1001 erotische Kurzgeschichten

von Beba
KurzgeschichteRomanze / P18
12.12.2013
21.09.2014
12
31416
10
Alle Kapitel
37 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
Ein nervtötendes Klingeln ließ Leander aufschrecken.
Er war gerade auf der Couch eingenickt und sah jetzt mit verschlafenem Blick auf die Uhr über seinem Fernseher.
Wer zum Teufel kam denn auf die Idee, jetzt bei ihm an der Wohnungstür zu läuten? Es war verdammt noch mal mitten in der Nacht!

Normalerweise hätte er die Tür seines Apartements zu so unchristlichen Zeiten niemandem mehr aufgemacht, doch das Klingeln nahm einfach kein Ende. Wütend stand er vom Sofa auf. Wer auch immer das war, er würde noch sämtliche Nachbarn aufwecken! Als er in den Hausflur lief, erkannte er die Stimme seiner besten Freundin. Das änderte die Sache natürlich direkt.

“Lee! Mach bitte auf!”
Er beschleunigte seine Schritte. Wenn sie um diese Uhrzeit vor seiner Tür stand, hieß das nichts Gutes. Schnell drehte er den Schlüssel um und sperrte auf.
“Oh Gott, du bist daheim!”, stieß die Schwarzhaarige erleichtert aus, als sie sein Gesicht erblickte,
“Für einen Moment dachte ich schon, du wärst nicht da.”
“Doch.”, brummte Leander nur überrumpelt, während er ihr die Tür aufhielt. Sie ließ sich nicht lange bitten und trat ein.
“Was ist denn los?”, fragte er mit einer gewissen Besorgnis, als er im Vorbeigehen ihr verheultes Gesicht bemerkte. Sie kniete sich hin und machte ihre Schnürsenkel auf.
“Ach, ich hatte Streit mit Tim.” beschwerte sie sich in unglücklichem Ton.
“Schon wieder?!”
Lee verdrehte die Augen. Jedes Mal dasselbe.
Sie stritt sich mit ihrem Alten, und wer durfte sich die ganze Nacht ihr Geheul anhören? Er!
Am nächsten Tag war dann plötzlich wieder alles in Ordnung und die Beiden vertrugen sich wieder, aber Leander war derjenige, der sich vor Müdigkeit kaum auf den Beinen halten konnte.
“Sanni, ich habe morgen einen harten Tag. Ich muss um sechs aufstehen.”, brummte er genervt. “Ich verstehe ja, dass du mal Dampf ablassen musst, aber ihr streitet euch in letzter Zeit so oft, dass ich kaum noch zum schlafen komme.”
Sandra stellte ihre Schuhe weg und richtete sich auf.
“Das tut mir wirklich sehr leid, Lee… Aber es wird sowieso nicht mehr vorkommen. Er hat nämlich Schluss gemacht.”
Nach ihrem letzten Satz brach die junge Frau plötzlich lauthals in Tränen aus. Erschrocken nahm Leander sie in die Arme.
“Sanni, das tut mir leid! Das wusste ich ja nicht.”
“Ist schon okay.”, schluchzte Sandra heulend, während sie sich eine schwarze Locke aus dem Gesicht wischte, “Es war doch eh von Anfang an zum scheitern verurteilt.”
Lee führte sie ins Wohnzimmer, wo sie sich auf die Couch setzte und weiter heulte. Dass er seine Vorratspackung Taschentücher noch auf dem Tisch hatte stehen lassen, fiel ihm erst jetzt auf. Er verzog erschrocken die Mundwinkel und huschte schnell zum Couchtisch, wo er möglichst unauffällig versuchte, seine Wichstücher zu entfernen, die noch auf dem Boden verteilt lagen. Zum Glück bekam Sanni vor lauter Tränen nichts davon mit, also verzog er sich eilig in die Küche und warf sie in den Müll.
“Willst du was trinken?”, rief er ihr zu.
“Ja, gern”, kam es in wimmerndem Ton zurück.
“Und was?”
“Etwas mit viel Alkohol, bitte.”
“Ja, und was?”
“Ist mir total egal!”, japste es von drüben, “Irgendwas! Hauptsache, ich bin möglichst schnell blau!”
Na super, dachte Lee augenrollend - das war’s dann wohl mit seinem ruhigen Abend. Natürlich hatte er Verständnis für Sanni’s Situation, aber es nervte ihn schon, dass er als Single immer für die Bewältigung ihrer Beziehungskrisen verantwortlich war. Aber gut, sicher hätte sie es für ihn andersherum genauso getan.
Er schnappte sich ein paar Flaschen Hochprozentiges und trottete ins Wohnzimmer zurück. Sanni hatte sich inzwischen etwas beruhigt. Schniefend saß sie zwischen den übergroßen Sofakissen und starrte auf den Fernseher, wo irgend ein schlechter Horrorstreifen lief.
“Hier.”
Er stellte ihr ein Glas hin.
“Bedien dich mal selbst, ich weiß ja nicht, worauf du grad Bock hast.”
Schweigend sah die junge Schwarzhaarige sich die Flaschen an und kippte ihr Glas dann randvoll, als sie ihre Wahl getroffen hatte.
“Willst du gar nicht?”, fragte sie verwundert, als er sich neben sie setzte und eine Flasche Cola an seine Lippen setzte. Lee schüttelte den Kopf.
“Ich hab doch gesagt, ich muss morgen früh raus. Arbeiten, weißt du. Normale Leute arbeiten tagsüber.”
“Seit wann bist du eigentlich so ein Spießer geworden, Lee?”, fragte sie spöttelnd. Er stumpte mit der Faust gegen ihre Schulter.
“Nicht so frech, sonst schmeiß ich dich gleich wieder raus. Das heißt nicht ‘Spießer’. Ich habe nur keine Lust, meinen Job zu verlieren, das ist alles.”
“Ist ja gut”, grinste sie amüsiert, “Ich wollt dich nur ärgern.”
“Wenn es dir hilft, sei es dir ausnahmsweise erlaubt.”

Sie saßen lange zusammen, und während Lee verzweifelt gegen seine Müdigkeit kämpfte, leerte Sanni Glas um Glas und laberte ihm die Ohren vom Kopf. Er musste sich sämtliche Hochs - aber vor allem die Tiefs - ihrer Beziehung mit Tim noch mal zu Gemüte führen. Jedes noch so kleine Detail wurde zu Tage befördert.

Irgendwann merkte Lee, wie ihm die Augen zufielen.
“Hey, nimm es mir nicht übel, aber ich muss echt noch ein bisschen schlafen.”, unterbrach er seine Freundin, die immer noch unaufhaltsam erzählte. Sanni hielt überrumpelt inne und sah ihn an.
“Sag mal, Lee, hast du eigentlich noch nie überlegt wie es wäre, wenn wir was miteinander hätten?”, wollte sie urplötzlich wissen. Verwirrt runzelte Lee die Stirn.
“Wie bitte?”
Sanni warf ihm einen verärgerten Blick zu.
“Du hast mich genau gehört!”, rief sie empört und meinte dann ruhiger: “Sag bloß, du hast noch nie drüber nachgedacht. Ganz ehrlich.”
Was sollte das denn jetzt? Sollte er jetzt etwa als Trostpflaster herhalten?
“Natürlich hab ich mal drüber nachgedacht wie das wäre.”, gestand er seufzend, “Aber du warst ja dauernd in einer Beziehung, und außerdem weißt du doch, dass du nicht wirklich mein Typ bist.”
Sanni grinste, schubste ihn mit dem Oberkörper in die Sofakissen und setzte sich auf seinen Schoß.
“Du bist wirklich unglaublich charmant, wie immer.”, witzelte sie.
“Was zum Teufel machst du da?”, fragte er stirnrunzelnd, während sie sich an seiner Jogginghose zu schaffen machte.
“Wonach sieht es denn aus?”
Er nahm ihre Hände und hielt sie fest.
“Ehrlich, Sanni, lass den Mist. Ich bin todmüde und du bist besoffen. Das ist wirklich keine gute Idee. Also gehen wir jetzt am Besten beide schlafen.”
Sandra schmollte, als er sie von sich herunter schob und aufstand. Als er schon den Flur in Richtung seines Schlafzimmers durchquert hatte, folgte sie ihm und lehnte sich mit fragendem Blick in den Türrahmen.
“Findest du mich denn kein bisschen anziehend?”, erklang es in jammerndem Ton vom anderen Ende des Flurs.
Leander verdrehte seufzend die Augen.
Oh Gott. Nicht jetzt. Nicht schon wieder diese Frauenkacke.

Mit einem Mal war ihm schlagartig wieder klar, warum er eigentlich so gerne solo war.
“Erspar mir solche Weiberfragen. Ich werde dir NICHT sagen, dass ich dich anziehend finde. Ich sage jetzt gar nichts mehr. Ich kenne diese Maschen. Eine falsche Antwort und du musst dir die nächsten zwanzig Jahre Vorwürfe anhören. Nein, nicht mit mir.”

Ehe sie ihm antworten konnte, hatte er sich in sein Schlafzimmer verzogen und die Tür zugeknallt. Er setzte sich auf sein Bett und wartete darauf, dass sie ihm irgend etwas wütendes hinterher rufen würde, aber zu seiner Verwunderung blieb es ruhig. Er hörte gar nichts mehr.
Schweigend sah er zur Zimmertür und überlegte, ob er nicht doch etwas zu hart zu ihr gewesen war. Immerhin hätte sich vermutlich jeder andere Typ gefreut wie sonst was, wenn sich eine besoffene, gutaussehende Frau an ihn herangemacht hätte.

Zögernd stand er wieder auf und lief zur Tür. Er musste sich zumindest bei ihr entschuldigen, sonst würde er diese Nacht vor schlechtem Gewissen sicher kein Auge mehr zumachen.
Als er die Tür öffnete, stand er Auge in Auge mit Sanni.
“Ha! Wusste ich es doch!”, rief sie aus.
“Was wusstest - “
Lee bekam keine Gelegenheit mehr, seine Frage zu Ende zu sprechen, denn schon im nächsten Moment hatte die Schwarzhaarige ihn eng umschlungen und seinen Mund mit einem leidenschaftlichen Kuss verschlossen.
“Ich wusste, dass du schwach wirst.”, erwiderte sie lächelnd, als sie kurz von ihm abgelassen hatte. Doch auch jetzt kam er nicht dazu, ihr zu antworten. Sie küsste ihn fordernd, schmiegte sich an ihn und rieb ihre Hüfte zielgerichtet gegen seine Lenden. Kurz darauf hatte ihre Hand sich schon Zugang zu seiner Hose verschafft und sie fing an, seinen Schwanz zu massieren.
“Komm schon Lee, das wird lustig.”, hauchte sie erregt, “Wir wissen doch nahezu alles von einander. Du weißt, was ich mag, und ich weiß, was du magst…”
Nur einen Augenblick später war sie auf die Knie gesunken, hatte seine Hose etwas herunter gezogen und fing an, ihm einen zu blasen. Lee stöhnte auf. Spätestens jetzt war er willenlos geworden.
Sanni hatte Recht, sie kannte seine Vorlieben. Schließlich hatten sie oft genug zusammen gehockt und sich angeregt über Sex unterhalten. Dass sie es jetzt ausnutzen würde, um ihn zu verführen, hätte er sich nicht einmal in seinen kühnsten Träumen vorgestellt.
Er spürte, wie ihre Zunge am Schaft entlang glitt und keuchte unterdrückt. Mit ihrer einen Hand massierte sie seine Hoden, während die andere sanft die Innenseite seines Oberschenkels streichelte. Sie hatte sich alles gemerkt, jede noch so kleine Schwäche, die er ihr anvertraut hatte.
Als sie kurz herausfordernd in seine Eichel biss, stöhnte er laut auf.
“Sa-Sanni!”
Er musste sich Mühe geben, ihr nicht schon jetzt in ihr hübsches Gesicht zu spritzen. Auch wenn ihn der Gedanke irrsinnig geil machte, wollte er noch nicht kommen, denn er ahnte, dass er gerade wirklich alles mit ihr tun konnte, was er wollte. Und wenn er schon gegen seine Prinzipien verstoßen würde, wollte er es wenigstens richtig auskosten.
“Habe ich dich überzeugt?”, fragte Sandra mit gespielt unschuldiger Stimme. Lee nickte. Der Schweiß stand ihm schon auf der Stirn vor lauter Erregung. Er wurde zu seinem Bett dirigiert, wo er sich hinsetzte. Schwer atmend sah er zu, wie Sandra Oberteil und BH auszog. Ohh, er ahnte bereits, was sie vorhatte, und es ließ seine Lendengegend hart zusammenzucken.
Bald darauf sollte sich seine Vermutung bestätigen. Sie hatte sein Glied zwischen ihre wundervollen, prallen Brüste geklemmt und fing mit genüsslichem Stöhnen an, auf und ab zu bewegen. Ihre Brustwarzen waren schon hart und fest als er hinein kniff. Auch wenn er sich gerade schon am Rand der Ekstase befand, wusste er, was sowohl ihm als auch ihr jetzt den ultimativen Kick geben würde.
“Ich will dich ficken, Süße.” keuchte er heiser, “Jetzt, sofort.”
Er zog sie auf die Beine, stieß sie aufs Bett und näherte sich ihr von hinten. Unsanft riss er ihre Kleidung herunter und warf sie zur Seite. Als er sie an den Hüften festpackte, raunte sie vorfreudig. Doch jetzt war er an der Reihe, sie ein bisschen zu ärgern.

Langsam wanderten seine Hände von der Hüfte zu ihren makellosen Pobacken. Erst kniff er nur hinein, dann schlug er mit der flachen Hand dagegen, und das mit einer Kraft, die Sanni laut aufwimmern ließ. Er ließ seine Finger zwischen ihre Beine gleiten, spreizte sanft ihre Schamlippen und beugte sich vor. Stöhnend stellte er fest, dass sie vor Erregung schon ganz heiß und feucht war. Er grub seine Zunge gierig und forsch in die Tiefe. Sanni jauchzte fast vor Genuss. Er wusste, dass sie es gern grob hatte, und das war ihm gerade mehr als nur recht. Während er immer wieder über die lustvoll bebende Öffnung leckte, schien die Schwarzhaarige nur so zu vergehen.

Irgendwann beschloss er, dass er sie genug vorbereitet hatte, denn sie war schon so nass, dass es ihm ein Leichtes sein würde, in sie einzudringen. Und genau das würde er jetzt auch tun.
Er erhob sich, fasste sie mit einer Hand erneut an die Hüften und führte mit der anderen seine pulsierende Männlichkeit direkt dahin, wo sie jetzt verlangt wurde. Ohne zu zögern drang er ein, und er tat es nicht zaghaft, sondern mit ganzer Kraft. So oft schon hatte sie erzählt, wie sehr sie sich wünschte, dass ein Mann sich mal völlig gehen lassen würde. Sie wollte erobert werden, hart, gnadenlos und ohne Zurückhaltung. Und das sollte sie bekommen. Wenn er sie schon fickte, würde er dafür sorgen dass sie es nie im Leben wieder vergessen würde.

Er legte sämtliche Kraft in seine Stöße. Es tat ihm schon fast selbst weh, so hart gegen ihren Hintern zu schlagen, doch er war wie in einem Rausch und konnte nicht damit aufhören. Er umklammerte ihr Becken so fest, dass seine Fingerspitzen anfingen zu kribbeln. Ihr Stöhnen wurde lauter, verzweifelter und ging schließlich nahtlos in ein hemmungsloses Schreien über. Sanni versuchte verzweifelt, irgendwo am Bett Halt zu finden, und er merkte an ihrer Körpersprache, dass sie kurz davor war, sich in einem Orgasmus zu verlieren. Allein der Gedanke, dass er es gerade seiner besten Freundin von hinten besorgte, trieb ihn so in die Verzweiflung, dass er nicht mehr an sich halten konnte.

Sie kamen nahezu gleichzeitig, pressten wimmernd vor Leidenschaft ihre glühende, nasse Haut an einander. Lee versuchte noch, sich aus der Enge ihres Körpers zurück zu ziehen, doch es war einfach zu schön in ihr. Er wollte nicht auf ihr kommen, sondern in ihr, und sie ließ es bereitwillig zu.
Als ihre Körper schließlich zur Ruhe kamen und der Schweiß auf ihrer Haut sie wieder abkühlen ließ, kam Lee langsam wieder zur Besinnung.
“Und, ich hatte doch Recht, oder?”
Blaue Augen blitzten schalkhaft zwischen pechschwarze Locken hervor. Lee nickte resigniert.
“Ja, hattest du.”
Auch wenn er in dieser Nacht doch keinen Schlaf mehr fand, war es ihm inzwischen mehr als egal. Dass Sanni so oft Streit mit ihrem Lover hatte, war zum ersten Mal nichts Beschwerliches mehr für Lee, sondern eine wahre Erlösung.

Am nächsten Tag, als er gerade an seiner siebten Tasse Kaffee saß und verzweifelt versuchte, die Augen offen zu halten, meldete sich sein Smartphone. Neugierig sah er auf das Display. Eine Nachricht von Sanni. Irgendwie ahnte er bereits, was sie schreiben würde.

“Lee... Ich weiß nicht, wie ich es dir beibringen soll, aber ich habe mich eben mit Tim ausgesprochen. Wir werden es noch mal mit einander versuchen. Bitte sei mir nicht böse.”

Leander hob die Kaffeetasse an seinen Mund, nahm einen Schluck und dachte nach. Schließlich fing er schweigend damit an, ihr eine Antwort zu schreiben.

“Kein Problem. Wünsche euch alles Gute. Ich tröste dich liebend gern, wenn es wieder nötig ist.”

Mit breitem Grinsen schickte er die Nachricht ab.