Family Affairs

von - Leela -
KurzgeschichteFamilie, Freundschaft / P12
Eddie Futura Jake Tracy
08.12.2013
08.12.2013
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Diese Kurzgeschichtensammlung gehört zu meinem Memeprojekt »Meme Nr. 7«.

Das Projekt funktioniert nach folgendem Prinzip:
1.) Numeriere eine bestimmte Anzahl von Charakteren.
2.) Setze die Charaktere dann den Nummern entsprechend in den vorgegebenen Situationen ein.
3.) Schau, was passiert! ^^


Die Liste zum Projekt lautet wie folgt:

1. – Futura
2. – Arlene
3. – Jack
4. – Eddy
5. – Mabel
6. – Tasha
7. – Jake
8. – Tracy
9. – Spenser

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Situation 13:

Vorgabe:
● Nr. 2, Nr. 5 und Nr. 7 müssen zusammen ein Omelett machen. Wie läuft das ab und kriegen sie sich dabei in die Wolle? Ist das Omelett im Endeffekt genießbar?
● Arlene, Mabel und Jake müssen zusammen ein Omelett machen. Wie läuft das ab und kriegen sie sich dabei in die Wolle? Ist das Omelett im Endeffekt genießbar?


Kleine Revanche

Eddy und Tasha gesellten sich in die Küche der Spensers, wo die Mütter sich nach dem Kaffeetrinken, zu dem die Eltern die »Kinder« und Tracy eingeladen hatten, gerade damit beschäftigten das Geschirr abzuwaschen, während die Väter mit Tracy und Futura im Wohnzimmer fachsimpelten.
      „Was gibt es denn gleich noch zu essen?“ fragte Tasha frei heraus. „Wir haben noch Hunger!“
      „Ach?“ ließ sich Mabel vernehmen. „Und ich dachte schon, ihr wolltet beim Abwaschen helfen.“
      Tasha und Eddy wechselten einen Blick der bedeutete, daß das nun nicht ihr Ansinnen gewesen war. „Gibt es denn gleich noch was?“ fragte Eddy mit hoffnungsvollem Blick.
      „Es ist noch Kuchen übrig!“ meinte Arlene leichthin.
      „Nein, wir meinen etwas richtiges zu Essen!“ erklärte Tasha.
      Mabel stellte die Teller zusammen und machte eine einladende Geste. „Fühlt euch wie zu Hause! Wenn ihr noch etwas essen wollt, dann macht euch was!“
      Das war nun auch nicht das Ergebnis, das die beiden hatten haben wollen.
      „Die anderen mögen bestimmt auch noch was vernünftiges essen!“ argumentierte Eddy geistesgegenwärtig.
      „Aha!“ kommentierte Arlene. „Schokocremetorte und Zitronenkuchen ist also nichts vernünftiges.“
      „Nein, so war das ja gar nicht gemeint!“ verteidigte sich Eddy in Zugzwang. „Aber das ist eher etwas…“
      „Das ist halt Süßkram!“ half Tasha ihm aus der Bredouille und erntete einen dankbaren Blick von ihm. Als sie eine Tür hinter sich klappen hörte, reagierte Tasha sofort, und winkte Jake zu ihnen herein, bevor der vom Bad wieder im Wohnzimmer verschwinden konnte. „Wir überlegen gerade, ob wir noch etwas reelles zu Essen machen wollen!“ verkündete sie.
      „Hey, das ist eine gute Idee!“ stimmte Jake begeistert zu.
      Arlene seufzte. „Ich merke schon, das bleibt mal wieder an uns hängen!“
      Mabel drückte indes Jake einen Stapel Teller in die Hand und deutete auf einen Küchenschrank.
      Ganz automatisch ging Jake zu dem Schrank herüber und stellte das Geschirr weg.
      „Ihr könnt das eben so gut!“ schmeichelte Eddy nun mit einem gewinnenden Lächeln, das die leichte Hoffnung beinhaltete, seine Rechnung würde aufgehen.
      Mabel sah ihn tiefgründig an. „Wenn du deine Energie, die du dazu nutzt, uns zu überreden mal dafür verwenden würdest, selbst etwas zu machen, hättet ihr bereits etwas zu essen! Du kannst das nämlich auch!“ Mit diesen Worten begann sie, das Besteck in eine Schublade einzusortieren und ließ ihren Sohn mit der Abfuhr und einem Schmollen stehen.
      Jake lachte. „Tja, da hat sie nicht ganz Unrecht!“ meinte er und lehnte sich beim Fenster an die Heizung.
      „Naja, aber wir können ja auch nicht hier in der Küche rumwuseln, während ihr noch dabei seid, Geschirr wegzusortieren!“ warf Tasha ein.
      Bei ihrer Verteidigung erhellte sich Eddys Miene wieder. Wenigstens auf seine Frau konnte er sich verlassen.
      Mabel verdrehte die Augen. „Die Küche gehört anschließend ganz euch!“
      Eddy atmete leicht frustriert durch. Sie würden gegen ihre Mütter nicht ankommen, das merkte er jetzt schon. Doch Tasha zwinkerte ihm leicht zu.
      „Aber eine Gemeinschaftsarbeit ist viel lustiger!“ behauptete sie.
      Arlene und Mabel wechselten einen Blick. Arlene schmunzelte. „Ich denke, das können wir den Kindern ruhig zugestehen.“
      „Na gut. Mal sehen, was können wir denn machen…“ Mabel legte das Abtrocknetuch aus der Hand und sah sich in den Schränken um. „Omelett? Eier hätten wir noch genug da!“
      „Klingt gut!“ erwiderte Tasha. „Ich frage die anderen mal!“ Und damit war sie aus der Küche verschwunden. Jake und Eddy beobachteten die Szene, Jake amüsiert, Eddy ein bißchen skeptisch, da er nun doch nicht um die Arbeit herumkam. Tasha war nur einen Augenblick später wieder zurück. „Omelett klingt super!“ erklärte sie. „Unsere Dads freuen sich auch schon sehr drauf. – Bei der Gelegenheit: Dad wollte Eddy und mir noch etwas zeigen! Aber drei Leute reichen ohnehin, um die Omeletts zu machen, sonst wird es auch viel zu voll hier in der Küche.“ Sie stupste Eddy an, der sofort schaltete, und ehe noch jemand von den anderen drei etwas sagen konnte, waren sie aus der Küche verschwunden.
      Jake schaltete erst viel zu spät. „Hey, Moment mal…“ Er sprintete hinterher, doch kurz bevor er die Tür erreichte, fiel sie vor ihm in’s Schloß. Fassungslos starrte er die Tür an.
      Auch Mabel und Arlene hielten einen Moment perplex inne, dann konnte Arlene nicht mehr an sich halten und brach in Lachen aus. „Auf den Kopf gefallen ist sie nicht!“ kommentierte sie die Aktion ihrer Tochter und gab Mabel und Jake einen Wink. „Kommt, laßt und mal sehen, was wir aus den Omeletts machen können.
      Jake schickte einen vernichtenden Blick durch die geschlossene Tür hindurch, der schon jetzt Rache verhieß, und ließ sich dann von den Müttern in die Arbeit einspannen.

Mabel organisierte die ganzen Zutaten und stellte sie auf den Tisch, während sie Jake anwies, wo er Schüsseln und das notwendige Zubehör fand. Arlene kümmerte sich derweil schon mal um die Bratpfanne und ließ sich von Mabel das Öl geben.
      „Wir haben sogar noch Bananen.“ bemerkte Mabel. „Wir können für Tracy also ein Bananenomelett machen!“
      „Das hat er sich auch verdient!“ meinte Arlene.
      Mabel nahm eine Dose Pilze aus dem Kühlschrank und sah die anderen fragend an.
      „Champignons sind immer gut!“ erklärte Arlene sofort, und so fand die Dose ihren Weg auf den Arbeitstisch.
      „Tomaten?“ fragte Mabel.
      „Oh, ja!“ stimmte Jake sofort zu.
      Arlene blieb hinter ihm stehen und legte versöhnlich die Hände auf seine Schultern. „Siehst du, Großer, du hast jetzt wenigstens die Möglichkeit, mitzubestimmen!“
      „Ja!“ meinte er erstaunt, als er näher drüber nachdachte, und mit einem Mal erhellte sich seine Miene.
      „Wollen wir verschiedene machen? Oder alle nach dem gleichen Muster?“ fragte Mabel.
      „Also, ich möchte keine Bananen in meinem Omelett!“ meinte Jake.
      „Mal abgesehen von den Bananen!“ lachte Mabel.
      „Tomaten und Champignons mag doch eigentlich jeder!“ war Arlene sich sicher. „Ich würde sagen, wir machen sie alle nach dem gleichen Strickmuster, dann kann sich niemand beschweren.“
      „Wir könnten fragen, wer was möchte!“ warf Mabel ein.
      „Ja!“ entgegnete Arlene verheißungsvoll. „Und genau das gönne ich zwei Personen unter den Anwesenden gerade nicht!“
      Jake und Mabel wechselten einen erstaunten Blick. Nie hätten sie vermutet, daß Arlene ihrer Tochter und ihrem Schwiegersohn gegenüber sogar richtig gehässig werden konnte.
      „Wir könnten Eddy auch eines mit Bananen unterjubeln!“ fügte Jake mit einem Hauch Niedertracht an.
      Die beiden Frauen lachten. „Na, jetzt werden aber richtig Rachepläne geschmiedet, was?“ kommentierte Mabel, die genau wie Jake wußte, daß Eddy mittlerweile eine Aversion gegen Bananen im Essen entwickelt hatte, seit Tracy das zu oft beim Kochen praktiziert hatte.
      „Das wäre aber schade drum!“ wandte Arlene ein. „Um das Omelett, meine ich!“
      „Gar nicht!“ erwiderte Jake mit einem Kopfschütteln. „Wenn Tasha das mitbekommt, tauscht sie garantiert mit ihm, und alles ist gut. Nur für den ersten Moment möchte ich seinen Gesichtsausdruck sehen.“
      „Tja, damit kriegen wir Eddy, und was machen wir mit Tasha?“ fragte Mabel.
      „Mal sehen, vielleicht reicht das ja sogar so schon aus…“ murmelte Jake, als er anfing, die Eier in die Schüssel zu schlagen.
      Arlene und Mabel sahen sich ein wenig verständnislos an, beschlossen aber, abzuwarten und es darauf ankommen zu lassen.
      Mabel nahm eine Tüte aus dem Kühlschrank. „Hier, den Käse können wir mit in den Teig rühren. Was haltet ihr davon?“
      Jake nickte begeistert und nahm die Tüte entgegen. „Reicht das so?“ fragte er, als er die Menge an Eiern in der großen Schüssel begutachtete.
      „Ja, sicher!“ behauptete Arlene. „Es soll ja nur eine Kleinigkeit werden, und nicht eine ganze Legion verköstigt werden!“
      Jakes Blick sagte, daß er sich da nicht so sicher war, wenn er an Eddy und Tasha dachte, und unter der Prämisse, daß mittlerweile auch Tracy und ihre Väter mit involviert waren.
      Mabel reichte Jake die Milch.
      Der sah die Packung nachdenklich an. „Soll ich die nach Gefühl da reinkippen?“
      „Sicher! Die sollen ja was werden!“ meinte Mabel leichthin.
      „Aber ich kann das gar nicht richtig abschätzen…“
      „Nach Gefühl!“ meinte sie. „Das sagt doch schon alles! Laß dich von deiner Intuition leiten!“
      Jake atmete durch. „Auf eure Verantwortung!“
      Während Mabel und Arlene sich um Champignons und Tomaten kümmerten, rührte Jake mit gemischten Gefühlen die Basis für das Omelett an. Wenn er ehrlich war, hätte er im Augenblick lieber Tomaten geschnitten, da wußte er wenigstens, was er tat.
      „Sieht doch gut aus!“ meinte Mabel und strich ihm aufmunternd über den Rücken, während sie von der anderen Seite der Küche Gewürze organisierte. Zu Jakes Seelenfrieden gab sie diese aber selbst hinzu, während er rührte. „Ich denke, das reicht!“ entschied sie und begann schon mal aufzuräumen, während Arlene die Pfanne mit dem Öl erhitzte.
      Jake sah sich das Resultat bis hierher an und mußte gestehen, daß es sogar richtig Spaß machte, mit den beiden Frauen zu kochen. Er stellte die Zutaten bei Arlene auf der Arbeitsfläche bereit, damit Mabel den Tisch abwischen konnte.
      Kurz darauf brieten die ersten Omeletts in der Pfanne, und Mabel stellte Teller bereit. „So, die zwei mit den Bananen machen wir hier auf die beiden Teller ganz rechts, damit wir sie nicht verwechseln!“
      Arlene und Jake nickten und wechselten ein verschlagenes Lächeln. Das wurde ein Spaß…

Der Rest der Truppe saß bereits am Tisch zusammen, als die drei Köche die ersten Omeletts auftrugen. „So, Omeletts à la Mabel, Arlene & Jake!“ verkündete Arlene. „»à la Spenser & Kong« wäre zu viel gesagt, dann könnten sich auch Personen angesprochen fühlen, die nicht daran mitgewirkt haben!“ ergänzte sie mit einem süffisanten Schmunzeln in Richtung Tasha und Eddy.
      Jake fiel fast der Teller aus den Händen, den er gerade seinem Vater hinstellen wollte und sah seine Stiefmutter entgeistert an. So eine Breitseite hatte er ihr überhaupt nicht zugetraut! Mabel, ja! Aber Arlene hatte ihn gerade überrascht!
      „Immerhin hatten wir die Idee dazu!“ verteidigte sich Tasha automatisch.
      „Nein, ihr ward nur hungrig und habt rumgejammert!“ widersprach Mabel. „Die Idee, was man dagegen machen kann und die Umsetzung kam von uns!“
      Damit brachte sie Tasha tatsächlich aus dem Konzept – ein seltenes Vergnügen. „Na, die Hauptsache ist ja auch, daß es etwas geworden ist!“ fügte sie ausweichend an.
      „Na, was mußtest du den beiden denn so ultrawichtiges zeigen?“ fragte Arlene ihren Mann neugierig.
      „Oh, die beiden wollten doch schon lange mal das alte Equipment anschauen, das Spenser hier noch von damals gelagert hat!“ erklärte Jack unschuldig.
      Arlene sah ihn argwöhnisch an, wie um herauszufinden, ob es ein abgekartetes Spiel war. Sie wußte, daß Jack und Tasha zusammenhielten wie Pech und Schwefel, und daß er alles für sie tun würde. Sie wollte aber auch die Möglichkeit nicht ausschließen, daß Tasha ihn um den Finger gewickelt hatte, ohne daß er etwas davon mitbekommen hatte – auch dafür war sie prädestiniert. An einen Zufall glaubte sie jedenfalls nicht so richtig.
      Mabel und Jake tischten gerade die restlichen Omeletts auf, dann setzten sie sich gemütlich zusammen, wobei die drei Verschwörer Eddy und Tasha unauffällig nicht aus dem Blick ließen.
      „Die Omeletts sind euch wirklich phantastisch gelungen!“ erklärte Spenser bereits anerkennend, und Tracy hob einen Daumen. „Oki Doki!“
      „Vielen Dank!“ erwiderte Mabel und mußt sich ein kleines Lächeln verkneifen, als sie gespannt beobachtete, wie Eddy genußvoll das erste Stück Omelett in den Mund schob.
      Erwartungsgemäß stockte er nur kurz darauf, mit einer Miene, die alles andere als Begeisterung ausdrückte.
      Tasha hielt im Kauen inne und sah ihn besorgt an. „Findest du es nicht gut?“ fragte sie ungläubig.
      Eddy bemühte sich, den Bissen zu schlucken, bevor er entsetzt fragte: „Wer ist denn auf die Idee gekommen, da Bananen reinzutun?“
      Tracy grinste beseelt und hob anerkennend einen Daumen, während sich die anderen fragend ansahen.
      „Also, bei mir sind keine Bananen drin!“ erklärte Futura.
      Mabel und Arlene wechselten mit Jake einen Blick, der abwartend in die Leere schaute, als würde er einen Countdown runterzählen.
      Seine Vermutung bestätigte sich nur eine Bruchteilsekunde später. „Wieso kriegen Eddy und Tracy ein Omelett mit Bananen, und ich nicht?“ entrüstete sich Tasha.
      Jake konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, und jetzt verstanden auch Mabel und Arlene, was Jake in der Küche gemeint hatte.
      „Tja! Du warst ja zu schnell wieder weg!“ meinte Arlene mit einer bedauernden Geste.
      Sie kostete eine Sekunde den enttäuschten Gesichtsausdruck ihrer Tochter aus, als Eddy schon sagte: „Hier, du kannst meins haben.“
      Sie schaltete mit einem kurzen Moment Verspätung, und nun schon wesentlich besser gestimmt tauschte sie den Teller mit ihm.
      Natürlich blieb ihnen nicht verborgen, daß das ein geplantes Komplott gewesen war, spätestens das Grinsen der drei Verschwörer löschte jeden Zweifel darüber aus. Jetzt konnten sie aber zumindest beide, wie auch der Rest der Familie, die Omeletts genießen.
      Nichtsdestotrotz, Jakes Rechnung war komplett aufgegangen, und die kleine Revanche damit geglückt.
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