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Angels Diaries

GeschichteThriller, Familie / P18 / Gen
Barney "The Schizo" Ross Gunnar Jensen Hector Lee Christmas Trench Mauser
02.12.2013
09.10.2014
23
61.691
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Dieses Kapitel
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02.12.2013 4.196
 
Nelly Delaine

2 Tage später...


Das leise Tropfen eines defekten Wasserhahns ereichte meine Ohren, stickige Luft erfüllte den Raum, ein stechender Schmerz machte sich in meinen Kopf breit als ich langsam wieder zu mich kam. Ich konnte den kalten Boden unter meinen Körper spüren, langsam öffnete ich die Augen und erschreckte mich fast als ich meine Umgebung sah. Es war eine Art Verließ gewesen in den ich mich befand. Dicke kalte Steinwände, ein kleines Fenster in den nur schwaches Licht drang und ein große Gittertür die mir den Weg in die Freiheit versperrte. Angst machte sich in meinen Bauch breit, zitternd krabbelte ich zu der Wand hinüber und fragte mich, wo man mich hingebracht hatte. Kurz nachdem sie mich in das Auto gezerrt hatten, betäubte man mich. Ich hatte einfach nicht die Kraft mich zu wehren, so sehr scheute es mich gegen Trench zu kämpfen und auch wollte ich nicht das Lee verletzt wurde.

"Na mein kleiner Sonnenschein. Hast du gut geschlafen?", ertönte die hohe Stimme einer Frau in meinen Ohren und ich zuckte zusammen. Zaghaft richtete ich meinen Blick auf die Gitterstäbe, wo eine Sekunde später eine Frau mit langen braunen Haar erschien. Sie trug einen schwarzen Pullover mit tiefen Ausschnitt, ein schwarze Hose und hohe Stiefel. Ihre braunen Augen richteten sich auf mich, ein gefährliches Grinsen erschien auf ihren Lippen und mir blieb die Luft weg. "Lacy... was zum...?", schnappte ich und erhob mich "Was zur Hölle soll das? Lass mich hier sofort raus!". Meine Hände umklammerten das Gitter, während mein Augen zornig Lacy musterten. Ich hatte Mühe meine Wut und meinen Zorn herunter zu schlucken. Nein, vor dieser Frau brauchte ich keine Angst zu haben. Ihr konnte ich locker die Operierte Nase brechen. "Sicher nicht, Schätzchen. Du wirst noch gebraucht", sagte Lacy und beugte sich etwas vor, auf ihren Lippen lag ein falsches Lächeln "Und ausserdem will dich States of Sun haben".

"States of Sun? So ist das also", nachdenklich legte ich meinen Kopf in den Nacken und schenkte ihr ein ebendso falsches Lächeln "Du hast die ganze Zeit nur darauf gewartet das Lee dich abserviert, damit du mich anschwärzen kannst. Den vorher hätte dir Lee den Arsch aufgerissen". Lacy lachte laut auf "Ganz recht. Allerdings hätte ich nie erwartet, das Lee mich wegen einer Göre wie dir und einen Haufen Hunde aufgibt. Aber keine Sorge...", ihr Gesicht näherte sich etwas den Käfig "Sobald du weg bist, wird er zu mir zurück kommen". Das war der Moment wo meine Hand vor schnellte, Lacys Kopf packte und diesen gegen das Gitter donnerte. "Weisst du, Lacy. Das hier wollte ich schon die ganze Zeit tun", noch einmal donnerte ich ihren Kopf gegen das Gitter und ließ ihn dann wieder los. Keuchend hielt Lacy sich ihre blutende Nase "Du elendes..."

"Oh tut mir leid. Hab ich dir deine Nase gebrochen?", höhnte ich und setzte ein zuckersüßes Lächeln aus "Jetzt lass mich hier raus". Wütend rüttelte ich an das Gitter, streckte erneut meine Hand aus um die Schlüssel von Lacys Gürtel zu reissen. Doch mit entsetzen sah ich wie jemand meine Hand packte und mich mit wucht gegen das Gitter zog. Lacy, die sich ihre Nase hielt sah zu der Person auf die in mein Blickfeld trat und mir stockte der Atem. "Trench", entfuhr es mir ängstlich und ich versuchte mich loszureissen "Papa? Papa, bitte du musst mir helfen". Trench sah mich mit leeren Augen an, keine Regung kam von seinen Gesicht, seine Hand die mein Handgelenk umklammerte, war kalt. "Er kann dich nicht hören, Schatz", Lacy legte ihre freie Hand auf die Schulter von Trench "Er versteht nur meine Worte und die der Wissenschaftler. Der Witz ist, das er dich nicht mal erkennt. Dich! Seine eigene TOCHTER!". Das Lachen der Frau hallte an den Wänden wieder "Und jetzt brech diesen Kind das Handgelenk!", befahl Lacy und wandte sich von uns ab.

Nein!

"Daddy", zitternd sah ich zu Trench auf, der mich mit seinen toten Augen musterte. Sämtliche Erinnerungen rasten durch meinen Kopf. Wie wir in Winter schlitten fahren waren, wie er mir aus einen Buch vorlas damit ich einschlief, wie er mir immer versprach das alles gut wurde, wenn ich mich verletzte. Doch das alles war nun Vergangenheit. Mit einer schnellen Bewegung drehte Trench mein Handgelenkt um, ein verräterisches Knacken ertönte und ich schrie vor Schmerzen auf.

~~~

Trisha Ross

Eine ganze Weile beobachtete ich meinen Freund schon dabei, wie er seine Waffen lud und sein Messer schärfte. Vor einer Stunde hatte er mir offenbart, das States of Sun Nelly und Lee entführt hatte und das war vor 2 Tagen. Es schockierte mich zu tiefts das sie es tatsächlich geschafft hatten, ich hatte Angst um die Beiden und konnte meine Trauer kaum verbergen. Tränen standen in meinen Augen und ich hatte Mühe den Kloß in meinen Hals herunter zu schlucken. Hector hingegen war die Ruhe selbst gewesen. Dank seiner Vergangenheit war er solche Situation gewohnt und wusste wie man sich bei sowas verhielt, auch wenn er eigentlich immer auf der Seite des Entführers war. "Was werdet ihr jetzt unternehmen?", fragte ich nach einer gefühlten Ewigkeit und setzte mich neben ihn auf die Couch. "Barney und ich schnappen uns Derryl und schlagen sämtliche Information aus ihn heraus. Anja, Smilee und Caesaer suchen alle Lagerhäuser in der Umgebung ab und die anderen werden mit der Hilfe der CIA die nächst gelegenden Städte unter die Lupe nehmen", antwortete der Russe und erhob sich von der Couch. Sein Messer verstaute er unter seiner Jacke, seine Waffe befestigte er an seinen Holster und zog sich seine Kugelsichere Weste über. Fast sah es so aus als würde er in den Krieg ziehen und so war es auch. Mit der Entführung von Nelly und Lee hatte diese Firma ein Stein ins Rollen gebracht, der nicht mehr aufzuhalten war.

"Sie können nicht weit sein, Trisha", Hector drehte sich zu mir um, seine Augen funkelten von unterdrückter Wut und ich begann unweigerlich zu Zittern. "Was macht dich da so sicher?", fragte ich nach und wandte meinen Blick zu das Fenster. Draußen regnete es immer noch in Strömen, laute Donner grollte durch die Straßen und schaffte somit eine passende Atmosphäre zu meiner Stimmung. "Psychologie, Trisha. Weisst du, ich habe so eine Vermutung warum sie eine unwichtige Person wie Lee entführt haben", verwirrt wandte ich mich wieder meinen Freund zu und zuckte etwas zusammen als er sich vor mir hinkniete und meine Hand nahm "Was meinst du damit?"

"Schatz denk doch mal nach. Sie haben Nelly entführt, das war abzusehen aber warum nehmen die Lee mit? Denk doch mal an Lacys Worte", seine Worte trafen mich wie ein Schlag ins Gesicht, meine Augen rissen vor Schreck auf und ich musste tief Luft holen. War das jetzt wirklich sein Ernst? Glaubte er etwa wirklich das Lacy so schlau war? "Nein..", entfuhr es meinen Lippen und ich schüttelte mit den Kopf "Lacy würde doch nie...".

~

"Das kann doch nicht sein... Das ist eindeutig Lacy auf der Überwachungskamera!", kam es fassungslos von mir, vorsichtig drückte ich Aiden fester an mich und starrte wie gelähmt auf den Computer von Yuri. Der Russe stieß ein amüsierstes Schnauben aus und gab Hector ein Handschlag "Tja, Trisha. Ich habe diese Aufnahmen vor ein paar Stunden entdeckt. Sie treibt seitdem das Mädchen bei Lee wohnt ein falsches Spiel. Geldgieriges Weib", sagte er und deutete auf die Videoaufnahme, die Lacy mit Eric Bennet und Derryl Fox zeigte. In ihrer Hand hielt sie mehrere Bilder und Papiere die sie die Beiden in die Hand gab. Die Aufnahmen waren keinen Monat alt. Hector schenkte mir ein breites Grinsen "Also dann. Ich werd dann mal Barney helfen", er trat vorsichtig auf mich zu und hauchte mir ein Kuss auf die Stirn "Yuri melde dich wenn du was gefunden hast. Ich lasse Trisha und Aiden bei dir".

Was?

"Klar. Ruf an, wenn meine Qualitäten als Scharfschütze gebraucht werden", Yuri wandte sich desinteressiert wieder seinen Computer zu und machte sich daran, das Sicherheitssystem von States of Sun zu knacken. "Nicht das ich Angst vor Yuri hätte aber ich komme besser mit dir", meine Augen trafen die von Hector. Dieser stämpte die Arme in seine Hüfte, an seinen Blick konnte ich schon sehen, das mir gleich ein lautes Nein um die Ohren fliegen würde doch sehr zu meinen Erstaunen... "Hmpf... Aber bleib in meiner Nähe. Aiden allerdings bleibt bei Yuri".

"Aiden wird was?", Yuri drehte sich mit seinen Stuhl zu uns und streckte seine Arme nach meinen Sohn aus und ich zögerte für einen Moment. Ich hatte wirklich nichts gegen Yuri gehabt aber in anbetracht, das wir uns in einen Krieg befanden machte ich mir sorgen um meinen kleinen und wollte ihn eigentlich nicht allein lassen. Doch bei dieser Sache brauchten die Expendables jede Hilfe die sie kriegen konnten. "Also schön, Aiden", nachdem sein Name fiel, drehte sich der Kopf meinens Sohnes zu mir. Tief sah er mir in die Augen und ich musste schwer Schlucken "Nana...Dada..". "Mommy und Daddy sind bald wieder zurück. Onkel Yuri passt jetzt auf dich auf", sagte ich sanft und hauchte ihn ein Kuss auf die Stirn. Spürte wie Hector seinen Arm um mich legte und mich an seine Brust zog "Er versteht es nicht, Liebes", und ich nickte. Schweren Herzens gab ich Aiden an Yuri und verließ mit Hector den Raum.

~~~

Lee Christmas

"Nelly. Nelly kannst du mich hören?", mit meinen Händen rüttelte ich an den Gitter, was mir den Ausweg versperrte und mich davon Abhielt zu Nelly zu gelangen. Sie war gegenüber von mir, in einer anderen Zelle gesperrt worden und saß an der Wand. Anscheinend war sie bewusstlos. "Nelly... Bitte Antworte doch", rief ich verzweifelt und sah mich nochmal in meiner Zelle um. Irgendwie musste man doch hierraus kommen. "Onkel Lee...?", Nellys leise Stimme erreichte meine Ohren und ich sah wieder zu ihr herüber. "Ja, ich bin es mein Schatz. Haben sie dir etwas getan? Geht es dir gut?", instinktiv streckte ich eine Hand nach ihr aus, auch wenn ich wusste das ich nicht nach ihr greifen konnte. Doch wollte ich ihr die Gewissheit geben das alles wieder in Ordnung kam, das ich sie hier irgendwie rausholen würde. "Lacy hat Trench befohlen mir das Handgelenk zu brechen. Es tut so furchtbar weh...", wimmerte Nelly leise und sah auf. Mein Herz rutschte mir bei ihren Worten in meine Hose, unendliche Wut keimte in mir auf. Nicht nur über die Tatsache das sie Nelly die Hand gebrochen hatten, sondern das auch Lacy hinter alldem steckte. "Ich werde dich so schnell wie möglich hierraus bringen, Schatz", versprach ich und sah wie sie sich vorsichtig erhob und zum Gitter kam. Sie hielt sich ihr kaputtes Handgelenk und versuchte es so wenig wie möglich zu bewegen. "Barney und die anderen werden bald hier auftauchen. Hab keine Angst", ich schenkte ihr ein zuverlässiges Lächeln, doch es erstarrt als ein mir bekanntes Frauenlachen meine Ohren erreichte.

"Hey Baby. Bist du aufgewacht?", nach einigen Minuten trat Lacy in meinen Blickfeld. Ihre Nase war mit einen dicken blauen Fleck versehrt, getrocknetes Blut klebte auf ihren Dekoltee aber was auch immer passiert war, es berührte mich kaum. "Lacy, was soll die Scheiße? Lass uns hier sofort raus", fuhr ich sie an und schlug mit meiner Hand gegen das Gitter. Wie gerne ich ihr doch den Hals umgedreht hätte. "Aber nein, mein Liebster. Erst musst du mir sagen das du mich liebst und dann sehen wir weiter", Lacy legte lächelnd eine Hand an das Gitter "Und vorher werden wir noch diese Göre los". "Was hast du mit ihr vor? Weisst du überhaupt was für Konsequenzen das ganze hier hat?", fragte ich laut und wischte mir mit der Hand über das Gesicht. Wieder lachte Lacy und deutete mit ihren Finger auf Nelly, die etwas von den Gittern zurück wich. "Diese Göre ist Gold wert und klar, ich kenne die Konsequenzen aber es ist mir egal", ein zuckersüßes Lächeln umspielte ihre Lippen "Alles ist mir Egal. Hauptsache du kommst wieder zu mir zurück".

Angewidert wich ich von den Gitter zurück, meine Augen trafen die von Nelly und ich nickte bestätigend. Niemals würde ich sie aufgeben um dann in die Hände einer Irren zu gelangen. "Ich werde niemals zu dir zurück kehren, Lac. Verlass dich drauf. Ich werde dafür sorgen, das du für deine Sünden bestraft wirst", knurrend wandte ich mich von ihr ab und hockte mich in die hinterste Ecke. Meine Augen ruhten klar auf Nelly, die sich ebenfalls verzog und sich in eine Ecke kauerten. "Du wirst deine Meinung noch ändern Lee. Spätestens dann wenn Richard Harris hier auftaucht um das Mädchen zu holen", mit diesen Worten verschwand Lacy aus den Flur und ließ uns allein.

~~~

Hector Boyka

Nur sperrliches Licht erhellte den kleinen Raum, es gab keine Fenster sondern nur eine Tür, die nach draußen führte. Die Wände waren aus dicken, weißen Beton und würden kein Geräusch heraus lassen. In der Mitte befand sich ein Stuhl, auf diesen saß Derry Fox, gefesselt und bewegte sich kein Stück. "Guten Morgen, Derryl", sagte Barney ruhig und deutete Trisha und Nathalie etwas zu Seite zu gehen "Sagt die eine gewisse Lacy etwas?". Barney und ich traten Derryl etwas näher, als ein verächtliches Lachen aus seiner Kehle kam und er seinen Blick hob. Angewidert verzog er das Gesicht "Hätte nicht gedacht euch so schnell wiederzusehen", höhnte er und wandte seine Augen zu den Frauen "Steht unser Date noch, Nath?". Ich tauschte einen kurzen Blick mit Barney, der vor Wut zu kochen schien, doch er zögerte keine Sekunde und holte mit seiner Faust aus und schlug Derryl ins Gesicht. Mir war sehr wohl bewusst, das dieser Mann einst gedroht hatte sich an Nelly und ihr zu vergehen. Also hatte er neben den Verhör jeden einzelnen Schlag verdient. "Sag uns was du weisst und wir verschonen dich", sagte ich ruhig und zog mein Messer hervor.

Wieder stieß Derryl ein Lachen aus, trotz der Wunde verzogen sich seine Lippen zu einen finsteren Lächeln, er hob seinen Blick und sah mir direkt in die Augen. "Ich werde euch garnichts erzählen", sagte er scharf und spuckte mir vor die Füße  "Da könnt ihr noch so hart zu schlagen". Seufzend zuckte ich mit den Ascheln und berührte mit der Spitze meines Messers seine Wange "Spiel nicht den Harten, sag uns lieber wo die Übergabe stattfinden soll". Eisige Stille legte sich in Raum, während wir uns unverwandt in die Augen sahen. Ich konnte Barneys angestrengten Atem hören, das leise Knurren aus seiner Kehle und spannte mich an. "Vergesst euren Freund er ist eh tot", und das war der Moment wo ich ihn ein tiefen Schnitt verpasste und somit seine rechte Wange entstellte. Derryl schrie vor Schmerzen auf, Blut lief ihn übers Gesicht und beschmutzte seine Sachen, während ich nur bitter lächeln musste. Das Messer in meiner Hand gab ich an Barney und gesellte mich zu den Beiden Frauen. Trisha sah mit ängstlichen Augen zu mir auf, worauf ich einfach meinen Arm um sie legte und sie an meine Brust zog. Meine Arbeit war hier fürs erste getan.

"Rede endlich, du Bastard", Barneys Augen verengte sich zu Schlitzen, während er mit langsamen Schritten um den Stuhl herum schlich und unseren Gefangenen genau in Auge behielt. "Etwa darüber wie ich deine Frau quälen werde? Oder deine Tochter?", Trisha zuckte etwas zusammen als Derryls lüsterner Blick auf ihre Gestalt fiel und sie sich an mich klammerte. Wut keimte in mir auf, nur an den bloßen Gedanken das er sich an ihr vergehen wollte, doch ich entspannte mich als Barney mit seiner Faust ausholte und ihn ins Gesicht schlug. Krachend fiel er samt den Stuhl zu Boden, während Barney ihn wieder nähe kam und ihn ein tritt in die Magengrube verpasste. Derryl hustete Blut "Das traust du dich doch nur, weil ich gefesselt bin oder du Dreckskerl?", verhöhnte er Barney und sah mit finsteren Blick zu meinen Schwiegervater auf. "Sag uns einfach was du weisst, Derryl!", mischte sich Nathalie ein und zog ihren Mann an Arm zurück. Mit dieser Geste hatte sie einfach recht, würde Barney ihn aus Zorn umbringen, so würde er uns nichts mehr nutzen. Wir brauchten Derryl lebend um an die Informationen ranzukommen. Grade wo ich mich wieder in das Geschehen einmischen wollte, ertönte die leise Melodie meines Handys und ich zog es aus meiner Hosentasche. "Smilee? Gibt es was neues?", fragte ich als ich mir das Handy ans Ohr hielt und bemerkte die Blicke die auf mich ruhten. "Eric Bennet ist aufgewacht. Church will das ich hinfahre aber ich brauche gegebenfalls unterstützung".

"Trisha und ich werden kommen", mit diesen Worten legte ich auf und warf Barney einen Blick zu "Eric ist wach". Mein Schwiegervater gab ein schwaches Nicken von sich und schob Nathalie hinter seinen Rücken "Geht. Wir werden mit ihn schon fertig".

~~~

Smilee

Flashback

"Eric Bennet", sagte ich ruhig und schreitete zu den Krankenbett auf den der States of Sun Soldat lag. Vor einer Stunde war er aufgewacht und sehr zu meiner Überraschung wollte er mit uns reden. Mit uns meinte er eigentlich Church und Barney, aber ich nahm mir vor ihn doch selber zu Nelly zu befragen. Desto schneller wir sie und Lee fanden, desto schneller war sie in Sicherheit und wir konnte diese Firma vernichten. "Tyler Dearing. Richtig oder soll ich sie besser Smilee nennen?", erwiderte Eric schwach und richtete sich etwas in seinen Bett auf. Laut der Krankenschwester hatte ihn das Serum ziemlich mitgenommen und geschwächt. Seine Muskeln hatten abgenommen, genau wie seine hohe Agressivität und Test ergaben das er sich nicht mehr Regenieren konnte. Perfekt für uns, sollte er schwierigkeiten machen.

"Ich ziehe Dearing bei meinen Feinden vor", unbewusst glitten meine Hände zu meiner Pistole, die an meinen Holster befestigt war und blieb vor seinen Bett stehen. Meine blaunen Augen musterten die seinen, lagen bedrohlich auf seine kümmerliche Gestalt. Immer noch brodelte es in mir, die Tatsache das Nelly entführt wurde machte mir schwer zu schaffen. Trench hatte mir damals ans Herz gelegt, sie zu Beschützen. Wir hatten uns angefreundet, standen uns mitlerweile Nähe als irgendein Geschwisterpaar und ich hatte sie lieb gewonnen. Sehr Lieb sogar. Allein ihr Lächeln brachte mein Herz zum Schlagen. Doch jetzt schien die ganze Welt für mich stehen geblieben zu sein, auch wenn der Vorfall 2 Tage her war, kam es mir vor wie Jahre und wir kamen einfach nicht weiter. "Ich habe einige Fragen an dich, Eric", ein leises Seufzen erreichte meine Ohren und ich rollte genervt mit den Augen. "Das war mir schon fast klar", Eric sah mich aus klaren blauen Augen an "Hören Sie, ich wollte das alles nicht... Dieses Mittel.. Es hat mich dazu gezwungen, Dinge zu tun, die kein Mensch tun würde... Irgendwann haben Sie die Dosis erhöht ohne das ich es merkte und dann wurde ich zum Monster".

Ratlos fuhr ich mir durchs Haar. Ich war nicht hier um mir sein rumgeweine anzuhören, sondern wollte ich von ihn wissen vor Lacy Nelly und Lee hingebracht hatte. "Aber Sie sind sicher nicht hier um sich meine Probleme anzuhören", ich warf den Mann ein fragenden Blick zu und er zuckte unbeeindruckt mit den Schultern "Dacht ichs mir". "States of Sun hat das Mädchen und einen unserer Kameraden. Wissen Sie, wo der Übergabeort ist oder wo man sie hingebracht hat?", brachte ich meine Gedanken gleich auf den Punkt und spielte bedrohlich mit den Griff meiner Pistole. Wieder seufzte Eric und kratze sich an Hinterkopf. "Sie haben das Mädchen zu einer alten Fabrik in der Nähe von New Orleans in Richtung Norden gebracht. Es war mal eine alte Schlachterei und perfekt für eine Übergabe", sagte Eric und zog seine Beine etwas an "Die Übergabe findet in 7 Stunden statt. Dr. Richard Harris, Marys Vater, wird persönlich die Übergabe übernehmen".

Geschockt schloss ich meine Augen, konnte nicht glauben das Nelly und Lee zum greifen nahe waren und wir nicht einmal auf die Idee gekommen waren, dort nachzusehen. Aber da fiel mir wieder ein. Die Fabrik lag seit 20 jahren Still und Barney erwähnte das sie Anfang des Jahres abgerissen wurde. Na anscheinend oblag er einer Falschen Information. "Alles klar, ich werde dort hinfahren und die beiden daraus holen", ohne mich zu Bedanken wandte ich mich von Eric ab und wollte den Raum verlassen. War entschlossen die anderen zu Informieren und die Nelly und Lee sogut es ging erstmal Alleine zu befreien. Doch dann erklang Erics Stimme in meinen Ohren "Warte, ich komme mit. Ich habe eine Idee".

Flashback Ende...


~

"Ein Hinterhalt?", fragte ich ungläubig als wir 20 Meter von der Fabrik entfernt waren. Vor 30 Minuten hatte ich Barney angerufen, ihn von den Plan von Eric erzählt und dürfte mir danach die Ohren zuhalten. Es flogen Sachen wie, du willst mit einen halbtoten darein, der sich kaum auf die Beine halten kann? Oder besser noch: welcher Typ hat dir bei der Geburt ins Hirn geschissen, das du da allein reingehts? Oder noch viel Besser: Schon vergessen das ich dein BOSS bin und nicht Eric. Er ist unser Feind, verdammt und du rennst ihn in die Arme wie ne läufige Hundin. Wenn ich dich erwische, werde ich Kopf über aus einen Hochhaus, mit 200 Stockwerken hängen und wenn du mir nur einmal widerstrichst Spiel ich Banjee jumping ohne Seil mit dir!

Jepp, ich konnte mich wirklich nicht beklagen. Barney war wirklich nen netter Kerl mit ein seeeeeehrrr schwarzen Humor. "Ja, ein Hinterhalt. Noch 5 Stunden", erwiderte Eric und ich schnappte mir meine Waffe von rücksitz und registrierte den desinteressierten Blick meines Hundes. "Alles klar, Eric. Du bleibst hier. Ich geh da allein rein", mit knurrenden Unterton stieg ich aus meinen Wagen und richtete meine Schutzweste. Mit etwas Glück schaffte ich es Nelly und Lee daraus zu holen, bevor Richard Harris auftauchte und beide mit sich nahm. "Ich komme mit", mit einen Ruck öffnete Eric die Beifahrertür, doch grade wo er sein Fuss auf den Boden setzen wollte, klappte er in sich zusammen und fiel zu Boden. Ein jämmerliches >Hilfe< erreichte meine Ohren und ich rollte mit den Augen "Ich hab doch gesagt bleib in Wagen". Eric stieß ein verzweifeltes Lachen aus "Weniger Quatschen, mehr Helfen", langsam umkreisste ich die Motorhaube und sah Eric auf den Boden liegend, wie er verzweifelt versuchte sich aufzurichten und in den Wagen zu klettern. "Sorry, ich hab jetzt keine Zeit dafür".

"Dann muss dein Hund mich halt hoch ziehen. Komm her, Mo", Eric streckte seine Hand nach der Leine von Mo aus aber der Hund rührte sich kein Stück "Nein, Mo wird dir nicht helfen. Er ist ein Arschloch". Kopfschüttelnd wandte ich von den Trauerspiel ab und lief in den Wald, der zwischen mir und der Fabrik stand. Es war an der Zeit die Beiden rauszuholen und egal, was Barney zu mir gesagt hatte. Ich würde nicht auf ihn und die anderen warten, dazu war keine Zeit. Unter keinen Umständen konnte ich zulassen, das dieser Doktor sie in die Finger bekam. Mit hoher Geschwindigkeit hetzte ich durch den Wald, spürte wie das Adrenalien durch mein Körper strömte und wurde schneller. Bald erreichte ich das alte Fabriksgelände und war nicht Überrascht das es hier von Wachen wimmelte. Wirklich gut vorbereitet die Typen aber nicht gut genug, dachte ich mit einen finsteren Lächeln und ging hinter einer Tonne in sicherheit. Keuchend zog ich meine Waffe hervor, schraubte den Schaldämpfer auf den Lauf und machte mich bereit einen nach den anderen nieder zu schießen. Meine Augen ruhten starr auf den Soldaten der mir am nächsten war und plötzlich spürte ich etwas nasses was meine Wange berührte. Erschrocken zuckte ich zusammen, wandte meinen Blick zu Seite und erkannte Mo Jo der neben mir in die Hocke ging. "Willst du mir helfen?", flüsterte ich leise und der Hund stieß ein tiefen Seufzer aus. Mo war keineswegs ein normaler Hund, ich hatte ihn zum Soldaten erzogen und in ernstfall gehorchte er aufs Wort. Er konnte von Hund, den alles Egal war auf Kampfhund mutieren und dazu musste ich nicht mal mit den Finger schnippen. Die Frage was aus Eric geworden ist, konnte ich mir auch später stellen. "Also schön. Dann lenk sie mal ab", sagte ich und entfernte sein Halsband.
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