Geschichte: Fanfiction / TV-Serien / Moonlight / Burned

Burned

GeschichteAngst, Fantasy / P16
Beth Turner Josef Kostan Mick St. John
24.11.2013
24.11.2013
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“…but to a vamp, it’s full of smells!” Moonlight season 1, episode 8




Ich habe mir immer Gedanken darüber gemacht, wie ich sterben würde. Ich hatte Angst davor, was mich nach dem Tod erwarten würde. Würde es so sein, als wenn ich schlief? Würde ich noch einen Körper haben, oder nur eine Seele sein, welche alles um sich herum mitbekam, aber doch nichts verändern konnte.

Ich habe davon geträumt wie meine Familie mich beerdigen würde. Wie ich in einem Sarg in die Erde gelassen wurde und begraben wurde.
Doch ich habe nie gedacht, dass der Tod so sein würde.





Noch immer flimmerte die Luft, obwohl die Sonne schon längst untergegangen war. Ich strich mir die Haare aus dem Gesicht und schaute Maria an, welche direkt neben mir ging. Auch ihr war deutlich anzusehen, dass sie sich danach sehnte endlich zu Hause anzukommen.

Ich war mit meiner Freundin auf dem Geburtstag ihres Freundes gewesen. Er war 17 geworden und wir hatten ausgelassen gefeiert. Und wir hatten getrunken. Manche mehr als andere, doch alle etwas zu viel. Nur ich nicht. Ich war nicht der Mensch, der Alkohol oder Drogen brauchte um glücklich zu sein. Nicht um Spaß zu haben.

Maria wollte gerne bei John übernachten, doch unsere Mutter hatte es ihr verboten. Ihr war es lieber gewesen, dass mir mitten in der Nacht durch die Gassen von LA liefen, als dass ihre Tochter sicher in dem Haus von John schlief. Einerseits konnte ich sie verstehen. Ich hätte mir auch Sorgen darum gemacht, dass meine 13 jährige Tochter mit einem Baby  zurückkommt. Andererseits, sollte man sich um diese Zeit wirklich nicht alleine draußen herumtreiben.
Es waren noch ca. 4 Blocks als ich die Stimmen und Schritte hinter uns bemerkte. Mein ganzer Körper spannte sich an und mein Herz begann schneller zu schlagen. Doch ich wollte mir vor meiner Freundin nichts anmerken lassen. Sich hätte sonst nur unnötig Angst bekommen. Trotzdem traute ich mich nicht mich umzudrehen.

Ich legte eine Hand auf Marias Rücken und ging einen Schritt schneller. Sie runzelte die Stirn und schaute mich verwirrt an.
„Was ist los Lia?“, flüsterte sie, doch ich biss mir nur auf die Unterlippe, als ich hörte, dass unsere Verfolger ihre Schritte beschleunigten.

Nun hatte auch Maria sie bemerkt und ihre Augen wurden groß. „Scheiße!“, murmelte sie und kramte schon nach ihrem Handy.
Schnell schüttelte ich den Kopf. „Nein. Dazu ist jetzt keine Zeit. Geh einfach schneller und hoffe darauf, dass sie nicht darauf aus sind uns einzuholen. Ich denke nämlich, dass sie schneller sind, als wir mit unseren Highheels.

Maria nickte zögernd und steckte ihr Handy wieder weg. Nun fielen wir in einen Laufschritt und ich verfluchte Marias Mutter. Lieber ein Baby als eine tote oder vergewaltigte Tochter!

Die Stimmen wurden lauter und ich konnte einzelne Wortfetzen verstehen. „Sexy…..“ „….nehme die da!“ „….. geiler Arsch!“
Mein Herz begann schneller zu schlagen und ich schloss kurz die Augen. Damit war auch die Hoffnung vergangen, dass sie nicht uns verfolgten.

„Zieh deine Schuhe aus und dann lauf!“, sagte ich etwas zu schrill und riss mir meine eigenen Schuhe vom Fuß.
Ich nahm die Hand von Marias Rücken und fiel in einen Sprint. Nun zahlte sich mein hartes Training doch aus. Ich war immer die Beste im Schulteam gewesen. So lief ich und drehte ich mich erst um, als ich ein leises aufkreischen hörte.

In meinem Rausch hatte ich meine Freundin fast vergessen. Mit einem Mal blieb ich stehen und drehte mich abrupt um.
Es war eine Gruppe von ca. 6 Jungs gewesen, welche uns verfolgt hatte.  Alle mussten so zwischen 18 und 20 Jahren alt sein.
Zwei von ihnen hatten Maria gepackt und ein anderer kam von vorne auf sie zu.  Die anderen drei starrten mich an.

Ich dachte sie würden mich nun auch holen, doch sie schauten mich einfach nur an während der eine seinen Unterleib gegen den meiner Freundin presste. Er war blond und ziemlich groß. Ich konnte sehen, dass sie weinte und schrie, doch ich hörte es nicht. Alles um mich herum war dumpf geworden. Meine Knie waren weich und es war als würde etwas in mir zerreißen.

Es war meine Freundin dort. Sie würde von diesen Männern verletzt und vergewaltigt werden, während ich feige weglief. Damit könnte ich nicht leben.
„Hört auf!“, sagte ich und war selber erstaunt über die Stärke in meiner Stimme.

Der blonde Mann hielt inne und drehte sich in einer unmenschlichen Geschwindigkeit um. In nächsten Moment stand er vor mir.
Ich zog scharf die Luft an und ein Schauer lief über meinen Körper. Irgendetwas stimmte hier nicht. Das war nicht menschlich. Niemand kann sich so schnell bewegen. Dann wurde ich ganz ruhig. Wenn es hieß, dass dieser Mann kein Mensch war, gab es auch keine Möglichkeit zu entkommen. Und das würde bedeuten, dass ich den heutigen Abend nicht überleben würde.

„Möchtest du lieber?“, fragte der blonde und lief um mich herum. Ich stand einfach nur da und schaute meine Freundin an. Sie schluchzte herzhaft und ich konnte es ihr nicht verdenken.
„Ja… du kannst es kaum abwarten, nicht wahr? Wir hätten dich laufen lassen. Zwei machen immer so viel Dreck, aber du hast es ja nicht anders gewollt. Kleines mutiges Mädchen.“

Nun stand er hinter mir und legte mir eine Hand auf die Schulter. „Aber hab keine Angst. Du gefällst mir Kleines! Ich denke ich werde mir für dich was überlegen.“
Er vergrub sein Gesicht in meiner Halsbeuge und ich zuckte zusammen. Meine Freundin schrie auf und begann hilflos zu zittern. Die anderen zwei Männer hielten sie noch immer fest.

Ich spürte wie der blonde tief einatmete und sich dann wieder aufrichtete. „Mhm… du riechst gut…“, hauchte er und ging dann um mich herum, bis ich sein Gesicht sehen konnte. Ich zog scharf die Luft ein, als ich es sah. Seine Augen waren groß und von einem unnatürlichen hellblau.  Doch das, was mich am meisten erschrak waren seine Zähne. Seine Eckzähne waren Spitz und nun gab es an meiner Vermutung keine Zweifel mehr. Dieser Mann war kein Mensch.

Meine Mutter hatte mir immer versichert, dass es keine Monster gab. Es gab keine Geister, es gab keine Dämonen, es gab keine Vampire. Doch nun wurden meine Albträume wahr und die Monster aus meinen Büchern lebendig.

„Du hast Angst.“, stellte der blonde fest, doch ich antwortete ihm nicht. Ich denke, dass erwartete er auch nicht. „Verleugne es nicht. Ich kann dein Herz schlagen hören. Bumm bumm.. bumm bumm… Immer wieder und immer schneller.

„Lassen Sie meine Freundin gehen!“, hauchte ich und er lachte. Er hatte gesagt, er wollte mich laufen lassen, doch diese Chance hatte ich verspielt. Ich hatte gesehen, was er war, doch meine Freundin hatte keine Ahnung. Er hatte gesagt, zwei würden zu viel Dreck machen. Vielleicht würden sie mich ja als ihr Opfer akzeptieren.

„Oh… Kleines. Du glaubst wirklich, dass ich sie gehen lassen würde, nicht wahr? Aber sie weiß zu viel… ich kann sie nicht gehen lassen!“
„Sie hat nichts gesehen. Sie hat keine Ahnung. Tun Sie mit mir was sie wollen. Ich werde mein Leben dafür geben, dass Maria leben kann, aber lassen Sie sie gehen!“

Ich wusste selbst nicht, warum ich das sagte. Ich hätte um mein Leben betteln sollen. Hätte sagen sollen: „Nehm sie und nicht mich!“ Ich hätte laufen sollen, als ich noch die Chance dazu hatte, aber das tat ich nicht. Ich spielte die Heldin, obwohl mir schlecht vor Angst war. Doch ich hätte nicht damit leben können. Nicht mit dem Wissen, dass ich Maria hätte retten können und es nicht einmal versucht habe.

Der Blonde runzelte die Stirn und schaute mich an. „Du meinst es ernst nicht wahr? Du würdest wirklich dein Leben, für das deiner Freundin geben. Du bist ein mutiges kleines Mädchen…“
Er hielt inne und schaute sich Maria an. Sie zitterte am ganzen Leib und ich wusste, dass sie noch nicht mit ihrem Leben abgeschlossen hatte. Gut so…

Doch mit seinen nächsten Worten überraschte der Vampir mich ungemein.
„Ich bin einverstanden. Jedenfalls fast. Du wirst dein Leben dafür geben, dass deine Freundin überlebt. Du weißt, dass es wehtun wird?“

Langsam nickte ich. Ja… ich wusste, dass es wehtun würde. Ich hätte mit nichts anderem gerechnet.

„Ich weiß…“, murmelte ich und schloss die Augen.
„Hey hey… ich bin noch nicht fertig. Ich stelle noch ein paar Bedingungen. Du wirst dich nicht wehren. Ich hab es lieber wenn meine Opfer gehorsam sind. Ich habe keinen Spaß am Töten, doch es ist unvermeidbar. Und wenn du schreist, wird sie dafür büßen!

Ich schluckte und nickte
Er kam nun weiter auf mich zu und packte mich mit einer Hand beim Hals. Er drückte zu und ich keuchte.
„Kommt meine Freunde! Wir essen!“, rief er und meinem einem Mal standen auch alle anderen um mich herum. Ich schloss die Augen. Ich wollte nicht mit ansehen müssen, wie sie mich töteten.

„Mach die Augen auf! Ich will dir in die Augen sehen können!“, knurrte der Blonde und ich riss meine Augen wieder auf.
Zwei Männer packten mich an meinen Armen und pressten mich gegen eine Hauswand. Der Blonde ließ meinen Hals los und riss meine Bluse auf. Konnte er mich nicht einfach töten? Warum musste er mich auch noch so leiden lassen.

Marias Knie hatten nachgegeben und sie saß wimmernd auf dem Boden. „Nein….nein…nein….“, sagte sie immer wieder und die Tränen liefen ihr die Wange herunter.

Der Blonde schob nun seine Hand an meinen Brüsten entlang und ich schauderte. Noch immer war es heißer als an jedem Sommertag, aber doch war mir ganz kalt.

„Guten Appetit, meine Freunde!“, rief der Vampir und dann schlug er seine Zähne in meinen Hals. Zur gleichen Zeit spürte ich denselben scharfen Schmerz überall an meinem Körper. Alle 6 Männer bissen gleichzeitig zu und ich konnte den Schrei nicht unterdrücken. Es war ein schrecklicher Schmerz.

Doch ich vergoss keine Träne. Ich musste stark sein für meine Schwester. Ich sah ihr ins Gesicht und formte mit meinen Lippen 4 Worte. „Ich liebe dich!“ und „Lauf!“
Schnell richtete sie sich auf und ging rückwärts in Richtung Straße.

Doch ich wurde immer schwächer. Ich spürte wie das Leben aus meinen Adern floss. Doch als ich sah, dass meine Schwester lief und keiner sie verfolgte, war es mir egal. Ich hatte mein Leben für sie gegeben und ich war froh darüber.  


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Ich hoffe euch hat das erste Kapitel gefallen. Ich würde mich sehr über Kritik freuen :)
Bis Bald


Jennylalala
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