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Regeln

GeschichteAllgemein / P12 / Gen
17.11.2013
04.08.2019
11
63.561
3
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Dieses Kapitel
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17.11.2013 1.277
 
Disclaimer: Die Serie "Katekyo Hitman Reborn" gehört Akira Amano.


Hey minna. Ich dachte mir, ich reih mich hier mal ein und lade eine Geschichte hoch. Hoffe sie gefällt euch und ihr habt Spaß am Lesen.



Prolog


Wenn man in einer Stadt lebte, in der die Mafia das Sagen hatte, gab es eigentlich nur zwei wichtige Regeln, die man zu befolgen hatte. Erstens: „Misch dich nie in ihre Angelegenheiten ein“ und zweitens: „Nimm ihnen nie etwas weg“. Aufbauend darauf, konnte man die Menschen die in solchen Städten lebten auch gut in zwei Gruppierungen stecken. Jene die an ihrem Leben hingen und deswegen diese Regeln befolgten und die anderen, die alles daran setzten die Mafia auf die Palme zu bringen. Als Diebin, die es sich zur Aufgabe gemacht hatte, die betuchten Mafia Familien auszurauben, gehörte Gaia Vales zwangsläufig zur aussterbenden Gruppe. Nicht, dass es ihr was ausmachte. Sie stahl gerne und da war ein gewisses Risiko eben nicht zu vermeiden. Mit ihren bisherigen Einbrüchen gehörte sie auch noch lange nicht zu den Besten, aber doch zumindest schon mal in die gute mittlere Schicht der Diebe und konnte bereits einige Triumphe gegen den  neuen Sicherheitszuständigen der Mafia Familien erlangen. Verde. Sie hatte ihn noch nie zu Gesicht bekommen, aber seine Sicherheitseinrichtungen hatten ihr, öfters als ihr lieb war, um es einmal vorsichtig auszudrücken, größere Verletzungen beigebracht.
Jetzt aber saß sie auf einem der Dächer der Stadt, ließ die Beine von der Brüstung baumeln und genoss die Aussicht auf das Meer. Neben sich hatte sie den kleinen Beutel an Plunder gelegt, den sie bei ihrem heutigen Einbruch mitgenommen hatte. Es war wirklich nicht viel dabei rum gekommen und die Verbrennungen, die ihr Verdes neue Maschine zugefügt hatten sahen wenig freundlich aus. Obwohl – was sah an einer Verbrennung zweiten Grades schon freundlich aus? Aber alles in allem war sie zufrieden. Immerhin hatte sie es zum ersten Mal geschafft, drei Maschinen auf einmal zu zerlegen. Neuer Rekord also.
Beruhigt nicht geschnappt worden zu sein, legte sie ihren Kopf in den Nacken und blickte zu den Sternen, während sie unbeholfen nach dem Beutel neben sich tastete. Sie wusste gar nicht mehr so genau, was sie eigentlich alles mitgenommen hatte.
Bedächtig begann sie den Beutel zu öffnen und beugte sich gerade über ihn, als plötzlich etwas aus dem Inneren auf sie zugeschossen kam. Erschrocken wich sie zurück, viel rücklings von der Brüstung und landete unangenehm auf dem Dach hinter ihr. „Was zum Teufel…?“ mürrisch rieb sie sich ihren schmerzenden Rücken und ließ ihren Blick über das Gelände schweifen, bis sie erst merkte wie etwas an ihrem Hemd zog. Direkt vor ihr, auf ihren Beinen, stand ein kleines Kind im schwarzen Anzug und mit Sonnenbrille und hielt einen Regenschirm in seinen Händen. „Ciao. “
„Du bist ein….Kind“ stellte Gaia noch immer leicht geistesabwesend fest. “Ich bin kein Kind. Ich bin Arcobaleno in Ausbildung” kam es von dem Jungen, der ihr scheinbar direkt in die Augen sah und schließlich begann auf ihren Beinen auf und ab zu wandern. „Was machst du mit Akupunktur?“ Kopfschüttelnd, setzte sie sich weiter auf und blickte dann zu ihrem Beutel. Ihr schwante böses. Hatte sie etwa in der Eile des Diebstahls ein Kind in den Beutel gestopft? Hastig ging sie nochmal alles durch, aber ihr viel kein Moment ein, wo sie dieses Kind schon mal gesehen hätte.
„Ich habe mich an deine Fersen gehängt, weil du die Beste sein sollst.“ Verwirrt blickte sie nun wieder zu dem Kleinen und zog ihre Augenbrauen zusammen. „Du meinst du bist freiwillig in meinem Beutel geklettert? Sag mal LÄUFTS bei dir noch ganz rund?“ fauchte sie und packte den Zwerg am Kragen. „Ich bin doch kein Fuhrpark für Hosenscheißer.“ Bereits im nächsten Moment traf ihren ohnehin schon lädierten Kopf, der Regenschirm des Kinds mit voller Wucht und ließ sie Sterne sehen. „Wofür war das denn“ maulte sie und ließ den Jungen wieder fallen. „Man macht keine Witze über die Arcobaleno – sowas nennt man Respekt.“ „Sagtest du nicht du bist in der Ausbildung?“ nuschelte sie und rieb sich den Kopf. Jetzt wo sie genauer darüber nachdachte. Irgendwo hatte sie schon mal von diesen  Arcobaleno gehört. Angeblich sollten es die stärksten Kleinkinder sein die es gab und jeweils ein andere Himmelsflamme in sich tragen. Nichts anderes als Mafia also.
„Von denen gibt’s doch schon sieben oder so…und was willst du für einen darstellen?“ „Das sieht man doch“ maulte der Kleine und drehte sich schwunghaft um. „Ich werde der nächste Regenschirm Arcobaleno.“
„Du kannst froh sein, wenn du nicht in die Klapse kommst.“ Mit einem einzigen Ruck stellte sich Gaia wieder auf ihre Füße, wodurch der Kleine eine schmerzhafte Bekanntschaft mit dem Boden machte. Grinsend besah sie sich das Ganze und griff dann nach ihrem Beutel. Geschah dem Knirps recht. „Hoffe es tat weh.“ Missgelaunt blähte der Kleine die Backen. „Wir Arcobaleno können gut mit Schmerz umgehen.“
„Du bist aber keiner.“ „Und deswegen brauch ich ja auch dich.“ Mit strahlenden Augen sah er zu Gaia auf, die sich einfach abwand und durch eine Tür das Dach verließ. Der Junge hatte doch nicht mehr alle Latten am Kanister. Soweit kam´s noch, dass sie jemandem half, der irgendwas mit der Mafia zu tun haben wollte. Und dann auch noch mit den Arcobaleno. Sie machte ja viel Scheiße mit, aber so viel Lust aufs Sterben, hatte sie nun auch wieder nicht.


Der Weg zu ihrem Apartment war nicht weit und wenn man durch einen nahe gelegenen Park ging, hatte man zumindest meistens was zu schauen. So schlenderte Gaia gemütlich über den Sand, der unter ihren Füßen knirschte, als sie auch schon wieder diese nervige, kleine Stimme wahrnahm. „Du hast heute selbst gesagt, dass du drei auf einmal besiegt hast. Hilf mir.“ „Geh nach Hause“ brummte Gaia und beschleunigte ihren Schritt. „Ich gehe erst, wenn du zusagst dass du mir hilfst.“ „Nein“ „Du musst mir helfen.“ „Muss ich nicht“ „Doch“ “Herr Gott“ fauchte sie und wirbelte herum, konnte allerdings niemanden sehen. Wo steckte dieses Biest jetzt schon wieder? „Hilf mir.“ Fragend blickte sie an sich runter und sah wie sich der kleine Junge an ihrem Hosenbein festklammerte. „Lass los“ fauchte sie und schüttelte das Bein, wodurch der Junge bei jedem Ruck auf und ab geschleudert wurde. „Nein – du sollst mir helfen.“ „Ich will dir aber nicht helfen und jetzt lass mein Bein los.“ „Wenn du mir nicht hilfst, dann ….dann sing ich eben“ und damit erhob der Knirps schon seine penetrante, helle Stimme und fing an das Lied „Frére Jacques“ in Dauerschleife vor sich hin zu blöken.
Nun stand sie also hier, mit einem Kind am Bein, dass die halbe Nachbarschaft weckte und ihr noch den letzten Nerv raubte.
„Jetzt halt doch endlich mal den Rand“  irgendwo zwischen der fünfzehnten und zwanzigsten Wiederholung, hatte sie begonnen sich die Blecheimer zurückzuwünschen, die ihr noch vor einigen Stunden die Haut versengt hatten. Wenigstens da hatte es noch ein Ende gegeben. „Erst wenn du sagst dass du mir hilfst“ plusterte sich der Kleine wieder auf. „Himmel….“ Seufzend ergab sie sich in ihr Schicksal. Was konnte schon schlimmer sein als das hier? „Von mir aus – ich helf dir.“ Strahlend sprang der Kleine auf den Boden und tanzte jubelnd um ihre Beine herum. Für einen Moment sah sie ihm dabei zu, bevor sie mit ihrem Fuß ausholte und ihn mit einem gewaltigen Tritt in die Luft beförderte. „Ich hol dich morgen ab Gaia Vales– dann geht’s nach Japaaaaaaaa…“ schrie ihr der fliegende Zwerg noch zu.
Woher kannte der nun schon wieder ihren Namen? Und warum eigentlich nach Japan?
Stumm blickte sie in die Nacht hinein und fragte sich ganz ehrlich, auf was sie sich da nur wieder eingelassen hatte.
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