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Never Surrender

von Andoblade
GeschichteMystery / P16 / Gen
Mio Akiyama Ritsu Tainaka
23.11.2013
30.11.2013
16
23.105
1
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23.11.2013 1.151
 
Ritsu machte sich riesige Sorgen. Was machte Mio nur? Wieso war sie einfach ohne was zu sagen verschwunden? Sie saß total aufgelöst auf dem Sofa und seufze. Sie hatte gerade noch mit Kazu geredet, doch der wusste auch nicht wo sie steckte. Nun war Ritsu mit ihrem Latein am Ende. War Mio einfach geflüchtet vor dem Ganzen? War es ihr zu viel? All dies schwirrte im Kopf der Braunhaarigen herum. Sie hatte nur noch eine Möglichkeit. Sie suchte schnell Ryo’s Nummer und sah sie lange an. ‚Bitte hilf mir‘, dachte sie bei sich und rief ihn an. Es dauerte lange, bis Ryo an sein Handy ging. „Ja?“, kam es Emotionslos durch die Leitung. Dieser Ton schmerzte Ritsu. Genau das war es, was ihr die letzten Monate einfach nur noch Schmerz brachte. „Hallo Ryo. Es ist ein Notfall…“, begann sie. „Und was geht mich das an?“, kam es immer noch Emotionslos und kalt zurück. Ritsu zitterte und könnte direkt wieder Weinen, doch sie blieb diesmal Stark. „Es geht um Mio….Sie ist verschwunden. Weißt du wo sie ist?“, fragte die Braunhaarige nach einigen Sekunden der Stille. „Und jetzt? Was soll ich machen? Ich kann dir da nicht helfen. Ich weiß auch nicht wo sie ist. Wars das?“, immer noch klang er kalt und abweisend. Nun konnte Ritsu sich nicht mehr zurückhalten. Sie fing an laut zu weinen. „Ryo….du warst alles für mich….wieso tust du mir das an? Sind wir dir alle so egal? Ich hasse dich!“, schrie sie ins Telefon und warf es gegen die nächste Wand. Sie sackte zusammen und konnte nicht anders als zu weinen und zu zittern.

Mio lief langsam durch die kalte und dunkle Nacht. Auf halbem Weg begann es auch noch wie aus Eimern zu Regnen. Mio war durchnässt und friert. Das war gut, denn so konnte niemand sehen, dass die Schwarzhaarige weinte. Sie hatte zwar für ihren Cousin ihre Seele verkauft und er konnte wieder alles tun, doch sie fühlte sich dreckig und beschmutzt seitdem sie Crowley geküsste hatte. Kazu würde ihr das niemals verziehen, Ryo würde sie hassen und Ritsu würde sie sicher auch hassen. Das ganze tat ihr richtig weh, doch sie wusste nicht was sie tun sollte. Die Schwarzhaarige zog ihr Handy. Sie hatte sieben verpasste Anrufe, wovon sechs von Ritsu und einer von Kazu war. Dazu hatte sie noch eine SMS bekommen. Diese war von Ryo. Nun war die Stunde der Wahrheit gekommen. Sie öffnete die SMS. „Wo bist du verdammt? Die anderen sind Krank vor Sorge. Willst du, dass sie dich genauso sehr hassen wie mich? Verdammt…tu das Richtige!“, las sie tonlos. Nun liefen ihr mehr Tränen die Wangen hinab. Sie fiel auf die Knie und das alles wurde ihr zu viel. Sie Schrie mit aller Kraft, die sie in die Stimme setzen konnte. Dann sank sie in sich zusammen und blieb genau an diesem Punkt sitzen. Ihr war gerade alles egal. Sie dachte nicht mal mehr. Die Schwarzhaarige fühlte sich nur noch leer.

Kazu saß auf einem Bett, in einem Hotel. Er seufze. Wo war Mio? Was tat sie grad? Machte sie etwas Verrücktes oder unkluges? Wieso meldete sie sich nicht? All dies fragte er sich und schlug nach einigen Minuten auf den Nachttisch. „Du kannst nichts tun oder? Mein Beileid…“, kam es von einem etwas älteren Mann, der schwarze Haare hatte. „Ach verdammt Benji….was soll das alles? Wieso kann es nicht einfach mal Glück geben? Wieso gibt es Dämonen und Monster, aber keine Engel und Gott? Wieso verdammt? Das macht mir alles gerade einfach nur noch Wütend verstehst du?“, kam es sehr gereizt von dem Braunhaarigen. „Ich versteh dich….ich habe mir auch schon oft gewünscht, dass Gott sich mal einmischt, aber das wird niemals passieren. Wir müssen uns damit abfinden, dass diese Welt einfach verkommt. Würde es Leute wie uns nicht geben würde die Welt zu Grunde gehen….“, sagte der Schwarzhaarige langsam. „Und zu welchem Preis? Was ist mit Ryo? Ich hatte die Idee einen Deal zu machen, doch er sagte mir ich dürfte nicht mal daran denken. Und nun auch noch Mio…sie ist Weg und wenn wir Pech haben kommt sie niemals wieder. Wenn sie wirklich nicht wiederkommt….dann geb ich auf….ich kann nicht ohne sie“, sagte Kazu dann nur leise und legte sich aufs Bett. Er drehte sich weg. Er wollte nicht mehr reden. Dazu war ihm die Lust vergangen.

Ryo rollte sich mit seinem Rollstuhl durch das Zimmer. Er hatte einfach aufgegeben, aber Mio sollte ihm nicht folgen. Er war so kalt und abweisend geworden mit den Monaten. Irgendwann war es klar, dass die anderen sich abwenden würden. Erst verschwand Mio und nun sagte Ritsu ihm etwas, was seine emotionslose Hülle mit einem Schlag zerbrach. Sie hasste ihn. Es schmerzte das zu wissen, aber er hatte es Verdient. Wieso sollte ihn auch irgendjemand mögen? Er war einfach nur noch ein Arschloch, der sich nicht mehr um andere kümmerte und einfach einsam vor sich hin vegetieren wollte. Er fühlte sich seit einigen Stunden komisch, doch er wusste nicht was das ganze bedeutete. Er griff nach seinem Handy und blickte auf das Display. Nichts. Mio hatte ihm nicht geantwortet. ‚Verdammt Mio…mach nicht denselben Fehler wie ich…‘, dachte er und wollte nun um eine Ecke fahren mit dem Rollstuhl. Wie als würde irgendwas Übernatürliches seine Finger im Spiel haben kippte nun der Rollstuhl nach vorne und Ryo landete auf dem Boden. „Verdammte Scheiße“, fluchte er Lautstark. Er drehte sich auf den Rücken und sah, dass der Rollstuhl einige Meter von ihm entfernt lag. Das konnte normalerweise gar nicht sein. Er schüttelte den Kopf und glaubte nicht daran, dass es irgendwas Übernatürliches war und wenn es dies war sollte es ihn einfach umbringen. Er hatte nichts mehr wofür er leben brauchte. Nun hatte sich sogar Ritsu von ihm abgewandt und Mio wahrscheinlich auch und Kazu würde sicher auch bald folgen.

Es war Dunkel. Ein schwarzhaariges Mädchen kauerte auf dem Boden und ohne, dass diese etwas tun konnte erschien plötzlich ein Mann vor ihr. Er hatte schwarze Haare und wirkte wie ein Koreaner oder so. Er blickte auf das Mädchen hinab. Stille. Er sprach kein Wort. Er blickte nur auf sie herab. Das Mädchen blieb zusammengekauert dort sitzen und störte sich nicht daran, dass diese Person vor ihr erschien. Sie war geistig nicht einmal ansprechbar. Der Mann kniete sich langsam zu ihr Runter, legte eine Hand auf ihre Schulter. „Mio…du darfst nicht Aufgeben. Es kann nur noch besser werden“, flüsterte er und die Schwarzhaarige hörte jedes einzelne Wort, aber sie reagierte nicht. Es regnete immer noch in Strömen und der Mann sah sie noch einige Sekunden an. Seine Hand blieb auf ihrer Schulter liegen. Nun war das Geräusch von Flügeln zuhören und die beiden waren Verschwunden. Der Regen hörte nicht auf. Es wurde nur noch viel stärker. Wer oder was war dieser Mann? Wo waren Mio und der Mann nun?
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