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Adventskalender

von KaoTec
GeschichteLiebesgeschichte / P16 Slash
Akashi Seijūro Aomine Daiki Kagami Taiga Kise Ryōta Kuroko Tetsuya Midorima Shintarō
01.12.2013
24.12.2013
25
92.905
12
Alle Kapitel
102 Reviews
Dieses Kapitel
6 Reviews
 
 
01.12.2013 3.336
 
Autor: KaoTec
Pairing: Aomine x Kise
Disclaimer: Kuroko no Basket gehört nicht mir sondern Tadatoshi Fujimaki. Ich habe daran keine Rechte, verdiene kein Geld und leihe mir die Charaktere nur aus. Die One Shots haben nichts mit dem Manga/Anime zu tun und die Handlungen sind frei erfunden.

Autors Note: Tadaaa~ der angekündigte Adventskalender :D 24 Tage lang, jeden Tag einen One Shot zu Kuroko no Basket. Und jetzt hoff ich mal, dass das irgendwem gefällt xD
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.1. Dezember






Kälte war so ziemlich das widerlichste was er kannte. Direkt nach Sastukis Kochkunst, dem Dekorationswahn seiner Mutter und dem schleimigen Auftreten seines Captains. Er mochte Kälte einfach nicht. Er war eher der Sommertyp, was Aufgrund seiner Bräune auch nicht wirklich schwer zu erraten war. Und nein, er schleppte sich nicht regelmäßig in irgendein Sonnenstudio. Erstens fand er das ziemlich dämlich und Zweitens, hatte er dafür weder die Zeit noch den Elan.

Die Hände in den Taschen vergraben und den Kopf eingezogen schlurfte Aomine Daiki, seines Zeichens das Monster des Touou Basketballteams durch die Straßen, während er versuchte nicht zu erfrieren.
Vielleicht war es eine blöde Idee gewesen sich morgens nicht wärmer anzuziehen. Aber er hatte mal wieder verschlafen, und die Hektik die Satsuki vor seinem Zimmerfenster veranstaltete hatte nicht gerade dazu beigetragen, dass er einen klaren und vernünftigen Gedanken fassen konnte.

„Irgendwann bring ich die dumme Ziege noch um...“, nuschelte er vor sich hin und spürte wie seine Muskeln kurz zuckten. Allerdings nicht, weil er seine Kindheitsfreundin gerade gern um die Ecke bringen würde, sondern weil sie gegen die Kälte rebellierten.
Es war aber auch verdammt kalt, was im Dezember wohl nicht wirklich etwas ungewöhnliches war. Er persönlich hätte darauf verzichten können, aber es gab Leute, wie Kise Ryouta zum Beispiel, die nichts toller fanden als wenn es an Weihnachten schneite. Na ja...zumindest war das früher in der Mittelschule so gewesen.

Aomine wusste gar nicht mehr wie oft er sich in den eineinhalb Jahren die Kise im Basketballteam der Teiko Mittelschule war anhören durfte, wieso, weshalb und warum Schnee total toll war.
Er selbst fand es eher widerlich, nass und kalt und alles andere als toll. Wäre das Training nicht gewesen wäre er gar nicht mehr aus dem Haus gegangen und hätte einen Winterschlaf gehalten, was ihm von dem Blonden einige tierische Spitznamen einbrachte.
Inzwischen war ihm das Training aber einfach egal. Er bewegte sich nur noch aus dem Haus um wenigstens ab und an im Unterricht anwesend zu sein, und das reichte ja auch.

Touous Basketballteam war eben nicht das von Teiko. Er kam mit ihnen mehr schlecht als recht klar, auch wenn er eigentlich wirklich ein umgänglicher Typ war. Nur hatte sich das irgendwann geändert, aus welchem Grund auch immer.
Und ihr Captain war nun mal nicht Akashi. Ob er darüber traurig oder froh sein sollte, hatte er noch nicht heraus gefunden, aber die meiste Zeit tendierte er zu 'froh'.
Akashi war....dafür gab es eigentlich gar kein Wort. Müsste er ihn beschreiben, würde er dazu tendieren ihn als leicht geistig verwirrt zu bezeichnen. Zumindest war das die nette Variante.

Der Blauhaarige seufzte wieder und schüttelte kurz den Kopf um den Schnee von seinen Haaren zu bekommen.
Er schwänzte mal wieder das Training. Diesmal schlief er allerdings nicht auf dem Dach der Schule da es zu kalt war und er auch keine Lust hatte, dass Satsuki ihn aufspürte nur um ihm einen Vortrag zu halten. Vermutlich denselben den sie ihm schon seit Anfang des Schuljahres hielt.

„Was ist euer Problem?“

Aomine massierte sich mit Daumen und Zeigefinger die Nasenwurzel und runzelte die Stirn ehe er den Kopf schüttelte und seufzte. Langsam ging es mit ihm wirklich bergab. Es musste schlimm sein, wenn ihm selbst das schon auffiel. Er hörte schon Stimmen, die sich anhörten wie die von Kise, und das konnte nicht gut sein.
Vielleicht lag es auch daran, das er seit geraumer Zeit, also ungefähr seit der Inter-High, ein ziemlich mieses Gewissen hatte. Er hatte Kise...nicht gerade gut behandelt. Und zum Schluss konnte dieser nicht mal aus eigener Kraft aufstehen. Und anstatt irgendwas zu sagen, und sei es nur 'Deine Haare sind länger geworden', was sie ja auch waren, hatte er die Klappe gehalten, weil er es für das Beste hielt.

Einen Scheiß war es das Beste. Er hätte irgendetwas sagen müssen, und wenn er damit angefangen hätte, dass das Wetter echt toll war. Vermutlich hätte das zu den größten Peinlichkeiten seiner Lebensgeschichte gezählt, aber das war doch relativ.
Seitdem hatte er Kise auch nicht mehr zu Gesicht bekommen. Also wen wunderte es das er jetzt schon Stimmen hörte. Kurz überlegte sich das Ass der Wunder ob er vielleicht zu seinem ehemaligen Partner Kuroko Tetsuya gehen und Rat einholen sollte, da dieser ja alles immer ziemlich ernst und trocken sah. Andererseits war es keine gute Idee einfach so in dessen Schule aufzutauchen, dabei noch Kagami und den Anderen über den Weg zu laufen, und zuzugeben das er langsam wirklich durch drehte.

„Was denn Schönling? Wir wollen uns nur unterhalten?“
„Ich will mich aber nicht mit euch unterhalten.“

Aomine blieb abrupt stehen und hob den Kopf, auch wenn er dadurch die Kälte an seinem Hals spüren konnte, was alles andere als angenehm war.
Er drehte offensichtlich doch nicht durch und die Stimme war keine Einbildung gewesen. Ungefähr fünf Meter vor ihm stand Kise, bepackt mit seiner Tasche und konfrontiert mit drei Typen die aussahen als wären sie aus einer Geisterbahn entlaufen.

Die Mundwinkel des Blauhaarigen zuckten kurz, ehe er sich das Grinsen dann doch verkniff. Kise konnte noch nie alleine auf sich aufpassen. Entweder er zog die Mädchen in Scharen an und wurde sie dann nicht mehr los, oder aber er zog irgendwelche zwielichtigen Gestalten an, die er dann ebenfalls nicht mehr los wurde. Dazu kam noch, das der Blonde nicht gerade eine Leuchte darin war sich selbst zu verteidigen.

„Na was denn? Oder wartest du auf deinen Liebsten?“

Er hätte beinahe los gelacht, wenn die Situation nicht ernst gewesen wäre. Kise und auf seinen 'Liebsten' warten. Aber klar doch. Es war wahrscheinlicher das er mal wieder vergessen hatte wo er hin wollte und deswegen dumm aber dekorativ auf der Straße stand wie bestellt und nicht abgeholt.
Andererseits war das gar keine miese Idee...

„Nein tu ich ni-...“
Der Blonde wurde jäh von Aomines „Was treibst du da?“ unterbrochen und sah ihn über seine Schulter mehr als dämlich an.

Aomine bewegte sich zu seinem ehemaligen Teamkameraden und schlang einen Arm um dessen Hals sowie um den Bauch, während er sich an seinen Rücken drückte und gespielt fragend in die Runde guckte.
„Gibt's was?“, richtete er seine Frage an die drei Gestalten, die einfach nur mit dem Kopf schüttelten.
Er hörte so was wie 'Der Typ sieht gefährlich aus' und noch irgendwas, dass er nicht verstand, ehe sie abzogen und er so stehen blieb.

„Danke!“, stieß Kise aus und er selbst murrte einfach nur.
Es war einfach typisch, dass der Blonde sich in so was hinein ritt und er ihn aus dem Scheißhaufen wieder raus ziehen durfte. Durch die Zeit in der Teiko Mittelschule hatte sich der Blauhaarige in dieser Hinsicht allerdings schon eine Routine angeeignet, weswegen er es nicht mal mehr als störend empfand, im Gegensatz zum Anfang.

„Aominecchi...wie lange willst du eigentlich noch so stehen?“
Die Frage kam etwas verunsichert von dem Blonden und Aomine sah ihn einfach nur an, ehe er das Gesicht verzog.
„Mir ist so arschkalt!“, presste er dann zwischen den Zähnen hervor und erntete sich ein nachsichtiges Grinsen des Blonden.
„Also benutzt du mich gerade als Heizkissen. Was für eine wundervolle Art mir zu sagen, dass ich unersetzlich bin.“

Aomine löste sich von ihm und gab ein abschätzendes „Wie kommst du darauf?“ von sich, während er seine Hände wieder in den Jackentaschen vergrub.
„Weil kein Anderer dich an sich hängen lassen würde.“
„Ich würd mich ja auch an keinen Anderen dran hängen.“, konterte er sofort und verzog das Gesicht als ihm eins klar wurde. Jetzt hatte ihn der Blonde!
„Siehst du?“, kams gegrinst und er überschüttete Kise mit einem Schwall nicht jugendfreier Flüche.

Nachdem er mit seinen Verwünschungen fertig war, kehrte Stille zwischen ihnen ein. Zu Aomines Bedauern keine angenehme Stille, sondern eine die ihn dazu veranlasste, von einem Bein auf das andere zu treten.
„Aominecchi du bist...wie früher.“

Der Blauhaarige starrte sein Gegenüber eine Weile irritiert an, ehe er die Stirn runzelte und ein intelligentes „Hä?“ von sich gab.
Aber anstatt einer Antwort hob Kise nur seine Mundwinkel und schüttelte den Kopf, bevor er sich in Bewegung setzte, so als würde er davon ausgehen, dass der Größere ihm folge, was er dann auch tat.

Eine Weile kehrte wieder Schweigen ein, ehe sich der Blauhaarige räusperte. Er war im entschuldigen nicht wirklich eine Leuchte. Um genau zu sein war er dazu absolut unfähig. Entschuldigungen seinerseits hörten sich an wie ein Schwall an Wortkotze ohne einen Sinn zu ergeben.

„Wenn du noch besser wirst, hab ich ein Problem!“, kommentierte er deswegen und spielte auf ihre Begegnung bei der Inter-High an.
Aus dem Augenwinkel konnte er sehen wie er von Kise sprachlos angestarrt wurde...und das ziemlich lange.
„Und wenn du den Mund weiter so aufklappst fliegt noch irgendwas rein.“, murrte er dann und bekam ein kurzes Lachen des Blonden geschenkt.

Eigentlich wollte er Kise gerade mitteilen, dass er jetzt abbiegen musste um nach Hause zu kommen, aber aus irgendeinem Grund wurde daraus nichts.
Es könnte daran gelegen haben, dass der Blonde einen nicht vorwarnte, wie immer, oder daran, dass er vielleicht etwas aus der Übung war, was den Umgang mit Kise betraf.

Auf jeden fall legte er sich fast auf die Nase, als ihn der Blonde an der Hand packte und einfach mit zerrte. Er hatte nicht damit gerechnet und stolperte ihm die ersten Meter hinterher, was wieder mit einem Lachen kommentiert wurde.
„Wo willst du eigentlich hin?“
Nachdem er sich gefangen hatte und wieder lief wie ein normaler Mensch, interessierte ihn das dann doch.
„Ins Café. Du hast gesagt dir ist arschkalt. Und wenn ich dich schon mal SO erwische muss ich das ausnutzen.“, bekam er promt eine Antwort.

Was genau mit 'SO' gemeint war, verstand er nicht so wirklich, aber er nahm es einfach hin. Trotzdem...
„Ich bin pleite.“
„Warst nicht du derjenige der gesagt hat, dass ich als Model ein bisschen mehr Geld zum ausgeben habe?“, kam es belustigt zurück und er selbst musste einfach lächeln. Es ging nicht anders.
Das der Blonde sich daran noch erinnern konnte, wie sie eine 'Feier' vor einem Lebensmittelladen geschmissen hatten, nur um dann einen Handtaschendieb zu fangen. Obwohl...vielleicht lag es auch genau an Letzterem.

Wenn er so darüber nachdachte, hatte er damals eigentlich total versagt. Er hatte dem Dieb den Weg abgeschnitten, was alles schön und gut gewesen war. Aber er hatte sich nicht schnell genug bewegt um sich zwischen ihn und Kise zu schieben, als der Typ auf ihn los gegangen war. Das hatte dann Murasakibara erledigt.

Im Café angekommen, gab er seine Bestellung auf und ließ sich an einen Tisch fallen, während er Kise dabei beobachtete wie dieser seine Bestellung aufgab. Als der Blonde dann zu ihm an den Tisch kam guckte er ihn eine Weile an und stöhnte dann auf.
„Ich fass es einfach nicht, dass du eine halbe Stunde brauchst um einen Kaffee zu bestellen.“
Das hatte er damals schon nicht verstanden und würde es in Zukunft vermutlich auch nicht tun.

„Es gibt nichts genialeres als einen Latte Macciatto mit Karamellsirup, Schokostreußeln und Krokant mit fettarmer Milch wenn es draußen schneit.“
Aomine blinzelte etwas überfordert und versuchte diese Information zu verarbeiten, bevor ihm ein „Das klingt echt schwul, weißt du das?“, heraus rutschte.
Bis gerade eben war er eigentlich der Meinung gewesen, das nur Frauen so was kompliziertes bestellen konnten ohne dabei alles zu verwechseln. Obwohl er bezweifelte das Satsuki dazu in der Lage gewesen wäre. Denn die hatte er mit seiner Art wohl schon so 'verdorben', dass sie sich definitiv von anderen Mädchen unterschied.

„Und du bist ein gefühlloser Arsch. Also passts doch.“
Was genau daran jetzt passte, musste er nicht wirklich kapieren, soviel stand fest. Es gab bei Kise Dinge, die musste man nicht verstehen sondern einfach nur hinnehmen.
Und darin war er wirklich gut. Also nahm er diesen Satz mit einem Murren hin und rührte in seinem Kaffee herum, nachdem dieser gebracht worden war.

„Kannst du dich noch erinnern, wie wir da drüben meinen Einstieg in die erste Mannschaft gefeiert haben?“
Der Blauhaarige guckte aus dem Fenster zur anderen Straßenseite wo eben jener Lebensmittelladen war und nickte einfach nur.
„Und du konntest dich nicht an Midorimas Namen erinnern.“
„Das kann mir keiner vorwerfen. Midorimacchi hat sich ja auch nicht vorgestellt.“, murrte der Blonde und zog eine Schnute.
„Bis auf Tetsu hat das keiner, und meinen Namen wusstest du trotzdem.“
„Ja, aber diese Nachforschungen haben mich wertvolle Zeit gekostet, und waren wirklich mühsam. Ich hab gefühlte hundert Mal 'Der ist komisch' gehört bevor ich endlich mal deinen Namen raus hatte.“, wurde abgewunken und Aomine starrte den Blonden an, dem anscheinend bewusst wurde, was genau er da gerade gesagt hatte.
„Nachforschungen....hey! Was für Nachforschungen?“

„Och nichts...“
„Das glaubt dir kein Mensch, Kise!“
„Kurokocchi würde mir glauben.“
„Nein, Tetsu ist einfach nur zu höflich um nach zu bohren!“

Der Blonde zog wieder einen Schmollmund und murrte dann.
„Murasakibaracchi würde mir glauben.“
„Der hat wahrscheinlich schon vergessen wer du überhaupt bist.“
„Midorimacchi würde mir auch glauben.“
„Der ist verkorkst und interessiert sich nur für seine Horoskope, also zählt das nicht.“
„Akashicchi würde mir ebenfalls glauben.“
„Er würde so tun als ob, weil er eh schon immer alles weiß. Der ist wie die Bildzeitung.“

Warum sie jetzt so eine sinnlose Diskussion führten, leuchtete dem Blauhaarigen nicht ein, aber er wollte wissen, was für Nachforschungen Kise über ihn betrieben hatte, weswegen er von dem Stuhl gegenüber von Kise auf die Bank auf der dieser saß wechselte, und ihm auf die Pelle rückte.
„Also?“
„Du bist ganz schön hartnäckig.“, nuschelte der Blonde vor sich hin
„Ja, das ist mein besonderes Talent.“

Es herrschte wieder Stille, in der Kise in seinem Getränk herum rührte und Aomine damit beschäftigt war ihn mit Blicken zu durchbohren.
„Ich fand dich einfach klasse. Du warst irgendwie...schräg, aber hattest eben dieses Leuchten wenn du Basketball gespielt hast. Ich wollte nur wissen wer der Typ ist, der mir einen Ball auf den Kopf donnert, nur um dann so unverschämt zu grinsen.“

Aomine hatte wirklich Mühe das Genuschel zu verstehen. Noch mehr Probleme hatte er allerdings damit, es zu verarbeiten. Das hörte sich an wie....ja...
„Das hört sich an wie ne Liebeserklärung Blondie.“, grinste er dann schief und bekam einen Schlag gegen die Schulter.
„Wir sind hier nicht bei Romeo und Julia.“, wurde gemurrt und er grinste nur während er mit den Schultern zuckte.

Das war ihm auch klar. Denn im Gegensatz zu Romeo und Julia würde das hier kein tragisches Ende nehmen. Er hatte sich zwar benommen wie der größte Arsch der Erde, aber...
„Ich steh auch nicht besonders auf Drama, das ist deine Ecke.“
„Ha? Ich bin doch keine Dramaqueen!“
„Hab ich nie gesagt. Ich meinte damit nur, dass du völlig falsch liegst, wenn du denkst das wir keine Freunde mehr sind. Ich hab nur ne äußerst komische Art das zu zeigen.“

Soviel dazu, dass er 'gut' darin war sein Gefühlsleben zu offenbaren. Das konnte eigentlich nur nach hinten los gehen. Er war noch nie gut darin gewesen und würde es auch niemals sein. Er redete nun mal einfach wie ihm der Schnabel gewachsen war, und das meistens ohne vorher nach zu denken.

Nachdem sie ihren Kaffee getrunken hatten, verließen sie das Café wieder um endlich nach Hause zu gehen.
An der großen Kreuzung trennten sich ihre Wege und Aomine hob zum Abschied die Hand, an deren Handgelenk er kurz darauf jedoch festgehalten wurde.
„Aominecchi, das nächste Mal besiege ich dich!“, kam es von Kise und er drehte sich zu diesem um, um etwas zu sagen, kam aber nicht dazu.
Die Lippen die sich auf seine legten, hinderten ihn daran, auch nur einen Laut von sich zu geben, da er einfach zu überrascht war.

Kurz darauf wurde er auch schon los gelassen und Kise setzte zum Sprint an, da er seinen Bus kommen sah.
„Bis daaaahaaaaann!“
Eine Weile stand der Blauhaarige noch wie versteinert da ehe er ein „VOLLIDIOT!“ brüllte und sich die Hand vor die Lippen schlug.
So ein dämlicher...was war eigentlich der Sinn hinter dieser Aktion gewesen?


Der nächste Tag war anders als die Tage sonst so waren. Zumindest sahen das seine Teamkameraden so. Aomine sagte zu allem Ja und Amen, oder nickte eben einfach nur.
Das Team war der Ansicht das definitiv etwas nicht stimmte, als ihr Ass widerstandslos das Essen aß, dass Satsuki gemacht hatte, ohne irgendeine Reaktion zu diesem grauenvollen Fraß.
Und spätestens als er Wakamatsu die Bentobox abnahm und sie wieder Sakurai reichte, dem sie ja eigentlich gehörte, ohne das Ding vorher komplett leer zu essen, waren sich alle einig:
Aomine war heute nicht er selbst! Oder hatte schwere psychische Probleme.

„Ich hab heute Kise-kun getroffen.“, ließ Satsuki verlauten und sah besorgt zu ihrem Kindheitsfreund, der bei diesem Namen das Wasser das er gerade getrunken hatte, in einem riesigen Schwall wieder aus spukte...direkt auf ihren Trainer.
„Er meinte er hätte dich besiegt Aomine-kun.“

Gespannt sahen sie den Blauhaarigen an, dessen Augenbraue gefährlich zuckte ehe er wie wild in seiner Trainingstasche herum wühlte und sein Handy zu Tage beförderte, auf dessen Tasten er erbarmungslos einhämmerte, bevor er sich das Gerät ans Ohr hielt.

„KISE DU VERDAMMTER ARSCH! ICH BRING DICH UM!“, brüllte er hinein und man konnte das Lachen am anderen Ende der Leitung hören.
Aomines Gesichtsfarbe wechselte ins Rötliche, bevor er das Handy in die Tasche zurück warf und vor sich hin knurrte, ehe er sich die Tasche schnappte und schneller aus der Umkleide war, als irgendwer irgendetwas sagen konnte.
„Warum wurde er jetzt rot?“, ließ Wakamatsu nach einer Weile verlauten und erntete sich dieselbe Ratlosigkeit die er ebenfalls verspürte.

„KISE! BLEIB STEHEN!“
„Ist das nicht Aomine?“
Kuroko sowie Kagami folgen dem Fingerzeig von Teppei auf die andere Straßenseite. Und dort rannte tatsächlich Aomine und sah alles andere als begeistert aus, während Kise vor ihm davon lief und ein „Fang mich halt!“ über die Schulter rief.
„Was zur Hölle?“, rutschte es Kagami heraus, als Kuroko tatsächlich so etwas tat das man als Grinsen betiteln könnte.
„Liebe ist was Tolles ne?“, kam es von dem Kleineren ehe er sich wieder in Bewegung setzte.
„Hä? Kuroko! Hey! Was meinst du?“, rief ihm der Rothaarige hinterher, ehe er ihm nach setzte.

„Wenn ich dich erwische bist du so was von tot!“, wütete der Blauhaarige der seit einer gefühlten Stunde dem Blonden hinterher jagte.
„Tatsächlich?“, kam es zurück, ehe Kise unvermittelt stehen blieb und Aomine mit voller Wucht in ihn hinein krachte und sie Beide somit zu Boden beförderte.

Aomine rappelte sich einigermaßen wieder hoch, um wenigstens zu knien und nicht mehr platt in der Gegend herum zu liegen. Er hatte nicht mehr stoppen können, da Kises Stop zu unvermittelt kam. Auch wenn er es beim Basketball konnte, weil er einfach damit rechnete, konnte er es dieses Mal nicht, da er nicht erwartet hatte, dass der Blonde einfach so anhalten würde.
„Und?“, kam es unter ihm und er sah nach unten, nur um festzustellen, das er praktisch auf Kise drauf hockte, der ihn erwartungsvoll ansah.

Kurz blinzelte er, ehe er auf die Seite sah und murrte. Natürlich würde er ihn nicht erwürgen oder anderweitig um die Ecke bringen.
„Ach vergiss es...“ nuschelte er dann und rappelte sich gänzlich hoch, nur um Kise danach auf die Beine zu helfen.
„Dafür zahlst du mir ein Essen.“
Immerhin wollte er gar nicht wissen, was der Blonde Satsuki noch so erzählt hatte.
„Wenn ich noch nen Kuss krieg!“
„Vielleicht...nachher...denk ich...ja....“, nuschelte er dann vor sich hin und hörte den Blonden lachen.
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