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Never Surrender

von Andoblade
GeschichteMystery / P16 / Gen
Mio Akiyama Ritsu Tainaka
23.11.2013
30.11.2013
16
23.105
1
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23.11.2013 1.519
 
Es war morgens geworden und Ritsu hatte sich auf dem Sofa in den Schlaf geweint gehabt. Nun wachte sie langsam auf und blickte sich um. In ihrem Kopf hallte ihr Schrei, dass sie Ryo hassen würde wieder und wieder nach. Sie wollte das Ganze nicht, doch er hatte sie so weit gebracht gehabt. Sie setzte sich auf. „Verdammt…“, flüsterte sie. Mio war scheinbar nicht nachhause gekommen. Nun fehlte Ritsu wieder der Antrieb. Ryo war einfach nicht mehr der, der er mal war und ihre beste Freundin war einfach verschwunden. Die Braunhaarige stand langsam auf und taumelte durch die Wohnung. Alles wirkte so farblos für sie. Es ging ihr einfach wieder dreckig. Sie lief ziellos durch das Haus. Dabei kam sie an Mio’s Zimmer vorbei. Dir Tür war zu, doch Ritsu hörte etwas. Es klang wie ein Flügelschlag. Wurde sie nun verrückt? Sie riss schnell die Zimmertür auf und in ihrem Bett lag die Schwarzhaarige. Sie war klitschnass und wirkte als hätte sie grade irgendwas Krasses durchgemacht. Die Braunhaarige rannte auf ihre beste Freundin zu und ließ sich vor ihrem Bett auf die Knie fallen, damit sie auf Mio’s höhe war. „Mio…“, flüsterte sie erleichtert und sah diese lange an.´

„Ich brauche deine Hilfe Mio, aber nicht nur deine, sondern auch die von deinem Cousin und den anderen beiden“, sagte der Schwarzhaarige Mann in einer sehr ruhigen Stimme. Mio wirkte immer noch total wie weggetreten, weswegen der Mann einen Finger an ihre Stirn tippte. Mio blinzelte. „Was?“, sah sie den Mann verwirrt an. „Du musst mir helfen…“, wiederholte der Schwarzhaarige. „Wie das?“, flüsterte Mio verwirrt. „Das wirst du noch Erfahren“, sagte der Mann mysteriös. „Wer sind sie eigentlich?“, wollte Mio schnell wissen. Es blitzte kurz in Mio’s Zimmer, wo die beiden sich befanden. Mio sah den Schatten und was sie dort sah ließ sie sprachlos den Mund aufklappen. Im Schatten waren Flügel zu sehen. „Mein Name spielt jetzt nichts zur Sache. Ich bin ein Engel des Herren und brauche Hilfe. Und deswegen Mio Akiyama, gib nicht so leicht auf. Es werden noch viele Hürden kommen, doch du wirst sie überstehen. Alle davon“, sagte der Mann leise. „Ein….ein Engel?“, flüsterte Mio erstaunt. Der Schwarzhaarige nickte langsam. „Was sagst du? Wirst du mir helfen?“, fragte er dann kurz und ließ Mio die Wahl. „Was? Ich? Ich könnte sowas doch sicher gar nicht…“, kam es aus ihr heraus ohne, dass sie es wollte. „Wenn du willst, dass alles wieder gut wird, dann musst du mir helfen“, erklärte der Engel nun. Mio nickte nur. „Was soll ich tun?“, wollte diese dann schnell wissen. „Überzeuge deinen Cousin davon, dass ihr wieder zusammen Arbeiten müsst….alles weitere werde ich dir dann sagen“, meinte der Schwarzhaarige nur ruhig und Mio nickte. Sie wusste selbst nicht wieso sie einem Engel helfen wollte oder wieso ein Engel ihre Hilfe benötigte, aber das war ihr gerade egal. „Ich zähle auf dich“, sagte dieser noch leise und ein flattern von Flügeln war zu erneut zu hören. Mio war allein in ihrem Zimmer.


Mio öffnete die Augen und lag auf ihrem Bett. Sie war klitschnass und sie zitterte vor Kälte. „Mio?“, hörte sie leise von einer sehr bekannten Stimme. Sie drehte ihren Kopf leicht in die Richtung und erblickte ein Sorgen erfülltes Gesicht von Ritsu. Diese wirkte erleichtert, wütend, traurig und sorgend zugleich. „Alles okay?“, fragte sie dann aber leise. Mio schüttelte nur den Kopf. „Nein…“, flüsterte diese. „Kann ich irgendwie helfen?“, wollte die Braunhaarige schnell wissen, doch Mio wusste nicht wie. „Danke, aber es geht schon…“, flüsterte ihre beste Freundin dann leise und setzte sich auf. ‚Ein Engel…war das ein Traum oder war das Realität? ‘, dachte Mio, während sie aus dem Fenster sah. Es war immer noch am Regnen. „Wo warst du? Wieso warst du weg? Warum liegst du so nass in deinem Bett? Wie bist du wieder nach hier her gekommen? Warum hast du mir nichts gesagt?“, bombardierte die Braunhaarige nun die auf dem Bett liegende. „Lass mich doch erst mal richtig denken und frag nicht gleich so viel. Ich habe etwas Wichtiges gemacht. Ich musste das erleidigen. Es hat in Strömen geregnet und ich war lange draußen. Weiß ich nicht…alles ist so verschwommen. Ich wollte dich nicht belasten“, versuchte die Schwarzhaarige ihrer besten Freundin zu erklären. Nun bekam sie Kopfschmerzen. Es war wirklich etwas viel auf einmal gewesen. Sie legte eine Hand an ihren Kopf. „Geht’s?“, wollte Ritsu schnell wissen und Mio nickte nur leicht.

Einige Stunden waren vergangen. Die schwarzhaarige hatte sich erst mal heiß geduscht, die Nassen und kalten Sachen gegen warme und trockene Sachen getauscht und einen heißen Tee getrunken. „Du Mio. Du sagtest vorhin da sei etwas verschwommen gewesen. Könntest du es bitte für mich erklären?“, fing die Braunhaarige dann langsam an, die sich gut um Mio kümmerte. „Nun…auf dem Rückweg…ich konnte einfach nicht mehr…irgendwie war ich wir leer und sackte zusammen. Nach eine halben Ewigkeit tauchte dann dieser Mann auf. Er brachte mich her, aber nicht indem er mich trug. Nein wir waren von ein auf der anderen Sekunde hier. Dann sagte er, dass er ein Engel des Herren sei und meine Hilfe bräuchte“, gab Mio zu, da Ritsu ihr sicher glauben würde. „Ja klar….und ich bin eine Hexe….“, murmelte Ritsu und sie klang so als würde sie sich veralbert fühlen. „Nun die bist du ja wirklich manchmal“, grinste Mio breit und Ritsu sah sie entgeistert an. „Was? Dann bist du aber….“, fing Ritsu an und grinste dabei. Mio wartete eine Weile, aber Ritsu führte ihren Satz nicht mehr zu Ende. „Eine was?“, wollte die Schwarzhaarige langsam wissen. „Ach nichts…vergiss es. Du Mio war es wirklich ein Engel?“, fragte die Braunhaarige nun und wirkte leicht angespannt. Mio nickte leicht. „Ich glaube er hat nicht gelogen. Er will, dass ich Ryo wieder zum Jagen bekomme“, flüsterte Mio. „Wie denn? Er will doch nicht mehr und ich glaub nicht, dass es wirklich eine gute Idee ist. Ich mein…er ist im Rollstuhl du kannst ihm das nicht zumuten“, murmelte Ritsu leise.

„Du hast es ihm gesagt oder?“, fing Mio nach einer Weile. „Ich dachte du steckst vielleicht in Schwierigkeiten, aber ihm war wie immer alles egal. Ich bin wütend geworden, habe überreagiert, ihm gesagt, dass ich ihn Hasse und mein Handy kaputt gemacht. Reicht das als Erklärung?“, gab die Braunhaarige zu und sah weg. Mio sah ihre beste Freundin erst einmal nur an, doch dann nickte sie. „Er hatte mir eine SMS geschrieben gehabt in der Nacht. Ich solle nicht dieselben Fehler machen wie er. Und das machte mich fertig“, erklärte sie leise. Über den Deal schwieg sie lieber, denn sie wollte nicht, dass Ritsu sauer wurde. Es war schließlich auch die Idee der Braunhaarigen gewesen ihre Seele zu verkaufen. Soweit wollte Mio es einfach nicht kommen lassen und tat es lieber selbst. „Wirst du mir denn Verraten, was du so Wichtiges zu tun hattest?“, fing Ritsu nun mit diesem Thema an. „Ich…äh…hab alleine Schuss Training gemacht…wollte schon etwas können, bevor Kazu es uns Zeigt die Tage“, log sie schnell, damit sie überhaupt etwas sagen konnte. „Und wie lief es?“, fragte die Braunhaarige und wirkte sehr ungläubig. „Ich bin eine miserable Schützin…“, führte Mio aus und hoffte, dass die Braunhaarige ihr das glauben würde. „Das wird schon…“, murmelte Ritsu und Mio wusste, dass sie ihr nicht glaubte. „Der Engel will, dass wir alle Jagen….deswegen würde ich es gut finden, wenn du bitte alles gibst okay?“, fragte Mio dann leise um das Thema zu wechseln. „Okay….du solltest dich vielleicht mal bei Kazu melden. Der stirbt fast vor Sorge“, murmelte Ritsu nur und ging einfach ohne noch ein Wort zu sagen.

Die Schwarzhaarige griff nach ihrem Handy und suchte sofort Kazu’s Nummer heraus. Sie wollte ihn nicht noch länger auf die Folter spannen. Sie drückte schnell auf Anrufen und wartete. Kurz bevor die Mailbox ran ging hörte sie wie jemand ans Handy ging. „Unguter Zeitpunkt…“, kam es mit einem Knurren durch die Leitung. „Kazu…ich bin es…mir geht’s gut…mach dir keine Sorgen und pass auf….ich will nicht, dass dir was passiert“, redete das Mädchen direkt drauf los. Ein Schuss und ein Jaulen waren zu hören. Elendige Skinwalker“, murmelte Kazu leise. „Gut. Ich mach mir keine Sorgen mehr. Hast du vor Ryo gehört? Stimmt es wirklich?“, fing Kazu langsam an. „Was? Wovon redest du?“, wollte Mio mit unschuldigem Tonfall wissen. „Nun also Ryo….Benji wurde von Joel Angerufen…Ryo ist gelaufen…Das ist eigentlich unmöglich. Geschehen doch Wunder?“, erklärte er ihr langsam „Was? Er….wow…“, flüsterte sie und ihre Augen füllten sich mit Freudentränen. Es hatte geklappt. „Ritsu hat nicht zufällig einen Deal für ihn gemacht oder?“, wollte Kazu dann ernst wissen. „Nein…ich hatte es ihr ausgeredet gehabt“, erklärte die Schwarzhaarige kurz. „Und du? Was hast du getan? Wieso warst du weg?“, fing Kazu nun auch an sie auszufragen. „Oh ähm ich wollte das schießen schon mal etwas üben“, log sie nun wieder. Sie wollte es den anderen nicht sagen. Zumindest noch nicht. Sie hatte Angst, dass die anderen böse auf sie sein würden.
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