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Heute Nacht sind die Hühner wild

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
13.12.2013
08.01.2016
25
20.885
5
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Dieses Kapitel
6 Reviews
 
 
08.01.2016 697
 
Hallo, ich weiß ich entschuldige mich jedes Mal, dass nur so selten Kapitel kommen. Aber in den letzten Monaten ist so viel gewesen, dass ich fürs Schreiben keine Zeit und Motivation hatte. Ich hoffe euch gefällt das neue Kapitel und im nächsten wird es um die Flitterwochen und ein Wiedersehen gehen.
Bis bald
Elisa ♥


Es war ein seltsames Gefühl vor der vertrauten Haustür zu stehen. Er musste an die Zeit zurück denken, in der dieses Haus sein Zuhause gewesen war. Seine Tochter hatte ihn glücklich gemacht, aber seine Ehe war am Ende gewesen.  Mia, die schon ihren geblümten Schlafanzug trug, öffnete die Tür und fiel ihm um den Hals. „Wie war die Hochzeit? Papa du wolltest mir ein Bild von ihrem Kleid schicken!“, rief sie vorwurfsvoll und zog ihn mit sich ins Wohnzimmer. Das Wohnzimmer war noch immer so eingerichtet wie früher.  

Sarah begrüßte ihn freundlich und als er sie ansah, musste er direkt  an Sprotte denken. Er wollte ihr schreiben, aber sie hatte sich zuerst melden wollen. „Ich muss einen freien Kopf bekommen“, waren ihre letzten Worte zu ihm gewesen und er konnte sie verstehen.

Fred verbrachte den Abend mit  Mia und Sarah und das erste Mal seit langem, war es nicht mehr seltsam in seinem alten Zuhause zu sein. Er brachte Mia zu Bett und bevor er sich von Sarah verabschieden konnte, begann sie zu sprechen:“Wie war die Hochzeit?“, fragte sie vorsichtig und er erzählte ihr von der Trauung und vor allem von Melanies Überraschung.  Sarah hörte ihm aufmerksam zu und als sie sich verabschiedeten, war es zwischen ihnen schon beinahe freundschaftlich.


Frieda wäre am liebsten noch länger in der Stadt geblieben, aber Luki wartete auf ihrem Hof. Es war Zeit in den Alltag zurückzukehren. Willi wollte noch einige Zeit mit seinen Eltern verbringen und diese Entscheidung hatte sie unterstützt. Nie hatte sie Willis Eltern verstehen können, aber   dass Willi begonnen hatte seiner Familie zu vergeben machte sie überglücklich.

Anthony und ihre Mutter wollten sie gemeinsam zum Hof fahren und noch einige Tage dort mit ihr verbringen.  Seit Frieda ihr von der Schwangerschaft erzählt hatte, war ihre Mutter überglücklich. „Du benimmst dich wie ein verliebter Teenager“, meinte Anthony zu ihr und sie antwortete lachend:“Ich bin eine verliebte Bald-Oma“. „Wir sehen uns in ein paar Tagen“, sagte Willi und  gab ihr einen Kuss. Frieda nickte und drückte seine Hand fest „Grüß deine Eltern von mir und du schaffst das“, flüsterte sie leise und stieg in das Auto ihrer Mutter. Sie war nur selten getrennt von ihm, aber es war wichtig, dass er noch ein wenig Zeit vor allem mit seinem Vater verbringen konnte.  

Sofort musste sie wieder an den Moment denken, als sie seinen Eltern von der Schwangerschaft erzählt hatten. Es war nicht wie bei ihrer Mutter gewesen. Anders, denn die Umstände konnte man natürlich auch nicht miteinander vergleichen. Willis Mutter hatte zunächst nur geschwiegen, dann  war sie plötzlich aufgestanden und hatte zunächst ihren Sohn und danach seine Freundin umarmt. „Danke“, hatte sie gesagt und Frieda hatte begriffen, dass dieses  Dankeschön  von Herzen kam. Sie bedankte sich für die zweite Chance und vor allem, dass sie trotz der Vergangenheit bei ihnen im Krankenhaus waren. Willis Vater war offensichtlich sprachlos. Noch immer lag er in seinem Krankenhausbett und gesundheitlich ging es ihm nur ein wenig besser. Doch dann begann er zu lächeln und sagte dann:“Ihr werdet sicher tolle Eltern“. Bei diesen Worten nahm Willi Friedas Hand und entgegnete leise:“Das werden wir bestimmt“.

Der Abschied von den anderen Hühnern war ihr ebenfalls schwer gefallen. Trude würde eine schöne Zeit in Italien haben und das wusste sie. Wilma würde ebenfalls beschäftigt mit der neuen  Rolle sein. Jeder würde sein eigenes Leben führen und das beschäftigte sie sehr. „Alles in Ordnung bei dir?“, hatte ihre Mutter besorgt gesagt und Frieda hatte nur genickt. Sie hoffte so sehr, dass ihre Freundinnen und sie selbst aus der Vergangenheit gelernt hatten und nicht denselben Fehlern noch ein weiteres Mal begehen würden. Sie brauchten einander, denn trotzallem waren sie immer noch eine Art Familie und Familie war für Frieda das wichtigste auf der Welt.
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