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The Beloved Devil

GeschichteThriller, Familie / P18 / Gen
Barney "The Schizo" Ross Hale Caesar Hector
30.11.2013
20.05.2014
18
89.028
 
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Dieses Kapitel
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30.11.2013 5.370
 
Erzähler POV

Ethan fühlte sich genauso erschöpft, wie Hector aussah. Fast die gesamte Woche lang bis spät in die Nacht hinein hatten sie South Spreengs nach einem Zeichen von Lilith abgesucht. Um jede Möglichkeit auszuschöpfen, hatte David eine Vermisstenanzeige erstattet. South Spreengs Ordnungshüter hatten, natürlich, erst einmal vierundzwanzig Stunden vergehen lassen, ehe sie bereit waren zur Kentnis zu nehmen, dass es Lilith LaCruze überhaupt nicht ähnlich sah, so einfach von der Bildfläche zu verschwinden. Mittlerweile hatten sie vielleicht schon die üblichen Maßnahmen ergriffen, eine Fahndung eingeleitet – falls sie so etwas bei vermissten Personen überhaupt taten –, Flyer verteilt, einigen Leuten ein paar Fragen gestellt und sich bei örtlichen Buslinien erkundigt. In ihren Akten führten sie Lilith vermutlich lediglich als einen weiteren Teenager, der von zu Hause davongelaufen war.

Ethan wagte stark zu bezweifeln, dass auch nur ein einziger von ihnen die Möglichkeit in Erwägung zog, Lilith könnte mit einem der zahlreichen unerklärlichen Phänomene, von denen South Spreengs in steter Regelmäßigkeit heimgesucht wurde, in Konflikt geraten sein. Vielmehr nahm er an, dass sie allesamt die Meinung vertraten – schon um ihres eigenen Seelenfriedens willen –, South Shpreengs lange Geschichte von Tod, Zerstörung und verschollenen Menschen sei nun wirklich so ungewöhnlich nicht.

Hector und Ethan hatten die üblichen Orte und Plätze, an denen sich Lilith für gewöhnlich aufhielt restlos abgeklappert. Sogar zum Campus der UC South Spreengs waren sie mit Hectors Van gefahren und hatten Lilith Foto herumgezeigt. Nun lehnte Ethan abgekämpft an einem Baum im Weatherly Park und massierte sich die Füße. "Ich hab schon Blasen auf meinen Blasen."

Hector stand da, die Hände in den Taschen, und schüttelte nur den Kopf. "Geh nach Hause. Ruh dich ein bisschen aus."

"Und was ist mit dir?"

"Mir geht’s gut. Ich bin noch fit."

"Nimm’s mir nicht krumm, Hector", sagte Ethan, "aber du siehst erbärmlich aus."

"Ich trink einfach einen Kaffee."

"Bei deinem Zustand wirst du ihn wohl intravenös zu dir nehmen müssen, wenn er etwas nützen soll", erwiderte Ethan. "Außerdem, hast du vergessen, was David gesagt hat? Die Expendables sind immer noch auf freien Fuß. Wir tun Lil keinen Gefallen, wenn wir ihnen in die Hände fallen."

"Was schlägst du dann vor?"

"Nach Hause gehen. Ein paar Stunden schlafen. Von vorne anfangen."

"Ich weiß nicht..."

"Hör zu, David und Collin sind auch noch da. Sie werden die Suche fortsetzen", erinnerte ihn Ethan. "Die Fahne des Mafieteams wird weiterwehen."

Hector seufzte und gab seiner Erschöpfung nach. "Okay." Sie machten sich zu seinem Van auf, der am anderen Ende des Parks stand. "Aber nur ein paar Stunden."






Tessa Ross

"Wer ist da?", hörte ich Lilith krächzende Stimme, als ich den Raum betrat und in der  Dunkelheit nach einer Silhouette suchte. Das Zimmer war komplett abgedunkelt,  lediglich wenige Sonnenstrahlen der Abenddämmerung drangen hinein. Tiefe Schatten  bildeten sich in den Ecken, in denen sich Lilith verkrochen zu haben schien.

Ich trat einen weiteren Schritt in den Raum; ganz vorsichtig, um sie nicht zu  verschrecken. Ich hatte keine Ahnung, was auf mich zukommen sollte. In welcher  Verfassung sie war. Laut Church hatte das Mädchen einiges einstecken müssen, weil sie  noch immer nicht bereit war, mit uns zu koorperieren, aber ihr derartige Qualen  zuzufügen, war sogar für mich grotesk.

"Ich bin's nur Tessa", sagte ich und bemühte mich um einen halbwegs lockeren Tonfall.

"Was willst du?" Ihre Stimme klang schwach und müde, so als würde es ihr Mühe  bereiten, zu sprechen.

"Ich.." Ich hielt inne und kniff die Augen zusammen, um zu erkennen, was da in der  Dunkelheit vor sich ging. Ganz langsam bekam ich die Konturen ihres Körper zu sehen.  Sie hockte in einer kauernden Haltung an der Wand, die Arme um ihre Beine  geschlossen, als wollte sie sich vor etwas schützen. Oder vor jemanden. Ihre durch die Dunkelheit schimmernden Augen funkelten mich argwöhnisch an.

Ich wagte einen weiteren Schritt und musterte sie genauer.

Ihre weiße Hose hatte jeglichen Glanz verloren. Sie war in Blut und Dreck getränkt und an einigen Stellen sah ich die blanke, verschmutzte Haut. Das schwarze, enganliegende Top war bleich und das eigentlich blonde und samte Haar des Mädchens, war ein einziges, wirres Chaos. Meine Augen huschten zögernd zu ihrem Gesicht und ich zog scharf die Luft ein.

Ihre eiskalten blauen Augen wurde von tiefen, blauen Rändern geschmückt. Das Blut, welches schon geronnen war, bedeckte beinahe ihr halbes Gesicht. Ihre Augenbrauen und ihre blassblauen Lippen waren aufgeplatzt, doch was mich am meisten schockierte, war der prägende Schnitt, von der Stirn, quer über das Auge, bis zu ihrem Ohr. Es war ein Anblick der mich entsetzte und ich einige Sekunden brauchte um das Bild zu verdauen.

Verdammt! Was hatte Church nur angestellt?

"Du siehst grauenvoll aus", brachte ich schließlich kopfschüttelnd hervor. "Church hat es übertrieben."

Lilith gab kein Laut von sich. Aber ihr Gesicht war bleich und ihr Blick starr auf mich gerichtet.

"Warte ein Moment. Ich bin gleich wieder da", sagte ich und eilte aus dem Raum.

Nur wage vernahm ich ihre Stimme: "Nur keine Umstände"

Nur wenige Minuten später saß ich schweigend vor dem Mädchen und versorgte ihre Wunden. Jedenfalls, versuchte ich es, denn mein medizinisches Wissen war eher bescheiden. Schließlich studierte ich auch Lehramt und keine Medizin. Aber wie schwer konnte es schon sein, Wunden zu säubern und dafür zu sorgen, die Blutungen zu stillen und Lilith brauchte genau diese Maßnahmen. Also hatte ich mich mit Desinfikationslösung, Mullbinden, einen Eimer Wasser und sauberen Handtücher bewaffnet, mich klammheimlich an Barney und seinen Freunden vorbeigeschlichen und kümmerte mich nun absurderweise um das Mädchen, was mir die 4 schlimmsten Tage und Nächte meines Leben bescherrte. Was für eine Ironie!

"Was willst du Tessa", fragte mich Lilith wieder, als ich dabei war, ihre Stirn mit warmen Wasser säuberte.

Ich verzog keine Miene.

"Ich versorge deine Wunden, falls es dir entgangen sein sollte", antwortete ich ohne ein Zögern.

"Und das soll was bedeuten? Dass ich in deiner Schuld stehe?"

Sie hatte beim Sprechen deutlich Schmerzen und ihre Stimme zitterte.

"Nein." Das Wasser färbte sich scharlachrot, als ich den Schwamm im Wasser auswringte. Ich holte tief Luft und begann ihr den Hals abzutupfen. Dabei sagte ich: "Ich kümmere mich um dich, auch wenn du eine verzogene, brutale Schlampe bist, die es eigentlich gar nicht wert ist. Warum, weiß ich selber nicht so genau. Vielleicht, weil ich im Gegensatz zu dir ein Herz besitze", schloss ich selbstzufrieden.

"Rührend" sagte sie mit einen höhnischen Grinsen. Kurz darauf zuckte sie unter Schmerzen zusammen und ein Keucher entkam ihren Lippen.

"Genau das selbe hast du auch für mich getan", erinnerte ich sie. "Als ich deine Gefangene war. Du hast dich um gekümmert und mich vor diesen Arsch gerettet" Unsere Blicke trafen sich und ein sanftes Lächeln erschien auf meinen Lippen. "Und du hast mich gehen lassen"

Warum sie das allerings tat, war mir immer noch ein Rätsel. Ich würde ihr Handeln wohl niemals verstehen, aber ich würde ihr auf ewig dankbar sein. Vielleicht war das auch der Grund, warum ich ihr half.

Lilith lächelte übertrieben und falsch

"Was dann also beweist, dass ich doch ein Herz besitze?"

"Vielleicht." Ich warf den Schwamm zurück in den Eimer und griff zu der Desinfikationslösung. "Das werden wir schon irgendwann herausfinden", fügte ich mit einen Achselzucken hinzu.

Nachdem ich mit der Behandlung fertig war - ihre Wunden also desinfiziert und der Verband an ihrer Hüfte gewechselt war - warf ich die schmutzigen Utensilien in den Müll, nahm das Tablett und die Flasche Wasser, die ich zu Anfang auf dem Tisch gepackt hatte und stellte es ihr auf den Boden.

Auch wenn ihre Wunden nun halbwegs versorgt waren, würde sie bestimmt einen Mordshunger haben, von den Durst ganz zu Schweigen. Ausserdem würde ihr eine Dusche ganz gut tun, aber darauf würde sie wohl erstmal verzichten müssen.

"Ich habe dir etwas zu Essen mitgebracht. Und Wasser, du bist bestimmt durstig, nicht wahr?", erklärte ich und schob es zu ihr hin.

Als Lilith den Teller und die Flasche bemerkte, weiteten sich ihre Augen und ein sehnsüchtiger Ausdruck huschte über ihr Gesicht. Doch nur für eine Sekunde, dann sah sie aus verengten, zweifelnden Augen zu mir auf. "Wo ist der Harken, Tessa? Verlangst du Antworten? Willst du mich erpressen?"

Ich schüttelte langsam den Kopf. "Nein"

Und das war mein Ernst.

Ich wollte sie in keinster Weise manipulieren oder sie gar erpressen. Das war vielleicht  ihre Vorgehensweise, um Antworten zu bekommen aber das war für mich keine  Alternative. Ich zählte auf Vertrauen, auf Freundschaft, denn ich war ganz fest der  Meinung, dass auch Lilith sich öffnen könnte. Sie war auch nur ein Mädchen, und in  ihrem Zustand, brauchte Sie jemanden zum Reden und jemanden, der sie verstand und  sich um sie kümmerte. Und sollte mir das gelingen....Vielleicht würde sie mir dann  Dinge anvertrauen, die uns ein Nutzen sein konnte.

Erleichtert, dass Lilith das Essen zu sich nahm, lehnte ich mich an die Wand gegenüber  von ihr und beobachtete sie aus neugierigen Augen. Dann nahm ich zusammen und  stellte die Frage, auf die ich dringend eine Antwort brauchte.

"Wie ist es, die Tochter eines Mafiakopfes zusein? Es ist bestimmt nervenaufreibend,  oder?"

Schlagartig hielt sie inne und sah mich an. Auf ihrer Strin bildete sich eine tiefe Falte. "Was soll'n das werden?", fragte sie grimmig.

Lächelnd zuckte ich die Schultern und sagte: "Ich versuche nur ein vernünftiges  Gespräch anzufangen"

"Über mein Leben?"

"Sollen wir über die Tatsache sprechen, dass du, ohne deine Koorperation, im Keller  unserer Wohnung versauern wirst?", fragte ich und konnte mir ein kleines Schmunzeln  nicht verkneifen. "Oder soll ich wie meine Freunde einfach versuchen, Information aus  dir herauszubekommen? Es liegt ganz an dir, Lilith."

Auch wenn ich das selbstverständlich niemals tun würde.

Aber Lilith schwieg und wandte sich wieder ihren Essen zu.

Also versuchte ich es anders. Ich meißelte mir ein Lächeln ins Gesicht und sagte  fröhlich: "Okay, weißt du was? Ich fang einfach an. Wir haben ja nie ganz die  Möglichkeit bekommen, uns richtig vorzustellen oder uns zu unterhalten."

"Langweilig"

"Mein Name ist Tessa Ross",  fuhr ich fort, ohne auf Lilith' Bemerkung einzugehen. "Ich bin gerade erst 18 geworden und wohne seitdem ich denken kann in South Spreengs.  Meine Mom ist bei meiner Geburt verstorben-"

Lilith' Kopf schoss hoch und ich verstummte, als ich ihren fassungslosen Blick  bemerkte. "Was?", fragte ich verunsichert.

Sie schüttelte verneinend den Kopf und ich plapperte munter weiter: "Okay. Jedenfalls,  sie ist gestorben und seitdem hat mich mein Vater alleine großgezogen, was ihm bei  weitem nicht immer leicht gefallen ist." Ich lachte über meine Worte. "Ich studiere  Lehramt, um später Lehrerin an einer Grundschule zu arbeiten. O, und ich stehe extrem  auf Schokolade, Horrorfilme aber auch teilweise Romancen, wenn sie nicht gerade zu  kitschig ist."

"Bist du fertig?", unterbrach sie mich gelangweilt.

"Ehm...Nein," sagte ich und verdrehte lächelnd die Augen. "Ich höre gerne Rockmusik,  am liebsten Nickelback und ich lese verdammt gerne, wenn ich neben dem Studium  noch überhaupt Zeit dafür finde. Ich gehe sehr gerne im Regen spazieren, um mich zu  entspannen." Ich brach ab, um rasch Luft zu holen. Dann sagte ich: "Ich mag Hunde  aber auch Pferde und wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich mir wünschen, einen  Tag lang unsichtbar zu sein. Du glaubst gar nicht, was ich alles anstellen würde"

Ich würde auf jeden Fall einige Personen die Hölle auf Erden bescheren.

Mittlerweile war Lilith mit dem Essen fertig. Sie schob den Teller zurück und sah mich  mit hochgezogenen Augenbrauen an.

"Fertig?"

"Jepp." Ich nickte. "Nun weißt du alles über mich und meine peinlichen Wünschen. Jetzt  bist du dran!"

Ich dachte schon, Lilith würde mich wieder mit Schweigen strafen. Sich abwenden oder  mich höhnisch angrinsen, oder mich auch anfauchen. Aber entgegen meiner ganzen Erwartung, sagte sie nur: "Demütigend"

Iritiert legte ich den Kopf in den Nacken. "Was?"

Sie räusperte sich, wobei sich ihr Gesich vor Schmerz verzerrte."Das Leben einer Mafiastochter ist demütigend"

"Warum?", fragte ich mit ehrlicher Neugier.

Lilith atmete tief durch und ich konnte ihr ansehen, wie schwer ihr das Thema fiel. "Du lebst nur, um zu Befehle auszuführen. Du wirst gezwungen, deine Wünsche in den  Hintergrund zu schieben und das zutun, was deiner Familie zu Reichtum und Macht  verhilft. Du hast weder die Chance, deine Talente auszuschöpfen, noch hast du einen  eigenen Willen. Leben, Liebe, Freundschaft, Spaß und Freiheit, sind für dich Dinge, die  zu deinem Leben gehören. Für mich aber sind es nur belanglose Begriffe, die keine  Bedeutung mehr für mich haben."

Sprachlos saß ich da und versuchte das Ausmaß dessen, was sie sagte, zu erfassen.

Doch sie sprach einfach weiter, als würde sie in weiter Ferne schweben. "Du lebst, um eine Zukunft aufzubauen. Um deine Freunde und deine Familie zu lieben  und später einmal einen Beruf auszuüben, der dir gefällt. Du lebst, um eine Familie  aufzubauen und um in Alter friedlich an der Seite deines Ehemanns zu sterben. Und du  wirst zurückblicken und erkennen, dass alles, was du erreicht hast, du auch erreichen  wolltest. Du wirst dir sagen: Du hast alles richtig gemacht"

Über ihr Gesicht zuckte ein flüchtiger Schmerz."Ich dagegen lebe um zu morden. Um Menschen zu manipulieren und um ihnen Schmerzen zuzufügen. Um Macht auszuüben. Ich werde nichts von dem bekommen, was du dir wünschst. Und das ist das Leben einer Mafiastochter. Und es ist demütigend", schloss sie. Ihre Augen waren geschlossen und sie holte tief und langsam Luft.

Mir lief es eiskalt über den Rücken runter. Obwohl Lilith' Worte mich in Schrecken versetzten – alles, was sie sagte oder tat, jagt mir Angst ein –, enthielten sie doch eine  einfache, brutale Wahrheit.

Sie wurde zu einer Mörderin erzogen, obwohl sie es selbst zu tiefst verachtete.

"Wow" sagte ich, unfähig den Blick von dem Mädchen anbzuwenden. "Ich habe keine  Ahnung, was ich dazu sagen soll....Das..." Ich zögerte kurz und schüttelte traurig den Kopf. "Das ist schrecklich"

Da hob Lilith den Kopf und um ihre Lippen schlich sich ein berechendes Lächeln. Alle Traurigkeit war aus Ihren Augen verschwunden und zurück war die Kälte.

"Und gelogen!"

"Was?"

Sie lachte, als sie meinen fassungslosesn Blick bemerkte. "Kaum zu fassen, dass du mir geglaubt hast", säuselte sie sichtlich belustigt."Ein Leben als Mafiastochter ist für mich wie.." Sie dachte kurz nach und sagte schließlich:"Wie ein Jackpot. Ich kann mich austoben, wo, wann, wie und an wem ich will. Ich habe Geld und Macht und keiner zweifelt an meinen Entscheidungen. Was brauche ich mehr? Ich werde nicht wie ein Teenager oder ein kleines Mädchen behandelt. Ich werde wie eine Frau behandelt und auch so ernst genommen." Dann sagte sie noch grinsend." Es ist einfach wunderbar"

Ich stand auf, stemmte meine Arme in die Hüfte und erwiderte den Blick ihrer eiskalten Augen.

"Du bist echt ätzend, Lilith", entfuhr es mir so wütend, dass ich mich selbst erschrak.

Und mit einen letzten verächtlichen Blick, drehte ich ihr den Rücken zu und stürmte zur Tür. Ich wollte keine Sekunde länger in ihrer Nähe sein und mir ihre Lügen anhören.

"Sag Church, ich werde ihm niemals die Namen meiner Freunde nennen", hörte ich ihre Stimme und ich hielt - die Hand auf den Türknauf -, inne. Drehte mich jedoch nicht um.

"Und offengestanden, habe ich keine Ahnung wo die Unterlagen sind. Es ist  Beweismaterial, das mein Vater schon vor Jahren gründlich verschlossen hielt und nur  er wusste, wo sie sich befinden. Und wer seine Komplizen sind, hat er niemals  verraten. Also." Sie holte tief Luft und klang mit einem Mal unendlich müde. "Das ist alles, was ich euch sagen kann. Ich bin euch keine Hilfe. Bringt mich  um und lasst mich gehen. Aber entscheidet euch schnell..."

"Warum sagst du mir das? Woher der Sinneswandel?", versetzte ich und drehte mich um.

Sie schaute mich mit großen Augen voll gespielter Unschuld an und setzte einen  lächerlich gutbürgerlichen - prüden Südstaatenakzent auf. "Warum? Was meinst du?  Ich will doch nur helfen, weil ihr, deine Freunde und du, immer sooo nett zu mir wart"






Hector

Ich hatte so gut wie kein Auge zugetan. Unruhig hatte ich auf dem Bett gelegen, mich hin und her gewälzt und von einer Seite auf die andere geworfen, während eine Schreckensvision die nächste gejagt und jeden Anflug von Schlaf im Keim erstickt hatte. Ich hatte mich dazu gezwungen, im Bett zu bleiben, ruhelos, für ein paar Stunden. Schließlich jedoch war der Gedanke, tatenlos hier herumzuliegen, während Lilith sich wahrscheinlich in fürchterlicher Gefahr befand, immer unerträglicher geworden. Ich war in meinen Van gestiegen und ziellos durch die leeren Straßen geirrt, hatte einfach nur gesucht, unaufhörlich gesucht, ohne jegliche Anhaltspunkte, aber wenigstens tat ich etwas. Doch irgendwann wurde mir klar, dass ich so nicht weiterkam. Ich fuhr über eine Bordsteinkante und parkte den Van direkt vor dem Eingang des Weatherly Park, wo Ethan und ich einige Stunden zuvor unsere Suche unterbrochen hatten. Der Ort ließ mich sich der Sinnlosigkeit smines Tuns bewusst werden. Das ist völliger Schwachsinn!, dachte ich.

Ich stieg aus, knallte die Wagentür hinter mir zu und grübelte, ob ich vielleicht irgendetwas übersehen hatte, ob es irgendeinen Ort gab, an dem ich noch nicht gewesen war.

Seufzend ließ ich mich auf eine Bank neben einem öffentlichen Fernsprecher sinken, stützte die Ellbogen auf die Knie und legte frustriert den Kopf in die Hände.

Ich atmete mehrere Male tief durch, um seine Gedanken zu klären.

In diesem Moment wurde mir bewusst, dass noch etwas anderes in seinem Kopf herumspukte: Tessa. Das Mädchen, sollte mich jetzt eigentlich am allerwenigsten interessieren. Dennoch hatte sie sich in meinen Gedanken eingenistet wie ein permanentes Kribbeln unter der Haut, das nicht genau zu lokalisieren war und sich auch nicht abstellen ließ. Ja, ich hatte sie geküsst. Es war ein Gefühl, dem ich ohne zu Zögern nachgegeben hatte und auch im Nachhinein bereute ich es keineswegs. Doch es war ein Abschied... und es war richtig. Nie wieder würde ich sie wiedersehen, Ihren süße Grübchen das Lächeln sehen, Ihren bezaubernden Geruch nach Erdbeeren und Niemals wieder würde ich Ihre weichen Lippen spüren... und diese Vorstellung machte mich schier verrückt. Der Begriff Entzugserscheinung ging mir durch den Kopf. Obwohl Ethan wahrscheinlich eher meinen verrückt spielenden männlichen Hormonen die Schuld geben würde.

Um seine Gedanken von Tessa abzulenken, beschloss ich, mich mit Collin - ein Freund von der Polizei -, in Verbindung zu setzen, ihn zu fragen, ob es irgendetwas Neues von Lilith gab – obgleich ich sicher war, dass er sich in diesem Fall längst bei mir gemeldet hätte. Aber so würde ich Tessa vielleicht wieder aus meinem Kopf herausbekommen. Anschließend wollte ich Ethan anrufen, mit ihm eine Zeit vereinbaren, wann ich ihn von zu Hause abholen und die Suche gemeinsam mit ihm fortsetzen sollte.

Ich ging zu dem öffentlichen Fernsprecher, warf ein paar Münzen ein und wählte Collins Nummer. Nur um wenig später die Stimme des jungen Mannes zu hören. "Hector, es tut mir so Leid. Wir haben nichts Neues herausgefunden. Diese ganze Geschichte bringt mich fast um den Verstand. Ich kann mir vorstellen, wie du dich dabei fühlen musst. Wie sieht’s mit dir und Ethan aus? Hattet ihr mehr Glück?"

"Nichts."

"Habt ihr wenigstens mal kurz geschlafen?"

"Zählt Hin- und Herwälzen auch?"

"Nicht wirklich, fürchte ich", meinte Collin . "David ermahnt Lilith ständig, gut mit ihren Kräften umzugehen. Das gilt auch für euch, Jungs."

"Collin – danke."

"Wir finden sie, Hector", versprach Collin. "Wenn jemand einfallsreich ist, dann Lilith, und das nicht nur, weil sie die Mafiastochter ist"

"Ich weiß, pass auf dich auf, Collin"

"Du auch, Hector"

Nachdem ich aufgelegt hatte, rief ich bei Ethan an, nur um zu erfahren, dass er bereits vor mehr als einer Stunde das Haus verlassen hatte und auf dem Weg zu Laney war, die seit Lilith Verschwinden auf sich allein gestellt war. Schlagartig verspürte ich wieder jenes merkwürdige Kribbeln. Wenn Ethan bei Laney war, musste ich mich alleine auf die Suche begeben und durch die Stadt reisen und ein kurzer Besuch bei dem Mädchen, welches mir den Verstand raubte, war kein Verbrechen. Möglicherweise konnte ich dann mit der Sache abschließen. Und vielleicht wurde ich auf diese Weise auch dieses nervige Kribbeln unter der Haut wieder los werden. Die Begründungen waren aus der Luft gegriffen, aber mir blieb ohnehin kaum eine andere Wahl.

Auf halbem Weg zur Tessas Wohnung ertappte ich mich dabei, wie ich das Gaspedal bis zum Anschlag durchtrat und das Lenkrad so fest umklammerte, dass die Knöchel seiner Finger weiß hervortraten. Mir dämmerte langsam, wie hochgradig verzweifelt ich versuchte, Tessa noch ein letztes Mal zu sehen.

Plötzlich dämmerte mir, was David noch gestern sagte. Die Expendables waren auf freien Fuß uund wir sollten in jedem Fall vorsichtig sein. Sie suchten uns und sie suchten Beweise, um die skurilen Geschäfte des Bürgermeisters an die Öffentlichkeit zu bringen. Warum sollten sie drauf pochen, die Familie LaCruze zu überführen, wenn der Oberhaupt, der Kopf der Mafia doch bereits tot war? Die Geschäfte waren nichtig; wem wollten sie also an die Kandare nehmen? Es sei denn....

Ich wehrte mich nicht länger gegen das widernatürliche Verlangen, Tessa zu sehen. Im Gegenteil. Ich wollte sie unbedingt treffen, so bald wie möglich. Sie würden mich zu Lilith führen.  






Tessa Ross

Kaum war ich aus dem Zimmer raus, zuckte ich jäh zusammen, als neben mir eine  Stimme erklang.

"Interessant"

Aprubt sprang ich zu Seite, legte mir eine Hand auf die Brust, weil mein Herz  drohte zu explodieren und rang schnappend nach Luft.

Du liebe Güte! Wäre ich nicht so schreckhaft, wäre meine Faust schon längst in sein  Gesicht gewesen. Inklusive einen schönen, prägenden Abdruck.

"Himmel nochmal, Smilee", fluchte ich jappsend und funkelte ihn an.

Mein bester Freund betrachtete mich belustigend, die Arme vor seiner Brust  verschränkt, doch sein Lächeln verblasste so schnell, wie es gekommen war. Er  wirkte bekümmert und ich begriff warum.

Lächelnd legte ich den Kopf schief. "Du hast gelauscht?", stellte ich fragend fest.

Er nickte.

"Glückwunsch", sagte er tonlos und warf einen Blick über seine Schulter zu der  verschlossenen Tür, hinter der sich Lilith befand. "Zumindest hat sie geredet"

"Nur, was bringt uns das?", seufzte ich und ging in den langen Gang vorraus. Smilee  folgte mir. "Wenn es wahr ist, sind ihre Inforamtion unbrauchbar", fügte ich ohne  Hoffnung hinzu.

Und war würde das bedeuten?

So wie Church es sagte, war ein Haftbefehl ohne die nötigen Motive zwecklos. Wir  brauchten Beweise; Dokumente, Irgendetwas, was darauf schließen ließ, welche  Geschäfte und welche Ziele sie verfolgte.

Also, was tun?

Wir konnten sie entweder dazu zwingen, die Namen Ihrer Freude zu nennen, um über  diesen Weg an Beweise heranzukommen. Oder wir bauen den Focus der Suche aus und  konzentrieren uns auf andere Hinweise; Städte und Anwesen, in denen Charles LaCruze  zugange war.

Plötzlich hielt Smilee an, legte mir eine Hand auf den Arm und zwang mich ihn  anzusehen.

Erst jetzt bemerkte ich, dass wir im Hinterhof angekommen waren.

"Ihr geht es nicht gut, stimmt's?", fragte Smilee mich leise und ich hörte den  verzweifelten Kampf in seiner Stimme.

Er sorgte sich um sie.

Ich stieß langsam die Luft aus und schüttelte dann den Kopf.

"Sie wird immer schwächer, Smilee", sagte ich und schaute betrübt zu Boden. "Der  Arzt hat lediglich die Kugel rausgeholt und die Wunde gesäubert. Sie hat aber  zuviel Blut verloren und wahrscheinlich sind innere Verletzung entstanden"

Dass ich Lilith' Wunden fürs Erste versorgt hatte, hieß noch lange nicht, dass sie  ausser Lebensgefahr war. Sie brauchte dringend Antibiotika und sehr viel Ruhe und  vorallem, brauchte sie eine Dusche. Der ganze Schmutz um sie herum, das wenige  Schlafen und das sparsame Essen und Trinken verschlechterte Ihren Zustand  rapide. Ich brauchte keine medizinische Ausbildung zu haben, um zu wissen, dass sie unter diesen Umständen....

"Wenn sie keine medizinische Versorgung bekommt, wird sie sterben", sprach ich meine Gedanken frei heraus und duckte mich im Geiste schon vor Smilees Reaktion.

Doch er war ganz ruhig. Er schaute in meine Augen, nickte knapp und sagte nur: "Barney wird damit nicht einverstanden sein, Lilith ins Krankenhaus zu bringen. Das Risiko zur Flucht ist zu groß und außerdem, könnte sie entdeckt werden"

Ich nickte, während ich an meiner Unterlippe nagte."Ich weiß"

Dann fiel mir etwas ein und mein Gesicht hellte sich etwas auf.

"Was ist mit deiner Schwester?"

"Candence?"

Verständnislos sah er mich an.

Cadence war seine um ein Jahr jüngere Schwester, die erst vor kurzem das Medizinstudium erfolgreich beendet hatte und nun an einem städtischen Krankenhaus praktizierte. Sie war zwar eine angesehene Ärztin, doch Smilee hatte einen guten Grund den Kontakt so sporadisch wie nur möglich zu halten.

Sie war ein arrogantes Biest, dass stets aus Selbstsucht handelte. Den Beruf Ärztin strebte sie auch nur deswegen an, weil er Geld und Erfolg versprach.  

Trotzdem! Ihre Hilfe konnte wir dringend gebrauchen.

"Ja." Ich nickte eifrig. "Sie ist Ärztin und sie kann das notwendige Equipment besorgen"

"Ich weiß nicht, Tessa..." Smilee machte ein zerknirschtes Gesicht.

"Komm schon Smilee. Gib dir einen Ruck. Willst du-"

Ich verstummte, als ich hinter Smilees Rücken eine rasche Bewegung erhaschte. Sie kam von den Büschen neben dem Haus und für einen Augenblick, glaubte ich, braune Augen gesehen zu haben. Prüfend neigte ich den Kopf zur Seite und kniff die Augen zusammen

"Was ist?", fragte Smilee alamiert und folgte meinen Blick.

Ich zögerte und sagte: "Ich dachte, es würde uns jemand beobachten"






Erzähler POV

"Immerhin wissen wir, wer für Lilith' Verschwinden verantwortlich ist und sie werden auch  Charles Leiche in Gewahrsam haben", konstatierte Ethan. Er und David waren  Hector sogleich zu Hilfe geeilt, doch auch zu dritt hatten sie wenig Licht in die Sache mit Lilith' Entführung bringen können. "Was hat Collin noch mal gesagt?" Ethan stellte Hector diese Frage bereits zum dritten Mal. "Kein Durchsuchungsbefehl ohne Gerichtsbeschluss?"

Hector schüttelte den Kopf. "Sie brauchen ein Tatverdacht"

"Und ihr Strafregister?"

"Sauber."

"Nicht gerade hilfreich", stellte David fest.

"Wie konnte das bloß passieren?", fragte Ethan gedankenverloren, wobei er zum Haus spähte, welches seine Freundin gefangen hielt.

In den ganzen Jahren war Lilith immerzu ein wachsames Mädchen mit genug Kampferfahrung, um sich im Fall der Fälle auch behaupten zu können. Nun zu erfahren, dass sie selbst eine Gefangene war, bestürzte Ihn.

"Sie haben ihr eine Kugel verpasst", erklärte Hector. "Sie war schwer verletzt und konnte sich nicht von der Stelle bewegen"

Ethan verzog das Gesicht. "Und dann haben sie sie mitgenommen."

"Um an Information ranzukommen", schloss David mit gerunzelter Stirn.

Über eine Stunde waren sie herumgefahren, in einem immer größeren Radius, und hatten sich  einem Plan geschmiedet, um Lilith zu befreien, ohne Erfolg. Sie würden definitiv Aufsehen  erregen, wenn sie in das Haus stürmten und ein Gemetzel hinterließen. Eine Leiche zu erklären war durchaus machbar aber eine ganze Familie? Zudem würden sie auf Widerstand treffen und die Gefahr war zu groß, um jemanden zu verletzen.

Ethan seufzte, als er die Tür zu seiner Wohnung öffnete und Hector und David eintraten. "Ich hätte damit rechnen müssen."

"Wieso?", meinte Hector.

Ethan zuckte die Schultern, wobei er den Männer jeh eine Bierflasche gab. "Lilith war nie der Mensch der sich einfach aus dem Staub macht. Egal, wie schwer der Verlust auch ist. Außerdem würde sie niemals Ihre Schwester zurücklassen."

"Ja", stimmte David zu, der zusammen mit Hector auf der Coutch in seinem Wohnzimmer saß. "Sie war zur keiner Zeit ein Feigling."

"Also?" Hector nippte an seiner Bierflasche und bedachte David mit einen fragenden Blick. "Was werden wir unternehmen? Wir haben keine Chance in das Haus zu kommen aber wir können Lilith auf keinen Fall alleine lassen. Sie braucht unsere Hilfe."

"Zweifelslos", bekräftigte David ruhig und schob seine Brille hoch.

Während Ethan seinen Freund und Mentor beobachtete, kreissten seine Gedanken um Lilith. Wäre er am jenen Tag bei dem Mädchen geblieben, wäre sie nun gesund und in Sicherheit. Sie würde nicht wegen einer Schusswunde um ihr Leben kämpfen. Sie würde an seiner Seite sein - lachen und lächeln und glücklich sein. Noch niemals zuvor hatte sich Ethan so hilflos gefühlt. Um das plötzlich aufwallende Gefühl von Schuld wieder abzuschütteln, wandte er sich erneut an Hector.

"Wie sieht's mit Ablenkung aus?"

Fragend wurde Ethan angesehen und er fuhr fort: "Wir locken die Expendables aus dem Haus  und sobald sie außerhalb der Reichweite sind, dringen wir ein und befreien sie."

"Zu gefährlich", erklärte David und Hector fügte hinzu: "Zu wenig Zeit."

"Okay." Ethan versuchte einen anderen Plan. "Dann befreien wir sie in der Nacht. Wenn alle schlafen?"

"Zu gefährlich", kam es wieder von David.

"Zu wenig Zeit", ergänzte Hector wieder.

Ethan schnaupte wütend, während er sich in den Sessel gegenüber von David und Hector fallen ließ. "Was haltet ihr davon auch etwas Initiative zu zeigen?", blaffte er eingeschnappt. "Wir können nicht tatenlos zusehen, wie sie unser Mädchen zu Tode quälen! Es ist unsere verdammte Pflicht sie daraufzuholen, sei es noch so gefährlich!"

Es war keineswegs seine Art so aufbrausend zu sein. Er war immer eine sonnige und lässige Persönlichkeit, mit stets einem Lächeln auf den Lippen, doch so eine Situation hatte es zu keiner Zeit gegeben, und nun erforderte es seine ganze Konzentration um Ruhe zu bewahren.  

"Beruhig dich", mahnte ihn David. "Wir werden alles erdenkliche unternehmen, um Lilith zu befreien. Doch wir sollten aufmerksam vorgehen. Wir dürfen uns keine Fehler erlauben, die dazu führen, das Geschäft von Charles LaCruze zu gefährden."

"Was schlägst du also vor?", fragte Hector und drehte sich etwas zu Seite, um David besser anschauen zu können.

David überlegte einen Moment, dann sagte er langsam: "Ich schlage vor, wir warten."

"Ich fand Ethans Plan besser", bemerkte Hector aus verengten Augen.

"Warum warten?", wollte Ethan wissen. "Ich bin dafür, dass wir ihre schräge Party einfach platzen lassen!"

"Und was ist, wenn wir alle dabei draufgehen? Oder wenn es einer von ihnen gelingt uns gefangen zu nehmen?"

Ethan zog die Stirn kraus. "Haben wir wirklich keine andere Wahl?"

"Nachdem wir keinerlei Hinweis darauf haben, dass die Expendables Lilith gleich vor Ort erledigt haben, besteht die Hoffnung, dass sie sie noch am Leben erhalten"

"Und welche Garantie haben wir dafür?"

"Gar keine, fürchte ich", gestand David. "Aber wir wissen, dass sie Information benötigen. Und solange Lilith dicht hält, haben sie keine brauchbaren Beweise um sie ins Gefängnis zu bringen. Sie werden also Geduld brauchen und das werden wir nutzen...."
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