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Angels Diaries

GeschichteThriller, Familie / P18 / Gen
Barney "The Schizo" Ross Gunnar Jensen Hector Lee Christmas Trench Mauser
02.12.2013
09.10.2014
23
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02.12.2013 2.414
 
Lee Christmas

Wütend betrachtete ich die Frau, die ich einst mein Herz schenkte und trotz ihrer Untreue so oft verziehen hatte. Ich hatte Mühe mein Atem unter Kontrolle zuhalten. Wie konnte sie es wagen nur solche behauptungen anzu stellen? Ich verbrachte doch genug Zeit mit ihr. Kaufte ihr teure Geschenke und verdammt, ich machte ihr ein Heiratsantrag, nur um mit anzusehen wie sie mit den nächsten Mann ins Bett sprang. Sie redete hier von Liebe, von Kinder und kaum lebte eins unter uns so mutierte sie zum Monster. "Lee bitte.. So lass es mich doch erklären", sagte sie ohne ein Spur von Reue. Ihre Hand legte sich auf meinen Arm "Dieses Kind treibt ein Keil zwischen uns! Siehst du das nicht. Sie versucht uns auseinander zu bringen". Ich konnte hören wie Trisha ein wütendes Schnauben ausstieß und das Wohnzimmer verließ. "Das tut sie überhaupt nicht und das weisst du, Lacy", erwiderte ich ruhig und schob ihre Hand beiseite "Das tust du selbst. Indem du ständig Fremdgehst und meine Freunde herablassend behandelst. Sie sind meine Familie, Lacy". Betreten sah sie zu Boden, ein leises Schluchzen entran ihrer Kehle "Sie sind auch meine Familie..". "Wage es nicht Lacy, denn wir wissen beide das es nicht so ist!", schrie ich sie beinah an und verschloss die Tür zur Aidens Kinderzimmer, wo Nelly sich mit Nathalie und Trisha zurück gezogen hatte. Sie sollte nicht zu viel von alldem hören, was ich Lacy zusagen hatte. Ich wollte sie nicht noch mehr aufwühlen. "Wenn sie deine Familie wären, dann hättest du sie an den Tag wo der Shop zerstört wurde nicht in Stich gelassen. Es waren Kinder dort, Lacy. KINDER! Sie hätten Sterben können und du hast nichts besseres zu tun als dich aus den Staub zu machen und ein paar Wochen später mir fremd zu gehen", erschrocken wich sie vor mir zurück und ich holte tief Luft. Den nächsten Schritt hatte ich mir schon lange sehr gut durch dacht, es ging nicht nur um mein Wohlergehen, sondern auch um das meiner Familie. "Ich war einsam...", verteidigte sie sich "...Und dann schleppst du dieses Kind an und spielst Vater! Ohne mich zu fragen".

Sie zu fragen? War das jetzt ihr Ernst? "Ich hätte dir ein Kind schenken können, Lee. Es wäre keine Göre aus irgendeiner kaputten Familie gewesen", ihre Stimme hatte einen überzeugten Unterton. Ihre Hand griff nach der meinen "Das siehst du doch auch so oder Lee?". Angewidert schüttelte ich meinen Kopf, entriss mir ihrer Hand und wich vor ihr zurück. All meine Gedanken kreissten um Nelly, um meine Patenkinder und um mein Leben. Wie konnte ich es nur mit dieser falschen Schlange verschwenden? "Pack deine Sachen und verschwinde, Lacy", seufzend strich ich den Ring von meinen Finger und legte diesen auf den Tisch "Es ist vorbei". Kopfschüttelnd wandte ich mich von ihr ab, meine Hand berührte schon die Türklinke als ich ihre Stimme in meinen Ohren hörte "Das wirst du noch bereuen, Lee", und dann schlug die Haustür ins Schloss. Für einen Moment verharrte ich vor den Kinderzimmer, ließ das alles erstmal sacken und holte tief Luft. Es war vorbei. Und mit diesen Gedanken öffnete ich die Tür zum Kinderzimmer und die Frauen sahen auf. Zitternd sah mir Nelly in die Augen, immer noch liefen die Tränen über ihre Wangen und mir wurde das Herz schwer. "Komm her, Prinzessin", sachte schloss ich sie in meine Arme und drückte sie an meine Brust.

~~~

Smilee

1 Tag später...


"Was für ein Blutbad", bemerkte Caesar als wie unseren Weg durch den Militärkomplex fortsetzten. Überall klebte Blut an den Wänden, der starke Geruch von verbrannten Fleisch lag in der Luft und ich rumpfte angewidert die Nase. Es war nicht so, das ich sowas noch nie gesehen hatte, dennoch war dieser Anblick recht unappettiertlich. "Das soll Alles Trench gewesen sein?", fragte ich ungläubig und drehte mich zu Hector um "Was sagst du, Alter?". Hector zuckte kaum merklich mit den Schultern, schon den ganzen Tag über schien er angespannt und war kaum bei der Sache. "Alter?", hakte ich noch mal nach und der Russe sah von einen zerstörten Fenster auf "Jepp, gruselig. Ich hab was mit Barney zu bereden. Bis später", und schneller als Caesar, Billy und ich reagieren konnte, lief Hector den Flur hinunter und verschwand aus unseren Blickfeld. "Was zum Henker war das denn?", fragte Ceasar und hob seine Arme in die Luft. Ich selbst hatte auch keine Ahnung, was mit den Russen los war aber es beunruhigte mich. Vielleicht war irgendwas mit Aiden oder er und Trisha hatten Krach.

Hm, ich lade ihn nachher zu einen Bier ein und dann machen wir ein gemütliches Männer gespräch.

Seufzend wandte ich mich wieder der Arbeit zu und folgte Caesar in den nächsten Raum. Auch hier waren die Folgen des Angriffs gewesen, laut Church hatte Maggie in diesen Raum einige Experimente mit Nellys Blut durchgeführt und wurde dann Opfer des Angriffs. "Sie hat unter diesen Schrank gelegen, als man sie fand", sagte einer der Soldaten und deutete mit den Finger auf einen umgekippten Schrank. Unter diesen konnte ich eine große Blutlache erkennen und war erstaunt das Maggie einen solchen Angriff überlebt hatte. Sie war stark das musste man ihr lassen. "Wie geht es, Miss Chang?"

"Dem Umständen entsprechend. Sie liegt noch auf der Intensiv Station und wird von einen unserer Leute bewacht", erklärte Caesar und räumte einen umgekippten Tisch weg. Für einen Moment besah ich mich der Blutlache und stellte mir vor, wie die Chinesin unter den Schrank lag und um ihr Leben kämpfte. "Okay, ich schlage vor, wir durchsuchen alles und fahren zurück zum CIA Gebäude!", meinte ich und löste mich aus meiner Starre.

~~~

Nelly Delaine

Unsicher drückte ich mich an Lees Arm, als wir unseren Weg durch das Krankenhaus fortsetzten. Überall wimmelte es von verletzten, kranken Menschen, Ärzten, Schwestern und Angehörigen. Erst vor einer Stunde wurde Maggie in ein anderes Zimmer verlegt, sie war außer Lebensgefahr, war aber immer noch an Gerätschaften angeschlossen, die ihre Herztöne messten und sie mit Sauerstoff versorgten. "Zimmer 315...", murmelte Lee in sich hinein "Da haben wir es ja". Bevor er anklopfte, schenkte er mir ein sanftes dennoch besorgtes Lächeln und griff nach meiner Hand. Gemeinsam betraten wir das Krankenzimmer von Maggie. Diese lag auf einen Bett, was in der Mitte des Zimmers aufgestellt wurde und war wie erwartet an Geräten angeschlossen. Ihr Gesicht wurde von mehreren Schnittwunden geziert, Verbände waren um ihren Armen und ihren Kopf gelegt. Ein Sandsack sorgte dafür das ihre Wunde an Bauch nicht aufging. Ihre müden erreichten die unsere, ein leichtes Lächeln zog sich über ihre Lippen "Hey, Krankenbesuch", flüsterte sie leise und nickte auf Gunner. Dieser saß auf einen Stuhl und war ins Land der Träume abgedriftet. "Toller Aufpasser. Wie geht es dir?", fragte Lee und stellte sich an das Ende des Bettes, während ich mich auf den Bettrand nieder ließ. "Wie man es nimmt. Hatte ganz vergessen, das Männer immer so Hart zu schlagen können".

"Es tut mir Leid, Maggie", flüsterte ich leise und senkte mein Blick. Es war für mich schwer zu verstehen, das Trench wirklich zurück war und nun zu den Feinden zählte. "Süße, dich trifft keine Schuld. Allerdings bist du in großer Gefahr... Ich denke, sie benutzen Trench um leichter an dich heran zu kommen", Maggie zuckte etwas unter Schmerzen zusammen und ich legte eine Hand auf ihren Arm. Auch Lee trat ihr etwas näher, in seinen Blick lag tiefe Sorge "Sollen wir ein Arzt rufen?"

"Nein. Nein. Das sind Kratzer. Ich..", grade wo Maggie ihren Satz beenden konnte, wurde es plötzlich unruhig auf den Flur. Selbst Gunnars Geschnarche war kaum noch zu hören, meine Augen trafen die von Lee als plötzlich die Tür auf gerissen wurde und Smilee herein stürmte. "Leute, wir müssen hier sofort weg!", schrie er und griff nach meiner Hand. Nur eine Sekunde später betraten Yuri und Anja den Raum "Hier kommt der schwer verletzten Transport", rief der Russe und entfernte die Geräte von Maggie und hob sie eine Sekunde später, unter großen Protest auf seine Arme. "GUNNAR", hörte ich Lee schreien, als Smilee mich hinaus auf den Flur zog und ich mehrere in Schwarz gekleidete Männer erkannte, die einige Schwestern befragten. "Lauf", flüsterte mir Smilee ins Ohr und gemeinsam mit den anderen liefen wir in die entgegen gesetzte Richtung.

~

"Wo gehen wir hin?", fragte ich Smilee und sah zu ihn auf. Kurz nachdem wir das Krankenhaus verlassen hallten, teilte sich unsere Gruppe auf. Während Yuri, Anja und Gunnar Maggie in Sicherheit brachten, versuchten Lee und Smilee mich vor einer vermeintlichen Gefahr weg zu bringen. "Zum CIA. States of Sun hat einige Leute geschickt um Maggie nach deinen Aufenthaltsort zu befragen. Einer von Churchs Männer, die Maggie bewachen bekam es mit und schickte sofort ein Bericht", antwortete Smilee mit knurrenden Unterton. Sein griff um meiner Hand verfestigte sich automatisch und ich sah zu ihn auf. "Sekunde...", kam es plötzlich von Lee "Solltest du nicht bei diesen Militäraussenposten sein?"

Für einen Moment hörte mein Herz auf zu schlagen, etwas unbeholfen riss ich mich von Smilee los und wich hinter Lee zurück. Smilee stand immer noch mit den Rücken zu uns, keine Regung kam von ihn "Smilee?", fragte ich unsicher. Angst machte sich in meinen Bauch breit, als plötzlich der Körper des Jungen anfing zu glühen und er sich veränderte. "Was zum...?", schützend drehte Lee sich zu mich um, zog mich in seine Arme und drückte mich fest an sich. Mit einen unguten Gefühl in Magen, schloss ich meine Augen und wartete ab. Eine ganze Weile warteten wir ab, doch nichts geschah. Keine Explosion. Kein Geräusch bis auf.. Schritte... schwere Schritte.. Ich öffnete meine Augen ebendso wie Lee, der sich langsam und vorsichtig umdrehte. "Trench..", plötzlich wurde Lee mit einen kräftogen Schlag von mir weg gerissen. "LEEE!", mein Schrei hallte an den Wänden wieder, doch er war nicht halb so entsetzend wie das Gefühl was ich bekam als er plötzlich vor mir stand.

~~~

Hector Boyka

"Du bittest mich also darum, das du meine Tochter heiraten darfst?", hakte Barney nach und legte die Stirn in Falten. Ich nickte, stämmte meine Arme in meine Hüfte und sah ihn aus klaren Augen an. Wenn ich nicht jetzt um die Hand von Trisha anhielt, wann dann? "Ich liebe sie, Barney", erwiderte ich ruhig und versuchte meine Nervosität in Zaum zu halten. Meine Gedanken schienen zu rasen, alle 3 Sekunden malte ich mir verschiedene Szenarien aus, wie Barney reagieren würde. Ich wusste ganz genau, wie temperamentvoll und dezent er einen in die Fresse schlagen konnte. "Hector", seufzend klopfte Barney mir mit Kraft auf die Schulter und raubte mir fast die Luft zum Atmen "Wie du sicherlich weisst, hatten wir beide nicht einen besonders guten Start und um ehrlich zu sein habe ich dir eine ganze Weile misstraut. Doch das hat sich vor einer ganzen Weile geändert". Überrascht sah ich zu meinen Schwiegervater auf und traute mich kaum ein Wort über die Lippen zu bringen. Würde er mir tatsächlich die Erlaubnis geben, Trisha zu heiraten? "Du darfst meine Tochter Heiraten unter einer Bedingung: Beschütze sie und meinen Enkel..."

Mein Herz übersprang einen Takt und fing an in meiner Brust fröhlich auf und ab zu hüpfen. Grade wo ich ihn meinen Dank und meine Zustimmung geben wollte, erklang Smilees aufgeregte Stimme in meinen Ohren. "Nelly. Sie wurde Entführt", schrie er über den Platz, wo Barney und ich standen. "Was?", kam es fassungslos von Barney als Smilee atemlos vor uns zu stehen kam. "Nicht nur das... Sie haben Lee.."

~

Starker Regen ergoss sich über die Gasse in der die Entführung statt gefunden hatte. Laut Anja war Smilee oder besser gesagt Trench vor 3 Stunden zu ihr und Yuri gekommen und sagte das States of Sun Maggie aus den Weg räumen wollte. Nach dieser Meldung waren sie mit den Doppelgänger auf den Wegs in Krankenhaus, wo sich auf Lee, Nelly und Gunnar befanden. Das Team teilte sich auf, worauf Smilee gemeinsam mit Lee Nelly in Sicherheit bringen sollte und ab hier fing Anjas Geschichte an. "Ich hatte die ganze Zeit ein schlechtes Gefühl, da ich wusste, das ihr zu diesen Aussenposten gefahren seit", sagte Anja geistesabwesent und beobachtete weiterhin die Gasse. Wir hörten ihr zu, keine traute sich ein Wort zu sagen, uns allen lag das Gefühl versagt zu haben tief in den Knochen. "Ich habe mich entschieden Lee zu folgen, dann hörte ich wie Nelly seinen Namen schrie. Ich rannte schneller, zog meine Waffe und als ich um die Ecke bog sah ich Trench Mauser. Er hatte Lee ausser Gefecht gesetzt...", ihre Stimme klang brüchig in meinen Ohren und ich senkte meinen Blick ".. Ich habe versucht ihn aufzuhalten, doch er schleuderte mich gegen die Wand. Das Mädchen stand wie gelähmt da. Ein schwarzes Lieferauto fuhr vor, sie nahmen Lee und das Mädchen mit".

"Weisst du in welche Richtung sie sind?", fragte Smilee und sah sich erneut in der Gasse um. Wieder einmal schüttelte Anja mit den Kopf, ihre Sachen waren durchnässt von den Regen "Nein.... es ging alles zu schnell". Sie drehte sich zu mir und den anderen um "Es tut mir leid... Ich hätte es verhindern sollen..", vorsichtig legte ich eine Hand auf ihre Schulter und schüttelte mit den Kopf. Ich wusste durch Maggie zu gut, das die neue Ausgabe von Trench übermächtig stark war und konnte mir förmlich ausmalen wie er Anja auseinander genommen hätte. "Was machen wir jetzt, Barney?", fragte ich nach einer Ewigkeit und wandte mich ihn zu. In seinen Gesicht sah ich die selbe Wut und Trauer wie bei mir, nicht nur ein unschuldiges Kind wurde entführt, sondern auch sein bester Freund. "Wir werden sie suchen und dann verpassen wir dieser Firma ein Dämpfer den sie nie vergessen werden. Wir holen unsere Waffen und schwärmen aus!", mit diesen Worten drehte er sich um und verließ die Gasse.
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