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Nicht mehr als ein Blat-Papier

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
19.11.2013
15.05.2019
43
10.230
 
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19.11.2013 363
 
Gedanken schlagen an jedes Ende meines Schädels.
Und Gefühle brennen sich durch die sorgsam
gezogen Feuerschutz-Mauern.
Ich jage ich ihnen nur noch hinterher,
um sie zu ordnen und ihnen
ihren verloren Sinn zurück zugeben.
Es ist ein wirrer Sturm aus beschriebenen
und leeren blättern der wild-wirbelnd
um meine verlorene Gestalt kreist.
Nur die Fetzen bleiben noch an mir kleben.
Umhüllen mich mit ihren Geschichten,
ihren Prophezeiungen und finsteren Flüchen.

Ein winziger funke alleine genügt
um diese in Brand zu setzen.
Entfesselt so einen wahren Feuersturm
der immer mehr von ihnen verbrennt.
Flamen die mich Geiseln und gefangenhalten.
Versengen die Träume die ich zum Atmen brauche.

Feuer reinigt die geschundene Seele.
Lege ein Gegen-Feuer mit meinen Sehnsüchten.
Ich muss es einfach brennen lassen,
die Asche als Rohstoff für meine neue Welt.
Hoffe das ein paar liebliche Zeilen auch nach
den nächsten Lufthauch auf ihnen erhalten bleiben.
Vielleicht sehne ich mich im verborgenen danach,einfach los zu lassen und
das scheinbar unvollkommene nie vollendete dem Feuer zu Opfern.

So bleibt kaum etwas das nicht zur Gänze verloren scheint.
Nur diese liebende Aufrichtigkeit die sich noch in der tiefe verbirgt.
Verletzt,gedemütigt und verraten aber wahrhaft und beständig.
Die Wahrheit welche sich nur offenbart wenn die Augen
selbst in der Finsternis der geschlossenen Lieder suchen.
Zu welchem Zweck und vor allem vor wem versteckt?
Was lässt die verkohlte Seele diese Schmerzen ertragen?

Ich bin nicht immer stark,
oft sensibel wenn nicht labil.
Fürchte mich vor meinen Schatten.
Den eigenen Prophezeiungen.
Dem ewigen Spiel in der einsamen Dunkelheit.
Der Macht die jemand für mich bedeutendes
über mich hat.

Oft bin ich jemand anderes,
eine geliebte oder gehasste Rolle.
Die auch ein ehrlicher teil von mir selbst ist.
Ein Schauspiel ohne Täuschung,
ein Versteck ohne Absicht.
Übernimmt jemand anderes das Ruder,
während ich so weit fort bin,
an diesen Orten die sonst niemand kennt.
Ungewiss ob ich je wieder zurück kehre.

Oft vergesse ich meine eigenen Geschichten
und versuche sie mit einem roten Faden zu rekonstruieren.
Sie mit gewonnen Erkenntnissen zu vervollständigen.
Glaube dann aber selbst selbst nicht mehr daran.
Nur wenn wieder einmal etwas unmögliches geschieht.
Doch kann ich dieser Erinnerung wirklich trauen?
 
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