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Heute Nacht sind die Hühner wild

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
13.12.2013
08.01.2016
25
20.885
5
Alle Kapitel
97 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
25.05.2015 842
 
Hallo ihr Lieben,
danke wie immer, dass ihr meine Geschichte noch lest. Es tut mir leid, dass ich so selten geschrieben habe. Jetzt soll wieder jede Woche ein neues Kapitel kommen und ich hoffe sie werden euch gefallen.
Bis bald Elisa ♥
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Sprotte war nach der Hochzeit direkt zum Wohnwagen gefahren und hatte es sich dort gemütlich gemacht. Die Feier war wunderschön gewesen und sie hatte es sehr genossen. Obwohl  es schon ziemlich spät war, fühlte sie sich nicht müde.

Sie setzte sich auf  das ungemachte Bett und dachte über alles Mögliche nach. Der Wohnwagen hatte sich im Laufe der Jahre nicht wirklich verändert. Immer wenn sie dort war, fühlte sie sich in ihre Kindheit zurückversetzt. Denn auch wenn die Bande schon lange nicht mehr offiziell existierte, vergaß  man diese Tatsache  sofort wenn man den Wohnwagen betrat.

Trude kam nach der Arbeit oft vorbei und jetzt da sie die Küken bekommen hatte, würde sie  noch regelmäßiger kommen. In wenigen Tagen würde sie wieder abreisen und sie war überrascht was sich in der kurzen Zeit alles verändert hatte. Vor allem an Fred  musste sie ständig denken, und wie anders die Situation zwischen ihnen geworden war.

Sie hatte ihm verziehen, konnte sie feststellen. Während sie getanzt hatten, musste sie sich anstrengen nicht ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen, denn es fühlte sich plötzlich wieder an wie in alten Zeiten.

Fred wusste nicht  wohin er ging bis er direkt am Wohnwagen stand. Es brannte noch Licht aber er wusste nicht, ob er wirklich zu ihr gehen sollte. Als sie getanzt hatten, hatte er es endlich begriffen. Immer noch fühlte er sich zu ihr hingezogen und er wollte es ihr endlich sagen.

Sein Herz klopfte stark während er vorsichtig an die Tür klopfte. Sprottes Stimme klang ein wenig nervös als sie fragte:“Wer ist da?“. Bevor er jedoch antworten konnte, sah er sie am Fenster stehen und zum ersten Mal lächelte sie, als sie ihn entdeckte. Die Tür wurde geöffnet und Sprotte, die immer noch dasselbe Kleid trug wie auf der Hochzeit, stand direkt vor ihm.

„Kann ich kurz reinkommen?“, fragte Fred, bevor sie sich wortlos auf einen Stuhl setzte und nickte. „Ich musste dich noch einmal sehen bevor ich fahre“, ergänzte er und wurde ein bisschen rot im Gesicht.  Als er sich setzte, bemerkte er wie Sprotte sich nervös durch die Haare fuhr.

„Du fährst morgen“, sagte sie leise und er nickte, obwohl er wusste, dass es keine Frage gewesen war. Dann sah sie ihn kritisch an und begann die Worte laut auszusprechen, die sie schon vor Jahren hätte sagen müssen:“Ich weiß nicht was das zwischen uns ist Fred und ich habe keine Ahnung ob ich mich darauf einlassen soll. Du hast mich verlassen und nur kurze Zeit später ein Baby bekommen. Wahrscheinlich kannst du dir überhaupt nicht vorstellen wie schmerzhaft das für mich war. Wie wäre  es dir an meiner Stelle wohl gegangen? Jetzt bist du getrennt und ich frage mich, ob du es überhaupt ernst meinst.“

Fred wollte etwas antworten, doch sie kam ihm zuvor:“Ich habe auch die Sache mit Sabrina nicht vergessen. Jetzt sehe ich dich aber nach all den Jahren und  vielleicht bilde ich mir es auch nur ein, dass wir auch nur eine Chance in der Zukunft haben könnten. Trude und Steve haben ihr Glück gefunden und genau dieses Glück wünsche ich mir auch. Da hilft es aber nicht viel, dass du gerade jetzt gutaussehender, charmanter und offensichtlich auch erwachender denn je auftauchst und meine Gefühle durcheinander bringst.“ Sie schnappte erleichtert nach Luft nachdem sie es endlich ausgesprochen hatte.

„Es tut mir so leid und ich stehe zu meinen Fehlern“, antwortete Fred. „Ich habe schlechte Entscheidungen getroffen und dass ich dich verletzt habe tut mir unendlich leid. Seit ich dich wieder getroffen habe, weiß ich dass es dieses Mal anders ist. Wie du gesagt hast bin ich erwachsener geworden und ich möchte eine ernste, richtige Beziehung führen. Und zwar nur mit dir. Ich will dass du Mia kennenlernst und ich verspreche, dass ich dich nie wieder verletzten werde. Du bist die Liebe meines Lebens aber wenn ich du nicht möchtest, dann werde ich dich in Ruhe lassen…“.

Da wurde er von Sprotte unterbrochen, die ihm aufmerksam zugehört hatte, denn im nächsten Moment spürte er ihre Lippen auf seinen. Erst vorsichtig und dann so heftig, dass er beinahe keine Luft bekam. „Es tut mir leid“, sagte er immer wieder und Sprotte entgegnete:“Ich weiß“.  Obwohl sie wie schon vor Jahren gemeinsam im Wohnwagen waren, war es dieses Mal anders.

Seine Gefühle für sie waren so stark wie noch nie zuvor und auch Sprotte fühlte dasselbe für ihn. „Ich habe dich immer geliebt“, flüsterte Sprotte und sie hatte beschlossen ihm eine weitere Chance zu geben. Denn ein Leben ohne ihn wollte sie nicht mehr länger führen.
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