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Angels Diaries

GeschichteThriller, Familie / P18 / Gen
Barney "The Schizo" Ross Gunnar Jensen Hector Lee Christmas Trench Mauser
02.12.2013
09.10.2014
23
61.691
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Dieses Kapitel
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02.12.2013 2.048
 
Hector Boyka

3 Tage später...


Laut den CIA wurde Trench Mauser schon seit 2 Tagen vermisst, zuletzt war bekannt das er nach Bosnien zurück gekehrt war und den Feinden mächtig einschenken wollte. Seitdem fehlte jede Spur von ihn. "Was machen wir wenn er tot ist?", fragte Yang und sprach das aus, was wir alle dachten. Aber ich war mir sicher, das Smilee uns drüber informieren würde, sollte Trench etwas zugestoßen sein. Also warum meldete sich dieser Typ nicht? "Ich hab keine Ahnung", brummte Barney und ließ sich auf einen Sessel fallen. "Ich könnte ihn hinterher fliegen", schlug ich vor und war jetzt schon überzeugt von dieser Mission. Mit ordentlich Munition in Schlepptau, würde es schon gut gehen. "Nein, Hector. Bleib hier und beschütze deine Familie", mein Blick traf den meines Schwiegervaters, die Kiefer hatte er fest aufeinander gepresst. Sorge lag in seinen Blick und dann fiel es mir wie Schuppen vor den Augen. Trench war daran sich für >seine Tochter< zu opfern und sie aus der Schusslinie zu ziehen. Selbst wenn er dabei starb. "Barney, wir müssen ihn nach", sagte ich schnell und berechnete die Zeit, die uns noch verblieb. "Trench gilt als vermisst...Und wir sollen diesmal die Füße still halten, oder willst du in den Knast?", fragte Barney wütend "Gut, dann geh aber sei dir versichert, meine Tochter und meinen Enkel wirst du danach nicht wiedersehen". Scharf zog ich die Luft ein, war mir dessen durchaus bewusst. Nur ein Vergehen von mir und mein Schwiegervater würde mich häuten. Also schön, hielt ich die Füße still. Sollte sich doch Smilee um seinen Boss kümmern. Ich musste mich um meine eigene Familie kümmern.

~~~

Smilee

Vor Trenchs aufbruch

"Hör zu, ich werde nach Bosnien zurück kehren und die Feinde eine falsche Fährte legen", sagte Trench und packte seine Sachen. In seinen Blick lag Ernst und tiefe Sorge. Das Mädchen war ihn wohl wichtiger, als angenommen. "Und dann... Was wenn sie dich kriegen?", fragte ich nach und war schon in Gedanken dabei, meine Sachen zu packen und mich für den Aufbruch bereit zu machen. Ich würde meinen Boss überall hin folgen. "Dann ist es halt so. Ich muss für meinen Fehler grade stehen", Trench schulterte seine Tasche und lief in Richtung Haustür. "Fehler?", hakte ich nach und folgte ihn. Meine Hand legte sich auf seine Schulter, kurz hielt ich inne und nur langsam drangen seine Worte in meinen Unterbewusstsein. "Ich hätte diese Firma auslöschen sollen, als Annie noch ein Baby war", sagte er heiser und drehte sich zu mir um. Tiefe Schuld lag in seinen Gesicht und schien ihn fast zu zerfressen. Und ein bitterer Verdacht kam in mir auf... Er wollte sich für sie Opfern... Für die Tochter die er nie hatte... "Tu mir den Gefallen und beschütze sie", waren seine letzte Worte gewesen, als er durch die Haustür seiner Wohnung verschwand...

~


...Und seitdem hatte ich meinen Boss auch nicht mehr gesehen. Entweder war er abgetaucht oder sie hatten ihn erwischt. Obwohl ich letzteres kaum glauben konnte. Trench war klug. Er kam schon aus seltsamen Situation raus. Also warum sorgen machen. "Hast du schon was von ihn gehört?", fragte mich Nelly und holte mich aus meinen Gedanken. Beide hatten wir uns heute in einen Café verabredet, wo Hector sie selbstverständlich absetzte und sie auch später abholte. Sie saß mir gegenüber und fuhr sich durch ihr braunes Haar. Ihre sanften Züge verzogen sich zu einen lächeln, was einen das Herz erwärmte. "Nein. Er hat sich bei mir noch nicht gemeldet", entgegnete ich und verstummte wieder. Wusste nicht genau über was ich mich, mit einen weltfremden Mädchen unterhalten sollte. Vielleicht darüber wie niedlich sie war? Oder darüber, was sie jeden Tag so erlebte? Ich hatte keine Ahnung. "Ich wünschte nur, er hätte sich vorher von mir verabschiedet", langsam ließ Nelly ihren Kopf sinken. Ja, das hätte mein Boss wirklich vorher tun sollen. Vorsichtig griff ich nach ihrer Hand und drückte diese "Er wird schon zurück kommen. Zerbrich dir nicht den Kopf".

~~~

Trench Mauser

1 Tag zuvor


Eisige Kälte zog sich durch die Landschaft, eine toten Stille herrschte hier draußen, kein Lebenszeichen kam von den Haus in den Annie einst lebte. Aber ich wusste genau, das die Schweine dort auf sie warteten. Knurrend zog ich meinen Maschinenpistole und schlich auf guter Entfernung um das Haus herum. Nicht mehr lange und ich hatte sie erledigt. Dann konnte ich nach New Orleans zurück und Annie zu mir holen. Würde ein Vater sein und mich um sie kümmern. Ihr zeigen was Liebe und Schutz bedeutet. Und wenn sie mich erwischten? Dann war es auch nicht weiter wild. Dadurch würde ich diese Firma ablenken und sie würden aufhören nach ihr zu suchen. Sie war in Sicherheit bei Barney und den Expendables. Nie würden diese zulassen, das ihr etwas passiert... Und ich würde es auch nie zulassen... Sie war mir wie eine Tochter, ein eigenes Kind und ich bereute es zu tiefst, sie in dieser Einöde versauern zu lassen haben. Es hätte nie soweit kommen sollen. Ich schüttelte mit den Kopf, um die aufkommenden Schuldgefühle zu unterdrücken und wieder an meine Mission zu denken. Langsam näherte ich mich den Hintereingang des Hauses, die Waffe in Anschlag, bemerkte ich 2 Soldaten die diesen Weg bewachten. Aber sie hatten mich noch nicht bemerkt.

Grade wo ich einen weiteren Schritt machen wollte, ertönte hinter mir ein leises Knacken. Blitzschnell drehte ich mich um, nur um zu sehen wie ein junge Soldat mit den Kolben seiner Waffe ausholte und mir ins Gesicht schlug. Mit einen dumpfen aufschlag landete ich in Schnee aber nicht ohne abzudrücken. Der Junge wurden mit mehreren Kugeln durchsiebt und fiel in den Schnee. Das schöne weiß färbte sich mit den Rot seinen Bluts. Doch bevor ich mich aufrichten konnte, schlugen weitere Schüsse vor mir in Boden und ich konnte nicht anders, als zu Flucht anzusetzen. Ich rannte in den Wald, vorbei an den vielen Bäumen. Mein Körper versorgte mich mit Adrenalien, was mir die Kraft gab eine gute Strecke zurück zu legen. Bis ich eine Lichtung erreichte... "Mister Mauser. Was für eine angenehme Überraschung", erklang die Stimme eines jungen Mannes hinter meinen Rücken. Mit erhobener Waffe drehte ich mich um, erkannte den selben Mann, den wir begegnet waren als wir Annie aus Bosnien wegschafften. Auf seinen Lippen lag ein spöttisches Grinsen "Ich hätte nicht gedacht, das Sie zurück kommen", sagte der Mann und trat auf mich zu "Wo ist das Mädchen?". "Tod. Ihr Flugzeug ist abgestützt noch bevor sie über den Atlantik war", ich versuchte so desinteressiert wie möglich zu klingen. Er dürfte mir meine Verbundenheit zu den Kind nicht ansehen. "Mach nen Abflug", knurrte ich und war bereit abzudrücken. "Und Sie glauben, das sie hierraus kommen? Seien Sie sich da mal nicht zu sicher", das spöttische Grinsen des Mannes verschwand. Und nur eine Sekunde später erklang eine Detonation nahe bei mir, ihre Druckwelle erwischte mich und schleuderte mich in den Schnee. Trotz des Klingeln in meinen Ohren, konnte ich einen lauten Knall vernehmen. Ein stechender Schmerz in meinen Unterleib. Ich konnte die Farbe meines eigenen Blutes in Schnee sehen, wusste nicht was ich damit anfangen sollte bis ich die Waffe in der Hand des Mannes sah. Langsamen dämmerte es mir, er hatte auf mich geschossen und durch den schnellen Blutverlust, drohte ich das Bewusstsein zu verlieren.

Ich wusste, das ich sterben würde. Wusste das ich Annie niemals wieder sehen würde. Das Kind was mit 15 Monate zu mir Papa gesagt hatte. Mir jedes mal ein Lächeln geschenkt hatte, wenn ich zu Besuch kam. Der Mann gab mir ein Tritt und drehte mich somit auf den Rücken. Er stellte sich über mir, das Grinsen auf seinen Gesicht wurde immer breiter "Sag gute Nacht, Opa". Ich schloss meine Augen, war mir bewusst das es gleich vorbei war und bildete mir ein das ich die Stimme von Annie, in meinen Kopf hörte. "Papa..".

Es tut mir Leid, Annie...

Erzähler Ansicht

Und dann ertönte ein lauter Knall auf der Lichtung, der Trench Mauser tötete. Sein Mörder Eric Bennet stieß ein triumphierendes Lachen aus, als er auf die blutüberströmte Leiche herab sah "Und als nächstes kommen deine Freunde dran".

~~~

Trisha Ross

"Und ihr seit euch sicher, das es Trench Leiche war, die Booker in Bosnien gefunden hat?", fragte ich und setzte mich auf Hectors Schoß. Die Nachricht über Trenchs Tod erschütterte mich, ich hatte Mühe mir die Tränen zu verdrücken und den Kloß in meinen Hals herunter zu schlucken. Mein Freund legte seinen Arm um meine Hüfte, während Barney mit verschränkten Armen vor uns stand. "Leider ist es wahr... Ein DNA Test hat ergeben, das es sich bei der Leiche um Trench handelt", selbst mein Vater wirkte nieder geschlagen. Seufzend ließ er sich auf einen (seinen) Sessel fallen und vergrub sein Gesicht in seine Hände. Auch mir war es nach heulen zumute, wie sollten wir es Annie sagen... Wie... "Äh...Liebes...", Hectors Stimme holte mich aus meinen Gedanken, mit den Finger deutete er auf die Tür, ich folgte seinen Blick und mir stockte der Atem. Annie stand mit Smilee in der Tür, einen Arm noch bei ihn eingehakt, sah sie uns an. Der Schock lag in ihren jungen Zügen. Wie lange stand sie schon hier? Und warum hatten wir die Tür nicht gehört? "Soll das heißen das.... mein Papa tot ist?", fragte sie und löste sich von Smilees Arm. "Annie...", begann Barney und setzte sich auf, doch das Mädchen wich zurück und rannten dann in ihren Zimmer. Sofort setzte ich ihr nach, hörte wie sie die Tür abschloss und bitterlich zu weinen. "Nelly...Bitte mach dir Tür auf...", flehte ich und klopfte immer wieder an die Tür. "Geht weg. Lasst mich einfach in Ruhe!"

~~~

Nelly Delaine

Meine Augen brannten von vielen Weinen, seit 3 Stunden hatte ich mich in meinen Zimmer eingesperrt und wollte mit meiner Trauer alleine sein. Wieso meinte es das Schicksal so schlecht mit mir? Warum nahm es mir den Mann, der mir wie ein Vater war? "Papa.. warum du...", wimmernd vergrub ich mein Gesicht in das Kopfkissen. Ich wollte nichts mehr hören, nichts mehr sehen. Wollte den Menschen, die sich nun um mich kümmerten keine Beachtung zeigen, denn wenn ich ihnen mein Herz öffnete, so würden sie sterben und ich blieb alleine zurück. Ich konnte einfach nicht mehr... "Nelly", Smilees Stimme erklang in meinen Ohren, doch ich sah nicht auf. Wollte auch nicht wissen, wie er hier reingekommen war. Verdammt, ich wollte doch einfach nur allein sein...  "Ich bins, Smilee. Ich bin durch die Feuertreppe rein", die Matratze neigte sich etwas. Ich konnte spüren wie er eine Hand auf meinen Haar legte und mir beruhigend über den Kopf strich. Eine Geste, die alles nur noch schlimmer zu machen schien "Geh weg...". "Unter keinen Umständen werde ich jetzt weggehen", hauchte er und zog mich sanft in seine Arme. Zitternd nahm ich seine wärme war, fühlte seine starken Arme um meinen Körper und klammerte mich ängstlich in seine Sachen. "Ich kann nicht mehr...ich hasse dieses Leben", schrie ich vor Verzweiflung. Smilee stieß einen Seufzer aus, seine große Hand lag an meinen Hinterkopf und drückte diesen an seine Brust. Seine Stimme war nur ein raues Flüstern gewesen und es ließ mich aufsehen "Glaub mir, auch wenn grade einiges schief läuft, hat dieses Leben mehr zu bieten als nur Tod und Trauer. Du bist nicht allein, Annie. Sei dir dessen bewusst und sei dir versichert", sanft legte er eine Hand auf meine Wange "Ich werde, egal was passiert, dich immer beschützen. Wir alle werden dich beschützen". Für einen Moment starrte ich ihn einfach nur an, dachte an Trench und seine Worte, das er nie zulassen würde das mir etwas passiert. Er war mir wie ein Vater... und das hier... Waren alles Menschen die mich kaum kannten, mich aber dennoch beschützen wollten und diese Tatsache ließ mich nochmehr weinen.
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