Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Angels Diaries

GeschichteThriller, Familie / P18 / Gen
Barney "The Schizo" Ross Gunnar Jensen Hector Lee Christmas Trench Mauser
02.12.2013
09.10.2014
23
61.691
1
Alle Kapitel
23 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
02.12.2013 3.229
 
Smilee

1 Tag vor der Hochzeit


Es war noch recht früh an diesen Abend als wir die Bar betraten. Heute sollte der Junggesellenen Abschied von Hector stattfinden und da ich sein Trauzeuge war, lag die Planung ganz allein in meiner Hand. Und mal ehrlich, was wäre ich für ein Arsch, wenn ich ihn nicht auf die Hörner nehmen würde? "Nen Stripclub. Wusste ich es doch", murmelte Hector unbeeindruckt, als er die nackten Frauen sah, die auf den Tischen in knappen Outfits tanzten und den Männer denn letzten Rest ihres Geldes raubten. "Und überrascht?", fragte ich und schob ihn zu einen der Tisch. Nach meiner Meinung gehörte ein Stripclub oder eine Stripperin zu einer Junggesellen Party. "Nein. Stand in mein Horoskop, weisst du?", immer noch unbeeindruckt ließ sich Hector neben seinen Schwiegervater nieder. Allgemein wirkte der Russe heute eher angespannt und es schien so als wäre er kaum bei der Sache. "Schön das es hier Behindertengerecht ist", hörte ich Eric sagen und sah wie Lee ihn zu einen der Tische schob "Sehr freundlich". Kopfschüttelnd ließ ich mich auf einen Stuhl fallen und klopfte Hector auf die Schulter "Was willst du Trinken, Kumpel?", fragte ich meinen besten Freund. "Nen Bier für den Anfang. Also was willst du mir heute Präsentieren?", der Russe schenkte mir ein Lächeln und ich nickte ihn zu. Schnell bestellte ich die Getränke für unsere große Gruppe und war nicht überrascht darüber das diese von leicht Bekleideten Frauen, die ihre besten Tage schon hinter sich hatten, gebracht wurden.

"Naja, ich hab gedacht wir bleiben 2 Stunden hier, danach hatten wir an Billiard gedacht und dann zum Schluss in den Shop, um da den Rest des Abends zu verbringen", erklärte ich und bekam ein einstimmiges Nicken von der Gruppe. Soweit, sogut. Es war noch nie eine Schwierigkeit für mich gewesen eine Party für einen Freund zu organisieren. Und grade für Hector sollte dieser Abend perfekt werden. "Kling gut, ich bin dabei", der Russe nahm ein kräftigen Schluck von seinen Bier und warf seinen Schwiegervater einen Blick "Barney hör zu, ich möchte für das entschuldigen was ich vor Jahren getan habe. Ich möchte einfach das du weißt, wie sehr ich deine Tochter Liebe und sie immer Beschützen werde". Mit weit aufgerissenen Augen beobachtete ich das Schauspiel zwischen Barney und Hector. Zuerst blickte er nur böse drein, doch plötzlich verwandelte sich Barneys finstere Miene in ein sanftes Lächeln "Wie oft willst du dich noch bei mir Entschuldigen? Die Sache ist vergeben und vergessen". Väterlich klopfte er Hector auf die Schulter, dieser schien sichtlich erleichtert und wandte sich dann wieder an mich. Und endlich erkannte ich was ihn die ganze Zeit auf der Seele brannte. Seine dunkle Vergangenheit die seit Jahren zwischen ihn und Barney gestanden hatte, war immer ein Auslöser gewesen weswegen Hector desöfteren ins Schwitzen geriet, wenn er sich vor seinen Schwiegervater beweisen wollte.

"Willst du ein Lapedance?", fragte ich meinen besten Freund und zwinkerte ihn verräterisch zu. Innerlich kannte ich Hectors Antwort schon, doch ein Versuch war es nach meiner Meinung wert gewesen. Immerhin würde es ihn ein bisschen Auflockern "Nein, Danke. Die Frauen hier sind echt nicht mein Fall", antwortete der Russe und rutschte mir etwas näher. Ich wäre ein Idiot hätte ich das Funkeln in seinen Augen nicht bemerkt. Eine gewisse Vorahnung schlich sich in meinen Gehirn, ich wusste ganz genau welches Thema er anschneiden und seufzte schwer. Nelly... Sicher war es dieses Thema... "Stimmt was nicht, Hec?", mit einen sonnigen Lächeln wandte ich mich meinen besten Freund zu und ignorierte die Tätigkeiten der anderen. Gottes Willen, was hatte ich mir nur gedacht alte Männer in einen Stripschuppen zu schleppen? "Ach, alles gut aber ich wollte dich etwas fragen", Hector rutschte mir noch etwas näher und schwenkte sein Glas "Es geht um Nelly, weisst du".

Scheisse... ich hab es gewusst..

Was sollte ich ihn den Sagen? Sollte ich ihn etwa sagen, das ich wirklich etwas für Nelly Delaine Christmas empfand? Und wenn ich etwas sagte, was dann?


Ich biss mir auf die Lippen, schluckte die aufkommenden Gefühle für dieses Mädchen herunter und nahm ein weiteren Schluck von meinen Bier "Da ist nichts, großer. Nur Freundschaft". Sowohl Hector als auch Barney stießen ein amüsiertes Lachen aus, worauf ich zusammen zuckte "Ach komm schon, kleiner", wie aus den nichts tauchte Yang hinter mir auf und klopfte mir auf die Schulter "Keiner von uns ist Blind". Und ich wünschte den wäre so!!!! Schnell bestellte ich mir noch ein Bier von der Bedienung und wandte meine Aufmerksamkeit auf die leicht bekleideten Frauen. Hector hatte Recht die waren nicht wirklich der Renner aber nagut, es lenkte die anderen bestimmt ab. "Freundschaft.. Weiß sie das auch?", hakte Barney nach und rutschte mir ebenfalls näher "Du weisst schon, das wir dich solange anstarren bist du es zu gibst".

~~~

Nelly Delaine

Junggeselleninabschiede waren nicht grade meine Stärke und um ehrlich zu sein, hatte ich so meine Zweifel ob das hier nicht ehe einen Kindergeburtstag glich. Ich hatte mit der Hilfe von Maggie eine Bar ausgesucht, die nicht nur Alkohol und essen, sondern auch Karaoke zu bieten hatte. "Was meinst du, wird ihr das gefallen?", fragte ich unsicher und spielte nervös mit einer Haarsträhne. Es musste Trisha einfach nur gefallen, schließlich war die Söldnertochter immer für jeden Spaß zu haben, sei es auch noch so unbedeutend. "Bestimmt und ausserdem können wir es eh nicht mehr ändern. Sie sind in 5 Minuten da", Maggie ließ sich lächelnd auf einen Stuhl nieder. Schön das wenigstens eine von uns beiden die Motivation für den Erfolg der Feier aufbrachte. Noch 5 Minuten? Was wenn es ihr nicht gefallen würde`? Was wenn ich auf ganzer Linie versagen würde? Gott das würde mir ja ewig nachgehen. "Maggie mir wird Heiß", piepste ich panisch und war nicht sonderlich überrascht, das sie immer noch an lächeln war. "Hast du etwa ein Stripper organisiert?"

"Was? Nein! Die Vermieten einer 15 jährigen doch keinen Stripper!", meine Stimme hallte lauter durch die leere Bar als ich es erwartet hatte und kassierte gleich einen verwirrten Blick von den Barkeeper. Extra für diese Feier hatten wir den Nebenraum der Bar gemietet um unter uns zu sein und nicht von irgendwelchen Männern angebaggert zu werden, auch wenn Maggie und Anja ehe darauf aus waren heute jemanden Abzuschleppen. "Es wird schon alles gut gehen, vertrau mir", Maggie wandte ihren Blick selbstsicher zu Tür, die nur Sekunden später geöffnet wurde und die anderen Frauen das Lokal betraten. "Oh Karaoke. Das kann ich aber erst wenn ich ordentlich dicht bin", rief Trisha freudig aus und schloss mich sanft in ihre Arme. Erleichtert holte ich Luft, es schien ihr schon mal auf Anhieb zu gefallen. Jetzt musste auch noch der Rest reibungslos ablaufen. "Okay, Ladies. Womit fangen wir an?", Trisha drehte sich lächelnd zu den Frauen um "Ich würde sagen, wir fangen an mit Champagner und stoßen auf meine Hochzeit an".

Und so nahmen die ersten Stunden der Feier ihren Lauf. Es wurde Karaoke gesungen, Alkohol getrunken und den ein oder anderen Snack zu sich genommen. Und ich konnte mir Stolz behaupten, das die Welt ganz lustig war wenn sich alles drehte. Ohja, Lee würde mir heute Abend sicher noch in die Parade fahren, weil ich betrunken nachhause kommen werde. Vielleicht sollte ich doch die Nacht bei Trisha verbringen, so fand mein Vater nichts heraus und ich konnte in Frieden sterben. "Und Schatz, bist du schon aufgeregt?", fragte Nathalie und nahm ein Schluck von ihren Whisky. Automatisch wandten sich unsere Blicke zu der Braut, auf dessen Wangen sich ein leichter Rotschimmer bildete und sie sich etwas vorbeugte "Ja...ich wünschte die Hochzeit wäre schon heute und wir beide würden endlich wieder eine Nacht zusammen verbringen". "Schlaft ihr nicht zusammen in einen Bett?", fragte ich und griff nach den Tequila, den mir Anja aus der Hand nahm und selbst austrank. "Du bist so niedlich, Süße. Sie redet von Sex", sagte die Russin und ich rollte mit den Augen. Jepp, wenn du angetrunken bist ist wirklich alles viel zu Kompliziert.

"Ja... Das fehlt mir wirklich. Zwei Wochen enthaltsam sein ist.... Hey, Nelly wie läuft es mit Smilee und dir?", lenkte die Braut schnell ab und ich sah von meinen leeren Glas auf. Umgehend schoss eine leichte röte über meine Wangen, mein Herz überschlug einen Takt und ein warmes Gefühl machte sich in meinen Bauch breit. Verlegen senkte ich meinen Blick und spielte Gedanken verloren mit einer Haarsträhne. "Ich... ich weiß nicht...", wieder kamen diese Worte nur brocken weiße über meine Lippen "Er sieht in mich bestimmt nur eine Freundin und sicher pass ich nicht in seinen Beuteschema". Und das war einfach die traurige Wahrheit. Letztens erst war ich mit Lee in der Stadt unterwegs und war Smilee mit einen Mädchen in Schlepptau begegnet. Laut ihn war es nur eine Bekannte, doch für nur eine Bekannte sah es nach meiner Meinung anders aus. Er hatte seinen Arm um sie gelegt, beide wirkten mir sehr vertraut und so wie sie miteinander umgingen, waren sie sicher ein Paar. Ja, sowar es und ausserdem war ich ihn sicher zu Jung...

~~~

Hector Boyka

"Ach komm schon", rief ich Smilee nach als wir uns den Weg durch die Straßen bahnten. Unser nächstes Ziel sollte eine Bar sein, die nicht weit von Shop entfernt lag und wollten uns dort niederlassen. "Nur Freunde, bedeutet auch nur Freunde, Hector", Smilee hielt uns mit einen bedrückten Lächeln die Tür zu Bar auf "Und jetzt rein mit euch". Wie versprochen starrten wir ihn alle beim betreten der Bar an und wenn ich nochmal betonen dürften: ALLE. Damit wollten wir ihn ein klein kriegen, früher oder später musste er seine Gefühle für Nelly gestehen. Ob er nun wollte oder nicht. Ein grausames Lachen hallte in meinen inneren wieder und erinnerte mich wieder daran, das ich schon mächtig ein in Tee hatte. "Hector? Vodka oder Bier?", rief Yuri und erwartete meine Antwort, als ich ihn keine gab, bestellte er mir einfach Beides und ich war mir sicher das ich erst 2 Minuten vor der Hochzeit aus meinen Koma erwachen würde.

"Und wir waren die 2 Wochen ohne Sex?", Gunnar schenkte mir ein verräterisches Grinsen und stieß einen schweren Seufzer aus. Diese 2 Wochen waren die schlimmsten in meinen ganzen Leben, es fiel mir schwer die Frau die ich über alles liebte nicht vernaschen zu dürfen. Natürlich küssen, kuscheln und gegenseitiges Befummeln war okay. Aber sobald es dann auf die heiße Schiene ging, war das Spiel leider vorbei und wir dürften uns wieder mit warten Begnügen. "Furchtbar", jammerte ich und verschränkte die Arme auf den Tisch "Aber naja, wenigstens hat Aiden jetzt mehr von uns". Und so war es auch. In den letzten Monat hatte Aiden angefangen mit den laufen lernen, auch konnte er schon mehrere Wörter ohne zusammenhänge aussprechen und wurde immer größer. Als ich allerdings erwähnte das ich ihn bald zu Gewicht heben benutzen wollte, was nätürlich nur ein Scherz war, mutierte Trisha zu Furie und verinnerlichte mir nocheinmal, das sollte ich nur auf die Idee kommen, meinen Sohn als Sportgerät zu nehmen, sie mich kastrieren würde. Eine Ansprache die ich durchaus ernst nahm, so ernst das ich sie einfach aufs Bett geworfen hätte und dann mit ihr...

Nicht daran denken, sonst wirst du wieder Traurig!

"Ja. Der kleine hat mich letztens >Opa< genannt", kam es Stolz von meinen Schwiegervater, er klopfte mir auf die Schulter und ich schenkte ihn ein lächeln. Solange er ihn nicht versehentlich Idiot nannte, war mir alles recht. Das Wort Idiot hatte ihn übrigens mein lieber Trauzeuge beigebracht, wofür ich ihn immer noch Köpfen wollte. Aber wie meine Hübsche schon sagte, erst nach der Hochzeit. Zeugen konnten wir fürs erste nicht gebrauchen. "Ein prächtiger Junge in der Tat", kam es von Lee der sich zu uns gesellte "Also Smilee, wie ich hörte hegts du Gefühle für meine Tochter". Geschockt riss mein bester Freund seine Augen auf, für einen Moment herrschte betreffendes Schweigen an Tisch, keiner von uns traute sich ein Wort zu sagen. Wenn sollte Smilee mit der Sprache rausrücken, doch so wie er drein blickte, tat er mir schon Leid. Warum tat er sich nur so schwer? Innerlich fragte ich mich ob ich vor ein paar Jahren auch so war? Und ja... Ich hatte ewig gebraucht um meine Gefühle für Trisha einzusehen. Ja, es war schwierig, doch bei Smilee war es vielleicht noch einfach. Er war von Anfang eine Herzensgute Person. Ein großer Teddy in den Augen von einigen und konnte über seine Gefühle klar und offen reden. "Smilee es ist nicht gut, wenn du es für dich behälts, den ehe wenn du dich versiehst gehört ihr Herz einen anderen", sagte Yuri und kaute auf seiner Unterlippe.

Und er sprach dabei aus Erfahrung. Selbst er hatte ein Mädchen, was er einst liebte und sich nicht traute seine Gefühle offen zu legen und jetzt`? Sie war mit irgendso einen Typen zusammen und nach Neuseeland gezogen. "Okay... du hast ja recht...", seufzte Smilee und ich jubelte innerlich und löste in Gedanken eine Aola-Welle aus, die Quer durch die Bar ging. Oh Alkohol, du bist so Toll. "Ich mag Nelly wirklich. Sie ist wirklich etwas besonderes", gedanken verloren richtete mein Freund seinen Blick auf den Tisch, während ich ihn eine Hand auf die Schulter legte und in nächsten Moment spürte, wie mein Handy anfing zu vibrieren. "Entschuldigt mich", mit einen tiefen Brummen erhob ich mich von meinen Stuhl und verließ die Bar. Ein frische Brise schlug mir um die Nase als ich mein Handy hervor zog und es mir ans Ohr hielt "Wir sollten doch heute kein Kontakt haben oder irre ich mich, Baby?"

Trisha stieß ein sanftes Lachen aus und schien auch die Örtlichkeit zu verlassen, in der sie sich befand. "Entschuldige. Ich hatte Sehnsucht nach dir", sagte sie und zauberte mir somit ein lächeln auf die Lippen. Nur noch ein Tag und wir würden Heiraten. Eine Tatsache die mein Herz zum Schlagen brachten. "Mir geht es genauso", ich biss mir auf die Lippen, um ihr nicht gleich zu offenbaren das ich es kaum noch aushielt "2 Wochen sind eine ganz schön lange Zeit". Ich lehnte mich an eine Wand, lauschte ihren leisen Atem und seufzte erneut "Wo bist du?". "In irgendso einer Karaoke Bar, 2 Blocks von Shop entfernt und ihr?", und ich begann nachzudenken. Wo waren wir gleich nochmal? Fragend sah ich mich auf der Straße um, versuchte die Schrift von den Ladenschild zu entziffern, leider mit wenig Erfolg und stellte fest, dass das Wort Nüchtern nicht mehr auf mich zu traf. "Ich hab nicht den leisesten Schimmer", antwortete ich dann und hörte sie wieder lachen. "Wollen wir unsere Regel brechen? Ich vermisse dich", fragte sie mit verführerischen Unterton und ich schloss meine Augen, wenn ich nicht wüsste das sie betrunken war, würde ich bejahen. Aber nicht in diesen Fall "Trisha Liebes. Es sind nur noch ein paar Stunden und ausserdem will dir eine besondere Hochzeitsnacht schenken".

~~~

Trisha Ross

"Eine besondere Nacht? Meinst du mit Kerzenschein, Rosenblüten, Champagner und Duftöl?", fragte ich nach und merkte wie ich rot um die Nase wurde. Ja die 2 Wochen waren mir auch schwer gefallen, ganz besonders dann wenn wir endlich allein waren. Vor ein paar Tagen stand ich schon mal davor, meine aufgestellte Regel zu brechen und mich ihn zu ergeben. Doch ich riss mich zusammen, dachte an die Zeit zurück, wo ich noch Jungfrau war und überhaupt keine Erfahrung hatte. "Sowas ähnliches. Du weisst ja, ich bin nicht so der romantische Typ", antwortete Hector und lachte leise. Verlegen fuhr ich mir durchs Haar und dachte an die vielen Stunden mit ihn zurück. Stimmt, er war wirklich nicht der romantischtes unter Männer aber dennoch konnte er mir seine Liebe zeigen. "Ich liebe dich, Hector".

"Ich liebe dich auch, Trisha. Und wehe du erscheinst nicht am Altar!", drohte er mir gespielt und unweigerlich musste ich lachen "Solange du mich nicht stehen lässt und übrigens ich bin die in weißen Kleid". Wieder ein Lachen seinerseits, doch dann nahm seine Stimme einen ernsten Unterton an "Das wird niemals geschehen, Baby. Wir sehen uns dann Morgen. Schlaf gut". Für einen kurzen Moment überlegte ich ob ich wirklich auflegen sollte und wieder hinein ging. Zu meiner Mutter und meinen Freundinnen, die mir bis Morgen gesellschaft leisten wollten. "Ja bis Morgen. Gute Nacht", mit diesen Worten legte ich auf und ging zurück in die Bar. Umgehend schlug mir das Katzengejammer von Maggie entgegen "Ernsthaft....?", entmutigt ließ ich mich zwischen Nathalie und Nelly nieder "Hätte nie Gedacht, das Max nicht singen kann". Nathalie schenkte mir ein warmes Grinsen und füllte mir noch etwas Tequila nach "Sie ist Betrunken, Schatz". Und das sollte sie verteidigen? Na ist ja Toll. "Und was hat Hector so gesagt?", fragte Nelly mich und beugte sich vor. In ihren Augen sah ich das sie wegen Smilee immer noch bedrückt war und legte sanft mein Arm um sie. Gott, wenn es jemand verdient hatte endlich glücklich zu sein dann sie. Und ganz ehrlich, meine Trauzeugin sollte ein Abend vor meiner Hochzeit nicht Traurig sein. "Das er sich auf Morgen freut und ich hab ihn daran erinnert, das ich die in weißen Kleid bin", witzelte ich und bestellte mir ein Glas Saft, da ich nicht soviel Trinken wollte. Nicht das ich Hector Morgen bei Hochzeit wegen Kopfschmerzen anmaulte. "Oh, weiß ist so ne schwierige Farbe für Männer", sagte Anja belustig und nahm ein Schluck von ihren Vodka.

Naja, solange Hector nicht einen Kater mit zu Hochzeit brachte. Er und Kopfschmerzen waren nie eine gute Kombination. Nicht mehr lange. So dachte ich. Nicht mehr lange und ich würde ihn das Ja-Wort geben und seine Frau werden, seinen Namen annehmen und mit ihn ein neues Leben beginnen. Ein neues Leben.... Ein sanftes Lächeln zauberte sich auf meine Lippen nur an den Gedanken, das abjetzt alles anders sein würde. "Ich werde Studieren, Mom", kam es mir plötzlich über die Lippen und Nathalie drehte sich mit überraschten Blick zu mir um "Nachdem Flitterwochen geht es los". "Oh, das ist Super, Schatz und was?", fragte sie und nahm meine Hand. Das Leuchten in meine Augen verriet mir das sie begeistert von meinen Plan zu sein schien. Auch Hector war, trotz dummer Bemerkungen, begeistert von meiner Idee und wollte mit Rat und Tat hinter mir stehen. "Lehramt", war meine knappe Antwort gewesen. Um so näher würde ich Nelly in ein paar Jahren sein, wenn ich an meiner alten Highschool anfangen würde. Vorrausgesetzt ich schaffte das erste Semester. Aber erstmal wollte ich Heiraten und ich würde diesen Tag von der ersten Sekunde an genießen.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast