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Ein schwerer Abschied

von elch300
Kurzbeschreibung
KurzgeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P12 / Gen
16.11.2013
16.11.2013
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Hallo Leute!

Alle, die mich kennen, wissen, dass ich ein riesiger Schloss Einstein Fan bin und immer sein werde. Mein Lieblingspairing war Liz-Tobias. Ich liebe die beiden einfach. <3
Bis zuletzt habe ich mir gewünscht, dass sie zusammen kommen.
Aber da Liz heute in Folge 786 endgültig gegangen ist, kam für mich dann doch sehr überraschend und ich muss sagen, dass mir am Ende des Rückblicks von Tobi Tränen in den Augen standen. Der Brief war ebenfalls sehr bewegend. Ich glaube, einen emotionaleren Ausstieg hätte man nicht fabrizieren können.
Tja, trotz allem bin ich natürlich unzufrieden mit dem Ende dieser Beinahe-Romanze.
Und was macht eine schreibwütige Amateur-Autorin wie ich es bin in dieser Situation?
Genau, sie schreibt einen One-Shot, in dem Liz und Tobias zu ihrem Happy End kommen.

Ich widme ihn Viktoria Krause, als Dank dafür, dass sie Liz knapp drei Jahre lang so perfekt verkörpert hat.

°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°


Mein Herz zerspringt.
Es bricht in zwei Teile.
Ich kann mich nicht bewegen.
Dieser Moment scheint sich in eine lange, quälende Ewigkeit zu verwandeln.
Ich kann es einfach nicht glauben.
Ich WILL es nicht glauben.

Ich glaube nicht, dass der Tod schmerzvoller sein kann.
Lieber wäre ich tot, statt ohne sie zu sein.

Warum nur, Liz?
Warum musstest du Einstein verlassen?
Warum musstest du mich verlassen?

Warum konntest du es mir nicht ins Gesicht sagen, dass du gehst?
Warum musste ich es so von Berger erfahren?

Fragen, die mir niemals beantwortet werden können, weil ich sie nie wieder sehen werde.


Liz nie wieder sehen?


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"Ich werde sie besuchen, Tommy"
"Wen wirst du besuchen?"
"Liz."
"Oh."

"Denkst du, dass ist eine gute Idee?"
"Ich muss sie sehen."
"Das kann verdammt schnell schiefgehen. Ich will nicht, dass du weiter leidest."
"Ich werde für immer leiden, wenn ich ihr nicht endlich ins Gesicht sage, was ich fühle."

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Ich sehe sie schon von weitem. Sie sitzt unter einem Baum und hält ein Buch in der Hand.
So wunderschön.
Ich nähere mich ihr langsam, bis sie schließlich aufblickt. Ihre Augen strahlen.
"Tobias! Endlich!"
Ich will schon fragen, was sie damit meint, als sie mir um den Hals fällt. Ihre braunen, seidigen Haare hüllen mich ein.


Und dann wache ich auf und stelle fest, dass ich noch nicht in Amerika bin. Aber ich sitze im Flugzeug.

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"Tobias?"
Wie habe ich ihre Stimme vermisst…
Und ihre Augen…
Und ihr Haar…
Und…, ach, einfach alles von ihr!
Am liebsten würde ich sie umarmen, aber das geht nicht. Sie scheint mich mit ihren Blicken zu erdolchen.
"Solltest du nicht in Deutschland sein?"
Vielleicht hätte ich da bleiben sollen. Für einen kurzen Augenblick verlässt mich der Mut, doch dann kehrt er zurück.
Kämpfe, Tobias, kämpfe um sie!
"Ich weiß, das sollte ich, aber ohne dich hat das keinen Zweck. Es ist alles so anders, seit du nicht mehr da bist, total komisch."
"Tobias, ich will ein neues Leben anfangen! Ich werde Astronautin!"
Der Moment ist gekommen, der alles verändern soll.
"Liz, seit ich dich kenne, vergeht kein Tag, an dem ich nicht an dich denke. Du bist Schuld, wenn ich nachts stundenlang wach liege und wenn ich einfach keinen Appetit habe. Jedes Mal, wenn ich dich sehe, dreht sich mir der Magen um, weil du so schön bist. Jedes Lächeln, das du mir je geschenkt hast, ist in meinem Herzen geblieben. Du bist mein Lichtblick des Tages und  wenn du traurig bist, geht für mich die Welt unter. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie glücklich ich war, als du mich damals geküsst hast im Fahrstuhl oder wie dankbar ich dir bin, dass du immer für mich da warst. Aber was du dir am wenigsten vorstellen kannst, ist das Gefühl, wenn der Mensch, für den du dein Leben lassen würdest, dich verlässt. Und deswegen bin ich hier. Liz, ich weiß es ist kitschig, aber: Ich liebe dich und kann nicht ohne dich leben."
Geschockt schaut sie mich an.
"Wie ich schon sagte, ich will ein neues Leben anfangen…"
"Liz, ich werde sofort gehen, wenn du mir in die Augen schaust und sagst, dass du nichts mehr mit mir zu tun haben willst und mich nicht liebst."
Mach schon, Liz, zerreiß mir noch einmal das Herz, ich komm schon klar!
Trampel herum und mach Kleinholz daraus, aber mach was du willst!
Für mich ist die Sache klar, ich habe verloren.
Schon so lange, aber ich wollte es nie einsehen.
Ich sollte endlich erwachsen werden und den Tatsachen ins Auge sehen, denn die liebt mich nicht.
Doch kurz bevor ich mich umdrehen will, setzt Liz zu einer Antwort an:
"Tobi, ich…"
Erwartungsvoll sehe ich sie an.
"…ich kann das nicht. Ich dachte, ich könnte dich einfach verlassen  und  noch mal von vorn beginnen, denn es ist so viel falsch gelaufen. Ich wollte dich nicht verletzten, aber Adrian auch nicht. Ich hätte zu euch beiden nicht nein sagen können. Ihr… wart so süß und naja, irgendwie gefiel es mir, dass ihr mich beide mochtet. Tobi, ich bin da nicht stolz drauf, das musst du mir glauben. Irgendwann wurde es dann zuviel. Ich konnte nicht weiter in deiner Nähe sein. Es hat mir das Herz zerrissen, wenn ich dich traurig gesehen habe. Aber Adrian konnte ich auch nicht verlassen, wo wir doch grade zusammen gekommen waren. Ich wollte nur noch weg. Und das Spacecamp…das wollte mich gar nicht. Ich brauchte nur eine Ausrede, um Deutschland zu verlassen. Ich hätte nie gedacht, dass du mich noch sehen willst. Aber, das, was du gesagt hast, das war fantastisch. Ich glaube, ich habe mich noch nie besser  gefühlt. Natürlich ohne die Stelle mit dem Verlassen und wie unglücklich ich dich gemacht habe. Das tut mir so unendlich leid."
"Ja, aber was fühlst du für mich Liz? Bitte, ich muss es wissen."
"Du bist der allerbeste Freund, den man sich wünschen kann, aber… für mich bist du noch viel mehr. Du kannst mich immer zum Lachen bringen aber gleichzeitig auch auf die Palme. Du warst schon immer faszinierend für mich und zwischen uns herrschte doch schon immer diese gewisse Anziehungskraft. Ich wollte der nie nachgeben, aber jetzt bringt sie mich an den Rand meines Verstandes. Tobias, ich glaube, ich liebe dich."
Das…ist ja unfassbar!
Mit einer schnellen Bewgung ziehe ich sie in einen Kuss. Ihre Lippen, so weich. Ich kann spüren, wie sehr sie das möchte und glaubt mir, ich will dies auch. Und wie! Mein Leben lang hab ich mich noch nie so gut gefühlt! Meine Hände wandern zu ihrem Gesicht, das ich schließlich ganz behutsam und sanft festhalte, bevor ich langsam anfange, ihre Wange zu streicheln.
Nach einer halben Ewigkeit löst sie sich von mir und blickt mir tief in die Augen.
"Tobi, ich bin mir sicher, dass ich dich liebe!"


°°°°°°°°°°°°°
Soooo, kann das bitte verfilmt werden?
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