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Heute Nacht sind die Hühner wild

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
13.12.2013
08.01.2016
25
20.885
5
Alle Kapitel
97 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
13.12.2013 1.040
 
Hallo:)) Danke für eure Favo-Einträge und eure Reviews:D Bitte schreibt mir eure Meinung zu meiner FF und was ich zum Beispiel auch verbessern könnte... Ich habe mir für alle Figuren ein Ende ausgedacht, nur Wilmas Ende habe ich noch offengelassen. Was würdet ihr euch wünschen? Soll sie sich weiterhin auf die Schauspielerei konzentrieren, oder doch noch sich verlieben? Ich dachte, dass ich das euch entscheiden lasse:D Also ich hoffe das Kapitel gefällt euch!
LG

Elisa


Melanie betrachtete den jungen Mann von der Seite und dachte über Friedas Worte nach.

Immer wieder hatte sie sich das Gespräch durch den Kopf gehen lassen und dabei war ihr aufgefallen, dass er tatsächlich ein sehr sympathischer und natürlich auch attraktiver Mann war.

Er brachte sie zum Lachen und als sie gestern zurück ins Hotel gekommen war, hatte er sie noch auf einen Drink eingeladen.

„Was überlegst du?“, fragte er plötzlich und Melanie wurde rot. Als er das sah, musste er laut lachen und sie antwortete schnell:“ Eigentlich nichts.“

Er nickte und sah ihr in die Augen, während er sprach:“ Deine Freundinnen machen einen netten Eindruck. Welche von ihnen heiratet?“ Melanie löste sich von seinem Gesicht und meinte bloß:“ Ja, sie sind wirklich sehr nett und Trude wird heiraten.“

Jan überlegte einen Augenblick, aber ehe er etwas sagen konnte, ergänzte  Melanie hastig:“ Sie hat gesagt, ich soll dich auf die Hochzeit mitnehmen. Als Freunde natürlich“ Er wirkte überrascht und dann  lächelte er. „Ich komme gerne mit auf die Hochzeit.“ Die junge Frau ärgerte sich ein wenig, dass sie bei diesem Gespräch so nervös gewirkt hatte.

Das war sonst überhaupt nicht ihre Art, aber bevor sie weiter über die Hochzeit reden konnten, rief plötzlich jemand ihren Namen. Jan drehte sich zu erst um und er sah zwei junge Männer auf sie zukommen.

Es war Will, der gemeinsam mit Fred unterwegs war. Die Beiden hatten sich für den Tag verabredet, da Frieda gemeinsam mit Sprotte Trude  besuchen wollte. Auch Melli wirkte überrascht, vor allem war es immer noch ein komisches Gefühl Willi zu sehen.

Natürlich empfand sie nichts mehr für ihn, aber dieses Gefühl würde wohl  immer bleiben. Er war ihre erste große Liebe gewesen und auch wenn sie es damals abgestritten hatte, war die Trennung für sie schmerzhaft verlaufen  und dadurch, dass ausgerechnet ihre beste Freundin sich in ihn verliebt hatte, wurde dieser Schmerz nur noch verstärkt.

Doch nach einer Weile ging es vorbei und mittlerweile freute sie sich über das Glück von Frieda und Willi , denn sie ergänzten sich perfekt.

Willi war sehr freundlich, aber er versuchte immer ein bisschen auf Distanz zu bleiben und Melanie war anfangs über diese Tatsache sehr dankbar gewesen.

Aber auch Fred war höflich, aber seit der Trennung von Sprotte war er ihr gegenüber immer etwas zurückhaltend.
Nur zu Trude und Frieda hielt er den Kontakt aufrecht.

Jan unterhielt sich mit Willi über den Gnadenhof, den er und Frieda besaßen, während Fred neben ihr herging. Sie unterhielten sich über Freds kleine Tochter und Fred berichtete von seiner Scheidung.

Bei diesen Worten klang er ziemlich bedrückt und Melanie wunderte die Neuigkeit nicht sonderlich. Sie hatte Sarah noch nie leiden können.

Es war ein Schock für alle gewesen, als Fred berichtete, dass er Vater werden würde. Niemand hatte damit gerechnet, weil alle sich so sicher gewesen waren, dass Sprottes und Freds Trennung nur für kurze Zeit sein sollte.


Auch Fred wollte Sarah  nie heiraten, da war sich Melli sicher, doch nach der plötzlichen Schwangerschaft waren die Beiden zusammengeblieben und eine Weile schienen sie ein glückliches Paar zu sein.

Der Name Sprotte hing während des Gespräches mit Fred die ganze Zeit in der Luft.

Dennoch sprachen weder Fred, noch Melanie selbst ein einziges Wort über Sprotte.

Währenddessen verabschiedeten sich Frieda und Sprotte gerade von ihrer Freundin.

Sie  hatten Trude den ganzen Morgen geholfen alles vorzubereiten.

Da  sie es für eine schöne Idee gehalten  hatte, das Abendessen mit ihren Freunden auf dem Grundstück ihres geliebten Wohnwagens zu veranstalteten, dekorierten Frieda und Sprotte fleißig mit.

Sie hatten Musik gehört und laut mitgesungen. Jeder hatte viel gelacht und sie freuten sich auf das Essen, das am selben Abend noch stattfinden würde. Das Essen würde aus einem italienischen Restaurant am Stadtrand geliefert werden, aber darum musste sich Steve kümmern, der den Morgen dafür mit Torte verbracht hatte.

Frieda und Sprotte liefen schweigend nebeneinander und immer wieder tauschten sie Blicke aus. Beide waren so glücklich wieder gemeinsam Zeit verbringen zu können.

Denn Sprotte hatte sich in der letzten Zeit immer etwas zurückgezogen.

Sie kamen an dem Spielplatz vorbei, an dem sie vor vielen Jahren immer auf Luki aufgepasst hatten und Sprotte musste schmunzeln, als sie daran dachte, wie sehr Frieda und Titus sich immer um den unbeliebten Babysitterjob gestritten hatten .

Wie aus alter Gewohnheit gingen sie zu den Schaukeln. Als sie so nebeneinander saßen, war wieder dieses Gefühl da. Das Gefühl das sie alle immer so verdrängt hatten. „Ich vermisse die Wilden Hühner.“, sagte Frieda und spielte mit einer langen Haarsträhne, die sie sich immer wieder um den Finger zwirbelte. „Vermutlich vermissen wir alle die wilden Hühner“, meinte Sprotte sehnsüchtig.

Sie schaukelten eine Weile, dann fasste sich Frieda ein Herz und antwortete zögerlich. „Sprotte? Kann ich dich etwas fragen?“ Diese sah etwas erstaunt aus, dann sagte sie beinahe belustigt.

„Natürlich.“ „Ist es in Ordnung für dich, dass Fred da sein wird?“ Sprotte wirkte überrascht, antwortete dann aber leise:“ Ich denke schon, schließlich ist es ein paar Jahre her und wir sind beide keine kleinen  Kinder mehr. Ich werde ihm und seiner Frau einfach aus dem Weg gehen.“ Frieda sah nicht überzeugt aus, und schaukelte nachdenklich weiter.

Sie mochte Fred, und sie wusste, dass  Sprotte ihn immer geliebt hatte. Am Anfang war es für sie furchtbar gewesen, auch wenn sie alle genau gewusst hatten, dass Mia und die anschließende Hochzeit mit Sarah nicht geplant gewesen waren.

Manchmal glaubte auch Frieda noch daran, dass Fred Sprotte nie aufgehört hatte zu lieben.

„Sie haben sich getrennt.“, sagte Frieda leise und sah in die Augen ihrer Freundin. Diese schimmerten ganz seltsam bei diesen Worten, aber ansonsten ließ sich Sprotte nichts anmerken.

„Das arme Kind.“, sagte sie nur und damit war das Gespräch über Fred vorerst beendet.
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