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Angels Diaries

GeschichteThriller, Familie / P18 / Gen
Barney "The Schizo" Ross Gunnar Jensen Hector Lee Christmas Trench Mauser
02.12.2013
09.10.2014
23
61.691
1
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Dieses Kapitel
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02.12.2013 1.997
 
Nelly Delaine

Sanfter Regen ergoss sich über den Friedhof von New Orleans, der Himmel war von dunklen Wolken überzogen, kein Vogel wagte es ein Laut von sich zu geben. Alles wirkte grau und verfallen. Kein Sonnenschein war an diesen Tag zu sehen. Es war kalt und ungemütlich und passte, so furchtbar es auch klang, zu dieser Stimmung. Heute war Trenchs Beerdigung, in kleinen Kreis und einen leeren Sarg. Booker hatte es nicht geschafft, seine Leiche zu bergen, da er sofort unter Beschuss genommen wurde und nur knapp davon kam. Trenchs Körper würde auf ewig in Eis verschwinden. Dieser Sarg hier, war voll mit persönlichen Gegenständen. Bildern, Zigarren, irgendwelche Sachen die er gerne mochte und einer Halskette, die er mir zu meinen 10 Geburtstag geschenkt hatte. Es war keine von diesen normalen Beerdigungen, wie Hector sagte, es war eine Beerdigung ohne Pfarrer, da Trench nicht an Gott glaubte. Nein, Church hatte dafür gesorgt das Barney die Rede halten durfte. Und nie hätte ich gedacht, das es mich noch mehr mitnehmen würde.. "Trench Mauser war ein guter Mann, Soldat und Vater. Er hat seinen Beruf und >seine< Tochter geliebt wie kein zweiter", sagte der Boss der Expendables. Sachte legte seine Frau ihren Arm um mich und zog mich an sich heran. "Bis zum bitteren Ende hat er für ihren Schutz gekämpft. Er war stark, hat genug Mut um es mit mehreren Männern aufzunehmen, doch letzteres sollte ihm dann zum Verhängnis werden", ein bitterer Kloß bildete sich in meinen Hals, Tränen brannten mir in den Augen als eine erneute Flut an Trauer mich überkam. Ich drückte mich an den Körper von Nathalie und begann einfach zu weinen. Es musste raus... Es musste einfach raus... "Und heute wollen wir ihn verabschieden. Ruhe in Frieden, alter Freund. Du sollst wissen das wir dich vermissen werden". Bei den letzten Worten, erhoben Lee, Gunnar und Yang ihre Waffen und gaben 3 Schüsse in die Luft ab. Trenchs Sarg wurde herunter gelassen, einer nach den anderen warf eine Rose hinter her und als endlich alle anderen gegangen waren und ich mit Nathalie alleine vor den Grab stand. Sank ich auf meine Knie und sah auf den Grabstein. Ignorierte die Kälte von den Boden unter mir und schloss meine Augen. Der Kloß in meinen Hals wurde unerträglich... Vorsichtig ließ sich Nathalie neben mir nieder, legte ihre Schützende Arme um mich und zog mich an ihre Schulter.

~~~

Hector Boyka

2 Monat später...


"Ich liebe dich, Hector", keuchte Trisha und ließ ihren Kopf zurück ins Kopfkissen fallen. Mit meinen Händen stützte ich mich links und rechts von ihren Kopf ab, meine Lippen berührten ihren Nacken und wanderten zu ihren vollen Lippen. Doch sie berührten sie nicht, stattdessen sah ich ihr in die Augen "Ich liebe dich auch". Endlich legte ich meine Lippen auf die ihre, ihre Arme schlangen sich um meinen Rücken und ich schwöre bei Gott, wenn in diesen Moment nicht mein Schwiegervater angerufen hätte, hätte ich mit ihr die Nacht durchgemacht. Seufzend löste ich mich von Trisha, ließ mich neben ihr fallen und griff zu meinen Handy. "Was geht ab, Barney? Willst nen Schneemann bauen?", fragte ich spöttisch und hörte meine Freundin leise lachen. Barney stieß am anderen Ende der Leitung ein Knurren aus "Störe ich euch etwa bei etwas >Speziellen<?", fragte mein Schwiegervater und ich zwinkerte meine Freundin zu. "Nein... Niemals.. Wie kommst du denn darauf?", Trisha beugte sich über mich, mit ihrer Hand strich sie mir über die Brust und bereitete mir eine Gänsehaut. Aber leider war ich grade zusehr von meinen Schwiegervater abgelenkt. Ihn zu Ärgern machte einfach Spaß. "Wieso habe ich das Gefühl, das du mich grade Verarschen willst?".

"Was ist denn?", fragte ich nach einer Ewigkeit und fühlte Trishas Lippen auf meiner Haut. "Nelly hat in der Zeitung gelesen, das am Wochenende in Garland, Texas ein Volksfest stattfindet. Sie hängt uns schon den ganzen Tag in den Ohren, das sie dahin will... Alsoo..", kurz hielt Barney inne und ich legte den Kopf schief. "Höre ich etwa raus, das wir ein Familienausflug machen wollen?", hakte ich nach und warf meiner Freundin ein belustigte Blick zu. "Ja", säuselte er. "Und das fiel dir jetzt so schwer? Ernsthaft? Barney... Oh er hat aufgelegt", verwundert schaute ich auf meinen Handy. Er konnte doch so ein Arsch sein. "Ein Familienausflug also", Trisha sah mir in die Augen, auf ihren Lippen zauberte sich ein sanftes Lächeln, als sie mir das Handy aus der Hand nahm und es auf den Nachttisch legte. Mit meiner Hand strich ich ihr das Haar aus den Gesicht "Ja nach Garland. Volksfest. Kann es kaum erwarten, das du deine Hüften schwingst", erklärte ich und zog ihr Gesicht zu meinen. "Ich schwinge sie doch die ganze Zeit. Spürst du nicht den Strudel der dabei entsteht?", lachend drückte sie ihre Lippen auf die meine.

~~~

Nelly Delaine

7 Stunden und 24 Minuten sollte die Autofahrt nach Garland dauern. Von daher hatte Barney beschlossen das wir an Freitag Nachmittag mit Trisha, Hector, Aiden, Nathalie, den Zwillingen und Smilee losfuhren. Die anderen Mitglieder der Expendables wollten sich später einfinden. Das wir mit 2 Autos fahren mussten, machte die ganze Sache für mich noch spannender. Noch nie war ich auf einen Volksfest gewesen und ich war aufgeregt. "Wie gehts Aiden?", fragte Trisha und drehte sich zu uns um. Smilee warf einen Blick in die Schale und schenkte mir ein Lächeln "Schläft wie ein Stein und keine Sorge, er atme noch". Zufrieden drehte sich die junge Mutter um, ihre Hand ruhte auf den Oberschenkel von Hector, während dieser das Auto lenkte. "Gut, sonst hätte ich dich gehäutet", kam es von den Russen, seine Augen trafen in Rückspiegel die von Smilee, der darauf so bedeppert aussah das ich lachen musste. "Er ist dein Sohn, nicht meiner",  verteidigte sich der jüngere empört, worauf ich noch mehr lachen musste. Es war einfach witzig, die beiden Männer bei ihren Sticheleien zu beobachten. Fast wirkten sie wie beste Freunde aber irgendwo war auch diese Abneigung zu einander. "Und Nelly, wie ist es bei meinen Eltern?", fragte Trisha und ich wurde etwas rot um die Nase. In den letzten Monat hatte jede zweite Woche mein Aufenthaltsort gewechselt, ich war bei Gunnar der mir Chemieunterricht gab, Yang der mir etwas über seine Heimat erzählte und zuletzt war ich bei Barney und Nathalie. Es war wirklich eine schöne Zeit gewesen, zum ersten Mal hatte ich Geschwister in Aktion gesehen, eine wütende Nathalie und einen sichtlich angetrunkenen Barney. Alles in einen war es lustig und ich war gespannt darauf, wer als nächstes mein Gastgeber sein würde. "Es war toll. Deine Eltern sind wirklich nett", sagte ich und lehnte mein Kopf gegen die Fensterscheibe. Der Rest der Autofahrt verlief recht ruhig, da Smilee eingeschlafen war, Trisha ein Buch las und ich mich mit den kleinen Aiden beschäftigte. Immer wieder streckte er seine kleinen Hände nach mir aus, gab immer wieder ein leises Brabbeln von sich und ich konnte ihn kaum widerstehen. Er war genau so süß, wie ich es mir immer vorgestellt hatte und wie Trench es mir immer erzählt hatte. Bestimmt hätte er sich über einen Ausflug wie diesen gefreut. Wie sehr ich ihn doch vermisste...

~~~

Smilee

"Smileee... Smilee..", vor mir lag eine bunte Wiese mit zuckerwatte Bäumen und anderen komischen Dingen, die ich nur aus einen Psychopathenfilm entnehmen konnte. Immer wieder hallten diese piepsigen Stimmen in meinen Ohren wieder und ich fühlte mich unbehaglich bei den Gedanken weiter zu gehen. Ich hatte keine Ahnung was mich erwartete...


NOOOOOEEEDDDD

Mit einen großen Schreckensschrei, erwachte ich aus meinen Traum und schlug mit den Kopf gegen die Scheibe von den Rücksitz. "Aua..", brummte ich und öffnete langsam meine Augen. Hector stand mit verschränkten Armen vor seinen Auto und bedachte mich mit kritischen Blick. "Zeit zum Aufstehen, Prinzessin", rief er und ich stieg mürrisch aus den Auto. Schön das er meine Begegnung mit der Scheibe so lustig fand. Am liebsten würde ich ihn.... "Smilee schau mal", Nellys Stimme holte mich aus meinen Gedanken und ich wandte mich zu ihr um "Ja?". Mit den Finger deutete sie auf eine freilaufende Kuh, die über die Straße rannte und das Mädchen zu faszinieren schien. Lachend schüttelte ich mit den Kopf, trat auf sie zu und legte meinen Arm um sie. "Das wirst du hier öfters sehen", hauchte ich ihr ins Ohr und bemerkte ihre geröteten Wangen "Komm gehen wir zu den anderen". Es dauerte eine Ewigkeit bis wir endlich das Hotel betraten, während die Frauen unsere Schlüssel holten, trugen wir Männer das Gepäck und hörten uns das Gequengel von Barneys Zwillingen an. Sie waren müde und um ehrlich zu sein waren wir das alle. Selbst Nelly ging es nicht anders, grade wo wir unser Zimmer betreten hatten fiel sie auf ihr Bett, nahe dem Fenster und schloss ihre Augen. "Ist das normal, das man immer so erledigt ist?", fragte sie mich und ich stieß ein amüsiertes Lachen aus. "Ja ist es aber warte erstmal ab, wenn wir morgen auf den Fest sind. Scheisse, Hector und ich werden morgen das schärfste Chili essen", verkündete ich stolz. Nur der Gedanke daran war witzig. Er wird weinen, ich werde weinen und Barney würde uns auslachen. Die Frauen würden sich aus Verzweifelung betrinken, die Kinder würden schlafen und Aiden war wie immer mittendrin.

~~~

Trisha Ross

Überall hangen bunte Lichter, Marktstände an jeder Straßenecke, laute Musik die durch die Straßen hallte. Eine große Bühne wurde auf einer der großen Wiesen aufgestellt, vor der ein Platz zum Tanzen geräumt wurde. Ein paar Meter weiter standen mehrere Tische, wo sich die Gäste des Stadtfeste nieder lassen konnten. Mit Aiden auf meinen Arm und meinen Freund an der Seite, bahnten wir uns unseren Weg durch die Massen. Die ganze Zeit über hatte Hector seinen Arm um meine Schulter gelegt gehabt. "Du siehst heute echt Scharf aus", raunter er mir ins Ohr und hauchte mir ein Kuss auf die Schläfe. "Das selbe kann ich auch zurück geben", erwiderte ich und sah mit geröteten Wangen zu ihn auf. Passend zu diesen Fest hatte ich mir ein kariertes Hemd angezogen, mit abgeschnittener Jeans und Stiefeln. Hector hingegen hatte es sich einfach gemacht. Ein dunkles T-shirt, mit dunkler Jeans und gewöhnlichen Straßenschuh. Genauso hatte ich es mir vorgestellt... "Da...", irritiert wandte ich meine Augen von meinen Freund ab und sah zu meinen Sohn. War er das grade? "Da...", Aiden deutete mit seinen kleinen Finger auf eine große rote Laterne, die unseren Weg kreuzte und sah uns mit großen Augen an. Es war mir durch aus bekannt, das Babys ab Ende des 4 Monats anfingen zu brabbeln und lallen aber das.... Es berührte mich, das mein Sohn anfing seine ersten Worte von sich zu geben. Gott, er wächst so schnell!!! "Die ist Hübsch, stimmts? Genau so hübsch wie deine Mama", Hector wuschelte Aiden über den Kopf "Aber trotzdem kein Alkohol für dich", witzelte er und nahm mir den Jungen aus den Arm. Lachend konnte ich beobachten wie mein Freund mit meinen Sohn vorraus lief und Hector ihn bei jeden Brabbeln zu stimmte. "Trisha!!", aus der Menge kamen Nelly, Smilee und meine Geschwister auf mich zu. "Hey, wo sind meine Eltern?", fragte ich und nahm meine Geschwister in die Arme. "Sind irgendwo in der Masse verschwunden. Wo ist Hector?", Smilee warf einen Blick über meine Schulter und ich wandte mich auch um. Von Hector und meinen Jungen fehlte jede Spur, selbst in der Masse konnte ich ihn nicht erkennen. Scheisse... "Ich geh ihn suchen", fröhlich lief Nelly drauflos und Smilee folgte ihr umgehend.
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