, aber eher kindliche Stimme hinter mir rufen, weswegen ich mich aus Reflex umdrehte und kurzer Hand hatte sich jemand mir um den Hals geschmissen gehabt. Es war mein jüngerer Gastbruder Wataru.  Er sah mich als ältere Schwester an und auch ich sah den Kleinen als eine Art jüngeren Bruder an.
„Hey, nicht so stürmisch, Wataru-kun, sonst erstickt sie uns noch“, vernahm ich nun eine weitere Stimme und der Kleinere ließ von mir ab, während er anfing zu schmollen: „Das stimmt doch gar nicht, Tsu-kun. Ich freu mich nur so sehr, Nee-chan, wieder zusehen und außerdem hab ich sie sehr vermisst.“
„Das haben wir alle“, tätschelte sein älterer Bruder ihm über seinen Kopf mit einem Lächeln auf den Lippen, dann wandte er sich mir mit einem Grinsen zu: „Wie geht es dir? Hattest du einen guten Flug? Hast du mich sehr vermisst?“
Meine Wangen hatten sich vermutlich etwas rosa gefärbt, weil es mir etwas peinlich war und ich wusste zunächst erst gar nicht was ich sagen sollte, als schon jemand anderes dies übernahm: „Wir freuen uns sehr, dass du wieder da bist. Irgendwie hat etwas gefehlt, während du weg warst.“
Es war Tsubakis Zwillingsbruder Azusa, der im Gegensatz zu Tsubaki schwarze Haare hatte und eine Brille trug.  Außerdem war er nicht so aufdringlich wie der Weißhaarige und viel verständnisvoller als er.
„Ich freue mich auch darüber“, lächelte ich nun immer noch mit rötlichen Wangen, während ich zu Tsubaki blickte und ihn neckte: „Und ich hab euch ALLE vermisst.“
Sein Zwillingsbruder musste etwas schmunzeln, als er Tsubakis beleidigten Gesichtsausdruck wahrnahm und auch ich stimmte mit ein. Wataru verstand nichts von all dem. Dafür war er  einfach noch zu jung, jedoch quengelnde er: „Nee-chan, darf ich deine Hand halten und spielen wir gemeinsam etwas wenn wir zu Hause sind?“
„Klar“, sagte ich nur und nahm Watarus Hand, während ich nochmal kurz zu Tsubaki blickte, der auf unsere Hände etwas eifersüchtig anstarrte.  Ich schnaufte deswegen nur etwas genervt aus. Wieso war er den auf alles und jeden eifersüchtig?

Tsubaki war etwas schwierig, genauso wie sein jüngerer Bruder Fuuto.  Sie waren sich fast ähnlich.
Wobei man sagen müsste, dass ich es als einziges Mädchen in diesem reinen Männerhaushalt wirklich nicht einfach hatte und habe. Ich war sehr froh darüber, als mich eine Gastfamilie damals aufnahm, obwohl ich die Bewerbung wirklich zu spät abgeschickt hatte und es eigentlich keine freie Gasfamilie mehr gab.
Meine Rettung war damals Frau Asahina, die Mutter der dreizehn Jungs.  Sie hatte mich durch Zufall in einem Klamottenladen in Deutschland kennengelernt gehabt und da ihr Deutsch nicht wirklich gut war, hatte sie damals so einige Kommunikationsprobleme. Ich hab es damals zufällig mitbekommen gehabt und da ich schon seit vielen Jahren japanisch gelernt hatte, hab ich mich damals einfach so eingemischt gehabt und  Dolmetscher gespielt.
Frau Asahina war mir so sehr dankbar, dass sie mich zu einem Kaffee eingeladen hatte und wir ins Gespräch kamen und so ergab sich das eine nach dem anderen von selbst.
Wobei man erwähnen sollte, dass ich damals noch nicht wusste, dass sie so viele Söhne hat und dass dies mir bei meiner ersten Ankunft ganz schön die Sprache verschlagen hatte.  Hinzu kamen dann auch noch hier und da einige Probleme und Konflikte mit den Jungs.  Immerhin waren es die Jungs nicht gewöhnt ein Mädchen in ihrem Haus zu haben und hinzu kam noch, dass Frau Asahina gar nicht zu Hause bei ihren Söhnen lebte.  
Jedoch lebte ich mich damals sehr schnell ein und nach und nach hatte sich eine Art Vertrautheit entwickelt und irgendwie hatte ich von heute auf morgen so gesehen dreizehn neue Stiefbrüder.  

„Wo sind eigentlich die anderen?“, wollte ich nun wissen, als wir gerade dabei waren den Flughafen zu verlassen. Tsubaki ging voran und wir folgten ihm.  
„Die hatten keine Zeit. Sei doch froh, dass ich wenigstens da bin“, murrte er nun nur, weswegen ich die Augenbraue hochzog: „Ist das so?“
„Natsume-nii, Kaname-nii, Masa-nii  und Louis-kun müssten arbeiten“, erklärte nun Azusa mir, während er meinen Rollkoffer hinter sich her zog, „Fuuto-kun ist auf Tournee.  Hikaru-nii musste etwas erledigen und ist seit einigen Tagen nicht zu Hause. Ukyo-nii  bereitet das Essen für uns vor.“
„Und was ist mit Subaru-kun, Yusuke-kun und Iori-kun?“, fragte ich nun verwundert nach, als ich diesmal Antwort von Wataru bekam: „Nee-chan, die haben noch Unterricht!“
„Unterricht?“, wunderte ich mich kurz, als ich es mir wieder einfiel, „Achja, die Zeitverschiebung. Und was ist mit dir, Wataru-kun?“
Ertappt hielt der Kleine inne und sah verlegen zur Seite: „Ich bin krank.“
Daraufhin musste ich kichern, während ich ihm über den Kopf tätschelte: „Du hättest doch nicht wegen mir die Schule schwätzen dürfen. Das machst du bitte nicht noch einmal.“
„In Ordnung“, lächelte er daraufhin.

Wir waren mittlerweile draußen vor dem Flughafen angekommen.  Es schneite und es war arschkalt.
Tsubaki blieb am Straßenrand stehen und er wandte sich zu uns, als er meinte: „Wir müssen leider mit der Bahn fahr…“
Doch  wurde er von einem Autohupen hinter sich unterbrochen, weswegen er kurz aufschreckte und sich dann zu dem Übeltäter umdrehte. Es war ein rotes Auto, das neben ihn geparkt hatte und nun das Seitenfenster runter ließ.
„Natsume?“, brachten wir alle nur überrascht heraus, als schon Tsubaki verwundert nachforschte: „Was machst du hier? Du hattest doch einen wichtigen Termin mit deiner Firma, dachte ich?!“
„Ich hab es verschoben“, kommentiert er dies nur mit einem ernsten Blick, „Es schneit den ganzen Tag heute und da kann ich euch doch nicht mit ihr in der Bahn fahren lassen. Bis ihr daheim wärt, wäre es sicherlich Abend geworden.“
Tsubaki knirschte mit den Zähnen. Er war alles andere als begeistert gewesen.  Azusa klopfte ihm auf die Schulter: „Sehe es nicht so eng. Immerhin magst du die vollen Züge auch nicht wirklich.“
„Ich finde es ehrlich gesagt auch besser“, mischte ich mich nun ein, „Also komm Tsubaki-kun, sei nicht so eifersüchtig auf jeden. Natsume-san meint es doch nur gut mit uns.“
Bei dem letzten Worten traf ich wohl ins Schwarze, denn er zuckte kurz zusammen, als er dann zischte: „Ich bin doch nicht eifersüchtig auf ihn! So ein Blödsinn! Wieso sollte ich den eifersüchtig sein?!“
Daraufhin ging er einfach, weswegen Azusa, ich und Wataru nur irritiert zurück blieben und Natsume nur dazu meinte: „Lasst ihn rum spinnen und jetzt steigt bitte ein. Ich darf hier nur fünf Minuten stehen.“
„Aber…“, wollte ich gerade sagen, als Azusa mich unterbrach: „Keine Sorge. Ich schau nach ihm. Fahrt ihr schon mal vor.“
Mit diesen Worten übergab er mir meinen Koffer und rannte sofort seinem Zwillingsbruder hinter her, weswegen ich erst recht verwirrt stehen blieb. Wataru fing an zu quengeln, deswegen machte ich ihm mit der anderen freien Hand die Autotür auf und er kletterte ins Warme.
Natsume stieg mittlerweile aus, um mir den Koffer ab zu nehmen und diesen in den Kofferraum zu verstauen, während er dabei nur mit den Kopf schüttelte.  Vermutlich ärgerte er sich über seinen beiden Drillingsbrüder. Immerhin waren die drei Drillinge. Ich setzte mich währenddessen auch ins Auto.

Nach einer Weile Fahrt war Wataru hinten eingeschlafen. Er hatte mir zuvor schon erzählt gehabt, dass er sich total gefreut hatte mich wieder zu sehen, weswegen er gar nicht geschlafen hatte die letzte Nacht. Ich musste bei seinem Anblick schmunzeln, als ich nach hinten zu dem Kleinen schaute. Er sah einfach nur zu süß aus.
„Bist du froh wieder hier in Japan zu sein?“, forschte nun Natsume nach und hatte dabei wie immer seinen ernsten Gesichtsausdruck. Die Drillinge waren so verschieden. Auch äußerlich. Natsume hatte eher Orangefarbendes Haar.
„Ja, natürlich und wie ich mich freue wieder hier zu sein“, lächelte ich freudig, während ich zu ihm sah, „Ich hab euch vermisst.“
Ein kurzes Lächeln hatte sich auf seinen Lippen gebildet, als er dann dazu sagte: „Ich hab dich auch sehr  vermisst.“
Bei seinen letzten Worten stieg mir unweigerlich die Röte ins Gesicht. Ich hätte nicht erwartet so etwas von ihm zu hören, weil man ihn nie wirklich einschätzen könnte und er meistens ziemlich ernst war.  Dennoch freute ich mich sehr, dass zu hören.
Nun herrschte jedoch Stille im Auto und man hörte nur das Radio, welches irgendwelche japanische Weihnachtslieder laufen ließ.  Ich wandte meinen Blick nach draußen. Die Straßen waren sehr weihnachtlich geschmückt und es war auch sehr viel los.  Vermutlich waren alle dabei Weihnachtsgeschenke zu kaufen, dabei fiel mir auf, dass ich auch noch welche für die Gastfamilie besorgen musste. Ich hatte zwar schon fast alle Geschenke beisamen, jedoch fehlte mir noch eines.
„Feierst du Weihnachten eigentlich daheim?“, wollte ich nun von Natsume wissen. Immerhin lebte er schon lange nicht mehr bei der Familie Asahina.
„Vermutlich schon“, meinte er, während er immer noch auf den Straßenverkehr sah. Dann fragte er mich: „Was mit deiner Familie? Waren sie nicht enttäuscht, dass du Weihnachten nicht zu Hause verbringst?“
„Also enttäuscht waren sie zu Beginn schon, aber sie hatten Verständnis dafür und außerdem habe ich jedes Weihnachten zu Hause verbracht und jetzt wollte ich es einmal in Japan mit meiner Gastfamilie verbringen und das  haben sie verstanden“, erklärte ich während ich ihn noch anschaute, „Außerdem haben alle ihre Geschenke schon bekommen. Jedoch dürfen sie ihre  selbstverständlich erst an Weihnachten auf machen.“
Er musste einen kurzen Moment schmunzeln,  weswegen wieder kurze Stille im Auto herrschte. Da ich verwirrt über seine Reaktion war, jedoch forschte er nun nach „Ist eigentlich irgendetwas zwischen dir und Tsubaki vorgefallen?“
„Ä-äh…“, brachte ich zu nächst erst heraus, „Nein, nicht das ich wüsste.“
Nun schielte Natsume kurz zu mir rüber, weswegen ich zur Seite sah und er dazu nichts mehr sagte.

Nach einer halben Stunde kamen wir dann am Hause Asahina an. Zur erst holte Natsume meinen Koffer aus dem Kofferraum heraus und dann nahm er vorsichtig Wataru aus dem Auto heraus, so dass dieser nicht aufwachte.  
„Ich nehme den Koffer“, sagte ich nun, als Natsume noch den Koffer nehmen wollte, „Mach dir keine Umstände. Du hast Wataru-kun schon auf dem Rücken.“
Zögert blickte er zu mir, doch dann nickte er mir zu stimmend zu und er trug den kleinen Huckepack ins Haus. Ich folgte ihm.
Im Haus angekommen brachte Natsume den Kleinen in sein Zimmer, während ich Ukyo begrüßte. Der blonde Brillenträger jedoch schaute mich zunächst irritiert nur an: „Wo sind Tsubaki-kun und Azusa-kun und was macht Natsume-kun den auf einmal hier?“
„Ähm“, brachte ich zu nächst nur heraus, als Natsume dann meinte, während er die Treppen hinunter kam: „Sie kommen später. Ich muss dann auch wieder los.“
„Willst du nicht zum Essen bleiben?“, fragte ich ihn verwundert, doch er winkte ab: „Ich hab den Termin nur um paar Stunden verschoben, um dich wieder zu sehen und ich muss jetzt dort hin. Aber wenn du möchtest, dann können wir heute Abend gemeinsam Essen gehen. Ich lade dich ein.“
Ich nickte zögerlich, als er mir dann überraschenderweise eine Umarmung gab. Danach ging er Richtung Aufzug mit den Worten: „Ich hol dich um 18Uhr ab, also sei da bitte schon fertig. Bis später.“

„Möchtest du noch auf die anderen warten oder soll wir mit dem Essen anfangen?“, forschte nun Ukyo nach, nachdem Natsume gegangen war und ich wandte mich zu ihm: „Bis wann kommen die anderen den?“
„Also die Jüngeren müssten demnächst auftauchen“, sagte er, als schon wieder der Aufzug auf ging und wie sagt man so schön: „Wenn man vom Teufel spricht.“
Da kamen die drei, Yusuke, Iori und Subaru, aus dem Lift, der übrigens der Eingang zur Wohnung war. Die drei kamen sofort zu mir her und begrüßten mich herzlich, indem sie mir ein kleines Gastgeschenk überreichten.
„Es ist ein Geschenk von uns allen“, erklärte Yusuke etwas zögernd und mit rötlichen Wangen.
„Wir dachten du würdest dich freuen, weil du meintest, dass du es liebst Fotos anzusehen, worauf man besondere Momente sieht“, fügte Subaru hinzu, während mir Iori noch ein Strauß Blumen in die Hand drückte.
„Ihr seid doch zu süß“, brachte ich dabei nur heraus, während sich nun auch die Wangen von Subaru und Iori rötlich färbten, „Vielen Dank für das Fotoalbum und die Blumen.“
„Ich nehme dir mal die Blumen ab und stelle sie in eine Vase“, lächelte mir Ukyo zu, „Und dann lasst uns erst mal essen. Die anderen kommen gegen Abend erst.“
Nach dem Essen entschuldigte ich mich bei den Jungs, da ich ziemlich müde war, wegen dem Flug und der Zeitverschiebung und deswegen könnte ich heute nicht viel mit ihnen machen. Jedoch verstanden sie es sehr schnell. Daraufhin machte ich mich auf den Weg in mein Zimmer, um mich eine Weile hinzulegen.

Mein Zimmer war so, wie ich es verlassen hatte, bis auf einer frischen Bettwäsche, stand alles noch so da, wie vor wenigen Monaten.  
Ich ließ mich auf mein Bett fallen, da ich wirklich erschöpft war. Der Flug und die Zeitverschiebung lagen mir mal wieder auf den Knochen. Für einen kurzen Moment hatte ich die Augen geschlossen, doch verschwand ich sehr schnell im Land der Träume.

Ein lautes Klingeln riss mich aus meinem Schlaf, weswegen ich mich nur zur Seite drehte und murrte. Aber als meine Klingel zu einer Alarmglocke montierte, beschloss ich schließlich aufzustehen, um zu sehen welcher Idiot mich so sehr nervte.
Langsam schaltete ich das Licht an. Nur langsam stieg ich aus meinem gemütlichen und kuscheligen Bett. Halbverschlafen lief ich zu meiner Zimmertür. Wer musste mich den so unsanft wecken?
„Tsubaki?“, brachte ich nur verwundert heraus, als der Größere vor mir stand, „Was zum…?“
Er würdigte mir keinen Blick. Er sah nur zur Seite, als er sich endlich äußerte: „Kann ich rein kommen?“
Verwirrt ließ ich ihn in mein Zimmer, als ich jedoch bemerkte, dass er meinen Koffer hinter sich her zog und diesen nun in mein Zimmer trug und in einer freien Ecke platzierte.
„Du hast ihn unten stehen lassen“, kommentierte Tsubaki es nur, als er meinen irritierten Blick wahr nahm. Daraufhin setzte er sich auf mein Bett und schaute zur mir erwartungsvoll hoch.
Ich deutete seinen Blick soweit, dass er wollte, das ich mich neben ihn setzten sollte. Ohne zögern ging ich dieser Vermutung nach und platzierte mich neben ihn hin.
„Was verschafft mir die Ehre?“, forschte ich nun ironisch bei dem Älteren nach. Immerhin war ich doch etwas sauer auf ihn, wegen seinem heutigen Verhalten.
„Ich wollte mich bei dir entschulden.“
„Wie bitte?“
„Verdammt! Es tut mir leid.“

Hatte ich mich gerade verhört?
Oder hatte sich da wirklich Tsubaki bei mir entschuldigt?
Tsubaki?!
„Bist du krank?“, lachte ich nun, während ich zu ihm sah und seinen ernsten Gesichtsausdruck erblickte. Er meinte es also wirklich ernst, weswegen ich nun lächelte: „Hab dir verziehen, du Diva.“
Der Weißhaarige verzog seine Gesicht: „Ich bin doch keine Diva!“
Ich kicherte deswegen bloß, als ich zufällig dabei auf die Wanduhr blickte.
„Was?! Es ist schon kurz vor sechs?“, stellte ich entsetzt fest und sprang dabei auf, „Mist! Ich brauch noch was zum anziehen und…“
„Wieso? Was ist denn los?“, riss mich Tsubaki aus meiner Panik heraus.
„Ich treff mich gleich mit Natsume-san zum Abendessen“, sagte ich, ohne großartig über die Reaktion von Tsubaki nachzudenken, heraus, „Er holt mich und ich bin noch nicht mal fertig.“
„Wieso gehst du mit ihm Abendessen?“, wollte er nun enttäuscht von mir wissen, „Ich dachte wir könnten endlich Zeit miteinander verbringen?!“
Irritiert über seine Aussage schaute ich ihn nur an ohne etwas dazu sagen.
Tsubaki knirschte mit den Zähnen, stand dabei auf und wollte gerade mein Zimmer verlassen.
„Warte“, hielt ich ihn auf, indem ich ihm am Arm fest hielt und er tatsächlich im Türrahmen stehen blieb, „Wir können doch morgen gemeinsam etwas unternehmen.“
Er gab mir zunächst keine Antwort und stand mit dem Rücken zu mir, als er dann meinte: „Versprochen?“
„Äh, ja“, versprach ich es ihm, „Versprochen.“

In diesen Augenblick tauchte Natsume auf und er fragte sofort nach: „Was macht ihr da?“
Aus Reflex ließ ich Tsubakis Arm los: „Nichts.“
Tsubaki schielte nur etwas giftig zu Natsume, jedoch sagte er nichts und daraufhin ging er nur. Ich ließ ihn gehen, während Natsume ihn noch verwundert hinter her sah und das Ganze kommentierte: „Er ist zur Zeit ein richtige Zicke. Ich hoffe er bereitet dir keinen Ärger?“
Ich winkte nur ab, während mich Natsume genau musterte: „Hast du noch geschlafen?“
Erwischt erröteten sich meine Wangen, dabei blickte ich zu meinem Fußboden, der plötzlich viel interessanter wurde als sonst.
„Wir können das Essen auch gerne Verschieben, wenn es dir heute nicht passt“, hörte ich nun Natsume sagen, „Immerhin kamst du erst heute wieder in Japan an. Ich hab Verständnis dafür.“
„Nein, ich hab mich auf das Essen mit dir gefreut“, entgegnete ich ihm, „Wenn du unten im Wohnzimmer kurz auf mich wartest und mir fünf bis fünfzehn Minuten gibst, dann können wir los. Ich beeile mich auch, versprochen.“
Erstaunt blickte mich der Ältere an, doch keine Sekunde später hatte sich ein Lächeln auf seinen Lippen gebildet und er nickte mir zu: „Du hast Fünfzehn Minuten.“

Als er mein Zimmer verlassen hatte, suchte ich sofort in meinem Koffer nach etwas passendem zum anziehen. Nach ungefähr fünf Minuten, fand ich tatsächlich auch etwas und ich zog mich schnell um. Daraufhin schaute ich in meinem Spiegel und erblickte ein Mädchen mit langen schwarzen verwuschelten Haaren.  Einen kurzen Moment sah ich mein Ebenbild mit offenem Mund an. Das mich die Jungs so sahen, war mir doch etwas peinlich gewesen.  Schnell wühlte ich meine Haarbürste aus meinem Koffer und ich kämmte mir noch mein Haar zu Recht. Einen kurzen Blick widmetet ich mir noch und nickte mir zufrieden zu. Ich sah in Ordnung aus und das könnte für den Abend durch gelassen werden.
Wie von einer Biene gestochen stürmte ich aus dem Zimmer, da ich nur noch zwei Minuten laut Natsume hatte. Ich rannte die Treppen herunter und kam außer Atem im Wohnzimmer an. Dort befanden sich Masaomi, Louis, Azusa und Natsume, die sich bis gerade eben noch unterhalten hatten. Jedoch stoppten sie ihre Unterhaltung, nachdem sie mich wahr genommen hatten und sie sahen zu mir herüber.
„Geht es um Weihnachtsgeschenke?“, fragte ich noch keuchend nach Luft. Ich war nicht wirklich die Sportlichste. Ich konnte alles, nur nicht Sport.
Masaomi nickte mir lächelnd zu: „Uns fehlen noch ein paar, aber jetzt  setzt dich doch erst mal.“
„Ich bräuchte noch eines für Tsubaki-kun“, äußerte ich mich nun etwas nachdenklich und blieb dabei noch an Ort und Stelle stehen, als ich dann schließlich Azusa fragte: „Könntest du mir vielleicht bitte dabei helfen? Das wäre super nett von dir.“

Plötzlich spürte ich wie sich jemand einem Arm von hinten um mich gelegt hatte und mich an sich zog. Die Wärme stieg mir sofort ins Gesicht, als sich mir eine bekannte Stimme meinen rechten Ohr näherte und hauchte: „Schwesterherzchen, ich hab dich vermisst. Endlich bist du wieder zu Hause.“
Masaomi und der Rest waren sofort aufgesprungen.
„Nimm deine Finger von ihr, Kaname!“, zischte Natsume total gereizt, doch der Ältere schien dies unbeeindruckt, den er ließ nicht von mir ab und meinte nur: „Was den? Ich begrüß nur unsere Gastschwesterchen. Ist das den etwa verboten?“
Und plötzlich hörte man einen ‚Dong‘ hinter mir und Kaname ließ mich los. Ich ging ruckartig ein paar Schritte vor, drehte mich um und erblickte Ukyo, der Kaname zuvor eine über gebraten hatte und zwar mal wieder mit einer Bratpfanne.
„Dann benimm dich auch wie ein Gastbruder“, ärgerte sich der Brillenträger über seinen jüngeren blonden langhaarigen Bruder. Dieser hielt sich nur schmerzend den Kopf. An der schmerzenden Stelle wurde sich vermutlich sehr bald eine Beule bilden.
Masaomi konnte sich kein schmunzeln verkneifen, während ich nur merkte wie Azusa und Louis erleichtert aus schnauften und Natsume mich nun am Handgelenk packte mit den Worten: „Wir gehen.“
Und schon zog mich der Große einfach so hinter sich mit, ohne Rücksicht auf Verluste.

Unten vor dem Haus angekommen, ließ er schließlich mein Handgelenk los. Die ganze Zeit über hatte ich nichts gesagt, weil mich das ganze total irritiert hatte und außerdem tickte ich manchmal eben etwas langsamer und ich war sehr oft verpeilt.
„Tschuldige“, äußerte er sich nun. Er hatte vermutlich gemerkt, dass ich sein Verhalten nicht verstand, „Es war keine Absicht. Wollen wir los?“
Ich nickte ihm zögernd zu. Daraufhin gingen wir zu seinem Auto und fuhren zu unserem Stamm-Café. Dort gab es auch total leckeres Essen.  
Als ich das erste Mal in Japan war, hatte ich mich schon oft mit Natsume dort getroffen gehabt, da ich ihn immer auf den Neusten Stand der Dinge gebracht hatte, was seine Familie anging. Ich war so was wie eine Übermittlerin von Guten oder auch Schlechten Dingen.
„Ich bin froh, dass du dir heute nochmal Zeit für mich genommen hast“, meinte Natsume schließlich, nachdem wir uns auf der Hinfahrt nur an geschwiegen hatten und wir nun in unserem Stamm-Café saßen.
„Kein Problem“, lächelte ich nun, „Immerhin hast du mir ja vor paar Tagen per Mail geschrieben gehabt, dass du mit mir reden wolltest.“
Ich stoppte und sah einen kurzen Moment auf die Tischplatte, als ich mich dann wieder zu ihm hoch wandte. Wenn ich eines nicht möchte, dann waren es Dinge, wie wenn jemand mit mir über etwas reden wollte und ich nicht wusste was kam. So wie hier in diesem Fall.
„Ich habe gemerkt, dass ich dich in den letzten Monaten sehr vermisst habe“, fing er mit seiner ernsten Stimme zu reden an, „Sehr sogar.“
Mal wieder färbten sich meine Wangen unweigerlich rot, doch dennoch blickte ich ihn neugierig in seine violetten Augen. Ich wollte einfach wissen, was er mir damit sagen wollte.
Plötzlich beugte er sich zu mir über den Tisch und gab mir einen Kuss. Erschrocken ließ ich es zunächst zu, doch schließlich drückte ich ihn sanft von mir und dann sah ich zur Seite mit roten Wangen.
„Nicht auch du, Natsume-san“, äußerte ich mich, nachdem wir uns einige Minuten an geschwiegen hatten, „Du bist doch wirklich wie ein großer Bruder für mich!“
Wieder war es still und nur langsam traute ich mich zu ihm zu sehen. Er schaute mich immer noch ernst an, doch als sich unsere Blicke trafen, schloss er die Augen: „Ich bin also nicht der Einzige, dass dachte ich mir schon. Ich fahr dich nach Hause.“
Zur erst wollte ich etwas dagegen einwenden. Immerhin waren wir erst gerade gekommen, doch irgendwie war mir die ganze Situation auch unangenehm und deswegen war ich irgendwie erleichtert darüber.

Am nächsten Tag kam ich nur schwer aus dem Bett.
Ich war am vorigen Abend gleich in mein Zimmer gegangen. Irgendwie hatte ich mir das Wiedersehen mit den Jungs anderes vorgestellt gehabt. Ich hab sie vermisst, das statt fest, aber nicht so wie manche mich vermisst hatten.  Es war doch irgendwie zu viel für mich für den ersten Tag und ich musste erst mal alles sacken lassen. Es war einfach nicht einfach, als einziges Mädchen in einem reinen Männerhaushalt.
Wieder mal klingelte meine Klingel, die zu meinem Zimmer gehörte, doch diesmal nahm die Person Rücksicht auf mich.
Verschlafen öffnete ich die Tür und erblickte Azusa vor mir. Ohne etwas zu sagen, gab ich ihm ein Handzeichen, dass er reinkommen sollte, während ich mich wieder Richtung Bett begab. Ich war wirklich fertig und der gestrige Tag ging mir nicht aus den Gedanken.
„Ist alles in Ordnung?“, wollte Azusa nun wissen, nachdem ich mich wieder unter meiner gemütlichen Bettdecke verkrochen hatte und mich aufrecht gesetzt hatte.
„Ja wieso?“, meinte ich nur, während Azusa nur eine Augenbraue hoch zog: „O-okay?! Dann glaube ich dir das mal.“
Azusa stand wie bestellt und nicht abgeholt mitten in meinem Zimmer da, weswegen ich sagte: „Setzt dich doch.“
Doch er wackelte mit dem Kopf: „Ich dachte du bräuchtest noch ein Geschenk für Tsubaki-nii? Wir haben heute doch schon Heilig Abend.“
„Haben wir?“, forschte ich sehr klug nach, während ich mein Handy schnappte, dass auf meinen Tischen neben meinen Bett lag, um nach dem Datum zu sehen, „Tatsächlich.“
„Du bist ziemlich vergesslich“, schmunzelte der Brillenträger und ich kratzte mir nur verlegen den Kopf: „Das bin ich wohl.“

Auf einmal klingelte es wieder an meiner Tür, weswegen Azusa und ich verwundert zu dieser schauten.
„Machst du bitte auf? Ich sitzt hier so schön eingekuschelt“, bat ich Azusa darum und dieser folgte meiner Bitte.
„Was machst du denn hier?!“, hörte ich eine mir bekannte Stimme entsetzt fragen, während es mir eiskalt den Rücken runter glitt. Das war doch nicht?
Ich stand sofort auf und sprang zur Tür. Tatsächlich erblickte ich Tsubaki, der mich und Azusa fassungslos anschaute und dann zischte: „Das hätte ich niemals wirklich NIEMALS von dir erwarten, Azusa! Von allen hier, aber NICHT von dir!“
Mit diesen Worten wandte er uns den Rücken zu und wütend stampfte der Weißhaarige davon. Azusa und ich sahen uns mal wieder total irritiert an, als es schließlich bei uns beiden Klick machte. Der Schwarzhaarige rieb sich angestrengt die Stirn: „Dieser eifersüchtige Volltrottel.“
Ich nickte ihm zustimmend zu, während er dazu noch sagte: „Ich folge ihm mal besser, bevor er es schon wieder in den falschen Hals bekommt.“
„Nein, lass mal“, hielt ich ihn auf und er sah verwirrt zu mir, „Lass mich das bitte diesmal alleine regeln. Sonst hör das nie auf…“
Azusa blickte mich noch eine Weile mit offenem Mund an, als er dann anfing zu lächeln: „Okay, ich vertrau dir dabei.“

Daraufhin rannte ich, ja wohl gemerkt im Schlafanzug, dem aufgebrachten Tsubaki hinter her. Nur nahm dieser schon den Lift und die Tür schloss sich schon, als ich bei diesem ankam.
„Verdammt“, fluchte ich, als ich schließlich die Treppe nahm, um zu dem anderen Stockwerk zu gelangen. Dort befanden sich wenigstens zwei Aufzüge. Warum auch immer hier zwei waren und oben nur einer.
Unten angekommen rannte ich in Louis hinein, der mich total irritiert ansah, während ich ihn hektisch fragte, ob er Tsubaki gesehen hatte.
„Ja, er ist gerade aus der Haustüre raus. Aber wieso fragst du? Und wieso bist du noch im Schlafanzug?“, wollte er von mir wissen, doch sagte ich nur: „Erklär ich dir ein andere Mal und danke.“
Dann schlängelte ich mich an ihm vorbei.

Draußen angekommen sah ich noch, wie Tsubaki einige Meter vom Grundstück entfernt war und dabei war diesen zu verlassen.  Also rannte, wie von einem wilden Tier gejagt, ihm hinter her und schließlich holte ich den Älteren auch ein. Indem ich mir seine Fußgelenke in einem eleganten Flug packte und nicht nur ihn schnurstracks  in den eiskalten Schnee beförderte, sondern auch mich selber auch.
So lagen wir dann auf den schneebedeckten Boden und das sah alles andere als schön aus.  Tsubaki kabbelte im Schnee etwas nach vorne und drehte sich dann, um zu sehen wer ihn da so schön in den Schnee befördert hatte.
Ich lag immer noch in dem bitterkalten Schnee, da ich selber total erschrocken war über meine verblödete Aktion.  Verwundert schaute mich der Weißhaarige noch an, als er schließlich mit lachen anfing und mir die Röte ins Gesicht stieg, als er meinte: „Wie siehst du den aus?!“
„Lach nicht“, zischte ich, während ich mich langsam wieder aufrappelte und anfing zu zittern. Ja, so langsam nahm ich es wahr, dass ich indem eiskalten Schnee lag und das nur im Schlafanzug!
Plötzlich spürte ich etwas Warmes um mich herum. Es war Tsubakis warmer brauner Mantel, dessen Kapuze ein graues Kunstfell hatte.
„Du Dummerchen, was machst du den für Sachen?“, wollte er von mir wissen, als er mir schließlich auf half, „Wieso bist du noch im Schlafanzug? Du holst dir doch eine Erkältung?!“
Zögern schaute ich zur Seite, als ich schließlich meinte: „ Ich wollte dich aufhalten und mich bei dir entschuldigen und einige Dinge aufklären, damit du nicht immer wie von einer Tarantel gebissen, davon braust.“
Er blinzelte verwirrt mit seinen Augen, während ich beschloss weiter zu reden: „Mensch, Tsubaki, du bist immer so schnell ohne Grund eifersüchtig und das nervt mich und trotzdem lass ich es dir durch gehen und ich verzeih dir jedes Mal, seit ich dich kenne, weil dich einfach sehr mag.“
Immer noch schaute er mich verwundert an.  Ich ging einen Schritt auf ihn zu und schaute zu ihm nach oben. Immerhin war der Gute etwas größer als ich und dabei blickte ich in seine violetten und traumhaft schönen Augen.
Plötzlich spürte ich seine Lippen auf meinen, während er mich auf einmal ganz dicht zu sich zog, weswegen sich sofort eine Röte in meinem Gesicht bildete. Zögernd erwiderte ich seinen leidenschaftlichen und doch stürmischen Kuss und gewährte seiner Zunge freien Eintritt.
Ich genoss einfach den Augenblick, als er nach wenigen Minuten von mir ließ, da wir auch irgendwann mal wieder Luft benötigten zum atmen, sah er mich verblüfft nur an: „Du empfindest das selbe für mich? Warum hast du nichts gesagt?“
Wieder zögert nickte ich: „Ja, schon seit ich dich das erste Mal gesehen habe, aber irgendwie… irgendwie war das Ganze völlig neu für mich, vor allen Dingen, da einige deiner Brüder auch auf einmal was von mir wollten und ich damals total überfordert und verwirrt war und deswegen hab ich nichts gesagt. Ich musste mir erst mal selber im Klaren werden, aber als ich in Deutschland war, da hab ich dich so sehr vermisst und…“
Tsubaki hinderte mich am weiter reden, da er mich einfach wieder küsste und mir so zu verstehen gab, dass er es nun verstanden hatte und irgendwie fühlte sich dieser Kuss so an, als ob er mir sagen wollte: „Ich lasse dich nie wieder gehen!“

„Nehmt euch BITTE ein Zimmer“, riss uns eine Stimme aus unserem Kuss und wir ließen erschrocken mit knallrotem Kopf voneinander ab, während wir zur der Richtung sahen von der die Stimme kam.
Es war Hikaru, der neben uns stand und uns amüsiert angrinste. Er war wohl gerade wieder zurück gekehrt und wie üblich trug er Frauenkleidung.
„Unglaublich, dass du dich für ihn entschieden hast“, zischte eine weitere Stimme, welche von Tsubakis und Hikarus jüngeren Bruder Fuuto ausging. Dieser war wohl zusammen mit Hikaru von seiner Tournee zurück gekehrt und sah uns gerade gereizt an: „Mit mir hättest du viel mehr erleben können!“
„Lass es gut sein“, tätschelte Hikaru auf Fuutos Kopf herum, um ihn zu ärgern, „Sie wäre eh für dich viel zu alt und jetzt akzeptiere ihre Entscheidung. Du hast halt mein Spiel verloren. So ist das. Manche gewinnen, in diesem Fall Tsubaki-kun und manche verlieren, in diesem Fall du.“
Irgendwie hatte ich nicht das Gefühl, dass dies Fuuto beruhigte, dennoch zischte dieser einfach nur wütend davon, während er noch irgendetwas Unhörbares vor sich hin maulte.
„Er kommt ganz nach dir“, neckte ich Tsubaki, während dieser mich mit offenem Mund ansah: „Gar nicht wahr!“
„Doch“, kicherte ich und dann gab ich ihm einen leichten Kuss auf den Mund, „Akzeptiere es! Es ist die Wahrheit! So wie der große Bruder halt, so muss halt einer deiner jüngeren Brüder nach dir gehen.“
Tsubaki nahm mich auf den Arm ohne Vorwarnung, weswegen ich anfing zu quietschen: „Lass mich runter, Tsubaki!“
Hikaru schüttelte nur den Kopf: „Turtelt nicht allzu lange im Schnee herum, sonst darfst du die Kleine über Weihnachten gesund pflegen.“
Doch Tsubaki ignorierte die Worte seines älteren Bruders und ärgerte viel lieber mich weiter, indem er mich nicht runter ließ und mich am Hals küsste.
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