Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Yanagisawas schlimmster Alptraum

von Caligula
OneshotHumor, Familie / P18 Slash
Hoshina Sogoru Sano Ichiro Tokugawa Tsunayoshi Yanagisawa Yoshiyasu Yoritomo
15.11.2013
15.11.2013
1
1.423
 
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
 
15.11.2013 1.423
 
*Yanagisawas schlimmster Alptraum*

Zwei Männer, Samurai, waren allein in einem großen, nur von ein paar Kerzen erhellten, Zimmer. Ein leichter Wind wehte gegen die papierbespannten Schiebetüren, die zum Garten führten und ließ die herbstliche Kälte dort draußen erahnen. In dem Raum selbst herrschte eine fast unerträgliche Hitze, die nur wenig mit der Zimmertemperatur zu tun hatte...

Die beiden Samurai saßen auf dem Fußboden, der mit Holzdielen ausgelegt war, die im Kerzenschein golden schimmerten. Der ältere der beiden war in den Dreißigern. Sein Oberkörper, der bereits freilag, war gestählt vom jahrelangen Kampftraining. In seinen starken Armen hielt er seinen jungen Liebhaber. Dieser war noch keine zwanzig Jahre alt und doch wusste er genau, was er tat und was er wollte.

Die beiden küssten sich leidenschaftlich. Während die eine Hand des Jungen über die nackte Brust des älteren Samurai strich, fuhr er ihm mit der anderen durch das gewellte, schwarze Haar. Auch eine Hand des Älteren wanderte unruhig über den Körper des Jungen, während er ihn mit der anderen, fast schon grob, festhielt.

"Sano-san...", hauchte der Junge erregt. Sano konnte seinen heißen, schweren Atem an seinem Ohr spüren, als er mit der Zunge den Hals des Jüngeren liebkoste. Er konnte die vor Lust halb geschlossenen Augen und den leicht geöffneten Mund, der diese wundervollen Töne von sich gab, in Gedanken vor sich sehen und spürte seine eigene Erektion, die hart gegen das Bein des Jungen drückte, überdeutlich. Verlangend presste er seine Lippen wieder grob auf die des Jüngeren.

Sano richtete sich etwas auf, sodass sich ihre Zungen wieder voneinander lösten. Speichel rann dem Jungen die Lippen und das Kinn hinunter, was Sanos Erregung nur noch mehr steigerte. Er schob seine Hose herunter und befreite sein aufgerichtetes Glied. Mit Genugtuung sah er, wie der Blick seines jungen Gespielen wie gebannt daran hängenblieb. Mit einer Hand griff er nach dem Kopf des Jungen und drückte ihn hinunter. Schon konnte er die warmen, feuchten Lippen spüren, die ihn gierig umschlossen.

"Oh... Yoritomo...", stöhnte Sano auf und strich dem Jungen geradezu zärtlich durchs Haar. "Braver Junge..." Yoritomo wusste seine Zunge geschickt einzusetzen und brachte Sano fast um den Verstand. Sein Stöhnen übertönte bald die unregelmäßigen Schmatzgeräusche und er näherte sich gefährlich schnell dem Höhepunkt.

Grob und für den Jungen völlig überraschend, stieß er ihn weg und drehte ihn herum.

"Sano-san", keuchte Yoritomo hilflos auf und Sano kam nicht umhin, ihn für sein schauspielerisches Können zu bewundern. Er zierte sich, doch Sano war bewusst, wie sehnsüchtig Yoritomo bereits auf das Kommende wartete und wie sehr er es genießen würde.

Von den Liebkosungen des Jungen angeheizt, drang Sano grob in ihn ein. Yoritomo schrie kurz auf und wimmerte dann, bemüht nicht allzu laut zu sein, unter Sanos kraftvollen Stößen. Bis zum Äussersten erregt, stieß dieser immer schneller und härter zu, wobei er laut und unkontrolliert stöhnte. Bald schon konnte sich auch Yoritomo nicht mehr zurückhalten und bot dem Älteren eine laute Mischung aus lustvollem Stöhnen und schmerzerfülltem Schluchzen, die Sano endgültig den Rest gab.

"Ah, ich...!"

~


Schweißgebadet schreckte der Kammerherr aus dem Schlaf. Die Augen weit aufgerissen, saß er keuchend, die Hände hinter sich auf dem weichen Futon abstützend, im Bett und versuchte seinen Puls wieder zu beruhigen.

Yoritomo und Sano?! Nein, diese widerliche und kranke Vorstellung würde niemals Realität werden! Yanagisawas Sohn würde sich niemals von diesem Versager anfassen lassen, geschweige denn auch noch Lust bei dessen Berührungen verspüren! Ausgeschlossen! Und Sano würde es nicht wagen, Yanagisawas Allerheiligstes anzurühren oder gar zu beschmutzen! Wenn er wusste, was gut für ihn war, behielt der Sôsakan-sama seine unwürdigen Finger bei sich oder seiner Katastrophe von Gemahlin!

Yanagisawas abruptes Hochschrecken schien auch seinen Geliebten, Hoshina, geweckt zu haben.

"Was ist los...", murmelte der Polizeikommandeur, kaum zu verstehen und ohne die Augen zu öffnen.

"Alptraum. Sano... Yoritomo...", antwortete Yanagisawa abgehackt, offensichtlich hatte er sich immer noch nicht von dem Schrecken erholt. Noch immer konnte er seinen Herzschlag überdeutlich spüren.

"Schon wieder...?" Die Stimme des Polizeikommandeurs klang leicht genervt. "Du solltest da mal mit jemandem drüber reden...", hatte er sogleich einen Ratschlag parat. Immer noch im Halbschlaf drehte er sich, sodass er nun mit dem Rücken zu Yanagisawa lag und hatte diesem, vor Müdigkeit, nicht einmal den gebührenden Respekt entgegengebracht. Doch das störte den Kammerherrn nicht; ganz im Gegenteil genoss er es heimlich, von Hoshina angesprochen zu werden, als stünden sie auf derselben Stufe, was in der Öffentlichkeit unmöglich war.

"Naja... wo du ja gerade wach bist...", setzte er an und betrachtete die, sich gleichmäßig hebende und senkende, Schulter seines Geliebten. Möglicherweise hatte er ja recht und Yanagisawa musste tatsächlich darüber reden, damit diese schrecklichen Alpträume endlich wieder ein Ende nahmen. Doch auf Hoshina konnte er dabei anscheinend nicht zählen. Der schien schon wieder tief und fest zu schlafen; sein ohrenbetäubendes Schnarchen erfüllte den ganzen Raum.

Männer!

~


Am nächsten Morgen hatte der Kammerherr eine Besprechung mit einem hohen Beamten im Palast des Shôgun. Es war ein Tag wie so viele andere, bis zu dem Moment, als plötzlich sein schlimmster Alptraum Realität zu werden schien. Nur wenige Meter vor sich erblickte Yanagisawa seinen Sohn Yoritomo und den Sôsakan Sano Ichiro.

Yoritomo, der in Sanos Armen lag.

Sano, der Yoritomo festhielt.

"Alles in Ordnung?", wollte Sano, sanft lächelnd, wissen. Yoritomo war gestolpert und dem Sôsakan-sama, der ihn noch rechtzeitig hatte auffangen können, direkt in die Arme geflogen.

"Es tut mir leid!", entschuldigte Yoritomo sich hastig und mit vor Scham geröteten Wangen.

"Zum Glück ist nichts passiert", meinte Sano gutmütig und hielt den jungen Samurai noch immer fest an den Armen.

"Ich bin aber auch wirklich zu ungeschickt!" Yoritomo war das Missgeschick sichtlich unangenehm. Nicht unbedingt vor Sano selbst, der sein Mentor und guter Freund war, aber vor all den anderen hohen Beamten, die im Palast herumliefen und sein Missgeschick unauffällig beobachtet hatten. Gerade Yoritomos Vater würde alles andere als begeistert sein...

"Niemals!", hallte eine Stimme laut und wutentbrannt durch den Gang. Sano und Yoritomo wandten überrascht die Köpfe um und erkannten Kammerherr Yanagisawa, der mit wildem Blick zu ihnen rübersah.

"Ehrenwerter Kammerherr..."

"Vater..."

Yoritomos Hände lagen noch immer auf Sanos Brust; Sanos Hände hielten noch immer Yoritomos Arme fest. Die schrecklichen Bilder der letzten Nacht schossen dem Kammerherrn wieder durch den Kopf. Er sah die grausamen Szenen, die sich zwischen diesen beiden abgespielt hatten; konnte das lustvolle Keuchen, Stöhnen und Wimmern wieder hören, das ihm eine unangenehme Gänsehaut bescherte.

"Finger weg von meinem Sohn!", brüllte er völlig außer sich und zog zur großen Verwunderung des Sôsakan-sama sein Schwert, was im Palast des Shôgun eigentlich strengstens untersagt war und mit dem Tode bestraft wurde. Doch das schien Yanagisawa überhaupt nicht zu kümmern. Er war vollkommen unzurechnungsfähig und stürmte mit gezogener Waffe auf den perplexen Sano zu.

Noch ehe Sano in den Zwang kam sein eigenes Schwert zu ziehen und ebenfalls gegen das Gesetz zu verstoßen, um sich zu verteidigen, wurde die Tür, die sich zwischen den beiden Erzfeinden befand, aufgeschoben und der Shôgun höchstpersönlich kam auf den Flur getreten.

"Was ist hier los? Was hat dieser Lärm zu bedeuten?", fragte er ungehalten.

Yanagisawa war direkt vor ihm, mitten in der Bewegung, wie zur Salzsäule erstarrt und präsentierte dem Herrscher regelrecht seine gezogene Waffe, die auf Sano gerichtet war. Tokugawa Tsunayoshi musterte die scharfe, glänzende Klinge, die sich direkt unter seiner Nase befand, missmutig.

"Yanagisawa-san...?", begann er mit skeptisch hochgezogenen Brauen.

"Neues Schwert!", spuckte der Kammerherr hastig eine Ausrede aus und tat so, als wäre er nur hier und hätte lediglich sein Schwert gezogen, um dem Shôgun seine Waffe zu zeigen. Einfältig wie der Herrscher war, gab er sich damit zufrieden und lobte das schöne Schwert, das Yanagisawa in Wirklichkeit bereits seit mehreren Jahren sein Eigen nannte, statt den Kammerherr für seinen Gesetzesverstoß auch nur zu maßregeln. Sano blieb nichts anderes übrig, als hilflos mitanzusehen, wie sein Erzfeind mal wieder ohne Konsequenzen mit allem davonkam.

Yanagisawa packte Yoritomo grob am Arm und zog den Jungen mit sich mit den Flur hinunter, wobei er wütend auf seinen Sohn einredete. Yoritomo wagte es nicht zu widersprechen und ließ sich von seinem Vater widerstandslos aus dem Palast zerren. Sano blickte dem Gespann mit fragendem Blick hinterher.

"Wenn Ihr auch nur einem von beiden auf den Hintern starrt, lasse ich Euch hinrichten", erklärte der Shôgun dem Sôsakan-sama munter.
Review schreiben
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast