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Aber gerne doch Mr. Wichtig!

GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
20.11.2013
22.04.2021
5
13.159
9
Alle Kapitel
160 Reviews
Dieses Kapitel
7 Reviews
 
 
20.11.2013 1.635
 
Hallo,
und erstmal riesen Dank das ihr die Geschichte angeklickt habt. Es ist die erste frei erfundene Geschichte mit eigenen Charakteren! Deshalb seit nicht so hart mit mir. :-) ich hoffe euch gefällt das erste Kapitel. Es ist nicht das längste, doch bitte verratet mir, ob ihr mehr lesen wollt. Viel Spaß!
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Ich betrachte mich im Spiegel und streiche meinen grauen Rock glatt. Danach gehe ich mir mit den Fingern durch meine geglätteten, rubinroten Haare und versuche etwas Volumen einzukneten. Mit Mascara und Eyeliner betone ich meine Blau-grünen Augen. Zufrieden betrachte ich mein Spiegelbild.
Ja so geht es.
Heute machen sich alle etwas schicker als sonst, denn heute bekommt das Hotel                „Sentiments „ in Seattle, in dem ich fast meine 3- jährige Ausbildung als Hotelfachfrau abgeschlossen habe, einen neuen Geschäftsführer.
Unser ehemaliger Chef hat sich letzte Woche, mit einem Fest von uns in die Rente verabschiedet, wo auch wir Azubis dazu eingeladen worden waren. Er versicherte uns, einen guten und jungen Nachfolger gefunden zu haben. Dass hoffe ich auch. Ich kam bis jetzt immer gut mit meinem Chef aus. Er war ein guter Mann. Ich mochte ihn sehr und habe gerne für ihn gearbeitet.

Ich gehe aus der Damentoilette raus, um mich wieder an die Arbeit zu machen. Im Moment, arbeite ich im Service in der Hotelbar. Nicht gerade die Abteilung, in der ich gerne bin, aber man muss in der Ausbildung leider jede Abteilung einmal durchlaufen. Ich werde bereits von meiner Kollegin erwartet.

„Wo warst du solange? Soll ich den Laden etwa alleine schmeißen?“, sagt Jacky gereizt.

„Sorry, ich war auf der Toilette um mein Make Up nochmal aufzufrischen.“, gebe ich leise zurück.

Die runzelt die Stirn.

„Sonst machst du es auch nicht neu. Kann es sein das du heute guten Eindruck interlassen möchtest?“, sie guckt mich fragend an.

„Guten Eindruck machen? Bei wem denn?“, ich stelle mich dumm.

„Beim neuen Chef?“, sie hebt eine Augenbraue.

„Du weißt ganz genau, dass mir die Männer im Moment scheiß egal sind und ich das Single da sein genieße!“, ich muss daran denken, was mit meinem Ex Derek vorgefallen ist. Nein, ich hab erst einmal genug vom anderen Geschlecht.

„Und dass soll ich dir glauben?“, sie lacht.

„Einen guten Eindruck zu hinterlassen, schadet nicht, schließlich bin ich noch nicht übernommen worden nach Ende der Ausbildung. Ich muss positiv wirken. Schließlich will ich ja hier bei euch bleiben.“, erinnere ich sie und starre sie finster an.

„Ich weiß Melanie. Ich drück dir dafür auch die Daumen. Hey, nicht böse sein.“, sie zieht einen Schmollmund.

Ich muss lächeln.

„Okay ich vergebe dir, aber nur weil ich weiterhin gut mit dir zusammen arbeiten will.“, ich strecke ihr die Zunge raus.

Ihr fällt die Kinnlade herunter.

„Ach, nur deswegen. Ich dachte weil ich deine Freundin bin?“, sie spielt Empörung.

Ich lache.

„Entschuldige.“, ich lächle sie an.

In diesem Moment kommt ein Haufen von Kollegen in die Bar reingestürmt.

„Was? Wie? Geht es schon los?“, fragt Jacky verwirrt.

Das Zimmermädchen, dass auf ihren Schild den Namen Megan drauf stehen hat, hüpft ungeduldig auf und ab.

„Ja, er kommt. Was meint ihr? Ob er hübsch ist? Ich bin schon so gespannt. Er soll unglaublich Sexy sein.“, schwärmt sie.

„Wer sagt denn das?“, frage ich sie.
„Clarissa die Hausdame hat ihn wohl schon gesehen.“, sagt sie leise.
„Na komm schon Mel, wir müssen schnell den Sektempfang vorbereiten.“

Während wir noch Sektgläser ein kippen, versammeln sich die Kollegen und bilden einen Halbkreis. Unser alter Boss kommt rein, in Begleitung eines jungen Gottes. Mir bleibt im ersten Moment die Spucke weg. Wow, na wenn das kein Mann ist dann weiß ich auch nicht. Dunkler Anzug, Groß, etwas Muskulös, Dunkelbraune, kurze Haare die durch das Gel eng anliegen, eisblaue Augen. Ich würde ihn auf Ende 20 schätzen. Wenn ich es nicht besser wüsste würde ich sagen Gott steht vor mir so perfekt sieht er, zumindest auf den ersten Blick aus. Ich versuche den Blick von ihm abzuwenden, um mich wieder auf die Sektgläser zu konzentrieren. Inzwischen setzt Mr. Tanner Senior, unser ehemaliger Chef, zur Rede an.

„Hallo alle zusammen! Ich freue mich, dass Sie alle sich jetzt zusammengefunden haben, um ein neues Mitglied in unseren Reihen aufzunehmen. Ich habe mir mit der Entscheidung, wer mein Nachfolger wird, sehr viel Zeit gelassen. Ich habe meinen Nachfolger auf Herz und Nieren geprüft und kann mich nun guten Gewissens zurücklehnen. Mir ist es wichtig, dass Sie Mr.Taylor, die gleiche Loyalität entgegenbringen wie mir. Damit dieses Hotel auch weiterhin eines der besten der Welt bleibt. Mir wird die Arbeit hier und mit Ihnen allen zusammen fehlen. Ich wünsche Ihnen alles, alles Gute, Gesundheit und bleiben Sie alle so wie Sie sind.“, er verneigt sich vor uns allen.

Man sieht ihm an, dass es ihm schwerfällt sein Unternehmen abzugeben, nachdem er es 30 Jahre lang geführt hat.

Er wendet sich Mr. Taylor zu.
„Ich hoffe, dass Sie das Hotel erfolgreich weiterführen und dieses tolle Team unterstützen und fördern und genauso viel Herzblut reinstecken wie ich es all die Jahre über getan habe.“, er hält ihm die Hand hin.

Mr. Taylor ergreift sie.

„Vielen Dank. Machen Sie sich keine Sorgen. Ich werde mein Bestes tun. Damit dieses Hotel noch lange bestehen bleibt.“ sagt er höflich.

Seine Stimme ist so männlich, so tief. Wow, die Stimme verursacht mir eine Gänsehaut. Verdammt, was soll das, Mel! Reiß dich zusammen und kümmere dich um den Sekt.

Mr. Taylor widmet sich seinen neuen Angestellten.

„Guten Tag. Ich hoffe, dass wir gut miteinander auskommen werden. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Ihnen und hoffe das Sie mich genauso gut annehmen, wie Mr. Tanner. Ich werde alles in meiner Macht stehende tun um dieses Haus noch erfolgreicher zu machen und ein gutes Arbeitsklima zu schaffen. Ich freue mich schon auf die Zusammenarbeit.“, sagt er ruhig und höflich.

Applaus geht durch die Halle. Nach den Gesichtern zu urteilen sind alle grenzenlos begeistert von Mr. Taylor. Besonders die Mitarbeiter im Alter zwischen 20- 30 Jahren. Sie himmeln ihn jetzt schon an, tuscheln und zupfen sich ihre Frisuren und Kleider zu Recht. Mir ist das ganze ziemlich peinlich.

Mr. Tanner lächelt.

„Wir sollten anstoßen, ich habe mir erlaubt als letzte Tätigkeit einen Sektempfang zu organisieren. Sie sind alle auf ein Glas eingeladen.“ sagt Mr. Tanner.

Das ist unser Stichwort.
Jacky und ich schnappen uns ein Tablett, stellen Gläser darauf und gehen durch die Reihen, um den Sekt zu verteilen. Jacky bedient zuerst die Chefs, während ich zwischen unseren Kollegen verteile.
Als alle Gläser verteilt sind stoßen wir an. Da viele zurück an die Arbeit müssen löst sich das ganze schnell auf. Ich bin dabei die leeren Sektgläser abzuräumen als Mr. Tanner plötzlich meinen Namen ruft.

„Miss Kelten!“, er winkt mich zu sich.

Völlig verwundert, mache ich mich auf den Weg zu Mr. Tanner. Ich stelle fest, dass auch die 3 anderen Azubis aus dem Haus dazu gerufen werden. Anscheinend will er uns jetzt persönlich mit Mr. Taylor bekannt machen.

„Mr. Taylor, darf ich Ihnen unsere Auszubildenden vorstellen. Wir legen sehr viel Wert auf eine gute Ausbildung. Ich hoffe doch dass Sie sich ihrer Annehmen und ihr Wissen weitergeben, so dass aus den jungen Damen und Herren später etwas wird.“
„Guten Tag, ich hoffe, dass wir gut miteinander auskommen werden. Wenn es Fragen oder Probleme gibt. Haben Sie bitte keine Scheu mich anzusprechen.”, Mr. Taylor gibt jedem die Hand.

Als wir uns berühren, kriege ich ein komisches Gefühl. Ich kann es nicht beschreiben. Es ist wie ein stechen im Unterleib. Als ich ihn dann auch noch in die Augen schaue, bin ich verloren. Mein Gott! Eisblaue, klare Augen. Zur Pupille hin wird das Blau etwas dunkler. Was für ungewöhnlich schöne Augen. Ich versuche meine Faszination zu verbergen und räuspere mich.
Mr. Tanner erklärt noch was zu dem Ausbildungskonzept des Hotels, aber darauf achte ich nicht. Ich versuche krampfhaft dieses Stechen und die Wärme in meinem Bauch unter Kontrolle zu kriegen. Verdammt, nicht in ihn verlieben, dass wäre das dümmste was mir jetzt passieren kann. Außerdem ist er jetzt mein Chef, das würde das Arbeitsverhältnis stören und mir die Chance auf eine Übernahme nach der Ausbildung vermasseln. Garantiert.

Plötzlich fühle ich mich beobachtet. Und mein Gefühl täuscht mich nicht. Als ich den Blick auf Mr. Taylor richte merke ich, wie er mich mustert. Von unten nach oben mustert er mich, bis unsere Blicke sich treffen. Seine Augen verengen sich etwas und sein Blick hat so was Kaltes an sich, das ich glatt wieder eine Gänsehaut kriege.

Mir gefällt sein Blick nicht. Ich kann nicht sagen warum.

Dann mache ich es genauso. Erst mustere ich ihn von oben bis unten und schaue ihn danach direkt wieder an. Ihn scheint es zu gefallen, er hebt einen Mundwinkel, so dass ein schiefes lächeln zustande kommt. Ich hasse es auf Anhieb. Es ist so arrogant, selbstverliebt, selbstsicher, einfach widerlich. Ich frage mich, ob ich mit dem Mann arbeiten kann, wenn er mich jetzt schon so durcheinander bringt.

„Gut, würden Sie dann bitte noch mit in mei… Ihr Büro kommen? Dann klären wir noch ein paar Einzelheiten.“, sagt Mr. Tanner plötzlich und holt mich in die Realität zurück.
„Sehr gerne.“, Mr. Ekelhaft schiefes Grinsen schaut mich immer noch mit kalten verengten Augen an.

Kann er damit nicht aufhören?

„Gut, dann meine Damen und Herren wünsche ich Ihnen noch viel Glück im weiteren Lebensweg und alles Gute.“, Mr. Tanner gibt jeden nochmal die Hand dann verwindet er mit Mr.Taylor in Richtung Büro.

Ich schaue ihnen nach. Ich weiß nicht was ich von Mr. Ekelhaft schiefes Grinsen halten soll. Eins ist klar und das spüre ich. Da kommt noch was auf mich zu. Die Sache mit ihm, wird anders laufen als mit Mr Tanner. Ganz sicher.
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Bitte, Bitte Kommis hinterlassen! Ich bin schon sehr gespannt! Bis zum nächsten mal!

Eure Ladylike
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