Maya und Domenico - Liebe mit Zukunft?

GeschichteAllgemein / P12
Domenico Manuel di Loreno Maya Fischer
22.11.2013
07.04.2015
8
12113
 
Alle Kapitel
14 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 Datenschutzinfo
 
 
An diesem Morgen weckte mich das Geschrei der Möwen. Verschlafen zog ich die Bettdecke über meinem Kopf und versuchte vergeblich noch ein bisschen zu schlafen. In letzter Zeit hatte ich einen sehr leichten Schlaf und war deshalb morgens oft unausgeschlafen. Ich setzte mich auf und blickte rüber zu meinem Ehemann. In die Stirn hängendes kupferfarbenes Haar, hübsches Gesicht mit hohen Wangenknochen, volle Lippen,... einfach göttlich. Ja, Nicki und ich hatten geheiratet. Wir hatten seine Vergangenheit hinter uns gelassen und einen Neuanfang gestartet ... auf Sizilien. Ehrlich gesagt war ich der Meinung, dass Sizilien hierfür nicht der richtige Ort war, doch ich wusste, dass er Sizilien vermisste und hatte mich deshalb darauf eingelassen. Ihm zuliebe!
Da Domenico noch schlief, schlich ich mich aus dem Zimmer und ging in die kleine Küche. Seit zwei Monaten wohnten wir ihn einer kleinen Wohnung in Licata, ganz in der Nähe von Zio Giacomo's Häuschen. Bei ihm hatten wir vor ein paar Jahren unseren Urlaub auf Sizilien verbracht (siehe Maya und Domenico - Zwei Verliebte im Gegenwind S.186). So nett Zio auch immer war, ich errinerte mich nicht gerne an diese Zeit, denn da hatte mich Domenico mit seiner Exfreundin Angel betrogen (siehe Maya und Domenico - Zwei Verliebte im Gegenwind S. 245). Ich war am Boden zerstört und hatte mir auch vorgenommen, nicht wieder mit ihm zusammenzukommen. Doch es war anders gekommen und schlussendlich hatten wir uns verlobt. Probleme hin und her.
Ich gos mir grad Kaffee in eine Tasse, als sich zwei Arme von hinten um mich schlossen und weiche Lippen meinen Nacken küssten.
<< Guten Morgen, principessa. Gut geschlafen? >>
Ich drehte mich um und drückte ihm einen kurzen Kuss auf den Mund. << Nicki, ein bisschen kurz, aber sonst gut. Und du?>>
<< Mit dir an meiner Brust schlafe ich wie ein Murmeltier >>, murmelte er und gähnte. Ich drückte ihm die Tasse Kaffe in die Hand und schenkte mir nochmal einen in eine neue Tasse ein.
<< Was hast du heute vor? >>, fragte ich ihn und setzte mich ihm gegenüber an den Tisch.
<< Ich dachte wir könnten heute Zio besuchen. >> Er nahm eine Schluck aus der Tasse. << Morgen muss ich wieder arbeiten. >> Nicki hatte hier in Laticia Glück gehabt und einen Job als Koch in einem gutbesuchten Restaurant erhalten. Eine Frau mit schlechten Italienischkenntnissen wollte wiederum keiner haben, wodurch ich immer noch auf Arbeitssuche war. Eine Sache, die mich wirklich deprimierte.
<< Okay, ich komm mit. >>
<< Klar, ich mach mich mal fertig. >>
Domenico stand auf und verschwand für eine viertel Stunde im Badezimmer. Die Wohnung war sehr spärlich eingerichtet, aber für den Anfang in Ordnung.
Ganz in gedanken versunken merkte ich irgendwann Nicki am Türrahmen lehnen mit dem Motoradschlüssel in der Hand spielen. << Bist du fertig? Können wir fahren? >> Ein Blick auf ihn und mir blieb mein Herz mal wieder stehen. Wie konnte man bloß immer so Bombe aussehen? Er konnte mit den größten Lumpen rumlaufen und sah trotzdem aus, wie ein Model. << Einen Moment Nicki, muss auch noch schnell ins Bad. >> Ich eilte an ihm vorbei ins Badezimmer. Nachdem ich schnell geduscht und mich mit Lipgloss und Wimperntusche geschminkt hatte, konnten wir uns auf den Weg machen.
Als Nicki mit seinem Motorrad aus dem Hinterhof kam und sich breit grinsend draufsetzte, starte ich ihn stirnrunzeld an. Ich hatte erwartet, dass wir zu Fuß gehen würden. So weit war der Weg schließlich nicht. << Süße, was denkst du, warum ich ein Motorrad habe? >>, fragte er frech mit hochgezogenen Augenbrauen und startete den Motor.
<< Um die Umwelt zu verschmutzen? >> Oh mein Gott, das hörte sich spießig an und ich hätte die Worte am liebste zurückgenommen. Unsicher warf ich ihm mein schönstes Lächeln zu. Er zog scharf die Luft ein,  blickte mir schweigend in die Augen und plötzlich war kein Motorgeräusch mehr zu hören. Nicki stieg vom Motorrad und stellte dieses an die Hauswand. Die Schlüssel verschwanden in seiner Jeanstasche.
<< Äh, das war nur Spaß >>, flüsterte ich fassungslos. Ich hatte Widerworte von ihm erwartet und nicht das er auf mich hörte. Lässig legte er den Arm um meine Schultern und zog mich mit sich los.
<< Nicki, was wird das? >> Ich könnte schwören ein Schmunzeln auf seinem Gesicht gesehen zu haben, während er sagte: << Laufen. >>



Liebe Leser, ich würde mich über Reviews freuen, damit ich weiß wie, euch das Kapitel gefällt und was ich noch besser machen könnte. Danke!
Review schreiben