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Angels Diaries

GeschichteThriller, Familie / P18 / Gen
Barney "The Schizo" Ross Gunnar Jensen Hector Lee Christmas Trench Mauser
02.12.2013
09.10.2014
23
61.691
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02.12.2013 3.890
 
Lee Christmas

Es dauerte nicht lange und wir gelangten nachdraußen. Umgehend schlug mir kalte Nachtluft um die Nase, die ich sehnsüchtig einsog und kaum glaubte das es gleich vorbei war. "Hier entlang, Lee", schrie Anja und ich folgte ihr über den Hof. Wenn wir diesen Wissenschaftler noch erwischen wollten, dürften wir keine Zeit verlieren. Trotz das ich extrem geschwächt war, fühlte ich mich stark, anscheinend durch das Adrenalien was meinen Körper mit genug Energie versorgte um noch ein paar Stunden zu überstehen. Nein, Lacy und der Wissenschaftler würden nicht so leicht davon kommen. Von weiten ertönten die Geräusche eines Helikopters, mir wurde klar das sie versuchen würden über diesen zu Fliehen. "NICHT SO SCHNELL", schrie Barney als wir den Hubschrauber erreichten. Dieser erhob sich mitlerweile in die Luft und wir richteten sofort unser Waffen auf diesen, wenn da nicht diese Frau wäre.

Lacy!

"Hey! Ihr könnt mich doch nicht einfach zurück lassen", Lacys aufgebrachte Stimme erreichte meine Ohren. Sie stand keine 10 Meter von uns entfernt und furchtelte panisch mit ihren Armen herum. Doch der Hubschrauber senkte sich nicht, dank das Lacy uns abgelenkt hatte, hatten wir nicht mitbekommen das der Hubschrauber schon in weiter Ferne war und an Horizont verschwand. "Verdammt...", fluchte Anja und zielte mit ihrer Waffe auf Lacy, die sich ängstlich zu uns umwandt. Ihre Glieder zitterten wegen der Kälte, ihre Augen brannten von den Tränen und ihr Blick verfinsterte sich automatisch. "Ihr... Das ist Alles eure Schuld. IHR BRINGT MICH UM MEIN GELD!", schrie sie uns an und zog ihre Pistole hervor. Deren Lauf richtete sich auf mich "UND DU ZERSTÖRST UNSERE BEZIEHUNG INDEM DU DIESES DRECKIGE WAISENKIND MITBRINGST!".

"Nimm die Waffe runter, Lacy. Das hat doch alles kein Sinn", versuchte ich sie zu beschwichtigen und trat ihr einen Schritt näher "Du bist uns weit unterlegen und wenn du hier noch Leben rauskommen willst, solltest du dich lieber ergeben". Ein schuss löste sich aus Lacys Waffe und schlug vor mir auf den Boden ein "HALTS MAUL!". Sie trat uns ein paar Schritte näher, ihre Hände umklammerten zitternd die Waffe, bittere Tränen liefen ihr über die Wange und noch vor ein paar Monaten hätte es mich berührt. Doch in meinen inneren fühlte ich nichts mehr für diese Frau. Sie war in meinen Augen nur noch eine Feindin und ich empfand tiefe Reue je mit ihr zusammen gewesen zu sein. "Nimm die Waffe runter, Lacy", erklang plötzlich eine kindliche Stimme in meinen Ohren.

Erschrocken wandten wir uns um. Nelly kam mit langsamen Schritten auf uns zu "Du willst mich los werden? Dann tu es. Aber lass die anderen in Ruhe", immer weiter kam sie uns näher und grade als sie an mir vorbei lief, packte ich ihre Hand und zog sie hinter meinen Rücken. "Du gehts nirgendwohin, Schatz. Ich werde nicht zulassen das dir noch mehr passiert", knurrte ich und nickte Barney zu. Dieser ließ seine Hand zu seiner Pistole gleiten, doch Lacy nahm ihn gleich ins Visier "Wage es nicht, Ross oder deine Kinder haben keinen Vater mehr". Ihre Waffe schwankte zwischen uns hin und her, als würde sie überlegen wenn sie als erstes niederschießen würde. "Ich werde euch alle umbringen! Und mit dir fange ich an, Lee", sie richtete ihre Waffe auf mich, war bereit abzudrücken und dann ertönte ein Schuss. Erschrocken richtete ich mein Blick auf meine Brust, doch da war kein roter Fleck, nichts was eine Schusswunde ausmachte und ich hob verwirrt meinen Kopf. Dort wo Lacy stand herrschte gähnende Leere und dann realisierte ich was geschehen war. Nicht Lacy hatte geschossen, sondern jemand hatte sie erschossen und nun lag sie in Dreck, eine tiefe Wunde zierte ihre Stirn, ihre Augen waren weit aufgerissen und ich wandte mich ab. "Daddy...", Nelly kam langsam um mich herum gelaufen. Hatte sie mich etwa grade Daddy genannt? "Alles in Ordnung?"

Ohne ihr zu Antworten zog ich sie in meine Arme und drückte ihren Kopf an meine Brust. Beruhigend strich ich übers Haar und empfand dieses Glück das ihr nichts weiter passiert war. "Yeah, habt ihr das gesehen? So machen wir das in Russland!", schrie die Stimme von Yuri über Barneys Funkgerät und ich rollte mit den Augen. Waren die Russen immer so drauf? "Nelly..", das jubelgeschrei von Yuri ignoriend nahm ich Nellys Gesicht in meine Hand und sah ihr tief in die Augen "Lass uns Nachhause gehen".

~~~

Trisha Ross

Die erste Nacht in Krankenhaus hatte ich überstanden, dank meiner Schusswunde dürfte ich eine ganze Woche hierbleiben. Eine tatsache die mich sehr verärgerte, da ich für längere Zeit von meinen Sohn und meiner Familie getrennt sein würde und sie nur noch halb Tags sah. Ich wollte Nachhause, mich in die Arme meines Freundes schmiegen und mir ein langweiligen Film ansehen. Ich wollte meinen Sohn in den Armen halten, ihn vorsingen und seinen Lachen lauschen. Naja, wenigstens hatten wir es fürs erste Überstanden... Ein leises Klopfen erklang von der Tür und nur eine Sekunde später wurde diese geöffnet. "Nana", rief die fröhliche Stimme meines Sohnes, als Hector mit ihn auf den Arm  den Raum betrat. Seine kleinen Arme streckte er nach mir aus und ich konnte nicht anders als zu lächeln "Komm her, mein Schatz". Ebenfalls lächelnd setzte Hector den kleinen auf meinen Bett ab und dieser krabbelte in meine Arme. "Wie geht es dir?", fragte mein Freund, er beugte sich zu mir rüber und drückte mir ein Kuss auf die Lippen. Mit einmal fühlte ich mich wie in einer anderen Welt, in meiner Fantasie schmiegte ich mich grade in seine Arme, gab mich den Kuss hin und war bereit alles für ihn zu tun.

Langsam löste mein Freund den Kuss und sah mir lächelnd in die Augen. Seine Hand legte sich vorsichtig an meine Wange und ich seufzte schwer "Mir geht es den Umständen entsprechend, Hector". Ich neigte etwas meinen Kopf, erwartete ein erneuten Kuss von meinen Freund, doch dann erklang das süße, fröhliche Lachen meines Sohnes. Beide wandte wir unsere Blicke auf Aiden, der sich mit seinen Teddy beschäftigte und an dessen Ohren zog. Als er merkte das wir ihn beobachten, drehte er sich um und sah uns aus großen Augen an. Seine braunen Augen schimmerten vor Freude "Da...", machte er leise und hielt uns den Teddy hin "Dada... Nana..."

"Dir ist langweilig, nicht wahr? Sollen Mommy und Daddy ein bisschen mit dir spielen?", grade wo ich meine Hand nach Aidens Teddy ausstrecken wollte, ertönte ein Klopfen an der Tür und wir alle sahen auf. "Herein", rief Hector und nahm unseren Sohn auf die Arme. Nach einigen Sekunden wurde die Tür aufgestoßen und mein Atem setzte aus. Eric Bennet rollte mit seinen Rollstuhl in den Raum, auf seinen Lippen lag ein sanftes Lächeln, doch meine Augen waren starr vor Angst auf ihn gerichte. Meinen gesunden Arm streckte ich nach meinen Sohn aus, den Hector mir hin hielt und ich zog ihn fest an mich. Unterdessen stellte sich mein Freund schützend vor uns. Laut Smilee hatte dieser Mann, seit der Genveränderung sich geändert aber in unseren Augen war er immer noch der Mann, der unser Kind und meine Geschwister ohne mit der Wimper zu zucken getötet hätte. "Was willst du?", fragte Hector und wollte einen Schritt nachvorne treten, doch ich griff nach seiner Hand und hielt ihn zurück. Er sollte nicht zu ihn gehen. "Mich bei euch Beiden...", Erics Blick fiel auf Aiden "...Euch Dreien entschuldigen. Ich war ein Arschloch und es tut mir Leid, das ich euren Sohn und euch etwas antun wollte". Tiefe Reue kam aus seiner Stimme, sein Blick senkte sich und mein Herz überschlug einen Takt. Nie hätte ich geglaubt das sich Eric Bennet entschuldigen würde, selbst jetzt, wo er dieses Gen nicht mehr hatte. Konnten wir ihn vertrauen?

"Eric...", begann ich aber Hector fiel mir ins Wort, seine Stimme klang so eiskalt wie der Tod "Nur damit eins klar ist, Eric. Kommst du meiner Familie nur noch einmal auf diese weise zu nahe, werde ich dich umbringen".  Seine Hand löste sich von der meinen, als er bedrohlichen Schrittes auf Eric zu trat und ihn aus den Raum schob. Knallend fiel die Tür in Rahmen und sowohl Aiden als auch ich zuckten zusammen. Ich konnte Hectors Reaktion zwar nachvollziehen, da Eric gedroht hatte unseren Sohn umzubringen, doch sollte er nicht so aus der Haut fahren. Aiden stieß ein leises ängstliches Wimmern aus und drückte sich an mich "Psst. Ist ja gut. Papa ist nur ein bisschen gestresst. Psst", flüsterte ich ihn ruhig ins Ohr und hauchte ihn ein Kuss auf die Stirn. Es dauerte eine ganze Weile, die Hector draußen mit Eric verbrachte und dann betrat er schnellen Schrittes den Raum. Hectors Kiefer waren vor unterdrückter Wut zusammen gepresst "Ich habe ihn nochmal verinnerlicht, das sollte er sich euch näher, ich sehr ungehalten ihn gegenüber sein kann", flüsterte er und trat auf uns zu. Seufzend legte ich den Kopf schief "Schatz.. ich.."

"Papa..."

Fast erschrocken unterbrach ich mich selbst und sah wie Hector zu Aiden sah "Was hat er gerade gesagt?", fragte dieser nach und setzte sich auf den Bettrand. Aiden sah ihn genau an, seine braunen Augen glitzerten und dann verzogen sich seine Lippen zu einen Lächeln "Papa..", sagte er und deutete mit seinen kleinen Finger auf seinen Vater. Ein glückliches Lächeln zog sich über Hectors Lippen, als er den kleinen über den Kopf strich und ihn ein Kuss auf die Stirn hauchte "Sehr gut. Du bist ein kleiner Goldschatz. Weisst du das?". Ich konnte spüren wie meine Augen brannten und ich die Tränen des Glücks kaum zurück halten konnte. Das war sein erstes Wort und es berührte mein Herz. Sanft zog Hector uns in seine Arme "Unser Sohn ist großartig", flüsterte er mir ins Ohr und ich nickte an seiner Brust. Aiden an mich gedrückt, schloss ich zufrieden meine Augen und genoss diesen Moment einfach.

~~~

Nelly Delaine

Lange lag ich schon wach und starrte zu Decke hinauf. Meine Entführung lag nun einen Tag zurück, doch jede einzelne Sekunde lag mir noch tief in den Knochen und das zittern in meinen Körper nahm nicht ab. Sie waren so nahe dran, mich mit sich zu nehmen und Lee zu töten. So nahe dran, mein Blut für ihre Zwecke zu verwenden und damit eine Superwaffe zu erfinden. Bei diesen Gedanken zog ich ängstlich meine Decke über meinen Kopf und kauerte mich zusammen. Keine Sekunde länger wollte ich dieses widerliche Grinsen des Wissenschaftlers sehen, was seitdem Vorfall in meinen Kopf herum spuckte. Auch wollte ich nicht mehr an Trench qualvolles Ende denken, ich wollte ihn so in Erinnerung halten, wie ich ihn das letzte Mal lebend sah. "Oh, Scheisse....", hauchte ich als die ersten Tränen spürte die über meine Wangen liefen und mir aus reflex eine Hand vor den Mund hielt. Es war mir peinlich als Teenager immer noch zu weinen wie ein Kind, auch wenn Lee sagte das es normal war zu weinen und bei all dingen die mir passiert waren, war es sogar noch verständlich. Doch für mich war es nicht mehr normal...

Nichts in meinen Leben war normal. Sogar die Tatsache das wegen mir so viele Unschuldige in Gefahr waren, die mir nur helfen wollten. Trotz der strapatzen der letzten Monate hielten sie zu mir und beschützten mich. Aber dabei brachte ich doch soviel unglück über sie. "Nelly?", die leise Stimme von Smilee erfüllte den Raum und ich hielt inne. Hatte ich vor lauter Weinen nicht mal gehört wie die Tür auf ging oder gar geklopft wurde? "Nelly?", seine Stimme erklang neben meinen Bett aber immer noch rührte ich mich nicht "Ich hab dich weinen gehört.. und ich.....mache mir sorgen". Durch die weiße Decke konnte ich seine Umrisse sehen, wie er sich vorsichtig neben meinen Bett kniete und seine Arme auf der Kante verschränkte. Ich hätte schwören können das seine Augen durch die Decke leuchteten um mich zu betrachten. "Komm schon, Nelly. Rede mit mir", flehte er mich an und legte sanft eine Hand auf meine Schulter. Unweigerlich zuckte ich zusammen "Was... was soll ich denn sagen? Smilee?", kam es flüsternd über meine Lippen und wieder schloss ich meine Augen "Ausser das ich dir für alles dankbar bin, was du und die anderen für mich getan habt". Ich genoss die Wärme die von seiner Hand ausging. Smilee strich mir beruhigend über die Schulter und lachte leise.

"Sag mir, wie es dir geht und bitte sei ehrlich zu mir?", flüsterte er mir zu und mein Herz überschlug ein Takt. Wollte er wirklich wissen wie es mir ging? Wie es mir wirklich ging? "Das willst du garnicht hören....", erwiderte ich als erneute Tränen in meinen Augen brannten und ich gegen den Kloß in meinen Hals ankämpfte. Ich konnte spüren wie seine Hände nach der Decke griffen und diese vorsichtig zurück zogen. Grelles Tageslicht blendete meine Augen, ich brauchte einen Moment um mich an die plötzliche Helligkeit zu gewöhnen "Ich will es aber hören", Smilee strich lächelnd eine Strähne aus meinen Gesicht "Bitte sag es mir". Seufzend holte ich Luft "Die Wahrheit ist das ich nicht mehr kann..", kam es dann leise über meine Lippen "Egal, wie sehr ich versuche ein normales Leben zu führen.. Immer wieder wird wegen mir irgendjemand verletzt. Trench hat sein Leben geben müssen um mich zu schützen. Ich bin nur eine Last für euch". Bei diesen Worten liefen mir bittere Tränen über die Wangen, da ich wusste das es die volle Wahrheit war und jeder so denken würde. "Hey, nicht weinen", vorsichtig legte er sich zu mir und zog mich in seine Arme.

"Du bist weder eine Last, noch bringst du Unheil über uns. Ich weiß es ist schwer für dich, nachalldem was in den letzten Monaten passiert ist", sanft strich er mir über den Kopf und hauchte mir ein Kuss auf das Haar. "...Glaub mir, Süße. Jeder hat Probleme. Mancher mehr, mancher weniger. Aber merke dir eins..", schluchzend sah ich zu ihn auf und wurde etwas rot um die Nase als seine Stimme ernst wurde "..Egal was passiert, wir werden Dich alle beschützen". Irritiert blinzelte ich als er mir ein sanften Kuss auf die Stirn hauchte und mein Herz für etlichen Minuten auszusetzen schien. Ein komisch warmes Gefühl machte sich in meinen Bauch breit, meine Augen wanderten zu seinen Lippen, für einen Moment vergaß ich alle meine Sorgen und tief in mir kam der Wunsch auf, ihn zu küssen. Sprachlos über diesen Gedanken wandte ich meinen Blick von seinen Gesicht ab und drückte meinen Kopf einfach an seine Brust.

Gott... Was war das grade ebend?

~~~

Hector Boyka

2 Wochen später


"Hey, Mom. Hey Dad. Schön das ihr es doch noch geschafft habt", hörte ich Trisha sagen und wandte mich von meinen Sohn ab. Dieser saß in seinen Laufgitter und spielte fröhlich mit seinen Teddy. Heute wollten meine Schwiegereltern mit den Zwillingen vorbei kommen und mit uns den Nachmittag zu verbringen. Natürlich wollte auch Lee mit Nelly und Smilee vorbeischauen. "Hast du etwa was anderes erwartet, Schatz?", erklang die Stimme von Barney in meinen Ohren "Ich muss doch schließlich mein Schwiegersohn den letzten Nerv rauben". Lächelnd rollte ich mit den Augen, naja dann sollte er es einfach versuchen. Nichts konnte mir an diesen Tag die laune verderben, den heute wollte ich Trisha einen offizellen Antrag in Beisein ihrer Familie machen. "Also dann, Kumpel. Bereit in Teufel Barneys Arme gedrückt zu werden?", fragte ich meinen Sohn und er streckte seine Hände nach mir aus. Nachdem ich ihn auf meine Arme genommen hatte, stolzierte ich mit ihn zur Haustür und wurde sogleich von Keith und Baley stürmisch begrüßt und sie rissen mich dabei fast zu Boden.

"Heyhey, lasst meinen Freund bitte noch ganz", lachte Trisha und nahm ihre Geschwister sanft in die Arme. "Aber er mag es doch so geknuddelt zu werden", verteidigte sich Baley und versuchte sich aus den Griff ihrer Schwester zu befreien. Ein teuflisches Lächeln umspielte dabei ihre Lippen und ich zog eine Augenbraue nachoben "Oh Baley, wenn du wüsstest das ich in wirklichkeit der schwar...". Umgehend wurde ich von Nathalies lauter Stimme unterbrochen "Wage es nciht diese Wort in entferntesten Auszusprechen!", ihre Hände griffen nach den der Zwillinge und zogen sie ins Wohnzimmer. Lachend über ihre Reaktion stellte ich mich zu Barney, der sich ebenfalls kaum das grinsen verkneifen konnte. "Habt ihr den schwarzen Mann geguckt?", fragte ich dann und übergab meinen Sohn an Barney. "Letzte Nacht und die Stunden danach waren einfach nur Genial", Barney schenkte Aiden ein sanftes Lächeln und wanderte mit ihn auch in Richtung Wohnzimmer.

"Er ist immer so gemein zu Mom", Trisha lehnte sich mit ihren Kopf an meine Brust und sah mit einen entmutigten Lächeln zu mir auf "Bist du auch später mal gemein so gemein zu mir?". Mit ihren Händen zupfte sie an meinen Hemd herum, ich schenkte ihr ein verstohlendes Lächeln und kam ihren Gesicht näher. Meine Hand legte sich an ihren Kinn und flüsterte ihr mit rauer Stimme zu "Du hast keine Ahnung, was ich in naher Zukunft mit dir anstellen werde", kaum waren die Worte über meine Lippen gebracht, zog ich meine sichtlich erschrockene Freundin mit ihns Wohnzimmer.

~~~

Smilee

Der Abend war in vollen Gange und ich fühlte mich wohler denje. Es kam mir vor wie in einer großen Familie. Barney gab grade ein paar lustige Peinlichkeiten seiner Frau zum besten, während Nelly sich mit Hectors Sohn beschäftigte und Lee sie dabei aufmerksam beobachtete. Und ? Ich war Opfer von den Teufelszwillingen geworden und war dessen Hüpfburg. Immer wieder sprangen sie auf mich rauf, kitzelten mich oder versuchten meine Aufmerksamkeit zu bekommen. Dabei schenkte ich ihn all meine Konzentration die ich hatte. "Spiel fange mit uns", rief Keith fröhlich aus und zupfte an meinen Ärmel herum "Ich spiele doch schon mit euch... Was soll ich den noch alles machen?". Meine Stimme war verzweifelt, nicht das ich etwas gegen Kinder hatte aber diese beiden hier, waren eindeutig nicht von diesen Planeten. "Keith. Baley! Lasst ihn doch mal Luft holen. Geht und beschäftigt euch mit den Hund", kam es von Barney, der seine Geschichte unterbrach und die beiden mit strafenden Blick musterte. Die Zwillingen hielten kurz inne, warteten darauf das ihr Vater den Blick von ihnen nahm, doch das tat er nicht "Habt ihr nicht gehört?". "Okay, Daddy", murmelte beide und stürzten sich sogleich auf Mo Jo.

Ich nickte Barney dankend zu und wandte meinen Blick wieder auf Nelly und Aiden. Beide waren ein Herz und die Seele, und dazu kam noch die Tatsache, das Aiden mit Eifer dabei war erwachsen zu werden. Laut Hector und Trisha konnte er schon die Worte >Papa< und >Mama< sagen. Für alle eine große Überraschung da Aiden erst in 3 Wochen  8 Monate alt wurde. "Nelly", lächelnd ließ ich mich neben den Mädchen nieder "Was meinst du wollen wir Aiden ein neues Wort beibringen?". Nelly sah mich aus großen Augen an, auf ihren Wangen bildete sich ein leichter Rotschimmer als sie schüchtern erwiderte "Und welches?". Nachdenklich legte ich ein Finger an meinen Kinn, spürte den stechenden Blick von Trisha in meinen Rücken und schluckte schwer. Aber was solls. "Wie wäre es mit....", ich beugte mich zu Nelly rüber, legte eine Hand an ihren Ohr und flüsterte "Idiot."

Sehr originell...", murmelte Nelly und nahm Aiden auf den Arm "Aber ich denke Hector reisst dir den Kopf ab". Ist es mir Wert, dachte ich grinsend und griff nach meinen Bier. Der kleine würde sowieso alle Wörter bald aufschnappen, von daher. Das wird sowas von lustig! "Smilee?", fragend drehte ich meinen Kopf zu Hector, der mir ein drohenden Blick zuwarf "Denk nicht mal dran!"
"Okay...", säuselte ich und nahm ein Schluck von meinen Bier.

Amüsiertes Lachen drang durch unsere Runde bis Lee das Wort ergriff "Ähh dürftet ich euch um eure Aufmerksamkeit bitten?", er erhob sich bei seinen Worten und legte sanft seinen Arm um Nelly. Diese sah mit roten Wangen zu ihn auf und auch ich war gespannt darauf was er uns zu sagen hatte. Vielleicht wollte er uns sagen, das er eine neue Frau gefunden hat, die besser war als Lacy. Vielleicht hatte er ein neues Auto oder gar eine neue Wohnung. Aber davon hätte mir Nelly sicher schon berichtet. "Was gibst, Christmas?", fragte Barney und legte seinen Arm um Nathalie. Lee räusperte sich, schenkte Nelly ein warmes Lächeln "Ich werde Nelly Adoptieren und ihr ein Zuhause geben. Natürlich nur wenn meine kleine damit einverstanden ist", verkündete er stolz. Alle Augen richteten sich auf Nelly, die bald zu einer Tomate wurde, wenn das soweiter ging.

Ach komm schon, Kleines!
Du siehst in Lee doch schon einen Vater.


Nelly übergab Aiden vorsichtig an seine Mutter und warf sich dann mit Tränen in den Augen in Lees Arme. "Ich will deine Tochter sein", wimmerte sie leise und alle klatschten wir in die Hände. Wie ich ihr es Offenbart hatte, würde ab jetzt alles gut werden. Wir würden sie Beschützen. Lee würde sie Schützen und ich würde auf ihr acht geben. Etwas warmes rührte sich in meinen Herz, als ich Nelly mit ihren neuen Vater sah. Ich war glücklich darüber, weil sie glücklich war und ich freute mich über jedes Lächeln was sie auf ihren Lippen hatte. Sie war einfach ein süßes Mädchen. "Gut da sich ja alle Freuen. Muss ich auch etwas loswerden", Hector kramte in seiner Hosentasche herum und zog wenig später eine kleine Schatulle hervor. Was ist den heute nur los? Fehlte nur noch Barney, der seine Frau sagte das er sie liebte und sie nie mehr verarschen wollte. Sehr zu meinen erstaunen kniete sich Hector vor Trisha hin und öffnete die Schatulle "Trisha Ross, willst du meine Frau werden?", fragte er schlicht und schon erinnerte ich mich zurück.

Vor einigen Wochen erst hatten der Russe und ich einige Szenerien mit diesen Ring durch gespielt und waren zu einen Ergebnis gekommen. Eine Rede sollte er erst zu Hochzeit halten, da ich ihn auslachen würde wenn er sich versprach und Hector einfach keine passende Rede ohne versprecher hinbekommen hätte. Trisha hielt sich sichtlich Überrascht eine Hand vor den Mund, ihre Augen schimmerten vor Tränen und ich fand das es Zeit war ihn zu erlösen. Mit jeder Sekunde die versprich wurde Hector immer nervöser. Ich sah es in seinen Augen, an seiner Haltung und er tat mir irgendwie leid. Dennoch glaubte ich nicht das sie verneinen würde. Und dann nach etlichen Minuten des Wartens: "Ja, ich will deine Frau werden, Hector Boyka!"
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