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Never Surrender

von Andoblade
GeschichteMystery / P16 / Gen
Mio Akiyama Ritsu Tainaka
23.11.2013
30.11.2013
16
23.105
1
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Dieses Kapitel
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23.11.2013 1.499
 
„Warte“, rief der Braunhaarige als er Mio hinterher lief. Diese lief einfach immer weiter, bis sie fast vor Erschöpfung umgefallen wäre. Nun holte er sie langsam ein. Mio stand dort mit dem Rücken zu ihm. Er legte seine Arme um sie. „Alles wird gut“, flüsterte er in ihr Ohr. Sie schüttelte den Kopf. „Nichts wird gut. Er hasst mich und ich habe meine Seele dafür verkauft“, flüsterte sie. „Ich werde alles daran setzen, dass alles wieder gut wird“, versprach ihr der Braunhaarige. „Danke, aber das musst du nicht. Es ist nun einmal so und daran wird sich nichts mehr ändern lassen“, gab sie zurück und weiter leise. Nun drehte Kazu sie langsam um und wischte der Schwarzhaarigen sanft die Tränen weg. „Wie lange?“, fragte er leise und hoffte mit zehn Jahren. Mio schüttelte den Kopf. Sie wollte es ihm nicht sagen. „Bitte….“, flüsterte er. Mio schwieg noch etwas, doch sie entschied ihm die Wahrheit zu sagen. „Zwei Jahre“, flüsterte die Schwarzhaarige und schaute schnell weg. Nun legte Kazu sanft seinen Zeigefinger an ihr Kinn und drehte ihr Gesicht zu sich. „Wir bekommen das hin. Ich werde den Vertrag sicher irgendwie auflösen können“, sagte er ruhig. Mio dachte nicht so positiv. „Wenn du den Vertrag auflösen kannst und ich meine Seele zurück bekomme…dann wird Ryo auch wieder im Rollstuhl landen. Bitte Kazu belassen wir es dabei. Es ist eh nicht mehr zu ändern“, flüsterte sie niedergeschlagen.

Ritsu war verwirrt. Mio hatte es getan, nachdem sie es ihr verboten hatte. Sie fühlte Wut, aber auch Enttäuschung. Wieso hatte Mio es sie nicht einfach tun lassen? Es wäre alles viel einfacherer gewesen. Zumindest dachte die Braunhaarige das. „Immer noch hier?“, fragte Ryo kalt. „Ja…“, flüsterte sie kleinlaut. „Und was willst du?“, fragte Ryo und sein Ton verändert sich nicht. „Ich will dir sagen, dass ich dich nicht hasse. Ich habe über reagiert“, sagte sie leise. „Passiert schon mal“, keine Veränderung in seiner Stimme. Die Braunhaarige hatte eine Idee. Sie packte Ryo am Arm und drehte sich zu ihm. „Meine Gefühle zu dir haben sich nicht verändert…“, flüsterte sie leise. Der Blick des Braunhaarigen war wie Stein. Ritsu näherte sich ihm und legte ihre Lippen auf seine. Sie küsste ihn sanft. Ryo versuchte stand zuhalten, aber Ritsu merkte, dass er sie am liebsten zurückgeküsst hätte, doch er zog es vor nichts zu tun. Dies Tat ihr sehr weh. „Also falls du deine Meinung änderst…du hast meine Nummer ja noch….bitte melde dich ja?“, bat Ritsu leise. Sie bekam keine Antwort. Sie seufzte. „Ist ja gut…ich geh ja schon…“, murmelte sie beleidigt. „Bis dann“, sagte Ryo ernst und verließ das Zimmer, während Ritsu das Haus verließ.

Die Braunhaarige stand nun vor dem Haus. Sie blickte sich um, doch sie fand keine Spur von Mio oder Kazu. Sie seufzte erneut. Nun ging sie langsam los. Sie hatten ja kein Auto mehr und irgendwie mussten sie ja noch Hause kommen. Es war ein langer weg, weswegen Ritsu ungern gelaufen wäre, doch sie musste. Sie schlenderte traurig die Straße entlang. Warum war Ryo nur so fies zu ihr? Sie hatte ihm nichts getan. Sie lief langsam weiter. Sie wollte einfach nur noch sich auf das Jagen Konzentrieren. Einfach keine Gefühle mehr an sich heran lassen und nicht mehr über Ryo nachdenken. Nach einer Weile sah sie in er ferne zwei Gestalten stehen. Sie schienen sich zu umarmen. Dies störte sie nun wieder etwas, da sie, obwohl sie es nicht wollte an sich und Ryo denken musste. Sie schüttelte nur den Kopf und versuchte nicht auf die beiden zu Achten. Es war schwer und es schmerzte, doch sie würde das schon überstehen. Sie überlegte lang worüber sie nachdenken sollte. Dann fiel ihr ein, dass sie etwas lernen konnte. Sie versuchte sich an das zu erinnern, was Mio über Djinns gesagt hatte. Sie vergifteten Opfer, die dann in einem Traum gefangen waren, in dem für sie ihr größter Wunsch in Erfüllung ging. Währenddessen ernährten sie sich vom Blut und dem Glücksgefühl des Opfers. Aber wie konnte man sie Töten? Das wollte der Braunhaarigen einfach nicht einfallen. „Verdammt“, murmelte sie. Nun fiel ihr ein, dass es ein Silbermesser war, das in Blut getaucht werden musste, aber welches Blut? Ritsu grübelte lange darüber nach, doch es fiel ihr nicht ein. Nun war sie auf gleicher höre wie die zwei Personen. Sie achtete nicht auf die Zwei sondern überlegte angestrengt darüber nach, welches Blut sie brauchte. Plötzlich wurde nach ihrer Schulter gegriffen und sie erschrak lautstark.

Kazu streichelte der Schwarzhaarigen beruhigend über den Rücken, da diese nun leise vor sich hin weinte. Er gab ihr einen Kuss auf die Stirn um sie zu beruhigen, doch das war nicht gerade einfach. Mio beruhigte sich langsam und sah ihn dann lange an. „Es tut mir leid“, flüsterte sie dann nur und Kazu verstand nicht ganz. „Wofür?“, wollte er schnell wissen. Die Schwarzhaarige blickte ihn lange an. „Das hätte ich viel früher machen sollen“, flüsterte sie, doch der Braunhaarige verstand einfach nicht, was das Mädchen von ihm wollte. Nun begab sie sich auch ihre Zehenspitzen und legte ihre Lippen auf seine. Nun verstand Kazu und sie küssten sich sanft. „Ach ich habe einfach darauf gewartet, dass du bereit bist“, flüsterte Kazu nun sanft zurück. Nun fühlte Mio sich nicht gut und blickte weg. „Es ist nur so….“, fing sie leise an und Kazu sah sie neugierig an. Die Schwarzhaarige brauchte einige Sekunden bis sie weiter redete. „..Crowley…der Vertrag….“, stammelte sie vor sich und Kazu’s Blick zeigte nun seine Verwirrung. „ Was ist damit?“, flüsterte er sanft in ihr Ohr. „Ich musste ihn….“, begann sie erneut. Kazu legte schnell und sanft einen Finger auf ihre Lippen. Er hatte verstanden und sie musste es nicht zu Ende aussprechen, da es ihr eh nicht gefiel. Er nickte leicht, gab ihr erneut einen Kuss auf die Stirn und sah sie lange an. „Es ist okay“, sagte er dann nach einer Weile. Mio wirkte erleichtert und sie blieben so stehen Arm in Arm. Es dauerte nicht lange und Kazu nahm eine Hand von Mio’s Rücken und griff nach dem vorbei gehenden Mädchen. Diese erschrak und schrie kurz auf. „Keine Sorge…wir sind es nur“, sagte Mio leise als sie den Schrei der Braunhaarigen hörte.

Es hatte einige Zeit gebraucht, bis Ritsu sich von dem Schock erholt hatte. „Ihr seid mir unheimlich…“, sagte sie dann fies grinsend. Kazu grinste nur leicht, aber Mio sprang drauf an. „Echt? Super, dann werden wir dich jetzt ganz oft erschrecken“, sagte die Schwarzhaarige lachend.  Die Braunhaarige verschränkte die Arme. „Das hättest du wohl gern was? Vor dir habe ich gar keine Angst. Es liegt an deinem komischen Freund“, sagte sie schnell und tat auf beleidigt. „Komisch? Freund?“, kam es schnell vor Mio, die Ritsu nun gespielt böse ansah. „Ja. Guck ihn dir an. Er ist Komisch! Und wenn man euch so sieht ist doch klar, dass ihr ein Paar seid“, stichelte die kleinere und grinste wieder fies. Beim Ende des Satzes wurde die Schwarzhaarige rot und blickte weg. „Ähm…wie?“, fragte sie dann leicht irritiert. „Du hast mich schon gut genug gehört Mio“, sagte Ritsu dann ruhig und betrachtete die Zwei. „Ihr habt es gut….“, flüsterte sie unbewusst. „Tut uns leid….“, kam es nun von dem Braunhaarigen.  „Vergesst es einfach. Ich will nicht drüber reden…“, sagte Ritsu nun wirklich niedergeschlagen. Mio zog Ritsu zu sich und Kazu. Nun wirkte es fast als würden sie alle sich umarmen. „Mio…“, begann Ritsu und war ihr sehr dankbar, doch dann riss sie sich vorsichtig los. „…lass den Mist. Ich brauch das nicht“, sagte sie dann ernst und verschränkte erneut die Arme. Sie wollte Stark wirken, doch die beiden wussten genau, dass es Ritsu dabei nicht gut ging. „Tut mir leid“, sagte Mio und meinte es wie sie es sagte.

„Kommt…“, murmelte Ritsu nun und ging langsam vor. Mio und Kazu lösten sich langsam und folgten der Braunhaarigen. Dass Mio ihre Seele für Ryo gegeben hatte schien gar nicht so eine heftige Reaktion zu bringen wie sie dachte. Sie war erleichtert, dass die beiden nicht wütend waren. Zu dritt gingen sie langsam die Straße entlang, auf der sie beim hinweg mit dem Wagen gefahren waren. „Und ihr wollt schießen lernen?“, brach Kazu nach einer Weile die Stille. „Ja“, kam es von beiden fast gleichzeitig. Kazu nickte. „Okay. Dann bringe ich euch das morgen bei. Ist das Okay?“, fragte er dann langsam. „Wieso nicht heute?“, fragte Ritsu, die heute Nacht sicher kein Auge zu tun würde. „Es ist spät…“, begann der Braunhaarige. „Mach dir keine Sorgen um uns Kazu. Wir schaffen das schon okay?“, sagte Mio langsam. Der Braunhaarige schwieg ein paar Minuten. „Na von mir aus“, sagte er dann etwas wiederwillig. „Gut“, sagte Ritsu ernst. „Brauchen wir eigentlich noch lange?“, fügte sie dann langsam zurück, da sie keine Lust mehr hatte weiter zu laufen. „Nun ich bin diese Strecke noch nie gelaufen, aber ich denke wir haben noch ein gutes Stück vor uns“, sagte Mio leise und die Braunhaarige seufzte.
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