Journal of a Man of Letters

GeschichteAllgemein / P12
Dean Winchester Sam Winchester
19.11.2013
20.11.2014
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Wie würde es aussehen, wenn Sam Winchester in seiner Eigenschaft als „Man of Letters“ ein Tagebuch schreiben würde? Gefunden habe ich die Antwort in dieser faszinierenden, fantastischen Idee von Petite-Madame (http://journal-of-a-man-of-letters.tumblr.com/page/8), die für Text und künstlerische Gestaltung verantwortlich zeichnet und mir nur freundlicherweise die Erlaubnis gegeben hat, die ganze Sache ins Deutsche zu übersetzen. Ich hoffe, daß mir das in ihrem und eurem Sinne gut gelungen ist. ACHTUNG: Spoiler Staffel 8 und 9!



Ich werde immer zu den jeweiligen Einträgen die Links zum Original voranstellen ... schließlich bin ich nicht der Urheber des Ganzen (nur der Übersetzer) und zum zweiten möchte ich euch auch nicht die wirklich tolle künstlerische Gestaltung vorenthalten ... leider lassen sich ja hier keine Bilder einfügen.


Kapitel 1: Eintrag #1 bis #3

#1: http://journal-of-a-man-of-letters.tumblr.com/post/49001057907/sam-winchesters-journal-entry-1-my-name-is-sam

#2: http://journal-of-a-man-of-letters.tumblr.com/post/49210160984/sam-winchesters-journal-entry-2-i-collapsed

#3: http://journal-of-a-man-of-letters.tumblr.com/post/49724828112/sam-winchesters-journal-entry-3-im-starting



Sam Winchesters Tagebuch -  Eintrag #1

Mein Name ist Sam Winchester.

So wie mein Großvater und sicher auch dessen Großvater vor ihm, bin ich ein Man of Letters, ein Mitglied einer geheimen Gesellschaft, die sich der Erforschung des Übernatürlichen widmet. Eigentlich sollte es Dutzende von uns geben, aber Dean und ich sind die einzigen, die übrig sind.

So weit ich weiß, jedenfalls.

Im Moment bin ich mir über nichts sicher. Ich habe bessere Tage gehabt … und auch bessere Nächte.



Sam Winchesters Tagebuch -  Eintrag #2

Ich bin heute Morgen in der Küche zusammengebrochen. Es war heftig, unerwartet, so als ob mir jemand einen Baseballschläger auf den Hinterkopf geschlagen hätte.

Als ich aufwachte, war Dean da, sichtlich erleichtert, mich von den Toten zurückkehren zu sehen.

Er hat nichts gesagt. Er hat nur geseufzt, mir aufgeholfen und mich in mein Zimmer zurückgebracht, so gut er konnte. Wir sind zweimal fast hingefallen und ich bin auf dem Weg dahin irgendwo dagegen gelaufen.

„Es ist nichts...“, sagte Dean: „... nur diese kleine Affenstatue nahe … Sam, um Himmels Willen! Warum zur Hölle versuchst du, sie aufzuheben. Sie ist ohnehin kaputt. Ja, wir werden uns später darum kümmern. Es ist NICHTS, Sam, wenn ich es dir doch sage!“

Nichts, na klar. Ich habe lediglich eine seltene, chinesische Antiquität aus dem 16. Jahrhundert zerbrochen. Es gibt nur drei davon auf der Welt. Ok, jetzt nur noch zwei.

„Ok, Bigfoot, Zeit, dich ins Bett zu legen. Ich werde noch ein bißchen bei dir bleiben. Und wenn du es dir wagst, auch nur einmal 'Mir geht es gut!' zu sagen, enthaare ich deinen Kopf mit Klebeband, kapiert?“

Normalerweise liebe ich es, Dean zu widersprechen, einfach um des Widerspruchs willen, aber ich kann nicht lügen. Es geht mir nicht gut.



Sam Winchesters Tagebuch -  Eintrag #3

Ich beginne zu verstehen, was Metatron mit „Nachhall der Welt“ gemeint hat. Ich dachte, das Chaos in meinem Kopf hätte irgendwann, nachdem wir das Hotel verlassen hatten und in die Sicherheit unseres Unterschlupfs zurückgekehrt waren, aufgehört, aber es wurde nur schlimmer in der folgenden Nacht.

Ich habe ein Level der Wahrnehmung erreicht, das ich niemals für möglich gehalten hatte. Ich kann deutlich Dean und Cass hören, die sich zwei Stockwerke über mir unterhalten, kann den Geruch der Pinienwälder rund um den Bunker riechen und fühle den Wind auf meinem Gesicht, der über den Gleisen in der Nähe weht. Ich kann ebenfalls die Erinnerungen sehen, die schon lange vergessen sind, jede Einzelheit.

Ich erinnere mich an eine Zeichnung von Dean und mir, die ich gemacht hatte, als ich etwa zwei Jahre alt war. Ich erinnere mich an das Monster, das mich beinahe während meiner ersten Jagd in Stücke gerissen hätte. Ich erinnere mich an die alte Uhr, die Bobby normalerweise in einem hölzernen Kästchen aufbewahrte und die wir unter keinen Umständen anfassen durften.  Ich erinnere mich an den Schmerz, den ich fühlte, als Dean von einem Höllenhund bei lebendigem Leibe gefressen wurde.

Dieses ganze Chaos sollte keinen Sinn machen, aber jetzt ist alles so klar, fantastisch, schreckenerregend und wunderschön zugleich.
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