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Never Surrender

von Andoblade
GeschichteMystery / P16 / Gen
Mio Akiyama Ritsu Tainaka
23.11.2013
30.11.2013
16
23.105
1
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Dieses Kapitel
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23.11.2013 1.476
 
Mio’s Handy klingelte eine gute Stunde später. Sie ging schnell ran. „Ja?“, fragte sie ins Telefon hinein. „Ich bin es nur. Ich dachte ich melde mich, da ich mich nun auf den Weg mache“, erklärte die Stimme am Telefon. „Freut mich Kazu. Hast du schon einen Fall oder wirst du uns das Schießen nun richtig beibringen?“, antwortete die Schwarzhaarige und wollte freundlich klingen. „Erst mal noch nichts. Also könntet ihr das schießen lernen, aber sag mal warum bist du eigentlich so aufgekratzt?“, kam es mit sorgenvoller Stimme durch das Telefon. „Ach…es ist einfach nur, dass ich vielleicht Krank werde. Es war nass und kalt draußen“, sagte Mio nur darauf, weil sie einfach nicht sagen konnte, was sie gestern getan und erlebt hatte. „Na dann solltest du dich ausruhen gehen. Ich werde dann wohl erst die Tage vorbeikommen, aber Schuss Training wird erst gemacht, wenn du Fit bist“, erklärte Kazu dann ruhig. Mio blickte zu Boden. Sie seufzte kurz. „Was machst du denn in der Zwischenzeit?“, wollte sie leise wissen, da sie sich jetzt schlecht fühlte. „Ich werde zu Ryo fahren. Ich will wissen ob es stimmt, was Joel sagt“, meinte Kazu nur locker. „Und wieso nimmst du uns dann nicht mit?“, fragte Mio etwas enttäuscht. „Nun…ich dachte es wäre besser wegen Ritsu…du weißt doch, dass ihr das Ganze ziemlich nah geht“, versuchte Kazu zu erklären. „Schon okay…“, murmelte Mio nur leise. „Wir sehen uns die Tage. Ich werde schnell zu euch kommen“, sagte der junge Mann noch und legte auf.

Ritsu kam aus ihrem Zimmer gelaufen um sich irgendwas aus der Küche zu holen. Die Schwarzhaarige sah ihre beste Freundin und wusste, dass sie es ihr sagen musste. Sie ging langsam auf die Küche zu und blieb im Türrahmen stehen. Die kleinere wollte gerade die Küche verlassen und lief deswegen fast in ihre beste Freundin hinein. „Oh. Könntest du aus dem Weg gehen? Ich würde gern wieder in mein Zimmer“, sagte die Braunhaarige direkt, doch Mio blieb vor ihr stehen und schüttelte nur etwas den Kopf. „Ich muss dir was sagen“, sagte sie dann kurz. „Und was?“, fragte Ritsu, die nun ziemlich neugierig wurde. „Es geht um Ryo“, begann Mio, doch Ritsu wollte das nicht hören. „Und wieso sollte ich es wissen?“, sagte die Braunhaarige verletzt. „Ich weiß, dass es alles schief gelaufen ist, aber es ist wichtig“, sagte die Schwarzhaarige nun ernst. „Wurde er nun ja…getötet?“, fragte Ritsu langsam, die das eigentlich gar nicht hören wollte. „Nein. Ihm geht’s gut. Sehr gut sogar. Joel hat Kazu gesagt, dass Ryo gelaufen ist“, erwähnte die größere nun. „Wie? Aber das ist doch Unmöglich. Wie kann…?“, die Braunhaarige verlor die Fassung und sank auf den Boden. Durch ihren Kopf schossen unzählbar viele Gedanken. Sie hob eine Hand und legte sie an den Kopf, da dieser nun anfing zu schmerzen. Mio erschrak und half Ritsu aufzustehen. Die beiden gingen langsam in das Wohnzimmer und Mio stützte die kleinere. „Alles wird gut“, sagte die Schwarzhaarige dann noch und legte Ritsu aufs Sofa, damit diese sich ausruhen konnte.

Die Braunhaarige nippte an einem heißem Tee und lag nun in eine Decke gekuschelt auf dem Sofa. „Danke Mio“, flüsterte sie. Die größere der Zwei hatte sich um sie gekümmert, obwohl sie sich eher so fühlte als müsse man sich um sie kümmern. „Brauchst du nicht auch was? Du warst die halbe Nacht im Regen? Ich will nicht, dass du hier noch zusammen klappst“, sagte das braunhaarige Mädchen leise. Mio stockte kurz. „Nun ich fühl mich jetzt nicht wirklich gut, aber ich steh das schon durch. Versprochen“, grinste diese nur. „Ach Mio….du wirst schon wissen, was richtig ist. Nun eigentlich weißt du es nicht wirklich, wenn es um dich geht. Du wirst dich auch gleich hinlegen und einen Tee trinken okay?“, bliebt Ritsu hartnäckig. „Du…Ritsu….hast du eigentlich schon viel gelernt?“, fragte die Schwarzhaarige schnell um das Thema zu wechseln. „Dämonen, Vampire, Geister und Hexen habe ich nun durch und kann auch alles“, prahlte die Braunhaarige und grinste breit. „Gut. Was ist gut gegen Geister?“, fragte Mio dann nach einigen Minuten. „Salz oder Eisen wirken gut gegen Geister“, sagte Ritsu und grinste. Die Schwarzhaarige hatte es erfolgreich geschafft, das Thema abzuwenden. „Richtig. Und wie schützt man sich am besten davor?“, fügte sie eine tiefer in die Materie gehende Frage. „Einfach. Jede Tür und jedes Fenster mit Salz sichern. Eine durchgezogene Linie. Diese darf nicht unterbrochen werden, sonst ist das Salz nutzlos“, erklärte Ritsu dann. So verging die Zeit und die beiden gingen die Theoretischen dinge des Jägerdaseins durch.

Mio war nun wieder etwas lockerer geworden. „Okay. Und wie tötet man einen Djinn?“, fragt die Schwarzhaarige grinsend. „Das ist nicht witzig Mio. Djinns kenne ich bis jetzt nur aus Märchen und sie erfüllen einem doch Wünsche. Also wieso sollte man sie töten?“, fragte Ritsu dann langsam und verstand nicht ganz. „Nun wird Zeit, dass ich dir ein bisschen beibringe“, sagte Mio nur belustigt. „Äh okay….“, kam es leicht verwirrt von der kleineren. „Djinns sind nicht so nett, wie du denkst. Merkmale sind blau leuchtende Augen. Und naja sie erfüllen dir deinen Wunsch, aber zu welchem Preis? Sie vergiften dich und dein Gehirn. Du fällst in eine Art Schlaf und dort ist alles genau wie du es dir Wünscht, doch währenddessen ernähren sie sich langsam und stetig immer wieder von deinem Blut“, erklärte Mio langsam. „Dann wach ich einfach auf“, sagte die Braunhaarige lachend. „Als wenn das so einfach wär. Du merkst es erst mal gar nicht und wenn du es merkst kann es zu spät sein. Dazu kann ich auch noch sagen, dass das Gift deinen Verstand vernebelt und versucht dich in diesem Traum zu halten“, erkläre Mio dann noch um ihre beste Freundin dazu zu bringen es richtig zu verstehen. „Und wie tötet Mann sie nun?“, fragte das braunhaarige Mädchen nach einigen Minuten. „Nun mit einem Silbermesser, aber nicht nur das. Die Spitze muss in Lamm Blut getaucht werden und dann stirbt der Djinn auch wirklich“, sagte Mio schnell, da sie sich echt sehr gut in der Theorie auskannte.

„Danke für deine Hilfe Mio, aber…sag mal…du sagtest Ryo ist gelaufen. Glaubst du das? Und wenn ja. Wieso? Was kann das bewirkt haben?“, fragte die Braunhaarige, nachdem sie fertig waren mit lernen. „Ich weiß nicht ob ich es glauben soll. Ich kenne Joel nicht wirklich. Ich möchte es ja glauben, aber ich weiß nicht ob ich es sollte. Und wie das sein kann würde ich auch gern wissen“, sagte Mio unschuldig. Dabei blickte sie Ritsu nicht an. „Sollten wir es versuchen und ihn besuchen? Vielleicht ist ja alles wieder gut?“, fragte die Schwarzhaarige nun. „Ich würde ja gerne, aber ich kann nicht“, flüsterte Ritsu. „Wie du kannst nicht?“, wollte Mio wissen. „Nun ich habe ihn doch angeschrien. Ihm gesagt, dass ich ihn hasse. Ich kann ihm nicht mehr unter die Augen treten. Verstehst du?“, sagte die Braunhaarige leise und sah traurig zu Boden. „Nun dann wäre das doch die beste Gelegenheit das grade zu biegen. Meinst du nicht?“, schlug die größere vor. Ritsu überlegte ein paar Minuten. Dann schüttelte sie den Kopf. „Ich kann einfach nicht. Wenn du willst, dann geh, aber ich bleib hier“, sagte sie leise. Wieder füllten sich ihre Augen mit heißen Tränen, doch sie konnte sie zurückhalten. „Das macht dir zu sehr zu schaffen. Ich glaube das wird schon. Keine Sorge Ritsu“, flüsterte Mio beruhigend, da sie wusste, dass Ryo sicher wieder normal werden würde und Ritsu ja wirklich mochte. Nur für sie sah sie keine rosige Zukunft. Wie würde Ryo reagieren, wenn er das hören würde mit dem Deal? Würde er sie hassen?

Es wurde nun langsam Abend. „Und gehst du?“, fragte Ritsu langsam. „Ich weiß nicht. Einerseits würde ich liebend gern hin, aber andererseits trau ich mich nicht wirklich. Was wenn er sich nicht ändern wird? Wird er uns einfach vergessen? Alles dreht sich in meinem Kopf. Ich weiß nicht was ich machen will. Bitte hilf mir und komm mit“, flüsterte die Schwarzhaarige bittend. Ristu sah ihre beste Freundin lange an. „Du willst unbedingt, dass ich mitkomme, obwohl ich selbst nicht kann?“, fragte sie dann feststellend. „Ja es tut mir leid, aber ich bitte dich“, sagte Mio schnell und sah sie lange an. Es dauerte eine Weile, bis Ritsu sich entschieden hatte und diese Zeit gab Mio ihr auch. „Okay….nur weil du so nett gefragt hast“, flüsterte sie dann und wurde nun langsam nervös. „Du musst mir dann aber auch beistehen okay?“, fügte sie schnell hinzu. Mio nickte. „Aber Selbstverständlich“, gab diese glücklich zurück. „Wann gehen wir?“, fragte die Braunhaarige kurz, da sie es eigentlich gar nicht erwarten konnte. „Ich weiß nicht. Schaffen wir das heute noch?“, fragte Mio mit einem Blick nach draußen. „Also wir müssten uns noch fertig machen und kann Kazu fahren?“,  fragte Ritsu langsam. „Ich ruf ihn gleich an“, antwortet Mio.
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