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Angels Diaries

GeschichteThriller, Familie / P18 / Gen
Barney "The Schizo" Ross Gunnar Jensen Hector Lee Christmas Trench Mauser
02.12.2013
09.10.2014
23
61.691
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Dieses Kapitel
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02.12.2013 2.033
 
Irgendwo in Bosnien

25. September 2013

Liebes Tagebuch,

.... wieso fällt es mir eigentlich so schwer, etwas in dir herein zuschreiben? Liegt es vielleicht daran, das ich fast jeden Tag das gleiche mache? Und ich nur Trench und meine Mutter kenne?

Weisst du, hier in dieser Einöde gibt es keine Geheimnisse, von denen ich dir gerne erzählen würde. Ich habe keine Freunde... Sondern nur dich, Trench und Mutter.

Dabei wünsche ich mir so sehr in die Stadt zu gehen und andere Menschen kennenzulernen. Aber Mutter meinte das ich hier sicher sei und es da draußen gefährlich ist. Das erzählt sie mir schon seitdem ich denken kann.

Aber dafür möchte ich mich dir wenigsten vorstellen.

Hey, mein Name ist Annie Davis. Ich bin 15 Jahre alt, habe blonde Haare und grüne Augen. Meine Hobbies sind Bogenschießen, Reiten, in Fluss schwimmen, Kickboxen und Lesen. Ich bin gerne draußen in Wald. Meine Lieblingsjahreszeit ist der Winter, ich liebe einfach die weiße Landschaft und diese klare Luft. Ich habe keine Geschwister. Keine Freunde. Doch du sollst meine engste Freundin und vertraute werden. Dir will ich von meinen Ängsten, meine Träume und von meinen Alltag erzählen.

Und ich will....

Ich will...

Einfach nur dir wahre Welt da draußen sehen.

Deine Annie.


~~~

Annie Davis


Mit nackten Füßen und langsamen Schritten bewegte ich mich durch das Haus. Es war noch recht früh an Samstagmorgen, doch meine Mutter war schon längst in die Stadt gefahren um Lebensmittel zu holen. Wieder war ich allein in den großen Haus mitten in Wald. Wie sehr ich es doch hasste allein zu sein. Das Haus war so still, wenn meine Mutter weg war. Kein Gerede, kein Gelächter und keine Geräusche in der Küche. Kein Lebenszeichen. Nun, um ehrlich zu sein, war ich die meiste Zeit alleine. Es war niemand da der sich mit mir beschäftigte. Wenn meine Mutter daheim war, redete sie nur darüber wie gefährlich es in der großen Welt für mich war und die bösen Männer immer noch hinter mir her waren. Keiner ausser Trench und Mutter schienen zu wissen das ich überhaupt existierte. Innerlich fragte ich mich, wer mein Vater war? Trench war es mit Sicherheit nicht, denn sonst würde er nicht so oft wegsein. Aber was solls.

Es brachte ja eh nichts, wenn ich mich darüber aufregte. Seufzend wandte ich mein Blick aus den Fenster, sah hinaus auf die mit Schnee bedeckte Landschaft und verlor mich sofort darin. Es war einfach so wunderschön. Vielleicht sollte ich etwas in den Wald gehen und mir die Zeit zu vertreiben. Ein bisschen mit den Bogen auf die Zielscheiben schießen um mir Ablenkung zu verschaffen. Danach gemütlich einen Kakao trinken und es mir gut gehen lassen, bis Mutter zurück kam. Das klang doch schon mal nach einer guten Idee. Grade wo ich dabei war zurück in meinen Zimmer zu hüpfen, klingelte unser Telefon, dessen Nummer nur Trench besaß. Erschrocken wandte ich mich um, da nur meine Mutter immer an das Telefon heran ging und ich nicht wusste, was man eigentlich sagen sollte. Oh Gott... was mache ich nur? Mutter hatte mir doch verboten da ran zu gehen. Die bösen Männer könnten mich doch finden. Aber vielleicht war es auch Onkel Trench.... Vorsichtig bewegte ich mich auf den Apparat zu, meine Hand streckte ich zaghaft nach den Hörer aus und sah nochmal aus den Fenster, um sicher zu stellen das Mutter nicht Nachhause kam. Dann hob ich ab und drückte den Hörer an mein Ohr. "Hallo?"

"Annie? Hier ist Trench. Ist deine Mutter in der Nähe?", fragte der Mann hastig und ich legte den Kopf schief. Wie wäre es mit: Hallo Annie. Schön deine Stimme zu hören. Aber egal, ich konnte ihn später noch damit aufziehen. "Nein. Sie ist in der Stadt. Lebensmittel kaufen und so", antwortete ich und spielte nervös mit der Schnur von den Telefon. Trench zog scharf die Luft ein "Okay, Prinzessin. In 5 Stunden werde ich mit ein paar Verbündeten euch abholen. Du und deine Mutter seid in Gefahr. Ich werde sie jetzt auf den Handy anrufen und du rührst dich nicht vom Fleck". Noch bevor ich etwas erwidern konnte, legte Trench auf und wieder war Stille in Haus. Mein Herz schlug mir vor aufsteigender Angst bis zum Hals. Sofort vielen mir die bösen Männer ein. Sie hatte mich gefunden...

~~~

Hector Boyka

Schnee. Überall lag Schnee. Die Landschaft wirkte wie eine aus diesen Märchen, die man seinen Kindern erzählte, wenn man diese zu Bett brachte. Eisige Kälte lag in der Luft und erinnerte mich an meine Heimat. "Also, Trench. Wie lautet der Plan?", fragte Barney und stellte sich zu seine Rivalen "Um was gehts hier eigentlich?". Auch ich trat den Geschehen zu, mein Blick fiel automatisch auf Trenchs >Lehrling<, den er den liebevollen Namen Smilee gegeben hatte und schon sehr bald verstand ich auch warum. Der Typ war fast immer damit beschäftig zu grinsen. Gruselig. "Es ist geht um eine Eskortierung. Der Name des Mädchen ist Annie Davis", erklärte Trench und hielt uns ein Foto von einen blondhaarigen Mädchen hin. Ich schätzte sie auf 15 Jahre ein und fragte mich, welches geldgierige Schwein hinter solch einen jungen Ding her war? Sie war ein Kind. Nichts weiter. Also wem war sie so wichtig, das sie Begleitschutz brauchte. "Wir sollen sie zur CIA bringen und sie dort den Schutz von Church überlassen", sagte Smilee und lud seine Waffe durch. "Hat er nicht eigene Leute für den Job?", fragte ich grimmig und verschränkte die Arme vor der Brust. Muss ja wirklich ein wichtiges Mädel sein. Vielleicht die Tochter eines Staatsoberhauptes was bedroht wurde. Langsam wurde der Job doch interessant. "Er vertraut nur den fähigsten Männern und das seid ihr und wir", Trench deutete grinsend auf sich und seinen Lehrling. Man könnte meinen das beide um die Wette grinsten. Ich wiederhole: Gruselig. "Wo befindet sich das Mädchen?", mischte sie Ceaser ein und wandte sich von Flugzeug ab. Doch es war eine fremde Frau, die die Frage beantwortete "In meiner Obhut". Alle Augen richteten sich auf die Frau mitleren Alters. Sie hatte dunkle Haare und war ein Kopf kleiner als meine Schwiegermutter. Ihre dunklen Augen suchten die von Trench, als dieser sagte "Waffe runter, Smilee". Langsam senkte sein Lehrling seine Pistole, die er anscheinend vorhin gezogen hatte. "Leute darf ich vorstellen? Meredith Burns. Die Bewacherin von Annie und auch ihre Stiefmutter", Trench deutete mit der Hand auf die Frau, die uns mit leeren Augen musterte und ich sofort die Spannung zwischen ihr und Barney spürte. Schon jetzt stand fest: Die beiden werden keine Freunde!! "Wir müssen uns beeilen. Folgt mir", sagte sie und wandte sich von uns ab.

~~~

Smilee

Schon eine gewisse Ewigkeit stapften wir durch den Schnee. Der Wald wirkte einsam und verlassen. Und ich fragte mich, wer in Gottes Namen allein mit seiner Tochter wohnte? Oder sogar, sein eigenes Kind in Wald zurück ließ. Trench hatte ja schon erwähnt, dass das Mädchen in Gefahr war und es keine andere möglichkeit gab als sie nach der Geburt zu verstecken. Aber nach meiner Meinung gab es eine. Diese nannte sich Zeugenschutzprogramm! Also mal ehrlich. Schön das Trench mich ausbildete aber dann so eine einfache Aufgabe. "Ist doch eine lustige Wandererfahrung oder mein Junge?", fragte Trench und klopfte mir auf die Schulter. "Die Beste meines Lebens", log ich frech. Es gab keinen Grund für mich meinen Boss verärgern, solange er mir gutes Geld zahlte und mir alles beibrachte, war alles schick. Aus den Augenwinkel sah ich, wie der Russe, Hector, sowie Barney sein Schwiegersohn nannte zu mir aufholte und mir ein durchaus freches Grinsen schenkte. "Arschkriecher", flüsterte er mir zu und schüttelte verächtlich mit den Kopf. Laut Trench war Hector ein Mann mit den man sich nicht anlegen sollte. Er war der Schwiegersohn von Barney und der Vater von dessen Enkel und gehörte früher den Sang an. Einer gefährlichen Terroristengruppe aus Bulgarien. Kurz nach seinen Ausstieg begannen er und Trisha Ross, die Tochter von Barney, eine Beziehung. In Trenchs Augen ein guter, fähiger Mann. Aber in meinen Augen... "Sie können mich mal", zischte ich und holte zu meinen Boss auf. Mir war der Russe schlicht und ergreifend egal. Als wir den Wald endlich hinter uns gelassen hatten, erschien in mitten eines Feldes ein einsames Haus. Es war vollkommen zugeschneit, kaum ein Lebenszeichen ging von diesen aus. Nicht mal Rauch, der aus einen Kamin stieg war zu sehen. "Ist es das?", fragte Barney Ross und drehte sich zu Trench um. Gerade wo dieser zu einer Antwort ansetzen wollte, sahen wir alle wie Barney über ein Stein oder irgendwas anderen stolperte und mit den gesamten Körper in den Schnee fiel. Für einen kurzen Moment herrschte Stille, niemand vermochte es nach Worten. Keiner verzog eine Miene außer... Hector. Dieser hatte ein breites Grinsen auf den Lippen, musterte sein Schwiegervater mit spöttischen Blick bis er in schallendes Gelächter ausbrach. Auch ich musste zugeben das ich mir das Lachen kaum noch verkneifen konnte, bis Hector endlich das Wort ergriff. "Soll ich dir auf helfen, alter Mann?", fragte er höhnisch und hielt Barney eine Hand hin. Dieser musterte seinen Schwiegersohn mit vernichtenden Blick "Wie nett von dir".  Doch als er die Hand nach Hector ausstreckte, zog dieser seiner Hand zurück und machte mit seinen Handy ein Foto von seinen Schwiegervater. "Das muss ich unbedingt deiner Tochter schicken!". Barney lief vor Wut rot an und endlich brachen wir alle ins Gelächter aus. Doch diesmal war etwas anders... Ein kindliches Lachen mischte sich unter unseren, es klang jung und unschuldig. "Wollen Sie etwa ein Schneemann bauen?", fragte die Stimme eines Mädchens und wir wandten uns um..

~~~

Hector Boyka

"Wollen Sie etwa ein Schneemann bauen?", fragte ein blondhaariges Mädchen. Sie war grade mal 14 oder 15, hatte grüne Augen und war dem Wetter entsprechend warm eingepackt. Ihre kindlichen Züge waren es gewesen, die uns zum Schweigen brachten und wir sie weiterhin anstarrten. Ausser Lee, der fies grinste und mit den Finger auf Barney deutete "Nein. Er versucht selber einer zu werden". "Annie", rief Trench und schloss das Mädchen herzlich in seine Arme. Das war also Annie gewesen. Schön und gut. Brummend streckte ich erneut eine Hand nach Barney aus, der sie diesmal sofort ergriff und ich ihn auf die Beine half. Alle Augen richteten sich auf Trench und der kleinen Annie "Kleine, das sind die Expendables und mein Lehrling. Wir werden dich zusammen, sicher in die USA bringen". Etwas schüchtern sah das Mädchen zu uns herüber, einen Schritt wich sie dabei hinter Trench zurück und klammerte sich an seinen Arm. "Ich bin Annie... Freut mich..".

~

Für den Rückweg zum Flugzeug hatten Trench und Barney eine Stunde berechnet. Also machten wir uns dem nach auf den Weg. Die beiden Erzrivalen übernahmen dabei die Führung, dann folgten ich, Smilee und Ceaser, hinter uns Meredith, Annie, Gunnar und Yang, während Toll Road das Schlusslicht bildete. Unsere Waffen hatten wir dabei in Anschlag und waren bereit auf Beschuss zu reagieren. "Und Sie kommen also aus Russland?", fragte mich das Mädchen plötzlich und ich warf ein Blick über meine Schulter "Ja..". "Das brauchst du nicht zu wissen, Annie. Du siehst diese Leute hier eh nicht wieder", mischte Meredith ein. Ihre Stimme war forsch und bestimmend aber es war Trench der sie zurecht wieß. "Herrgott. Lass sie doch einfach mal selbst entscheiden mit wem sie redet", brummte er und Meredith schüttelte mit den Kopf. "Ich wurde in Moskau geboren", ich schenkte den Mädchen ein breites Grinsen und wandte mich dann von ihr ab. "Ihr habt doch die Zwiebeltürme....Sind die wirklich so groß?", umgehend war sie neben mir getreten und mustertete mich mit neugierigen Blick. Wieder schenkte ich ihr ein Lächeln "Ja.. ". "Oh, ich kenne es bisjetzt nur von Büchern und..", sofort unterbrach sie sich, als sie plötzlich inne hielt und in den Wald sah. Umgehend folgten wir ihren Blick...
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