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Escape from Crematoria

von Caelum
GeschichteSci-Fi, Suspense / P16 / Gen
Jack B. Badd / Kyra Richard B. Riddick Siberius Vaako
11.12.2013
19.04.2014
4
4.239
 
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11.12.2013 1.330
 
Ich melde mich mal wieder zurück mit einer eher kleinen Geschichte zu meinem Liebling. Der erste Part ist schon etwas älter, ich hab vor kurzer Zeit wieder angefangen daran zu schreiben. Bitte schlagt mich nicht, falls irgendetwas nicht stimmen sollte! :D

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„Kommst du mit mir, Kleine?“




Seine männliche, tiefe Stimme hallte durch den Gefängnistrakt von Crematoria. Er hielt mir seine behandschuhte Pranke hin, ein anzügliches Grinsen umspielte seine Mundwinkel. Seine Unterlippe war aufgeplatzt, rotes Blut entwich daraus und sickerte sein Kinn entlang.

Ich stand zitternd auf der Steinplattform und hielt meine Schulter. Die Kugel hatte sie zwar nur gestreift, trotzdem blutete es unaufhörlich. Von den Schmerzen gar
nicht zureden.

Die anderen Häftlinge, die die Explosion überlebt hatten und überhaupt noch in der Lage waren, das Seil hinauf in die zerstörte Kontrollzentrale zu klettern, waren schon auf dem Weg nach draußen.


Nur Riddick und ich waren noch hier unten.



Riddick hielt sich mit einer Hand an dem rauen Seil fest, die andere streckte er mir entgegen. Seine Kleidung war leicht zerrissen und mit Blut getränkt. Ob es nur seins oder auch das von anderen war, wollte ich nicht wissen. Auf seinem muskulösen, breiten Rücken hing sein olivfarbener Rucksack und eine große, silbernglänzende Klinge. Wahrscheinlich eine von den Necromonger-Klingen.

Ich sah ihn schlotternd an und nahm vorsichtig seine große, raue Hand.
„So gefällt’s mir. Und jetzt lächel mal bisschen, Süße.“, hauchte Riddick und hob mich mit einer Handbewegung an seine Brust. Er war verdammt heiß, ich spürte, wie sein Blut an mir pulsierte.

Ich versuchte mich zusammenzureißen und lächelte schüchtern. Riddick deklarierte das mit einer eindeutigen Bewegung an meinem Arsch und zog mich enger an seine Brust. Ich legte den Kopf auf seine Schulter und ließ mich von ihm mit hinauf ziehen. Unten, auf dem Grund des Gefängnisses, hörte ich die wilden Tiere brüllen, die Flammen schlugen inzwischen bis zu den Zellen hinauf.


Riddick beeilte sich dem entsprechend und ich klammerte mich an ihn.
„Wie heißt du?“, fragte er mich, während wir der Öffnung in die Wächterzentrale immer näher kamen. Ich sah kurz nach unten und bereute es sofort wieder. Mindestens 100 Meter trennten uns vom Boden, und alles was uns hielt, war ein dünnes Seil.


„Valerie.“, antwortete ich leise und zuckte zusammen, als Riddick über meine Schulter streifte.
Er musterte meine Schulter kurz, dann biss er sich kurz auf die Lippen und klettere weiter nach oben. „Tut mir Leid, Valerie. Kyra flickt dich nachher wieder zusammen.“
Ich nickte mit schmerzverzerrtem Gesicht und wartete, bis wir oben angekommen waren. Als Riddick und ich durch die gezackte Metallöffnung kamen, wurden wir schon ungeduldig erwartet.


Kyra, Guv und die anderen Häftlinge standen an die zerstörten Maschinen des Kontrollzentrums von Crematoria gelehnt oder durchsuchten die Gegend nach verbleibenden Waffen. Riddick setzte mich vorsichtig auf den grauen Metallboden ab und sprang vom Seil ab. Kyra sah mich finster an, ich wusste sofort, dass wir keine guten Freundinnen werden würden.


„Kyra! Kümmer dich um Valerie!“, rief Riddick und half Guv, die Fenster des Kontrollraumes herauszubrechen. Die Angesprochene warf ihm einen vernichtenden Blick zu, dann schob sie sich neben mich und zog mein Shirt von der verwundeten Schulter. Das erste Mal sah ich die Wunde und wusste sofort, dass die Kugel mich nicht nur gestreift, sondern meine Schulter komplett durchdrungen hatte.

Kyra zog scharf die Luft ein, dann stand sie auf und ließ mich allein sitzen. Ich verstand nicht sofort, was sie gegen mich hatte, aber als sie Riddick ansah, wusste ich es. Es war nicht, dass sie Riddick anschaute, sondern die Art, wie sie ihn musterte. Sie liebte ihn. Und ich war anscheinend sein neues Objekt der Begierde.


Riddick drehte sich zu mir um und bekam gerade noch mit, wie Kyra sich von mir wegdrehte und das Kontrollzentrum durch die eingeschlagene Scheibe verließ. Er setzte sich neben mich und kramte in seinem Rucksack.

„Mach dir keine Gedanken, Kleine. Sie gibt sich wieder.“, murmelte er mit seiner rauchigen, wahnsinnig heißen Stimme und drückte einen Verband an meine Schulterwunde. Ich zog scharf die Luft ein und krallte mich in den kalten Boden fest. Der Schmerz hätte gereicht, um mich bewusstlos zu machen, aber vor Riddick konnte ich mir keine Blöße geben.

Nachdem er die Wunde gesäubert und mit einigen Verbänden geschützt hatte, gab er mir eine Schmerztablette. „Hier, ich werde sie wohl nicht brauchen.. Aber dir tut sie vielleicht jetzt ganz gut.“

Ich schluckte sie schnell und ließ mich von ihm hochziehen. Guv, Kyra und die anderen warteten draußen auf uns; Riddick half mir durch die Fensterscheiben und hob mich auf die andere Seite.


Dann drehte er sich zu den anderen Ex-Häftlingen um und sagte laut: „Es gibt nur eine Geschwindigkeit.“
Alle schauten ihn an, ich musterte von hinten sein breites Kreuz und atmete tief ein und aus, um den Schmerz zu verdrängen.

Nach einer kurzen Pause vervollständigte er:
„Meine Geschwindigkeit.“


Nachdem er seinen Plan kurz erklärt hatte, hielt er inne und starrte zum Himmel hinauf. Die Sonne schickte bereits die ersten goldenen Strahlen in das Dunkel der Nacht. Uns blieb nicht mehr viel Zeit, denn bald würden die Temperaturen in die Höhe schießen und auf über 350 Grad Celsius steigen.


Ich zog mich an einem großen Trümmerteil in die Höhe und blieb zitternd stehen. Anscheinend hatte ich doch etwas mehr abbekommen als nur den Schulterdurchschuss und die zahlreichen Kratzer.

Kyra stapfte bereits über die steinige, erstarrte Lavalandschaft, die von einem riesigen Vulkan erschaffen wurde, während Riddick auf mich wartete. Ich zitterte wie im Fieber, zugleich war mir auch extrem warm. Nur wenige Schritte trennten mich von diesem verdammt scharfen Kerl, doch nach fünf Schritten kippte ich zur Seite weg.


Sofort fing Riddick mich mit seinen starken, muskelbepackten Armen auf und sah mich seufzend an. Ich verzog das Gesicht zu einer angstvollen Miene, wahrscheinlich würde er mich jetzt hier lassen. Mit mir waren sie zu langsam und kamen nicht rechtzeitig am Hangar an, um das Raumschiff vor Sonnenaufgang zu starten. Tränen drängten sich in meine smaragdgrünen Augen, ich wollte es nicht wahrhaben.

Riddick schüttelte mit dem Kopf und nahm seinen Rucksack mitsamt der Klinge ab.
„Ich lass dich nicht hier zurück, dafür siehst du zu geil aus. Versprich mir, dass du dich festhältst und nicht loslässt, okay?“, hauchte er und schob ich auf seinen Rücken.


Ich wusste gar nicht, wie mir geschah und konnte nur leise „Danke..“ murmeln. Dann reichte er mir seinen Rucksack, die Klinge nahm er in die Hand und lief los, um Kyra und die drei Häftlinge einzuholen. Kyra war stinksauer davongerannt, ich wettete, wenn sie uns so sah, würde das ihre Stimmung nicht wirklich heben.


Also schlang ich Arme und Beine um Riddicks Prachtkörper und ließ mich von ihm tragen. Er roch wahnsinnig gut, ein bisschen nach Treibstoff, nach frischem Schweiß und nach purem Sex.


Unauffällig atmete ich ihn tief ein und schloss die Augen. Die Erschütterungen, wenn er über einen dunkelgrauen Hügel sprang, um die anderen einzuholen, ließ Schmerz in meine Schulter strömen. Ich biss die Zähne zusammen und beobachtete die aufgehende Sonne von Crematoria.


„Alles klar bei dir?“, fragte Riddick und rannte schneller. Auch er hatte die herannahende Gefahr erkannt und beeilte sich, zum Hangar zu kommen.
Inzwischen hatten wir Kyra und Guv eingeholt, wenn Blicke töten könnten, läge ich wohl nun in einer rot glühenden Magmaspalte, die hier und da durch die erstarrte Kruste brachen.

Die grenzenlose Wut konnte sie nur schwer verstecken, Riddick bemerkte meine Anspannung und rief den anderen zu:
„Na kommt schon!! Wir haben nur noch etwa 10 Minuten, verdammt!“
Guv drehte sich zur aufgehenden Sonne um und nahm dann die Beine in die Hand. Riddick beschleunigte weiter und hielt meine Beine fest.

Ich klammerte mich an seinen Nacken und konnte in etwa hundert Metern Entfernung den Hangar mit dem Raumschiff darin sehen.
Auch die anderen hatten ihn gesehen und schnellten darauf zu.


Als wir nur noch zirka 20 Meter vom Hangar entfernt waren, sahen wir sie.
Ihre silbernen Klingen glänzten in der aufgehenden Sonne, die Rüstungen schimmerten mit ihnen um die Wette.


Necromonger.
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