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Another time.

Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Eliot Nightray Leo Baskerville Oz Vessalius Raven (Gilbert Nightray) Reim Lunettes Xerxes Break
11.11.2013
18.01.2014
7
10.213
 
Alle Kapitel
20 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
11.11.2013 1.301
 
Hey ihr! Erst einmal danke für die lieben Reviews - ihr heitert mich doch wirklich immer wieder auf. Ich hätte beinahe geglaubt, dass das erste Kapitel wirklich toll war. :D

Naja, diese Idee liegt schon länger in meinen Entwürfen herum und eignete sich perfekt dazu, ausgearbeitet zu werden. Dank euch hatte ich auch unglaublich Lust, jetzt schon das nächste Kapitel zu schreiben. Wie immer besteht die Gefahr, dass es an der einen oder anderen Stelle happert. *versteck* Seid nicht so streng mit mir! >.<

Und, weil ich dieses Pairing nun mal verdammt liebe, ist das hier wieder einmal eine BreakxReim Story. *OTP-Herzchen durch die Luft werf* Diesmal allerdings mit einem Hauch von BreakxSharon. Wozu ich mich echt durchringen musste, da ich Einiges gegen dieses Pair habe. Ich hoffe, das merkt man während dem Lesen nicht. ;_; *seufz*

Ich höre jetzt auch schon auf mit Schwafeln und lass' euch in Ruhe lesen. :3 Lasst doch bitte Reviews da! ~




Kleine Kurzbeschreibung der Autorin: Reim ist nie eifersüchtig. Was redest du da?



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Reim Lunettes würde sich selbst als ruhigen, vernünftigen, jungen Mann beschreiben.

Break ist anderer Meinung.

Reim würde sagen, dass er auf keinen Fall zu so etwas wie Eifersucht neigen könnte.

Und wieder, Break ist anderer Meinung.

Break ist der Meinung, dass Reim bis jetzt nicht eifersüchtig gewesen ist, weil es einfach keinen Grund gab.
Und weil Xerxes Break nun einmal Xerxes Break ist, musste das dringend geändert werden.



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Reim saß nun schon eine ganze Weile in seinem Büro und füllte mit geschickten Fingern Lieferscheine aus, beantwortete schriftliche Bestellungen und führte Protokoll. Es war keine angenehme Arbeit, aber es machte ihm nichts aus, sie abends zu erledigen. Es ging nicht lange und tagsüber hielt er sowieso in dem vorderen Abteil der Buchhandlung auf und bediente Gäste.

Seine Buchhandlung. Er lächelte stolz, als er daran dachte, wie er das kleine Geschäft nach harter Arbeit schließlich offiziell eröffnen durfte.
Aber momentan hatte er keine Zeit, um in Erinnerungen zu schwelgen. Er musste dringend noch diesen Lieferschein ausfüllen und den Warenbestand prüfen, bevor Xerxes kommen würde, um ihn abzuholen …

"Reim?"

Er stoppte mitten in der Bewegung und sah auf. Pinke Augen blickten ihn schüchtern an, als Sharon zögernd und mit schräggelegtem Kopf – so, dass ihre karamellfarbenen Zöpfe sanft hin und her wiegten - durch den kleinen Türspalt lugte.
Sie war für die Bücherei verantwortlich, wenn er gerade Schriftliches zu tun hatte und sie erledigte das Schriftliche, wenn er Kunden beriet. Auch Elliot und Leo halfen ab und an mit und versuchten, den anderen Jugendlichen Romane wie 'Holy Knight' schmackhaft zu machen. Sie hatten auf die jüngere Generation eindeutig einen stärkeren Einfluss als Reim, der immer schnell und gerne ins Träumen geriet, wenn es um Bücher ging.

Ein dezentes Hüsteln seitens Sharon riss ihn aus seinen Gedanken. Er blinzelte kurz und schob dann seine Brille zurecht, bevor er dem Mädchen ein warmes Lächeln schenkte.

"Ja?"

Sie sah das anscheinend als Zeichen, näher zu treten und schlüpfte durch den schmalen Spalt. Ihr Kleid, dass ihr bis zu den Knien reichte, flatterte dabei etwas und sie hob die von einem Ärmel verdeckte Hand, um den bis jetzt verdeckten Zeigefinger auf die Tür zu deuten durch die sie gerade gekommen war.

"Break ist da und meinte, ich soll dir ausrichten dass, wenn du die Güte hättest dich von deiner Arbeit zu trennen, würde er dich großzügigerweise nach Hause fahren."

Sie kicherte leise und Reim seufzte – allerdings immer noch lächelnd. Das waren doch einmal liebevolle Botschaften, die er von seinem Freund bekam.

"Sag ihm, ich komme gleich. Ich muss nur noch kurz diesen Lieferschein ausfüllen, dann bin ich hier erstmal fertig."

Sie nickte folgsam und war auch schon wieder verschwunden. Der Brillenträger beeilte sich, wie er es jeden Tag tat und kam nach einer Weile mit der Jacke über dem Ärmel zufrieden aus seinem Büro – und blieb schlagartig stehen.
Xerxes hatte den Ellenbogen an dem Tisch, auf dem die Kasse stand, abgestützt, die andere in die schmale Hüfte gestemmt und lachte herzlich. Sharon hatte sich die Hand schützend vor den Mund gehalten – aber Reim konnte ihr zärtliches Lachen trotzdem hören. Ihre Körper trennten vielleicht gerade mal ein paar Zentimeter. Und … bildete er sich es ein, oder hatten Beide einen leichten Rotton auf den Wangen?

Einen kurzen Moment spürte er ein seltsames Ziehen in seiner Magengegend und presste die Lippen zusammen. Was war das nur?

Dann erblickte ihn das vertraute rote Auge und die warme Stimme seines Liebhabers erreichte sein Ohr.

"Ah, Reim. Bist du endlich fertig?" Xerxes lächelte. Wie immer.

Der Braunschopf löste sich aus seiner Starre und trat zu den Beiden. Allerdings schien Break nicht im Geringsten die Absicht zu hegen, bald zu gehen. Er wechselte noch ein paar Sätze mit Sharon und ließ seinen Freund völlig außer Acht, bis Reim vernehmlich hustete. Erst dann fuhr er beinahe hoch und lächelte gleich darauf. Schon wieder.

"So schade es auch ist, ich denke, wir beide müssen sollten jetzt gehen." Seine weißen Haare fielen ihm über die Augen, als er die Hand des Mädchens nahm, sich hinunter beugte und ihr einen Handkuss gab.

So schnell, wie seine Bewegung gewesen war, stand er genauso schnell wieder an Reims Seite und hakte sich bei ihm ein. So führte er den Brillenträger zur Tür und wandte dort noch einmal den Kopf, um der Blondine in die Augen sehen zu können.

"Bis zum nächsten Mal, Sharon!"

Sie nickte mit einem Lächeln und winkte den Beiden nach. Reim brachte noch ein 'Vergiss nicht, den Laden abzuschließen!' hervor, bevor er von Xerxes hinausgezogen wurde.

Die kalte Luft ließ ihn sofort frösteln. Er hatte keine Zeit gehabt, seine Jacke anzuziehen und es war mitten im Winter. Wenn er den Himmel betrachtete, würde es wohl auch bald einen Schneesturm geben.

Break bemerkte sofort, dass sein Liebhaber angefangen hatte zu zittern und führte ihn in Windeseile zu seinem knallroten, kleinen Opel. Nachdem er Reim auf den Beifahrersitz geschoben hatte, war er auch schon hinter dem Lenkrad und beugte sich leicht zu dem Brillenträger herüber. Reim spürte, wie ihn die weißen Strähnen auf der Wange kitzelten und spürte den warmen Atem, der seine Lippen traf. Aber das Stechen in seiner Brust hinderte ihn daran, ihre Lippen zu vereinen. Es war unangenehm. Stattdessen fing Break an zu reden.

"Sollen wir heute Abend wieder in dieses Restaurant gehen, dass du so magst? Ich habe schon einen Tisch reserviert. ~"

"Von mir aus.", stieß er hervor und wandte sich ab. Statt seinem Freund in das Gesicht zu sehen, versuchte er die weiße Wunderlandschaft draußen zu bewundern. Das brachte aber frustrierenderweise auch nicht viel.

Kurzes Schweigen erfüllte die stickige Luft des Wagens, bis Break sie mit einem Kichern durchbrach.

"Reim, bist du etwa eifersüchtig?"

Das brachte Reim dann doch dazu, empört den Kopf zu wenden. Jetzt fand er sich Nase an Nase mit seinem Freund wieder und spürte, wie sich ein Rotschimmer auf seinen Wangen bildete.

"Was?! N-Ne --"

"Lügner." Break stützte das Kinn seines Freundes mit den zarten Fingern ab. "Du bist es."

"Ich bin nicht --"

Schließlich  brachten ihn die süßen Lippen des Anderen zum Schweigen. Einen Moment versank er in der Erdbeere, nach der Break schmeckte und es war viel zu schnell vorbei. Als sie sich wieder lösten, lächelte Break sanft.
"Das ist in Ordnung. Ich wäre auch eifersüchtig, Reim."

Er blieb einen kurzen Augenblick sprachlos und wusste nicht, was er sagen sollte. Break ergriff das als Chance, abermals einen Kuss von Reims Lippen zu stehlen und dann flink im Fahrersitz zu versinken.

"Lass uns losfahren, wir kommen sonst noch zu spät! ~"



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Letzten Endes würde Reim es zugeben. Er konnte ein bisschen eifersüchtig sein. Manchmal.
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