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Gefühlschaos mit Links!

von KaoTec
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
29.11.2013
30.01.2014
6
17.736
5
Alle Kapitel
17 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
29.11.2013 3.098
 
Autor: KaoTec
Pairing: Sharrkan x Alibaba
Disclaimer: Magi gehört nicht mir sondern Shinobu Ohtaka. Ich habe daran keine Rechte, verdiene damit kein Geld sondern leihe mir lediglich die Charaktere für mein persönliches Vergnügen aus. Diese Fanfiction hat absolut nichts mit dem Manga/Anime zu tun, und alle Handlungen sind frei erfunden.
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Gefühlschaos mit Links!

Ich bin nicht...'knuddlig'







Er hatte sich immer über seine Schwester aufgeregt, die irgendwelche Popstars anhimmelte und sich eine Beziehung mit ihnen ausmalte. Oder zumindest hatte er sich über sie lustig gemacht, und tat das er irgendwie immer noch, weil er es einfach lächerlich fand. Dabei war er wirklich nicht besser.



Alibaba seufzte und blickte auf eine Schuhe, während er hier und da ein paar Grashalme aus rupfte, nur um dann wieder zu seufzen.
Sie hatten mal wieder Sportunterricht, aber er saß hier im Gras und sah nur zu, oder starrte eben auf das Gras. Schuld daran war ein kleiner 'Unfall' bei der letzten Sportstunde, die mit ziemlich viel Anlauf, einer Ablenkung und einem Sprungkasten zusammen hing, was mit einer leichten Platzwunde an seiner Stirn geendet hatte.
Eigentlich war der Blonde gar nicht so schlecht im Sport. Aber seit er auf die Oberschule gewechselt war und die Jahrgangsstufen Aufgrund Lehrermangels zusammen am Sportunterricht teilnehmen mussten, schwankte seine Note zwischen vier und drei hin und her.

„Oi! Alles okay, oder ist dir schlecht?“, wurde er angesprochen und hob den Kopf, nur um zu erstarren und sein Gegenüber anzustarren, der vor ihm in die Hocke gegangen war.
Sharrkan war in der 3. Stufe und so ziemlich das Schönste, was Alibaba in seinem bisherigen Leben jemals gesehen hatte.
Er hatte eine dunkle aber samtig wirkende Haut, weiße Haare, grüne Augen die ab und an golden schimmerten und war für einen Jungen in seinem Alter eigentlich recht 'zierlich' gebaut. Dazu kam noch dieses Lächeln, und sein etwas außergewöhnlicher Style, mit dem er die Lehrer meistens auf die Palme brachte.
Und eigentlich war der 'Unfall' Sharrkans Schuld. Denn hätte dieser in der letzten Sportstunde nicht sein Shirt ausgezogen, wäre Alibaba nicht gegen den Sprungkasten gelaufen, nur um sich den Kopf zu stoßen und dann bewusstlos umzufallen.

„Ähm...alles okay.“, presste der Blonde heraus, um nicht als komplett dämlich zu gelten und rang sich mehr oder minder ein schiefes Lächeln ab.
„Ist nur etwas...heiß.“, schob er hinterher.
Der Ältere nickte nur verstehend und sah zum Himmel, von dem die Sonne herunter brannte. Zwar hatte Alibaba wirklich nicht die Sonne gemeint, aber ihm kam es gerade wirklich recht das es gefühlte 40 Grad im Schatten hatte.
„Sharr! Komm endlich, wir wollen weiter machen!“, kam es gebrüllt vom Feld und der Weißhaarige rollte mit den Augen, ehe er aufstand.
„Wenn du dich weiter so aufregst, bekommst du noch graue Haare, das ist dir klar?“, rief er zurück und grinste nur, als Sinbad eine Schimpftirade los ließ, ehe er sich dem Jüngeren wieder zu wendete und ein „Du solltest dich in den Schatten setzen.“, von sich gab, bevor er zurück auf das Basketballfeld sprintete.

Sinbad war der Ladykiller schlecht hin. Nicht nur von ihrer Schule, sondern offensichtlich von der halben Stadt. Ja'far dagegen war derjenige, der alle Hände voll damit zu tun hatte, den Lilahaarigen von irgendwelchen Dummheiten abzuhalten, oder ihm Notfalls eben die Frauen vom Hals zu schaffen. Dann gab es da aber auch noch Masrur, der eher schweigsam war, sich aber offensichtlich gut mit Sharrkan verstand. Und alle vier zusammen waren das schrägste Gespann, das Alibaba je gesehen hatte. Sie passten überhaupt nicht zusammen, aber auf eine andere Art harmonierten sie miteinander, das es schon fast unnatürlich war.

„Du solltest dringend an deiner Kommunikation arbeiten.“, kam es hinter ihm, was ihn zusammen zucken ließ, während er sich ans Herz fasste, ehe er sich umdrehte, nur um einen grinsenden Hakuryuu im Blickfeld zu haben.
„Ich rede doch mit ihm.“, murrte er zurück und sah dem Schwarzhaarigen dabei zu, wie er sich neben ihm ins Gras fallen ließ.
„Ich bin auch wirklich stolz auf dich, dass es nicht mehr nur einzelne Wörter sind. Trotzdem. Sharrkan ist ziemlich kommunikativ, und wenn du nicht willst das er Monologe führt, solltest du ab und zu mal selbst etwas sagen, anstatt nur auf seine Fragen zu antworten.“

Seit wann Hakuryuu zum Sharrkan-Versteher Nummer Eins geworden war, wusste Alibaba nicht, aber unrecht hatte der Schwarzhaarige zu seinem Leidwesen nicht. Er sollte sich eventuell am Gespräch beteiligen, wenn es da nicht ein Problem geben würde.
„Wenn ich ihn angucke, vergesse ich immer was ich sagen wollte.“, murrte er dann und bekam ein resigniertes Aufseufzen.
„Vielleicht bist du Abends ja lockerer, nachdem du ein bisschen Alkohol im Blut hast.“

Verwirrt sah der Blonde zu seinem Klassenkameraden und Freund, der nur grinste und mit den Augenbrauen wackelte.
„Pass auf! Meine Schwester hat mir Karten für einen Clubbesuch gegeben, zu dem sie selber leider nicht hin kann. Das ganze ist morgen Abend. Und außerdem tritt unser Mystery-Gespann als Liveact auf. Na?“
Kurz herrschte Stille, ehe der Blonde versuchte panisch weg zu krabbeln, da seine Beine schlotterten. Weit kam er allerdings nicht, da sich der Andere sofort auf ihn warf und ihn festhielt.
„Ich kann das nicht! Ich verkrafte das nicht!“
„Nun stell dich doch nicht so an! Irgendwann musst du etwas unternehmen, das kann man ja nicht mit ansehen!“
„Aber es macht mich ja schon irre ihn in seiner auf gepimpten Schuluniform zu sehen. Was mache ich wenn er nur ein Tanktop oder so was trägt? Ich werd mich voll zum Affen machen! Das geht nicht! Ich kann das nicht!“
„Du hörst dich an wie eine alte Jungfer. Ich hol dich morgen um acht ab. Ende der Durchsage! Und wenn es sein muss, dann schleife ich dich eben zum Club.“



Alibaba schniefte und Hakuryuu seufzte, während sie den Weg entlang zum Club gingen. In Weiser Voraussicht hatte der Schwarzhaarige ihn an der Hand genommen, und ihn somit schon ein paar Mal daran gehindert die Flucht zu ergreifen.
„Du hast doch sonst so eine große Klappe. Warum diesmal nicht? Ich glaub das macht ihn an.“, kam es neckend und der Blonde lief rot an, ehe er ein „Schnauze!“, vor sich hin murrte.

Hakuryuu war um 17 Uhr bei ihm aufgeschlagen mit dem Argument, sie müssten ihn, also Alibaba, fertig machen. Denn laut Aussage des Schwarzhaarigen konnte er nicht einfach in irgendwelchen gammligen Klamotten dort aufkreuzen. Zumindest dann nicht, wenn er nicht wollte das Sharrkan die Flucht ergriff und sich im Klo verbarrikadierte.
Zwar bezweifelte der Blonde das Sharrkan sich überhaupt irgendwo verbarrikadierte, aber er nickte einfach nur ergeben und ließ seinen besten Freund machen.
Das Resultat war, das er jetzt in einer schwarzen Jeans steckte, von der er noch nicht mal gewusst hatte das er sie besaß, und ein grünes Longsleeve mit allerhand Ketten und Krimskrams trug. Zu dem ganzen noch Turnschuhe, und fertig war 'Der Traum-Alibaba', wie Hakuryuu es scherzhaft genannt hatte.

Beim Club angekommen, wurden sie dank der Karten, sofort hinein gelassen und Alibaba wurde von seinem Freund direkt ganz nach vorne gezerrt. Dabei hatte er wirklich gehofft das ganze von etwas weiter hinten bestaunen zu können.
„Warum müssen wir nach ganz vorne?“
„Na, willst du lieber die Hinterköpfe der Anderen anstarren oder deinen heiß geliebten Sharrkan?“, kam es amüsiert zurück und der Blonde brummelte unverständliche Dinge in seinen nicht vorhandenen Bart, ehe das Licht dunkler wurde, und sich die Band auf die Bühne begab.

Kurz blinzelte Alibaba um sich an die neuen Lichtverhältnisse zu gewöhnen, ehe er die Stirn runzelte. Am Schlagzeug saß Sinbad, der trotz das er von lauter Trommeln und Becken umgeben war, es immer noch schaffte mit den Frauen zu flirten die in der ersten Reihe standen.
Das Keyboard übernahm Ja'far, der, mal abgesehen davon das er seine Finger dehnte, Sinbad tödliche Blicke zuwarf, die dieser gekonnt ignorierte. Am Bass stand Masrur und guckte wie ehe und je...absolut ernst in die Runde.
Alibaba blinzelte wieder, ehe ihm leicht der Mund aufklappte.
Am Mikro stand, mit Gitarre bewaffnet, Sharrkan und grinste das Publikum erst mal an, ehe er sich räusperte und irgendetwas sagte, bei dem der Blonde sowieso nicht zuhörte.
Er war viel zu sehr damit beschäftigt das Outfit des Weißhaarigen genaustens zu analysieren, und danach ausgiebig zu schlucken.
Sharrkan trug eine enge, schwarze Lederhose und dazu schwarze Chucks. Sein Oberkörper steckte in einem weißen sowie einem schwarzen Tanktop, die einfach übereinander gezogen waren, was aber auf irgendeine schräge Art und Weise tatsächlich stylisch aussah. Aber der Typ hätte einen Müllsack anziehen können, und würde in Alibabas Augen immer noch absolut super aussehen. Der ganze Schmuck, die Ohrringe und die Armreifen machten die Sache dann noch perfekter als sie eh schon war, und er zupfte Hakuryuu am Ärmel.

„Wenn du mir jetzt sagst das du hier raus willst, werde ich dich verprügeln bis du nicht mehr stehen kannst.“, kam es trocken und er schüttelte den Kopf, ehe er auf die Bühne zeigte.
„Ich dachte Sinbad würde singen.“
„Was? Nein! Laut meinen Informationen singt Sinbad wie eine ziemlich unmusikalische Kuh, Masrur will nicht und Ja'far ist die andere unmusikalische Kuh.“, kam die Antwort, die den Blonden etwas verstörte.
„Deswegen haben sie Sharrkan ans Mikro gestellt, da dieser anscheinend der einzige ist der nicht nur einen Ton halten, sondern tatsächlich singen kann.“
„Woher hast du diese Informationen überhaupt?“
„Weil ich so ein guter Freund bin, hab ich Ja'far ein bisschen unauffällig aus gehört.“

Kurz blinzele der Blonde und starrte seinen besten Freund an, ehe er ein „Du hast WAS?“, zischte und in eine leichte Art von Panik verfiel. Wie offensichtlich war das denn?
„Wir reden halt so über alles mögliche, und da sind wir eher aus Zufall auf die Band gekommen und ich hab die Chance genutzt.“
„Ihr redet...über alles mögliche...wieso?“
„Wir sind in derselben Theater AG, schon vergessen? Übrigens spielen wir demnächst Schneewittchen und Ja'far spielt den Prinzen, während ich Schneewittchen spiele. Du solltest es dir angucken.“

Alibaba wusste nicht was er verstörender finden sollte. Das Hakuryuu sogar noch während der Theater AG daran dachte ihm zu helfen, oder das er Schneewittchen spielte und sich somit von Ja'far küssen ließ. Eigentlich fand er Beides so ziemlich verstörend.
Seine Aufmerksamkeit wurde wieder auf die Bühne gelenkt, als die ersten Töne eines Liedes ertönten, und er beschloss darüber später mit Hakuryuu zu diskutieren.

Das Konzert dauerte fast zwei Stunden, und als die Band von der Bühne verschwunden war, löste sich auch das Gedränge auf, da alle an eine der verschiedenen Bars flüchteten um ihre Kehlen zu befeuchten. Und Alibaba wollte einfach nur nach Hause.
Sharrkans Stimme war schon so einlullend wenn er redete, aber wenn er sang, war das gleich noch mal was anderes.
„Ich hab Gänsehaut.“, nuschelte der Blonde und sein Freund neben ihm lachte nur leise, ehe er ihn angrinste.
„Deswegen trägst du ja auch was langärmliges.“
„Hö?“
„Ich war bei einer Bandprobe. Immerhin musste ich ja wissen, was auf dich zukommt. Und ich konnte dich nicht unvorbereitet in dein Verderben laufen lassen. Also habe ich mir angehört, was die so machen und mich dann entschieden, dich in etwas langärmliges zu stecken, auch wenn du darin vor Hitze einlaufen solltest.“
„Du warst...bei einer Bandprobe?“
Der Schwarzhaarige nickte und er sah ihn einfach nur leicht überfahren an.
„Kamst du schon auf die Idee Privatdetektiv zu werden?“
„Eigentlich wollte ich ja Zahnarzt werden, aber wenn meine Noten nicht gut genug sind, ist das eine hervorragende Idee. Ich geb dir dann auch Rabatt.“, kams belustigt und der Blonde rollte nur mit den Augen, ehe er leicht grinste.

„Hakuryuu!“, rief irgendjemand, von irgendwo, und Alibaba sah sich um, ehe er am Ärmel gepackt und mitgezogen wurde.
Der 'Übeltäter' der nach dem Schwarzhaarigen gerufen hatte, war natürlich niemand anders als Ja'far gewesen, und Alibaba verfluchte ihn gerade dafür, das er ihnen anbot sich doch zu ihnen zu setzen.
'Zu ihnen' hieß nämlich, das Sharrkan logischerweise auch am Tisch saß, und er wusste jetzt schon das sein bester Freund nicht ablehnen, und ihn stattdessen zum sitzen zwingen, würde.

Das Bild an diesem Tisch war allgemein etwas seltsam. Oder er war es einfach nur nicht gewohnt. Oder er hatte tatsächlich einen Stock im Hintern, wie Morgiana öfter mal behauptete, in einer Tonlage, als würde sie über das Wetter reden.
Sinbad saß ganz hinten in einer Ecke, mit je einer Frau rechts und links, während die Dritte auf seinem Schoß hockte. Ja'far saß links daneben, warf ihm hier und da ein paar giftige Blicke zu, während er ansonsten entweder in sein Glas guckte oder mit den Augen rollte.
Neben ihm saß Masrur, unbewegtes Gesicht wie immer, während er in einem Cocktail rührte. Alibaba hätte nie gedacht, das Masrur Cocktails trank. Irgendwie passten diese Schirmchen und Glitterstäbchen nicht wirklich zu seinem Gesichtsausdruck.
Auf der rechten Seite von Sinbad saß Sharrkan, allerdings nur von einer Frau flankiert, die ihm halb auf dem Schoß hing.

So schnell konnte der Blonde gar nicht gucken, wie Hakuryuu zu Masrur und Ja'far auf die Bank gerutscht war, und er schwor sich, den Schwarzhaarigen demnächst im Klo zu ertränken. Da nun die Bank nämlich voll war, blieb ihm gar nichts anderes übrig als sich neben Sharrkan zu setzen, der ihn erst einmal blinzelnd ansah, da er ihn offensichtlich erst jetzt bemerkte, und dann erfreut grinste.
„Du bist ja doch mitgekommen!“, verkündete er dann lautstark und Alibaba grinste nur schief, ehe er ein „Äh...ja.“, von sich gab, und sich sofort blöd vorkam.
Es konnte ja nicht so schwer sein normal mit so einem anbetungswürdigen, gut aussehenden, heißen Kerl zu reden. Ach was dachte er da, absolut unmöglich! Zwischen ihm und Sharrkan lagen Welten. Allein schon was das Aussehen betraf.

Er zuckte kurz zusammen und zog die Luft ein, als der Ältere schwungvoll einen Arm um seine Schultern legte und ihn an sich drückte, während er der Bedienung eine Bestellung zurief.
Der Blonde wusste nicht was genau Sharrkan da bestellt hatte, war aber froh das er tatsächlich eine stinknormale Cola bekam. Alkohol hätte er in diesem Moment nicht verkraftet.

Ungefähr eine Stunde und an die sieben Colagläser später, war Alibaba einigermaßen entspannt, oder zumindest saß er nicht mehr stocksteif da, was zum Großteil auch wohl daran lag, das der Weißhaarige seinen Arm weg genommen hatte.
Seine Entspannung hielt allerdings nicht lange, als er über den Tisch blickte und Hakuryuu breit grinsen sah, was er mit einem fragenden Gesichtsausdruck kommentierte. Er wusste ja wirklich nicht was der Schwarzhaarige jetzt schon wieder plante, aber ahnte aus irgendeinem Grund nichts Gutes. Schon gar nicht, wenn dieser momentan mit einer Kamera wedelte.

„Sharr! Wir machen Schnappschüsse! Rutscht mal zusammen!“, kommandierte Ja'far, und der Blonde fragte sich unweigerlich ob sich nicht nur die Welt gegen ihn verschworen hatte, sondern ob Ja'far und Hakuryuu so etwas wie das Teufelsduo darstellen sollten.
„Jawohl mein Meister!“, kam es amüsiert neben ihm.
Alibaba konnte auch gar nicht so schnell reagieren, wie der Ältere auch schon seine Arme um seinen Hals gelegt und ihn zu sich gezogen hatte, nur damit er jetzt in einer ziemlich dämlichen, halb liegenden Position auf der Bank hing.
Also tat er das einzige das ihm einfiel, und streckte die Zunge raus, als Hakuryuu den Auslöser der Kamera betätigte, nur um ihn danach tadelnd anzusehen.
Und während er von seinem besten Freund tadelnd angesehen wurde, drückte ihn Sharrkan noch ein bisschen, während er ein begeistertes „Kawaii!“, ausstieß.

Wie lange genau sie jetzt schon in dem Club waren, war dem Blonden entgangen. Fest stand jedoch, das Sharrkan vor etwas längerer Zeit das Mädchen zu Sinbad abgeschoben hatte, und er selbst aus unerfindlichen Gründen dauernd in den Armen des Weißhaarigen landete, da dieser im angetrunkenen Zustand offensichtlich ziemlich kuschel-bedürftig war, was ihn gelinde gesagt, etwas verstörte.
Und am Anfang war er auch wirklich noch gut darin gewesen, sich den Älteren einigermaßen vom Leib zu halten, und ja er war stolz auf sich. Zumindest bis zu diesem Punkt an dem Sharrkan so etwas wie einen Hundeblick aufgesetzt und ihn damit so überfordert hatte, das er ihn sich einfach schnappen konnte.

So kam es, das der Blonde nun schon seit einiger Zeit in den Armen des Größeren hing, und es über sich ergehen ließ, das dieser ihm alle Naselang durch die Haare wuschelte.
Hilfesuchend sah er zu den Anderen, entschied aber das diese nicht zu gebrauchen waren.
Hakuryuu war sowieso ein Verräter und würde ihm als Letzter hier raus helfen. Sinbad war viel zu vergnügt mit seinen Mädchen und Ja'far hatte sein Gesicht in Hakuryuus Schulter vergraben und jammerte sich sein Leid bezüglich Sinbad von der Seele. Der Einzige der ihn ansah war Masrur, aber ob dieser ihm helfen würde stand in den Sternen.
„Sharr, hör auf ihn anzugraben.“, kam dann doch etwas aus dem Mund des Rothaarigen und Alibaba blinzelte. Das war der erste Satz, den er den ganzen Abend über von seinem Gegenüber gehört hatte.

„Ha? Ich grab hier nichts und niemanden an. Aber er ist so...so...knuddlig.“
Genau DAS, wollte man doch von seinem Schwarm hören! Das man 'knuddlig' war. Er kannte niemanden, der mit jemanden zusammen war, weil er ihn oder sie 'knuddlig' fand. Hundewelpen waren knuddlig. Plüschtiere waren knuddlig. Ab und zu gab es auch knuddlige Omas.
„Ist er ein Hund?“, kam der nächste Satz des Gegenübers und Alibaba versuchte währenddessen seine Gesichtszüge unter Kontrolle zu halten, und nicht verprügelt aus zu sehen, auch wenn er sich so fühlte.
Er war also 'knuddlig'. Was für ein Kompliment. Sein sowieso schon rar gesäter männlicher Stolz, ging gerade mit einem großen Knall über Board.
„Hä?“
„Vergiss es, du bist betrunken.“, seufzte der Rothaarige und deutete auf Alibaba ehe er ein „Lass ihn einfach los, ich glaube er muss weg.“, hinterher schob.

Eigentlich hatte er ja nicht damit gerechnet das Sharrkan auf Masrur hörte, aber er wurde tatsächlich los gelassen.
„Wohin musst du denn?“, wurde er gefragt und er klatschte sich mit ganz viel Mühe ein Lächeln ins Gesicht, als er sich zu dem Älteren umdrehte.
„Ich hab meiner Mum versprochen vor zwölf zu Hause zu sein.“, erwiderte er deswegen und rutschte von der Bank ehe er die Hand zum Abschied hob, was aber außer Sharrkan und Masrur niemand zur Kenntnis nahm, ehe er fast fluchtartig den Club verließ.

„Es ist doch schon drei.“, stellte der Weißhaarige fest und legte den Kopf schief, während er dem Jüngeren hinterher starrte und Masrur nur den Kopf schüttelte.
„Du bist definitiv betrunken.“, nuschelte er dann und rührte in seinem Glas herum.
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