The truth about Varia and Eve Part 3 - Das Wiedersehen

GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
24.11.2013
23.02.2014
9
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Disclaimer: Alle Charaktere aus XWP gehören MCA/ Universal & Ren Pics, ich habe nicht vor mit dieser Geschichte irgendein Copyright zu verletzten, geschweige denn, das Ansehen der Darsteller oder der Charaktere. Dies ist eine rein erfundene Geschichte, welche lediglich die Fantasie der Leser beflügeln soll.
Sexwarning: In dieser Geschichte gibt es graphisch, detaillierten Sex zwischen zwei Frauen, d.h. sie sollte nicht unter 18 Jahren gelesen werden.
Violence/Gewalt: Wenig doch sie wird graphisch beschrieben deshalb ebenfalls ab 18 eingestuft!!
Anmerkung der Autorin: Auch diese Geschichte enthält wieder sehr viel Dialog zwischen den Charakteren. Es sollten Teil 1 und 2 vorher gelesen werden, zum besseren Verständnis der gesamten Serie. Teil 3 spielt drei Wochen nach "Pfad der Rache" und "Einmal Hölle und zurück."
Dieser Teil ist eine meiner persönlichen Lieblingsgeschichten, denn er erzählt was mit den Amazonen geschieht, nachdem Bellerophon sie fast ausgelöscht hat. Ebenso wird die tragische Liebesgeschichte von Eve und Varia fortgeführt und macht deutlich, warum die Liebe neben dem Hass das mächtigste Gefühl von allen ist, und man oft erst innerlich sterben muss, um die Wahrheit zu erkennen...

Viel Spaß beim Lesen.

Eure Blue :o)
O====)=============>



The truth about Varia and Eve Part 3


"Das Wiedersehen"


“Man kann das Schicksal und die Liebe weder voraussehen, noch beidem entgehen, doch man kann es annehmen. Man bedenke, dass man das Schicksal oft auf Wegen trifft, auf denen man versucht hat ihm zu entgehen. Doch Liebe ist, wenn man über einen anderen Menschen mehr nachdenkt als über sich selbst, denn wer um die Liebe kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat verloren...


Rückblick: Nachdem der hohe Rat sie freigesprochen hat, verlässt Eve die Amazonen ganz plötzlich unter dem Vorwand, weiterreisen zu wollen, um ihre Botschaft zu verkünden. Keiner kennt die wahren Beweggründe für ihre schnelle Abreise, selbst Xena und Gabrielle werden davon völlig überrascht. Niemand ahnt, das Varia der Grund dafür ist. Das Gespräch nach dem Kuss bricht Eve innerlich entzwei und sie beschließt, dass es für sie beide nie eine Zukunft geben kann und soll. So verlässt sie die Amazonen endgültig um Varia und sich Probleme und Leid zu ersparen und um ihre Gefühle abzustellen. Doch der Schmerz und die Verzweiflung begleiteten sie, wo immer sie auch hingeht, denn mit der Liebe ist das so eine Sache...





Varia erwachte durch das Prasseln des Regens. Ihr ganzer Körper schmerzte vom schweren Kampf gegen Bellerophons Truppen. Fast das ganze starke Amazonenvolk war im Kampf auf grausame Weise gefallen.

"Gut, das Sahlia nicht hier war. Sie wäre ebenfalls gefallen..." , murmelte Varia leise.

Sie hatte ihre kleine Schwester, lange bevor sie sich mit Ares verbündete, zu einem anderen Stamm weit weg entsandt, um die Nachricht einer großen Vereinigung zu überbringen. Es waren zu dem Zeitpunkt des hinterhältigen Angriffs noch nicht alle Stämme in Griechenland, ein Glück, sonst wären alle dem Tode geweiht gewesen.

"Glück...", dachte Varia trocken, als sie über ihre unzähligen Wunden strich und den Kopf schüttelte.

Die wenigen Frauen, die übrig geblieben waren, halfen das Dorf neu zu errichten und das Tal so gut es ging fruchtbar zu halten. Es war eine schwere Zeit, ihr Volk so schien es, war zum Sterben verurteilt.

Drei Wochen waren nach dem Gefecht vergangen, Xena und Gabrielle waren geblieben und halfen, die Körper der gefallenen Amazonen zu bergen und zu bestatten. Varia hatte sich keine Pausen gegönnt, kaum gegessen oder geschlafen, bis nicht alle ihre ewige Ruhe gefunden hatten. Doch jetzt spürte sie nur noch Erschöpfung. Vor vier Tagen jedoch, kam der erste Lichtblick. Eine der Amazonen die Varia, Sahlia für ihre lange Reise zu dem anderen Stamm zugeteilt hatte, kam ins Dorf zurück und berichtet von der Vereinigung dreier großer Stämme durch Sahlia, und das diese auf dem Weg zu ihnen seien. Die Botin war geschockt als sie erfuhr, was sich in der Zwischenzeit im Dorf ereignet hatte. Auf Varias Bitte hin, eilte sie mit einer Nachricht für die Stammesführerinnen zurück, um diese davon zu unterrichten. Varia wusste, dass die einzige Hoffnung auf ein Überleben ihres Volkes, diese drei Stämme waren. Trotz ihrer Erschöpfung konnte sie nicht einschlafen. Wenn sie zur Ruhe kam, wollten die Bilder der Schlacht nicht aus ihrem Kopf.

Auch der Verrat an Gabrielle lastete schwer auf ihren Schultern. Gabrielle hatte ihr verziehen, doch Varia wusste, das Xena das noch lange nicht getan hatte. Sie hätte Gabrielle mit größer Wahrscheinlichkeit getötet, erschossen mit einem Pfeil, hätte Xena sie nicht davon abgehalten...

Gabrielle hatte ihr zwar das Amt der Königin zurückgegeben, doch damit auch eine schwere Bürde. Aber der körperliche Schmerz war nichts im Vergleich zu dem, der tief in ihrer Seele tobte und sie leiden ließ. Schon bei und auch vor der Schlacht, war sie nicht mehr dieselbe gewesen. Sie war unkonzentriert, reizbar und verletzlich. Wäre sie wie früher gewesen, hätte Bellerophon sie im Dorf nicht so leicht überwältigen können, wäre sie so wie einst, hätte sie sich niemals auf den Deal eingelassen, Gabrielle zu töten um Xena Schmerz zuzufügen. Ihr war mehr als nur bewusst, was mit ihr geschah, was in ihr vorging und was ihr fehlte, doch sie wusste, dass es zu spät dafür war. Dieser Gedanke ließ Varia jeden Tag in ein gähnendes Loch fallen. Die übrigen Amazonen hatten längst bemerkt, das ihre Königin mit absoluter Vorsicht zu genießen war, doch sie schoben es auf den harten Kampf und den Druck der auf Varia lastete.

Das sie oft heimlich weinte bemerkte niemand - außer Xena. Der Kriegerprinzessin war schon lange aufgefallen, dass mit der jungen Königin etwas nicht stimmte. Trotz ihrer Wut wegen der Sache mit Gabrielle mochte sie Varia, sie glaubte immer noch an die Amazone und hegte schon länger den Verdacht, dass es ihr nicht so gut ging wie sie vorgab. Varia würde nie vergessen, wie Xena zu ihr kam, sie um ein Gespräch bat und wie sie die Kriegerin belog. Sie gab vor, vom Kampf geschockt zu sein und das Geschehene erst einmal verarbeiten zu müssen, war jedoch sehr dankbar für die Hilfe und den Rat den Xena ihr anbot, im Bezug auf den Wiederaufbau des Dorfes und einige Verteidigungsmaßnahmen.

Es hatte gut getan mit ihr zu reden und Varia hoffte, dass sie was ihre "Sorgen" betraf, überzeugend genug war um Xena zu beruhigen. Trotzdem war es ihr sehr unangenehm gewesen, dass Xena sie zum zweiten Mal weinen sah. Sie erinnerte sich unweigerlich an Xenas Worte.

"Weinen Varia, ist kein Zeichen von Schwäche sondern von Stärke."

"Eine schöne Stärke ist das...", fluchte Varia, als sie sich im Bett aufsetzte und den Nacken rieb.

Ein kleiner Spaziergang würde jetzt helfen, ein Spaziergang und ein Krug Wein. Sie griff sich ihre Stiefel und den Krug, trat hinaus ins Freie direkt in den warmen Nachtregen, der sie sofort einhüllte.

Sie ahnte nicht das sie beobachtet wurde...

Die Lichtung war ihr in der einsetzenden Dämmerung vertrauter als am Tage, denn es zog sie fast jede Nacht an diesen Ort. Die Flucht in die Dunkelheit, ins Vergessen.

Der Abend war identisch mit dem als...

Varia seufzte laut.

Als Eve einfach fortgegangen war...

Der erste Schluck Wein ging direkt in ihren Kopf.
Der Zweite wärmte ihre müden Glieder.
Der Dritte ließ all die Erinnerungen an Vergangenes schmerzhaft zurückkehren und der Rest des Kruges, leerte sich von allein...

(xxx)

Das kleine Kind schlief fest in ihrem Arm.
Sie übergab es seiner Mutter, die es in eine kleine Holzwiege nahe der Feuerstelle legte.

Eve hatte wirklich vorgehabt nach Chin zu reisen, doch auf ihrem Weg dorthin war ihr soviel Leid und Elend in ihrem eigenen Land begegnet, dass sie ihr Vorhaben mit dem Schiff in ein neues Leben zu segeln, vorerst aufgegeben hatte. Das kleine Mädchen war sehr krank gewesen, einen Arzt hatte sich die arme Familie nicht leisten können. Eve hatte die Mutter bettelnd und weinend in der letzten Stadt gefunden, die sie durchquert hatte und sich ihrer angenommen. Die Eltern waren ihr unendlich dankbar gewesen für ihr Hilfe und das Baby hatte sich dank Eves Wissen und der Heilkräuter, gut von der Lungenentzündung erholt. Während die Mutter die kleine Wiege schaukelte, trat Eve hinaus ins Freie.

Leise schloss sie die Tür hinter sich. Unter dem Vorbau des Daches lauschte sie in die Nacht, hörte dem leisen Rauschen des Regens zu und ließ ihren Gedanken freien Lauf. Drei Wochen etwa war es her, seit sie den Amazonen den Rücken gekehrt hatte, seit sie, Eve schluckte den Kloß in ihrem Hals herunter, seit sie Varia verlassen hatte. Immer wenn sie in Bewegung war, wenn sie anderen half war sie abgelenkt, doch in solchem Momenten wie diesem, wenn sie alleine war, wurde der Schmerz unerträglich. Jede Nacht lag sie wach und fragte sich, ob ihre Entscheidung richtig gewesen war, jede Nacht sah sie Varias Gesicht vor sich...

"Warum ist das alles nur so schwer?", seufzte sie tief, bevor sie zurück in das Haus ging.

(xxx)

Der nächste Morgen brachte Übelkeit und Kopfschmerz.
Aus einem Krug Wein, waren drei geworden.
Müde saß Varia auf der Bettkante und kämpfte gegen den Schwindel, als ein Klopfen den Nebel in ihrem Kopf vertrieb.

"Meine Königin?", erklang Zyanes Stimme von draußen.

"Ich komme...", sprach Varia mit trockenem Mund, "... was willst du?!"

Zyane war zutiefst erschrocken, als sie Varia so sah. Deren Haar war zerzaust, dunkle Augenringe zierten ihr markantes Gesicht, ihre Augen waren geschwollen und beißender Weingeruch ging von ihr aus.

"Was ist denn nun?", fragte sie ungeduldig.

"Ahh...", Zyane starrte Varia mit offenem Mund an, "... die...ahh... Botin... ist zurück mit Nachricht von Sahlia.", stotterte sie.

"Gut. Ich komme sofort..."

"Meine Königin...", begann Zyane.

"WAS??", zischte Varia, so das Zyane unweigerlich einen Schritt zurück trat.

"Nichts... entschuldigt mich bitte..."

Sie wollte gerade gehen ,als Varia sie am Arm festhielt.

"Entschuldige...", sagte sie leise, "... ich bin wohl noch etwas..."

"Betrunken...", erwiderte Zyane tonlos, während sie Varia von oben bis unten musterte.

"Was hast du grade gesagt?", Varia hob bedrohlich die Augenbraue.

"Meine Königin... ich möchte ehrlich sein ohne euch zu kränken, doch euer Verhalten ist dem Rest von uns nicht verborgen geblieben."

Varia blinzelte als Zyane fortfuhr.

"Ständig, Abend für Abend, verlasst ihr das Dorf und kommt spät in der Nacht, völlig betrunken zurück und..."

Sie stoppte als Varia sich zu ihrer vollen Größe aufrichtete und sie mit ihren Blicken fixierte.

"Was willst du damit sagen?", kam es gefährlich von ihr, doch Zyane ließ sich nicht aus der Ruhe bringen.

"Wir machen uns Sorgen um euch, versteht ihr das nicht? Unsere Königin ist seit Wochen nicht mehr dieselbe. Ihr zieht euch nur noch zurück, seit launisch und nicht mehr bei der Sache und... wir fragen uns langsam..."

"Was fragt ihr euch?“, sprach Varia aufgebracht.

"Nur wir fragen uns, was mit unserer starken und furchtlosen Königin passiert ist? Ihr habt uns immer Kraft gegeben, uns aufgebaut, zumindest war es sonst so, doch jetzt. Ihr lasst euch kaum noch sehen und überlasst euer Volk sich selbst, als hättet ihr all euren Mut und eure Liebe zu uns verloren!", sprach Zyane entschlossen.

Varia sah sie erschrocken an und Zyane überlegte sich ihre nächsten Worte ganz genau.

"Wenn ihr euch nicht mehr in der Lage fühlt euer Volk zu führen solltet ihr... solltet Ihr euer Amt abgeben!"

"............"

"Kommt endlich aus eurem Loch und seid für euer Volk da, oder gebt das Amt ab. Verlieren werdet ihr es so oder so wenn ihr nicht endlich zu euch kommt. Ich werde die Botin in Empfang nehmen und mich vorerst um alles kümmern, denn eine Königin scheinen die Amazonen nicht mehr zu haben!!"

Damit wandte sich Zyane ab. Ihre Worte hatte ihre Wirkung nicht verfehlt und lagen Varia bitter auf der Zunge.

"Sie hat Recht... so kann und darf es nicht weitergehen...“, dachte sie, als die Tür hinter ihr zufiel, "... mein Volk braucht mich.", flüsterte sie, bevor sie sich im Spiegel betrachtete.

"Aber so kann ich auf keinen Fall..."

Sie ging vor die Tür und winkte eine der Frauen zu sich.

"Bring bitte ein Handtuch und Seife zu der Höhle mit den warmen Quellen.", sagte sie sanft.

Die Frau nickte eilig und verschwand. Währendessen säuberte Varia ihre Hütte, die vielen Krüge warf sie weg, die halbvollen und vollen nahm sie mit vor die Tür.

"Es wird Zeit wieder ins Leben zurückzukehren...", sprach sie leise, während sie dabei zusah, wie der Wein Krug für Krug im Sand versickerte.

Minuten später saß sie im warmen Wasser der natürlichen Therme, welches ihre Gedanken klärte und ihr neues Leben einhauchte.

(xxx)

"Was bringst du für Nachrichten, Freya?", fragte Zyane, als sie die Botin willkommen hieß. Auch Xena und Gabrielle hatten sich mit eingefunden. Nachdem blutigen Kampf hatten beide beschlossen noch zu bleiben, Xena hatte vollstes Verständnis dafür, dass Gabrielle ihrem Volk helfen wollte. Insgeheim machte sie sich selbst Sorgen um die Zukunft der Amazonen, doch noch mehr um Varia. Sie hatte sofort gemerkt, dass die Königin sie damals im Gespräch belogen hatte und sie fragte sich ständig, was es wirklich war, das die furchtlose Kriegerin so verändert hatte.

Gabrielle war Varias Gemütszustand ebenfalls nicht entgangen und so bot sie Zyane an, das Amt für eine gewisse Zeit wieder zu übernehmen, in der Hoffnung, dass Varia sich fangen würde.

"Wo ist unsere Königin? Die Nachricht ist an erster Linie an sie gerichtet.", sprach Freya und sah sich suchend um.

Gabrielle sah Zyane an die mit einem Kopfnicken verneinte.

"Nun...Freya. Die Königin... Varia ist momentan...", begann Gabrielle.

"Hier, so wie es sich gehört!", erhob sich Varias Stimme.

Sie sah erholt aus, ja fast lebendig und Zyane warf ihr ein Lächeln zu, welches Varia mit einem Kopfnicken quittierte. Sie reichte Freya die Hand zum Gruß, nickte Xena und Gabrielle ebenfalls zu und setzte sich, in die Mitte des Kreises an ihren Platz.

"Entschuldigt die Verspätung meinerseits. Nun Freya, berichte bitte."

"Gern, meine Königin. Ich habe wie befohlen eure Nachricht überbracht und soll euch tiefstes Mitgefühl von den Stammesführerinnen ausrichten. Sie waren sehr bestürzt über die Vorkommnisse. Die Stämme werden uns bald erreichen, Sahlia hat ihre Sache sehr gut gemacht, wenn ihr mir die Bemerkung erlaubt. Ihr könnt sehr stolz auf sie sein."

"Ich danke dir, du musst erschöpft sein, bitte geh und ruh dich etwas aus.", wies Varia die Botin an.

"Ich danke euch, meine Königin.", sprach sie, bevor sie sich verneigte und den Kreis verließ.

"Nun... da ich...", Varia hustete, "... da ich längere Zeit abwesend war, würde ich gerne wissen, was es Neues gibt im Bezug auf die Arbeiten im Dorf."

Sie sah Zyane fragend an, als die das Wort ergriff...