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Never Surrender

von Andoblade
GeschichteMystery / P16 / Gen
Mio Akiyama Ritsu Tainaka
23.11.2013
30.11.2013
16
23.105
1
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23.11.2013 1.529
 
Ritsu war nun wieder auf ihrem Zimmer und recherchierte. Sie wollte unbedingt ganz viel herausfinden um eine gute Jägerin zu werden. Dabei vergaß sie beinahe zu Schlafen oder Essen und Trinken zu sich zu nehmen. Die braunhaarige lernte alles irgendwie viel einfacher als Schulsachen. „Los Mio. Frag mich mal wieder ab. Heute Abend. Heutiges Thema bitte Hexen ja?“, fragte Ritsu und war voll in ihrem Element. Man merkte ihr den Schmerz, den sie spürte nicht mehr wirklich an. Sie nutze den Schmerz als Antrieb für das Ganze. „Muss ich?“, wollte Mio wissen, die sich nun die letzten Wochen und Monaten auch mit dem Übernatürlichen beschäftigt hatte und diese Sachen schon so gut wie Auswendig kannte. „Ach komm schon Mio….bitte“, bettelte Ritsu schon fast und sah sie traurig an. Da konnte die Schwarzhaarige gar nicht Nein sagen, doch sie wusste, dass sie es nicht tun konnte, da sie andere Pläne gehabt hatte. „Ja ist okay…mach ich…“, murmelte sie abwesend, da sie in Gedanken schon bei heute Abend war. Sie hatte einen Wasserdichten Plan ausgearbeitet und hoffte, dass alles glatt gehen würde. „Danke Mio. Ich bin wieder in meinem Zimmer und versuch mir das Zeug weiter einzuprägen“, kam noch von der Braunhaarigen, bevor diese auch schon wieder verschwunden war.

„Ich werde noch etwas brauchen…“, kam es entschuldigend durch die Leitung und Mio wirkte etwas geknickt. „Aber pass auch dich auf ja?“, fragte sie, da sie sich eigentlich immer Sorgen um Kazu machte. „Immer doch. Versprochen“, sagte Kazu dann und wirkte Selbstbewusster, denn je. Ein knacken durch das auflegen war zu hören und Mio legte langsam ihr Händy weg. Sie atmete tief durch und packte nun alle Sachen, die sie brauchte in eine kleine Dose hinein. Sie hatte sich ausgiebig informiert und wusste also was sie alles brauchte. Sie blickte auf die Uhr. Es war nun abends geworden. Ritsu wollte in etwa einer Viertelstunde abgefragt werden. Mio packte die Dose ein und zog sich eine Jacke über. Sie blickte lange auf Ritsu’s Tür, packte ihr Handy ein und verließ das Haus. Es war schon dunkel geworden und Mio hatte etwas Angst, doch sie musste es durchziehen. Nun waren die fünfzehn Minuten rum und Ritsu verließ ihr Zimmer. „Mio…ich weiß alles. Frag mich was du willst“, strotzte sie nur so von Selbstbewusstsein. Stille. Keine Antwort. Gar nichts. Ritsu kam dies Komisch vor und durchsuchte das Haus, doch sie konnte Mio nirgends finden. Nicht einmal einen Zettel hatte sie da gelassen wo sie hin war. Ritsu machte sich nun Sorgen und rannte in ihr Zimmer. Sie suchte ihr Handy um herauszufinden, was los war.

Mio lief eine lange Zeit durch die dunkle Nacht. Natürlich hatte sie etwas Angst, dass irgendwas passierte, doch auch dies würde sie nicht von ihrem Plan abbringen. Nach etwa einer Stunde laufen kam sie nun endlich an wo sie hinwollte. Sie blickte sich um. Es war eine Kreuzung, die schwach mit einer Lampe beleuchtet wurde. Niemand war in der Nähe. Dies war ihre Chance. Sie grub in der Mitte schnell ein Loch und packte die Dose hinein. Sie vergrub die Dose und stand langsam auf. „So und nun?“, fragte sie sich selbst, da das alles war, was sie machen sollte. Sie blickte sich um. Nichts passierte. „Schöner Mist. Alles umsonst“, sagte sie dann nach einigen Minuten. „Oh Miss Akiyama. Dass sie so etwas wirklich Nötig haben wusste ich gar nicht“, hörte sie nun eine Stimme hinter sich. Diese zuckte kurz vor Angst zusammen. Stille. „Äh…sie sind also ein Kreuzungsdämon?“, fragte sie dann leise, aber traute sich nicht um zu drehen.

„Nicht so schüchtern“, sagte die Stimme hinter ihr und war nun direkt bei ihr. Mio schluckte kurz und drehte sich um. Der Mann vor ihr war im Mittleren Alter und trug einen langen schwarzen Mantel und eine Krawatte. „Um deine Frage zu beantworten….nein. Ich bin kein Kreuzungsdämon, zumindest nicht mehr. Vor längerer Zeit war ich der König der Kreuzungen, doch das bin ich nun nicht mehr“, erzählte dieser nun erst Mal. „Was sind sie dann?“, fragte die Schwarzhaarige leise. „Nun. Sag du ja? Und mein Name ist Crowley. Einfach Crowley….“, begann er wieder zu reden. Mio zuckte zusammen bei dem Namen. Laut Kazu zu folge hatte dieser Dämon nun die Hölle in seiner Gewalt. Dies machte ihr nun Angst. „…meines Zeichens König der Hölle“, beendete er seinen Satz und grinste. „Warum…?“, brachte Mio nur noch heraus. „Nun du willst wissen wieso? Es ist schwer gutes Personal zu bekommen…vor allem, wenn es dann von deinem dämlichen Freund getötet wird!“, sagte Crowley dann grinsend. Kaum hatte er es Ausgesprochen schallte eine Ohrfeige in der Dunkelheit nach. Niemand beleidigte Kazu ungestraft. „Gut…den hab ich vielleicht verdient. Aber nun zum Geschäft. Was willst du?“, fragte der Mann dann und wartete auf die Forderung  der Schwarzhaarigen.

„Heile Ryo….“, flüsterte sie leise. „Wie? Ich konnte dich nicht verstehen“, spielte Crowley etwas mit ihr. „Heile Ryo…bitte“, kam es nun etwas lauter von Mio. „Du weißt, dass du mir dafür deine Seele verkaufen wirst?“, fragte er nur nochmal zu Sicherheit. „Ja….und es ist ein angemessener Preis, damit alles wieder gut wird“, sagte die Schwarzhaarige und war sich sicher, dass sie es tun musste. „Nun was gebe ich dir dafür?“, überlegte Crowley laut. „Zehn normal….anzüglich ein paar Problemen….was sagst du zu zwei Jahren?“, fragte Crowley dann grinsend. „Zwei Jahre nur?“, flüsterte Mio und war geschockt, da sie mit zehn Jahren gerechnet hatte. Sie schluckte und musste lange überlegen. „Du musst das nicht tun….sieh dir doch an wie er geworden ist? Ein verbittertes Arschloch, das keinen mehr an sich ranlässt und die Einsamkeit vorzieht“, sagte der Dämon, während Mio überlegte. Dies brachte ihm erneut eine Ohrfeige ein. „Du gefällst mir kleine“, sagte er und lachte ein wenig. „Nenn mich nicht kleine“, sagte sie dann wütend, da nur Ryo dies durfte. „Ganz ruhig. Ich bin nicht hier um zu kämpfen. Ich bin ein Geschäftsmann…ich will nur, dass der Verkauf auch locker von der Rolle geht. Also 2 Jahre und Ryo bekommt seine Fitness zurück. Er kann wieder Jagen und wird vielleicht wieder netter zu dir…“, schlug Crowley dann vor und wartete darauf, dass sie einwilligte.

Es vergingen mehrere Minuten und Crowley wurde langsam ungeduldig. „Ich hab eine Idee. Ich schenk dir ein halbes Jahr oben drauf. Weil du eine süße bist“, versuchte er sich zu überreden. „Behalte deine Almosen für dich….“, kam es dann etwas genervt zurück. „Wow…schlagkräftig, wenn die Schüchternheit Pause macht?“, alberte der Dämon weiter herum. „Lass den Mist. Ich nehme die Verdammten zwei Jahre….“, sagte sie nun leise, doch sie wusste nicht wie man dieses Vertrag unterschrieb. „Gibt es da irgendwas worauf ich unterschreiben muss?“, fragte sie dann langsam um heraus zu finden, wie das ganze nun geregelt wurde. „Hast du nicht gut genug Informiert?“, fragte er dann etwas Ironisch. „Dazu gab es nichts….“, gab sie nun zu. „Tja darüber will niemand gerne reden. Ein Vertrag wird durch einen Kuss geschlossen“, erklärte er ihr nun. Sie schluckte. Sie hatte noch nie irgendjemanden richtig geküsst. Das wollte sie aber lieber nicht mit irgendeinem Dämon tun, doch sie hatte gar keine andere Wahl, denn sie nicht zustimmen würde wäre alles nichtig und Ryo würde niemals wieder laufen können. Sie nickte schwach, doch traute sie sich zuerst nicht.

„Warte…du hast noch nie jemanden geküsst oder wieso eierst du hier so rum?“, fragte Crowley dann amüsiert. Mio wurde leicht rot und wünschte sich, dass sie Kazu vorher schon irgendwann mal geküsst hätte. Es gab genug Gelegenheiten, doch sie hatte sich nie getraut. Sie zögerte. Sie wollte den ersten Kuss eigentlich mit Kazu haben, doch das war wohl nicht mehr drin. Ihr kam es vor als würde sie Kazu sogar betrügen, wenn sie nun diesen Dämon küssen würde, dabei waren die zwei ja nicht mal richtig zusammen. Sie fühlte sich schlecht. Sie musste etwas Schlechtes tun um etwas Gutes zu tun? Das gefiel ihr nicht, doch sie entschied sich schließlich doch dafür. „Es muss sein“, redete sie sich nun selbst ein. „Muss nicht…du willst es so…“, ergänzte Crowley dies. Mio nickte kurz. Sie war gezwungen etwas zu tun, was sie niemals hätte tun wollen. Sie atmete tief durch. „Ich kann dir nicht versprechen, dass dein Cousin je wieder der alte wird. Vielleicht bleibt er ja so und Jagd allein. Oder aber er wird dir mehr als nun Böse sein, dass du deine Seele für ihn Verkauft hast. Also was ist nun?“, sagte der Dämon und blickt sie weiterhin an. Mio zögerte und Crowley kam näher auf sie zu. „Weißt du…ich bin sehr ungeduldig und ich hab noch etwas Wichtiges zu tun. Die Winchesters werden grade wieder etwas aufmüpfig. Ach die kennst du ja gar nicht…“, fügte Crowley noch hinzu. Die Lippen von Crowley trafen die von Mio und der Kuss besiegelt den Vertrag. Nachdem sie sich lösten fühlte die Schwarzhaarige irgendwie komisch. Sie seufzte und wirkte sehr traurig. „Ich muss dann mal wieder“, meinte Crowley breit grinsend und verschwand im nichts. Mio machte sich mit hängendem Kopf auf den Weg nachhause. Nun wusste sie, dass sie nur noch auf den Tag genau zwei Jahre zu leben hatte und das machte ihr zu schaffen.
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