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One Kiss (One-shot)

von Andoblade
KurzgeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Mio Akiyama Ritsu Tainaka
16.11.2013
16.11.2013
1
1.883
 
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Dieses Kapitel
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16.11.2013 1.883
 
Mio war schon zwei Wochen lang echt Komisch gewesen, doch sie hatte immer gesagt es wäre nichts. Ritsu störte das sehr, da Mio ihre beste Freundin war und ihr eigentlich immer alles sagte. Das Problem war Mio würde mit ihren Eltern umziehen, doch wie sollte Mio das nur den Anderen erklären? Das konnte sie einfach nicht und nun hatte sie nicht mehr viel Zeit mit ihren Freundinnen, denn es war nur noch heute bis zum Umzug. Mio ging aus der Haustür mit einem schweren Gefühl in ihrer Brust, da sie es ihren Freundinnen nun endlich sagen musste. Zitternd ging Mio los um Ritsu abzuholen und zur Schule zu gehen. Der Weg fiel ihr erstaunlich schwerer als sonst, da sie sich Gedanken darum machte, wie sie es den Anderen erklären sollte.

Bei Ritsu angekommen musste Mio noch etwas warten, da Ritsu heute scheinbar etwas verschlafen hatte. Es kam ihr wie eine halbe Ewigkeit vor, doch dann öffnete sich die Haustür und Ritsu kam herausgesetzt. „Tut mir leid Mio“, sagte diese nur schnell und ging schnellen Schrittes mit Mio zur Schule. Auf dem Weg erzählte Ritsu ihre irgendetwas, doch Mio konnte sich nicht darauf konzentrieren. „Mio?“, fragte Ritsu und riss damit die größere aus den Gedanken. „Was?“, wollte diese wissen ohne sich etwas anmerken zu lassen. „Du bist Komisch geworden….“, sagte Ritsu und Mio hörte den traurigen Unterton in ihrer Stimme, welcher Mio sehr schmerzte.  „Kann gar nicht sein“, brachte Mio schnell heraus und war ziemlich nervös.

Der Unterricht lief wie immer in letzter Zeit ab. Mio konnte sich nicht auf den Stoff konzentrieren, da sie sich Sorgen machte. Sie wollte nicht weg, doch sie musste mit. Nun saßen die zwei mit den anderen dreien aus dem Popmusikclub im Clubraum und tranken Tee und aßen Kuchen wie jeden Tag.

Mio wusste, dass sie es ihnen sagen musste, doch sie wusste nicht wie sie anfangen sollte. Die anderen sahen so glücklich aus und sie wollte die Stimmung nicht kaputt machen. Ritsu wandte sich nun zu Mio. „Raus mit der Sprache. Was ist los?“, fing sie plötzlich an. Mio zuckte zusammen, wurde rot und sah auf den Tisch. „N…nichts“, flüsterte sie und ihre Augen füllten sich mit heißen Tränen, die kurz darauf ihre Wange benetzten und dann auf die Tischplatte tropften.

Plötzlich war es Still um sie herum. Die vier Anderen betrachteten sie und Mio stand auf und wollte aus dem Musikraum laufen, doch Ritsu war schneller und hielt sie an ihrer Schulter fest. „Nicht….Rede mit uns…“, fügte sie dann leise und sanft hinzu, was gar nicht so ihre Art war. Yui war einige Sekunden darauf auch schon bei Mio und umarmte sie. „Nicht weinen“, sagte die Braunhaarige dann leise. Ritsu begab sich vor Mio und sah wie Mio einfach stumm vor sich hin weinte. „Beruhig dich erst mal Mio-senpai“, schlug Azusa leise vor und zusammen bekamen sie Mio dazu sich wieder zu setzen.

Nach einer Weile versiegten Mio’s tränen und sie atmete tief durch. „Es tut mir leid. Ich werd ab morgen nicht mehr können“, flüsterte Mio gerade noch so hörbar. „Was? Aber…“, begann Yui, doch Tsumugi hielt sie zurück. „Wieso das denn nicht Senpai?“, fragte Azusa nach ein paar Minuten erneuter Stille. „Wir ziehen weg und ich habe mich bis heute nicht getraut es euch zu sagen…“, Mio war immer noch nicht lauter geworden, doch alle verstanden sie und waren entsetzt. „Ach das kann gar nicht sein. Deine Eltern reden mit meinen doch auch und die hätten mir das schon gesagt“, fing Ritsu an und war sich sicher, dass das nicht stimmen konnte. „Ich habe darum gebeten es euch selbst zu sagen.“
Wieder entstand eine lange Stille.

Nun war auch Ritsu überzeugt von der Wahrheit und das zu Wissen schmerzte so als würde ihr jemand ihr Herz aus der Brust reißen. Ihre Schlechte Laune war deutlich zu merken für alle im Raum, doch auch die anderen waren davon Getroffen und Traurig, sodass sie alle nichts sagen konnten. Mio stand auf und blickte lange in die Runde. „Dann heißt es nun erst mal auf Wiedersehen…“, flüsterte Mio dann nach ein paar Minuten. „…aber nicht für lang. Versprich es uns Mio-chan“, verlangte Yui schon fast. Mio schluckte und zuckte mit den Schultern. „Ich weiß nicht….“, murmelte die Schwarzhaarige und wurde von allen in den Arm genommen. „Wir werden dich vermissen Mio-chan“, sagte Mugi dann leise. „Wir werden uns sicher wieder sehen Mio-senpai“, sagte Azusa mit trauriger Stimme, doch man konnte die Hoffnung in ihrer Stimme heraushören. „Mich wirst du eh nicht so schnell los“, sagte Ritsu, um die Stimmung aufzulockern, doch das gelang ihr scheinbar nicht ganz so gut, wie sie gehofft hatte. „Ich muss los“, sagte die größte der fünf Mädchen dann und löste sich von ihren Freundinnen.

Mio lief neben Ritsu denselben Weg wie immer um nach Hause zu gelangen. Die Anderen drei hatten sie auf halben Weg schon verabschiedet. „Mio?“, fing Ritsu langsam an. „Ja Ritsu?“, sagte Mio traurig, da sie nun merkte, dass es wohl das letzte Mal gemeinsam mit Ritsu war. „Nun also…wenn du wegziehst…also bleiben wir noch in Kontakt? Bitte“, sagte die kleinere und ihr war die Verzweiflung ins Gesicht geschrieben. „Ich hoffe es…“, sagte die größere leise. Die beiden waren bei Ritsu angekommen und hielten an. „Ich will das alles nicht…Wieso muss das denn sein?“, quängelte Ritsu etwas, was Mio nur noch trauriger machte. „Mein Vater….muss wegen der Arbeit umziehen und ich muss mit...“, erklärte die Schwarzhaarige und sah zu Boden. Ihr liefen wieder einige Tränen über die Wangen. Plötzlich wurde sie umarmt. „Vergiss mich nicht…bitte“, flüsterte Ritsu ihr ins Ohr und ging dann mit hängendem Kopf in ins Haus.

Ritsu sah durch einen Spalt in der Tür wie Mio nun langsam vor sich hin schlurfte um nach Hause zu gelangen. Auch ihr liefen Tränen über die Wangen, denn für sie war Mio mehr als nur eine gute oder eine beste Freundin, doch das konnte sie ihr doch nicht einfach sagen oder doch? Vielleicht war es dafür jetzt sogar zu spät. Sie ließ ihre Schuhe im Eingangsbereich durch die Gegend fliegen und stapfte langsam in ihr Zimmer. Dann kam ihr eine idee. Sie nahm ihr Handy und schrieb eine Rundsms an Yui, Azusa und Tsumugi. „Hey. Ich hab eine Idee. Wir schreiben heut Abend Mio jede eine SMS um ihr zu sagen wie Wichtig sie uns ist. Was haltet ihr davon?“, schrieb sie und ließ sich auf das Bett fallen. Nach nicht einmal fünf Minuten hatte sie die Antworten der drei und alle waren Einverstanden.

Es war abends und Mio starrte aus dem Fenster. Dies war der letzte Abend hier. Sie würde ihre Freundinnen wohl eine lange Zeit nicht mehr Wiedersehen. Sie konnte ihre Tränen nicht zurückhalten, weswegen sie diese schon die letzten Tage einfach laufen ließ. Sie hatte sich die letzten Tage in den Schlaf geweint gehabt. Nun war es Schlimmer als die vorherigen Tage. Ritsu sagte ihr sie solle sie nicht vergessen, was es Mio nun noch schwerer machte Morgen zu gehen. Plötzlich vibrierte ihr Handy und sie erschrak. Fast gleichzeitig bekam sie drei SMS. Sie blickte auf die Liste und sah, dass sie von Yui, Tsumugi und Azusa waren. Sie begann die erste zu lesen. „Hallo Mio. Ich wünsche dir viel Glück in der Neuen Stadt, aber viel wichtiger will ich dir sagen, dass du uns allen total Wichtig bist. Du wirst uns total fehlen. Das Kuchen essen wird ohne dich einfach nicht dasselbe sein. Yui“, las sie flüsternd vor ohne es zu merken. Sie öffnete die nächste. „Lass sich nicht unterkriegen. Wir sind immer bei dir so wie du immer für uns da bist. Du bist für mich einfach eine meiner besten Freundinnen. Alles Liebe Tsumugi“, las sie flüsternd weiter. Nun betrachtete sie mit immer noch Tränen in den Augen die letzte Nachricht. „Hallo Mio-senpai. Ich hoffe wir können bald alle wieder zusammen was machen, denn ohne dich fehlt etwas. Alles liebe Azusa“, beendete sie das flüstern und musste nun noch viel mehr weinen, diesmal aber nicht nur aus Trauer, sondern auch aus Freude, da sie tolle Freundinnen hatte. Doch von Ritsu kam keine SMS, was Mio stutzig machte. Schnell hatte sie sich bei den dreien bedank, dann seufzte sie und legte ihr Handy weg. ‚Eine SMS von Ritsu wäre toll gewesen‘, dachte Mio bei sich.

Mio war fast eingeschlafen als sie ein vibrieren aus dem Halbschlaf riss. „Was?“, murmelte Mio verwirrt und griff nach ihrem Handy und sah, dass sie eine Videonachricht von Ritsu bekommen hatte. „Oh…“, sagte sie kurz und öffnete diese schnell. Mio sah wie Ritsu Traurig und sogar etwas Verweint auf ihrem Bett saß, was Mio schmerzte. Nach etwa einer halben Minute fing Ritsu an zu sprehen. „Mio….Ich will nicht, dass du gehst. Ich hab mir jetzt den ganzen Abend den Kopf zerbrochen was ich dir schreiben soll und mir wollte einfach nichts einfallen….Nun ich will dir sagen, dass du für mich einfach Wichtig bist. Ohne dich bin ich nicht ich…..“, sagte sie langsam bis ihre Stimme wegbrach und das Video endete indem Ritsu wieder einige Tränen über die Wangen liefen. Die Schwarzhaarige fing an zu Weinen. Das war ihr zu viel und sie weinte bis sie endlich einschlief.

Am nächsten Morgen wurde Mio geweckt und sie war total fertig, da sie nicht gut schlafen konnte. Sie machte sich fertig und lies die Möbelpacker nun den Rest der Möbel in den Lkw laden. Langsam schlurfte sie aus dem Haus und half ihren Eltern einige kleinere Sachen in das Auto zu packen. Sie sah auf die Uhr. Es war Neun Uhr morgens. Um diese Uhrzeit würden die anderen schon im Unterricht sitzen. Als Mio und ihre Eltern fertig waren wollte Mio ins Auto steigen als sie plötzlich eine vertraute Stimme ihren Namen rufen hörte. „Mio! Mio warte!!!“

Mio blinzelte und sah, dass Ritsu auf sie zugerannt kam. Was machte Ritsu hier? Schwänzte sie extra für sie die Schule? Mio verstand nicht ganz und Ritsu kam auf sie zugelaufen. „Geh ruhig. Wir warten“, hörte Mio noch ihre Mutter aus dem Auto sagen und Mio rannte los. Nun rannten die beiden aufeinander zu und fielen sich in die Arme. „Bitte ich kann nicht ohne dich“, flüsterte Ritsu dann leise. „Aber…ich muss“, sagte Mio leise und schluckte. „Das darf so nicht enden“, nun hörte man Ritsu richtig an wie schwer ihr das ganze fiel und sie sackte leicht ein. Mio hielt sie fest und sah ihr tief in die Augen. „Was meinst du damit?“, fragte sie leise und war verwirrt. Plötzlich spürte Mio die Lippen ihrer Gegenüber auf ihren und es war ein gutes Gefühl. Mio ließ es zu und die beiden Küssten sich für einen Moment. Mio spürte nun wieder Tränen auf ihren Wangen, doch diesmal waren es nicht nur ihre eigenen. Ritsu weinte auch. Die beiden lösten sich nach einiger Zeit voneinander und Ritsu sah in Mio’s Augen. „Das meine ich“, flüsterte sie und grinste leicht. Mio nickte leicht. „Ich komme wieder. Versprochen.“, sagte Mio und meinte es auch so. „Ich freu mich drauf“, grinste Ritsu. „Ich muss nun los…“, flüsterte Mio. „Ja…ich auch….und melde dich nachher okay?“, fragte Ritsu, worauf Mio mit einem nicken Antwortete. Mio ging zum Auto und stieg ein. Ritsu hingegen ging langsam den Weg zur Schule, diesmal allein.
 
 
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