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Heute Nacht sind die Hühner wild

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
13.12.2013
08.01.2016
25
20.885
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13.12.2013 540
 
Frieda sah immer wieder auf ihr Handy, denn auch wenn sie ihren kleinen Bruder Luki sehr liebte, konnte sie ihm ihren Hof einfach nicht mit einem guten Gewissen anvertrauen. Willi legte beruhigend einen Arm um sie und sie machten es sich auf dem Sofa gemütlich.

Es war ein komisches Gefühl in der Stadt zurück zu sein und da Trude sie gebeten hatte, an dem Probeessen der Hochzeit teilzunehmen, waren auch Willi und Frieda eine Woche vor der Hochzeit angereist und hatten sich solange bei Friedas Mutter und ihrem Lebensgefährten einquartiert.

Sie hatte sich für den nächsten Tag mit Melanie und Wilma verabredet und sie war schon ziemlich aufgeregt, da sie die Beiden lange nicht gesehen hatte.

Frieda fand es seltsam , dass sich die Freundinnen so auseinandergelebt hatten und sie war sehr froh gewesen, dass sie durch Trudes Hochzeit wieder aufeinandertrafen.

"Willi?", fragte Frieda leise und drehte sich zu ihrem Freund. Doch dieser schien sie nicht zu hören, denn er war auf dem Sofa eingeschlafen. Sanft strich sie ihm eine Haarsträhne aus dem Gesicht und stand auf. Sie war noch nicht wirklich müde und sie wollte nicht nur daheim sitzen und ihre Zeit vergeuden.

Ihre Mum war noch auf einem geschäftlichen Essen und Anthony , ihr Freund war ebenfalls nicht daheim. Frieda zog sich an und verließ das Haus. Es war nun dunkel geworden und die Sterne leuchteten am dunklen Himmel.


Die junge Frau lief durch die vertrauten Straßen, als plötzlich jemand ihren Namen rief."Bist du es Frieda?", sie drehte sich verwundert um und versuchte die ihr so vertraute Stimme einem Gesicht zuzuordnen."Ach Frieda, erkennst du mich nicht?", fragte die Person lachend und dann stand er vor ihr und sie sah sein Gesicht.

Im nächsten Moment fiel Frieda ihm um den Hals. Sie wusste nicht wie lange sie ihn nicht gesehen hatte und er war so verändert. Vor allem war er nun größer als sie.
Torte betrachtete die junge Frau lange  und stellte fest, dass sie noch hübscher geworden war.

Er musste grinsen, als er daran dachte, wie heftig er als Kind in sie verliebt gewesen war. Als er nach Dänemark gezogen war, bereute er es ihr nicht noch einmal zu sagen, dass er sie mehr als alles andere liebte.

Doch das war natürlich längst Vergangenheit, denn Willi und Frieda gaben wirklich ein süßes Paar ab. „Wie lange ist es her?“, fragte Torte und Frieda überlegte. „Fast sieben Jahre seit wir mit der Schule fertig sind und als du nach Dänemark gezogen bist, waren wir im letzten Jahr.“

Torte nickte und die Beiden schwiegen eine Weile.

Es schien unglaublich, dass schon sieben Jahre vergangen waren und sie sich alle irgendwie entfremdet hatten. Jeder war seinen eigenen Weg gegangen und es schien als wären die Freundschaften in den Hintergrund gerückt.

Die Beiden setzten sich auf eine Bank und immer noch waren beide in Gedanken versunken.

„ Und wann ist es bei euch so weit?“, fragte Torte und wieder grinste er.

Frieda zuckte mit den Schultern, denn bis jetzt war der Hof für sie und Willi immer wichtiger gewesen und an eine Hochzeit hatten beide nicht gedacht.

Das Treffen mit Torte tat ihr gut und sie wünschte sich, dass sie alle an der Hochzeit wieder zueinander fanden
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