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Angels Diaries

GeschichteThriller, Familie / P18 / Gen
Barney "The Schizo" Ross Gunnar Jensen Hector Lee Christmas Trench Mauser
02.12.2013
09.10.2014
23
61.691
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Dieses Kapitel
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02.12.2013 3.626
 
Nelly Delaine

Den stechenden Schmerz in meinen Handgelenkt ignorierend, lehnte ich mich an die kalte Wand zurück und schloss meine Augen. Ich fühlte mich schlapp, hilflos und stand so glaubte ich vor einen nervenzusammenbruch. "Nelly... Schatz, bist du wach?", Lees Stimme erklang in meine Ohren und ich sah auf. Auch er lehnte an der Wand, nahe dem Gitter, seine besorgten Augen ruhten sanft und Müde auf mich. Wenigstens war er bei mir, spendete mir etwas trost und sicherheit. Und machte das ganze hier erträglicher. "Ja...", erwiderte ich müde und versuchte mich aufzurichten, doch ich versagte auf ganzer Linie und sank wieder gegen die Wand. So langsam verschwomm die Umgebung um mich herum, mir wurde schlecht und ich hatte ungeheuren Durst. Nur ab und zu kam hier mal ein Soldat vorbei, gab uns Essen und Trinken, doch die letzte Mahlzeit lag schon etlichen Stunden zurück, genau wie das letzte Trinken. Und auf die Toilette dürften wir nur Frühs und Abends und das noch mit bewaffneten Soldaten. Was mir noch mehr Angst machte! "Hey, Nel. Was hälst du davon, wenn wir, sobald wir hieraus sind ans Meer fahren. Nur du und ich, ich zeig dir Miami und den Rest der Welt", sagte Lee geisterabwesend und schloss seine Augen. Draußen war es schon dunkel, das konnte ich durch das kleine Fenster sehen. Sanftes Mondlich drang in den Raum.
"Ich würde gern mit dir ans Meer fahren", wieder schloss ich meine Augen, spürte das ich kurz davor war einzuschlafen und meine Kopfschmerzen machten die Situation nicht besser. "Warum bin ich nur so Müde, Lee?", meine Stimme wurde immer schwächer, ich hatte Mühe das Bewusstsein zu behalten. Die Übelkeit breitete sich in mir aus, ich stand kurz davor mich zu übergeben als wieder Lees Stimme in meinen Ohren erklang "Kleines, du darfst jetzt nicht einschlafen! Hörst du? Sie ...". Doch dann verstummte seine Stimme, dunkelheit umfing meinen Körper und zog mich in einen traumlosen Schlaf.

Das saß ich nun, auf einer saftig grünen Wiese mit vielen Bunten Blumen und sah in den grenzenlosen blauen Himmel. Eine sanfte Briese wehte mir durchs Haar und ich schloss genießend meine Augen. Alles wirkte so Still und friedlich, fast wie in einen Traum. "Warum haben Sie das Mädchen verarztet? Ich dachte, Sie brauchen nur ihr Blut!", erklang die Stimme einer Frau aus weiter ferne und der Himmel verfinsterte sich. Dicke Regenwolken bildeten sich, entfernte Donner grollte über die Wiese und meine Augen weiteten sich vor Angst. "Ich habe Ihnen doch schon gesagt, das wir das Mädchen unversehrt wollen. Ein entstellte Arm nützt uns nichts", eine Fremde Stimme ertönte hinter mir. Zitternd wandte ich mich um als eine tiefe, dunkelheit auf mich zu kam und mich komplett einhüllte. Ich wollte schreien, doch kein einziger Ton kam über meine Lippen. Ich konnte mich nicht bewegten, nicht Atmen oder sonst etwas tun. "Ah und wann nehmen Sie sie mit?", wieder die Stimme der Frau. Plötzlich blendete grelles Licht meine Augen und ich zuckte zusammen. Die Welt um mich herum begann sich zu verändern und ich erinnerte mich an die bittere Wahrheit...


"Bei Morgengrauen. Sie wissen ja, das ich erstmal sehen muss ob es sich wirklich um Annie Davis handelt", langsam öffnete ich meine Augen, erkannte die Umrisse eines Mannes, der meine Augen mit einer Taschenlampe beleuchtete und mich zu Untersuchen schien. Für einen Moment hielt ich die Luft an, immer noch kam kein Ton über meine Lippen. Unendliche Angst machte sich in meinen Bauch breit. "Ich werde ihr jetzt Blut abnehmen und es untersuchen", sagte der Mann und wandte sich von mir ab. Die Umrisse wurden immer schärfer, ich realisierte das ich auf einer Trage lag, gefesselt und kaum in Lage war mich zu bewegen. Auch fühlte sich mein Arm so seltsam an, es schmerzte nicht mehr so doll wie vor ein paar Stunden. Was war hier los?

"Lee?", kam es leise aber ängstlich über meine Lippen. Zitternd bewegte ich mein Kopf nach Links und rechts. Erkannte mehrere Soldaten, Lacy, Trench, ein Mann in weißen Kittel, der mit den Rücken zu mir stand und Lee der gefesselt auf einen Stuhl saß. Anscheinend wer es bewusstlos, was mich noch panischer machte. "Ahh, du bist also aufgewacht!", der Mann in weißen Kittel wandte sich mir zu, in der Hand hielt er eine Ampulle und trat lächelnd auf mich zu. Er hatte dunkles Haar, mit braunen Augen und einen kleinen Bart. Er trug eine Brille und sah nicht wie ein Arzt aus, sondern eher wie einer dieser Verrückten Wissenschaftler und endlich klingelte es bei mir. Richard Harris... Es konnte nur er sein.. "Ich werde dir etwas Blut abnehmen, das tut überhaupt nicht weh. Ach und dein Handgelenkt habe ich schon versorgt", Richard legte die Nadel mit der Ampulle an meinen Arm und ich zuckte zusammen. "Bitte... fassen Sie mich nicht an", flehte ich und spürte die Tränen über meine Wangen laufen. Doch der Mann reagierte nicht auf meine Worte und nahm mir Blut ab. "Dein Blut ist Gold wert, weisst du das?", fragte er als würde ich nie etwas gesagt haben "Deine Gene sind wirklich bemerkenswert, du wirst der Wissenschaft und meiner Firma einen großen Dienst erweisen".

~~~

Hector Boyka

Sanftes Mondlicht erhellte das Gelände, vorsichtig bewegten wir uns fort, hinweg über die Leichen der Soldaten, die überall verstreut lagen. Einigen von ihnen wurde direkt die Kehle herausgerissen, was mich vermuten ließ, das Smilee seinen Hund gut erzogen hatte und einige ihm zum Opfer gefallen waren. Deswegen hatte Barney auch geplant, das wir von allen Seiten uns heranschlichen. "Bleib in meiner Nähe, Liebes", flüsterte ich Trisha zu und lief mit Booker voran "Yuri hast du alles in Blick?". Das leise Knistern meines Funkgeräts erklang in meinen Ohren "Ja, deinen kleinen habe ich an Church übergeben". Yuri hatte sich auf einen der Häuser nieder gelassen und beugte alles nördlich auf dieser Ebene, während Billy sich auf der anderen Seite niedergelassen hatte. Unbeeindruckt wegen der Leichen, setzten wir unseren Weg fort und näherten uns der ersten Tür. Diese stand sehr zu meinen erstaunen offen und ich stieß erleichtert die Luft aus. Wenigstens eine Sache die gut war. Wenn wir Lee und Nelly erstmal gerettet hatten, so würden wir States of Sun auseinander nehmen. Mein Herz schrie nach Vergeltung. Ich wollte Rache und diese Bastarde eigenhändig in die Hölle jagen.

"Barney? Wie siehst aus?", bevor wir den Eingang der Fabrik sicherten, pressten wir uns an die Wand und warteten auf seinen Befehl. "Auf mein Zeichen", flüsterte Barney und wir alle lauschten seinen angestrengten Atem. Trisha legte sanft ihren Hand auf meinen Arm, ich drehte mein Kopf um ihr in die Augen zu schauen und sah ihr unsicheres Lächeln. Ihre braunen Augen strahlten Besorgnis aus, was mich einen Entschluss fassen ließ: "Baby geh zum Wagen und warte da auf mich. Hier ist es zu gefährlich..", beruhigend legte ich meine Hand auf ihre Wange. Grade wo Trisha etwas erwidern wollte, ertönte ein spitzer Schrei aus den inneren der Fabrik und sie klammerte sich erschrocken an mich. Dieser schrei konnte eindeutig nur von Nelly sein. Kein Zweifel. Sie taten ihr weh.

"WIR GEHEN REIN", schrie Barney und die ersten Schüsse fielen in weiter ferne. Booker war der erste von uns, der das Gebäude stürmte und das Feuer auf die ersten Soldaten richtete. Danach folgten ich und unglücklicher Weise Trisha. Mein Herz hämmerte richtig gegen meine Brust, unendliche Gedanken rassten durch mein Hirn als mir die ersten Soldaten über den Weg liefen, ich Trisha an Arm packte und hinter meinen Rücken zog. Umgehend nahm ich die Soldaten unter Beschuss, während meine Freundin mir den Rücken frei hielt.

~~~

Nelly Delaine

Immer noch mit Angst erfüllt, hafteten meine Augen auf den Wissenschaftler, das zittern in meinen Körper war unerträglich, dazu kam noch die eisige Kälte in Raum. Mitlerweile war auch Lee aufgewacht und warf den Arzt wüste Beschimpfungen an den Kopf, er sollte mich in Ruhe lassen und es garnicht wagen mich anzurühren. "Du bist es", kam es plötzlich heiser über Richards Lippen und seine Augen glühten vor Freude "Annie Davis lebt also noch". Nein.... "Bitte, Lacy. Er darf mich nicht mitnehmen", flehte ich die Frau an, der Lee einst sein Herz geschenkt hatte und registriete ihren unbeeindruckten Blick. "Oh, tut mir Leid, Schätzchen aber du gehörts nun mal States of Sun", flüsterte sie süßlich und mit gespielten Mitgefühl. Eine Hand legte sie dabei auf ihre Brust und wandte sich mit einen finsteren Lächeln von mir ab. "Nelly, es wird alles wieder gut", rief Lee mir zu und machte eine wage Kopfbewegung nachoben, die kein anderer ausser mir war nahm. Unsicher hob ich meinen Kopf und mein Herz setzte für einen Moment aus. Über mir befand sich ein Stahlträger, der knapp 3 Meter über uns in der Höhe hang und auf diesen befand sich ein Bunter Hund, der auf mich herab sah. "Mo jo", entfuhr es mir und dann ertönte ein lautes Pfeifen.

Mit der Eleganz einer Raubkatze sprang der Hund herab, direkt auf den Arzt, der mich grade betäuben wollte und riss ihn zu Boden. Dann wurde das gesamte innere der Fabrik in Dunkelheit gehüllt. "Was...ahh...", ich konnte spüren wie etwas weiches meinen Körper streifte und mich samt der Trage zu Boden warf und sich fest an mich drückte. Schüsse fielen über mich hinweg und ich schrie vor Angst auf. Zitternd suchte ich die Dunkelheit nach Lee ab, als auf einmal meine Fesseln gelöst wurden und das Licht flackernd wieder anging. Irritiert blinzelte ich und musste mich wieder einmal an die plötzliche Helligkeit gewöhnen. Immer noch fielen Schüsse, überall waren schreie der sterbenden Soldaten. "Nelly..", irgendjemand nahm mein Gesicht in die Hände und erst jetzt erkannte ich die schönen blauen Augen, das dunkle Haar und das sanfte, dennoch besorgte Lächeln "Smilee..". Mit tränen in den Augen drückte ich mich an ihn und klammerte mich mit meiner gesunden Hand in seine Schutzweste.

"Bitte sag mir das du es wirklich bist", flehte ich und der Junge drückte mich schützend auf den Boden. Sein warmer Atem streiften mein Haar, als erneute Schüsse über uns hinweg flogen. "Ja ich bins. Hab keine Angst wir bringen dich hierraus", seine Stimme klang keuchend und angespannt "Wir müssen darüber". Mit seinen Finger deutete er auf die Tür die uns an nächsten war. Seine Hand griff nach der meinen, er schenkte mir ein weiteres Lächeln und ich musste die Tränen, die vor Erleichterung in meinen Augen brannten, zurück halten. Fürs erste.. Grade wo eine Pause zwischen den Schüssen eintrat, zog Smilee mich hoch und gemeinsam hechteten wir zum Ausgang. Die Freiheit war zum greifen nahe. Doch kurz bevor wir die Tür erreichten, stellte sich plötzlich eine schwarze Wand in unseren Weg und versperrte uns den Ausgang. Hinter uns erklangen weitere Schüsse und ich klammerte mich an Smilees Arm. Meine Augen trafen die toten von Trench. Wieder kam keine Gefühlsregung von ihn, doch mir war keineswegs entgangen, das er uns ohne weiteres Töten würde. "Daddy..", kaum waren diese Worte über meine Lippen gekommen, stürmte Trench auf uns zu und Smilee stieß mich zu Seite. Nur eine Sekunde später verwickelte Trench ihn in einen erbitterten Kampf.

~~~

Trisha Ross

"Granate", schrie Hector und riss mich zu Boden als ein Eiförmiger Gegenstand über den Boden rollte und eine Sekunde später eine Detonation auslöste, die die Wände erzittern ließ. Hector drückte meinen Körper fest auf den Boden, als eine weitere Detonation ertönte. Eine enorme Druckwelle flog über uns hinweg und die Wände erzitterten erneut. Staub regnete auf unseren Körpern herab, nur aus der Ferne drangen die Schüsse in meinen Ohren und ich wurde mir der Sache immer unsicherer. Ich hatte keine Ahung wie viele Soldaten States of Sun  für diesen Einsatz abgestellt hatte, aber es schienen immer mehr zu werden. Sie kamen aus sämtlichen Ecken und verhinderten so unseren Vormarsch. "Bleib unten", mein Freund richtete sich auf und schoss mit seiner Maschinenpistole auf den hinteren Teil des Ganges, aus denen die Granaten gekommen waren. Ängstlich hielt ich mir die Ohren zu, da das Donnern der Maschinenpistole mich beunruhigte und mir die Luft zum Atmen fehlte. Nach einiger Zeit ertönten die Schreie der Soldaten und die Schüsse nahmen fürs erste ab.

Unsicher hob ich meinen Kopf, spürte die eisige Kälte in meinen Körper und begann zu zittern. Mein Blick wanderte über den Gang und dann erkannte ich mehrere blutüberströmte Leichen unmittelbar vor uns. Ich unterdrückte den Impuls zu schreien. "Alles klar, Baby", Hector drehte sich mit einen finsteren Grinsen zu mir um, die Waffe die er in seinen Händen hielt, legte er lässig an seine Schulter während er mir die andere Hand hinhielt. Scheiss drauf, auch wenn er sich geändert hatte und er ein netter Mann geworden war, konnte er einen immer noch eine heiden Angst einjagen. "Ich denke, das es noch lange nicht vorbei ist, Hector", ich streckte meine Hand nach ihn aus und wurde nur eine Sekunde später von ihn auf die Beine und an seine starke Brust gezogen. "Nicht in den Leben eines Söldners..", seine raue Stimme ließ mich aufsehen, für einen Moment verflog meine Angst und ein warmes Gefühl machte sich in meinen Körper breit. Doch so schnell dieses Gefühl der Wärme und Sicherheit kam, so schnell war es auch wieder verschwunden als weitere Schüsse durch den Gang halten. "Verlegen wir das auf später...", Hectors warmer Atem streifte mein Gesicht und erst jetzt fiel mir auf das er mit seinen etwas näher gekommen war. Wie mechanisch nickte ich und zog meine Pistole aus meinen Holster.

~

Die Geräusche der Kampfhandlungen kamen, mit Gang den wir hinter uns gebracht hatten, immer näher und schon bald erreichten wir die Haupthalle der Fabrik. Ich konnte sehen wie Barney Lee befreite und ihn eine Waffe gab, damit er sich verteidigen konnte. Ab und zu erlangte ich einen Blick auf Lacy und einen Mann in weißen Kittel. Das musste also Richard Harris gewesen sein. "Oh Scheisse...", entfuhr es mir als ich sah wie Smilee versuchte sich gegen Trench zu behaupten und Nelly zu Beschützen. Smilee war die Erschöpfung förmlich anzusehen, Trenchs schläge waren Stark und voller Wucht. Immer wieder ging Smilee zu Boden, doch er gab nicht auf und versuchte es weiter. "Trisha! ACHTUNG", Hectors panische Stimme erreichte meine Ohren. Sie klang weit entfernt von mir und als ich mich umwandte erkannte ich einen großen Mann, der direkt vor mir stand. Ein finsteres Grinsen lag auf seinen Lippen, als der Kolben seine Waffe auf mich zuraste und er versuchte mich damit nieder zu schlagen. Doch ich wich seinen Angriff aus und ließ mich kontrolliert zu Boden fallen. Mit meinen Fuss trat ich gegen seinen Schienbein und brachte ihn somit zu Fall, danach zog ich mein Messer hervor, war bereit damit sein Leben zu beenden. Grade wo ich mich auf ihn stürzen wollte, ertönte ein lauter Knall und ich spürte ein stechender Schmerz in meiner Schulter. Mit einen Mal sank ich auf die Knie und schrie auf.

"Trisha!!", wieder ertönte Hectors Schrei in meinen Ohren, mit enormer Geschwindigkeit hetzte er auf uns zu, doch der Mann der mich angegriffen hatte war längst wieder auf den Beinen. Ich drückte meine Hand auf meine schmerzende Wunde, unterdrückte ein keuchen als Blut zwischen meinen Finger hervor quoll und versuchte rückwärts über den Boden zu grabbeln. Der Mann kam mit einen finsteren Grinsen auf mich zu, seine Hand schnellte nachvorne und packte meine Haare. Ein kräftiger Ruck zog mich auf die Beine und nur eine Sekunde später hatte er mich in Würgegriff und drehte sich mit mir zu Hector um. "Nur einen Schritt und deine Süße hat eine Kugel in ihren Kopf", drohte er der Mann und legte seine Pistole an meinen Kopf. Sofort stoppte Hector in seiner Bewegung "Hey, ganz ruhig", beschwichtigte er den Mann und kam uns langsam näher. Meine Augen suchten die seine, während ich selbst versuchte irgendwie frei zu kommen, doch er war einfach zu stark. "Habe ich nicht gesagt das du keinen Schritt machen sollst!", fuhr der Soldat ihn an und war bereit abzudrücken. "Lass sie gehen, Bitte. Wir haben einen Sohn...", hörte ich Hector sagen, doch grade wo der Mann noch etwas erwidern wollte, erklang ein dumpfer Aufschlag. Der Arm der mich in Würgegriff hielt lockterte sich und der Mann fiel zu Boden. Noch bevor ich mich irritiert umdrehen konnte, zog Hector mich vorsichtig in seine Arme und drückte meinen Kopf gegen seine Brust. "Danke Nelly.."

~~~

Smilee

Für mich stand mitlerweile fest, das alles was Trench einst ausmachte nicht mehr vorhanden war. Eisige Kälte lag in seinen dunklen Augen, als er mich am Hals packte und mich begann in der Luft zu würgen. Meine Hände krallten sich in seinen Arm, als ich versuchte mich zu wehren und nach Luft rang. Meine Beine baumelten nur ein paar Millimeter über den Boden und versuchte nach ihm zu treten. Mich zu befreien. "Trench.... tu das nicht...", keuchend kam die Worte über meine Lippen, doch Trench ließ einfach nicht locker und drückte fester zu. Ich konnte spüren wie das Blut sich in meinem Kopf staute und ich drohte das Bewusstsein zu verlieren. Kurz bevor meine Hände von Trenchs Arm abließen, ertönte ein Schuss nahe bei uns und traf Trenchs Arm, dieser ließ umgehend von mir ab. Noch während ich zu Boden zu ging, wandte sich mein Angreifer den Schützen zu und ging auf diesen los. Hustend krümmte ich mich auf den Boden, bekam nach einigen Sekunden endlich Luft in meine Lungen und versuchte auf die Beine zu kommen. "Smilee...", Trisha und Nelly kamen auf mich zugehastet, doch das einzige was meine Augen wahrnahmen war wie Hector sich einen Kampf mit Trench lieferte.

Keuchend kam ich auf die Beine, hatte für ein Moment Mühe das Gleichgewicht zu halten, doch schwankte ich in die Richtung, wo der Kampf statt fand. Meine Augen ruhten allein auf Trench. Es war an der Zeit ihn ein Ende zu setzen. "Trisha. Nimm Nelly und verschwinde von hier", sagte ich zu den beiden Frauen, ohne sie anzusehen. Mein Körper zitterte vor angestauter Wut, während ich die Schmerzen die von meinem Hals ausgingen kaum noch wahr nahm. "Smilee...", wieder Nellys Stimme die in meinen Ohren erklang und ich drehte ihr meinen Kopf zu. Ihre grünen Augen schimmerten vor Angst und Sorge, unaufhörliches Zittern kam von ihren Körper und ich schenkte ihr ein zuverlässiges Lächeln. "Wir bringen das hier noch zu Ende und kommen dann nach", versprach ich ihr und sah dann zu Trisha. Ihren Augen ruhten ganz auf den Kampf, ich konnte die Wunde an ihrer Schulter sehen. Ihr Gesicht war vor Schmerzen verzerrt. "Ihr müsst hieraus Trish. 20 Meter nördlich steht mein Auto", ich drückte ihr mein Autoschlüssel in die Hand "Los".

Als die Beiden endlich reissaus nahmen, mischte ich mich in den Kampf zwischen Hector und Trench ein. Mit einer schnellen Bewegung zog ich mein Messer und schleuderte es in Trenchs Rücken. Der Mann zuckte einen Moment zusammen, doch als wäre nichts gewesen, wandte er sich bedrohlich zu mir um. "Genau das war ich Großer und jetzt komm ran", schrie ich meinen ehemaligen Boss an und hechtete auf ihn zu. In der Zeit richtete Hector sich wieder auf, der nur eine Sekunde zuvor von Trench zu Boden geschleudert wurde. Ich duckte mich etwas und rammte Trench mit meinen Körper, sammelte all meine Kraft und warf ihn über meine Schulter. Mehrere Meter rutschte er über den Boden, doch schnell war er auf den Beinen und startete einen erneuten Angriff, der aber sofort von Hector unterbunden wurde. Dieser bekam Trench an Arm zu packen, drehte sich in einer schnellen Bewegung und brach diesen. Selbst darauf reagierte Trench nicht. Wieder keine Regung. "Ist er nicht perfekt?", rief auf einmal dieser Wissenschaftler und ich wirbelte herum "Aber... nur zu, meine Herren. Zerstört ihn ruhig". Kaum hatte der Wissenschaftler diese Worte über seine Lippen gebracht, verschwand er durch eine Tür mit mehreren Soldaten. "Hier geblieben", schrie Barney und nahm sofort die Verfolgung mit Lee und Anja auf. So weit... so gut..
"Smilee...", Hectors Stimme riss mich aus meinen Gedanken "Wir müssen es zu Ende bringen". Beide wandte wir uns Nellys >Vater< zu und fast wurde mir das Herz schwer. Es musste doch nur eine einfache Gefühlsregung von sich geben, irgendetwas was ihn früher ausgemacht hatte, damit wir uns sicher waren das er wieder der Alte wurde. Trench sah uns immer noch mit leeren Augen an, mit seinen Körper beugte er sich zu einen Eisenrohr was auf den Boden lag und hob es mit seiner gesunden Hand auf. Nur eine Sekunde später schleuderte er es in unsere Richtung und wir wichen den Angriff aus. "Alles klar. Bringen wir es zu Ende", kam es über meine Lippen und fast gleichzeitig hetzten wir auf meinen ehemaligen Boss zu. Hector wich unter Trench ausgestreckten Arm hindurch und zog das Messer aus seinen Rücken. Die Minute wo der große Mann abgelenkt war, nutzte ich aus und zog ihn mit meinen Fuss die Beine weg. Mit einen lauten Knall landete der Mann auf den Boden, das war der Moment wo ich meine Pistole zog und diese auf seinen Kopf drückte. "Verzeih mir...", sagte ich und drückte ab. Ein lauter Knall beendete entgültig seinen Leidensweg.
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