The truth about Varia and Eve Part 2 - Pfad der Rache Uncut

GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P16 Slash
24.11.2013
24.11.2013
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Das Bild, das sich Xena und Gabrielle bot, als sie das Gebiet unweit des Dorfes erreichten, war grausam. Überall lagen die Leiber toter, römischer Soldaten, gefallen in der Schlacht oder exekutiert von den Amazonen.

"Exekutiert?! Seit wann tun Amazonen so etwas Unehrenhaftes?", dachte Xena.

Ein Pfeil bohrte sich direkt vor ihren Füßen in den Boden, anhand der Farbe erkannte Xena, Zyanes Stamm. Kurz darauf traten einige bewaffnete Amazonen aus dem Schutz des Dickichts hervor. Im Gespräch erfuhren Xena und Gabrielle von Varias Befehl, niemanden in das Tal zu lassen. Xena appellierte an Zyane sie passieren zu lassen, die Amazone gab nach und erzählte  beiden, das der große Rat bald zusammentreten würde, um über Eve zu richten und das dort die Möglichkeit bestehen würde, mit Varia zu reden.

"Wisset...“, sprach Zyane, bevor sie aufbrachen, "...vielen von uns gefällt der Weg nicht, den Varia uns führt."

(xxx)

Eve indessen hatte die Augen geschlossen, als Varia erneut zu ihr kam.

"Es ist Zeit für dich, gerichtet zu werden Livia!"

Eve öffnete sie erst, als Varia genau vor ihr stand.

"Du verstehst immer noch nicht oder, ich bin gekommen um des Friedens Willen..."

Varia schenkte ihr und ihren Worten jedoch keinerlei Beachtung, was Eve innerlich wütend machte.

"Ich möchte sofort Sahlia sprechen. Wo ist sie?", sprach sie mit fester Stimme.

Varia schenkte ihr ein fieses Lächeln.

"Du möchtest was?"

"Du hast mich schon verstanden!", zischte Eve, während Varia sie umrundete.

"Das du es überhaupt wagst, nach ihr zu fragen oder ihren Namen in den Mund zu nehmen."

"Varia, ich will mit ihr sprechen!"

"Es tut mir außerordentlich leid, dich enttäuschen zu müssen, doch Sahlia ist leider nicht mehr hier.", sagte sie gespielt traurig.

Eve erstarrte.

"Du hast doch nicht etwa gedacht das...", Varia kicherte, "...das du sie hier wiedersehen würdest, oder?!"

"Varia, wo ist sie? Was hast du mit ihr gemacht?", fragte Eve beunruhigt.

Varia lachte erneut.

"Du hast sie damals wirklich richtig eingewickelt und sie sehr verändert. Ich ließ mir nichts anmerken, doch ich wusste, dass genau das passieren würde. Allein schon dieser Eli Unsinn, ab da schwor ich mir, dich dafür leiden zu lassen."

Eve schnaubte verächtlich.

"Es passt mir sehr gut, dass sie momentan nicht hier ist, ich liebe sie wirklich aber sie hätte sich bloß eingemischt und nicht zugelassen, was ich bald mit höchster Freude tun werde, verstehst du? Ich werde dich hinrichten lassen, ohne das sie jemals etwas davon erfahren wird. Sie wird denken, dass du sie vergessen hast, wie findest du das?"

"Varia, du bist ein Monster!!", keuchte Eve entsetzt.

"Nein meine Liebe...DU bist das Monster!!!" , fauchte sie, "...wie auch immer sie wird dich vergessen, unwissend das du längst tot bist. Sie ist meine kleine Schwester, die Zweite wie du sicherlich noch weißt, denn die Erste hast du ja auf dem Gewissen. Ich werde nicht zulassen, dass du mir nochmal einen geliebten Menschen nimmst. Dein Tod Bestie von Rom, wird mein ganz persönlicher Neuanfang sein, denn mit Ares Hilfe, werde ich die Amazonen zu einem der stärksten Völker dieser Erde machen!", sprach sie siegessicher.

"Du bist doch schon so von Wut und Hass zerfressen, dass du nicht einmal merkst, wie du dein Volk langsam in den Untergang führst! Wäre ich noch Livia, wären du und deine Amazonen längst vernichtet und ich wäre mit mehr als nur einer kleinen Eskorte gekommen...und das weißt du auch!", sprach Eve bedrohlicher, als sie eigentlich wollte. Blitzschnell zog Varia ihr Schwert.

"Spar dir deine Worte, denn wenn es nach mir gehen würde, würde ich dir sofort die Kehle durchschneiden und dich langsam verbluten lassen, während ich dir dabei zusehe...um meiner Frieden Willen!", zischte Varia zornig.

"Du wirst keinen Frieden finden!", funkelte Eve sie an.

"Nana was ist das denn für ein Ton? Solche Worte? Und das von der Botschafterin des Friedens!? Nun du ich denke, ich werd es darauf ankommen lassen!", grinste die Königin hinterhältig.

Eve drehte den Kopf weg.

"Wie auch immer, du Botin der Liebe..." Varia lachte laut, als sie die Worte aussprach, "...Botin der Liebe...gerade du. Eines der schlimmsten Monster auf Erden. Wo bleibt da noch die Gerechtigkeit? Wie dem auch sei... du wirst sterben, dafür sorge ich und wenn es das Letzte ist, was ich tue."

"Hör auf zu reden Varia und lass uns endlich gehen.", unterbrach Eve sie barsch und ruckte heftig an ihren Fesseln. Varia riss Eve an sich und sah ihr genau in die Augen.

"Mit dem größten Vergnügen..."

(xxx)

Wenig später fand sich Eve mitten im Kreis der mächtigsten Amazonen wieder.

"Diese Frau wurde unter Androhung der Todesstrafe aus unserem Land verbannt, nun kehrt sie mit Unterstützung römischer Truppen zurück. Die berüchtigte Hure Roms Livia....", begann Varia ihre Rede, bevor eine bekannte Stimme ihren Wortschwall bremste.

"Ihr Name ist Eve!"

Alle Köpfe drehten sich in Xenas Richtung.

"Verflucht, die fehlen mir jetzt noch!!"\, dachte Varia, als sie Xena und Gabrielle sah, gab jedoch den Wachen ein Zeichen den Weg für die Kriegerprinzessin frei zu geben.

"Diese Hände haben unsere Schwestern in die Sklaverei geführt!", erhob sie erneut das Wort, während sie energisch an Eves Ketten riss, "...eine Namensänderung löscht keine Verbrechen!!"

"Königin Marga hat diese Verbrechen vor Jahren abgeurteilt...", begann Xena.

"Und verfügt, dass sie hingerichtet werden soll, wenn sie je wieder Amazonenland betritt!!", schnitt Varia ihr das Wort ab.

"Dies ist eine Versammlung des großen Rates, als Nichtmitglied hast du kein Anhörungsrecht!", warf eine der anderen Amazonen ein.

"Ohne meine Tochter, geh ich hier nicht weg!!", sprach Xena bedrohlich.

Gabrielle war vor Xena getreten und bat alle Anwesenden sich zu beruhigen. Sie wies darauf hin, dass sie das Recht als Amazonenkönigin besaß zu sprechen. Sie gab sie dem Rat die Anweisung, dass Xena mit ihrer Erlaubnis hier sei und das sie das Recht hätte, ihre Tochter zu verteidigen.

"Wenn sie bleibt, muss sie sich unserem Gesetz beugen!", sprach die Amazone erneut.

Xena willigte ein und Varia fuhr fort. Mit Schrecken hörte der hohe Rat ihre Geschichte. Eve erinnerte sich genau daran, wie Varia damals mit erhobenem Dolch hinter ihr stand.

"Ich hatte die einmalige Chance, ich hätte die Welt von der Bestie Livia befreien können, doch ich war noch sehr jung...ich hatte nie zuvor getötet!"

Varia berichtete, wie sie der Mut verlassen hatte, als Livia sich zu ihr umgedrehte, wie die Bestie Roms sie geschickt zu Fall brachte und ihr Schwert schon zum tödlichen Schlag erhoben hatte, als ihre kleine Schwester Thura sich losriss, sich vor sie geworfen hatte und Livia kaltblütig ihr Schwert auf das junge Mädchen niedersausen ließ.

"Hätte ich sie getötet hätte, ich meinen Stamm und meine Schwester noch...", Varia sammelte sich, "...ich kann die Vergangenheit nicht ungeschehen machen, aber wir können sie gutmachen in dem wir Rache üben!"

Xenas Blick war auf ihre Tochter gerichtet.

"Varia sagt die Wahrheit...ich habe all diese schrecklichen Dinge getan.", sprach Eve leise.

"Die Angeklagte hat ihre Verbrechen gestanden, ihre Schuld steht außer Frage, jetzt bleibt nur noch zu entscheiden wie die Strafe ausfallen soll."

"Das Gesetz sagt es ganz klar, entweder Tod oder Verbannung!", sprach die rothaarige Königin.

Varia mischte sich erneut ein.

"Sie WAR verbannt...und kam zurück, diesmal wird sie sterben!"

Varia sah Eve hasserfüllt an. Xena wollte sich einmischen doch Gabrielle hielt sie zurück.

"Alle die für die Hinrichtung, der Livia von Rom alias Eve stimmen, mögen aufstehen damit sie gezählt werden!"

Mit Entsetzen und Fassungslosigkeit musste Xena mit ansehen, wie sich der gesamte Kreis ohne ein Wort erhob.

Varia zog ihr Schwert.

"DU WIRST SIE NICHT HINRICHTEN!!!!", schrie Xena.

Gabrielle mischte sich ein.

"Nach dem Gesetz, hat Xena das Recht die Angeklagte zu verteidigen!"

"Sie hat gestanden, was kann zu ihrer Verteidigung noch gesagt werden?", sprach Varia ungeduldig.

Zyane ergriff das Wort.

"Xena und Gabrielle haben viel für uns getan, wir werden ihnen das zugestehen."

"Du hast eine Stunde für ihre Verteidigung!", sprach die große dunkelhäutige Königin.

Varia und der Rat zogen sich zurück

"Hast du das Schwert gesehen das Varia trägt?" fragte Xena.

"Eve hatte auch so eines, als sie noch Livia war." sprach Gabrielle erstaunt.

"Genau und sie hatte es von Ares!", zischte Xena wütend, bevor sie Varia hinterher ging.

(xxx)

Wenig später hatte sie die Königin eingeholt.

"Varia...", begann Xena, "...Königin Marga glaubte, dass du mal ihre bedeutende Nachfolgerin werden würdest. Sie bat mich, dich dafür auszubilden...jetzt sehe ich, ich habe versagt!"

"Ich bin dir dankbar für die Ausbildung, doch ich stehe jetzt auf eigenen Füßen.", erwiderte die Amazone.

"Ach wirklich?!"

Xena griff wortlos an. Es war eine schnelle, präzise Attacke ihrer Hände, die Varia ohne Probleme abblockte. Xena stoppte.

"Jeder, bei dem ich mal diesen Schlag angewendet habe ist tot, alle außer Ares, er bildet dich jetzt aus stimmts? Warum!?"

"Er hilft mir eine große Nation aufzubauen."

"Er interessiert sich dich nicht für dich oder die Amazonen..."

Verzweifelt versuchte Xena, Varia klarzumachen dass man ihm nicht trauen durfte, dass sie ihn nicht brauchen würde, er alles kaputt machen könnte und das sie stark genug wäre, die Amazonen alleine zu führen. Das sie die Richtige sei, doch Varia ließ sich nicht davon abbringen. Eine Amazone betrat den Raum.

"Man wartet auf deine Verteidigungsrede."

"Xena, leider hast du Unrecht...ich brauche ihn." sprach Varia,  als sie der Kriegerin den Rücken zuwandte und sie alleine ließ.

Kurz darauf wurde die Verhandlung fortgesetzt und Xena übernahm die Verteidigung ihrer Tochter. Zielsicher fragte sie zuerst, warum Livia Varias Stamm überhaupt überfallen hatte.

"Sklavinnen...", erwiderte Eve tonlos.

"Sklavinnen? Warum sollte ein römischer General eine Legion durch Wald und Sumpf führen, nur um die wildesten Kriegerinnen einzufangen, in der vagen Hoffnung durch ihren Verkauf ein Geschäft zu machen? Was steckt wirklich dahinter!!??"

Flüsternd wand sie sich an ihre Tochter.

"Eve, Ares führt die Amazonen in einen selbstmörderischen Krieg gegen die Römer, du musst ihnen sagen wie er dabei vorgeht, auch wenn dir dein Leben gleichgültig ist...das der Amazonen darf es dir nicht sein!"

"Als wenn ich das nicht schon wüsste...“, dachte Eve im Stillen.

"Ich habe all diese Verbrechen begangen Mutter, ich muss die Wahrheit sagen!"

"Ja, aber die ganze Wahrheit!", Xena sah ihre Tochter eindringlich an und Eve begann zu erzählen.

Sie berichtete von ihrem Auftrag im Namen Roms, neue Provinzen zu erobern, als Ares ihr erschien und ihr die Amazonen schmackhaft machte.

"Er sagte was wohl die Welt dazu sagen würde, wenn ich die Amazonen besiege. Ich war dagegen, da sie für mich nicht lukrativ genug waren. Dann erzählte er mir von Gurkan, einem Kriegsherrn im Orient der eine Vorliebe für exotische Frauen hatte. Ich ließ mich überreden um die Amazonen zu stürzen und sie als Sklavinnen dorthin zu verkaufen..."

Eve sah beschämt auf den Boden und Xena ergriff das Wort.

"Also steckte Ares hinter dem Ganzen?!"

"Ja...", kam es leise von Eve.

Die Amazonen sahen einander fragen an.

"Ares will eine starke Amazonennation!", sprach Varia schnell, als sie den Zweifel in den Augen der anderen Ratsmitglieder sah, "...er hilft mir sie aufzubauen...", doch ihre Worte klangen nicht mehr so sicher vom Zweifel, der sich auch in ihr auftat. Hatten Xena und Eve doch Recht?

"Nein, dass konnte nicht sein, oder doch?!"

Sie hatte ihn erlebt, er schien mehr als nur glaubhaft. Würde Xena sie belügen?
Varia wusste, dass sie eigentlich auf Xenas Worte vertrauen konnte, doch war es ihr eigen Fleisch und Blut, dass dem Tode nah war.

"Würde sie mich belügen, um sie zu beschützen?!"

"Ich erfahre die Wahrheit von ihm!", sprach sie energisch, bevor sie sich erhob, ohne jemanden in der Runde auch nur eines Blickes zu würdigen.

"Ihr solltet euch das Urteil sehr gut überlegen, denn damit legt ihr die Zukunft eures Volkes fest!", sagte Xena mit Nachdruck in die Runde.

"Du bist gehört worden Xena, jetzt entscheiden wir Amazonen."

Die Verhandlung wurde erneut unterbrochen und Eve zurück in die Hütte gebracht. Auch Xena zog sich zurück, jedoch unter der Androhung das, sollte es Gabrielle nicht schaffen ihre Tochter zu retten, sie Eve mit ihren eigenen Mitteln hier herausholen würde. Gabrielle sprach sich dafür aus der Beratung beizuwohnen, um alles zu versuchen, was in ihrer Macht stand...