Etwas zwischen Hass und Liebe

GeschichteRomanze / P18
09.12.2013
03.02.2016
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09.12.2013 752
 
Verdammt! Dieser scheiß Bus! Ich komme zu spät! Schnell rannte Akaya die Treppe hoch. Es hatte gerade geklingelt, die erste Stunde hatte also angefangen. Wieso müssen wir ausgerechnet jetzt Kurse haben? Dann müsste ich nicht so weit laufen! Aber nein, genau jetzt muss ich in den dritten Stock!
Gleichzeitig rannte Rin die Treppe runter. Sie war im dritten Stock gewesen. Was ein Scheiß! Wir haben Kurse! Ich bin komplett umsonst in den dritten Stock gelaufen! Sie sprang schon fast die einzelnen Stufen runter, nahm immer mindestens zwei auf einmal.
Doch plötzlich kam ihr jemand entgegen gerannt. Sie konnte nicht mehr bremsen und auch ihr gegenüber sah sie zu spät. Sie krachten ineinander und fielen die letzten zwei Stufen der Treppe nach unten. Benommen blieben die beiden einen kurzen Moment liegen. Dann versuchte Rin langsam aufzustehen. Mit der linken Hand fasste sie sich an den Kopf, mit der rechten stützte sie sich auf dem Boden ab. Warum ist der Boden denn so warm? Und irgendwie fühlt er sich so... muskulös an. Sie sah unter sich und bemerkte, dass sie rittlings auf Akaya saß und sich gerade auf seiner Brust abstützte. Er öffnete seine Augen, sah sie an und erkannte dann, wer da in dieser äußerst seltsamen Position auf ihm saß. Och nein, nicht diese Zicke! Die ist doch immer mit diesen Rockern zusammen! Na super, ausgerechnet die!
Erschrocken sprang sie von ihm runter. „Sag mal Junge, kannst du nicht aufpassen? Hast du etwa keine Augen im Kopf?“ Wütend stand er auf. „Ich? Wer ist denn wie so´n blödes Karnickel die Treppe runter gehüpft? Guck doch selber, wo du hinläufst.“ Er stapfte an ihr vorbei und rannte weiter die Treppe hoch. Klasse! Wegen der blöden Kuh komme ich jetzt noch später! Das gibt Ärger!
Auch Rin machte sich wieder auf den Weg. Was ein Arsch! Warum muss der Vollpfosten ausgerechnet in meiner Klasse sein? So ein Tennis-Freak! Bei ihrer Klasse angekommen musste sie zur Strafe fürs zu spät kommen vor der Tür stehen. Dort regte sie sich weiter über den schwarzhaarigen Tennisspieler auf. Akaya ging es genauso. Er saß auf dem Flur und fluchte in Gedanken über seine Klassenkameradin mit den dunkelroten Haaren. Was glaubt sie wer sie ist? Die meint auch, nur weil sie älter ist als wir, geil aussieht in ihren Lederklamotten und Motorrad fährt, kann sie sich alles erlauben. So ging es für die beiden den Rest der zwei Kursstunden weiter. In der Pause danach standen die beiden bei ihren Freunden und trafen so nicht aufeinander. Doch die absolute Katastrophe sollte in den darauf folgenden zwei Stunden eintreten.
Die Lehrerin betrat strahlend den Klassenraum. „Ich habe mir für die nächste Woche etwas ganz tolles überlegt! Ihr werdet in Gruppen zu je zwei Personen zusammenarbeiten. Jedes Paar bekommt ein Thema zugeteilt, wozu eine Mappe angefertigt wird. Diese gebt ihr dann an mich ab und ich verteile Noten. Zeit habt ihr bis nächsten Dienstag, also genau eine Woche. Und wer mit wem zusammenarbeitet, das werde ich jetzt auslosen. Ich habe eure Namen auf Zettel geschrieben, in diese Kiste gelegt und gut vermischt!“ Dabei hielt sie einen kleinen Karton in die Luft. Stolz stellte sie ihre Sachen ab, öffnete den Karton und griff mit geschlossenen Augen hinein. Sie zog ein kleines, gefaltetes Stück Papier heraus und las den Namen laut vor. Immer die zwei nacheinander gezogenen Namen bildeten ein Team. Als die Lehrerin den siebten Zettel zog las sei laut „Rin Minamoto“ vor. Die Aufgerufene horchte. Wer würde wohl ihr Partner werden? Die Lehrerin zog den nächsten Zettel und machte große Augen, als sie den Namen sah, der darauf vermerkt war. Sie überlegte kurz und sagte dann laut: „Akaya Kirihara“ Rin´s Kopf schlug fast auf dem Tisch auf. Nein! Bitte, jeder nur nicht der! Auch Akaya war sichtlich entsetzt über seine Partnerin. Leise grummelte er vor sich hin. Das die beiden sich nicht wirklich leiden konnten wusste fast jeder in der Klasse, weshalb erst einmal lautes Gemurmel in der Klasse aufkam. Die Lehrerin war sich der schlechten Einteilung bewusst, was ihr anfängliches Zögern verursacht hatte. Doch sie hatte die geringe Hoffnung, das die beiden sich durch die gemeinsame Arbeit besser verstehen würden.
Doch das anfangs das Chaos vorprogrammiert war, war auch ihr klar.

So, ich sag mal, herzlich Willkommen zu meinem neusten Projekt! Ich hoffe, ihr werdet bei dieser Geschichte genauso viel Spaß am Lesen haben, wie ich ihn beim Schreiben hatte :D
Es bleibt mir also nichts mehr, als euch viel Freude zu wünschen :)
Alles Liebe, eure LittleLuna <3
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