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Nach dem Sieg

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P18 / MaleSlash
16.11.2013
08.07.2016
37
136.294
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16.11.2013 5.063
 
Erde, an Board der Normandy

Liara und Kira hatten sich noch in den Armen gelegen und sich gefreut, als Kira in den Kommunikationsraum gerufen wurde. Kurz danach musste sie das Schiff verlassen, um sich mit der Allianzführung zu treffen. Sie hatte noch Liara zugerufen, dass sie sich später wiedersehen würden und war dann auch schon weg.
Die Asari war jetzt auf dem Weg, in ihr altes Büro auf der Normandy. Sie war glücklich, nicht nur weil sie Kira wieder hatte, sondern auch weil diese sich richtig gefreut hatte, dass sie ein Kind bekamen.
Nun war es höchste Zeit, dass der Shadow Broker herausfand, was von seinem Netzwerk noch da war, und dass er versuchte den Schaden zu begrenzen, den die Reaper angerichtet hatten.
Sie betrat ihr Büro, da meldete sich auch schon Glyph: „Es ist schön sie wiederzusehen, Doktor T'Soni.“
„Hallo Glyph. Ich möchte, dass du über verschlüsselte Frequenzen eine Anfrage an alle Agenten schickst.“
„Sehr gerne“, antwortete Glyph und schwebte zu seiner Station.
In der Zwischenzeit flog Cortez, Kira im Shuttle zur Citadel. Die Station schwebte noch immer, halb zerstört, im geostationären Orbit über London. Lediglich der Hauptring der Citadel und einer der Arme waren bereits wieder mit Energie versorgt, während die restlichen vier Arme noch abgetrennt neben der Station her schwebten. Auf der Citadel befanden sich derzeit das provisorische Hauptquartier der Allianz und die wenigen Vertreter der galaktischen Völker, welche eine Art provisorischen Rat bildeten.
Eigentlich wäre Shepard jetzt lieber bei Liara geblieben und war auch noch tief in Gedanken an ihr gemeinsames Kind und die Zukunft, sodass sie erst mitbekam, dass sie gelandet waren, als Cortez sie direkt ansprach: „Admiral, wir sind da.“
Aus ihren Gedanken aufgeschreckt nickte Shepard kurz und stieg dann aus dem Shuttle, wo sie bereits von einem Lieutenant der Allianz erwartet wurde, welcher sie zu Hackett führen sollte. Auf halbem Weg trafen sie auf Anderson, der sie begrüßte und sich dann an den Lieutenant wandte: „Sie können wegtreten. Ich werde den Admiral begleiten.“
„Und Shepard? Wie hat ihre Crew unseren kleinen Scherz verkraftet?“
„Was soll ich sagen Anderson, sie waren ziemlich sauer, als ich das Schiff betreten hatte, aber ich glaube die Wiedersehensfreude und die anschließende Landung auf der Erde haben sie wieder milde gestimmt“, antwortete sie und grinste.
Admiral Hackett hatte Shepard die Aufgabe erteilt, mit der Normandy zu Kolonien zu fliegen, von denen bis jetzt keine Informationen kamen und deren Situation zu untersuchen. Sie wollte eigentlich lieber etwas anderes machen, sah aber ein, dass man den Überlebenden auf den Kolonien, falls noch jemand da sein sollte, helfen musste. Als sie Hackett fragte, warum er ihr das nicht einfach per QVK mitgeteilt habe, meinte er, dass die Vertreterin der Asari mit ihr sprechen wolle.
Nachdem sie mit Ihrer Mutter noch abgeklärt hatte, welche Reparaturen vor ihrem Aufbruch noch an der Normandy erledigt werden müssten machte sie sich auf den Weg zu ihrem Treffen mit der Asari.
„Ratsherrin Tevos, schön Sie zu sehen“, meinte Shepard, als sie erkannte wer die Asari war, mit der sie sich treffen sollte.
„Das bin ich ebenso Admiral Shepard. Ich will ihnen meine Bewunderung und den Dank meines gesamten Volkes aussprechen, ohne Sie wäre keine Asari mehr am Leben.“
„Das war doch meine Aufgabe“, gab Shepard etwas verlegen als Antwort. Der ganze Rummel um sie war ihr nach wie vor nicht ganz geheuer.
„Aber es war eine unmögliche Aufgabe und dennoch stehen wir jetzt beide hier.“ Die Asari verneigte sich leicht vor Shepard.
„Da ich weiß, dass sie noch andere Aufgaben haben, sollten wir vielleicht zu dem Grund kommen, aus welchem ich Sie hergebeten habe. Die Vertreter der Regierungen, haben vor die Abteilung Special Tactics and Reconnaissance wieder aufzubauen und möchten Sie als Agentin behalten.“
„Es wäre mir eine Ehre.“
„Gut, dann werde ich das weiterleiten. Ich habe noch einen weiteren Grund, warum ich sie herbat. Unsere Regierung auf Thessia wurde vernichtet, aber eine der wenigen Matriarchinnen, welche jetzt versuchen alles zusammen zuhalten bittet darum, dass Sie sich persönlich einer wichtigen Sache annehmen.“
„Worum geht es dabei? Ich habe eigentlich einen anderen Auftrag von der Allianz erhalten.“
„Das weiß ich leider nicht Admiral. Matriarchin Aethyta hat nu-“
„Aethyta lebt? Das sind sehr gute Nachrichten. Ich werde sehen was ich tun kann“, unterbrach Sie die ehemalige Ratsherrin.
„Sie kennen also die Matriarchin?“
„Ja wir sind uns zweimal begegnet.“
Sie sprachen noch kurz und so erfuhr Shepard, dass sich alle Völker gemeinsam daran gemacht hatten, das Portalnetzwerk zu reparieren, und dass es Pläne für ein Galaktisches Parlament gab, in dem dann jede Spezies, die sich dem Citadelraum anschließt, einige Vertreter haben solle.

Auf dem Rückweg zur Normandy, hatte Shepard beschlossen erst nach Thessia zu fliegen und Hackett darüber informiert, dass sie weiterhin ein Spectre sei. Hackett hatte sich, aufgrund der neuen Situation, einverstanden erklärt, dass die Normandy vorerst nach Thessia fliegen sollte. Kurz bevor Cortez die Normandy erreichte, wollte Shepard noch woanders hin, da sie etwas in Auftrag geben wollte. Nachdem das erledigt war, flogen sie zurück zum Schiff.
„EDI, wo ist Liara“, fragte Shepard als erstes, als sie wieder an Board war.
„Liara befindet sich in ihrem Büro Admiral.“
„Danke EDI.“
Kira wollte ihrer Freundin sagen, dass ihr Vater überlebt hatte und sie Aethyta besuchen würden.
Liara sah kurz von ihrer Konsole auf und lächelte, als Kira das Büro mit den vielen Monitoren betrat.
„Ich glaube ich habe gute Neuigkeiten für dich“, lächelte Kira zurück und zog die Asari dann zu einem Kuss in ihre Arme.
„So? Was gibt es denn?“
„Dein Vater lebt. Sie ist auf Thessia.“
„Ich weiß schon.“
„Du weißt?“, stockte die Frau erstaunt, um Sekunden darauf zu begreifen was vor sich ging, „Ich sehe schon, es braucht also mehr als so eine kleine Reaperinvasion, damit mein kleiner Shadow Broker nichts mehr mitbekommt.“
„Tja, ich hatte sehr viele Agenten und für den Sieg Vorkehrungen getroffen.“
Liara lächelte ihre Freundin an aber sagte dann traurig: „Ich konnte meinen Vater aber noch nicht erreichen. Dabei wollte ich ihr doch sagen, dass ich noch lebe und ihr von unserem Kind erzählen.“
„Dann ist es ja gut, dass wir nach Thessia gerufen wurden. Aethyta hat nach mir gefragt.“
„Dann kann ich es ihr ja sogar persönlich sagen“, freute sich Liara und fiel Kira strahlend um den Hals.
„Ach verdammter Mist“, fluchte diese, als es ihr bewusst wurde.
„Ich habe meiner Mutter ja auch noch nichts gesagt. Sie weiß ja nicht einmal, dass wir zusammen sind und dabei habe ich sie vorhin, auf der Citadel, noch gesprochen“, erklärte Kira sich erschrocken der fragend blickenden Asari.
„Wieso denn das? War ich dir peinlich?“, fragte Liara gespielt beleidigt und kniff Kira in die Seite.
„Was? Nein. Es war nur...Es war soviel anderes zu tun im Krieg. Ich habe es einfach vergessen. Was hältst du davon, wenn ich sie frage, ob sie heute nochmal zeit für mich hat und du dann einfach mitkommst?“
Liara gab Kira als Antwort nur einen leidenschaftlichen Kuss.
„Das deute ich dann mal als 'Ja'“, meinte sie schließlich, nachdem sie sich wieder getrennt hatten und machte sich etwas wehmütig auf den Weg in die Kommunikationszentrale.
Nach kurzer Zeit, wurde sie schließlich zu Hannah Shepard durchgestellt.
„Hallo mein Schatz, ist noch irgendetwas mit der Normandy, was du vergessen hast?“
„Nein, nein. Ich wollte fragen ob du heute noch einmal Zeit für mich hast? Ich müsste dir etwas wichtiges erzählen.“
„Das wird schwierig geht es denn nicht so?“
„Ich würde es dir lieber persönlich sagen und ich glaube das wäre dir auch lieber.“
Die ältere Shepard überlegte eine Weile und sagte dann: „Also, ich muss in drei Stunden in ein Depot in Kiel. Wie wäre es, wenn ich in fünf Stunden zu dir komme?“
„Das ist mir recht. Wir sehen uns also dann, Mom.“
Da sie jetzt noch fünf Stunden Zeit hatte, wollte Shepard alles für die Abreise am nächsten Tag vorbereiten. Sie schickte allen Crewmitgliedern eine Nachricht, dass diese sich rechtzeitig an Board einfinden sollten und setzte Joker und EDI über das Ziel in Kenntnis.
Nachdem sie alles vorbereitet hatte ging sie zu Liara.
„Hey meine Schöne“, sagte sie und schlang ihre Arme von hinten um die Asari.
„Hast du deine Mutter erreicht?“
„Ja habe ich. Sie kommt in etwas über 3 Stunden her.“
„Oh schon?“ Liara wirkte jetzt etwas nervös und wand sich aus der Umarmung.
„Was ist denn plötzlich los?“, fragte Kira verunsichert.
„Nichts. Es ist nur...ich kenne sie ja nicht und...“
„Na sag schon wovor hast du Angst?“
„Was wenn sie mich nicht mag?“
Kira musste lächeln, als sie Liara so sah. Die Asari vor ihr erinnerte sie gerade weniger an den mächtigen Shadow Broker, der sich mit biotischen Angriffen gegen hunderte Reaper gewehrt hatte, als viel mehr an die kleine schüchterne Asari, welche sie damals aus einem Kraftfeld befreien musste.
„Mach dir da mal keine Sorgen. Sie ist meine Mutter. Sie war zwar nicht immer mit allem einverstanden, was ich getan habe, oder mit wem ich mich abgegeben habe, aber sie hat es immer akzeptiert. Ich bin mir sicher, dass ihr euch verstehen werdet und selbst wenn nicht ich lasse euch jetzt nicht mehr gehen“, grinste Sie und drückte ihr einen besitzergreifenden Kuss auf die Lippen, während sie sie fest in die Arme schloss.

Liara war nervös. Sie sollte in Kiras Quartier warten, während diese ihre Mutter abholte. Sie machte sich viele Gedanken darüber, wie Hannah Shepard auf die kommenden Enthüllungen reagieren würde. Könnte sie Liara akzeptieren? Sie war schließlich kein Mann, ja noch nicht einmal ein Mensch. Sie hoffte es sehr, da sie den Rest von Kiras Leben mit ihr verbringen wollte. Sie schob den Gedanken schnell beiseite, immerhin lebten Menschen nicht sehr lange und sie wollte bei ihrem Treffen mit Kiras Mutter nicht weinen, was aber mit Sicherheit passieren würde, wenn sie sich vor Augen führte, dass Kira in wenigen Jahrzehnten sterben würde.
Liara hörte das zischen der Tür und sah zum Eingang, wo gerade die beiden Shepards eintraten.
„Also was ist denn jetzt so wichtig?“, fragte Hannah Shepard und wirkte etwas gehetzt. Als sie Liara erblickte stutzte sie kurz, dachte sich aber nichts weiter.
„Oh, Doktor T'Soni richtig? Ich bin Hannah Shepard, freut mich Sie kennen zu lernen. Haben Sie auch noch etwas mit meiner Tochter zu besprechen?“
„Nein Mom, Liara ist hier, weil das, was ich dir sagen möchte, auch sie betrifft.“
Liara verkniff sich ein Schmunzeln, als sie bei der älteren Shepard die gleiche Geste mit der hochgezogenen Augenbraue entdeckte, welche sie bei Kira schon sooft gesehen hatte.
„Also gut. Worum geht es denn, dass es auch eine Expertin für Protheaner betrifft?“
Kira deutete den beiden an, sich aufs Sofa zu setzen und nahm selbst neben Liara platz und griff nach ihrer Hand.
„Mom ich habe da schon fast ein schlechtes Gewissen, dass ich es dir nie gesagt habe, aber deswegen wollte ich ja, dass wir uns treffen“, redete Kira um den heißen Brei herum. Liara drückte die Hand in ihrer Freundin etwas fester, da sie sich im Moment nicht ganz wohl fühlte, worauf Kira ihr beruhigend in die Augen sah, bevor sie weitersprach.
„Ich...Nein, Wir wollten dir etwas mitteilen.“ Sie wusste nicht genau, wie sie es ausdrücken sollte, da kam ihr ihre Mutter zuvor.
„Seid ihr zwei etwa ein Paar?“
„Ja aber wie?“
„Ich bin nicht blind Schatz ich kann doch sehen wie ihr euch gerade angesehen habt.“ Hannah Shepard lächelte die beiden an, was beide nach einem kurzen Schuldbewussten Blick erwiderten.
„Wie lange denn schon wenn ich fragen darf?“
Jetzt sagte auch Liara zum ersten mal etwas: „Eigentlich seit dem Kira Saren gejagt hatte.“
„Und warum wart ihr jetzt so nervös es mir zu sagen? Ich freue mich doch für euch, auch wenn ich es gerne eher erfahren hätte.“
„Ich hatte Angst, dass Sie mich nicht akzeptieren, weil ich kein Mann und auch kein Mensch bin“, erklärte Liara schüchtern.
„Warum sollte ich das nicht? Ich wusste schon lange, das meine Kira nichts für Männer übrig hatte und das du eine Asari bist stört mich auch nicht. Ich habe Kira beigebracht niemanden von vornherein zu verurteilen, egal von welcher Rasse, also darf ich es selbst auch nicht machen.“
Sie sprachen noch eine Weile darüber, wie sich Kira und Liara kennengelernt hatten und Hannah Shepard fragte Liara regelrecht über sich aus. Alles in allem war es aber eine entspannte Atmosphäre, sodass Kira endlich sagen wollte, dass sie ein Kind bekommen würden.
„Mom, es gibt da aber noch etwas, dass du wissen solltest. Ich hoffe du hast nichts dagegen Oma zu werden“, grinste die junge Shepard ihre Mutter an.
„Nein, das darf doch nicht wahr sein. Wirklich?“, platzte die überraschte Frau freudig heraus und sah zwischen Liara und Kira hin und her, welche sich anlächelten und dann nickten.
„Siehst du ich habe es dir ja gesagt. Meine Mutter hat nichts gegen dich“, lachte Kira und knuffte Liara in die Seite, worauf die Asari zusammen zuckte.
„Kira Elisa Shepard, ärger mir meine zukünftige Schwiegertochter nicht“, sagte Hannah Shepard mit gespielter Strenge in der Stimme, „Ihr wollt doch heiraten oder?“
„Wir haben uns da ehrlich gesagt keine Gedanken gemacht meinte Liara“, und sah leicht violett anlaufend zum Boden.
„Dann wird es aber zeit Kira“, meinte ihre Mutter mit einem strengen Gesichtsausdruck.
„Ja Mom, aber der Rest meines Lebens ist doch so eine Lange Zeit“, sagte sie mit einem Tonfall, der allen zeigen sollte, dass es nur ein Scherz sein sollte, schließlich hatte sie bei ihrem Ausflug mit Cortez bei einem Goldschmied haltgemacht.
„Mitchel und Miranda haben schließlich gesagt, dass ich wesentlich älter werde, als ein normaler Mensch“, sagte sie, als würde sie über das letzte Frühstück plaudern.
„WAS??“, riefen die beiden anderen Frauen gemeinsam aus.
„Was soll das heißen?“, flüsterte Liara.
„Das heißt, dass ich durchaus die Chance habe, so alt zu werden wie du.“
Liara konnte in diesem Moment nicht reagieren. Sie musste erst realisieren, was das bedeuten würde. Sie würde Kira nicht so früh verlieren, wie sie befürchtet hatte und sie könnten gemeinsam alt werden.
„Du bist unmöglich Kira. Glaubst du nicht, dass es vielleicht besser gewesen wäre, wenn du uns das eher gesagt hättest. Sieh mal was du angestellt hast“, schimpfte ihre Mutter, deutete auf die regungslose Liara und schaute ihre Tochter fassungslos an, als ihr Omnitool piepste.
„Schon so spät, tut mir Leid Kinder ich muss los, sonst fliegen morgen 2 Kreuzer ohne Besatzung los. Kira, sieh zu das du das auf die Reihe kriegst.“
„Ja Mom, es tut mir leid“, gab Kira nach und sah schuldbewusst drein.
Die ältere Frau verabschiedete sich schnell aber herzlich von Liara, die gerade aus ihren Gedanken zurückkehrte und ließ sich dann von Kira zu ihrem Shuttle bringen.
„Hast du wirklich nicht vor Liara zu heiraten, Schatz?“
„Doch Mom, ich habe heute morgen Ringe in Auftrag gegeben. Ich habe sie nur noch nicht gefragt“, lächelte Kira verlegen.
„Dann ist ja gut. Sie macht einen netten Eindruck auf mich, im Gegensatz zu deinen früheren Eroberungen. Ich freue mich jedenfalls für euch beide.“
Kira machte auf dem Rückweg zu Liara in der Messe halt, da sie glaubte, dass Liara jetzt einen Tee gebrauchen könnte.
So kam sie wenige Minuten später wieder in ihr Quartier, wo Liara noch immer auf dem Sofa saß. Sie stellte eine Tasse vor ihre Freundin und sagte: „Ich glaube den kannst du jetzt gebrauchen. Es tut mir Leid, dass ich dich gerade so überfahren habe. Ich hätte es dir schon gestern sagen sollen.“
„Ist es wahr, dass ich dich länger haben kann?“
„Ja ist es, das heißt wenn du das willst. Sie konnten mir zwar nichts genaues sagen, aber sie meinten, dass es möglich wäre, dass ich auf natürlichem Weg gar nicht sterbe.“
Sie schwiegen und Kira wusste nicht, was sie noch sagen sollte, weshalb sie nur über Liaras Hand strich.
„Das ist schön. Zumindest der Teil, dass ich dich nicht frühzeitig verlieren werde“, sagte Liara und schmiegte sich an die Frau neben sich.
„Liara, wer weiß eigentlich alles, dass du schwanger bist?“, fragte Kira nachdenklich.
„Ashley, Doktor Chakwas und, wenn EDI ausnahmsweise nicht getratscht hat, niemand weiter.“
„Ich habe mich an ihre Bitte, niemandem etwas zu sagen gehalten, Liara“, kam prompt die Antwort der Schiffs-KI.
„Das müssen wir bei Gelegenheit nachholen“, sagte Kira nachdenklich.
„Ich will morgen auf dem Flug unsere Freunde fragen, was sie eigentlich jetzt machen wollen. Ich habe sie gebeten noch mit nach Thessia zu kommen, aber wenn sie zu ihren eigenen Völkern wollen, können wir sie dort noch hinbringen, wenn wir von Thessia zurückfliegen. Was hast du eigentlich vor?“
Liara wusste nicht genau was sie von der Frage halten sollte.
„Wie meinst du das? Ich will bei dir bleiben.“
„Das hoffe ich doch auch“, sagte Kira und schmunzelte über den irritierten Blick der Asari, „Allerdings glaube ich auch, dass die Normandy nicht der richtige Ort für unsere Tochter sein wird. Vielleicht sollten wir uns einen Ort zum wohnen suchen.“
„Hmm, du hast wahrscheinlich Recht. Ich glaube nur du wirst auf der Normandy bleiben wollen und dann können wir uns nicht mehr so oft sehen.“
Kira, wollte nicht, dass Liara Recht behalten würde, wusste aber auch, dass es passieren könnte, wenn sie nicht aufpasste. In diesem Moment meldete sich Joker: „Hey Admiral, da verlangt gerade ein biotischer Pulk nach ihnen, vor der Normandy. Der Rest des Teams ist wohl schon unterwegs.“
„Was für ein Pulk, Joker?“
„Soweit ich das sehe, sind es die Studenten aus der Grissom-Akademie.“
„Wir kommen.“
„Ist das Jack?“, fragte Lira auf dem Weg zur Shuttlebucht.
„Ich denke schon.“
Vor der Luke der shuttlebucht standen tatsächlich schon die Studenten, Tali, Garrus und Jack, die Miranda im Schlepptau hatte.
„Habt ihr zwei es endlich auf die Reihe bekommen?“, rief der Admiral den beiden Frauen schon von weitem entgegen und sah nur wie Jack anfing zu grinsen und Miranda rot anlief.
„Das nehme ich dann mal als ein 'Ja'“, grinste Kira zurück.
„Ja Shepard, mein kleiner Cheerleader konnte nach deiner Drohung nicht anders und jetzt gehört ihr perfekter Arsch endlich mir“, gab Jack, frech wie immer, zurück, was ihr einen Schlag auf den Arm von Miranda einbrachte.
„Was denn? Mein Arsch gehört ja auch dir.“
Darauf mussten alle lachen.
„Wie ich sehe habt ihr zwei euch aber auch wieder“, sagte Miranda nach einer Weile und deutete auf den Admiral und die Asari.
Als jetzt auch Ashley mit James zu den Anderen stieß feixte Jack, stieß Shepard in die Seite und sagte: „Scheinbar müssen wir dein Schiff umbenennen. So viele Paare wie sie hervorbringt ist das wohl doch eher ein Loveboat.“
Die Freunde gingen alle gemeinsam wieder ins Schiff, da es langsam kalt draußen wurde und sprachen noch etwas miteinander.
„Kira?“, sprach Miranda die Frau an, „Können wir heute Nacht auf der Normandy bleiben? Wir haben noch keinen Schlafplatz gefunden.“
„Klar könnt ihr. Aber wenn ihr nicht mit nach Thessia wollt müsst ihr morgen wieder früh raus.“
„Ach was Shepard wir machen heute durch. Da wird keiner Probleme haben rechtzeitig vom Schiff zu kommen.“
„Ich glaube das wird nichts Jack. Liara braucht ihren Schlaf.“
„Scheiße Shepard du willst sie ja nur für dich haben und flachlegen.“
Liara lief lila an, während Kira beschloss ihren Freunden jetzt schon reinen Wein einzuschenken.
„Vielleicht“, grinste sie, „Aber eigentlich denke ich mehr an unser Kind.“
Sie war begeistert, als sie sah, wie Jack der Gesichtsausdruck entglitt und die Kinnlade auf den Boden klappte.
Es folgten noch viele Glückwünsche, und es entwickelte sich sogar zu einer kleinen Feier, da durch Tali und EDI in kürzester Zeit die ganze Crew Bescheid wusste.
Kira beobachtete Jack und Miranda die Zeit lang und bemerkte, dass Jack immer wieder versuchte Miranda heimlich zu berühren. Schließlich grinste Kira und ging, mit einer erstaunlich anhänglichen und immer wieder auf Tuchfühlung gehenden Liara, zu Miranda, weil sie wissen wollte was sie nach ihrer Drohung gemacht hatte.
„Na Miranda, kannst du dich noch gegen Jack wehren?“, fragte sie die schwarzhaarige Frau frech.
„Mehr schlecht als recht, Kira.“
„Wie genau ist es mit euch gelaufen, nachdem ich euch gedroht habe?“
„Da ich dann auch von Admiral Hackett die Aufforderung erhalten habe, mich Jacks Gruppe anzuschließen, wobei du doch bestimmt deine Finger im Spiel hattest, blieb mir eigentlich nichts anderes übrig, auch wenn ich versucht habe mich von ihr weitestmöglich entfernt zu halten. Naja scheinbar hat es Jack nach ein paar Tagen gereicht und sie hat mich zur Rede gestellt, mich sogar festgehalten als ich abhauen wollte.“
„Ich hätte ja nicht gedacht, das Jack den ersten Schritt macht“, sagte Liara beiläufig.
„Hat sie aber und da ich nicht reden wollte hat sie mich einfach geküsst und mich biotisch festgehalten, bis ich schließlich nachgegeben und mitgemacht habe und dann kam eins zum anderen.“
„Ja das kann ich mir bei ihr vorstellen. Ich hoffe aber, dass ihr auch geredet habt.“
„Ja etwas“, sagte Miranda und wurde schon wieder von Jack weggezogen, welche gerade dazukam.
„Finger weg Shepard. Das hier ist meine Freundin, du hast doch schon deine Asari“, lachte Jack, wobei Miranda wieder rot wurde.

Der Abend, hatte sich noch etwas in die Länge gezogen, Jack hatte sich immer wieder an Miranda ran gemacht und Liara wuselte die ganze Zeit immer wieder an Kira, was weder an ihr noch an ihrer Freundin spurlos vorbei gegangen war.
Der Fahrstuhl ging auf und als Liara gerade ausgestiegen war, wurde sie von Kira mit sanftem Druck an die Wand vor ihrem Quartier geschoben. Sie drückte sich gegen Liara und ließ ihr keine Möglichkeit auszuweichen, was die aber auch gar nicht vorhatte. Liara kam Kira entgegen, sog ihren Duft in sich ein und spürte den Atem des Menschen auf ihrem Gesicht. Sie pressten ihre Lippen aufeinander und fingen kurz darauf an, mit ihren Zungen die Mundhöhle der jeweils anderen zu erforschen. Der Kuss der beiden Liebenden war sehr fordernd aber auch zugleich voller Liebe. Sie stolperten gemeinsam durch die Tür in das Quartier. Kira hob Liara unter ihrem Hintern, mit etwas biotischer Unterstützung, damit sie nicht fielen, an, legte sie vorsichtig auf das Bett und schob sich über sie, damit sie sie küssen konnte.
Sie richtete sich langsam wieder auf, und strich dabei sanft an Liaras Körper entlang nach unten und zog ihre Hose mit nach unten. Liara wollte nicht untätig sein, und zog sich an Kiras Hals hoch, um dieser Hoodie und BH auszuziehen und sich kurz an sie zu schmiegen.
Kira drückte Liara wieder zurück aufs Bett und machte sich an ihrer Jacke zu schaffen. Sie entledigte sich danach ihrer eigenen Hose und warf sie auf den Boden, woraufhin Liara Kira zurück zog, sich mit etwas Schwung über sie drehte und sich an ihrem Hals entlang bis zu ihren Brüsten küsste. Kira lehnte sich zurück und ihr entglitt ein wohliges seufzen, während sie die Behandlung genoss, die ihr zuteil wurde. Sie spürte, dass Liara sanft an ihrer Brustwarze knabberte, während sie mit ihren Händen auf Erkundungstour gegangen war und strich ihr mit leichtem Druck über ihre Haartentakel und die Zwischenräume, wo Liara besonders empfindlich war. Die Asari kletterte langsam wieder am Hals des Admirals nach oben, bis sie neben deren Ohr anhielt und leise flüsterte: „Umarme die Ewigkeit“, bevor sie ihre Geister mit einander verband.
Sie ließen sich beide von der Lust und dem Verlangen, welches sie überschwemmte, treiben und Kira beförderte sich mit einer schnellen Bewegung wieder über Liara, um sich nur Augenblicke später ihren Weg über die Halsbeuge der Asari zu ihren Brüsten zu suchen. Nach dem sie eine Weile dort verweilt hatte und die schönen Hügel ihrer Freundin sanft massierte glitt sie langsam weiter nach unten, bis sie zwischen den Beinen der Asari angelangt war. Sie streichelte mit sanftem Druck über die Innenseite von Liaras Oberschenkeln, damit diese sie weiter öffnete und ihr so Zugang zu ihrem Azur gab. Sie spürte die Erregung, die Liara durchflutete, durch die Verschmelzung in sich selbst wieder hallen, als sie langsam mit ihrer Zunge über Liaras untere Lippen strich. Sie war für einen Moment überwältigt, sie hatte sich noch nicht an das Echo der Gefühle gewöhnt, welches bei einer Verschmelzung aufkam. Kira empfing von Liara Wärme und ein Gefühl der Sicherheit. Sie musste die Aufregung in ihr gefühlt haben. Während sie sich weiter Liaras Schoß widmete, wusste sie genau, was Liara brauchte und wann sie weitergehen sollte um sie bis zu einem wunderbaren Höhepunkt zu bringen, der Sie beide in einen Strudel aus Gefühlen riss.
Es dauerte eine ganze Weile, bis sie sich sammeln konnten, Kira wieder zu Liara kam und sie verlangend küsste. Die Asari erwiderte das nicht minder aufgeregt und sprach verführerisch in ihren Gedanken zu ihrer Partnerin: „Jetzt bin aber ich dran.“ Damit lösten sie sich in freudiger Erwartung und Erregung voneinander und Liara tauchte unter der Frau weg, die sich jetzt auf den Rücken legte. Liara wusste, wie sie Kira behandeln musste, damit sie sich wohl fühlte. Sie knabberte leicht am Ohr des Admirals, während sie gleichzeitig ihre Brüste streichelte, bevor sie sich ihrerseits auf den Weg zu ihrem Schoß machte, jedoch nicht ohne vorher jeden Zentimeter Haut, mit Händen und Mund, erforscht zu haben. Liara drang geschickt mit ihrer Zunge in Kira ein und sog ihren verführerischen Duft tief in sich auf. Sie waren noch so aufgeheizt, dass es nicht lange dauerte und sie sich zum zweiten mal gegenseitig in ihren Empfindungen und Gefühlen verloren.
Sie lagen noch lange einfach da, bis sie wieder wussten, wo die eine Anfing und die Andere wieder aufhörte. Liara kuschelte sich schließlich an Kiras Schulter und sie schliefen dann eng aneinander gekuschelt ein.

Am nächsten Morgen, war es den beiden schwer gefallen, aus dem Bett zu kommen. Erst als Joker mitteilte, dass alle Crewmitglieder an Board waren und Jack mit ihren Studenten wieder unterwegs war, blieb Kira nichts Anderes mehr übrig als aufzustehen.
„Ich sollte auch wieder in mein Büro gehen und nachsehen, ob sich noch weitere Agenten gemeldet haben“, seufzte Liara. Sie hatte schon am Tag zuvor bemerkt, dass die Reaper wirklich viele Opfer gefordert hatten.
„Es wird noch eine Menge Arbeit nötig sein bis ich wieder auf dem alten Niveau Informationen sammeln kann.“
„Okay mach das aber ich möchte bevor wir Thessia erreichen noch mit unseren Freunden reden, ob sie weg wollen. Ich hoffe du kommst dann auch?“
„Natürlich, auch wenn du meine Antwort kennst“, sagte Liara und gab ihr einen Kuss, bevor sie davonlief.
Shepard machte sich kurz darauf auf den Weg zu Joker um kurz mit ihm zu sprechen.
„Joker, EDI, ist alles bereit zum Abflug?“
„Ja, Admiral. Sagen Sie nur 'los' und wir fliegen.“
„Na dann bringen sie uns nach Thessia.“
„Jawohl“, sagte Joker begann auf seiner Konsole zu tippen und die Normandy hob kurz darauf langsam ab.
Als sie die Erde hinter sich gelassen hatten fragte der Admiral: „Joker wie sieht es eigentlich bei Ihnen aus, wollen Sie auf der Normandy bleiben?“
„Sie machen Witze oder? Meinen Sie ich haue jetzt ab, wo ich EDI habe und wir nicht mehr Gefahr laufen jeden Moment von einem Reaper gesprengt zu werden?“
„Dachte ich mir“, grinste Shepard.
„EDI können sie Ashley, James, Garrus, Tali und Javik Bescheid geben, dass ich sie in drei Stunden im Kommunikationsraum sprechen möchte?“
„Erledigt, Admiral.“
„Danke EDI, sagte Kira und machte sich dann auf den Weg ins KIZ.

Die Normandy hatte drei Stunden später das Massenportal passiert und befand sich auf der letzten Etappe nach Thessia. Die Freunde von Admiral Shepard hatten sich inzwischen im Kommunikationsraum eingefunden.
„Hallo, ich wollte euch hier sprechen, weil ich euch fragen will, was ihr jetzt nach den Reapern vorhabt. Ich kann mir denken, dass einige von euch nicht mehr auf der Normandy bleiben wollen“, begann Kira mit etwas Wehmut in der Stimme.
„Ich würde gerne auf der Normandy bleiben Shep“, sagte Ashley sicher.
„Ich auch Lola. Zumindest bis ich weiß, ob es noch ein N7 Programm gibt“, pflichtete James seiner Freundin bei.
„Mit euch beiden habe ich noch etwas vor. Wie sieht es mit dir aus Tali? Ich kann mir gut vorstellen, dass du dein Volk beim Aufbau von Rannoch helfen willst.“
„Ja Shepard. Es tut mir Lied, aber ich muss jetzt meinem Volk helfen.“
Der Admiral nickte ihr zu. Sie konnte niemandem dafür böse sein, dass er oder sie jetzt dem eigenen Volk helfen wollte.
Garrus räusperte sich und nahm Talis Hand in seine.
„Ich werde zuerst nach Palavan fliegen und dort nach meiner Familie suchen, bevor ich weiter zu Tali fliege.“
„Das habe ich mir auch schon gedacht“, sagte Kira mit einem Lächeln, „Wenn man euch so sieht ist es eigentlich klar wo du hingehen willst.“
Tali und Garrus warfen sich einen Blick zu, der zeigte, dass sie wussten was Kira meinte.
Sie ließ den Blick durch die Runde gleiten, bis sie bei Javik hängen blieb, der etwas im Hintergrund stand.
„Und was ist mit Ihnen Javik? Was haben sie jetzt vor?“
„Wie ich es ihnen bereits sagte Admiral, werde ich die Gräber meiner Kameraden aufsuchen.“
„Und dann? Was haben Sie danach vor?“, hakte Liara nach, die die ganze Zeit über dicht an der Seite ihrer Freundin stand um sie zu unterstützen.
„Es wird kein 'danach' für mich geben. Mein Volk ist tot und ich bin ein überflüssiges Fossil. Es gibt keine Reaper mehr zu bekämpfen, dies war mein einziger Zweck.“
Die Anwesenden waren schockiert über die harte Aussage des Protheaners, konnten ihn aber nicht umstimmen. Kira wollte später noch einmal mit ihm reden, wandte sich aber für den Moment Ashley und James zu.
„Ash, ich habe noch zwei Dinge mit dir zu klären. Als erstes, ernenne ich Sie hiermit im Namen der Allianzführung zum Staff Commander.“
„Was wieso denn ich?“
„Weil du es dir verdient hast. Du hast im Kampf gegen die Reaper deine Fähigkeiten mehr als einmal bewiesen, auch wenn du manchmal an dir selbst zweifelst.“
„Danke Shep.“
„Ich frage dich jetzt noch einmal: Willst du hier bleiben als XO? Denn ich würde dir auch ein eigenes Kommando zutrauen.“
„Wow, ich...ich weiß gerade nicht so Recht. Ich denke ich bleibe lieber noch etwas auf der Normandy, Admiral.“
„Okay. Jetzt zu dir James. Sie werden hiermit in den Rang eines Lieutenant Commanders erhoben.“
„Admiral“, war alles, was James dazu im Moment sagen konnte.
„Damit wäre vorerst alles gesagt und ich denke wir werden euch nach unserem Besuch auf Thessia zu euren neuen Zielen bringen.“ Damit deutete Shepard allen an, dass sie vorerst gehen konnten.
Die Normandy würde in kürze Thessia erreichen. Bis dahin wollte sie versuchen wieder einen freien Kopf zu bekommen, denn es schmerzte sie, dass einige ihrer Freunde das Schiff verlassen würden.
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