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The Beloved Devil

GeschichteThriller, Familie / P18 / Gen
Barney "The Schizo" Ross Hale Caesar Hector
30.11.2013
20.05.2014
18
89.028
 
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30.11.2013 2.856
 
Kapitel 2: Wie Motten am Licht







Lilith LaCruze


In meinen Händen hielt ich das Foto, auf dem ein Junge mit braunen Haaren, einer großen runden Brille und einem gezwungenen Lächeln zu sehen war. Es war ein Jahrgangsfoto von Stefan Bricks, welches mir Vater am Morgen gab, und das ich nun benutzte, um den Jungen an dieser riesigen Schule aufzufinden. Zugegeben, der Komplex und die Massen an Studenten waren um einiges größer wie zuerst angenommen, was die Suche erheblich erschwerte. Schon allein auf dem >kleinen Platz< vor den College, wo die Studenten zu Mittag aßen und ihre Pause in harmonischer Gesellschaft verbrachten war unangenehm voll. Zudem war es echt störend über so viele Köpfe hinwegzuschauen, die einen unaufhörlich anstarrten und bewunderten. Vielleicht war es doch keine so gute Idee ein College zu besuchen. Zu Hause beim Privatunterricht wurde ich weder schräg angesehen, noch wurde hinter meinem Rücken getuschelt. Gut! Dort war ich auch immer alleine und niemals die >Neue<

"Sarah Bolding?"

Bewusst ignorierte ich die Stimme neben meinem Ohr. Wahrscheinlich haben sich irgendwelche Mädchen an meinen Tisch gesetzt, um nun ihre primitiven und mehr als belanglosen Gespräche zu führen. Weiter auf die Masse schauend kaute ich abwesend auf meiner Unterlippe. Irgendwo sollte der Junge doch zu finden sein!

"Hallo?"

Die Stimme wurde drängender weshalb ich meinen Kopf drehte und ein ziemlich genervtes: "Was?", aus meinem Mund kam.

Neben mir saß ein junges Mädchen, ungefähr in meinem Alter, mit braunen Haaren und braunen Augen. Sie trug ein Lächeln auf den Lippen, was aufrichtig, aber auch etwas ängstlich schien.

Als sie noch immer kein Ton über die Lippen brachte hob ich ungeduldig eine Augenbrauen.

Sofort räusperte sie sich:

"Entschuldige, dass ich dich-" Sie schaute kurz über den Hof, als ob sie nach jemandem suche."Bei was auch immer störe. Misses Patrow hat mich gebeten, die neue Schülerin in allem einzuweihen. Hier-"

Ich verfolgte ihre Bewegungen, wie sie ihre Tasche auf ihren Schoß zog um daraus ein paar Blätter hervorzuholen, die sie dann behutsam auf den Tisch legte. Lächelnd hob sie ihren Blick und sagte:
"...hab ich dein neuen Stundenplan. Dazu noch ein paar Unterlagen, die deine Eltern oder du, falls du alleine wohnst, unterschreiben solltest. Und hier habe ich ein Anmeldeformular für das... Schülerkomitee....oder andere außerschulischen Aktivitäten....... falls du Interesse hättest."

Ihre Stimme wurde immer nervöser, bis sie schließlich versagte, als sie meinen ausdruckslosen Blick bemerkte.

Ich war noch immer ganz baff, warum mich plötzlich und wie aus dem Nichts ein fremdes Mädchen ansprach und zudem auch noch völlig freundlich und zuvorkommend war. Bis mir dämmerte, dass sie keine Ahnung hatte, wer ich war und wozu ich eigentlich fähig war.
Mein Vater hatte mich unter dem Namen Sarah Bolding eingetragen. Und Sarah war nur ein normales Mädchen aus Texas, die frisch nach St. Spreengs umgezogen war, um hier den tragischen Tod ihrer Eltern zu verkraften und ein neues Leben zu beginnen. Ich sollte seiner Meinung nach keine Aufmerksamkeit erregen. Typisch!

Einen Jungen um seine Forschung zu bringen, um ein Virus zu bekommen, der die gesamte Menschheit ausrotten könnte, war in Ordnung. Aber sobald die Tochter sich eine Zukunft aufbauen wollte, wurden sofort die Leinen gespannt, um keine >Aufmerksamkeit< zu erregen

Lachhaft!

"Du bist doch die neue Schülerin oder?", riss mich die Stimme des Mädchens aus meinen Gedanken.

Ich nickte.

"Ja."

"Gut!" Erleichtert atmete sie aus und lächelte mich wieder an "Ich dachte schon, ich habe mich wieder peinlich gemacht. Ich trete nämlich gerne in Fettnäpfchen. Ich bin übrigens Tessa und du?"

"Ähm....Äh"

War das ihr Ernst?

"Ach Mensch!" Lachend schlug sie sich gegen die Stirn  "Wo habe ich nur meine Gedanken. Sarah Bolding. Steht ja auch in meinen, beziehungsweise deinen, Unterlagen"

Also wenn das das Sortiment an Schüler war, dann war es kein Wunder, warum der Junge so begabt in seiner Rolle schien.

Ich rümpfte die Nase und zwang mich um einen halbwegs lockeren Ton:

"Tessa richtig?"

"Freunde nennen mich Tes"

"Ja..." Ich presste meine Lippen zusammen, um ein gehässiges Kommentar im Keim zu ersticken. "Danke für die Unterlagen Tessa. Das mit den Aktivitäten werde ich mir noch überlegen, ich bin im Moment sehr beschäftigt."

"Das verstehe ich. Du hast alle Zeit der Welt, gewöhne dich erstmals an die neue Stadt. An das neue College und die neuen Umstände. Wenn du Hilfe brauchst oder jemanden zum Reden oder auch nur dann, wenn dich jemand dumm anmachen sollte, ich bin immer in Reichweite."

Ich unterdrückte ein Lachen und sagte einfach:

"Danke."

"Nicht dafür. Lass mich wissen, wenn du etwas brauchst."

"Hey Tessa", rief ich ihr nach, nachdem sie aufgestanden war und zurück zum Haupteingang ging.

Fragend drehte sie sich um und auf meinen Lippen lag ein übertriebenes und falsches Lächeln.

"Es gibt da etwas, was du für mich tun könntest."






"Das ist Stefan Bricks. Er ist fast zu schlau um wahr zu sein. Sogar die Lehrer können von ihm noch was lernen!"

Tessa zeigte auf den Jungen, der einsam in einen Raum saß, in welchem allesamt Chemieequipment herumstand."Von ihm bekommst du bestimmt Nachhilfe, auch wenn ich bezweifle, dass sein Herz das überstehen wird."

Tessas Kichern schenkte ich keine Beachtung.

Mit einem wissenden Lächeln lehnte ich mich gegen den Türrahmen und beobachtete den Jungen.

Schon seltsam. So jung wie er war sollte er seine Jungend in vollen Zügen genießen. Er sollte feiern gehen und Freunde treffen. Etwas außergewöhnliches erleben, seine Liebe finden und langsam erwachsen werden. Doch stattdessen setzte er sich Tag für Tag an seine Forschungen, ohne zu ahnen, welchen Weg er damit ging.

"Okay Danke", sagte ich zu dem Mädchen, ohne den Blick von den Jungen zu wenden.

"Gerne. Wir sehen uns, Sarah", rief sie und düste den Gang hinauf zu ihrem Klassenzimmer.

"Bis dann, Tes", erwiderte ich abwesend und betrat voller Überzeugung und Hoffnung den Chemieraum.






"In den Zellen von Eukaryoten, zu denen auch Pflanzen, Tiere und Pilze gehören-"

"-ist der Großteil der DNA im Zellkern als Chromosomen organisiert. Ein kleiner Teil befindet sich in den Energiekraftwerken der Zelle", Und das ist Wort für Wort aus Wikipediaschloss ich, wie selbstverständlich, seine Feststellung ab.

Stumm vor Überraschung schaute er von seinem Mikroskop auf.

Ich lächelte ihn an, setzte mich elegant auf den Tisch und überkreuzte die Beine. Zufrieden bemerkte ich, wie sein Gesicht ganz bleich wurde. Und es wurde noch bleicher, als seine Augen, von meinen nackten Beinen hinauf zu meinem Gesicht schweiften.

"Das ist richtig", kam es stockend über seine Lippen.

Beinahe war es schon zu einfach den Jungen so dermaßen aus der Fassung zu bringen. Es war doch immer das Gleiche. Etwas nackte Haut, ein verführerisches Lächeln und hier und da eine schmeichelnde Geste und schon war die Beute gefangen.

Mein Lächeln wurde breiter, als ich seinen fassungslosen Blick bemerkte.

"Mein Name ist Sarah Bolding", sagte ich und reichte ihm meine Hand.

"Stefan Bricks", stellte er sich verunsichert vor, ohne seine Augen von meiner Hand zu lösen. Fast schien meine Berührung ihn zu fürchten, doch aufgrund seiner roten Wangen und den bebenden Lippen ging ich davon aus, dass es für ihn einfach keine Alltagssituation war, mit einem
hübschen Mädchen zu reden.

Als er seine Hand zurück zog, richtete er schnell seine Brille und räusperte sich.

"Ich weiß." Meine Lippen verzogen sich zu einem Grinsen, als ich sagte: "Ich habe gehört, du seist der Beste."

"Der Beste? Wobei?"

"Biologie. Jeder sagt, du kannst mir helfen meine Fachkenntnisse zu erweitern."

Das letzte Worte betonte ich zweideutig, wobei ich meinen Kopf reizvoll zur Seite neigte.

Für einen Moment zögerte er, verunsichert was er tun sollte. Seine Augen huschten ständig von meinem Gesicht zu seinen Händen und wieder zurück.

"Nun", begann er verlegen, "du scheinst keineswegs dumm zu sein."

Darauf musste ich lachen. Laut, kurz und humorlos. Dumm war ich in der Tat nicht, was ich aber insbesondere meinen zahlreichen Büchern zu verdanken hatte.

"Der Schein trügt, Stefan", grinste ich, während ich durch den Raum spähte und tief Luft holte, sagte ich: "Ich belese mich gerne aber mein Wissen ist eingeschränkt und du-"

Ich richtete meine Augen wieder auf den Jungen, der mich anzüglich musterte und ein Lächeln umspielte meine Lippen.

"Sollst mir helfen es zu ändern. Wie wärs? Ich gebe dir alles, was du willst oder-"

Ich verstummte, und mein Zeigefinger glitt von seinem Arm zu seiner Brust. Über die Lippen leckend hauchte ich ein verführerisches:
"Brauchst", hinzu, worauf der Kopf des Jungen beinahe explodierte.

Wie von einer Tarantel gestochen,meinst du nicht sprang er von seinen Stuhl auf und entfernte sich vom Tisch und von mir. Ich konnte ihm durchaus ansehen, wie anstrengend und zugleich erregend der Umstand für ihn war. Ich schmunzelte zufrieden.

"Ähm..." Nach Luft schnappend sagte er: "Ja klar. Ich meine, wenn du meine Hilfe brauchst? Wann?"

Interessant!

Amüsiert über seine Euphorie hob ich eine Augenbraue.

"Heute nach der Schule?"

"Schon? Ähm...Ja. Ich meine, super, klasse!"

"Fantastisch!"

Fröhlich sprang ich vom Tisch und schnappte mir meine Tasche vom Boden, um schnell wieder in meinen Kurs zu kommen. Es würde ohne Zweifel Aufsehen erregen, wenn ich schon am ersten Tag zu spät kommen würde.

Fast aus dem Raum, blieb ich neben ihm stehen und schenkte ihm mein schönstes Lächeln. "Dann verbringen wir den Tag zusammen. Ich freue mich drauf."

Sofort wurde er rot um die Nase, während er hektisch nickte.

"I-ich mich auch."








Smilee


Schule war ätzend!
Noch am Morgen dachte ich selbstgefällig: Wie schwer kann das schon werden? Ich dachte, es würde eine Leichtigkeit sein, seinen Arsch 9 Stunden auf einem Stuhl zu platzieren, irgendwelchen komischen Dozenten zuzuhören und sich Notizen aufzuschreiben und darauf zu achten, seine müden Augen aufzuhalten. Doch letzteres war schwerer als angenommen, weshalb mich eine dürre Frau - dessen Namen ich wieder vergessen hatte - in Biologie anschwärzte und ich darauf ein schönes Gespräch mit dem Dekan führen durfte. Einfach fabelhaft! Verdammt, ich war 23 und ein Soldat und kein bekloppter Schüler. Kaum zu glauben, dass ich eines Tages so enden würde. Verzweifelt unter tausenden Studenten.

Dazu kam der Umstand, dass ich weder jemand von den Nosa Costra, noch den Jungen begegnet war.

Als ich nach 9 Stunden meinen langersehnten Feierabend erreichte und ich auf den Parkplatz stürmte, wie ein Gefangener aus den Gefängnis, bemerkte ich nur aus den Augenwinkel, wie Tessa gerade mit ihren Freundinnen sprach.

Ich öffnete das Auto, warf meine Tasche auf den Rücksitz und sagte zu Tessa.

"Darf ich die hübsche Dame irgendwohin mitnehmen?"

Kurz fuhr sie zusammen. Doch als sie sich umdrehte und mich bemerkte, verzogen sich ihre Lippen zu einem spöttischen Grinsen.

Mit einem skeptischen Blick über meine Schulter zum Auto sagte sie: "Ich darf nicht zu Fremden ins Auto steigen"

Grinsend spielte ich das Spiel einfach mit."Ich habe Bonbons."

"Oh, ich liebe Bonbons", rief sie voller Freude aus, worauf wir beide lachen mussten.

Nachdem sie sich von ihren Freundinnen verabschiedet hatte, stiegen wir beide in das Auto und fuhren die ländlichen Straßen entlang. St. Spreengs war schönerweise glücklicherweise keine Großstadt, was mir das Leben um einiges leichter machte. Mein ganzes Leben verbrachte ich in New York, kämpfte mich Tag für Tag durch die maulende Menge, durch die qualvoll enge U-Bahn und den ganzen Geschäftswahnsinn auf den Straßen. Als ich nach St. Spreengs kam war ich völlig perplex wie ruhig es auf den Straßen zuging und umso länger ich mich der Ruhe und der Harmonie hingab, desto fester war ich entschlossen, niemals wieder zurückzukehren.

Seufzend drückte ich auf die Bremse, als die Ampel auf Rot schaltete.

"Wie war dein erster Tag?", fragte mich Tessa plötzlich. Sie packte das Buch, das sie noch gerade eben gelesen hatte in ihre Tasche und blickte mich erwartungsvoll an.

"Grauenhaft", brummte ich und verzog das Gesicht "Wusstest du, das Schlafen im Unterricht verboten ist?"

"Was, dein Ernst?"

Gespielt schockiert, legte sich Barneys Tochter eine Hand auf die Brust.

"Na, wenn ich es doch sage?", grinste ich sie an.

Humor! Genauso konnte jeder unsere Beziehung zueinander beschreiben. Schon immer ergänzten wir uns durch gerissene Sprüche oder durch sarkastische Bemerkung.

"Tes, du bist doch Schulsprecherin", wechselte ich das Thema und gab Gas, als es grün wurde.

"Ja", sagte sie aus dem Fenster schauend.

Ich seufzte, während ich überlegte, es anzusprechen. Wenn sie Schulsprecherin war, kam sie auch bestimmt am besten an geheime Dokumente ran. Es wäre ja kein Verbrechen, sie um einen Gefallen zu bitten, was der Mission zugute käme. Auch wenn er mich streng darum bat, Tessa in keinster Weise reinzuziehen.

"Kannst du mir irgendwie die Adresse von Stefan Bricks besorgen?"

"Warum das?"

Tessas Kopf fuhr herum und ihre braunen Augen schauten mich fragend und neugierig an.

Den Blick starr auf die Straße gewandt, sagte ich schulterzuckend:

"Ähm...einfach so?"

"Einfach so?"

"Jep. Einfach so", beharrte ich, ohne die Miene zu verziehen und verdrängte das unangenehme Gefühl in meinem Bauch.

Für einen Moment war es still im Auto. Ich schielte zu Tessa und bemerkte, wie sie grübelnd aus dem Fenster schaute. Gerade dachte ich, was daran so schlimm wäre es ihr zu erzählen? Sie würde sowieso in keinem Fall etwas unternehmen können und Barney würde auch kaum zulassen, dass sie ihre Nase in fremde Angelegenheiten steckte. Aber dann lenkte sie ihren Blick wieder auf mich und fragte beinahe schockiert:

"Stehst du neuerdings auf Männer?"

Was?!

"Gott! Nein!", sagte ich. Ich war der Hetero in Person! Ich war so hetero wie Yang ein Chinese war!

Dann seufzte ich und fügte leise hinzu:

"Aber ich brauche sie."

"Ja, irgendwie braucht sie jeder auf der Schule. Kein Schimmer, was an dem Jungen so besonders sein soll."

"Wie meinst du das?", fragte ich.

Sie zuckte die Schultern.

"Heute hat mich die Neue gefragt, wo sie den Jungen finden kann"

"Neue?"

Ihre Worte durchfuhren mich wie ein Blitz. Meine Hände klammerten sich fester um das Lenkrad und mein Kiefer spannte sich an.

Wieder seufzte Tessa.

"Ja, sie hat ihn um Nachhilfe gebeten."

"Kannte sie seinen Namen?"

Jetzt sah sie mich an.

"Ja, glaube schon. Sie hat gezielt nach Stefan Bricks gefragt."

Ach du Scheisse! Ich konnte nur hoffen, dass es nur ein Zufall war, aber mein Bauchgefühl war da ganz anderer Meinung.






"Du glaubst, also, es könnte uns jemand zuvorgekommen sein?"

"Ich will jetzt nicht den Teufel an die Wand malen, aber vorsichtig sollten wir sein."

"Und was, wenn es tatsächlich nur eine normale Studentin war, die etwas Hilfe von einen klugen Jungen braucht?"

Barney, Lee und ich sahen einander an. An Lee gewandt, fragte ich ernst:

"Und was, wenn nicht?"

Ja! Was wenn das Mädchen von den Nosa Costra war, und den Jungen bereits aufgespürt hat? Was, wenn das Mädchen schon ihre Pläne in die Tat umsetzte, und der Junge seine Forschungen dem Feinden übergab? Was, wenn das Virus in den Händen der Nosa Costra fallen würde? Was dann?

Lee stieß neben mir einen langen und frustrierten Seufzer aus.

"Dann sind wir gearscht!"

Barney verzog zornig sein Gesicht.

"Smilee, besorge dir die Adresse und wenn du sie gefunden hast, mache dich auf den Weg zu ihm."

"Und dann?"

Es war schon verdammt spät und ich bezweifelte, das ein Besuch bei dem Jungen angebracht war. Ausserdem, was sollte ich sagen, wenn ich vor ihm auf der Matte steh?

>Heyho! Ich bin Smilee und ich bin hier um dich vor einer unberechenbaren Mafia zu beschützen. Warum? Weil du im Leben nichts anderes zu tun hattest, als ein Virus zu erschaffen, der genauso tödlich, wie gefragt ist.<

Nein das war einfach unmöglich.

Seufzend kratzte sich Barney am Kopf, während er im Shop auf und ab ging. Er schien genauso ratlos wie ich zu sein.

Lee und ich beobachteten ihn und warteten auf seinen Befehl.

"Keine Ahnung!", sagte er dann und ließ sich niedergeschlagen auf den kleinen Sessel nahe des Tresens fallen. Rastlos fuhr er sich durch das Gesicht und fügte hinzu:

"Knebel ihn, gib dich als sein besten Freund aus, verdammt! Oder sperre ihn ein. Hauptsache, die Nosa Costra lassen die Finger von ihm."

Ich tauschte einen leidgeprüften Blick mit Lee uns beide war derselbe Gedanke ins Gesicht geschrieben.

Denn es war sehr wahrscheinlich, dass ihre Hände schon längst an dem Jungen klebten, wie Motten am Licht.


Tessa Ross, 18 Jahre

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